Arthrose – was hilft gegen Knorpelverschleiß und Schmerzen?

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

Bestseller-Autor & Schmerzspezialist

Geprüft von: Dr. med. Egbert Ritter  Geprüft von: Dr. med. Egbert Ritter

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Stell dir vor, du könntest wieder schmerzfrei laufen, Dinge hochheben und hättest richtig Kraft in den Händen. Wenn eines deiner Gelenke von Arthrose betroffen ist, dann wünschst du dir wahrscheinlich nichts mehr als das – und Millionen Menschen teilen diesen Wunsch.

Arthrose ist in Deutschland und weltweit die häufigste degenerative Gelenkerkrankung. Degenerativ bedeutet, dass das Gewebe zunehmend verschleißt oder abgebaut wird. Neben der verringerten Lebensqualität der Betroffenen ist sie für das Gesundheitswesen ein enormer Kostenfaktor. Doch noch immer sind die Ursachen von Arthrose größtenteils ungeklärt.1) Die Wissenschaft kennt lediglich mehrere Faktoren, die den Gelenkverschleiß begünstigen. Insgesamt ist es vor allem eine erhöhte Belastung im Gelenk, die mit der Zeit zum Knorpelabbau führt. Woher die Belastung kommt, bleibt ein Rätsel, wenn nicht gerade eine Verletzung oder eine angeborene Fehlstellung vorliegen. Viele glauben, dass der Gelenkverschleiß und die zunehmenden Schmerzen langfristig nicht aufzuhalten und eine normale Begleiterscheinung des Alters wären.

Allerdings wissen wir dank unserer jahrzehntelangen Erfahrung mit Schmerzpatienten, die Arthrose haben, dass die Beschwerden unabhängig von der Arthrose langfristig gestoppt werden können. Studien zeigen außerdem, dass das Knorpelgewebe von Arthrose-Patienten im Spätstadium unter bestimmten Bedingungen wieder nachwächst.

Wir verraten dir in diesem Artikel:

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller-Autor & Schmerzspezialist

Ein weißer Haken ist in einem khaki-farbenen Schild zu sehen.

Medizinische Prüfung: Dr. med. Egbert Ritter

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Zwei alte Personen gehen einen sonnigen Weg zwischen Bäumen entlang. Die eine Person trägt einen hellblauen Rock und hat einen Gehstock in der Hand. Die andere Person trägt eine hellgrüne Hose. Beide haben weiße Haare. Um sie herum sind sehr viele Bäume und Sträucher, die vereinzelt Schatten auf den Weg werfen.

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1. Arthrose ist heilbar


Kurz & Knapp

  • Die herkömmliche Auffassung besagt: Arthrose ist unaufhaltsam. Als Analogie dienen oft Verschleißteile an Maschinen, die – genau wie ein Gelenk – irgendwann gewechselt werden müssen.
  • Doch Knorpelgewebe ist kein totes Material, sondern enthält lebendige Zellen und kann sich ernähren: Durch einen Wechsel an Druck und Entlastung saugt sich das Gewebe per Diffusion mit Nährstoffen voll. Im Gegensatz zu Verschleißteilen sollte man Gelenke also auf keinen Fall schonen und ruhig stellen.
  • Gängige Behandlungsmethoden bekämpfen lediglich Symptome und zögern den Einsatz von Kunstgelenken möglichst lange hinaus.
  • Ein niederländisches Forscherteam hat mithilfe einer Kniedistraktion (Auseinanderziehen des Gelenkspalts) Knorpel bei Arthrose-Patienten im Spätstadium nachwachsen lassen. Das zeigt, dass der Knorpelabbau gestoppt werden kann.

1.1 Arthrose gilt als unaufhaltsam

Aufgrund von Gelenkschmerzen oder entzündlichen Gelenkschwellungen (Gelenkerguss) gehen die meisten Arthrose-Patienten irgendwann zum Arzt. Der macht üblicherweise ein Röntgenbild:2) Dabei durchdringen Röntgenstrahlen weiches Gewebe, zum Beispiel Knorpel, und hinterlassen dunkle Stellen auf dem Bild. Knochen halten die Strahlung stärker ab und sehen deshalb weiß aus. So kann der Zustand des Skeletts sichtbar gemacht werden und aus dem Abstand der zwei gelenkbildenden Knochen schließen Ärzte auf die Dicke des Knorpels. Stehen die Knochen eng aufeinander, ist die Diagnose klar: Arthrose. In der Regel folgen Physiotherapie, orthopädische Hilfsmittel, die Einnahme immer stärkerer Schmerzmittel, gelenkerhaltende Operationen und schließlich der künstliche Gelenkersatz (Endoprothese). Dieser Weg beruht auf der Annahme, dass Knorpel nicht nachwachsen kann und Arthrose somit unaufhaltsam ist. Zum Teil gehen mit diesen Behandlungen erhebliche Risiken und Nebenwirkungen einher.

2020 gehörte der Einsatz von endoprothetischen Hüft- und Kniegelenken zu den häufigsten operativen Eingriffen in Deutschland3) – und das ist ein Eingriff, der nie wieder rückgängig gemacht werden kann. Immer wieder kommt es zu bakteriellen Infektionen4) und Wundheilungsstörungen. Mehr als die Hälfte der Patienten mit künstlichem Hüftersatz geben außerdem an, ein halbes Jahr nach dem Eingriff immer noch nicht schmerzfrei zu sein.5)  Deshalb empfehlen auch offizielle Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie zur Knie- und Hüftarthrose, vor einer gelenkersetzenden Operation alle anderen Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Tatsächlich zeigt eine Metastudie aus England, dass viele operative Verfahren durchgeführt werden, obwohl es keine Evidenz gibt, dass sie bessere Resultate ergeben als andere Maßnahmen.6)

Zwei Ärztinnen arbeiten im Operationssaal. Sie tragen Mund-Nasen-Bedeckungen und Kopfbedeckungen. Von oben erleuchten zwei große Lampen den Operationstisch, der hinter einem grünen Tuch verborgen ist. Alles in dem Raum ist in grünlichen Farben gestaltet.

© Vidal Balielo Jr. | Pexels

In Kapitel vier gehen wir ausführlich auf die Entstehung von Arthrose und auf den Stellenwert von Muskeln und Faszien in diesem Zusammenhang ein. Dort erfährst du, dass deine vermeintlichen Arthrose-Schmerzen mit dem Knorpelabrieb selbst nichts zu tun haben. Wichtig festzuhalten ist an dieser Stelle: Die Auffassung, dass Knorpelverschleiß und Schmerzen eine normale und unvermeidbare Begleiterscheinung des Alters wären, ist falsch. Der menschliche Körper ist ein lebendiger Organismus mit erstaunlichen Reparaturmechanismen. Wer Muskeln und Faszien bis ins hohe Alter flexibel und geschmeidig hält, kann schmerzfrei leben. Liebscher & Bracht hat auf dieser Basis eine Therapie entwickelt, die ohne Medikamente und Operationen auskommt.

Wir empfehlen dir deshalb, vor dem Einsatz des Kunstgelenks unsere Therapie wenigstens einmal auszuprobieren. Die Entscheidung für einen künstlichen Gelenkersatz kannst du danach immer noch treffen.

1.2 Knorpelwachstum macht das Heilen von Arthrose möglich

Knorpel kann nachwachsen

  • Der elastische Gelenkknorpel ermöglicht eine fließende Bewegung der zwei gelenkbildenden Knochen und hat zusätzlich eine Pufferfunktion.
  • Da Knorpel nicht durchblutet ist, ernährt er sich über die Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit, Gelenkschmiere) durch Diffusion: Druck presst Flüssigkeit aus der Knorpelschicht hinaus und Entlastung lässt frische Flüssigkeit nachfließen. So saugt sich der Knorpel mit Nährstoffen voll.
  • Wer unter Arthrose leidet, hat dauerhaft eine Überlastung in den Gelenken, sodass der Knorpel keine Chance zur Regeneration bekommt. Das erzeugt eine Abwärtsspirale. Bewegungen tun weh, weshalb Betroffene sie vermeiden. Das Schonen oder Ruhigstellen der Gelenke lässt den Knorpel allerdings noch schneller verkümmern, weil er sich nicht über den Wechsel von Be- und Entlastung ernähren kann. Das Ergebnis: Die Arthrose schreitet weiter voran.
  • Das Schwammprinzip der Knorpelernährung nutzten Forscher 2011 an der Universität Utrecht. Sie befestigten für acht Wochen ein Metallgestell am Knie von Patienten mit Kniearthrose im Spätstadium. Eine Feder vergrößerte (entlastete) den Gelenkspalt des betroffenen Knies um wenige Millimeter. Dieses operative Verfahren nennt man Kniedistraktion. Schon nach acht Wochen stellte das Forscherteam eine Regeneration des Knorpels und eine Schmerzlinderung fest.7)
  • Auch nach fünf Jahren haben fast alle Teilnehmer der Studie noch immer eine dickere Knorpelschicht als vor dem Experiment.8)

Die Studie von 2011 liefert eine wichtige Erkenntnis: Der Körper kann Knorpelschäden auf natürliche Weise selbstständig reparieren.

