Fersensporn – Wenn jeder Schritt zur Qual wird

Fußsohle mit Fokus auf den Fuszehen

Fersensporn

Wie sie ihn schnell wieder loswerden

Er stört bei jedem Schritt, macht das Laufen und erst recht das Joggen zu einer äußerst schmerzhaften Angelegenheit und scheint nur schwer behandelbar. Nach der gängigen Vorgehensweise wird meist zunächst mit Schmerzmitteln versucht, das Geschehen in den Griff zu bekommen. Fruchten alle Therapieversuche nicht, ist inzwischen auf dem Röntgenbild sogar eine Knochenspitze zu erkennen und wird er immer schmerzhafter, wissen sich die meisten nicht mehr zu helfen.

Da die Knochenspitze für das schmerzende Übel gehalten wird, tritt irgendwann der rettende orthopädische Schuhmacher auf den Plan und leistet seinen Einsatz. Er fertigt eine Einlage aus Leder an, in die an der Stelle des Schmerzes ein Loch eingearbeitet ist. Dadurch, dass der Sporn nun keinen Bodenkontakt beim Laufen mehr hat, ist das Auftreten deutlich weniger schmerzhaft. Hilft auch das nicht richtig, wird Ihnen eine Cortisonspritze empfohlen oder gar eine Operation vorgeschlagen, bei der der scheinbare Übeltäter entfernt werden soll. Auch wenn die vorläufige Schmerzreduzierung der „Lösung“ mittels Schuheinlage zunächst Recht gibt – ist das nicht peinlich? Wir, die wir über eine solch hoch entwickelte Medizin verfügen, hängen einen Fersensporn in die Luft damit er weniger schmerzt? Und schließlich operieren wir die Fehlentwicklung einfach weg ohne die Frage zu stellen warum sich der Sporn bildete? Nur durch die Beantwortung dieser Frage ist eine ursächliche Therapie möglich.

Auch beim Fersensporn haben wir es wieder mit einer muskulär-faszialen Fehlentwicklung zu tun. Das unfunktionelle Laufen auf ausschließlich ebenen Böden, in Schuhen die den Fuß in seiner natürlichen Beweglichkeit einschränken, auf Absätzen die die Arbeitswinkel unphysiologisch verändern und durch ganztägiges Sitzen, das unsere Füße konsequent unterfordert, verändern sich die Strukturen im Fuß. Dadurch verliert er sein muskeldynamisches Gleichgewicht. Der Zug auf Sehnen, die am Fersenbein ansetzen wird er so groß, dass die Knochenhaut stellenweise vom Knochen weg gezogen wird. Der Körper passt sich der Überlastungssituation an, indem er Osteoblasten, das sind Knochen bildende Zellen, in den Hohlraum einwandern lässt. Dadurch bildet sich die Knochenspitze, der Sporn. Er ist aber nur das Symptom der zu hohen muskulär-faszialen Zugspannung. Mit dem Schmerz hat er nur indirekt zu tun. Dieser entsteht, weil die freien Nervenenden vom Gehirn als Alarmschmerzrezeptoren geschaltet werden und dadurch extrem druckschmerzempfindlich werden.

Löscht man die überhöhten Spannungen der am Fersensporn beteiligten Muskeln im Gehirn mittels der rasch wirkenden Osteopressur, einem speziell dafür entwickelten manualtherapeutischen Verfahren, verschwindet der Schmerz. Trainiert man anschließend mittels passender Engpassdehnungen die Bewegungsprogramme im Gehirn wieder auf gesund bleiben die Alarmschmerzrezeptoren in der Knochenhaut des Sporns berührungsunempfindlich und damit schmerzfrei.

TIPP: Umfassen Sie mit beiden Händen Zehen und Spann und ziehen Sie den Vorfuß bei möglichst gestrecktem Bein dehnend in Richtung Knie. Schon durch diese kleine Vorübung lässt der Schmerz des Fersensporns meist nach.

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