Knieschmerzen

Tipps und Übungen für Zuhause von den Schmerzspezialisten Liebscher & Bracht

Knieschmerzen können in unterschiedlichster Form auftreten. Sie können im Kniegelenk, an der Außenseite, der Innenseite, in der Kniekehle, vorne am Knie an oder rund um die Kniescheibe oder in der Kniekehle zu spüren sein. Der Verschleiß im Knie kann die Knorpel auf der Kontaktfläche des Gelenkes, der Kniescheibe und die Menisken betreffen. Anzeichen sind Steifigkeitsgefühl mit Anlaufschmerz, Schwellungen, Schmerzen bei größeren und zunehmend geringeren Belastungen, abnehmende Stabilität, Schmerzen die zum Stehenbleiben beim Gehen zwingen und schließlich auch im Ruhezustand und nachts mit zunehmender Bewegungseinschränkung quälen.

Betroffen sind vor allem Menschen mit zunehmendem Alter und Sportler, die ihre Knie mehr belasten. Aber auch völlig inaktive und junge Menschen, sogar Kinder, können betroffen sein. Die Schmerzen können nach Verletzungen, Unfällen oder außergewöhnlichen Belastungen aber auch völlig ohne Vorgeschichte auftreten. Übermäßiger Verschleiß des Knorpels und der Menisken im Kniegelenk, also Kniegelenksarthrose betrifft etwa 65 Prozent der über 60-jährigen.

Die herkömmliche Auffassung der Entstehung von Knieschmerzen

Ursachen nach herkömmlicher Auffassung sind: X- oder O-Beine, Verletzungen wie Kreuzbandrisse, Rheuma und andere Stoffwechselerkrankungen, angeborene Fehlstellungen, degenerative Knochenveränderungen, Übergewicht, nicht näher definierte Fehlbelastungen oder erbliche Anfälligkeit. Man geht davon aus, dass der im Alter zunehmende Verschleiß mit der „Kilometerlaufzeit“ zusammenhängt – verstärkt durch erbliche Belastungen oder solche wie Übergewicht, Sport und Ähnliches. Vor allem die Knieschmerzen bei älteren Menschen werden fast als normal angesehen.

Die Begründung ist häufig, dass Menschen früher viel jünger starben, beispielsweise der Knorpel also genetisch gar nicht für 60 und mehr Lebensjahre vorgesehen ist. Dementsprechend handelt es sich bei Knieschmerzen und dem Verschleiß des Knies um eine Alterskrankheit.

Die herkömmliche Vorgehensweise bei Knieschmerzen

Neben konservativen Therapiemaßnahmen wie Physiotherapie werden Schmerz- und Entzündungsmittel, Cortison sowie Hyaleronsäure eingenommen oder gespritzt. Im weiteren Verlauf werden Atroskopien mit Knorpelglättung, Meniskusentfernungen, Umstellungsoperationen durchgeführt oder schließlich Knieprothesen eingesetzt. Die Knieschmerzen, die selbst nach dem Einsetzen künstlicher Gelenke weiter bestehen werden als nicht therapierbar klassifiziert. Die betroffenen Patienten bekommen dauerhaft stärkste Schmerzmittel und werden psychologisch betreut: „Sie müssen lernen mit dem Schmerz zu leben.“

