Detox — so entgiftest & entschlackst du deinen körper

Eine junge Frau sitzt an einem Tisch und isst einen gesunden Salat. Neben ihr stehen mehrere Smoothies

© RossHelen | shutterstock.com

Auszug aus: Klartext Ernährung

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Um sich von „Altlasten“ zu befreien, kommen nicht nur Diäten, sondern auch ständig neue „Entgiftungskuren“ auf den Markt. Sie versprechen neben einer schlanken Figur zugleich ein besseres Wohlbefinden. Anders als bei Diäten, steht nämlich bei den Entschlackungskuren — das können Fastenkuren, Saftkuren oder Darmreinigungen sein — die Entgiftung des Körpers im Vordergrund.

Mit einem bestimmten Ernährungsplan und weniger säurebildenden Lebensmitteln soll sich der Körper von Schadstoffen befreien. Oft kommen verschiedene Nahrungsergänzungsmittel hinzu, die den Organismus angeblich bei der Entgiftung unterstützen. Angefallene Gifte und Schadstoffe, so heißt es, würden mithilfe dieser Substanzen besser ausgeschieden.

Wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit gibt es nicht. Dennoch verkaufen sich Produkte, die mit „Detoxing“, „Detox“ oder Ähnlichem werben, verdächtig gut.

Doch was hat es mit dem Detox-Trend auf sich? Und musst du deinen Körper wirklich aktiv entgiften? Dieser Artikel beantwortet diese Fragen und erklärt dir,

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1. Detox: Was ist das überhaupt?


Kurz & Knapp

  • Detox ist vom englischen Begriff „Detoxification“ abgeleitet und meint vor allem den kontrollierten, medizinischen Entzug von lebensbedrohlichen Alkohol-, Drogen- oder Giftmengen.
  • Der moderne Detox-Begriff wird vor allem für diätetische Maßnahmen der Detox-Industrie eingesetzt. Das Reinigen des Körpers und die Ausleitung von angesammelten Giftstoffen mithilfe von Kräutertees und Pulvern ist vorrangiges Ziel von Entgiftungskuren.
  • Der Körper verfügt über eigene Entgiftungsorgane wie beispielsweise Leber, Nieren, Haut und Lymphe, die den Organismus täglich von Schadstoffen befreien. Welche gesundheitsschädlichen Substanzen genau gemeint sind, liest du im zweiten Kapitel.

Der Begriff „Detox“ als Abkürzung für die englische Bezeichnung „Detoxification“ bedeutet Entgiftung und steht im engeren Sinne für ein medizinisches Verfahren, das den Körper von schädlichen, oft lebensbedrohlichen Alkohol-, Drogen- oder Giftmengen befreien soll. Dieser Entgiftung unterziehen sich die Patienten in der Regel in Kliniken oder Krankenhäusern, in denen sie Ärzte fachlich betreuen. Entgiftung kann in diesem Sinne mit Entzug gleichgesetzt werden. 1) In diesem Artikel soll es jedoch um ein weiter gefasstes, modernes Verständnis von „Detox“ gehen.

1.1 Das neue Verständnis von Detox

Das neue Verständnis von Detox hat sich in der gesundheitsbewussten Öffentlichkeit des 21. Jahrhunderts etabliert.

Es bezieht sich auf die aktive Reinigung und Entschlackung von Giftstoffen, die sich angeblich im menschlichen Organismus ablagern und ihn dadurch langfristig belasten.

Unter Verdacht stehen

  • Schwermetalle (Quecksilber, Blei und Kadmium),
  • Chemikalien (aus der Industrie),
  • Pestizide (aus dem Landwirtschaftssektor)
  • und andere Umweltgifte wie beispielsweise BPA (Bisphenol-A) in Plastik und POPs (persistente organische Schadstoffe) in Industriechemikalien. 2)

Naturheilkundler und Detox-Anhänger gehen davon aus, dass sich mit der täglichen Ernährung und durch eine ungesunde Lebensweise solche Toxine im Gewebe, genauer gesagt im Fettgewebe und Bindegewebe ansammeln und es zur sogenannten Verschlackung kommt. Entzündungs-Reaktionen und schwere Krankheiten wie Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologische Störungen (beispielsweise Parkinson und Alzheimer) und generell ein geschwächtes Immunsystem seien die Folgen. Die giftigen Ablagerungen werden von der Detox-Industrie auch als sogenannte Schlacken bezeichnet. 

Eine junge Frau sitzt mit fragendem Gesichtsausdruck und Gestik gegenüber einer Ärztin und braucht Rat

© Olena Yakobchuk | shutterstock.com

1.2 Gibt es Schlacken wirklich?

Der Begriff „Schlacke“ stammt ursprünglich aus der Feuerungstechnik und bezeichnet die Asche, die über ihren Erweichungspunkt erhitzt wurde und in einem zähflüssigen statt pulvrigen Zustand vorliegt. Folglich bezog sich der Vorgang der Entschlackung früher ausschließlich auf die Reinigung von Hochöfen.

Heute begreifen Alternativmediziner angefallene Stoffwechselprodukte im Körper als Schlacken, da sie nach der körpereigenen Verbrennung beziehungsweise Verstoffwechslung übrig bleiben und sich im Gewebe ansammeln sollen.

Eine Vorstellung davon, wie solche Schlacken im Körper aussehen und wie sie sich bemerkbar machen, haben sie jedoch nicht. Auch ein Nachweis darüber, welche Form sie haben, wenn der Körper sie ausscheidet, liegt nicht vor. Bisher konnten Wissenschaftler in keiner Studie oder Untersuchung solche Schlacken in irgendeiner Form dokumentieren. Mit derzeitigem Wissensstand muss man deshalb festhalten: Schlacken gibt es nicht! 3)

Abgebildet ist ein Mensch in 3D-Form mit sichtbaren inneren Organen

© Spectral.Design | shutterstock.com

1.3 Eigene Entgiftungsorgane des Körpers

Vertreter von Entschlackungskuren behaupten, dass wir durch die tägliche Nahrung und unsere Umwelt (Elektrosmog, Feinstaub) so viele Gifte und Schadstoffe aufnehmen, dass der Körper sie nicht mehr vollständig ausscheiden kann. Er sei schlichtweg überfordert mit der permanenten Belastung, weshalb er dringend Unterstützung in Form von Entgiftungskuren benötige. Tatsächlich entfernt unser Körper aber schädliche Substanzen über unterschiedliche Wege regelmäßig selbst – wenn wir ihn dabei unterstützen!

Körpereigene Entgiftungsorgane wie Haut, Lunge, Darm, Leber und Nieren arbeiten rund um die Uhr für uns auf Hochtouren und sorgen dafür, dass wir angefallene Abfallprodukte des Stoffwechsels, beispielsweise Säuren, schnellstmöglich loswerden.

