BWS-Syndrom – Wenn die Brustwirbelsäule blockiert

Eine Frau hat Schmerzen in der Brust und am Rücken. Mit der rechten Hand fasst sie sich an die Brust und mit der linken versucht sie, an ihre Brustwirbelsäule zu gelangen.

© ShotPrime Studio | shutterstock.com

KOSTENFREIER RATGEBER

Die effektivsten Übungen bei BWS-Syndrom:

Jetzt runterladen

Beschwerden beim Atmen, sogar Atemnot, Schmerzen im oberen Rücken und ein beklemmendes Gefühl in der Brust – ein Herzinfarkt? Wir wissen: Schmerzen in der Brust sind ein sensibles Thema und es gibt viele, die mit Sorge auf ihr Herz blicken, sobald es in der Brustgegend sticht. Doch keine Panik, es muss sich nicht immer gleich um das Schlimmste handeln! Grund für deine Brustschmerzen kann durchaus eine Wirbelblockade an der Brustwirbelsäule (BWS-Syndrom) sein, die im Brustkorb zu spüren ist. Wir verraten dir in diesem Artikel alles Wichtige darüber. Du erfährst,

Du willst lieber sofort etwas tun? Dann springe direkt zu unseren drei besten Übungen gegen ein BWS-Syndrom.

📌 Das Wichtigste zum Start: Was ist ein BWS-Syndrom und wie entstehen die Schmerzen?

Der Sammelbegriff „Syndrom“ steht für mehrere Symptome, die auf ein Krankheitsbild hindeuten. Bei einem BWS-Syndrom ergibt sich eine Vielzahl möglicher Beschwerden, weil die Brustwirbelsäule mit dem Brustkorb und der restlichen Wirbelsäule über viele kleine Gelenke und noch mehr Muskeln verbunden ist. Deshalb machen sich BWS-Blockaden an unterschiedlichen Stellen in deinem Körper bemerkbar. In fast allen Fällen kommen die Schmerzen aber nicht von verschobenen oder verhakten Gelenkteilen, sondern überspannten Muskeln und Faszien.

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller Autor von “Deutschland hat Rücken” & Schmerzspezialist

Mehr über Roland Liebscher-Bracht
Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller Autor von “Deutschland hat Rücken” & Schmerzspezialist

Mehr über Roland Liebscher-Bracht
Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

Bestseller Autor & Schmerzspezialist

Mehr

1. Der Brustkorb (Thorax) – ein anatomischer Überblick


Unser Brustkorb ist eine Rüstung. Das kannst du gut auf der Abbildung unten sehen: Vorne zieht sich das Brustbein wie ein Schutzschild mittig in die Länge. An ihm docken die Rippen an, die wie Gitterstäbe jeweils links und rechts nach hinten an der Brustwirbelsäule zusammenlaufen. Aber wozu das alles? Unser Brustkorb birgt die Brusthöhle mit unseren lebenswichtigen Organen – Lunge, Herz, Luft- und Speiseröhre – sowie großen Gefäßen (Aorten und Venen).

Grafische Darstellung des Brustkorbs mit Beschriftung der Teile Brustbein, Rippen und Brustwirbelsäule

© Dimitry Shanchuk | shutterstock.com (bearbeitet)

Doch der Brustkorb bietet unseren inneren Organen nicht nur Raum und Halt, sondern gibt ihnen auch Schutz.

💡 Beim Brustkorb handelt es sich um eine komplexe Konstruktion aus Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern. Aber nur, weil er wie ein Schutzraum funktioniert, heißt das nicht, dass er ein undurchdringliches und starres Gebilde abgibt. Denn zugleich ist der Brustkorb flexibel genug, um jede Aufblähung unserer Lungenflügel und unseres Zwerchfells bei der Atmung mitzutragen.

Ein solch komplexer Aufbau macht ihn jedoch auch anfälliger für „Schäden“, die zu vielen Problemen im Brustraum führen können. Damit du verstehst, was bei einer Brustwirbelsäulen-Blockade (BWS-Blockade) passiert und warum es dann zu mehr Beschwerden als nur Brustschmerzen kommen kann, werfen wir jetzt einen genaueren Blick auf die Anatomie unseres Brustkorbs.

