Vitaminmangel: Darum schlafen die Arme nachts ein

Eine rothaarige Frau im Schneidersitz trägt tannengrüne Unterwäsche. Auf ihrem nackten Oberarm zeichnet jemand mit einem Pinsel eine geschlängelte, schwarze Linie.

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Das Einschlafen der Körperteile – oh ja, wie haben wir diese nächtlichen Taubheitsgefühle, bei denen Arme oder Beine wie fremd anhaftender Ballast anmuten, gerne. Im Dämmerschlaf bemerken wir zwar das seltsame Empfinden der Glieder und versuchen so gut es geht, sie in Bewegung zu versetzen, doch meist sind wir machtlos. Wir erliegen schließlich dem langsam aufkommenden Schmerz des Kribbelns – wohlwissend, dass Arme und Beine noch da sind. Da können wir doch beruhigt weiterschlafen.

Na, kommt dir das Szenario bekannt vor und deine Arme, Beine oder auch Füße begeben sich des Öfteren in einen tieferen Schlaf als dein eigentliches Bewusstsein? Dann spitz mal die Ohren, denn das wusstest du vielleicht noch nicht: Was nämlich hinter den Taubheitsgefühlen in den Gliedmaßen stecken kann, ist ein Vitaminmangel. Besonders ein B12-Mangel wirkt sich auf die Nerven aus!

Gefühle von Taubheit, Kribbeln, Ameisenlaufen oder gar Lähmungen sind Empfindungsstörungen der Nerven (Parästhesie) in der Haut und an Händen. Sie treten typischerweise an Armen, Beinen sowie Füßen auf.

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

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1. Vitaminmangel & Nervenstörungen


1.1 Deine Nerven brauchen B-Vitamine

Für das Gefühl von Taubheit oder Kribbeln in den Gliedmaßen gibt es zunächst keine äußerlich klar erkennbaren Trigger, zum Beispiel Reize durch Brennnesseln. Ein „einfacher“ Vitaminmangel kann schon ausreichen, um diese Sensibilitätsstörungen hervorzurufen.

Besonders die B-Vitamine – B12, B1 und Folsäure – sind buchstäblich Nervennahrung, da sie die Nervenzellen schützen. Daneben kann ein Mangel an Magnesium und Eisen die Missempfindungen auslösen.

Vitamin B12 – Schutz und Regeneration der Nervenzellen

B12 ist gemeinsam mit Eisen am Aufbau der Myelinscheide beteiligt. Diese isoliert die Nervenzellen (Neuronen) und bildet ihr Gerüst. Bei 75–90 Prozent aller Missempfindungen liegt bei Betroffenen ein Vitamin-B12-Mangel vor.

Eingeschlafene Arme oder Hände sind in einem Viertel der Fälle die einzigen klinischen Anzeichen für eine B12-Unterversorgung!

Darum solltest du diese Warnzeichen ernst nehmen. Denn vom Arzt bleibt ein Vitamin-B12-Mangel oftmals im Blutbild unerkannt: Nervenstörungen können nämlich auch unabhängig von Blutbildveränderungen auftreten. Je ausgeprägter neurologische Störungen sind, desto geringer können sie sich im Blutbild zeigen, so die Gesellschaft für Biofaktoren.1) Das Alter gilt als größter Risikofaktor für einen B12-Mangel. Mehr dazu weiter unten.

Eine schwarzhaarige Frau mit gesenktem Blick hält ihre Hand vor das Gesicht. Zwischen den Fingern stecken drei lilafarbene Blumen.

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Vitamin B1 – Thiamin für die Reizweiterleitung und Psyche

Es gilt als Stimmungsvitamin und ist für die Übertragung von Impulsen zuständig, vor allem bei Muskelaktivitäten oder der Vermittlung zwischen Sinneseindrücken und Gehirn. Unbedingt erforderlich ist Vitamin B1 für die Energiegewinnung, also die Verstoffwechslung von Kohlenhydraten und Zucker aus der Nahrung. Und gerade das Gehirn benötigt viel glukoseabhängige Energie.