Je nach chemischer Zusammensetzung und Verstoffwechslung der Giftstoffe, entscheidet dein Organismus selbst, wie er sich von unerwünschten Substanzen reinigt: 4)

  • Die Haut als unser größtes Organ bildet eine Barriere gegen schädliche Umwelteinflüsse. Das können Bakterien, Viren, Schwermetalle oder andere chemische Substanzen wie Pestizide sein. Besonders über den Schweiß schleußt sie Giftstoffe durch die Poren nach außen. Unser Tipp lautet deshalb: Bewege dich täglich, damit du die Durchblutung anregst und viel schwitzt. So kannst du die Ausleitung von chemischen Substanzen noch verstärken.

    Einige Stoffe können die Barriere der Haut jedoch auch überwinden. Vor allem Aluminiumsalze in Deos sind dafür bekannt, über die Haut aufgenommen zu werden. Da sie hormonell aktiv sein können (Aluminium ist ein sogenanntes Metallöstrogen), stehen sie unter Verdacht, das Risiko für Brustkrebs zu erhöhen. 5) Gehe daher lieber auf Nummer Sicher und verwende Deos ohne Aluminiumsalze. 

  • Die Leber gilt als unser Hauptfilter. Sie produziert bestimmte Proteine, sogenannte Metallothioneine (diese befinden sich auch in den Nieren), die nicht nur Nährstoffe verstoffwechseln, sondern auch schädliche Metalle wie Blei, Kadmium und Quecksilber neutralisieren und binden können. Nur so kann der Körper sie anschließend ausscheiden. In der Leber produzierte Enzyme regulieren außerdem den Metabolismus (Verstoffwechslung) von Medikamenten, damit auch diese abgebaut werden.
  • Die Nieren arbeiten mit bemerkenswerter Effizienz. Sie filtern das Blut und scheiden Harnstoff über den Urin aus, worüber sie giftige Stoffe mit ausspülen.
  • Der Darm ist nicht nur für die Aufnahme von Nährstoffen verantwortlich, sondern auch für die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten über den Stuhl. Sogenannte Peyer-Pflaster-Lymphknoten im Dünndarm wehren Parasiten und andere Fremdstoffe ab, bevor Nährstoffe aus dem Dickdarm ins Blut aufgenommen werden. Eine gesunde Darmflora ist besonders wichtig und du selbst kannst mit der richtigen Ernährung viel für sie tun.
  • Atmungsorgane wie Nase und Lunge wehren Schmutz ab, indem sie ihn aus der Luft filtern. Feinstaub (Staub, Ruß, Metallpartikel und Chemikalien) sowie andere Partikel verfangen sich beispielsweise in den Nasenhaaren. Gelangen doch mal Substanzen in die Lunge, werden diese mit Schleim aus den Atemwegen ausgeschieden. Du kennst das sicher, wenn du dich mal wieder Räuspern musst oder das Gefühl von einem „Frosch im Hals“ hast. Genau dann kann es sein, dass dein Körper etwas loswerden möchte.

    Kritischer ist es jedoch mit dem „lungengängigen Feinstaub“, dessen Partikel bis zu 2,5 Mikrometer groß sind und bis in die Lunge gelangen. Setzen sie sich dort fest und reichern sich an, können chronische Entzündungen und sogar Krebs entstehen. Um solche Belastungen zu minimieren, gehst du zum Sport am besten in die Natur, fernab von vielbefahrenen Straßen oder Hafen-Gebieten. Dort werden nämlich höchsten Feinstaub-Belastungen in der Luft gemessen. 6)

  • Das Lymphsystem gilt als Filtersystem ohne Gleichen. Durch die Lymphe (eine wässrige bis hellgelbe Flüssigkeit) werden sowohl Nährstoffe als auch Abfallstoffe transportiert. Gerät der Lymphfluss ins Stocken, liegt auch der Austausch der Stoffe brach.
  • Das Immunsystem bildet ein Netzwerk aus Zellen und Molekülen. Es erkennt fremde Substanzen, kann direkt auf sie reagieren, indem es Antikörper bildet, und entfernt sie im Ernstfall.

Wie du siehst, ist dein Körper im gesunden Zustand zuverlässig für dich im Einsatz. Ansammlungen von Giftstoffen oder „Schlacken“ lassen sich somit kaum nachweisen, da sie kontinuierlich ausgeschieden werden.

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2. Das belastet deinen Körper: Schadstoffe & Umweltgifte


Kurz & Knapp

  • Wir sind täglich Belastungen unterschiedlicher Art ausgesetzt, von denen wir zunächst keine direkten körperlichen Auswirkungen spüren.
  • Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln wie Aromen, Süßstoffe sowie Farb- und Konservierungsstoffe stecken vor allem in industriell verarbeiteten Lebensmitteln.
  • Um Umweltgiften wie Pestiziden, Dioxinen oder Weichmachern in Kunststoffen wie BPA (Bisphenol A) und Phtalaten zu entgehen, lohnt es sich, auf naturbelassene Nahrungsmittel zu setzen, die unverpackt und unbehandelt sind. Wie dir eine Saftkur oder Smoothies helfen können, die Aufnahme giftiger Stoffe zu vermeiden, erfährst du in Kapitel 3.

Heutzutage sind wir fast unvermeidlich von giftigen Stoffen umgeben. Ob in unserer eigenen Wohnung, am Arbeitsplatz oder in der Stadt — Lärm und verschmutzte Luft sind nur zwei der täglichen Belastungen. Von ihnen spüren wir zunächst jedoch keine direkten Auswirkungen.

Anders ist es, wenn du dich über einen längeren Zeitraum ungesund ernährst. Nimmst du zu wenig Nährstoffe zu dir, isst zu viele tierische Eiweiße und Fette, konsumierst raffinierten Zucker und greifst oft zu industriell verarbeiteter Nahrung, geht es dir relativ schnell nicht mehr gut. Du nimmst an Gewicht zu, fühlst dich schlapp, leidest vielleicht unter Kopfschmerzen oder bekommst ein unebenes Hautbild.

Ganz nebenbei sammeln sich bei übermäßigem Konsum verarbeiteter Lebensmittel auch Schadstoffe in deinem Körper an. Das körpereigene System kommt früher oder später an die Überlastungsgrenze. Giftige Substanzen nimmst du entweder direkt über die Nahrung auf oder sie entstehen im Rahmen unterschiedlicher Stoffwechselprozesse, wenn sie bei der Verdauung übrig bleiben. Doch von welchen Schadstoffen reden wir hier eigentlich? 

