Immunsystem stärken – Das solltest du wissen, damit es dir gelingt

Ein Kind sitzt vor einem großen Teller Orangenscheiben und hat gerade beherzt in eine hineingebissen. Die Augen sind groß.

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Immunsystem stärken

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Dein Immunsystem schützt dich vor Krankheitserregern und hält dich gesund – ganz zu Recht eine Binsenweisheit. Schließlich erinnern uns – gerade zu Beginn der kalten Jahreszeit – Medien, Freunde und Familie ständig daran, Erkältungs-Krankheiten vorzubeugen und das Immunsystem zu stärken. Und dafür haben sie sämtliche Tipps auf Lager: der trendige Ingwer-Shot, die skandinavische Schwitzpartie in der Sauna, Sport in aller Herrgottsfrühe oder ein paar Vitamin-Präparate zum Kaffee.

Aber was braucht es wirklich und was nicht, um Grippe- oder Erkältungsviren den Garaus zu machen?

Direkt zu den Dos & Don´ts zur Stärkung deiner körpereigenen Abwehrkräfte gehts hiermit:

Immunsystem stärken – Tipps

Warum wir vom Immunsystem als biologisches Wunderwerk sprechen, liest du hier am besten:

Immunsystem kennenlernen

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1. Das Immunsystem kennenlernen, um es zu stärken


Kurz & Knapp

  • Das Immunsystem unterteilt sich in ein angeborenes sowie erworbenes.
  • Zur angeborenen Immunabwehr zählen unter anderem die Haut, Schleimhäute, der Darm sowie Fress- und Killerzellen.
  • Der Verdauungstrakt ist die wichtigste Schaltstelle der Körperabwehr. Darin lebende Mikroben filtern die Nahrung nach wichtigen Nährstoffen. Dabei gilt: Je größer die Artenvielfalt dieser guten Bakterien, desto besser arbeitet dein Immunsystem.
  • Vom harmlosen Magengrummeln über Antriebslosigkeit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten bis hin zu schwerwiegenden (neurologischen) Krankheiten können vom Zustand deines Darms viele diverse Erkrankungen abhängen.
  • Abwehrzellen wie Antikörper oder die B- und T-Zellen gehören zum erworbenen Abwehrsystem und sind lernfähig: Sie merken sich „Angriffsstrategien“, um auch neue und künftige Erreger bekämpfen zu können.

Du willst mehr über die Wissensbombe „Immunsystem“ erfahren? Dann bleib dran. Willst du aber lieber die besten Tipps für deine Körperabwehr, solltest du nach unten springen!

Vereinfacht gesagt, hält dich dein Immunsystem gesund. Jede Sekunde dringen nämlich zahlreiche mikroskopisch kleine Organismen in deinen Körper ein – beim Atmen, Trinken, Essen und Küssen –, vor denen du gefeit sein solltest. Das ist der Job deines Immunsystems. Es

  • schützt dich vor Keimen wie Bakterien, Viren, Parasiten, Giftstoffen oder Pilzen und macht sie unschädlich,
  • erkennt die Erreger sowie Umwelt-Schadstoffe und wehrt sie ab und
  • zerstört körpereigene, jedoch fehlerhaft gewordene Zellen, wie das bei Krebs der Fall ist. Solche Zell-Veränderungen und ihre Zerstörung finden tatsächlich regelmäßig bei gesunden Menschen statt, ohne, dass sie davon etwas mitbekommen. Bei einem unkontrollierten Wachstum solcher defekten Zellen droht eine ernsthafte Krebs-Erkrankung.

Die Reaktion des Immunsystems auf schadhafte Organismen und Stoffe nennt sich Immunantwort!

Dahinter steckt ein hochkomplexer Abwehrmechanismus aus bestimmten Zellen, Organen, Mikroben und Eiweißen – einzelne Abwehrkräfte, die die Gesamtheit deines Immunsystems ausmachen. Denn von DEM EINEN Immunsystem zu sprechen, ist nicht ganz korrekt. Viel mehr unterteilt man es in zwei sich ergänzende Systeme mit diversen Immunantworten:

  1. das angeborene Immunsystem – das unspezifische genannt – und
  2. das adaptive, also erworbene Immunsystem – das sogenannte spezifische.

1.1 Das angeborene (unspezifische) Immunsystem – Kollateralschäden nicht ausgeschlossen

Bevor dein erworbenes Immunsystem aktiv wird, schaltet sich dein angeborenes Abwehrsystem ein – das unspezifische. Es heißt so, weil es Erreger allgemein abwehrt und alles angreift, was dem Körper fremd ist. Dieser Angriff kann dann schon mal „ausufern“ und zu Entzündungen, Eiterbildung oder Brandblasen führen.

Erste mechanische Barrieren, um zu verhindern, dass fremde Substanzen überhaupt in die Tiefen deines Körpers eindringen können, sind im Besonderen

  • die Haut,
  • Schleimhäute,
  • Magensäure sowie
  • der Darm und
  • Reaktionen wie Niesen oder Husten.

Und dann gibt es noch die Abwehrzellen (Immunzellen), mit denen du schon im Mutterleib ausgestattet wirst.

Die Haut, der äußere Verteidigungsmantel

Das größte Abwehr-Organ ist die Haut. Sie stellt zum einen ein physisch-mechanisches, zum anderen ein biochemisches Bollwerk dar: Die auf ihr befindlichen, sozusagen körpereigenen Antibiotika – antimikrobielle Peptide (kurz: AMP) – töten krankmachende Angreifer ab. Schädliche Mikroorganismen wie Pilze oder Bakterien haben es somit schwerer, sich anzusiedeln und zu vermehren.1) Diese Peptide kommen auch an den Schleimhäuten vor.2)

Die Schleimhäute – Fallen im Innern

Es gibt diverse Sekrete, die antibakteriell wirken: Im Auge sind es die Tränen, im Mund ist es der Speichel und in manchen Organen deines Körpers der Schleim. Diese Sekrete dienen dazu, Fremdstoffe abzufangen, unschädlich zu machen und auszuscheiden. Besonders eindrucksvoll gelingt dieser Abwehrmechanismus mit einigen Schleimhäuten des Atemtrakts und dem Schleim, den sie produzieren.

Schleimhäute sind gewissermaßen die nach innen gestülpte Haut und kleiden Hohlorgane wie den Darm, die Geschlechtsorgane, den Magen und die Lunge aus, sitzen aber zusätzlich in Mund, Nase sowie Augen.

Die Schleimhaut insbesondere von Bronchien und Luftröhre kannst du dir wie ein Getreidefeld vorstellen: Sie besteht dort aus Millionen beweglicher Flimmerhärchen, zwischen denen die sogenannten Becherzellen den antibakteriellen Schleim produzieren.

