Kann der Körper zerstörten Knorpel wieder aufbauen?

Im Bild sieht man zwei paar Knie von Personen, die sich gegenüber sitzen. Über den Kniegelenken liegen die Hände der beiden Personen ab.

„Was weg ist, ist weg!“ – diesen Satz hören Millionen Arthrose-Patienten, wenn es um den zerstörten Knorpel in ihren Gelenken geht. Doch neue Studien zeigen: Das stimmt so nicht! Wenn der Knorpel nicht permanent abgerieben wird, kann er vom Körper wieder aufgebaut werden. Wie das funktioniert, liest du in diesem Artikel.

Die lange Zeit verbreitete Auffassung, dass Arthrose unheilbar sein soll, hängt unmittelbar mit dem Glauben zusammen, dass der Körper den Gelenkknorpel nicht wieder aufbauen kann.1) Wenn der Knorpel also einmal abgerieben ist, gibt es demzufolge nur noch die Möglichkeit, weiteren Gelenkverschleiß hinauszuzögern und die parallel auftretenden Schmerzen mit Medikamenten zu unterdrücken.2) Früher oder später läuft der angeblich unheilbare Verschleiß jedoch auf ein künstliches Gelenk hinaus.3)

Doch stimmt das wirklich? Kann der Körper den Gelenkknorpel tatsächlich nicht regenerieren? Ist der Verschleiß und damit Arthrose unheilbar?

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Warum glauben viele Ärzte, dass Knorpel nicht wieder aufgebaut werden kann?

Wenn ein Arzt die Meinung vertritt, dass Knorpel vom Körper nicht wieder aufgebaut werden kann, dann entspricht dies meist seiner bisherigen Erfahrung. Wenn er das Knie eines Arthrose-Patienten röntgt, dann sieht er, dass der Gelenkspalt zu klein ist und sich eventuell Knochenwucherungen an den Gelenkflächen gebildet haben.4) Das lässt ihn darauf schließen, dass der Knorpel stark verschlissen ist.

Ärzte bekommen selten Röntgenbilder zu sehen, auf denen der Gelenkspalt wieder größer geworden ist und Hinweise auf eine Knorpel-Regeneration zu sehen sind. Warum ist das so? Den Patienten, bei denen das eintritt, denen geht es besser, ihre Arthrose wurde gestoppt und sie haben in der Regel auch keine Schmerzen mehr. Gehst du zum Arzt und lässt dich röntgen, obwohl es dir gut geht? Wahrscheinlich nicht. 

Zwei Ärzte analysieren ein Röntgenbild.

© dolgachov | elements.envato.com

Ärzte bekommen also meist nur zu sehen, dass die Zerstörung des Knorpels und die parallel auftretenden Schmerzen langfristig immer weiter zunehmen – egal, welche Therapie sie anwenden.

Kein Wunder also, dass ein Arzt, der eine Knorpel-Regeneration nie beobachten konnte, der Meinung ist, so etwas wäre kaum möglich.

Nur wenige hinterfragen das, was sie gelernt haben

Auf den Röntgenbildern sehen Ärzte immer nur einen momentanen Zustand, aber nicht, wie sich dieser entwickelt hat. Im Studium hat ein Arzt die Ursachen und Behandlungsmethoden für Arthrose gelernt und sieht sich durch Röntgenbilder, die den fortschreitenden Verschleiß zeigen, bestätigt.

Dass Arthrose ganz andere Ursachen haben könnte, hinterfragen nur wenige, denn das würde bedeuten, dass sie ihre bisherigen Erfahrungen sowie all das, was sie über Jahre gelernt haben und wonach sie die meiste Zeit ihre Patienten behandelt haben, in Frage stellen müssten.

Deshalb werden auch weiterhin Behandlungen entwickelt, die den Verschleiß und die Schmerzen nicht dauerhaft beheben können, weil sie von einer falschen Annahme über die Ursachen von Arthrose ausgehen. Und so manifestiert sich auch der Glaube, dass Arthrose und der Knorpelverschleiß nicht aufzuhalten seien – schließlich helfen ja keine Behandlungsversuche. Wie du siehst, ist es ein Teufelskreis!

Wie entsteht Arthrose wirklich?

Viele Ärzte stehen in ihren Kliniken so unter Stress, dass sie kaum dazu kommen, sich darüber Gedanken zu machen. Es gibt aber Hinweise, die eigentlich stutzig machen müssten:

Immer wieder berichten uns Ärzte in unseren Ausbildungen, dass es bei Arthrose-Operationen teilweise ein Kraftakt ist, die Gelenke auseinander zu bekommen.