Entstehung und Ursache der Knieschmerzen nach Liebscher & Bracht

Die von uns vertretene neue Schmerztherapie sieht vollkommen andere Ursachen für die Entstehung von Knieschmerzen. Die Bewegung der Kniegelenke ist durch unsere heutige Lebensführung stark eingeschränkt, andererseits in den wenigen genutzten Gelenkwinkeln viel zu unausgeglichen. Wir sitzen durchschnittlich 11,5 Stunden am Tag und laufen fast ausschließlich mit nur gering gebeugten beziehungsweise fast gestreckten Beinen. Tiefere oder sehr tiefe Kniewinkel werden mit zunehmendem Alter immer weniger genutzt oder sogar wegen Überlastungsgefahr untersagt weil tiefere Winkel meist mit Schmerzen verbunden sind.
Als Folge verkürzen sich vor allem die Waden- und die Streckmuskeln an der Vorderseite der Oberschenkel und erzeugen immer höhere Spannungen, die das Knie verschleißen und die Beweglichkeit erschweren. Von Liebscher & Bracht so titulierte Alarmschmerzen mit denen der Körper dies verhindern will werden meist über längere Zeit mit Schmerzmitteln unterdrückt. So nehmen Verschleiß, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen stetig zu.
Aufgrund der Liebscher & Bracht Forschung während fast 30 Jahren und der in dieser Zeit gemachten Erfahrung wissen wir, dass es sich bei Knieschmerzen meist um funktionelle Schmerzen handelt, die von zu hohen muskulär-faszialen Spannungen ausgelöst werden. Das bedeutet, dass Knieschmerzen auch beim Vorhandensein von strukturellem Verschleiß oder Schädigungen (Arthrose, Meniskusschädigungen usw.) gut therapierbar sind.

Die ursächliche und natürliche Therapie von Knieschmerzen

Es gibt nur eine Möglichkeit, die Negativspirale von immer mehr Verschleiß, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu beenden und Heilung einzuleiten: Die überhöhten muskulär-faszialen Spannungen müssen normalisiert werden. Die speziell dafür entwickelte Osteopressur nutzt dafür im Körper fest installierte Schaltstellen, sogenannte interstitielle Rezeptoren. Diese Rezeptoren befinden sich in der Knochenhaut. Sie werden bei der Osteopressur aktiviert und löschen dadurch im Gehirn Ansteuerungsprogramme der Muskeln, die meist überhöhte Fehlspannungen ausgelöst haben.

Man könnte sagen das Schmerzgedächtnis wird gelöscht. Der Körper reagiert sofort, die zu hohen Muskelspannungen lassen nach. Dadurch wird der Schmerz deutlich reduziert. Meist schon in der ersten Behandlung auf 0 bis 30 Prozent von 100 Prozent des „mitgebrachten“ Schmerzes. Das beweist, dass auch bei schon vorliegender Arthrose oder anderen Schädigungen der Gelenkstruktur Schmerzfreiheit möglich ist. Verordnete therapeutische Engpassdehnungen sorgen dann zunehmend dafür, dass die in der Therapie erreichte Schmerzfreiheit dauerhaft gefestigt wird. Der Verschleiß wird in wenigen Wochen gestoppt und je nach Schweregrad wenn dies noch möglich ist regeneriert.

Selbsttest für Knieschmerzen

In der Badewanne: Um herauszufinden ob es sich um muskulär-fasziale Alarmschmerzen handelt gehen Sie in eine sehr warme Badewanne, in der Sie sich sehr wohl fühlen und gut entspannen können. Das Wasser darf deswegen nicht zu wenig warm aber auch nicht zu heiß sein. Regulieren Sie die Temperatur nachdem Sie in der Wanne sind durch Zugabe von Wasser mit der entsprechenden Wassertemperatur durch den Duschschlauch damit Sie die Temperatur gut verteilen können. Bleiben Sie 15 Minuten in der angenehmen Wärme und testen Sie anschließend, ob Ihre Knieschmerzen sich verringert haben. Ist das der Fall, so ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich um muskulär-fasziale Schmerzen handelt, die mit der Osteopressur gut therapierbar sind.

In der Dusche: Gehen Sie unter die Dusche und duschen Sie 15 Minuten lang intensiv das Bein dessen Knie schmerzt ab. Achten Sie darauf, dass Sie am restlichen Körper nicht frieren und Sie sich sehr wohl dabei fühlen. Testen Sie anschließend wie beim Badewannentest beschrieben.