An ihm bleiben „Eindringlinge“ kleben, woraufhin die Flimmerhärchen ihn – samt der gebundenen Fremdpartikel und Mikroorganismen – wellenartig wie auf einem Förderband nach oben in den Rachen transportieren. Gemischt mit Speichel, der im Mund das Abwehren von pathogenen Keimen übernimmt, schluckst du ihn hinunter, wo im Magen die ätzende Säure den Rest erledigt – oder spuckst ihn aus.3)

Sind die Flimmerhärchen geschädigt (wie durch das Rauchen), gar steif vor Kälte oder die Schleimhaut gereizt (durch scharfes Essen, trockene Heizungs- oder verschmutzte Luft), helfen Reaktionen wie Husten, Niesen oder Schnupfen, die Fremdstoffe aus dem Körper hinauszukatapultieren. Das ist zum Beispiel typisch für eine Erkältung oder allergische Reaktion.

Auch der Verdauungstrakt hat eine Schleimhaut mit einer spezifischen Aufgabe: Sie ist eine dreifache Schutzbarriere für Schadstoffe und Erreger.

Darm gesund, Mensch gesund! – Die besondere Rolle des Darms

Der Darm bekommt in der Medizin und von Forschern immer mehr Aufmerksamkeit – richtig so! Denn sein Zustand hat weitreichende Auswirkungen auf dein Leben, deine körperliche und mentale Gesundheit, deine Gedanken, Emotionen, dein Verhalten und darauf, was für Entscheidungen du triffst. Es wird jetzt ein bisschen ausführlicher:

Der Grund

Dünn- und Dickdarm haben eine Gesamtlänge von etwa sechs bis sieben Metern und eine Gesamtfläche von über 400 Quadratmetern – viel Platz für folgende Fakten:

Eine bauchfreie Frau hält einen Zettel mit einem lächelnden Smiley vor ihren Bauch.

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✅ Dein Darm hat ein eigenes Nervensystem und über den Vagusnerv kommuniziert er direkt mit dem Gehirn. So kann dieser Nerv beruhigend und verdauungsanregend wirken.

✅ Über 90 Prozent des Glückshormons Serotonin wird im Darm produziert und an die Großhirnrinde übermittelt. Sie reguliert deine Emotionen und hemmt impulsives sowie aggressives Verhalten.

✅ Dünn- und Dickdarm sind der Schauplatz der Nahrungsaufnahme. Über sie gelangen die lebenswichtigen Nährstoffe in deinen Blutkreislauf und so in den ganzen Körper. Das beschert dir unter anderem Energie und fördert Heilungsprozesse.

✅ Eine Vielzahl an Enzymen, die deinen Stoffwechsel antreiben, und lebenswichtigen Vitaminen bilden sich hier.

✅ Und mit das Wichtigste: 80 Prozent deines Immunsystems sitzen genau dort – an den Innenseiten der Darmwände.

Die Rede ist sogar von einem zweiten Gehirn, dem Bauch- oder Darmhirn, weil der Darm ganz autonom vom Rest des Körpers arbeiten kann. Kein Wunder, schließlich waren Verdauungssysteme aus Schleimhäuten, Muskeln und Immunzellen vor Milliarden Jahren die ersten Organe, die auch mit Nervenzellen versehen waren. So konnten Organismen auf ihre Umwelt(-Einflüsse) reagieren. Erst später entwickelte sich ein komplexeres System aus diesen – das Gehirn.4)

Über das Zusammenspiel von Darm, Gehirn und Krankheiten kann dir die Gesundheitsexpertin und Ernährungswissenschaftlerin Dr. med. Petra Bracht im folgenden Video gleich viel mehr erzählen. Bist du aber besser im Lesen als im Zuhören, gibts die Infos ausführlich zum Nachlesen direkt darunter:

Dass die beiden Gehirne im Austausch miteinander stehen, erklärt also auch unser sogenanntes Bauchgefühl in manchen Situationen, die rosarote Brille und Schmetterlinge im Bauch bei Verliebtheit, Magengrummeln bei Stress oder ernster: neurologische Krankheiten wie Parkinson, Multiple Sklerose, Konzentrationsstörungen und Antriebslosigkeit, wie diverse Studien herausgefunden haben. Gerade Patienten mit depressiven Störungen leiden auffällig oft unter Beschwerden im Magen-Darm-Trakt.5) 6)

Auf der körperlichen Ebene hängen Befindlichkeitsstörungen (Blähungen, Sodbrennen oder Völlegefühl), leichte Krankheiten (Erkältung, Infektionen, Entzündungen) sowie Angriffe auf eigene Körperzellen (Autoimmunerkrankungen, Krebs) insbesondere von der Zusammensetzung deines Mikrobioms im Darm ab.

Fazit: Happy gut, happy life – oder auf Deutsch: Geht es deinem Darm gut, geht es dir gut!

Das Mikrobiom – unerwünschte Darmbewohner?

Ganz im Gegenteil – Kognition, Verhalten, Stimmung und Gesundheit werden vor allem von einem beeinflusst: deinen Mikroben im Darm. Auch sie gibt es nämlich: die guten, gesundheitserhaltenden Bakterien. Ihre Gesamtheit bildet das Mikrobiom.

→ Mikroben machen tatsächlich 90 Prozent unserer Gesamt-Körperzellen aus, nur zehn Prozent sind wirklich unsere eigenen Körperzellen. Die meisten Mikroben leben im Darm und bilden die Darmflora.

→ Dort handelt es sich schätzungsweise um 100 Billionen Bakterien.

→ Gebildet werden sie von mehr als tausend verschiedenen Bakterienstämmen.

→ Zusammen bringen sie etwa bis zu zwei Kilogramm auf die Waage.

Eine schier unvorstellbare Größe hat dieses Darm-Mikrobiom, nicht wahr? Denn irgendwie muss dein Körper doch nach der Verdauung erkennen und unterscheiden können,

Eine Kreidezeichnung auf einer Tafel, die den Dünn- und Dickdarm darstellt mit bunten Bakterien im Innern.

© T. L. Furrer | shutterstock.com

a) welche Nahrungsbestandteile harmlos sowie wichtige Nährstoffe sind und in den Blutkreislauf gelangen dürfen – und umgekehrt,

b) welche Bestandteile und Organismen als schadhaft und krankmachend gelten, daher also nicht in den Blutkreislauf passieren dürfen. Diese Grenzkontrolle ist die Aufgabe des Mikrobioms.

