Internationale Studie

Kniearthrose:
Gut therapierbar ohne OP

Um was ging es in dieser Studie?

Fälle von Kniegelenksarthrose werden auch in Zukunft weiter steigen. Da die vorhandenen Operationskapazitäten bei weitem nicht ausreichen werden, untersuchten Wissenschaftler in den USA  konservative (nicht operative) Alternativen.

Im Shelbourne-Kniezentrum lagen bereits Erkenntnisse vor, dass bei der Verbesserung des Bewegungsumfangs am Kniegelenk auch Schmerzen so weit reduziert werden konnten, dass Operationen nicht mehr notwendig waren.

In denjenigen Fällen, in denen dennoch eine Operation unvermeidbar war, führte eine bessere Beweglichkeit vor einer Knieprothese zu einer besseren Beweglichkeit nach der Operation. Zudem waren die Patienten zufriedener mit dem Ergebnis.

Auf dieser Basis wurden in der vorliegenden Studie mehr als 400 Patienten, die für eine Knieprothese vorgesehen waren, nach einem konservativen Therapieschema behandelt. Dieses zielte auf eine Verbesserung des Bewegungsumfangs im Knie ab.  Dabei wurde besonderer Wert auf Streckung, Beugung und Kräftigung gelegt. Die Patienten wurden engmaschig betreut und führten ihre Übungen täglich zuhause durch.

Das Ergebnis: Bei 76 Prozent der Patienten war die ursprünglich geplante Knieprothese nicht mehr notwendig.

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Die wichtigsten Ergebnisse

Veröffentlichung

Benner RW, Shelbourne KD, Bauman SN, Norris A, Gray T. „Knee Osteoarthritis: Alternative Range of Motion Treatment.“, in: Orthop Clin North Am. (2019) 50(4):425-432. Externer Link Icon

Was bedeutet das für die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht?

Ein wissenschaftliches Team um den international renommierten Prof. K. Donald Shelbourne stellte in dieser Studie die Wirksamkeit eines konservativen Therapieschemas bei Kniearthrose unter Beweis. Das Therapieprogramm entsprach einem Ansatz der klassischen Physiotherapie, der im Shelbourne-Kniezentrum bereits für die Vor- und Nachbereitung von Operationen genutzt wurde. Das Übungsprogramm war auf die Verbesserung des Bewegungsumfangs der Gelenke (ROM=range of motion) ausgerichtet, konnte innerhalb der Studie aber auch Schmerzen so weit reduzieren, dass geplante Operationen am Knie nicht mehr notwendig waren. Dieser Wirkungszusammenhang überrascht uns nicht:

In der langjährigen Behandlungspraxis von Liebscher & Bracht und zahlreicher in der Schmerztherapie ausgebildeter Therapeuten konnten wir solche Befunde ebenfalls beobachten.

Mehr noch: Die Liebscher & Bracht Therapie zielt in wirkungsoptimierter Form auf diejenigen Faktoren, die in dieser Studie eine große Rolle gespielt haben:

  • gezielte Dehnung,
  • spezielle Kräftigung und
  • die Verbesserung des Bewegungsumfangs der Gelenke.

Dabei stehen der Rückgang von Schmerzen und die Wiedererlangung besserer Gelenkfunktionen im Vordergrund..

Was bedeutet das für Schmerzpatienten?

Die oben genannten Therapiebestandteile wenden wir in einer standardisierten Abfolge an. Sie kann in drei Schritten systematisch

  • Engpässe passiv „aufdehnen“,
  • über Gegenspannung für eine Kräftigung im endgradigen Bereich sorgen und
  • aktives Dehnen und Ansteuern trainieren, um die neuen Bewegungsmuster auch nerval zu festigen.

Salzburger Kniestudie mit ähnlichen Ergebnissen

Die von uns am Unfallkinikum Salzburg durchgeführte Kniestudie folgt weitgehend dem erprobten Schema der Shelbourne-Untersuchung: Patienten mit möglichem Operationsbedarf wurden konservativ behandelt, während sie auf ihre Schmerzen und Operationsbedürftigkeit hin untersucht wurden. Die Ergebnisse waren vergleichbar. Die Liebscher & Bracht Therapie scheint also ähnliche Ergebnisse zu bewirken wie diejenigen, die hier beobachtet wurden:

Engpassdehnungen erweitern den Bewegungsumfang der Gelenke und kräftigen gezielt die Muskulatur. Anders als beim isometrischen Krafttraining wird dabei die Spannung der Muskeln nicht zusätzlich erhöht. Zugleich übt der Patient die Ansteuerung der neu gewonnenen Bewegungswinkel ein.

Über die in der Studie beobachteten Wirkungen hinaus kann häufig durch die Osteopressur, die von Zertifizierten Liebscher & Bracht-Therapeuten angewandt wird, kurzfristig eine deutliche Reduktion der Schmerzen erreicht werden. Des Weiteren führt sie zu einer Verbesserung der Beweglichkeit, die es Patienten mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit ermöglichen kann, die Übungen überhaupt oder mit verbesserter Intensität durchzuführen. Die Ergebnisse dieser Studie, die im Wesentlichen in der Bestätigung konservativer Bewegungstherapien als wirksame Alternative zu Operationen liegt, unterstreichen letztendlich die Wirkungsweise unserer ROM(range of motion)-basierten Therapie in Bezug auf Gelenke. Ausprobieren kannst du diese Therapie gerne jetzt direkt. In unserem Schmerzlexikon-Artikel zum Thema Kniegelenksarthrose liest du alles Wichtige, bekommst viele praktische Tipps und findest die passenden Übungen gegen deine Arthrose-Schmerzen.

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