2.1 Schädigende Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln

Unsere Ernährung enthält immer gewisse Rückstände fremder Substanzen, deren Aufnahme wir kaum beeinflussen können – auch dann, wenn wir unser Essen für besonders „clean“ halten (in diesem Fall meint das den Verzehr von biologisch angebauten und möglichst naturbelassenen Nahrungsmitteln). Pestizide und vor allem Zusatzstoffe in Lebensmitteln sind jedoch am ehesten vermeidbar, wenn wir unverarbeitete, pflanzliche Nahrung konsumieren. Gerade in abgepackten Lebensmitteln befinden sich Zusatzstoffe, die meist billige Rohstoffe aufwerten sollen.

Mit Aromen, Süßstoffen, Farb- und Konservierungsstoffen werden diese Lebensmittel nicht nur schmackhaft, sondern auch länger haltbar. Es gibt eine ganze Palette an Zusatzstoffen (über 3.000), die einzeln in unbegrenzter Menge zugesetzt werden dürfen. Sie gelten als vermeintlich harmlos.

Allerdings befinden sich in den meisten Produkten gleich mehrere Zusatzstoffe (meist als E-Nummern deklariert, bei denen wir noch weniger durchblicken, um welchen Stoff es sich handelt). Die Wirkung der Zusatzstoffe untereinander ist kaum untersucht und birgt Risiken für unsere Gesundheit. Ein Beispiel, wie zwei Zusatzstoffe, die in besonders vielen Lebensmitteln zugesetzt sind, miteinander reagieren, stellt dir Ernährungsmedizinerin Dr. Petra Bracht im folgenden Video vor.

Schaue dir jetzt dieses Video an, um einige Zusatzstoffe kennenzulernen, die deiner Gesundheit nachweislich schaden können:

2.2 Umweltgifte

Umweltgifte wie Pestizide und Nitrate in Böden nimmt unser Körper oftmals

  • aus der Luft (durch Staubpartikel),
  • dem Wasser (Alkylphenole, beispielsweise Tenside in Waschmitteln)
  • der Nahrung (Dioxine)
  • und über Kosmetik-Produkte (Mikroplastik, Mineralöl) auf.

In einigen Studien untersuchten Wissenschaftler die neurotoxische und hormonelle Wirkung solcher Umweltgifte auf den Organismus. Langzeitfolgen sind bisher nur schwer zu bewerten. Bekannt sind aber Substanzen, die in den menschlichen Hormonhaushalt eingreifen und so komplexe Mechanismen in Gang setzen können. In diesem Zusammenhang müssen vor allem Bisphenol A (BPA) und Phtalate genannt werden. Sie stehen in Verdacht, Sexualhormone, Schilddrüsenhormone und metabolische Veränderungen zu beeinflussen. 7)

Da viele dieser giftigen Substanzen sehr stabil und „gegenüber den üblichen biologischen, chemischen oder photolythischen Abbauwegen resistent sind“, speichert sie der Körper besonders lange in menschlichem und tierischem Fettgewebe. 8)

Wie Umweltgifte langfristig wirken, haben Wissenschaftler bislang nicht genügend erforscht. Ganz im Gegensatz zu Genussmitteln wie Alkohol, Drogen und Zigaretten. Hier ist eine Überlastung der Organe besonders schnell nachzuweisen. Sucht-Patienten sind deshalb am besten in Kliniken aufgehoben, bei denen ein Entzug kontrolliert und unterstützt durchgeführt wird. 

2.3 Überlastung der Entgiftungsorgane?

Es klang bereits an: Sofern dein Körper gesund ist, du dich vielfältig bewegst und auch sonst eine gesunde Lebensweise verfolgst, regeln deine „eingebauten“ Entgiftungsorgane eine Menge von alleine. Dein Organismus kann vieles wegstecken und sich an unterschiedliche Situationen anpassen — jedoch nur über einen begrenzten Zeitraum hinweg. Wie lange das sein kann, ist individuell und von verschiedenen Faktoren abhängig.

Dein Körper arbeitet als so komplexes System, dass Wissenschaftler ihn noch immer nicht auf allen Ebenen vollständig untersucht haben. Wie sich unsere Lebensweise auf die Entstehung von Erkrankungen auswirkt, ist unfassbar spannend aber in vielerlei Hinsicht weiter ungewiss.

Eine schematische Darstellung eines adipösen Menschen mit eingezeichneten Entzündungen und einer geschwollenen, erkrankten Fettleber

© Kateryna Kon | shutterstock.com

Ob es sich bei auftretenden körperlichen Anzeichen jedoch um Folgen von Ablagerungen giftiger Substanzen und den Ausdruck überlasteter Organe handelt, kann nur schwer untersucht werden.

Ein Organ, das im Stillen leidet, ist (links im Bild abgebildet) deine Leber. Ist sie überlastet, kann sie sich zur Fettleber entwickeln, ohne dass du dies bemerkst. Im akuten Fall kann das gravierende Folgen für deine Gesundheit haben. Da deine Leber keine Schmerzen aussendet, weißt du selber nur sehr wenig über ihren Zustand. Nur anhand spezifischer Symptome und eines Blutbildes kann dein Arzt die Diagnose stellen.

Allgemein gilt: Zeigen sich bei dir gesundheitliche Symptome über einen längeren Zeitraum oder kommen stets neue Beschwerdebilder hinzu, solltest du unbedingt einen Arzt konsultieren.

Sinnvoll ist dann eine Blutuntersuchung und die Bestimmung deines Nährstoffstatus. Nur so können Mängel an Vitaminen, Mineralien oder Spurenelementen entdeckt oder ausgeschlossen werden. Auch Hinweise auf bestehende Erkrankungen bekommst du auf diese Weise von deinem Arzt.

Vermutest du etwa eine Vergiftung oder eine starke Belastung durch Toxine aus deiner unmittelbaren Umgebung oder wegen dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln, sprich auch dies in der Arztpraxis an.

Wie können sich Ansammlungen von Giften und Schadstoffen in deinem Körper bemerkbar machen?

Du selbst hast die Möglichkeit, deinen eigenen Körper besser kennenzulernen, Warnsignale zu beobachten, zu deuten und deine Lebensweise zu überdenken. Das Gute: Dein Körper gibt dir Hinweise, wenn ihm etwas ganz und gar nicht passt. Eine starke Belastung oder Überreizung des Körpers macht sich häufig mit ganz unterschiedlichen Symptomen bemerkbar.