In unseren Breiten eher unbekannt, dafür jedoch in Ländern, in denen sich Menschen sehr einseitig ernähren (wie mit weißem Reis), ist die Beri-Beri-Krankheit. Sie geht auf einen B1-Mangel zurück und trifft neben dem Nerven- auch das Herz-Kreislauf-System. Hierzulande sind in erster Linie Diabetiker von einem Mangel bedroht.

Vitamin B9 – Folsäure für die Erneuerung der Nervenzellen

Folsäure ist nicht nur wichtig für die Zellteilung, Herstellung der DNA und Protein-Gewinnung, sondern auch für die Produktion der Botenstoffe zur Steuerung deines Nervensystems. Daher dient Vitamin B9 neben der Entwicklung des Nervensystems von Ungeborenen in der Schwangerschaft ebenso der neuronalen Erneuerung bei Erwachsenen.

Risikofaktor Alter

Das Alter sowie eine vegane Ernährungsweise ohne Supplementierung gelten als die größten Risikofaktoren für Mangelzustände von B-Vitaminen. Im Fokus steht hierbei Vitamin B12: Jeder Vierte über 65 Jahren ist von einem B12-Mangel betroffen.2)

Ein Grund dafür liegt in der verminderten Aufnahme-Fähigkeit und Verstoffwechslung im höheren Alter. Hinzu kommt, dass gewisse, auch alterstypische Medikamente – wie Metformin bei Diabetes, Protonenpumpenhemmer („Magenschutz“) und ein daraus resultierender Mangel an Magensäure – die B12-Aufnahme im Magen-Darm-Trakt stören.3)

Manche Ernährungsinstitute wie das National Institutes of Health raten daher Personen ab 50 Jahren, den Großteil ihres B12-Bedarfs über angereicherte Lebensmittel oder Präparate zuzuführen.4) 5)

Erfahre hier, wie hoch dein Tagesbedarf an Vitamin B12 ist:

1.2 Weitere Symptome bei einem Vitamin-B-Mangel

Immer wieder auftretende Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen sind oft die frühesten und einzigen klinischen Symptome für einen Vitaminmangel. Nervenstörungen aufgrund eines Vitaminmangels können sich aber noch anders bemerkbar machen:

  • Stimmungsschwankungen
  • Muskelschwäche und Erschöpfung
  • Müdigkeit und Schlaflosigkeit
  • Immunschwäche

Schwere Mangel-Symptome sind:

  • Lähmungen
  • Koordinationsstörungen
  • Blässe und Herzrasen infolge einer Blutarmut (Anämie)
  • Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
  • Sehstörungen

Mangelt es den Nerven an Nährstoffen – gerade an B12 und Folsäure – kann dies sogar noch folgenreicher sein: Die Rede ist von Nervenschäden, sogenannten Neuropathien.6) Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des peripheren Nervensystems. Sie betrifft die Nerven außerhalb von Rückenmark und Gehirn. Die Neuropathie kann nicht nur einzelne, sondern gleich mehrere Nerven treffen (Polyneuropathie).

1.3 Weitere Ursachen für einen Vitamin-B-Mangel & Nervenschäden

Ein Vitamin-B-Mangel kann neuropathische Schmerzen und Störungen fördern.7) 8) So sind Taubheits-Beschwerden charakteristisch für Mono- und Polyneuropathien. Hand in Hand mit einem Vitaminmangel, Taubheitsgefühlen und Neuropathien gehen insbesondere folgende Erkrankungen:

  • Diabetes mellitus
  • Alkoholsucht
  • Entzündungen

Von einem Nährstoffmangel einmal abgesehen, gibt es auch solche Auslöser von eingeschlafenen Gliedern:

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2. Behandlung eines Vitaminmangels: Ernährung & Nährstoff-Präparate


Um den eingeschlafenen Armen und Co. auf den Leib zu rücken, hilft vor allem Nervennahrung. Die B-Vitamine kann der Körper selbst nicht herstellen. Deswegen sind eine nährstoffreiche Ernährung mit viel Obst (Früchte) und Gemüse sowie – nach Rücksprache mit dem Arzt – die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln für deinen Organismus sehr wichtig.