1.1 Die Knochen – das Gerüst

Brustbein (Sternum)

Das Brustbein sitzt mittig vorne am Brustkorb und besteht aus drei platten Knochen:

  • kurzer, dicker Handgriff (Brustheft),
  • langer Brustbeinkörper,
  • länglicher, oft spitz zulaufender Schwertfortsatz.

Seine Funktion besteht darin, das Herz zu schützen. Dieses liegt links hinter dem Brustbein. Außerdem stabilisiert es den Brustkorb, indem es die Andockstellen für die Rippen (Incisura costalis I–VII) und das Schlüsselbein (Incisurae claviculares), das über der ersten Rippe mündet, bietet.

Anatomische Darstellung des Brustbeins von vorne und der Seite. Es sind deutlich der Heftgriff, Brustkörper und Schwertfortsatz zu sehen. Außerdem zeichnen sich die "Anlegestellen" für die Rippen und das Schlüsselbein ab.

© Tefi | shutterstock.com (bearbeitet)

Grafik einer Wirbelsäule und Kennzeichnung ihrer Abschnitte sowie Nummerierung der Wirbel zur Erklärung eines Rundrückens

© Peter Hermes Furian | shutterstock.com (bearbeitet)

Brustwirbelsäule (kurz: BWS)

Als entscheidender Teil des Brustkorbs ist die Brustwirbelsäule etwas ganz Besonderes. Weil an ihr die Rippen hängen, unterscheidet sie sich von ihren Nachbarn, der Halswirbelsäule und Lendenwirbelsäule (kurz: HWS und LWS) ganz offensichtlich. Aber von vorne:

Wo sitzt die Brustwirbelsäule?

Die BWS stellt den zweiten von insgesamt fünf Abschnitten der gesamten Wirbelsäule dar. Sie befindet zwischen der HWS und LWS und damit auch über dem Kreuz- und Steißbein, die das Ende der Wirbelsäule markieren.

Was ist ihre Funktion und Form?

Zusammen schützen die Wirbelsäulen-Abschnitte das Rückenmark. Mit ihrer doppelten S-Form stabilisiert die Wirbelsäule den Rumpf, damit wir aufrecht gehen können. Die BWS selbst krümmt sich nach hinten. Das nennt sich Kyphose. Diese Krümmung ist besonders bei einem Rundrücken stark ausgeprägt und deutlich zu sehen. Mit ihren zwölf Wirbeln bildet die BWS zugleich den längsten Wirbelsäulen-Abschnitt. An ihnen setzen die Rippen an.

Brustwirbel (Vertebrae thoracicae)

Es gibt 12 Brustwirbel. In der Fachsprache heißen sie auch Thorakal-Wirbel: Das ist ein Verweis auf den Thorax, den Brustkorb, und kommt aus dem Lateinischen. Gekennzeichnet werden die Thorakal-Wirbel mit dem Kürzel „Th“ und der entsprechenden Nummer: Th 1 bis Th 12. Zwischen ihnen sitzen die Bandscheiben. Mehr über den allgemeinen Aufbau unserer Wirbel kannst du in unserem großen Rückenschmerz-Lexikon-Artikel lesen.

Wir betrachten jetzt die Brustwirbel näher. Sie unterscheiden sich von den Wirbeln der HWS und LWS in einigen charakteristischen Merkmalen:1) 2)