Durch Testen Ihrer Beweglichkeit: Legen Sie sich bäuchlings auf den Boden und achten Sie darauf, dass die Leiste auf der Seite des schmerzenden Knies möglichst aufliegt. Beugen Sie nun mit der Kraft ihrer Beinmuskeln das Bein ohne ihre Leiste vom Boden zu entfernen und versuchen Sie Ihre Ferse so dicht wie möglich an das rechte Gesäß zu ziehen. Kommen Sie nicht deutlich unter einen Winkel von 90 Grad im Knie ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Ihre Knieschmerzen – und natürlich auch Knorpel und Meniskusverschleiß oder andere Knieschäden – durch Muskeln und Faszien ausgelöst werden die zu hohe Zugspannung haben und deswegen nicht nachgeben können. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Ihre Schmerzen mit der Osteopressur gut therapierbar sind und dass sie nicht oder nur durch einen geringen Teil mit eventuell vorhandenen Schädigungen zu tun haben.

Selbsthilfe bei Knieschmerzen

Ziehen Sie in der Position, die Sie zum Beweglichkeitstest eingenommen haben vorsichtig Ihren Fuß weiter in Richtung ihres Gesäßes. Achten Sie dabei darauf, dass der entstehende Dehnungsschmerz an der Vorderseite des Oberschenkels oder auch im oder rund um das Knie zwar deutlich vorhanden ist aber nicht so stark wird, dass Sie Bedenken um das Wohlergehen Ihres Knies bekommen. Steigern Sie das einige Zeit und strecken Sie Ihr Knie wieder langsam und vorsichtig.

 

Stehen Sie auf und laufen Sie einige Schritte bis sich das Knie wieder beruhigt hat. Probieren Sie dann die Positionen oder Bewegungen, in der Sie normaler Weise den Knieschmerz empfinden. Ist der Schmerz nun reduziert bestätigt das mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass es sich um muskulär-fasziale Schmerzen handelt die mit der Osteopressur und passenden Engpassdehnungen gut abgestellt werden können.

 

 

Wir beraten Sie bei Knieschmerzen

Die Behandlung des Knies erfordert vor allem beste Kenntnisse über dessen biodynamische Funktion. Also eine umfangreiche Kenntnis über die Bewegungsabläufe für die dieses Gelenk konstruiert ist. Die besten Einblicke dafür bekommt man bei der Schmerz- und Bewegungstherapie von Sportathleten, denn sie sind einem Vielfachen an Kräften und Belastungen ausgesetzt.

Seit fast 50 Jahren betreibe ich Kampfsportarten und habe sie 25 Jahre unterrichtet sowie natürlich über Jahrzehnte viele meiner Kampfkunstkollegen sowie Profisportler aus allen Bereichen therapiert. Die daraus resultierende Erfahrung fließt seit nun fast 30 Jahren in die von uns geschaffene neue Therapie ein. Nach wie vor wird sie konsequent weiterentwickelt und optimiert.

Das Ergebnis daraus ist eine Vorgehensweise, die eine Wirksamkeit entfaltet, die eigentlich für nicht möglich gehalten wird. Gleichgültig ob keine Ursachen gefunden werden wie bei Fibromyalgie, Weichteilrheumatismus oder Migräne ob Bandscheibenvorfälle, Arthrose, Verkalkungen, Wirbelgleiten, Spinalkanalstenose, Beinlängenunterschiede, Meniskusanrisse oder andere Schäden an den Bewegungsstrukturen vorliegen ob Nervenreizungen oder Entzündungen vermutet werden ob ein Schmerzgedächtnis oder die Psyche für chronische Schmerzen verantwortlich gemacht werden.
Wir zeigen Ihnen meist schon in der ersten Behandlung ob es sich um gut therapierbare Alarmschmerzen handelt. Mit dieser neuen Schmerztherapie sind Sie dazu in der Lage sich von den meisten der heute auftretenden Schmerzen befreien zu lassen sowie selbst dafür zu sorgen, dass sie nicht wiederkommen.