Eine Spreizung des Gelenkspalts reduziert den Druck im Gelenk und gibt der Knorpelmasse genug Platz, um zu wachsen. Zu den Nebenwirkungen gehören allerdings – wie bei jeder Operation – Infektionen. Es ist außerdem nicht die schönste Vorstellung, acht Wochen mit einem fixierten Metallgestell am Knie umherzulaufen. Die Therapie nach Liebscher & Bracht ermöglicht auf andere, völlig nebenwirkungsfreie Weise eine Entlastung der Gelenke, weil sie bei der Ursache der Überlastung ansetzt.

Wenn du jetzt direkt wissen möchtest, wie Arthrose entsteht, kannst du dir unser Video anschauen. Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht erklärt dort die enorme Wirkung von Faszien und Muskulatur auf Gelenke und welche Möglichkeiten es gibt, sowohl die Beschwerden als auch den Gelenkverschleiß aufzuhalten. Im Kapitel zur Behandlung erklären wir die Bestandteile unserer Therapie noch mal ausführlich.

2. Welches Gelenk ist von Arthrose betroffen?


Arthrose kann an unterschiedlichen Gelenken – manchmal auch an mehreren gleichzeitig – auftreten. In Deutschland sind die am häufigsten betroffenen Gelenke das Hüftgelenk und das Kniegelenk. Wir haben dir in diesem Kapitel Informationen für die typischsten Arthrosen zusammengestellt. Du findest jeweils einen Link zu unseren spezifischen Schmerzlexikon-Artikeln und einen kostenfreien Ratgeber mit Übungen zum Download. So kannst du dich gezielt informieren und direkt aktiv werden, falls du eine Gelenkerkrankung bei dir vermutest oder sogar schon eine Diagnose hast.

2.1 Arthrose im Knie (Gonarthrose)

Arthrose im Kniegelenk (Gonarthrose) ist die häufigste Gelenkerkrankung in Deutschland. Meistens leiden Betroffene zunächst unter Belastungsschmerzen beim Treppensteigen oder Wandern. Erst im fortgeschrittenen Stadium treten die Beschwerden auch in Phasen der Ruhe oder nachts auf. Im Kniegelenk sind streng genommen zwei Gelenke: das große Gelenk, das Unterschenkel und Oberschenkel verbindet und das kleinere Kniescheibengelenk zwischen Oberschenkelknochen und Kniescheibe. Beide Gelenke können von Arthrose betroffen sein.

Hauptursache für Kniearthrose ist das Sitzen und Bewegungsmangel.9) 10) Die Muskulatur samt Faszien in den Beinen werden bei einem sitzenden Lebensstil mit der Zeit immer unnachgiebiger, wenn nicht gezielt dagegen gearbeitet wird. Der Wadenmuskel und der vordere Oberschenkelmuskel (Quadrizeps) ziehen von hinten und von vorne am Kniegelenk und erhöhen den Druck im Gelenkspalt.

Eigentlich hat das komplexe Kniegelenk eine Menge Möglichkeiten, kurzzeitigen Druck abzupuffern: Bänder, Menisken und Schleimbeutel halten die teils enormen Gelenkbelastungen aus. Doch wenn Muskeln und Faszien nicht mehr nachgeben können, zerstört der Druck auf Dauer den Knorpel. Beinfehlstellungen (X- und O-Beine) und Übergewicht gelten als klassische Risikofaktoren.11) In Kapitel fünf gehen wir näher darauf ein, warum das Körpergewicht als alleiniger Faktor keine Rolle spielt.

Noch mehr Informationen zur Entstehung und Behandlung findest du in unserem Schmerzlexikon-Artikel zur Kniearthrose. Für ein paar leichte Übungen kannst du dir den kostenfreien Ratgeber herunterladen.

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2.2 Arthrose im Hüftgelenk (Coxarthrose)

In Deutschland ist Hüftarthrose (Coxarthrose) die zweithäufigste Arthrose. Typischerweise spüren Betroffene im Frühstadium Anlaufschmerzen, die im weiteren Verlauf hartnäckiger werden und schließlich auch in Ruhezeiten auftreten können. Im Endstadium ist die Gelenkfunktion fast vollständig verloren und Laufen wird zur Qual.

Die Beschwerden sind oft unterschiedlich lokalisiert: Mal tut vorne die Leiste weh, mal aber auch das Gesäß oder der untere Rücken. Da im Knorpel keine Schmerzrezeptoren sind, kann der Verschleiß selbst nicht schmerzen.12) Aber durch die zunehmende Unbeweglichkeit rosten Muskulatur und Faszien rund um die Hüftregion geradezu ein. Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, das zahlreiche Bewegungen ermöglicht: Gehen, Hocken, Abspreizen und Rotieren der Beine. All diese Winkel sind für die Ernährung des gesamten Gelenkknorpels in der Hüftpfanne und am Gelenkkopf essenziell. Wer allerdings Schmerzen beim Bewegen hat, vermeidet die Bewegung – das ist die für Arthrose typische Abwärtsspirale.

In unserem Schmerzlexikon-Artikel zur Hüftgelenksarthrose haben wir alle wichtigen Informationen zu Entstehung und Behandlung festgehalten. Die effektivsten Übungen gegen die Schmerzen findest du in unserem kostenfreien Ratgeber zum Download.

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2.3 Arthrose im Sprunggelenk

Obwohl auf dem Sprunggelenk das meiste Körpergewicht lastet, ist die Arthrose im Knöchel im Vergleich zu Knie und Hüfte selten. Das liegt daran, dass dieser Knorpel besonders langlebig und strapazierfähig ist.13) Meistens ist der Knorpelschaden die Folge einer Verletzung durch einen Unfall oder einer Fuß-Fehlstellung.14) und betrifft daher auch eher jüngere, oft sportliche Menschen. Schmerzen direkt nach dem Aufstehen und bei Belastung sowie eine Schwellung des Gelenks sind typische Symptome. Bei schweren Fällen empfehlen Ärzte eine Arthrodese – die operative und unumkehrbare Gelenkversteifung. In unserem kostenfreien Ratgeber zur Sprunggelenksarthrose findest du ein paar effektive Übungen, um ohne Operation eine Schmerzlinderung zu erreichen.

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2.4 Arthrose im Fingergelenk

Die Funktion der Fingergelenke ist vor allem das Greifen: Egal ob wir einen Gegenstand in der Hand halten, zupacken oder auf einer Tastatur tippen – die Finger sind bei fast allen Aktivitäten gekrümmt, sogar im Ruhezustand. Das wäre kein Problem, wenn die Gelenke hin und wieder in eine Streckung gebracht würden, also alle möglichen Gelenkwinkel ausgeschöpft würden. Doch wer dehnt schon aktiv seine Finger? Genau das sollten wir tun, um die einseitige Belastung der Muskulatur auszugleichen. Denn ansonsten kann Arthrose entstehen.

Der Knorpelabbau äußert sich zunächst mit Schwellungen, Rötungen und Kraftlosigkeit in den Fingern. In unserem Schmerzlexikon-Artikel zur Fingerarthrose erfährst du, welche Fingergelenke betroffen sein können. Im kostenfreien Ratgeber zum Download haben wir effektive Übungen gegen die Beschwerden und den Knorpelverschleiß zusammengestellt.

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2.5 Arthrose im Daumen (Rhizarthrose)

In der Hand ist die häufigste Arthrose die Rhizarthrose.15) Dabei ist das Daumensattelgelenk – das Gelenk in unmittelbarer Nähe des Handgelenks – betroffen. Wie die anderen Finger belasten wir den Daumen im Alltag sehr einseitig. Ob Smartphone, Tastatur oder Lenkrad – selten kommt der Daumen in eine Streckung. Durch das ständige Beugen des Daumens in der Greifposition sind Muskulatur und Faszien einseitig belastet und werden zunehmend unflexibler. Vor allem Gamer kennen das Problem: Erst schmerzt der Daumen nur bei Belastung, irgendwann auch in Ruhephasen. Wer diese Alarmschmerzen nicht ernst nimmt, riskiert die Entstehung von Arthrose. Mehr zu Entstehung und zwei effektive Übungen gegen Daumenschmerzen findest du im Schmerzlexikon-Artikel zu Rhizarthrose und in unserem kostenfreien Ratgeber.

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2.6 Arthrose in der Großzehe (Hallux Rigidus)

Wenn der große Zeh bei jedem Abrollen schmerzt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du unter einer Arthrose im Großzehengrundgelenk (Hallux Rigidus) leidest. Vermehrt tritt der Hallux Rigidus bei Menschen ab 40 Jahren auf. Nach dem Hallux Valgus (Ballenzeh) ist die Arthrose die häufigste Erkrankung des großen Zehs.16) Im fortgeschrittenen Stadium ist die Gelenkfunktion eingeschränkt, sodass Betroffene beim Laufen gar nicht mehr abrollen können. Um das zu verhindern, solltest du schon bei leichten Schmerzen reagieren.