  1. Die Wirbelkörper der Brustwirbel sind eher hufförmig.
  2. Weil die Krafteinwirkung von oben nach unten zunimmt, werden sie in Richtung LWS breiter und höher.
  3. Die Dornfortsätze sind lang, schräg und überlappend nach unten gerichtet, sodass sie wie Dachziegel übereinander liegen.
  4. Schräg zur Seite statt rechtwinklig biegen sich die Querfortsätze, die die größte Besonderheit der Brustwirbel ausmachen:
  5. 👆 An den Querfortsätzen der Wirbel Th 1 bis Th 10 befinden sich Gelenkflächen speziell für die Rippen. Sie sind Teil des Rippen-Wirbelgelenks. Im Gegensatz zu den Brustwirbeln verfügen die HWS und LWS über keine solchen Gelenkflächen. Sie sind von den Gelenkfortsätzen (Facettengelenke), die alle Wirbel haben, um sie von oben nach unten miteinander zu verbinden, zu unterscheiden! Aufgrund dieses Unterschieds können wir bei einer Wirbelblockade der BWS Beschwerden in der ganzen Brust spüren.
  6. Weitere Gelenkflächen für die Rippen befinden sich am Wirbelkörper links und rechts, jeweils oben und unten. Lediglich der erste, elfte und zwölfte Brustwirbel (Th 1, Th 11 und Th 12) haben nur eine gelenkige Verbindung.
Grafische Darstellung der Wirbel im Vergleich: Lendenwirbel, Brustwirbel und Halswirbel. Der Brustwirbel wird herausgestellt und näher beschrieben und beschriftet. Zu sehen sind Dornfortsatz, Querfortsatz, Facettengelenke, Rippen-Gelenkflächen und Wirbelkörper

© Ellen Bronstayn | shutterstock.com (bearbeitet)

Grafische Darstellung des Brustkorbs und des Aufbaus einer einzelnen Rippe mir Rippenhöckerchen, Rippenhals, Rippenköpfchen, Rippenknorpel, Rippenkörper und Rippenbogen. Zu sehen ist außerdem die Unterscheidung zwischen echten, unechten und fliehenden Rippen

© Satymova Alena + Sonata_V | shutterstock.com (bearbeitet)

Rippen (Costae)

Insgesamt 24 Rippen hat der Mensch. Sie setzen an den Brustwirbeln an: jeweils eine links und rechts. So ergeben sich zwölf Rippenpaare, von denen die ersten zehn vorne im Brustbein zusammenlaufen. Jede Rippe besteht aus einem Rippenknochen und vorne aus einem Abschnitt aus Knorpel. Das ist der sogenannte Rippenknorpel.

  • Echte Rippen: Die Rippen eins bis sieben verbinden sich über diesen Knorpel direkt mit dem Brustbein.
  • Unechte Rippen: Die folgenden drei Rippen, acht bis zehn, sind nur indirekt mit dem Brustbein verbunden. Ihre Rippenknorpel verbinden sich zuerst untereinander und formen einen großen Rippenbogen. Dieser dockt schließlich am Knorpel der sechsten Rippe an, der zum Brustbein läuft.
  • Fliehende Rippen: Die Rippen elf und zwölf verbinden sich nicht mit dem Brustkorb.

Die Rippenknochen haben am hinteren Ende ein Rippenköpfchen. Es sieht aus wie ein Keil, weil die Gelenkfläche nach links und rechts schräg abfällt. So kann sich die einzelne Rippe, die genau genommen zwischen den Wirbeln sitzt, je mit einem oberen und unteren Wirbel verbinden (Rippen-Wirbelgelenk). Am Köpfchen schließt sich der Rippenhals an. Danach folgt das Rippenhöckerchen mit einer weiteren Gelenkfläche für die Verbindung mit dem Querfortsatz des oberen Wirbels. Der lange Rippenkörper verläuft leicht gekrümmt nach vorne. Den Raum zwischen den Rippen nennt man Interkostalraum oder Zwischenrippenraum.

1.2 Die Gelenke, Bänder und Muskeln – was die Knochen zusammenhält

Jetzt hast du einen guten Blick auf deinen knöchernen Brustkorb erhalten. Da es sich bei ihm ohne die organischen Bestandteile und das Gewebe nur um ein „klappriges Gerippe“ handeln würde, betrachten wir nun die Materialien, die alles zusammenhalten. Unser Hauptaugenmerk gilt vor allem den speziellen Rippengelenken, weil sie bei einer Wirbelblockade eingeschränkt sein können, und den Muskeln, da sie durch Verspannungen eine Wirbelblockade verursachen können und in den allermeisten Fällen deine Schmerzen auslösen.