Im unteren Dünndarm resorbiert dein Körper bereits Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe; im Dickdarm sind es gerade die Ballaststoffe, die deiner Flora als Nahrung dienen und damit für eine intakte Immunabwehr sorgen.7)

Deine Darmbakterien sind es auch, die mit dem Gehirn kommunizieren und deinem Immunsystem „Anweisungen“ geben, gesundheitsbedrohliche Substanzen zu vernichten. Umgekehrt dämpfen sie überschüssige Immunreaktionen.

So helfen deine Darmbewohner deinem Immunsystem und zusätzlich dabei, die „heikle Balance zwischen Entzündungen und Toleranz gegenüber Mikroben, Nahrungsbestandteilen und körpereigenem Gewebe zu meistern“.8)

Zauberwort „mikrobielle Artenvielfalt“

Für einen gesunden Darm und damit einhergehend deine allgemeine Gesundheit ist die Artenvielfalt dieser Bakterien entscheidend. Denn verschiedene Bakterienstämme erfüllen verschiedene Aufgaben. So existieren im Dickdarm Bakterien, die solche Ballaststoffe verdauen, die für den Menschen ansonsten nicht verwertbar sind. Sie gewinnen aus ihnen kurzkettige Fettsäuren, die dir wiederum zusätzlich als Energiequelle dienen können. Dabei ist die Zusammensetzung des Mikrobioms jedes einzelnen Menschen ganz individuell, quasi ein mikrobieller Fingerabdruck. Die Geburt, das Stillen, die Umstellung auf feste Nahrung, Umwelt, Hygiene, Ernährungs- und Lebensweise spielen dabei eine Rolle.9)

Hilf deiner Darmgesundheit auf die Sprünge und lies im nächsten Kapitel nach, wie Gemüse, Obst, Früchte und Kräuter deinem Mikrobiom guttun!

Die drei Schutzbarrieren des Darms

Diese Welt der Mikroben stellt einen Teil von insgesamt drei Barrieren des Darms dar:

  1. Die Schleimschicht mit ihren dicht besiedelten Mikroben und antimikrobiellen Eigenschaften verhindert, dass sich Erreger, Pilze, Parasiten und Ähnliches einnisten.
  2. Spezielle Antikörper (sIgA: sekretolytisches Immunglobulin A) bilden sich in der Darmschleimhaut und werden an das Darminnere abgegeben. Sie binden alles Schädliche an sich, das du über den Stuhl ausscheidest.
  3. Bandförmige Eiweiße (Tight junctions) verbinden die Darmschleimhautzellen und sorgen dafür, dass die Zellen dichthalten. Die dahinter liegende Blutbahn bleibt bis zuletzt vor unerwünschten Eindringlingen geschützt.

„Ein gesunder Darm funktioniert wie ein feines Haarsieb. Er lässt nur kleine Nahrungsanteile und Wasser durch, hält aber gefährliche Stoffe wie Krankheitserreger und giftige Substanzen zurück.“10)

Abwehrzellen: Willkommen in der Sicherheitsabteilung

Haben die mechanischen Barrieren Haut, Schleimhäute, Darm und Mikroben versagt, setzt dein Körper biochemische Waffen gegen gefährliche Erreger ein: Immunzellen! „Ausgebildet“ werden sie gleich an mehreren Orten. Das sind neben dem Mikrobiom: Knochenmark, Milz, Thymus, Lymphknoten, lymphatisches Gewebe im Darm, Mandeln sowie Gliazellen des Gehirns.

Hervorzuhebende Immunzellen des angeborenen Immunsystems sind die Fress- und natürlichen Killerzellen. Daneben gibt es unter anderem noch die Granulozyten. Mit Immunzellen ausgestattet wirst du bereits im Mutterleib, um schon vom ersten Moment deiner Geburt fremde Organismen abwehren zu können. Das sind nämlich eine Form weißer Blutkörperchen. Hallo, Biologie-Unterricht! Da gibt es ja noch die roten für den Sauerstoff-Transport sowie die Blutplättchen, die dafür sorgen, dass das Blut gerinnt und sich Wunden verschließen.

Manche Immunzellen verlassen die Blutbahn sogar, um im Gewebe „auf Patrouille“ zu gehen.

Weiße Blutkörperchen greifen das Virus einer Grippe und gewöhnlichen Erkältung an. Die roten Blutkörperchen fließen drumherum.

© Yurchanka Siarhei | shutterstock.com

Mithilfe von Eiweißen gelangen die Immunzellen zum Ort des Geschehens, erkennen die Krankheitserreger und bekämpfen sogar Viren. Bei einer Entzündung sind es die Abwehrzellen, die die Blutgefäße weiten, das Gewebe anschwellen und warm werden lassen. Warum? Ganz einfach, damit mehr Immunzellen und entzündungshemmende Stoffe wirken können. Das bringt nicht nur Opfer unter den Angreifern mit sich, sondern bei der weiteren Abwehrreaktion sterben Gewebe- und Immunzellen ab. Das erkennst du an einer gelblich-weißen Masse – dem Eiter. Speziell im angeborenen Immunsystem sind es die Killerzellen, die Infektionen und körpereigene, veränderte Zellen – den Krebs  abtöten.11)

Können die Fresszellen bestimmte Mikroorganismen nicht alleine bekämpfen, werden diese unverdauten Organismen den Immunzellen deines spezifischen Immunsystems präsentiert, damit diese den Rest erledigen können. Dein spezifisches und unspezifisches Immunsystem arbeiten spätestens hier zusammen.12)

1.2 Das erworbene (spezifische) Immunsystem – Profis der Immunreaktion

Das angeborene Immunsystem (das unspezifische) erkennt durch mechanische, biochemische Immunantworten Krankheitserreger aus der Umwelt ganz allgemein und wehrt sie ab. Dagegen sind deine erworbenen Abwehrkräfte (das spezifische Immunsystem) auf bestimmte Erreger spezialisiert. Sie sind das Sondereinsatzkommando, das sich seit deiner Geburt darin geübt hat, spezifische Viren und Bakterien zu bekämpfen. Geläufigste Beispiele: grippale Infekte und Erkältungen. Einmal einen Kampf gefochten, speichert sich das spezifische Immunsystem die Informationen. Es kann sie jederzeit abrufen, um neue Infos bereichern und sich anpassen. Gegen manche Krankheiten können wir sogar ein Leben lang immun werden – Masern und Windpocken beispielsweise.

Die Sondereinheiten nennen sich:13) 14)

Antikörper

B-Lymphozyten (siehe gleich B-Zellen) stellen sie in großen Mengen her. Antikörper zirkulieren im Blut und neutralisieren schädigende Substanzen und Eindringlinge. Dazu müssen sie genau auf einen spezifischen Erreger passen – wie der Schlüssel in ein Schlüsselloch. Krankheitserreger, auf die ein Antikörper sich bilden kann, nennen sich Antigene. Außerdem aktivieren die Antikörper weitere Abwehrzellen und Eiweiße, damit die Immunzellen zu ihrem Einsatzort kommen.