Wie bei jeder Arthrose ist eine der Ursachen des Hallux Rigidus Bewegungsmangel im Sinne von Einseitigkeit. Füße kommen, genau wie Hände, heutzutage zu kurz: Fehlendes Barfußlaufen, enge Schuhe und dicke Sohlen führen dazu, dass die vielen Gelenke und Knochen im Fuß nur wenig bewegt und einseitig gefordert werden. Muskulatur und Faszien werden unnachgiebiger, die Gelenke versteifen zunehmend. Mit einfachen Übungen aus unserem Ratgeber kannst du wieder Bewegung in deine Zehengrundgelenke bringen und die Beschwerden beseitigen. Im Schmerzlexikon-Artikel zu Hallux Rigidus haben wir dir außerdem alle wichtigen Informationen zusammengefasst. Arthrose kann nicht nur in der Großzehe vorkommen. In unserem Schmerzlexikon-Artikel zu Arthrose in der Fußwurzel findest mehr Informationen dazu.

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2.7 Arthrose in den Wirbelgelenken (Spondylarthrose)

An der Wirbelsäule können verschiedene degenerative Erkrankungen auftreten. Im vorderen Strang der Wirbelsäule (also dem, der näher am Bauch ist) liegen die Bandscheiben als Puffer zwischen den einzelnen Wirbelkörpern. Diese geleeartigen Schichten ermöglichen vielfältige Bewegungen im Rücken. Bewegungsmangel oder Verletzungen lassen sie verkümmern oder reißen (Bandscheibenvorfall).

Grafik einer Halswirbelsäule. Die Bandscheiben und die Facettengelenke sitzen jeweils zwischen den Wirbeln. In Gelb ist außerdem der Spinalnerv abgebildet, rot ist die Wirbelarterie und blau die Venen.

Aufbau der Halswirbelsäule ohne Arthrose    © stihii | shutterstock.com (bearbeitet)

Von einer Arthrose in den Wirbelgelenken (Spondylarthrose) spricht man, wenn die Facettengelenke im hinteren Strang der Wirbelsäule (also der, der näher an der Rückseite des Körpers ist) einen erhöhten Verschleiß aufweisen. Normalerweise verbinden die Facettengelenke die einzelnen Wirbelkörper und machen sie beweglich. Arthrotische Veränderungen in den Facettengelenken versteifen die Wirbelsäule, tun aber nicht notwendigerweise weh.17) Im fortgeschrittenen Stadium bilden sich Knochenauswüchse (Osteophyten). Dadurch versucht der Körper, den erhöhten Druck, der zum Verschleiß führt, auszugleichen. Neben dem Verlust der Gelenkfunktion können die Knochenauswüchse auf Nerven drücken und heftige Schmerzen verursachen.

Auch für die Wirbelsäule gilt: Wenn wir nicht gerade passioniert Yoga machen, benutzen wir nicht die gesamten Bewegungsmöglichkeiten des Rumpfes. Starke Rückbeugen und intensive Rotationen sind wichtig für Knorpel und Bandscheiben, weil sie sich durch den vielseitigen Druck ernähren. Wer nur sitzt, steht und geht, lässt seine Wirbelsäule verkümmern.

In unserem Schmerzlexikon-Artikel zur Spondylose haben wir verschiedene Erkrankungen der Wirbelsäule dargestellt und gehen auf Entstehung, Verlauf und Behandlung ein. Spondylose ist ein Überbegriff, der jede Form von Verschleiß der Wirbelsäule umfasst. Die Arthrose der Wirbelgelenke gehört dazu. Im kostenlosen Ratgeber findest du außerdem ein paar effektive Übungen gegen die Beschwerden.

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2.8 Arthrose im Schultergelenk (Omarthrose)

Anders als das Hüftgelenk ist die Schulter nicht fest in knöcherne Strukturen eingebaut, sondern wird vor allem von Muskulatur an ihrem Platz gehalten. Das macht sie so beweglich, dass wir unsere Arme in alle Richtungen, auch weit hinter den Körper strecken können. Umso schlimmer, dass wir die Schultergelenke äußerst einseitig benutzen. Nach dem Rücken sind Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen der zweithäufigste chronische Schmerzzustand in Deutschland18) Verschiedene Krankheitsbilder können mit den Schmerzen einhergehen.

Bei der sogenannten Omarthrose verschleißt der Knorpel im Hauptgelenk der Schulter. Betroffene klagen meist über Belastungsschmerzen im vorderen, oberen Schulterbereich. Im fortgeschrittenen Stadium treten auch Ruheschmerzen auf und das Liegen auf der Schulter ist schmerzhaft. Im Schmerzlexikon-Artikel zu Schulterschmerzen stellen wir einige Erkrankungen der Schulter vor und gehen auf die Behandlungsmöglichkeiten ein. Im Schmerzlexikon-Artikel zu Omarthrose erfährst du mehr zur Schulterarthrose. Der kostenfreie Ratgeber zum Download enthält Übungen, die alle Gelenkwinkel der Schulter ausschöpfen.

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3. Symptome: So macht sich Arthrose bemerkbar


Nicht alle Menschen mit Arthrose haben spürbare Symptome. Das heißt, eines oder mehrere ihrer Gelenke weisen auf Röntgenbildern durch einen verengten Gelenkspalt auf Knorpelschäden hin, aber sie haben keinerlei Beschwerden – die sogenannte stumme Arthrose. Oft sind diese asymptomatischen Arthrosen Zufallsfunde im Zuge einer anderweitigen Röntgenuntersuchung. Im nächsten Kapitel gehen wir noch näher auf die Irrtümer bezüglich der Entstehung von Arthrose ein.

Symptomatische Arthrose-Patienten hingegen klagen vor allem in fortgeschrittenen Stadien meist über starke Schmerzen im Bereich des betroffenen Gelenks, hinzu kommen Gelenksteifigkeit und Bewegungsunfähigkeit. Folgende Symptome sind typisch für Arthrose, treten aber nicht notwendigerweise auf.

  • Belastungsschmerzen: Bei Belastung des Gelenks, zum Beispiel wenn Betroffene etwas Schweres heben, treten starke Schmerzen auf.
  • Anlaufschmerzen: Bei Arthrose in den unteren Extremitäten kann es zu Schmerzen kommen, wenn man sich nach einer längeren Pause bewegt. Diese Anlaufschmerzen lassen meistens nach wenigen Schritten nach.
  • Schmerzen im Ruhezustand: Vor allem bei fortgeschrittener Arthrose treten auch Beschwerden im Ruhezustand, zum Beispiel nachts, auf.
  • Eingeschränkte Beweglichkeit: Der Bewegungsradius des Gelenks wird durch die Schmerzen eingeschränkt. Das kann bis zur Gelenkversteifung führen und die Lebensqualität stark vermindern.
  • Schwellungen am Gelenk (Gelenkerguss, Gelenkentzündung): Gelenkinnenhaut und Gelenkkapsel können sich entzünden, was meist zu Schwellungen im betroffenen Gelenk führt. In der Kniekehle kann sich eine Bakerzyste bilden.
  • Gelenkumfang kann zunehmen: Weil es im Spätstadium zu Knochenauswüchsen (Osteophyten) an den Rändern der Gelenkflächen kommen kann, vergrößert sich dadurch auch der Gelenkumfang.
  • Kraftlosigkeit und Verdickung der Gelenke: Vor allem bei Arthrose in den Gelenken der Hand – besonders den Fingern – können neben den Schmerzen und Steifheitsgefühlen auch Kraftlosigkeit und harte Verdickungen an den Gelenken entstehen.

4. Entstehung und Ursache von Arthrose


Kurz & Knapp

  • Unser ganzer Körper, auch die Muskeln, sind von Faszien durchdrungen und umgeben. Muskeln und Faszien passen sich stets unseren alltäglichen Bewegungsmustern an.
  • Wer sich einseitig oder zu wenig bewegt, hat mit Sicherheit eine erhöhte Spannung in der Muskulatur und in den Faszien: Sie ziehen an Knochen und Gelenken und verstärken den Druck im Gelenkspalt.
  • Auf Dauer erhöht das das Risiko für Arthrose. Der Knorpel hat nicht mehr genug Platz, um sich durch Druck und Entlastung zu regenerieren.
  • Die zweite Folge einseitiger Bewegungsmuster ist, dass der Knorpel nicht in seiner ganzen Fläche belastet und entlastet wird. Wer also nicht alle von Natur aus möglichen Gelenkwinkel ausschöpft, lässt Bereiche des Knorpels im Gelenk verkümmern.
  • Da im Knorpelgewebe selbst keine Schmerzrezeptoren sind, tun Knorpelschäden auch nicht weh und bleiben manchmal jahrelang unentdeckt. Aber die Gelenkinnenhaut und die Faszien sind voller Rezeptoren, die erhöhte Spannungen in Muskulatur und Faszien registrieren.19) Wenn eine akute Schädigung droht, projiziert das Gehirn Alarmschmerzen in die entsprechende Körperregion.