Gelenke 

Das A und O unseres Brustkorbs sind die Rippen-Wirbelgelenke sowie die Gelenke zwischen den Rippen und dem Brustbein. Durch sie erlangt er die nötige Flexibilität, die er braucht, wenn wir atmen. Weiter unten in Kapitel 1.3 „Das Zwerchfell– ein wesentlicher Teil des Brustkorbs für die Atmung“ gehen wir auf das Zusammenspiel von Muskeln und Gelenken bei der Atmung näher ein.

Wie bereits zu den Brustwirbeln geschrieben, verfügen diese über Gelenkflächen am Wirbelkörper und den Querfortsätzen, an denen die Rippen ansetzen können. Und so sieht die Verbindung aller Gelenke aus:

Rippen-Wirbelgelenke

Jede Rippe ist über zwei Gelenke mit den Wirbeln verbunden:

  • Erstes Rippen-Wirbelgelenk: Eine Rippe sitzt zwischen zwei Brustwirbeln, die mit ihren Gelenkflächen oben und unten am Wirbelkörper das Rippenköpfchen aufnehmen. Eine Ausnahme stellen die erste, elfte und zwölfte Rippe dar. Sie sind mit nur einem Wirbelkörper verbunden.
  • Zweites Rippen-Wirbelgelenk: Dann verbindet sich die Rippe über das Rippenhöckerchen am Rippenhals mit der Gelenkfläche am Querfortsatz desjenigen Brustwirbels, der auf gleicher Höhe liegt. Bei den fliehenden Rippen ist dieses Gelenk nicht vorhanden.
Grafische Darstellung des Rippen-Wirbelgelenks: Ansicht von oben. Zwei Rippen bilden mit dem Brustbein und dem Wirbelkörper der BWS einen geschlossenen Kreis. Daneben sind noch einmal die knorpligen Gelenk-Verbindungen der Rippenenden am Brustbein zu sehen.

© eveleen | shutterstock.com (bearbeitet)

Die Rippen-Wirbelgelenke werden in der Medizin auch als Kostovertebralgelenke bezeichnet.

Gelenke zwischen den Rippen und dem Brustbein

  • Kostochondralgelenke: Das sind die Gelenke zwischen den Rippenkörpern und den Rippenknorpeln.
  • „Brustbein-Rippen-Gelenke“ (Sternokostalgelenke): Die Rippenknorpel stellen hier flexible Verbindungen zum Brustbein her. Diese Flexibilität ist entscheidend bei der Atmung.
  • Interchondralgelenke: Dies bezeichnet Knorpel-Gelenke des Rippenbogens aus den Rippen sechs bis zehn.

Zusammengehalten werden die Gelenkflächen der Rippen-Wirbelgelenke und der Gelenke zwischen den Rippen und dem Brustbein durch Knorpel (unechtes Gelenk) oder Gelenkkapseln (echtes Gelenk). Verstärkend wirken in beiden Fällen Bänder.

Muskeln

Natürlich gibt es viele verschiedene Muskeln, die sich vor allem in die Gruppen der Brust-, Bauch- und Rückenmuskulatur einordnen lassen. Wir beschränken uns daher auf einen Überblick über die wichtigsten Muskeln, von denen auch einige Teil der Atemmuskulatur sind:

Rückenmuskulatur

Gerade die Rückenmuskulatur hat ihren Ursprung und Ansatz an den Dorn- und Querfortsätzen der Wirbel. Wichtig sind die autochthonen Rückenmuskeln. Sie verlaufen entlang der gesamten Wirbelsäule vom Becken über den Brustkorb bis zum Kopf. Zu ihnen zählen unter anderem alle Muskeln, die jeweils zwischen den Dorn- und Querfortsätzen der Wirbel liegen, um sie der Länge nach zu verbinden. Diese kleinteiligen Muskeln funktionieren wie ein Hebel für die über ihnen liegenden und ansetzenden Rückenmuskeln, zum Beispiel:

  • Breiter Rückenmuskel: Oberarm, BWS, LWS, Rippen, Schulterblatt.
  • Trapzemuskel: HWS, BWS, Schulterblatt, Schlüsselbein.