T-Zellen

Die T-Zellen reifen im Thymus (daher der Name) und aktivieren weitere Immunzellen für die spezifische Abwehr.

Außerdem zerstören sie erkannte viren-infizierte Zellen oder Tumorzellen und können sich zu Gedächtniszellen entwickeln, um auf erneute Infektionen schneller reagieren zu können.

B-Zellen

Aus dem Knochenmark stammend, werden die B-Zellen von den T-Helferzellen aktiviert.

Die B-Lymphozyten vermehren und wandeln sich um, um die Antikörper herzustellen. Auch sie können zu Gedächtniszellen werden.

Zellen, Lymphozyten und Leukozyten – Was denn nun?

Weiße Blutkörperchen heißen in der Fachsprache Leukozyten. Die B- und T-Zellen sowie die natürlichen Killerzellen der angeborenen Körperabwehr sind Untergruppen der Leukozyten. Alle drei zusammen nennen Mediziner sie die Lymphozyten.

Normalerweise sollten sich deine Immunzellen nur gegen kranke und nicht gegen gesunde Zellen wenden. Das ist aber nicht der Fall bei Autoimmunerkrankungen. Irrtümlich stuft dein immunologisches System diese dann als gesundheitsschädigend ein und setzt die Abwehrreaktionen gegen körpereigene gesunde Zellen in Kraft. Bekannte Autoimmunreaktionen treten bei Rheuma, Hashimoto oder MS auf.

Laut herkömmlicher Schulmedizin gelten Autoimmunerkrankungen als nicht heilbar. Sie setzt daher auf eine Symptom-Behandlung mit Medikamenten. Allerdings gerät unser eigentlich doch zielgerichtetes Immunsystem gerade aufgrund

→ jener Einnahme von Medikamenten und

→ dem Ignorieren körperlicher Warnhinweise,

→ eines ungesunden Lebensstils – wenig Schlaf, Stress und entzündungsfördernde Lebensmittel – und

→ zu vieler Fremdstoffe, die der Körper nicht identifizieren kann,

außer Kontrolle. Er „greift körpereigene Zellen an […] oder schießt mit schweren Geschossen gegen harmlose Substanzen [Allergien etc.]“.15) Mehr dazu erfährst du unter den Don´ts zur Immunstärkung.

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2. Dein Immunsystem stärken – Mit diesen Tipps machst du es richtig: die Dos & Don´ts


Kurz & Knapp

  • Hygiene ist das A und O, aber versteck dich nicht hinter sterilen Gardinen. Denn Teile deiner Immunabwehr bilden sich überhaupt erst durch Erreger und Keime.
  • Von der Sauna ins Eiswasser: Temperaturwechsel härten dich ab, fördern die Durchblutung und die Bildung von Immunzellen.
  • Sport ist kein Mord, im Gegenteil! Er fördert Regenerationsprozesse, setzt entzündungshemmende Stoffe frei und lässt dein Immunsystem langsamer altern.
  • Mindestens sechs Stunden Schlaf sorgen dafür, dass deine natürlichen Killerzellen richtig arbeiten können und senken das Stresslevel.
  • Vitaminreich und am besten pflanzlich sollte sie sein – deine Ernährung. Im Intervall und in Bio-Qualität zu dir genommen, fördert sie die Artenvielfalt deines Darmmikrobioms und gibt deinem immunologischen System die richtige Power.
  • Dagegen gilt: Finger weg von Tabak, Alkohol und Medikamenten. Diese Stoffe tun, was sie können, um deine körpereigene Abwehr zu schwächen. Gleiches gilt für den Stress. Auch mit ihm arbeitest du nur gegen einen gesunden Körper!

Stärke dein Immunsystem mit praktischem Wissen und der richtigen Ernährung: Wir haben dir eine Liste mit den besten heimischen Superfoods zusammengestellt, die dir alle wichtigen Nährstoffe für dein Immunsystem bieten. Mit zwei Rezeptideen obendrein bleibst du nicht nur gesund, sondern tust auch noch deiner Umwelt und dem Klima etwas Gutes: Deine Liste heimischer Superfoods kostenfrei herunterladen!

Muss ich wirklich in den scharfen Ingwer beißen oder mich saunatauglich nackig machen? Zeit zu erfahren, was dran ist an so vielen Ratschlägen von Medien, Freunden & Co. – jetzt: die Dos & Don´ts für dein Immunsystem!

2.1 Alles Gute für dein Immunsystem: die Dos

Fünf Tipps zum Liebgewinnen – was du auf natürliche Weise tun kannst, um deine körpereigene Abwehr auf Zack zu bringen!

Tipp #1: Hygiene – das A und O?!

Putzen, sprühen, desinfizieren und reinigen zählen spätestens seit Covid-19 zu jedermanns Alltags-Ritus. Klar: Er ist wichtig für einen verantwortungsvollen Umgang mit dir selbst, deinen Mitmenschen und deiner Umwelt. Dennoch solltest du es nicht übertreiben. Denn von einer total sterilen Umgebung kann sich die Abwehr nicht bilden: Wo keine Keime, da kein Lernstoff. Insbesondere für dein erworbenes Immunsystem. Woher sollen die Immunzellen dann wissen, ob Eindringlinge schädlich sind oder in friedlicher Absicht kommen?

Wie also umgehen mit Viren, Keimen und sonstigen Erregern? Die Antwort:

  1. Fasse dir nicht ins Gesicht! Achte mal im Alltag darauf und irgendwann lässt du es automatisch sein.
  2. Wasche dir regelmäßig die Hände mit Seife: nass machen, Seife tanken, gründlich von den Handflächen zu den Handrücken über die einzelnen Finger rubbeln und dabei die Zwischenräume, Fingernägel sowie das Handgelenk nicht aussparen. Mindestens 20 Sekunden lang. Das zerstört auch die Viren. Unter fließendem Wasser alles gut abwaschen und ordentlich abtrocknen.
  3. Verwende hautverträgliche Desinfektionsmittel.
  4. Und nicht vergessen: Hände ab und zu eincremen! Sonst wird die Haut trocken, rissig und kann aufplatzen. Das tut nicht nur weh, sondern schafft Krankheitserregern freien Zugang in den Blutkreislauf. Aufpassen! Zu viel Cremerei kann wiederum neue Keime und dergleichen herbeirufen, denn Fett ist ihr Metier.
  5. Hmmm, ein schönes heißes Bad vertreibt nicht nur Kummer und Sorgen, sondern auch Erkältungsviren und anderes mikrobisches Ungetüm. Sie mögen es nämlich gar nicht heiß. Wer keine Badewanne hat: Die Dusche tuts genauso gut wie eine Wärmflasche oder die gute alte Tasse Hagebutten-Tee von innen heraus!
  6. Achte aufs Raumklima und öffne die Fenster ab und zu mal: Beim regelmäßigen Lüften machen Bakterien und Keime einen Abflug und Sauerstoff erhält Einzug. Frische Luft weckt zudem die Sinne und nicht zuletzt beugst du trockenen Schleimhäuten vor.
Eine Frau steht mit einem kleinen Mädchen vor dem Waschbecken und zeigt ihr, wie man sich die Hände wäscht. Die Freude ist groß.