Arbeitet unser körpereigenes Abwehrsystem (Immunsystem) nicht mehr richtig, können erste Anzeichen wie

  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit,
  • Kopfschmerzen und Migräne,
  • Hautprobleme,
  • Gewichtszunahme,
  • starkes Schwitzen oder Hitzewallungen,
  • Mundgeruch,
  • ein geschwächtes Bindegewebe
  • Muskelkrämpfe,
  • Probleme mit dem Kreislauf
  • oder der Verdauung (Verstopfung),
  • Chronische Schmerzen an Gelenken und Muskeln,
  • Schlafstörungen,
  • Allergien
  • sowie zunehmende Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten auftreten.

Zum Merken und Nachlesen:

Möchtest du die Aufnahme von giftigen Substanzen, chemischen Giften oder anderen Toxinen meiden, empfehlen wir dir eine naturbelassene, pflanzliche Ernährungsweise. Nur so kannst du selbst kontrollieren, welche Inhaltsstoffe in deinem Essen und damit auf deinem Teller landen. Biologisch angebaute Produkte haben den Vorteil, dass sie wenig bis keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden) mehr enthalten. Gleichzeitig bieten sie dir eine Fülle an sekundären Pflanzenstoffen. Diese bilden Pflanzen zum Schutz vor schädlichen Einflüssen von außen wie beispielsweise UV-Licht. Übernehmen Pestizide diese Schutzfunktion, stellt die Pflanze ihre eigene Produktion ein, sodass sekundäre Pflanzenstoffe in konventionell angebauten Pflanzen in viel zu niedriger Konzentration vorkommen.

Auch wenn Antioxidantien (sekundäre Pflanzenstoffe) nicht zu den lebenswichtigen Nährstoffen zählen, bieten sie jede Menge gesundheitliche Vorteile, die Wissenschaftler schon lange untersuchen. So binden sie etwa freie Radikale und bieten eine wirksame Unterstützung bei vielen Erkrankungen.9)

Solche präventiven und heilsamen Wirkungen werden auch bestimmten Detox-Tees nachgesagt. Wie sie wirken und was wir von ihnen halten, liest du im nächsten Kapitel.

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3. Das Geschäft mit Detoxing: Detox-Tees, Pulver & Saftkuren


Kurz & Knapp

  • Der Begriff „Detox“ ist nicht klar definiert und seine „Wirkung“ nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Nicht ohne Grund verbietet der Bundesgerichtshof den Gebrauch im Zusammenhang mit gesundheitsbezogenen Aussagen.
  • Die Wirkung der Produkte ist wissenschaftlich nicht untersucht. Viele von ihnen können unter langfristiger Einnahme sogar gesundheitliche Schäden verursachen. Dazu zählen entwässernde Inhaltsstoffe, die den Elektrolyt-Haushalt stören können.
  • Saftkuren oder Smoothie-Fasten? Über einen kurzen Zeitraum und für den Einstieg in eine nachhaltige Ernährungsumstellung durchaus empfehlenswert. Selbstgemachte Smoothies bieten gegenüber den Saftkuren einige Vorteile. Neben einem gesunden Ernährungsplan gibt es aber noch weitere Maßnahmen zur unterstützenden Entgiftung. Lerne sie in Kapitel 4 kennen.

Da der Begriff „Detox“ gesetzlich nicht geschützt ist, nutzten Hersteller die Bezeichnung gerne auf ihren Produkten. Besonders gut eignete sie sich für verschiedene Entgiftungskuren mit Kräutertees, Säften oder Pulvern. Auch Kapseln mit hochdosierten pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Chlorella (eine Süßwasser-Alge), Mariendistel, Brennnessel, Artischocke, Spargel und Knoblauch (als Entgiftungsmittel für die Leber) fielen oft unter die für Detox angepriesenen Produkte. Da deren Wirkung jedoch nicht wissenschaftlich belegt ist und somit gesundheitsbezogene Aussagen unzulässig sind, beschloss der Bundesgerichtshof, dass die Bezeichung „Detox“ in diesem Zusammenhang nicht auf Produkten verwendet werden darf.10)

Dieses Verbot umgehen Anbieter von Entgiftungskuren mit Wortspielereien wie „d-tox“, „free-tox“ oder „minus tox“.

3.1 Detox-Tees und Pulver: Nur teuer oder auch mit „magischer“ Wirkung?

Aber was hat es nun mit diesen magischen Kräutertees auf sich und wofür sind die Pulver und Nahrungsergänzungsmittel gut?

Ein frisch aufgebrühter Kräutertee ist in einer Glastasse abgebildet. Daneben sind frische Kräuter auf einem Holzlöffel zu sehen und ein gelbes Maßband liegt auf dem Tisch

© natalia bulatova | shutterstock.com

Das Geschäft mit Detox-Tees und verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln zur Entgiftung und Entschlackung boomt immer noch. Obwohl auch hier Aussagen über gesundheitliche Wirkungen rechtlich nicht gestattet und vor allem wissenschaftlich nicht untersucht sind, vermitteln einem die Produkte der Entgiftungs-Industrie, dass es zwingend notwendig sei, jede noch so kleinste Ansammlung von fremden Substanzen in unserem Körper schnellstmöglich zu entfernen. Und wenn das dann so einfach funktioniert, wie Tee trinken, Kapseln einnehmen oder Pulver in Wasser rühren, um erste Anzeichen der vermeintlichen Vergiftung wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Sodbrennen loszuwerden, ist den meisten kein Preis zu hoch.

Wäre es tatsächlich so leicht, sich für einige Euros vom „Dreck unserer Umwelt“ zu befreien, gäbe es wohl keine oder kaum noch gesundheitliche Probleme in unserer Gesellschaft. Die Realität sieht leider anders aus.

Kräutertees: schlau verpackt und teuer vermarktet

Du kannst es dir längst denken: Detox-Tees, die von Herstellern beworben und von vielen Verbrauchern gekauft werden, enthalten keine wundersamen Inhaltsstoffe. Sie bestehen oft aus ganz „gewöhnlichen“ Kräutern. Auch wenn die heilenden Eigenschaften von Brennnessel, Löwenzahn, Mariendistel, Mate, Fenchel, Pfefferminz, Süßholzwurzel, Anis und Kümmel seit Jahrhunderten bekannt sind, kosten diese Kräuter nur einen Bruchteil derjenigen Mischungen, die von der Industrie teuer als Detox-Produkte angepriesen werden.

Außerdem können in Detox-Tees unterschiedliche Kombinationen aus abführenden Substanzen, egal ob künstlich oder rein pflanzlich, bei längerer Anwendung gesundheitliche Folgen haben. Entwässernde Substanzen führen langfristig zu einer gestörten Nierenfunktion, sodass du durch den vermehrten Verlust von Flüssigkeit reichlich Elektrolyte ausscheidest. Das kann Störungen in deinen Zellen und im gesamten Organismus nach sich ziehen.

Auch hier macht die Dosis das Gift — und das, obwohl du eigentlich entgiften möchtest!