4.1 Wie ist ein gesundes Gelenk aufgebaut?

Menschen haben über 100 echte Gelenke, die den Körper beweglich und flexibel machen. Wie wichtig das ist, merken wir aber meistens erst, wenn wir ein Gelenk nicht mehr schmerzfrei benutzen können. Das schränkt Bewegungen und damit die allgemeine Lebensqualität ein.

An einem Gelenk sind mindestens zwei Knochen beteiligt, die eine bewegliche Verbindung eingehen. Dabei wird zwischen echten und unechten Gelenken unterschieden:

Gelenkaufbau mit zwei gelenkbildenden Knochen, die eine gesunde Knorpelschicht, also keine Arthrose haben. Das Gelenk ist von der Gelenkkapsel umgeben. Darin liegt die Synovialhaut mit der Synovialflüssigkeit.

Aufbau eines echten Gelenks ohne Arthrose © Tefi | shutterstock.com (bearbeitet)

  • Die Flächen echter Gelenke sind mit hyalinem Knorpel überzogen, der von Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit) umgeben ist. Diese wird von der Synovialhaut produziert und dient als Gelenkschmiere zwischen den Knochen. Außerdem stellt die Gelenkflüssigkeit Eiweißbausteine für die Ernährung des Knorpels bereit. Die zweilagige Gelenkkapsel umschließt die gesamte Gelenkhöhle und sorgt für die Stabilität des Gelenks. Echte Gelenke sind zum Beispiel Hüftgelenk, Kniegelenk oder Schultergelenk.
  • Unechte Gelenke sind knorpelige oder bindegewebige Knochen-Verbindungen. Der Brustkorb kann sich beispielsweise dank der Rippengelenke beim Atmen bewegen. Wenn wir unechte Gelenke mitzählen, dann haben Menschen sogar etwa 360 Gelenkverbindungen.

4.2 Wie funktioniert ein gesundes Gelenk?

Die Muskeln sorgen dafür, dass die Gelenke in die gewünschte Richtung bewegt werden. Jedes Gelenk hat ein Gegenspielerpaar: Agonisten und Antagonisten. Wenn zum Beispiel der Bizeps am Arm (Agonist) anspannt, beugt er den Ellenbogen, während der gegenüberliegende Trizeps (Antagonist) gestreckt wird. Ganz passiv ist der Trizeps dabei nicht: Der Körper baut in der nachgebenden Richtung eine kleine Kraft auf, welche die Spannung aufrechterhält und daher Steuerspannung genannt wird. Sie zieht gegen die Beugung, damit die Knochen der beteiligten Gelenke richtig positioniert werden. Ein starkes Ungleichgewicht im Gegenspielerpaar kann daher auch zu Fehlstellungen führen.

Grafik eines Arms mit Bizeps und Trizeps als muskuläres Gegenspielerpaar.

© stihii | shutterstock.com (bearbeitet)

Was sind Faszien?

  • Im Körper existiert ein Netz aus elastischem Bindegewebe, die sogenannten Faszien. In einer feinen Scherengitterstruktur umhüllen und verbinden sie unter anderem Organe, Nervenbahnen, Gelenke, Muskeln und Knochen.20)
  • Die Faszien sind durchblutet und voller sensorischer Rezeptoren: Sie messen Temperaturänderungen, Druck- und Zugkräfte und Änderungen im chemischen Milieu.21)
  • Faszien müssen regelmäßig bewegt, also gedehnt werden, um elastisch zu bleiben. Bei Bewegung strömt Zwischenzellflüssigkeit an den Faszien entlang und sie werden besser durchblutet. Kleine Bindegewebszellen (Fibroblasten) erhalten dadurch das Signal, die Struktur der Faszien geschmeidig zu halten.
  • Wenn der Alltag hauptsächlich aus Sitzen oder einseitigen Bewegungsmustern besteht, passen sich die Faszien daran an. Sie versteifen und verkleben, jede Bewegung wird unangenehmer und die Spannung in der Muskulatur erhöht sich.
  • Unsere alltäglichen Bewegungsmuster prägen also maßgeblich die Struktur und Flexibilität unserer Faszien.

4.3 So entsteht Arthrose

In unserem modernen Alltag bewegen wir uns in der Regel sehr einseitig. Der menschliche Körper verfügt dank seiner Gelenke über ein großes Spektrum an Bewegungen. Von allen möglichen Gelenkwinkeln nutzen wir durchschnittlich maximal fünf bis zehn Prozent. Die vielen sitzenden Tätigkeiten schränken uns dabei besonders ein. Im Gehirn manifestieren sich diese Bewegungsmuster: Hirnprogramme speichern die häufig genutzten Bewegungsmuster und sorgen durch Ansteuerung der Muskeln dafür, dass sie im Alltag schnell und präzise umgesetzt werden können. Deshalb denken wir auch nicht groß darüber nach, wie wir uns fortbewegen, sondern tun es einfach: Die dafür notwendigen Muskelspannungen ruft das Gehirn automatisch ab und wendet sie an.

Grafik einer sitzenden Person auf einem Bürostuhl. Eine Lupe zeigt einen Ausschnitt aus ihrer Wade. Der Wadenmuskel ist rot markiert und das Wort unflexibel beschreibt seinen Zustand

Der Wadenmuskel verkürzt im Sitzen und wird unnachgiebig.

Die Muskeln und die sie umgebenden Faszien passen sich den Bewegungsmustern an: In Deutschland sitzen Menschen so viel wie noch nie. Sie verbringen am Tag durchschnittlich achteinhalb Stunden im Sitzen.22) Hinzu kommt die seitliche Schlafposition, bei der ebenfalls mindestens ein Knie wie im Sitzen angewinkelt ist. Für Faszien und Muskeln ist das keine angenehme Pause, sondern Training: Wir trainieren den ganzen Tag (und oft nachts) Sitzen. Die Faszien und Muskeln in der Beinrückseite (Wadenmuskel und hinterer Oberschenkelmuskel) verlieren an Flexibilität, werden immer unnachgiebiger und verfilzen.

Wenn wir endlich mal aus dem Sitzen rauskommen und uns hinstellen, können die unnachgiebigen Muskeln und verfilzten Faszien in Wade und Oberschenkel nicht mehr genügend gestreckt werden. Sie haben sich durch die fehlenden vielseitigen Bewegungsmuster an das Sitzen angepasst. Die so entstehende Muskel- und Faszien-Spannung geht über das normale Maß weit hinaus und sorgt dafür, dass Gelenkflächen stark aufeinandergepresst werden. Der Knorpel verschleißt mit der Zeit, weil er keine Chance zur Regeneration bekommt.

Grafische Darstellung einer stehenden Frau. Ihr Wadenmuskel ist rot hervorgehoben und ein Pfeil nach unten deutet die Zugspannung des Muskels nach unten an. Das führt zu Druck im Kniegelenk. Rote Blitze am Knie symbolisieren den Druck und das Risiko für Arthrose.

Der unnachgiebige Wadenmuskel zieht weiterhin am Knie und erhöht den Druck im Gelenk.

Eine Person hockt auf einer schwarzen Yoga-Matte. Sie hat Füße und Knie nach außen gedreht und die Handflächen vor dem Brustkorb aufeinander gelegt. Sie trägt ein rotes, langärmliges Oberteil und eine graue Leggings

© Cliff Booth | Pexels

Ein weiteres Problem des sitzenden Alltags ist die mangelhafte Ernährung der ganzen Knorpelfläche: Die Knorpelschicht umgibt die gesamte Gelenkfläche. Wenn wir immer nur in den gleichen Gelenkwinkeln sind, dann bekommt nur ein kleiner Teil der Knorpelmasse Druck ab. Wir müssen also alle möglichen Gelenkwinkel eines Gelenks nutzen, damit das Wechselspiel aus Druck und Entlastung auch die gesamte Fläche des Knorpels bis in den letzten Winkel ausreichend ernähren kann. Für Knie, Hüfte und Sprunggelenk bedeutet das beispielsweise, immer mal wieder in die tiefe Hocke zu gehen.

Dieses Prinzip kann auf alle Gelenke übertragen werden: Schulter, Hände und Füße kommen im modernen Alltag zu kurz. Viel zu oft verharren sie in den gleichen Positionen und dementsprechend verkürzt sind Muskeln und Faszien. Das ist eine bisher wenig beachtete, aber erhebliche Ursache für Arthrose. Warum Muskeln und Faszien noch zu wenig Beachtung bekommen, liegt auch daran, wie es zur Diagnose kommt. Normalerweise haben Ärzte nicht genug Zeit, um eine gründliche Anamnese (Krankheitsgeschichte des Patienten) mit wichtigen Informationen zum Lebensstil aufzunehmen. Außerdem zeigt das routinemäßig durchgeführte Röntgenbild vor allem das Skelett – nicht aber Muskeln, Faszien und Knorpel.

Die Schmerzen, die oft mit einer Arthrose einhergehen, sind ebenfalls von diesen erhöhten Zug- und Druckkräften verursacht. Das erklärt, weshalb es auch asymptomatische Arthrosen gibt, die oft ein Zufallsfund sind.

Was sind Alarmschmerzen?