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Tipp #2: Erst schwitzen, dann Eisbaden – nur die Harten kommen in den Garten

Die dunkle Jahreszeit kommt in die Pötte: Der erste Schnee liegt und Nässe, Kälte sowie eisiger Wind lassen die Zähne aufeinanderklackern. Aber es soll sie ja geben, die Winter-Liebhaber, die das ganze Jahr auf diesen einen Moment hinfiebern: den Sprung ins Eisloch (oder in den Schnee) gleich nach der Schwitzpartie, um tatsächlich ein kurzes Bad zu nehmen! Verrückt diese Finnen, für die das Ganze ja ein Volkssport ist?

Nicht nur in Finnland haben Sauna und Eisbaden eine lange Tradition. Auch die Menschen in Russland und China nutzen den Extrem-Wechsel von Höchst- zu Minusgraden als „körperliche Abhärtung“, um Krankheiten zu trotzen! Warum?

Ein junger Mann sitzt in einem Eisloch und grinst. Auf dem Kopf trägt er eine schwarze Mütze, er hat zudem schwarze Handschuhe an, mit denen er sich an den Rändern des Eislochs festhält.

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  1. Vieles ist Gewöhnungssache, so auch Wärme und Kälte für den Körper.
  2. Von der heißen Sauna ins eiskalte Wasser – das ist zunächst Stress, allerdings guter, den der Körper kompensieren muss.
  3. Also fängt er an zu regulieren: Die Blutgefäße weiten sich, die Durchblutung wird gefördert. Die Goodies: Nährstoffe und Immunzellen zirkulieren besser im Körper!
  4. Außerdem erhöht sich durch den Wechselreiz die Anzahl der Lymphozyten im Blut – deine Ritter in weiß im Kampf gegen Krankheitserreger!

Das bewirken ebenso Wechselduschen am Morgen oder kalte Güsse à la Sebastian Kneipp. Praktisch, wenn keine Sauna, geschweige denn ein zugefrorener See hinterm Haus liegen.

Eine jenaische Studie belegt: Kaltes Wasser über Gesicht und Oberkörper über einen langen Zeitraum angewendet – nämlich mehrere Wochen, mindestens dreimal wöchentlich –, senkt die Anfälligkeit für Atemwegsinfekte. Eine super Nachricht für Patienten mit chronischer Bronchitis. Durch die Kaltwasser-Anwendungen stieg bei den Probanden die Zahl der Lymphozyten um 13 Prozent.16)

Ganz wichtig: Zu unterschätzen sind das Schwitz- und Eisbad nicht; es ist schließlich ein Extremsport und kann deinen Kreislauf strapazieren! Für Anfänger gilt daher, sich schlaumachen und vom Arzt durchchecken lassen, bevors losgeht: Wichtige Punkte für ein gesundes Eisbaden.

Wie, du nimmst die eiskalte Herausforderung nicht an? Dann lautet die Devise: 7/8-Hosen im Schrank lassen, lange Unterhose und Unterhemd rauskramen, Hände und Füße einpacken, Mütze auf, festes Schuhwerk an und los gehts mit der Bewegung im Freien!

Tipp #3: Sport bringt die Immunzellen auf Zack

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung: Tägliche Bewegung besonders an der frischen Luft fördert deinen Stoffwechsel. Die Verdauung, Entgiftungsprozesse unter anderem in Nieren und Lunge sowie die Schweißdrüsen kommen auf Touren, sodass giftige Substanzen aus dem Körper leichter ausgeschieden werden können. Bewegung in der Sonne regt dazu noch die Vitamin-D-Synthese (Tipp fünf) an und ist eine wunderbare Methode, um Stresshormone (Cortisol) abzubauen. Zudem steht er in einer wechselseitigen Beziehung mit dem Immunsystem:17)

Körperliche Aktivitäten haben nämlich einen ganz wesentlichen Einfluss auf die Verteilung und Funktion wichtiger Lymphozyten (Immunzellen). Versuche mit Mäusen zeigten, dass Adrenalin die Ausbreitung der krebsvernichtenden natürlichen Killerzellen erhöht und das Tumorwachstum kontrolliert.18) Außerdem beweist eine weitere Studie mit Menschen, dass diese Killerzellen durch Sport veränderbar sind.19)

Weitere positive Wirkungen von Sport:20)

  • setzt mehr entzündungshemmende Stoffe frei
  • hemmt die Alterung des Immunsystems
  • fördert die Regeneration von Muskeln, Organen und anderem Gewebe
  • beeinflusst und unterdrückt degenerative Veränderungen des Nervensystems
Eine Frau in Sportkleidung laesst sich ueber einen blauen Fitness-Ball lustlos haengen.

Sei kein Muffel,

sondern lass dich von unserer Gitte motivieren.

beweg dich mehr!

Tipp #4: Schlafen hält gesund – Dornröschen muss es wissen …

… denn sie lebt bis heute! Was allgemein bekannt ist, unterstützen jetzt auch wissenschaftliche Studien: Schlafen stärkt das Immunsystem. Schlafmangel beeinträchtigt dagegen die Funktion der Abwehrzellen, genauer der T-Zellen:

Eine Frau ist ohne Schmerzen aufgewacht, sitzt auf ihrem Bett und streckt sich morgens dem Fenster zugewandt.

Schmerzfrei aufwachen

Reparaturen schlafend in Gang bringen.

Lies diese 6 tipps

Ihre Fähigkeit, sich an andere Zellen zu heften, um a) in alle Winkel deines Körpers gelangen zu können und b) somit Krankheitserreger oder infizierte Zellen zu beseitigen, ist bei Schlaf-Entzug deutlich gemindert. Zudem steigt das Level bestimmter Stress- und Schmerzhormone. Adrenalin und Prostaglandine spielen gerade bei Entzündungsprozessen eine Rolle. So sind drei Stunden Schlaf deutlich zu wenig.21) 22)

Daher unser Tipp: Gönne dir mindestens sechs, besser acht Stunden Schlaf.