Statt teure Detox-Tees zu kaufen, stelle dir lieber selber eine Kräutertee-Mischung zusammen und variiere die verschiedenen Kräuter. So profitierst du nicht nur von allen Heilwirkungen und Geschmäckern, sondern umgehst auch eventuelle Überdosierungen. Tatsächlich solltest du nämlich auch bei der Einnahme von Medikamenten mit pflanzlichen Mitteln vorsichtig sein. So können Wechselwirkungen auftreten oder die Wirkung der Arzneien kann durch bestimmte Kräuter verstärkt oder geschwächt werden. Informiere dich hierzu am besten bei deinem Hausarzt.

Pulver und Nahrungsergänzungsmittel

Anwender setzen im Rahmen bestimmter Entgiftungskuren, beispielsweise dem Basenfasten oder Heilfasten, gerne Pulver wie Basenpulver oder Bittersalze ein. Beim Basenfasten geht es um die Entsäuerung des Körpers, wofür die Fastenden ihre Ernährung auf eine rein basische Ernährung umstellen sollten. Ist der Körper übersäuert, das heißt zu viele Säuren haben sich angesammelt, können basische Lebensmittel dabei helfen, das Säure-Basen-Gleichgewicht des Organismus wiederherzustellen. Nur in diesem Gleichgewicht können Stoffwechsel und Organe bestmöglich funktionieren.

Bevor die Fastenden mit der jeweiligen Entgiftungskur beginnen, starten sie meist mit einem Entlastungstag. Dieser soll nicht nur körperlich, sondern auch mental eine Abgrenzung zu vorigen, eher ungesunden Ernährungs-Gewohnheiten schaffen und das Fasten erleichtern.

Mithilfe von Bittersalzen wird vor den Entgiftungskuren zunächst abgeführt und der Verdauungstrakt gereinigt. An diesen Tagen verzichten die Fastenden auf feste Nahrung und nehmen nur noch Flüssigkeit (Wasser und Kräutertee) zu sich.

Basenpulver sollen anschließend vor allem im Verdauungstrakt für ein basisches Milieu sorgen und die Verschlackung zusätzlich bekämpfen.

Auch wenn dies kurzzeitig funktioniert, produziert der Magen bei längerer Anwendung besonders viel Magensäure, um die Basen zu kompensieren. Ein solcher Überschuss reizt und zerstört im schlimmsten Fall die Schleimhaut des Magens und Darms und sorgt für eine Fehlbesiedlung von Bakterien. Die zerstörte Darmflora kann anschließend zu noch mehr gesundheitlichen Problemen führen.

Verschiedene Vitamin-Pillen liegen neben einer aufgeschnittenen Orange, Erdbeeren und Blaubeeren sind auf dem Tisch verteilt

© Lallapie | shutterstock.com

Während säurebildende Lebensmittel wie tierische Produkte, Weißmehl, Zucker und generell verarbeitete Produkte beim Basenfasten gemieden werden, sorgt der Verzehr von naturbelassenen basischen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen langfristig für mehr Wohlbefinden und Gesundheit. Im Gegensatz zu Basenpulvern unterstützen pflanzliche Lebensmittel deine Darmflora und sorgen für ein optimale Vielfalt an Darmbakterien. 

Eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist heute nicht nur aufgrund einer ungesunden Ernährung notwendig. Sie gilt auch als sinnvoll, wenn Mängel bekannt sind, chronische Erkrankungen bestehen oder die Aufnahme bestimmter Vitamine (wie beispielsweise Vitamin B12 bei einer veganen Ernährung) fehlt. Mittlerweile sind außerdem unsere Böden so ausgelaugt, dass die Pflanzen selbst weniger Nährstoffe aufweisen, Aus diesem Grund empfehlen wir unseren Patienten grundsätzlich eine hochwertige Nahrungsergänzung, um die Grundversorgung mit den wichtigsten Mikronährstoffen sicherzustellen.

3.2 Saftkur und Smoothie-Fasten: Effektiv oder sinnlos?

Kurzzeitige Fastenkuren in Form von Saftkuren oder Smoothie-Fasten können in manchen Fällen einen guten Einstieg in eine Ernährungsumstellung bieten. Sie helfen dabei, sich von potenziell süchtig machenden Lebensmitteln und Zusatzstoffen wie Zucker und Süßungsmitteln sowie Salz zu befreien und wieder zu einem natürlicheren Geschmacks-Empfinden zurückzufinden. Da du in dieser Zeit nur frische, naturbelassene Nahrungsmittel (Obst und Gemüse) verzehrst und viel Flüssigkeit zu dir nimmst, entlastest du deinen Organismus.

Eine Frau hält ihre verschiedenen Säfte einer Saftkur-Bestellung in den Händen.

© Maridav | shutterstock.com

  •  Saftkuren sind recht kostspielig, wenn du sie dir von bestimmten Anbietern im Internet nach Hause bestellst. Abgepackt in Plastikflaschen, weißt du oftmals auch nicht, welche Stoffe im Kunststoff der Flaschen stecken. Informiere dich daher am besten vorab, ob sich BPA (Bisphenol A) oder andere hormonell aktive Weichmacher in den Saftflaschen befinden könnten. Herstellungsweise und Frischegrad der Säfte spielen vor allem für den Gehalt der Vitamine und Mineralstoffe eine wichtige Rolle. Hinterfragen solltest du also auch, wie die Säfte bis zum Versand gelagert wurden und ob sie wirklich frisch sind.

Wenn du eine Saftkur ausprobieren möchtest, dann lege hierfür einen bestimmten Zeitraum fest, in dem du dir deine Säfte selbst zubereitest. Mit einem Entsafter stellst du dir so täglich deine eigenen frischen Säfte zusammen und kannst bei den Inhaltsstoffen frei variieren. Empfehlenswert sind Säfte mit einem guten Verhältnis von Obst, Gemüse und Kräutern beziehungsweise dunklem Blattgrün. Mit Löwenzahn, Brennessel, Spinat und Zitronensaft kannst du auch mehr in die herzhafte Geschmacksrichtung gehen. Von den natürlichen Bitterstoffen aus den Wildkräutern profitiert insbesondere eine überlastete Leber. Je nach körperlicher Konstitution, der Einnahme bestimmter Medikamente oder bei bestehenden Erkrankungen (beispielsweise Diabetes), solltest du vor einer solchen Saftkur jedoch Rücksprache mit deinem behandelnden Arzt halten. .