Die Spannung der Muskeln und Faszien ist manchmal so groß, dass die Ärzte sie bei den OPs längs der Faserrichtung schneiden müssen.

Roland Liebscher-Bracht erklärt etwas anhand einer Skizze an einer Flipchart.

Das spiegelt exakt unsere Erfahrungen wider: Wir haben über viele Jahre die Entstehung von Arthrose und Schmerzen erforscht und konnten dabei herausfinden, dass die Ursache für Arthrose nicht im fortschreitenden Alter oder der regelmäßigen Nutzung und Belastung der Gelenke liegt. Meist sind unnachgiebige Muskeln und Faszien, die durch unsere unausgewogenen Bewegungsmuster entstehen und enormen Druck auf die Gelenke aufbauen, der Grund für den Verschleiß. Das kann man aber nicht auf Röntgenbildern beobachten und daher übersehen die meisten Ärzte diese Ursache der Arthrose.

Wie entsteht Arthrose? Welche Behandlung kann helfen? Die Antworten findest du im großen Arthrose-Artikel:

Zum Arthrose-Artikel

Neue Studien zeigen: Knorpel kann wieder aufgebaut werden

Wenn man die zu hohen Spannungen der Muskeln und Faszien nicht normalisiert, werden die Gelenkflächen immer stärker aufeinandergepresst, sodass der Knorpel permanent verschleißt. Dem Knorpel wird also gar nicht die Möglichkeit gegeben, sich regenerieren zu können. Neue Studien bestätigen unsere Auffassung:

Am Medical Center der Universität Utrecht konnten Forscher 2011 zeigen, dass sich Knorpel wieder regeneriert, wenn der dauerhafte Abrieb gestoppt wird.5)

Ärzte analysieren ein Röntgenbild der Knie-Arthrose.

© Kzenon | elements.envato.com

Dazu wurde Patienten mit starker Kniearthrose ein Metallgestell angelegt, welches das Kniegelenk fünf Millimeter auseinanderzog. Eingebaute Federn sorgten für Druckschwankungen in der Gelenkflüssigkeit und ermöglichten den Patienten, mit dem Gestell zu gehen. Am Ende der Studie wurde nachgewiesen, dass sich die Knorpelbildung somit in kurzer Zeit anregen ließ und gleichzeitig die Arthroseschmerzen verschwanden. Selbst nach rund zwei Jahren war der neue Knorpel stabil und belastbar.6)

Als 2016 in einer weiteren Studie mit neuen Patienten dasselbe Knorpelwachstum eintrat, konnten die Forscher ihre Ergebnisse bestätigen. Nach einer etwa zweimonatigen Behandlung war die Knorpeldicke rund 0,5 Millimeter größer als vor der Behandlung.7)

Das zeigt ganz klar: Wenn der Gelenkspalt vergrößert wird und der Knorpel nicht permanent abgerieben wird, kann sich Knorpel regenerieren.

Aber keine Angst, du musst jetzt nicht mit einem Metallgestell durch die Gegend laufen. Es geht viel einfacher. Frage dich nur mal selbst: Was könnte den Gelenkspalt verkleinern und die Gelenkflächen aufeinanderpressen? Richtig, die unnachgiebigen Muskeln und Faszien, die durch ihre zu hohen Spannungen den Verschleiß immer weiter fortsetzen!

Wie kann Arthrose gestoppt und Knorpel aufgebaut werden?

Wie schaffst du es nun, die muskulär-fasziale Spannung zu normalisieren, die Arthrose zu stoppen und die Knorpel-Regeneration anzuregen?

Als Erstes musst du konsequent dafür sorgen, dass deine Muskeln und Faszien wieder nachgiebiger werden, sodass sich der Gelenkspalt vergrößern kann.

Das kannst du mit einer regelmäßigen Anwendung der speziell dafür entwickelten Liebscher & Bracht-Übungen erreichen. Wenn du mehr darüber wissen willst, empfehlen wir das Buch von Roland Liebscher-Bracht: Die Arthrose-Lüge.

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Natürlich funktioniert die Knorpel-Regeneration nicht in allen Fällen: Wenn zum Beispiel bei Unfällen Gewebe vernichtet oder herausgerissen wurde oder Gelenke stark zerstört wurden, dann stößt die Regenerationsfähigkeit an ihre Grenzen.

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Die Liebscher & Bracht-Therapie baut die Überspannungen deiner Muskeln und Faszien ab, durch die Arthrose und Knorpelschäden häufig verursacht werden. Die Therapie kommt ganz ohne Medikamente oder Operationen aus und wird in ihrer enormen Wirkung von Experten bestätigt.

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Quellen & Studien

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