In den Ruhephasen und bei Entspannung stockt dein Körper wieder seine Reserven auf, kann sich im Krankheitsfall ganz auf die Abwehr konzentrieren und auch sonstige Heilungsprozesse abschließen. Eine neuere US-Studie belegt sogar: Gerade im Tiefschlaf wird eine Form der Abfallbeseitigung aktiv, die das Gehirn von solchen toxischen Stoffen befreit, die für Alzheimer und andere neurologische Erkrankungen verantwortlich sind.23)

Also wer jetzt nicht in die Schlafkoje will oder kann: Kalte Güsse (siehe Eisbad-Tipp) helfen auch bei Schlaf-Problemen!

Tipp #5: Ernährung – glücklicher Darm, glückliches Leben: Iss so!

Hach, da sind wir im ersten Kapitel so detailliert auf den Darm eingegangen, aber haben die Ernährung noch gar nicht ins Visier genommen. Du fragst dich bestimmt schon: „Wo bleibt diese vor Vitaminen nur so triefende Orange? Das ist es doch, was mir immer alle gegen Erkältung raten: Vitamin C bis zum Abwinken!“ Wir verraten dir jetzt, warum dieses „hohe C“ nur den Bruchteil eines gut funktionierenden Immunsystems ausmacht und was du besser noch alles Nährstoffreiches essen solltest.

Weil Ernährung so ein riesiges Feld ist, die wichtigsten Infos von uns vorab: Ernähre dich

  1. überwiegend pflanzlich und meide tierische Produkte,
  2. nicht ständig, sondern mit mehrstündigen Pausen und
  3. vor allem mit Produkten aus biologischem Anbau.

Kein Fisch, keine Milchprodukte und erst recht kein Fleisch – Warum vegan?

Tierische Lebensmittel schwächen deine Immunabwehr, denn sie

→ liefern dem Organismus kaum Nährstoffe,

→ verweilen bis zu sechs Tage im Verdauungstrakt, hindern ihn an seiner Arbeit und rauben dem Körper auf diese Weise Energie.

→ Außerdem triggern Fleisch, Fisch, Käse & Co. Entzündungen.24)

Vorteile und Effekte pflanzlicher Kost

Dagegen liefert dir die bunte Palette an frischen Früchten, Gemüse, Sprossen, Nüssen, Kräutern und Hülsenfrüchten wertvolle Nährstoffe zur Immunstärkung: Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Eine solche ausgewogene Ernährung bringt ihre Effekte mit sich:

Der Darm braucht maximal 24 Stunden, um alle Nährstoffe aus Pflanzenkost zu absorbieren, was ihn wiederum weniger belastet und dir viel Energie bringt.

Auch bei einer Umstellung von tierischer auf pflanzliche Nahrung stellt sich innerhalb eines Tages bereits das Darmmikrobiom um. Essen im Intervall beschleunigt sogar den Neuaufbau der Darmflora. Die Anzahl der guten, entzündungsheilenden und reparierenden Bakterien nimmt zu, genauso wie die Artenvielfalt.25) 26)

Eine junge Frau hält viel Gemüse in ihren Händen und schaut zufrieden aus

Vegan ganz einfach

Pflanzenkost fördert die Gesundheit.

So gehts!

Zu diesen Ergebnissen kommen zahlreiche Studien: Eine mindestens vegetarische Kost mit wenig Fett verbessert die Darmflora, senkt das Körpergewicht und kann sogar das Leben verlängern!27) 28)

Merke: Gerade Ballaststoffe sind ideales Futter für deine Darmbakterien! Im Besonderen gewonnen aus Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten stärken sie die Darmflora. Dann arbeitet dein Abwehrsystem umso besser.

Neben Ballaststoffen und komplexen Kohlenhydraten stehen an Vitaminen die der Gruppen D, E und natürlich C im Fokus der Immunstärkung:

  • Das durch Sonnenlicht in Eigensynthese gebildete Vitamin D3 schützt dich vor Knochenkrankheiten und senkt das Risiko für Dickdarmkrebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu geht man davon aus, dass es bei Diabetes, Demenz sowie MS eine Rolle spielt. Pflanzliches Vitamin D erhältst du unter anderem mit dem Verzehr von Pilzen. Früherkennung ist Vorsorge: Anzeichen für einen Vitamin-D-Mangel solltest du im Blick haben.
  • An einem Strang ziehen die E- und C-Vitamine. Diese bedeutendsten Antioxidantien kämpfen gegen freie Radikale im Körper. Das sind Stoffwechsel-Produkte („Abfallstoffe“), die großen Schaden an deinen Körperzellen anrichten, somit Krankheiten fördern und den Alterungsprozess beschleunigen können. Nicht umsonst nahm daher James Cook Sauerkraut in Massen mit auf seine Schiffsreisen. Das darin – sowie in Zitrusfrüchten – enthaltene Vitamin C schützte ihn und seine Mannschaft vor der Vitaminmangelkrankheit Skorbut. Denn Vitamin C ist grundlegend für die Zahngesundheit, Neubildung von Knochen und Knorpel, Narbenbildung sowie Wundheilung.
  • Nüsseknacken ist nicht nur gut für die Muckis, sondern auch gegen Schwermetalle, Medikamente und Luftschadstoffe. In Nüssen, Samen und Ölen befinden sich E-Vitamine, die zudem die für die Stimulanz, also Aktivierung und Stärkung des Immunsystems wichtigen Carotinoide schützen. Der bekannteste Vertreter dieses sekundären Pflanzenstoffs ist das Beta-Carotin. Du kennst es mit Sicherheit aus der Karotte und anderen quietsche gelb-orangen Lebensmitteln wie Paprika oder Aprikosen.

Hand in Hand mit den Vitaminen gehen viele Spurenelemente.

  • So schützen Vitamin E und das Spurenelement Selen gemeinsam die Zellen vor oxidativen Schäden. Das entlastet auch dein Immunsystem. Der Selengehalt in pflanzlichen Lebensmitteln hängt vom Nährstoffgehalt des Bodens ab. Potenziell reich an Selen kann Zwiebel- sowie Kohlgemüse sein. Spitzenreiter im Selen-Gehalt sind allerdings Nüsse (insbesondere die Paranuss), Samen und Pilze (vor allem Steinpilze).
  • Ein erhöhtes Risiko für Infekte, eine gestörte Wundheilung und schwache Immunität können auch auf einen Zink-Mangel zurückzuführen sein. Deutlich hoch liegt der Gehalt an Zink in Vollkornprodukten, da es in den Randschichten des Getreidekorns sitzt, sowie in Ölsaaten wie Kürbiskernen und Leinsamen.
  • Und auch Eisen sowie Kupfer sind wichtige Spurenelemente für deine Immunabwehr. Tierisches Eisen ist in seiner Form dem Körper leichter verfügbar als das Eisen aus pflanzlicher Nahrung. Aber Vitamin C ist ein Förderer der Eisenaufnahme. Daher sollten pflanzliche, eisenhaltige Lebensmittel mit Obst und Gemüse kombiniert werden, das Vitamin C enthält. Eisen bekommst du zum Beispiel über Sesamsamen und Haferflocken. Lust auf ein fruchtiges Porridge? Das bietet sich ja jetzt an.
  • Eine der vielen Funktionen von Kupfer ist die als Antioxidans. Es wirkt zellschützend und ist weiterhin für die Bildung von Melanin verantwortlich. Das sorgt für die Pigmentierung der Haut. Und die Haut ist schließlich eine Barriere zum Schutz vor Bakterien und Pilzen. Melanin als ein klebriges Element kann diese Mikroben abfangen. Kupfer bekommst du wunderbar über Vollgetreide oder rohen Kakao.