Brustmuskulatur

Als Brustmuskeln gelten die vorderen, oberen Muskeln, die oft eng mit dem Brustkorb verknüpft sind:

  • Großer Brustmuskel: Brustbein, Rippen, Oberarm, Bauchbereich.
  • Kleiner Brustmuskel: Schicht unter dem großen Brustmuskel.
  • Sägemuskeln: hinten oben an der HWS und BWS, hinten unten an der LWS, vorne seitlich.
  • Zwischenrippenmuskeln oder Interkostalmuskulatur: zwischen den Rippen, außen und innen.

Bauchmuskulatur

Die Bauchmuskeln sind die Gegenspieler der Rückenmuskeln:

  • Gerader Bauchmuskel: Rippen, Brustbein, Becken.
  • Seitliche Bauchmuskeln: nach innen und außen schräg sowie quer zum Bauch und zur Brust.

📌 Zusammengefasst – die Funktion des Brustkorbs
Du merkst, dass alle Knochen des Brustkorbs – Brustbein, Rippen, Brustwirbelsäule – über die Muskeln und Gelenke miteinander verbunden sind. Außerdem bestehen diese Verbindungen auch über den Brustkorb hinaus mit anderen Körperteilen – wie Becken, Kopf, Halswirbelsäule und Lendenwirbelsäule. Die Knochen, Gelenke und Muskeln bilden eine Einheit. So ergibt sich ein Zusammenspiel aus einem stabilen Knochengerüst sowie gelenkigen und muskulären Verbindungen beziehungsweise Kräften. Dies dient vor allem:

  • dem Schutz der Organe,
  • der Stabilisierung des Rumpfes und
  • der Unterstützung der Atmung.

1.3 Das Zwerchfell – ein wesentlicher Teil des Brustkorbs für die Atmung

Die oben aufgeführten Muskeln bilden nicht nur den Brustkorb und schützen die Organe. Einige sind auch Teil der Atemmuskulatur – entweder direkt als Atemmuskel oder als Atemhilfsmuskel. Die Atemmuskulatur setzt also unmittelbar am knöchernen Brustkorb an. Das Zwerchfell stellt hier den wichtigsten Muskel dar.

Grafische Darstellung des Zwerchfells, wo es am Brustkorb liegt und wie es verläuft.

© blamb | shutterstock.com (bearbeitet)

Zwerchfell (Diaphragma)

Wo sitzt das Zwerchfell und welche Form hat es?

Dieser Muskel ist rundum am Brustkorb wie eine quer liegende Platte verhaftet. Er bildet nach innen hinter den Rippen eine Kuppel. Den Ansatz hat das Zwerchfell in zwei Strängen links und rechts an den Lendenwirbeln. Ab Höhe der Brustwirbelsäule sind sie miteinander verbunden. Von der Lendenwirbelsäule aus verlaufen die Stränge an beiden Seiten entlang der Rippen und dem knorpeligen Rippenbogen nach vorne, um schließlich an der Rückseite des Schwertfortsatzes am Brustbein „anzukommen“.

Welche Funktion hat das Zwerchfell?

Durch seine horizontale Lage im Rumpf trennt es die Brust- und Bauchhöhle voneinander sowie die jeweiligen Organe. Leber, Galle, Milz, Magen, Nieren, Dünn- und Dickdarm befinden sich in der Bauchhöhle. Wie anfangs geschrieben, beherbergt die Brusthöhle das Herz, die Lunge sowie Luft- und Speiseröhre.

Das Zwerchfell ist ein großer Atemmuskel. Ein weiterer Zweck seiner horizontalen Lage liegt darin, den Rumpf gemeinsam mit den Rücken-, Bauch- und Brustmuskeln zu stabilisieren, indem es sich aufbläht und die Wirbelsäule und Rippen in Position hält. Durch das Aufblähen und Zusammensinken erzeugt das Zwerchfell außerdem den für die Atmung nötigen Unterdruck und Druck.

Was passiert bei der Atmung?

