Wir beantworten die am häufigsten gestellten Fragen der Woche!

Nachdenkliche Menschen mit Gedankenblasen

Ein schmerzfreies Leben für jeden Menschen — das ist unsere große Vision! Um dieser anspruchsvollen Zielsetzung jeden Tag ein Stückchen näher zu kommen und dich möglichst schnell von deinen Leiden zu befreien, entsteht mit dem Community-Donnerstag ein neues Format. Wir wollen noch persönlicher auf dich und deine Schmerzen eingehen und suchen immer eine Top-Frage aus der vergangenen Woche heraus. Dadurch geben wir dir die Möglichkeit, noch gezielter und noch sicherer im Umgang mit der Faszien-Rolle und der Behandlung deiner Beschwerden zu werden. Nutze hierfür die Gelegenheit, auf allen Social-Media-Kanälen Kommentare zu hinterlassen. Wir freuen uns, wenn wir dir helfen können!

Die frage der Woche

Sind die Übungen auch dann zu empfehlen, wenn du durch Rheuma oder Gicht unter starken Muskel- oder Gelenkschmerzen leidest?

Finger-Arthrose bei einer alten Frau

(c) Lesterman | shutterstock.com

Grundsätzlich können wir dir unsere Behandlung auch bei Rheuma oder Gicht empfehlen.

Bitte beachte aber, dass es bei diesen Krankheitsbildern Sonderformen gibt, die eine individuelle ärztliche Therapie erfordern können. Wenn du unsicher bist, sprich bitte mit deinem Arzt, bevor du unsere Übungen ausprobierst. Dann bist du auf der sicheren Seite.

Wie gesagt: In den allermeisten Fällen haben wir eine gute Nachricht für dich. Auch wenn bei dir eine Stoffwechsel-Erkrankung diagnostiziert wurde, bist du deinen Beschwerden nicht hilflos ausgeliefert.

Unsere Erfahrung zeigt nämlich, dass nur ein kleiner Anteil deiner Schmerzen direkt etwas mit deinem Rheuma zu tun hat — etwa 20 Prozent.

Umgekehrt heißt das: Hinter ca. 80 Prozent der Schmerzen steckt eine andere Ursache! Meist handelt es sich dabei um muskulär-fasziale Überspannungen. Diese können zwar durch rheumatisch bedingte Veränderungen in deinem Körper entstehen, lassen sich aber effektiv behandeln. Und zwar von dir selbst!

Mit Faszien-Rollmassagen regst du deinen Stoffwechsel an und entsäuerst überspannte Bereiche. Unsere Dehnübungen können dir dabei helfen, zu hohe Spannungen in Muskeln und Faszien abzubauen. So kannst du die Intensität deiner Beschwerden ganz ohne Medikamente lindern und ein großes Stück Lebensqualität dazugewinnen. Auch wenn du dein Rheuma so nicht loswirst, kannst du zumindest deine Schmerzen um bis zu 80 Prozent mildern.

🎬 In diesem Video erklärt dir Roland Liebscher-Bracht die Ursache der Schmerzen bei Rheuma:

Top-Fragen der vergangenen Wochen

Rückenschmerzen durch Arbeiten im Stehen

Können Rückenschmerzen auch durch Arbeiten im Stehen/Bücken ausgelöst werden?

Helfen unsere Übungen auch in diesem Fall?

Unsere Antwort

Die Auslöser von Rückenschmerzen können vielfältig sein. Allerdings liegt die Ursache in den meisten Fällen gerade nicht im Rückenbereich, sondern im vorderen Bereich deines Körpers. Dadurch, dass wir viel im 90-Grad-Winkel sitzen, ist vor allem der Muskel- und Faszien-Bereich um Hüfte, Bauch und Leistenbereich ständig unter Spannung. Das wirkt sich auf deinen Rücken aus. Bleibt diese Zugspannung bestehen, kann eine unkontrollierte Bewegung ausreichen, um deine Schmerzen zu verschlimmern. Auch langes Stehen – häufig verlagern wir dabei das Gewicht auf ein Bein – kann bei einer bereits überspannten Ausgangslage, nicht unbedingt förderlich sein. Allgemein gilt: Dauerhaft einseitige Bewegungsmuster führen zu Schmerzen, die dir signalisieren sollen, dass es Zeit ist, deine Position zu verändern und eine andere Position einzunehmen. Auch langes Arbeiten im Stehen oder Bücken werden dir auf Dauer Probleme bereiten. Wenn du unsere Übungen gegen Rückenschmerzen regelmäßig anwendest und vor allem deine vordere Körperpartie dehnst, kannst du den Überspannungen ganz einfach vorbeugen. Dann sollte jede Bewegung und auch das Arbeiten im Stehen schmerzfrei möglich sein.