Kürbiskerne, Karotten, Weißkohl, Hafer & Co. findest du auch in unserer kostenfreien Liste an Superfoods und noch viel mehr heim(l)ische Immun-Booster. Warum heimlich? Von einigen heimischen Lebensmitteln wie der Hagebutte hättest du bestimmt nicht gedacht, dass sie bei Weitem mehr Nährstoffe enthalten als ihr exotisches Pendant!

Liste heim(l)ischer Superfoods zur Immunstärkung kostenfrei bekommen!

Biologisch angebaute Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel – Darum solltest du sie zu dir nehmen!

Vitamin-Präparate, um Nährstoffe zu supplementieren, ist in der Fachwelt heiß diskutiert. Doch dem liegt meist zugrunde, dass viele handelsübliche Nahrungsergänzungsmittel eine schlechte Zusammensetzung an minderwertigen und nicht aktivierten Rohstoffen aufweisen. Ebenso sind die Dosierungs-Angaben aus medizinischer Sicht meist inkorrekt.

Auf einem grünen Hintergrund liegt ein Gläschen mit Vitamin D Präparaten. Einige fallen durch die Öffnung und liegen verbreitet da.

Wir liefern dir darum sechs Gründe für die Einnahme von hochwertigen Bio-Präparaten:

  1. Konventioneller Anbau mit Pestiziden und Düngemittel,
  2. Schadstoffe in der Umwelt (Ozon),
  3. die industrielle Weiterverarbeitung,
  4. der Transport und die Lagerung sowie
  5. die oftmals zu heiße, fettige und zuckerreiche Zubereitung

belasten die Nahrung und rauben ihr die wertvollen Nährstoffe. Das kostet dich zunehmend Mineralien, Vitamine und Spurenelemente!

Speziell zum Vitamin D muss sogar gesagt werden – und damit sind wir beim sechsten Grund –, dass es von der Sonne zwar am besten gebildet wird. Allerdings halten sich viele Menschen aufgrund von Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie geografischer Lage zu bestimmten Jahreszeiten viel zu wenig im Sonnenlicht auf. Vitamin D kann sich nicht ausreichend bilden, weshalb eine Supplementierung von Vitamin D3 zusammen mit K2 ratsam ist. Denn Vitamin K2 macht Vitamin D3 für den Körper erst nutzbar.

In einer aktivierten Form und der richtigen Dosierung bei einer regelmäßigen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kannst du deinem Organismus durchaus etwas Gutes tun und deine Abwehrkräfte stärken.

Immunsystem stärken mit Superfood aus der Heimat

Wusstest du, dass heimischer Sanddorn 6-mal mehr Vitamin C liefert als Orangen? Bekomme eine Liste solcher heim(l)ischen Superfoods und zwei Immun-Booster-Rezepte on top – ganz kostenfrei!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

2.2 Alles, was schlecht ist für dein Immunsystem: die Don´ts

→ Warum für Raucher scheinbar harmlose Infektionskrankheiten öfter als für Nicht-Raucher tödlich verlaufen,

→ Medikamente dein mikrobisches Immunsystem im Darm nur belasten,

→ Stress Infekte verbreitet und

→ Alkohol die Immunzellen unterdrückt,

erfährst du hier!

Tipp #6: Finger weg vom Alkohol

In kleinen Mengen ja und auch nur zu besonderen Anlässen, ansonsten nein – so sollte es sein. Alkohol ist und bleibt ein Genuss-Mittel allen „ein-Glas-Rotwein-am-Tag-Befürwortern“ zum Trotz. Die vermeintlich gesundheitsfördernde Wirkung geht nämlich in Wirklichkeit auf den sekundären Pflanzenstoff Resveratrol zurück – Pflanzen, da haben wir es wieder (Ernährungs-Tipp)! Der Stoff zählt zu den Antioxidantien und ist ideal für die Immunstärkung. Das gelingt dir genauso gut mit Traubensaft, Traubenkernöl oder einfachen roten Trauben, die jede Menge Vitamine und Mineralstoffe extra liefern.

Trink mehr Flüssigkeiten wie Wasser und Tee über den Tag verteilt! Das hält auch deine Schleimhäute schön feucht und Tees mit Heilpflanzen wie Salbei, Efeu oder Hagebutte verleihen deinem Körper extra Stärkung gegen Erkältungsviren und sonstige Erreger.

Überhöhter Alkoholkonsum hat Folgen für die eigene Gesundheit und das Sozialverhalten. Es richtet vor allem in Leber, den Bauchspeicheldrüsen und im Herzmuskel große Schäden an. Wenn die Leber nämlich damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen, ist – Studien zufolge – dein Körper daran gehindert, T-Helferzellen zu produzieren. Diese Zellen sind jedoch wichtig, denn sie helfen dem Immunsystem beim Erkennen körperfremder Organismen und rufen entsprechende Immunreaktionen hervor. Du verstehst die Misere? Können Krankheitserreger nicht erkannt werden, gibts auch keine Antwort unseres Immunsystems. Erreger, Bakterien, Viren können sich ungehindert ans schädigende Werk begeben.

Des Weiteren fungiert Alkohol als Lösungs- und Transportmittel für krebserregende Stoffe wie sie im Zigarettenrauch enthalten sind. Es drohen Tumore in Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre sowie Leber!

Eine Comicleber hat eine Zigarette im Mund, eine Bierflasche in der einen und einen Burger in der anderen Hand. Sie sieht braun und krank aus, guckt müde und unglücklich

Das liebt deine Leber!

Leber entgiften ist nicht schwer.

Ran an den ... äh die Leber!