  • Im Gelenkknorpel befinden sich keine Schmerzrezeptoren.23) Knorpelschäden können also nicht die unmittelbare Ursache der mit Arthrose einhergehenden Schmerzen sein.
  • In der Gelenkinnenhaut und in den Faszien befinden sich interstitielle Rezeptoren. Sie messen unter anderem Zug- und Druckkräfte im Gewebe und registrieren die Bedrohung der Gelenke durch die überhöhte Muskel- und Faszien-Spannung. Diese Information leiten sie ans Gehirn weiter.
  • Das Hirn projiziert daraufhin Schmerzen in den Körperbereich, der von dem Verschleiß bedroht ist, um darauf aufmerksam zu machen. Die Schmerzen sind ein Warnsignal, nicht so weiterzumachen wie bisher. Daher nennen wir sie „Alarmschmerzen“.

4.4 Die vier Stadien der Arthrose

Die Medizin unterscheidet die primäre und die sekundäre Arthrose. Bei der primären Arthrose soll minderwertiges Knorpelgewebe für die übermäßige Abnutzung verantwortlich sein. Die Ursache für den minderwertigen Knorpel ist bisher nicht bekannt. Die sekundäre Arthrose ist die Folge einer anderen Erkrankung wie zum Beispiel einer entzündlichen Veränderung wie Rheuma, einer Stoffwechselstörung oder einer mechanischen Fehlbelastung (O-Beine, X-Beine).

1. Stadium: Im Frühstadium der Arthrose lassen sich kaum sichtbare Veränderungen wie Knorpelausdünnungen und Rauigkeiten der Knorpelschicht feststellen. Allerdings spüren die Betroffenen hier noch keine oder kaum Beschwerden, die Arthrose ist stumm. Es ist möglich, dass Personen schon jahrelang Arthrose haben, ohne etwas davon zu bemerken, denn wenn das Gelenk nicht schmerzt, geht man auch nicht zum Arzt.

Grafik eines Knies im Arthrosestadium 1. Noch sind die Veränderungen des Knorpels kaum sichtbar. Die Menisken und der Gelenkknorpel sitzen zwischen den beiden gelenkbildenden Knochen.

2. Stadium: Die Knorpelschäden sind weiter fortgeschritten und der Knorpel teilweise aufgefasert. Dadurch kann der Knorpel den Druck schlechter verteilen, was den Verschleiß weiter beschleunigt. Es können Entzündungen der Gelenkinnenhaut entstehen. Die parallel auftretenden Schmerzen lassen Betroffene meist einen Arzt aufsuchen.

Grafik eines Kniegelenks mit Arthrose zweiten Grades. Der Gelenkknorpel ist aufgefasert.

3. Stadium: In diesem Zwischenstadium ist der Knorpel bereits stark beschädigt und der Gelenkspalt zwischen den Knochen verkleinert. Die Knochen sind durch die wegfallende Pufferung des zerstörten Knorpels stärker belastet und durch den Verschleiß bilden sich Gelenkentzündungen. Der Körper versucht, den erhöhten Druck auf die Gelenke auszugleichen, indem er ihre Fläche verbreitert und Knochenauswüchse (Osteophyten) an den Rändern bildet.

Grafik eines Kniegelenks im dritten Arthrosestadium. Der Gelenkknorpel ist an großen Teilen zurückgewichen und es bilden sich Knochenauswüchse.

4. Stadium: Im Spätstadium hat sich der Knorpel sehr stark zurückgebildet und die Knochen reiben ungeschützt aufeinander. Osteophyten bilden sich zum Druckausgleich, um die Gelenkfläche zu vergrößern. Es kann zur Gelenkversteifung kommen und teils unerträgliche Schmerzen belasten die Betroffenen schwer.

Grafik eines Kniegelenks im vierten Arthrosestadium. Der Knorpel ist stark beschädigt. Der Gelenkspalt ist deutlich verkleinert und die Knochenauswüchse werden größer.

5. Risikofaktoren bei Arthrose: Alter, Übergewicht, Genetik


Kurz & Knapp

  • Alter, Übergewicht und bestimmte genetische Voraussetzungen gelten als Risikofaktoren für Arthrose.
  • Studien zeigen lediglich Zusammenhänge zwischen den Risikofaktoren und Arthrose, aber keine Kausalität. Das bedeutet, dass ein Risikofaktor nicht automatisch zur Knorpelschädigung führt.
  • Viele Forschungsergebnisse zeigen außerdem, dass gar nicht das Alter oder das Übergewicht selbst die Arthrose begünstigen, sondern vielmehr der allgemeine Lebensstil, der mit einem hohen Alter oder einem hohen Gewicht einhergeht.
  • Das ist ein Lichtblick für Betroffene: Egal wie alt oder wie schwer – vielseitige Bewegung, ausgewogene Ernährung und ein stressfreier Alltag sind die beste Prävention und Behandlung bei Arthrose.

5.1 Ist Arthrose im Alter unvermeidbar?

Studien zeigen ganz klar, dass Arthrose unter älteren Menschen sehr viel häufiger vorkommt als unter jungen: Der Bericht zur gesundheitlichen Lage von Erwachsenen in Deutschland des Robert Koch-Instituts zeigt, dass 47,3 % der befragten Frauen über 80 Jahren unter Arthrose leiden. Bei den Männern sind es 31,6 %. Demgegenüber hatten nur 1,1 % der jungen Frauen und 1,1 % der jungen Männer im Alter von 18 bis 29 Jahren eine diagnostizierte Arthrose.24)

Zwei Personen mit grauen Haaren stehen in Sportkleidung vor grünen Büschen. Sie haben die Handflächen vor der Brust aufeinander gelegt, wie in einer Yogaposition.

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Ist es also tatsächlich so, dass mit zunehmendem Alter auch unvermeidlich Gelenkverschleiß und Schmerzen zunehmen? Wir kennen das ja beispielsweise von Autos oder Fahrrädern: Je länger wir sie fahren und je höher die Kilometerlaufzeit ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass verschlissene Teile ausgewechselt werden müssen. Daher erscheint vielen das Argument, man müsse bei fortschreitendem Gelenkverschleiß im Alter irgendwann auch das Gelenk gegen eine künstliche Prothese austauschen, durchaus nachvollziehbar. Doch unser Körper besteht nicht aus verschleißendem Metall, sondern aus 90 Billionen Zellen, die sich permanent erneuern. Daher reagiert ein gesunder Körper ein Leben lang mit Reparaturmaßnahmen, wenn er Verschleiß feststellt.

Arthrose ist keine notwendige Begleiterscheinung des Alters

Die Zahlen aus der Studie des Robert Koch-Instituts zeigen: Zwar hat rund ein Drittel der Männer ab 80 Jahren Arthrose, aber was ist mit den restlichen beiden Dritteln? Die sind von dem Gelenkverschleiß offenbar nicht betroffen. Genauso verhält es sich bei den Frauen, bei denen fast die Hälfte angaben, nicht unter Arthrose zu leiden. Demnach ist es keine notwendige Begleiterscheinung des Alters, Arthrose und ständig stärker werdende Schmerzen zu bekommen. Wenn die muskulär-fasziale Überspannung durch die ausgeglichene Bewegung möglichst vieler Gelenkwinkel abgebaut oder erst gar nicht aufgebaut wird, entsteht meist auch keine Überlastung auf Knorpel und Gelenke. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du auch noch im hohen Alter schmerzfrei und ohne erhöhten Verschleiß deiner Gelenke leben kannst.

Warum haben ältere Menschen häufiger Arthrose als jüngere?

Aber wie kommt es dann, dass trotzdem so viele ältere Menschen Arthrose haben, während jüngere meist nicht darunter leiden? Zunächst müssen wir hier feststellen, dass es keinesfalls so ist, dass junge Menschen überhaupt nicht unter Arthrose leiden und der Gelenkverschleiß ein reines Phänomen des Alters wäre. Es gibt sogar Kinder, die bereits Arthrose haben, allerdings ist das tatsächlich sehr selten.25)

Kinder bewegen sich in der Regel noch ausgeglichener und benutzen mehr Gelenkwinkel als die meisten Erwachsenen, die durch Beruf und Alltagsroutinen sehr einseitige Bewegungsmuster entwickeln. Jedoch verbringen Kinder und Jugendliche immer mehr Zeit im Sitzen, wie eine aktuelle Studie belegt: Mittlerweile sitzen Kinder und Jugendliche fast 70 Prozent ihrer wachen Zeit, woran auch Freizeitaktivitäten wie Computerspielen und Fernsehschauen ihren Anteil haben.26)

Ein Kind springt mit ausgebreiteten Armen in die Luft. Es trägt pinke Sandalen, eine Latzhose und ein rosa T-Shirt. Im Hintergrund fällt Sonnenschein auf einen großen Busch.