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Übungs-Empfehlung

Gegen welche Arten der Beschwerden helfen unsere Übungen wirklich – und bei welchen wäre es eher fahrlässig, sie auszuüben?

Wann ist ein Gang zum Therapeuten essentiell?

Unsere Antwort

Generell kannst du unsere Übungen jederzeit anwenden und in deinen Alltag integrieren. Achte immer darauf, dass du bei der Ausführung auf einer Schmerzskala von eins bis zehn unbedingt unter zehn bleibst. Wir sprechen hier von einem “Wohlfühl-Schmerz”. Für die richtige Ausführung schaue dir immer unsere Mitmach-Übungs-Videos an. Hast du akute Verletzungen, wie etwa einen Bänderriss oder Prellungen, führe die Übungen nochmal langsamer und kontrollierter aus und achte auf deine Schmerz-Obergrenze. Ärztliche Hilfe solltest du immer dann aufsuchen, wenn du Gliedmaßen vor Schmerzen nicht mehr bewegen kannst oder du in bestimmten Bereichen deines Körpers Taubheits-Gefühle wahrnimmst. Meist sind hier bereits Nervenschädigungen vorhanden, die du unbedingt abklären solltest, bevor du in die Eigenbehandlung gehst. 

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Knacken der Gelenke

Meine Gelenke knacken – Warum ist das so und muss ich mir Sorgen machen?

Unsere Antwort

Wir können dich beruhigen: Wenn deine Gelenke knacksen, dann ist das lediglich ein Zeichen dafür, dass deine Muskeln und Faszien Fehlspannungen aufgebaut haben, die deine Knochen in eine für sie unübliche Richtung ziehen. In dieser Position läuft das betroffene Gelenk nicht mehr richtig rund. Das unangenehme Knacken entsteht dann, wenn das Gelenk versucht, sich wieder in die übliche Position zu bringen und sich beim normalen Bewegungsablauf spontan ausrichtet. Sorgen solltest du dir eher dann machen, wenn deine Gelenke nicht mehr knacken, du an diesen Stellen aber Beschwerden hast. Dann hat sich eine Fehlstellung eingeschlichen, in der deine Gelenke nicht mehr in die richtige Position finden. Aber auch hier kannst du dir mit bestimmten Übungen Abhilfe verschaffen.

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Künstliches Gelenk und Engpassdehnung?

Ich habe ein künstliches Gelenk — kann ich die Übungen trotzdem machen? Besteht die Gefahr, dass das Gelenk dabei rausspringt?

Unsere Antwort

Die Übungen, die wir in unseren YouTube-Videos zeigen, können in den meisten Fällen ohne Probleme auch mit einem künstlichen Gelenk ausgeführt werden. Oft empfehlen wir dies sogar ausdrücklich, denn auch bei einem künstlichen Gelenk kann “Arthrose” entstehen.

Beachte, dass auch wir keine Ferndiagnose stellen können und dürfen. Wenn du unsicher bist, raten wir dir, Kontakt zu deinem behandelnden Arzt aufzunehmen, bevor du unsere Übungen ausführst.

Generell können wir dir sagen, dass sich die Kräfte, die schon dein Original-Gelenk zerstört haben, weiterhin negativ auf dein künstliches Gelenk auswirken. Denn: Bleiben die einseitigen Bewegungen und die muskulär-faszialen Überspannungen deiner Muskeln und Faszien bestehen, können diese Kräfte an deinem künstlichen Gelenk eine Art Feinstaub-Abrieb des Materials verursachen. Mit der regelmäßigen Ausführung unserer Übungen kannst du diesen jedoch stoppen. Die Chance, dass das Gelenk rausspringt oder sich lockert – die Gefahr besteht bei künstlichen Gelenken leider häufiger – kannst du durch die Übungen sogar minimieren. Achte auf dein individuelles Schmerzempfinden und richte dich nach der Schmerzskala von eins bis zehn. Führe die Bewegungen langsam und mit Bedacht aus und bleibe auf der Skala bei acht bis neun.

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