Tipp #7: Besser nicht – Rauchen

Es gibt auch die giftigen sekundären Pflanzenstoffe wie das Nikotin. Das Rauchen von Tabak fördert nämlich Krebs – Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs zum Beispiel! Das ist längst erwiesen, aber viel leichter können Raucher im Gegensatz zu Nicht-Rauchern an Infekten, Entzündungen oder Atemwegsproblemen (zum Beispiel Grippe, Pneunomie oder chronische Bronchitis) erkranken.29) Der Grund: Der blaue Dunst schwächt das Immunsystem, weil er die Funktion der Schleimhäute, gerade die der dazugehörigen Flimmerhärchen erheblich stört.

Du erinnerst dich an den Anfang dieses Artikels? Wie auf einem Förderband transportieren diese feinen Härchen im gesunden Zustand wellenartig den Schleim samt der „kleben gebliebenen“ Bakterien, Viren und anderen Fremdpartikel aus deinen Atemwegen.

Dieses System kommt allerdings bei Rauchern zum Erliegen – und das für sieben bis acht Stunden pro Zigarette! Die Schadstoffe des Zigarettenrauchs können die Flimmerhärchen sogar komplett zerstören. Das Dilemma: Krankheitserreger haben quasi freie Bahn in das Körper-Innere und die Immunantwort ist:

*Hust, räusper, ächz* – starker Raucher-Husten! Der grüßt ja so manch einen (Bett-)Nachbarn, wenn der Morgen graut. Denn nachts konnte das Reinigungs-System der Atemwege wieder hochfahren und die Bronchien vermehrt Schleim bilden, um die Fremdstoffe abzufangen. Der teils heftige bronchiale Husten unterstützt dabei, den schadstoffbelasteten Schleim abzutransportieren und ersetzt quasi die Funktion gestörter Flimmerhärchen – übrigens auch bei grippalen Infekten.

Husten ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Körper die Schadstoffe entsorgen will. Ein Warnsignal ist er dennoch – spätestens wenn Atemnot herrscht!

Eine wirklich gute Nachricht ist, dass sich die Flimmerhärchen erholen können. Besser ist es jedoch, Glimmstängel, Shisha & Co. nicht eines Zuges zu würdigen. Denn nicht selten können „harmlose“ Infekte, die eigentlich gut behandelbar sind, bei Rauchern tödlich verlaufen.

Tipp #8: Kein Muss – dieser Stress

Das Immunsystem begreifen wir in erster Linie als etwas Körperliches. Doch schon die Tatsache, dass Darm und Hirn eine Verbindung haben, legt den Gedanken nahe, dass die Psyche das Immunsystem schwächen kann. Und zwar dann, wenn Stress herrscht! Belegen dürfte dies das Verhalten, das Menschen bei Stress dazu geneigt sind, mehr und vor allem ungesünder zu essen.

Chronischer Stress beeinträchtig nämlich den Stoffwechsel. Er führt dazu, dass Stresshormone wie Noradrenalin und Cortisol Zellverbindungen lösen, damit der Körper während einer „Bedrohung“ mehr Energie aufnehmen kann. Gleichzeitig läuft die Zellteilung für Heilungsprozesse aber langsamer ab und Infekte verbreiten sich schneller. Doppelt schlecht ist das, wenn ein ungesundes Ernährungsverhalten auch noch die Fäulnisbakterien statt der guten im Darm fördert.

Daher versuchs doch mal mit ein bisschen mehr Entspannung (Tipp vier), Bewegung (Tipp drei) und Pranayama: Das ist eine Entspannungstechnik aus dem Yoga, bei dem sich Atem und Geist durch eine kontrollierte Atmung verbinden. Das ruft die Stresshormone zurück, bringt dir Ruhe und ermöglicht dir, die Dinge neutraler zu betrachten, was dich im Übrigen wiederum effizienter arbeiten lässt!

Tipp #9: Schnelle Hilfe mit Medikamenten?!

Bloß nicht. Die erste Wahl sollten Medikamente nie sein, weil sie nämlich die Darmbakterien angreifen und die Produktion der Fäulnisbakterien ankurbeln. Und du erinnerst dich: 80 Prozent des Immunsystems sitzen im Darm!

So nahmen Forscher aus Heidelberg 2018 über eintausend Medikamente unter die Lupe – darunter Medizin gegen Sodbrennen, Magenschleimhautentzündungen sowie Antipsychotika –, von denen fast ein Viertel das Wachstum der Bakterienstämme hemmt.30) Deutlich stärker von Nachteil ist die Einnahme von Antibiotika. Diese Mittel können sogar einige Bakterienarten für immer auslöschen und Resistenzen hervorrufen, sodass gegen manche Krankheitserreger nur schwer was auszurichten ist.31)

Eine Frau hält eine Tasse in der Hand, daneben ein Schriftzug.

Detox kurz erklärt

Warum es notwendig sein kann.

Detox-Tipps abstauben!

Dagegen ist roher Knoblauch wie in Tzatziki oder Hummus ein natürliches Antibiotikum und bietet dir jede Menge Antioxidantien, die ganz tolle Effekte gegen Erkältungsviren mit sich bringen!

Medikamente sind biochemische Eingriffe in den menschlichen Körper, die ihn beim Heilen und Regenerieren stören und im schlimmsten Fall Warnsignale blockieren. Schmerzen und viele Krankheiten sind oftmals Ausdruck von zu wenig Bewegung und eines falschen Ernährungsverhaltens.

Dabei wissen wir: Die Nahrung hat mit Sicherheit den größten Einfluss auf den Darm und somit auf die Gesundheit. Aber der Körper ist gerade durch die moderne, hochverarbeitete Nahrung zunehmend Fremdstoffen ausgesetzt, die er aus der Evolution kaum kennt: Zu viel Fett, Zucker, Alkohol, Fertigprodukte, Medikamente und sonstige Umwelteinflüsse drohen dem Darm-Organismus mit einer Dysbiose, einem Ungleichgewicht des Mikrobioms.

Das kann zu Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien und ernst zunehmende Erkrankungen wie Schuppenflechten, Asthma, Rheuma, Parkinson, Multiple Sklerose, Diabetes oder Darmkrebs führen. Es handelt sich um Zivilisationskrankheiten, auf die der Körper mit Überreaktionen und Autoimmunerkrankungen reagiert.

Wir wagen nicht zu behaupten, dass allein eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung den Krebs heilt. Allerdings sind sie erwiesenermaßen ein großer Faktor der Medizin und haben eine große Bedeutung für die Genesung.

Lieber solltest du also zuerst zu natürlichen Mitteln greifen, um dein Immunsystem zu unterstützen und im Krankheitsfall, wenn Heilpflanzen, Bettruhe, Sonnenlicht und Zitrusfrüchte nicht mehr helfen, in die Apotheke oder zum Arzt gehen.

Quellen & Studien [+]

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