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Nicht das Alter, sondern der Lebensstil ist ausschlaggebend

Wenn sich diese Muster mit dem Alter weiter fortsetzen oder sogar noch verstärken, baut sich immer mehr Spannung durch die stetig unnachgiebiger werdenden Muskeln und Faszien auf. Umfragen bei Erwachsenen bestätigen, dass die 18 bis 29-Jährigen sich mehr bewegen als ältere Menschen. Tatsächlich gibt die Gruppe der über 65-Jährigen an, am wenigsten aktiv zu sein.27) Wenn das Sitzen nicht ausgeglichen und die muskulär-fasziale Spannung normalisiert wird, nehmen Schmerzen und Verschleiß permanent zu – bis im Alter schließlich Arthrose diagnostiziert wird. Auch die WHO (World Health Organisation) empfiehlt Menschen aller Altersklassen mindestens durchschnittlich eine Stunde Bewegung am Tag und die Reduktion von sitzenden Tätigkeiten.28)

5.2 Ist Übergewicht ein Risikofaktor für Arthrose?

Übergewicht gilt als klassischer Risikofaktor für Knie- und Hüftarthrose.29) Eine Begründung dafür ist, dass die gewichtstragenden Gelenke der unteren Extremitäten durch das höhere Körpergewicht stärker belastet sind. Untersuchungen weisen außerdem darauf hin, dass entzündungsfördernde Eigenschaften von Körperfett eine Rolle spielen.30)

Eine rosafarbene Personenwaage. Der Zeiger steht auf null und auf der Waage liegt ein gelbes, eingerolltes Maßband.

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Allerdings legen Studienergebnisse von 2017 nahe, dass der Einfluss von Übergewicht nicht so hoch einzuordnen ist, wie bisher angenommen: Eine US-Studie untersuchte über 2.000 menschliche Skelette aus unterschiedlichen Zeitaltern auf Arthrose und kam zu dem Ergebnis, dass sich ihre Häufigkeit seit der frühindustriellen Zeit mehr als verdoppelt hat31): „Die große Überraschung für uns war, dass dies nicht nur geschieht, weil Menschen länger leben oder dicker sind, sondern vor allem aus anderen Gründen, die wohl mit unserer modernen Lebensumwelt zu tun haben“, sagte Studienautor Ian Wallace von der Harvard University. Die Forscher führen als mögliche Gründe zu wenig Bewegung und schlechtere Ernährung an. Gerade ab 65 Jahren muss die Ernährung überdacht und den Bedürfnissen neu angepasst werden, insbesondere was den Mikronährstoffbedarf angeht

Übergewicht und ein ungesünderer Lebensstil könnten zusammenhängen

Tatsächlich steigt das Risiko für Knie- und Hüftarthrose linear mit dem Body-Mass-Index (BMI) an.32) Diese Korrelation könnte damit begründbar sein, dass mit starkem Übergewicht tendenziell ein ungesünderer Lebensstil – weniger Bewegung und schlechtere Ernährung – einhergeht. Umfragen zeigen genau das: Adipöse Menschen (BMI über 30) gaben an, weniger körperlich aktiv zu sein als Normal- und leicht Übergewichtige.33)

Die Überlastung in gewichtstragenden Gelenken durch einen hohen BMI spielt also für die Entstehung von Arthrose eine eher geringe Rolle. Es sind vielmehr eine mangelhafte und einseitige Bewegung sowie eine suboptimale Ernährung, die zur Arthrose führen könnten. Experten empfehlen sogar, dass adipöse Menschen sich vielseitig körperlich betätigen sollen, denn Freizeitsport erhöht nicht das Risiko für Arthrose, egal was man wiegt.34) Statt sich also auf Gewichtsreduktion zu fokussieren, sollten Betroffene ihren Lebensstil in den Blick nehmen.

5.3 Haben Gene einen Einfluss auf Arthrose?

Es gibt einige Forschungsergebnisse, die zeigen, dass bestimmte Gene Arthrose begünstigen. Eine britische Studie mit 7.400 Arthrose-Patienten identifizierte 2012 insgesamt acht Gene, die das Risiko für Arthrose erhöhen können.35) Allerdings ist die quantitative Bedeutung dieser Risikogene für die Erkrankung an Arthrose sehr gering. Die Träger dieser Gene hatten in der Studie nur ein minimal erhöhtes Risiko – ganz ähnlich sah es in anderen Untersuchungen aus. Arthrose ist also keine reine Erbkrankheit, die sich am Stammbaum ermitteln ließe.

So beeinflussen Umwelt und Verhalten unsere Gene:

Dass unsere Gene nicht von Geburt an unveränderlich alle Eigenschaften unseres Organismus bestimmen, ist eine Erkenntnis aus der Epigenetik. Dieses Forschungsfeld beschäftigt sich damit, welche Einflüsse die Umwelt und der Lebensstil auf die Gene haben.

Psychische Gesundheit

  • Die Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn entdeckte, dass psychische Belastungen und traumatische Erfahrungen Einfluss auf das Erbgut nehmen: Chronischer Stress kann die Zellalterung beschleunigen und bei der Entstehung von Krankheiten beteiligt sein.36)

Der Lebensstil der Eltern

  • Eine Studie, die 2014 im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht wurde, zeigt, dass Gesundheit und Lebensstil der Eltern bereits lange vor der Zeugung Einfluss auf die spätere Gesundheit des Kindes haben.37)

Bewegung und Sport

  • Auch Bewegung und Sport beeinflussen unsere Gene, wie Forscher am Karolinska-Institut in Stockholm herausfanden.38) Etwa 4.000 von über 20.000 Genen hatten ihre Aktivität durch das regelmäßige Training während der Studie verändert – darunter viele Gene, welche die körperliche Gesundheit begünstigen.

6. Behandlung von Arthrose


Kurz & Knapp

  • Herkömmliche Behandlungsmethoden streben danach, das betroffene Gelenk möglichst lange zu erhalten und die Lebensqualität von Arthrose-Patienten zu verbessern.39)
  • Trotzdem kennt die Medizin keine erfolgversprechende Behandlungsmethode ohne riskante Nebenwirkungen, die den Knorpelabbau stoppt. Prävention gilt als wichtiger Faktor, aber die Ursachen für Arthrose bleiben ungeklärt.40)
  • Die Therapie nach Liebscher & Bracht hat zwei entscheidende Vorteile: Sie lindert die Alarmschmerzen, die meistens mit Arthrose einhergehen, schnell und nebenwirkungsfrei. Gleichzeitig bekämpft sie die Ursache von Arthrose, indem sie die muskulär-faszialen Spannungen normalisiert und somit die Belastung im Gelenk senkt.

Viele unserer Patienten sind erstaunt, wenn ihre Schmerzen schon nach der ersten Behandlung mit der Akuttherapie Osteopressur enorm reduziert oder sogar ganz verschwunden sind. Denn natürlich ist ihre Arthrose nach einer Sitzung nicht geheilt. Verwundert kann man darüber nur sein, wenn man von der herkömmlichen Auffassung ausgeht, dass die Arthrose selbst die Schmerzen verursacht. Doch wie wir bereits erklärt haben, handelt es sich bei den Schmerzen hauptsächlich um Alarmschmerzen.

Roland Liebscher-Bracht behandelt einen Patienten am Oberschenkel. Er drückt mit beiden Daumen auf einen Osteopressur-Punkt. Dabei schaut ihm eine Person über die Schulter.

Wir zeigen in diesem Kapitel, dass die herkömmlichen Therapiemethoden oft nicht an der Ursache ansetzen. Außerdem erklären wir, wie die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht wirkt und langfristig Schmerzen beseitigt. Im Video haben wir einen Arthrose-Fall aus unserem Praxisalltag festgehalten, der sehr eindrücklich zeigt, wie dringend die herkömmliche Medizin eine wirksame Arthrose-Behandlung braucht, um Betroffenen ihre Lebensqualität zurückzugeben.

6.1 Physiotherapie und Krafttraining

Physiotherapeuten wenden verschiedene Therapiemethoden an: Bewegungstherapie im Wasser, konventionelle Bewegungstherapie, Elektrotherapie und isometrisches Muskeltraining. Wir haben in den vorherigen Kapiteln gezeigt, dass Bewegung bei Arthrose essentiell ist. Allerdings zeigen Studien, dass reines Krafttraining ohne Dehnung oder Beweglichkeitstraining keine Vorteile hat.41) Denn hier werden die Muskeln, deren Überspannung die Arthrose ausgelöst hat, noch mehr auf Spannung trainiert, was die Gelenkbelastung sogar erhöhen kann.

6.2 Physikalische Therapie

Verfahren der physikalischen Therapie, wie Kälte- und Wärmetherapie, Elektrotherapie, Massagen oder Akupunktur können zur Schmerzlinderung und Durchblutung beitragen, lösen aber nicht die Ursache der Arthrose. Wärme und Massagen, die für kurze Zeit die Muskeln entspannen, gehen prinzipiell in die richtige Richtung, sind aber keine langfristige Lösung. Denn auch diese Methoden beheben die durch einseitige Bewegungsmuster entstandenen muskulär-faszialen Überspannungen nicht dauerhaft.