Schluss mit Knieschmerzen – Diese Übungen können Ihnen helfen!

Knieschmerzen schränken vor allem in fortgeschrittenem Alter das Leben drastisch ein. Sind sie so schlimm, dass nur noch Sitzen, Liegen und minimales Laufen möglich ist, wird es lebensbedrohlich. Dann nämlich nimmt der Stoffwechsel so ab, dass die notwendige Versorgung der Zellen mit Nährstoffen nicht mehr gewährleistet ist.

Bei den meisten Betroffenen wurden schon Jahre zuvor Arthrose im Kniegelenk oder geschädigte Menisken diagnostiziert und zur Operation geraten. Aber mit Medikamenten war es auszuhalten. Wer will sich schon gerne ein künstliches Gelenk einsetzen lassen. Man hört zu oft, dass es Komplikationen gibt, die Schmerzen danach gleich oder gar stärker sind oder sogar Entzündungen durch Keime auftreten. Irgendwann hält man es trotz Schmerzmitteln nicht mehr aus, die Operation scheint der einzige Ausweg.

Genau an diesem Punkt schlage ich Ihnen vor, sich und Ihrem Knie eine Chance zu geben. Lösen Sie sich versuchsweise von der Vorstellung, dass gegen Ihre Schmerzen nichts zu machen ist – probieren geht über studieren. Sie können mit einem einfachen Test nur gewinnen. Laufen Sie einige Schritte und spüren Sie bewusst Ihren Knieschmerz. Machen Sie dann – am besten nachdem Sie 20 Minuten in einer angenehm heißen Badewanne verbracht haben – vorsichtig aber konsequent folgende zwei Übungen.

Legen Sie sich mit gestreckten Beinen auf den Bauch. Falls das am Boden nicht geht, machen Sie die Übung im Bett auf einer möglichst festen Matratze. Jetzt geht es darum, die Ferse des Knieschmerz-Beines so nah wie möglich dem Gesäß anzunähern. Die Leiste muss dabei möglichst aufliegen. Greifen Sie ihren Fuß und ziehen Sie. Wenn das nicht geht, verwenden Sie ein um den Fuß gelegtes Handtuch oder Ihr Partner drückt vorsichtig. Schon wenn der Unterschenkel senkrecht steht, spüren Sie wahrscheinlich einen Dehnungsschmerz im vorderen Oberschenkel. Vielleicht schmerzt auch das Knie selbst. Egal wo es schmerzt, steigern Sie 3 Minuten lang die Dehnung langsam immer weiter. Halten Sie aber den Schmerz dabei in einer Intensität, bei der Sie gerade noch nicht gegenspannen müssen sowie ruhig und tief weiteratmen können. Nach der Übung darf es zunächst etwas weh tun.

Setzen Sie sich dann, strecken Sie das Knieschmerz-Bein vollständig und stellen Sie den Fuß senkrecht. Jetzt geht es darum, Vorfuß und Zehen so weit wie möglich in Richtung Knie zu ziehen. Wenn das mit der Hand nicht geht, ziehen Sie wieder an einem um den Vorfuß geschlungenem Handtuch bis es in der Kniekehle zieht und schmerzt. Auch das wieder 3 Minuten zunehmend in der beschriebenen Intensität.

Stehen Sie dann auf und laufen Sie. Die ersten Schritte können eventuell schwerfallen – Ihr Knie muss sich erst gewöhnen. Dann spüren Sie eine zunehmende Leichtigkeit. Vergleichen Sie mit dem Schmerz vorher. Meist ist dieser deutlich besser oder sogar fast weg. Das zeigt zweifelsfrei, dass Ihr Knie schmerzfrei sein kann und sich Ihr Knorpel oder auch die Menisken – je nach Zustand – vielleicht sogar wieder regenerieren können.

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