B12

B12, das bedeutendste aller B-Vitamine, findet sich ausschließlich in tierischen Lebensmitteln:

  • Leber
  • Wildlachs
  • Sardellen
  • Eier
  • Milchprodukte

Good to know: B12 kann der Körper speichern, aber zu viel Vitamin C beeinträchtigt die Bioverfügbarkeit. Es ist hitzeempfindlich und wasserlöslich, sodass Verluste beim Kochvorgang einzukalkulieren sind. Angereicherte Produkte gibt es in Deutschland bisher kaum bis gar nicht, in andern Ländern wie den USA ist dies gang und gäbe.

B1 (Thiamin)

Vor allem enthalten in:

  • Bierhefe
  • den äußeren Schichten von Getreide- und Reiskörnern, also in Vollkorn
  • Weizenkeimen
  • Sonnenblumenkernen
  • Sojabohnen
  • Sesam

Good to know: B1 ist empfindlich gegenüber Hitze und wird durch Kochen zerstört. Da es zudem wasserlöslich ist, geht es auch ins Kochwasser über.

B9 (Folsäure)

Sehr ergiebig enthalten in:

  • Grünem Blattgemüse wie Spinat und Salat
  • Spargel
  • Tomaten
  • Bierhefe

Good to know: Nicht nur hitzeempfindlich, sondern auch gegenüber Licht, Sauerstoff und Säuren. Vitamin C kann Folsäure jedoch schützen.

Risikofaktor „vegan“

Ein großes Thema ist Vitamin B12 für Veganer, da eine rein pflanzliche Ernährungsweise ohne Supplementierung zwangsläufig einen B12-Mangel begünstigt. Zwar zeigten Untersuchungen, dass Wurzelgemüse, fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut sowie insbesondere Algen nennenswerte Mengen enthalten können, aber eben nur „können“. Selbst der größte Hoffnungsträger, die Chlorella-Alge, scheint derzeit eine noch zu unsichere Quelle zur Bedarfsdeckung zu sein, da viel von der Anbauweise abhängt.9)

Wer aber glaubt, nur Risikogruppen – Veganer und Menschen ab 60 Jahren – seien von einem Mangel betroffen, liegt falsch. Eine Studie zeigt: Die tatsächlich besten B12-Werte noch vor den Mischköstlern hatten Personen, die regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel ein- oder angereicherte Lebensmittel zu sich nahmen.10)

Auf einem grünen Hintergrund liegt ein Braunglas mit Nahrungsergänzungsmitteln der Art Vitamin B12.

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Dass diejenigen Studienteilnehmer, die B12-Präparate zu sich nahmen auch am besten versorgt waren, liegt wohl daran, dass Nahrungsergänzungsmittel viel B12 in ungebundener Form enthalten. In dieser Form ist es nämlich für den Körper sicherer verfügbar.

Dem steht unser hochwertiges Präparat Vitamin B12+ in nichts nach. Und wir verwenden gleich zwei Formen des wertvollen Vitamins:

  1. Hydroxycobalamin, damit die Zellen lange versorgt sind, sowie
  2. Methylcobalamin. Das ist die Form, die der Körper direkt verwerten kann.

Unsere Nahrungsergänzungsmittel sind zudem zu hundert Prozent natürlich, vegan und für jeden optimal, der Wert auf eine bekömmliche und schnell wirksame Nährstoff-Aufnahme legt.

Quellen & Studien [+]

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