Ähnliches gilt für Ergotherapie, orthopädische Hilfsmittel und schmerzlindernde Gele, die nicht die Ursache der Arthrose beheben und mit entlastenden Gehhilfen eher für den weiteren Abbau der Struktur sorgen: Schonung und Entlastung fördert Arthrose und Schmerzen eher, als dass sie dagegen helfen. Natürlich können Hilfsmittel sinnvoll sein, wenn das Gelenk völlig zerstört ist und sich der Patient ansonsten nicht mehr bewegen könnte, aber Therapeuten setzen diese Maßnahmen oft zu früh ein.

6.3 Schmerzmittel

Wenn Schmerzen kaum auszuhalten sind, ist die kurzzeitige Einnahme von Schmerzmitteln oder das Auftragen von schmerzlindernden Gelen sinnvoll. Allerdings ist es heutzutage weit verbreitet, dass Menschen über Wochen und Monate zu den teils rezeptfreien Medikamenten greifen, weil es für ihre Beschwerden keine Lösung gibt. Die dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln bringt viele Nebenwirkungen mit sich, raubt dem Körper wichtige Nährstoffe und löst nicht die Ursache eines medizinischen Problems – auch von Arthrose nicht.

Verschiedenfarbige Tabletten auf einem Haufen. Es gibt pinke, gelbe, weiße, braune und blaue. Die Pillen haben unterschiedliche Formen

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Wenn die durch einseitige Bewegungsmuster entstandenen Unnachgiebigkeiten und Überspannungen der Muskeln und Faszien nicht behoben werden, gerät der Patient oft in eine Sackgasse: Mit Schmerzmedikamenten unterdrückt er die Signale des Körpers und bewegt sich so wenig wie zuvor – der Verschleiß verschlimmert sich. Ohne die Tabletten kann er die Beschwerden nicht aushalten. Also schont er das Gelenk und der Knorpel wird nicht mehr richtig ernährt, sodass der Gelenkverschleiß ebenfalls fortgesetzt wird.

Schmerzmedikamente haben zum Teil starke Nebenwirkungen:

  • In der ersten Stufe der medikamentösen Therapie verschreiben Ärzte ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR), wie Ibuprofen oder Aspirin, die Einfluss auf den Magen-Darm-Trakt oder das Herz-Kreislauf-System nehmen können.42) Gegen die Nebenwirkungen bekommen Patienten manchmal Magenschutzmittel, die aber ihrerseits wieder Nebenwirkungen haben – so entsteht eine Negativspirale.
  • In der zweiten und dritten Stufe werden zum Teil starke Opioide verabreicht, die abhängig machen und eine Reihe von Nebenwirkungen bergen: Übelkeit, Müdigkeit, Verstopfung, Einschränkung der Denkfähigkeit, Stimmungsschwankungen und Depressionen.43) Bei längerer Einnahme dieser Wirkstoffe muss zudem die Dosierung permanent erhöht werden, um die gewünschte Linderung zu erreichen.

Entzündungshemmende Schmerzmittel?

Die Wirkstoffe von Schmerzmitteln verschaffen nicht nur Linderung, sondern können auch Gelenkentzündungen eindämmen. Gerade im fortgeschrittenen Stadium des Gelenkverschleißes leiden viele Betroffene an Entzündungen in ihren Gelenken. Viele Ärzte machen diese Entzündungen für die Arthroseschmerzen verantwortlich und behandeln sie durch Medikamente. Doch durch körperintern entstehende Entzündungen werden immer Heilungsprozesse des Körpers „entzündet“: Die Gelenkinnenhaut stellt Materialien für die Regeneration des Knorpels bereit. Ist die Regeneration abgeschlossen, klingen auch die Entzündungen wieder ab. Bei Menschen, die unter Arthroseschmerzen leiden, wird der Knorpel jedoch durch die überspannten Muskeln und Faszien einem Dauerverschleiß ausgesetzt. So kann der Reparaturprozess nie abschließen und es kommt zu einer permanenten Entzündung der Gelenkinnenhaut.

Wenn die Spannung der Muskeln und Faszien nicht normalisiert wird und der Knorpel weiter verschleißt, bleiben daher auch die Entzündungen bestehen.

6.4 Weitere gelenkerhaltende Maßnahmen

Hyaluronsäure

Wenn Patienten aufgrund der starken Nebenwirkungen keine NSARs oder Opioide nehmen können, ist eine ins Gelenk injizierte Spritze mit Hyaluronsäure eine mögliche Alternative.44) Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und kann die Gleitfähigkeit der Gelenkflüssigkeit verbessern, Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Studien am Knie zeigen dazu unterschiedliche Ergebnisse: Teilweise werden Vorteile gegenüber oraler Medikation nachgewiesen, teilweise ebenfalls relevante Nebenwirkungen, wie Infektionsgefahr am Gelenk und Gelenkreaktionen, festgestellt.45)

Corticosteroide

Gegen Schmerzen und Entzündungen können auch Corticosteroide, also zum Beispiel Cortison, direkt ins Gelenk gespritzt werden. Als einmalige Akutmaßnahme kann das sinnvoll sein, auf Dauer führt Cortison allerdings zum vermehrten Knorpelabbau.46)

Weder Hyaluronsäure noch Cortison bekämpfen die Ursache der Arthrose und sind eher zur Schmerzlinderung sinnvoll.

Mit medizinischen Handschuhen hält jemand eine Kortison-Spritze und sticht sie präzise das Knie ihres Patienten.

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Arthroskopie: Gelenkspiegelungen

Gelenkspiegelungen, sogenannte Arthroskopien, gehören zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen bei der Arthrose fast aller Gelenke. Dabei führen Chirurgen über einen kleinen Schnitt eine Sonde (Arthroskop) in das Gelenk ein. So können sie den Gelenkknorpel und andere Teile des Gelenks untersuchen und kleinere Operationen, zum Beispiel am Meniskus, durchführen.

Allerdings bringt im Fall der Kniearthrose ein solcher Eingriff weder Vorteile für die Behandlung der Arthrose-Schmerzen noch für die Knie-Funktion.47) 48) Der Gemeinsame Bundesausschuss hat 2015 daher beschlossen, Arthroskopien bei Kniegelenksarthrose nicht mehr von den Krankenkassen zahlen zu lassen.

Nahaufnahme einer Petrischale, die mit einer grünlichen Substanz gefüllt ist. Im Vordergrund ist eine Pipette, die einen Teil der Flüssigkeit abschöpft.

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Knorpeltransplantation

Bei bestimmten Knorpelschäden kann gesundes Gewebe aus körpereigenen Knorpelzellen im Labor hergestellt und nach einigen Wochen wieder in das Gelenk eingesetzt werden. Allerdings empfehlen Experten dieses Transplantationsverfahren nur bei spezifischen Verletzungen des Knorpels, zum Beispiel durch einen Unfall. Als Arthrose-Therapie wird die Knorpeltransplantation nicht angewandt.49)

6.5 Gelenkersetzende Maßnahmen: Künstliche Gelenke (Endoprothese)

In Extremfällen ist ein künstliches Gelenk sinnvoll: Wenn ein Gelenk komplett zerstört oder eine Hüftpfanne eingebrochen ist und keine andere Therapie hilft, ist ein endoprothetischer Ersatz der letzte Ausweg. Ein echtes neues Gelenk gibt es allerdings nicht. Die Operation stellt den Versuch dar, durch künstliche Gelenke das Original-Gelenk zu ersetzen – was aber nie in vollem Umfang gelingt.

Künstliche Gelenke werden zu häufig eingesetzt

Deutschland hat eine internationale Spitzenposition: Allein von 2005 bis 2011 nahm die Zahl der erstmaligen Gelenksimplantationen um 15 Prozent zu, wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt.50) Die Tageszeitung Die Welt kritisierte nach Veröffentlichung der Studienergebnisse, dass „vor allem […] immer jene Operationen in Mode zu kommen [scheinen], die den Kliniken viel Geld einbringen.“51) Allein im Jahr 2013 setzten deutsche Krankenhäuser über 3,5 Milliarden Euro mit künstlichen Gelenken um.52)

Risiken bei künstlichen Gelenken

  • Jede Operation birgt das Risiko einer Infektion. Das kann ein Bakterienbefall während oder kurz nach der Operation sein. Aber auch langfristig bleibt das Gelenk ein Fremdkörper ohne Immunsystem. Über die Blutbahnen können Keime, beispielsweise von einer Zahninfektion, zum Gelenk gelangen und es infizieren.53) Wenn in einem solchen Fall eine intensive Antibiotika-Einnahme nichts erreicht, muss die Endoprothese ersetzt werden.
  • Manchmal kommt es nach dem Einsatz des künstlichen Gelenks zu weiteren Eingriffen, sogenannten Korrekturoperationen: Eine Studie an der Berliner Charité zeigt, dass jeder Vierte mit dem Ergebnis der Operation für ein künstliches Kniegelenk unzufrieden ist.54)
  • Zwar besteht das künstliche Gelenk aus hochfesten Werkstoffen, aber im Körper kommt es trotzdem zu Korrosionen, also zum Freiwerden der metallischen Partikel. Dieser feine Staub diffundiert in das Gewebe und sammelt sich im Körper an. Eine Studie am Uniklinikum Dresden belegt das eindrücklich: Künstliche Gelenke bestehen häufig aus einer Titan- oder Kobalt-Basis-Legierung, deren Partikel im Blut der Probanden nachweisbar war. Bei Patienten, die seit fünf Jahren ein künstliches Kniegelenk hatten, konnte die Studie einen deutlich erhöhten Kobalt-Wert von 4 ppb im Blut nachweisen.55) Zum Vergleich: Menschen ohne künstliche Gelenke haben einen durchschnittlichen Kobalt-Wert von unter 0,25 ppb im Blut. Die Folgen sind schwerwiegend: Ein chronischer Überschuss von Kobalt im Körper kann zu toxischen Symptomen, zum Beispiel einer Schädigung des Herzmuskels, führen. Entsprechend hat ein Forscher-Team an der Boston University School of Medicine festgestellt, dass künstliche Kniegelenke das Herzinfarkt-Risiko erhöhen.56)