Eine junge Frau mischt sich in einem Mixer einen grünen Smoothie zusammen. Der Mixer steht im Fokus

© Ilona Titova | shutterstock.com

  • Noch mehr Vorteile als eine Saftkur bietet dir das sogenannte Smoothie-Fasten. Smoothies, insbesondere wenn du sie dir selber zubereitest, enthalten deutlich mehr Vitamine und Mineralstoffe, die für deinen Organismus bioaktiv verfügbar sind. Zusammen mit den zusätzlich enthaltenen Ballaststoffen (unverdauliche Pflanzenfasern, die bei gepressten Säften fehlen!) kann dein Körper sie nämlich wesentlich besser aufnehmen und verstoffwechseln. Die Ballaststoffe sättigen dich außerdem länger und sorgen obendrein für eine gesunde Darmflora. So sind Ballaststoffe dafür bekannt, Giftstoffe aus der Nahrung zu binden und diese über die Verdauung effektiv auszuscheiden.

Ganz wichtig: Löffle deinen Smoothie und versuche, ihn ein wenig zu kauen. So können die Kohlenhydrate schon durch Amylase (mithilfe von Speichel-Enzymen) in deinem Mund vorverdaut werden.

Smoothies bieten also eine sinnvolle Möglichkeit, deinem Körper wichtige Entlastungsphasen zu gönnen. Allerdings müssen es nicht unbedingt mehrere Tage sein. Auch wenn du an einem Tag zunächst nur eine Mahlzeit durch einen Smoothie ersetzt, sorgst du damit für eine nährstoffreiche, basische Grundlage und verzichtest in diesem Moment auf verarbeitete Lebensmittel, die deinem Körper eher schaden. Vitalstoffe und Ballaststoffe sorgen für eine gute Ausscheidung von Abfallstoffen, die auch bei natürlichen Stoffwechselprozessen entstehen. 11)

Um den Prozess der Entgiftung zu unterstützen, kannst du bei der Wahl der Zutaten auch hier auf Bitterstoffe aus Pflanzen (Löwenzahn und Brennnessel) setzen und mit manchen Superfoods wie Acai- und anderen Beeren (Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren) den Gehalt an Antioxidantien deutlich erhöhen.

Ein großer Vorteil des Smoothie-Fastens ist die Sicherstellung eines konstanten Energielevels. Mit zwei bis drei großen Smoothies über den Tag verteilt bekommst du ausreichend Energie, um dein Sportprogramm zu schaffen und auch im Arbeitsalltag konzentriert und leistungsfähig zu bleiben. Viele Menschen bemerken zusätzlich Verbesserungen der Schlafqualität, ein schöneres Hautbild und weniger Heißhunger.

Wie du siehst, kannst du mit Smoothies und teilweise auch mit Säften gute Erfolge erzielen. Je nachdem, welches Ziel du verfolgst — Gewichtsverlust, Behandlung von Erkrankungen oder Rückbildung einer Übersäuerung — lässt sich mit diesen einfachen Entgiftungskuren ein guter Einstieg finden. Du hast bisher keinerlei Erfahrung mit Säften oder Smoothies? Kein Problem! Taste dich langsam heran, indem du Smoothies beispielsweise zum Frühstück ausprobierst und dafür auf das Brötchen oder Müsli verzichtest. So kannst du mit kleinen Veränderungen schon viel bewirken und dich langsam an einen gesunden, ausgewogenen Ernährungsplan heranwagen.

Auf diese Weise kannst du nicht nur die Vitalstoff-Zufuhr erhöhen, sondern gleichzeitig die Aufnahme von unerwünschten, giftigen Substanzen oder Zusatzstoffen in verarbeiteten Lebensmitteln minimieren.

3.3 Kurzfristig oder nachhaltig? Du hast die Wahl

Für optimale Gesundheit und Wohlbefinden lohnen sich langfristige Investitionen. Damit meinen wir vor allem, kluge Entscheidungen zu treffen und dein Geld nicht in unnötige Kuren oder Pülverchen zu stecken, deren Hersteller dir das Blaue vom Himmel erzählen. Besondere Vorsicht ist bei Versprechungen wie „Schlank in 14 Tagen“ oder „Dieses Pflaster entgiftet“ geboten. Alles was von heute auf morgen wirken soll, ist in den meisten Fällen nicht nachhaltig, oft kostspielig, kaum wirksam und kann im schlimmsten Fall auch noch gesundheitlich bedenklich sein.

  • Nimm dir stattdessen Zeit, um dich behutsam und geduldig um deinen Körper zu kümmern.
  • Beschäftige dich gerne ein wenig mit dem Thema Ernährung und ziehe dafür Bücher auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen und Forschungen zu Rate. Der Bestseller Klartext Ernährung von der Ernährungsmedizinerin Dr. med Petra Bracht und dem renommierten Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann gibt dir hierfür einen leicht verständlichen Überblick über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um die Themen Gesundheit und Ernährung. Du erfährst darin unter anderem, wie dir pflanzliche Nahrungsmittel helfen, gesund zu bleiben, Krankheiten vorzubeugen und sogar zu heilen.
  • Hole fachlichen Rat ein von einem Arzt oder einer Ärztin deines Vertrauens oder vereinbare dir einen Termin bei einer Ernährungsberatung.
  • Streiche schrittweise ungesunde Lebensmittel von deinem Speiseplan und integriere gesunde pflanzliche Nahrungsmittel in deine tägliche Ernährung.
  • Verzichte auf Genussmittel wie Alkohol, Zigaretten (Nikotin) und Kaffee (Koffein) beziehungsweise reduziere deinen Konsum deutlich.
  • Integriere körperliche Bewegung in deinen Alltag und unterstütze dadurch die körpereigene Entgiftung, indem du deine Durchblutung und das Lymphsystem anregst.
  • Greife öfters auf biologisch angebaute Nahrungsmittel zurück, die in der Regel frei von Pestiziden und anderen Umweltgiften sind.
  • Erweitere dein Equipment in der Küche und investiere in einen Mixer, einen Entsafter, gute Küchenmesser (mit denen macht das Schneiden von Obst und Gemüse wesentlich mehr Spaß) und andere Geräte, mit denen dir das Zubereiten deiner Nahrung leicht von der Hand geht.

All diese Maßnahmen sorgen dafür, dass du langfristig Freude an gesunder Ernährung hast, dich kreativ auslebst und viele leckere und vor allem gesunde Rezepte austestest. Wir essen alle gerne und Ernährung ist ein großer Bestandteil unseres sozialen und kulturellen Lebens. Eine Ernährungsweise, die uns aber vor allem gesund und schlank hält, glücklich und fit macht, ist die Grundlage für ein langes Leben. Wie du das ganz ohne Detoxkuren erreichst, liest du im letzten Kapitel unseres Artikels.