Keine Linderung der Schmerzen

Häufig stellen Patienten fest, dass sie langfristig immer noch Schmerzen haben.57) An dieser Stelle zeigt sich noch einmal eindrücklich, dass die Schmerzen nichts mit der Arthrose an sich zu tun haben: Das gereizte Gelenk und der verschlissene Knorpel wurden schließlich komplett ersetzt. Mit unserem Ansatz ist das Phänomen leicht erklärbar. Solange die muskulär-faszialen Überspannungen nicht abgebaut wurden, bleiben natürlich auch die Schmerzen bestehen.

Wenn der Patient aber an den engwinkligen Bewegungsmustern etwas ändert und zum Beispiel durch Reha-Übungen oder bestimmte Sportarten die Spannungen ausgleicht, ist die Chance hoch, dass er die Schmerzen nach der Operation langfristig reduziert. Besser ist es jedoch, von vornherein mit den Liebscher & Bracht Übungen gezielt die Spannungen auszugleichen.

Ein Krankenzimmer mit drei leeren Betten. Alle Betten haben Rollen und sind mit weißer Bettwäsche bezogen. Es stehen außerdem Nachttische und Hocker um die Betten herum.

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6.6 Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht

Unser Prinzip ist Hilfe zur Selbsthilfe:

  • Nach einer gründlichen Anamnese führt ein nach Liebscher & Bracht ausgebildeter und zertifizierter Therapeut die Osteopressur durch. Dabei reduziert er durch manualtherapeutische Anwendung die fehlprogrammierten Muskelspannungen.
  • Patienten spüren in den meisten Fällen sofort nach der ersten Behandlung eine Schmerzlinderung und Leichtigkeit in den Gelenken.
  • Das ist die optimale Vorbereitung für die Dehnübungen nach Liebscher & Bracht. Passend zu dem jeweiligen Schmerzzustand lernen Patienten eine Reihe von Dehnübungen. Diese können sie regelmäßig zu Hause oder in einer speziellen Gruppe machen.
  • Das sorgt langfristig für Schmerzlinderung und ist die optimale Prophylaxe gegen Arthrose.

Osteopressur

Die Osteopressur nach Liebscher & Bracht wurde über Jahrzehnte entwickelt, um die muskulär-fasziale Überspannung zu normalisieren und die Schmerzen in kurzer Zeit zu reduzieren – ohne Medikamente oder Operationen. Schon nach der ersten Behandlung können die meisten Patienten eine enorme Reduktion ihrer Schmerzen feststellen. Bei vielen sind die Beschwerden sogar ganz verschwunden.

Roland Liebscher-Bracht hat beide Hände auf einem kleinen Skelett-Model abgelegt. Seine Finger berühren unterschiedliche Punkte an der Wirbelsäule. Jeder Wirbelkörper ist mit einem roten Punkt markiert, um die Osteopressurpunkte anzuzeigen. Auch am Hinterkopf, am Schulterblatt und am Becken sind rote Punkte eingezeichnet.

Die Osteopressur nutzt interstitielle Rezeptoren, die sich in der Knochenhaut befinden. Die Rezeptoren registrieren die Bedrohung der Gelenke, wenn die Gelenkflächen durch die überhöhte muskulär-fasziale Spannung zu stark aufeinandergedrückt und der Knorpel dazwischen zusammengepresst wird. Die Rezeptoren geben diese Information an das Gehirn weiter, das daraufhin Schmerzen in die Region des bedrohten Gelenks projiziert. Die Alarmschmerzen sind ein wichtiges Warnsignal des Körpers, damit sich der Gelenkverschleiß nicht fortsetzt.

Therapeuten, die nach Liebscher & Bracht zertifiziert sind, drücken gezielt auf diese Rezeptoren in der Knochenhaut. Wir haben 72 Punkte und Linien identifiziert, die jeweils mit einem bestimmten Schmerzzustand korrelieren. Durch den manuellen Druck kommt es zu einer Irritation der Rezeptoren. Die Hirnprogramme, die für die übermäßige Spannung der Muskeln sorgen, werden zurückgesetzt. Der Körper reagiert sofort: Die überhöhten Spannungen lassen deutlich nach, wodurch auch die Schmerzen spürbar reduziert werden – oder sogar ganz verschwinden. Die Schmerzlinderung passiert meistens schon nach der ersten Behandlung. 

Dehnübungen nach Liebscher & Bracht

Der wichtigste Bestandteil der Therapie nach Liebscher & Bracht sind die Übungen. Nach der erfolgreichen Osteopressur-Behandlung ist es enorm wichtig, dass Patienten die Ursache muskulär-faszialer Überspannungen beheben: Die einseitigen und engwinkligen Bewegungsmuster. Durch die regelmäßige Anwendung der dafür speziell entwickelten Liebscher & Bracht Dehnübungen kommt der Körper in alle von Natur aus möglichen Gelenkwinkel. Das macht Muskeln und Faszien flexibler, regt die Durchblutung an und ernährt den Knorpel. Dazu gehört auch aktives Dehnen: Während der Dehnübungen bauen wir Gegenspannungen auf, wobei der jeweilige Muskel in der richtigen Position und Länge zusätzlich gekräftigt wird. Das Repertoire an Übungen nimmt jeder Patient mit nach Hause und kann selbstständig und unabhängig von Therapeuten und Ärzten an seiner Schmerzfreiheit arbeiten.

Roland Liebscher-Bracht und eine Frau stehen in einer Praxis. Die Frau trägt Sportkleidung und hat beide Arme weit nach hinten gestreckt. Roland Liebscher-Bracht trägt weiße Kleidung, steht hinter ihr und assistiert ihr bei der Dehnübung.

Faszien-Rollmassage

Neben den Dehnübungen ist auch die Faszien-Rollmassage ein Bestandteil der Therapie nach Liebscher & Bracht. Im Gegensatz zu anderen Produkten sind unsere Faszienrollen und -kugeln ganz auf die Bedürfnisse von Schmerzpatienten abgestimmt. Gerade Personen, die die Übungen aufgrund der hohen Schmerzen noch nicht durchführen können, dienen unsere Hilfsmittel als Vorbereitung. Das langsame Rollen mit hohem Druck regt die Durchblutung an und verschiebt die Gewebsflüssigkeit, wodurch die Faszien mit frischen Nährstoffen versorgt werden.

Viele der Faszien-Rollmassagen und Dehnübungen findest du in unserem Youtube-Kanal. Für ein systematisches und langfristiges Training empfehlen wir unsere Liebscher & Bracht App. Hier bekommst du, neben regelmäßigen Live-Trainings, einen auf deinen Schmerzbereich abgestimmten Übungsplan.

Weitere Faktoren

Neben psychischen und sozialen Faktoren, wie Stress, Überforderung und Angstzuständen hat vor allem Ernährung einen großen Einfluss auf Schmerzen und auf die Qualität des Knorpels. Eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen ist für unsere Gesundheit unerlässlich – besonders bei Arthrose.58) In erster Linie wird das über eine ausgewogene, basische und möglichst pflanzliche Ernährung gewährleistet. Doch durch die industrielle Verarbeitung und Lagerung vieler Lebensmittel steigt die Wahrscheinlichkeit einer Unterversorgung. Bei Nährstoffmangel oder einem erhöhten Bedarf können daher Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Details dazu findest du in unserem Schmerzlexikon-Artikel zum Thema Ernährung bei Arthrose.

In diesem Video geht Dr. med. Petra Bracht noch einmal ausführlich auf das Zusammenspiel zwischen Ernährung, Schmerzen und Entzündungen ein und teilt ihre drei wichtigsten Ernährungstipps im Zusammenhang mit Arthrose.

Über diesen Artikel

Roland Liebscher-Bracht

Autor:
Roland Liebscher Bracht
Schmerzspezialist und Spiegel-Bestseller Autor

Mehr über den Autor
Dr. Egbert Ritter, Unfallchirurg und eh. Oberarzt im UKH Salzburg

Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg

Mehr über den Prüfer

Veröffentlicht am: 08.12.2021 | Letzte Aktualisierung: 26.04.2022

Quellen & Studien