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4. Entgiftung: Was dir wirklich hilft


Kurz & Knapp

  • Während angepriesene Entgiftungs-Produkte als Detox in ihrer Wirkung nicht wissenschaftlich belegt sind, setzt das Intervallfasten nachweislich deine Selbstheilungs-Mechanismen in Gang. Die gesundheitlichen und entgiftenden Effekte sind von Wissenschaftlern bestätigt und du brauchst keine teuren Produkte zu kaufen.
  • Basische Lebensmittel sind pflanzliche, naturbelassene Lebensmittel und haben aufgrund ihrer Fülle an Ballaststoffen und Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) reinigende Eigenschaften.
  • Tägliche Bewegung (eine gute Mischung aus Ausdauer- und Kraftsport) bringt deinen Stoffwechsel in Schwung und unterstützt die körpereigene Entgiftung – beispielsweise durch das Schwitzen über die Haut.

Halten wir noch einmal fest: Die Wirkung von Detox und Entgiftungskuren ist wissenschaftlich nicht belegt. Nachhaltige positive Effekte von Basenpulver, Kapseln, Einläufen, Darmreinigungen sowie entwässernden Kräutertees auf deine Gesundheit schätzen wir daher als äußerst fraglich ein. Um weder deine Gesundheit aufs Spiel zu setzen noch deinen Geldbeutel unnötig zu belasten, wollen wir dir hier Methoden vorstellen, mit denen du viel einfacher und nachhaltig gesund, schlank und glücklich sein kannst. Du wirst selbst merken, dass dein Körper dadurch optimal funktioniert und gar keine Entgiftungskur mehr nötig ist.

4.1 Mit Intervallfasten entgiften und abnehmen

Viele glauben leider immer noch, sie müssten sich mit einer Diät nach der anderen selbst quälen. Menschen neigen zu extremen Umstellungen ihrer Lebensweise, weil sie sich schnellstmögliche Ergebnisse erhoffen. Dass solche Maßnahmen nicht nachhaltig sind, liegt auf der Hand. Schlimmer noch: Oftmals münden sie sogar in ein gestörtes Essverhalten, sorgen permanent für ein schlechtes Gewissen beim Essen und hinterlassen die Betroffenen mit mehr Kilos auf den Hüften als zuvor.

Diäten haben neben dem bekannten Jo-Jo-Effekt zusätzlich den Nachteil, dass sie den Körper durch eine einseitige Ernährungsweise belasten. Meist geschieht dies mit Fokus auf einen, maximal zwei Makronährstoffe wie etwa bei Low-Carb. Hier werden hauptsächlich fett- und eiweißreiche Lebensmittel verzehrt.

Ein rosa Wecker liegt mit einem Holzlöffel auf einem Teller

© TanyaJoy | shutterstock.com

Die starke Energieeinschränkung durch das Kaloriendefizit und eine mögliche Mangelernährung aufgrund fehlender Makro- und Mikronährstoffe bringen in kurzer Zeit starke Gewichtsverluste (meist in Form von Wasser) – langfristig führen sie jedoch zu Mangelerscheinungen. Beschwerden wie verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit und Schlappheit gehen damit oftmals einher. Die Konzentration der Diät-Anhänger lässt nach und Muskeln statt Fett werden abgebaut.

Wäre es nicht schön, wenn du genau das Gegenteil erreichst und dabei ohne Kaloriendefizit abnimmst, Muskeln auf- und Fett abbaust, deiner Gesundheit etwas Gutes tust und auf keinen Makronährstoff (Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette) verzichten musst? Mit Intervallfasten schaffst du das locker! Welche Vorteile dieses intermittierende Fasten für dich hat, erfährst du jetzt.

In diesem Video verrät dir Dr. Petra Bracht, warum Intervallfasten die beste Detox-Methode ist und welche Methode du am leichtesten in deinen Alltag integrieren kannst:

Ketose: Das passiert im Hungerstoffwechsel

Nimmst du über einen längeren Zeitraum keinerlei Nahrung zu dir (beim Heilfasten oder Intervallfasten), geht dein Körper automatisch in den Hungerstoffwechsel über. Sind die Reserven (Glykogenspeicher in Muskeln und Leber) erst einmal aufgebraucht, muss dein Organismus seine Energie in Form von Glukose aus Fettreserven beziehen. Dafür greift er auf die Fettsäuren in deiner Leber zurück, aus denen er sogenannte Ketonkörper herstellt. Diese Ketone verteilen sich über deinen gesamten Blutkreislauf und versorgen somit auch dein Gehirn mit Energie. Der Vorteil dieser alternativen Energiegewinnung: Es entstehen keine aggressiven Radikale und somit kaum Schäden an den Zellwänden, die ansonsten durch freie Sauerstoffradikale ausgelöst würden.

Zellschäden werden verhindert und mit der eintretenden Autophagie kann sich dein Körper von Schadstoffen befreien.

Autophagie: Selbstreinigung des Körpers 

Nachdem dein Körper aus dem Kohlenhydratstoffwechsel in den Fettstoffwechsel übergangen ist und Ketone produziert hat, beginnt der wichtigste Teil des Intervallfastens: die durch Nahrungsverzicht ausgelöste Selbstreinigung des Körpers (Autophagie). Bereits nach wenigen Stunden des Fastens wirkt dieses wunderbare Aufräum-Programm im Körper. Bei Frauen setzt der Prozess nach 12 bis 14 Stunden, bei Männern nach etwa 14 bis 16 Stunden Nahrungskarenz (Verzicht auf Nahrung) ein. Genau dafür bietet das Intervallfasten die perfekten Voraussetzungen. Während der Fastenphase kann dein Körper angefallenen Zellmüll, aber auch Schadstoffe beseitigen beziehungsweise recyclen. Er verwendet dafür verbrauchte Eiweißmoleküle und entsorgt beschädigte Zellen mithilfe von Enzymen, die diese zersetzen.

Die beste Form von Detox, die dich außerdem nichts extra kostet, ist deshalb das Intervallfasten. Selbstheilungsprozesse in deinem Körper kommen in Gang, die Entzündungen lindern und Krankheiten heilen wie vorbeugen können. Mit den richtigen Nahrungsmitteln und abwechslungsreicher Bewegung unterstützt du diese Prozesse optimal.

Verschiedene Gemüse- und Obstsorten liegen nebeneinander

© Losangela | shutterstock.com

4.2 Basische Ernährung und vielfältige Bewegung

Pflanzliche Lebensmittel mit heilsamer Wirkung

Die wichtigste Grundlage für einen gesunden und schlanken Körper bildet deine Ernährung. Der Verzehr von vorwiegend pflanzlichen und naturbelassenen Nahrungsmitteln ist basenbildend und beugt damit zum großen Teil der Entstehung vieler Erkrankungen vor. Während tierische Lebensmittel und stark verarbeitete Produkte aufgrund körperfremder Hormone, Fette und Eiweiße deinen Organismus aus dem Gleichgewicht bringen, kannst du mit biologisch angebauter Nahrung die Belastung durch Pestizide und giftige Rückstände deutlich reduzieren. Die Vorteile einer pflanzlichen und damit basischen Ernährung liegen außerdem in folgenden Punkten:

  • Pflanzliche Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse wirken basisch auf deinen Körper und verhindern dadurch Entzündungen. Angefallene Säuren können diese basischen Lebensmittel gut abpuffern und einer Übersäuerung somit entgegenwirken. 12)
  • Es ist belegt, dass chronische Entzündungen mit entzündungshemmenden Lebensmitteln gemildert oder ganz geheilt werden können. Diese Erfolge konnten Wissenschaftler insbesondere in Kombination mit dem Intervallfasten beobachten. 13)
  • Pflanzliche Nahrung enthält einen hohen Anteil an Wasser und Ballaststoffen. Dies trägt zu einer gesunden Verdauung bei (wirksam gegen Verstopfung) und erleichtert den Stoffaustausch in deinen Zellen.
  • Eine derart hohe Konzentration von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen ist nur in Pflanzen zu finden.
  • Ist die gesamte Palette an Mikronährstoffen ausreichend abgedeckt, unterstützt dies die entgiftenden Funktionen deines Stoffwechsels. Selen hilft beispielsweise bei der Entgiftung und bietet dir als Bestandteil von Enzymen wirksamen Schutz gegenüber oxidativen Schädigungen. 14)
Eine junge, sportliche Frau ist von hinten beim Laufen in einem Park abgebildet

© lzf | shutterstock.com

Ausdauersport, der dich zum Schwitzen bringt

Um dein körpereigenes Reinigungssystem anzuregen, gehört neben den vorher beschriebenen Maßnahmen ein Ausdauersport deiner Wahl auf jeden Fall zu einer gesunden Lebensweise. Insbesondere zum Entgiften kannst du mit Laufen, Fahrradfahren, Schwimmen und anderen sportlichen Einheiten von bis zu 30 Minuten täglich dein Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen. So regst du nicht nur die Durchblutung, sondern auch dein Lymphsystem an. Die Lymphe ist eine wässrige Flüssigkeit in den Lymphgefäßen, die für den Transport von Nährstoffen und Giftstoffen zuständig ist. Förderst du deren Zirkulation, sorgst du gleichzeitig für einen guten Austausch. Wenn du beim Sport außerdem ordentlich ins Schwitzen kommst, schleust du mit dem Schweiß ganz nebenbei über die Haut auch allerlei Giftstoffe nach außen.

Bedenke, dass du beim Sport viel Flüssigkeit verlierst und deshalb während und auch nach deinem Training viel trinken solltest, um die Versorgung von Nährstoffen in den Zellen weiterhin zu gewährleisten.

Eine Frau sitzt auf einer Matte und rollt sich mit der Medi-Rolle von Liebscher & Bracht ihren Oberschenkel ab

Faszien-Rollmassage und Engpassdehnungen

Mit der Faszien-Rollmassage steht dir eine ebenso einfache wie effektive Möglichkeit der indirekten Nährstoffversorgung zur Verfügung.

Durch die Bewegung im Gewebe gelangen nämlich die mit der Nahrung zugeführten Nährstoffe besser an ihren Bestimmungsort in deinem Körper.

Faszien-Rollmassagen aktivieren nicht nur die Regeneration von bereits verfilztem Gewebe (Faszien und Muskeln), sondern gleichzeitig deinen Blut- und Lymphfluss. Bewegst du dich zu wenig, hungern deine Zellen und immer mehr Abfallstoffe sammeln sich im Zwischenzellraum an. Mithilfe des Faszienrollens beschleunigst du deren Abtransport.

Das klappt vor allem deshalb so gut, weil Faszien-Rollmassagen die Zwischenzellflüssigkeit wieder in Bewegung bringen. Über diese Methode der gezielten Selbstmassage rollst du mit der richtigen Faszienrolle alte, verbrauchte Flüssigkeit vor dir her. Darin enthaltene Stoffwechselabfälle können besser abtransportiert werden und frische, nährstoffreiche Zwischenzellflüssigkeit strömt nach. Die Faszien saugen sich mit neuer Flüssigkeit voll, was die Nährstoff-Versorgung im Gewebe ankurbelt. Verklebungen im Fasziennetz lösen sich.

Die von uns entwickelten Engpassdehnungen helfen dir zusätzlich dabei, einseitige Bewegungsmuster auszugleichen und die Nährstoffversorgung jeder einzelnen Zelle in deinem Körper zu verbessern. Kennst du das steife Gefühl nach einem langen Tag im Büro? Indem du unsere Übungen regelmäßig machst, kannst du dich nicht nur von solch trägen Muskeln, sondern auch von fast allen Schmerzzuständen verabschieden. Wirf hierfür einfach einen Blick in unseren kostenfreien YouTube-Kanal und suche nach passenden Übungen für deinen Schmerzbereich.

Die drei Säulen für ein gesundes Leben

Die hier vorgestellten Maßnahmen dienen dir generell für eine gesunde und ausgewogene Lebensweise. Statt eine Detoxkur für eine kurzzeitige Entgiftung durchzuführen, für die du höchstwahrscheinlich viel Geld zahlst und langfristig an Gesundheit einbüßt, kannst du mit einer schrittweisen Ernährungsumstellung deine Ziele nachhaltig erreichen.

  1. Achte darauf, ausreichend Mikronährstoffe zu dir zu nehmen. Sie unterstützen deinen Organismus bei all seinen Aufgaben und dein Stoffwechsel kann optimal ablaufen. Insbesondere wenn du deine Ernährung gerade erst umstellst, kann es hilfreich sein, potenziell kritische Nährstoffe mit Nahrungsergänzungsmitteln abzudecken. Für die Entgiftung ist übrigens besonders das Spurenelement Selen wichtig. Ernährst du dich pflanzlich, kannst du den Bedarf beispielsweise schon mit zwei Paranüssen täglich decken. 
  2. Möchtest du deinen Körper entgiften, unterstützt du mit regelmäßiger Bewegung deinen Stoffwechsel und regst die Durchblutung an. Deine Zellen erneuern sich dann wesentlich schneller.
  3. Reduziere Stress in deinem Alltag, indem du dir immer wieder Ruhephasen gönnst und in Auszeiten wieder auftankst. Nur so kannst du auch oxidativen Stress (freie Sauerstoffradikale in deinen Zellen) reduzieren, der mutmaßlich für die frühzeitige Zellalterung verantwortlich ist. 

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