Es gibt zwei Techniken der Atmung: die Brust- und Bauchatmung. Beide setzen wir bei der normalen Atmung unbewusst ein. Wir können sie aber auch bewusst nutzen, wie bei unseren Übungen gegen deine BWS-Blockade. Atemmuskeln sind die Zwischenrippenmuskeln und das Zwerchfell, einige andere der oben genannten Muskeln fungieren als Atemhilfsmuskeln.

Die Einatmung

  • Brustatmung: Inspiration ist das Fachwort für die Einatmung. Atmen wir ein, ziehen sich die äußeren Zwischenrippenmuskeln der Brustmuskulatur zusammen. Dadurch hebt sich der Brustkorb, was du auch äußerlich sehr gut sehen kannst. Die Rippen rotieren dabei und die gelenkigen Rippenknorpel heben sich, sodass sich das Volumen des Brustkorbs vergrößert. Weil die Lunge an dessen Wand liegt, dehnen sich auch die elastischen Lungenflügel beim Anheben des Brustkorbs aus.
  • Bauchatmung: Zusätzlichen Platz für die Lunge nach unten schafft die Bauchatmung (Zwerchfellatmung). Beim Einatmen zieht sich auch das Zwerchfell zusammen. Seine Kuppel flacht ab und es senkt sich. Die Organe in der Bauchhöhle werden dadurch nach unten gedrückt und der Bauch bläht sich auf. So entsteht in der Brusthöhle ein Unterdruck und die Lunge kann frische Luft einsaugen.

Die Ausatmung

Während die äußeren Zwischenrippenmuskeln und das Zwerchfell beim Einatmen angespannt sind, entspannen sie nun. Das Zwerchfell nimmt wieder seine Kuppel-Form an und drückt nach oben in die Brusthöhle. Die inneren Zwischenrippenmuskeln ziehen den Brustkorb nach unten und der Rippenknorpel senkt sich wieder. Damit verkleinert sich der Brustraum. Die Folge: Luft wird aus den beiden Lungenflügeln gepresst. Diesen Vorgang nennen Mediziner Exspiration.

Du kannst auch aktiv und kraftvoll ausatmen. Dann spannen sich die Atemhilfsmuskeln der Bauchmuskulatur an und erzeugen zusätzlichen Druck von unten gegen das Zwerchfell.

Grafische Darstellung der Ein- und Ausatmung: Eine Frau steht seitlich und man sieht mittels blauer Pfeile bei der Einatmung, wie die Luft in die Lungenflügel strömt, während das Zwerchfell nach unten geht, deutlich gemacht durch einen roten Richtungspfeil. Das Gleiche bei der Ausatmung: Luft strömt aus der Lunge aus. Das macht ein blauer Richtungspfeil aus dem Mund deutlich. Das Zwerchfell, mit einem roten Pfeil nach oben hervorgehoben, bewegt sich nach oben in die Brusthöhle.

© NoPainNoGain | shutterstock.com (bearbeitet)

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

2. Entstehung & Ursache von BWS-Blockade und Brustschmerzen


Elastizität – der Schlüssel für einen funktionierenden Brustkorb:

Unser Brustkorb ist stark und stabil, um die lebenswichtigen Organe in der Brusthöhle zu schützen. Gleichzeitig sitzen an ihm die Atemmuskeln. Das bedeutet, unser Brustkorb muss auch flexibel sein. Dafür sind die vielen muskulären und gelenkigen Verbindungen da!

Der Brustkorb könnte auch einfach einen massiven Tresor abgeben.

Aber durch die kleinen, vielen „Scharniere“ an den

  • Brustwirbeln,
  • an den Rippen,
  • ihren knorpeligen Abschnitten und
  • die Bandscheiben selbst

sind Brustwirbelsäule, Rippen und Brustbein beweglich und tragen jedes Ein- und Ausatmen mit (siehe erstes Kapitel „Der Brustkorb – ein anatomischer Überblick“).

Unser Brustkorb hebt und senkt sich nämlich mit jedem Atemzug, weil sich die Lungenflügel aufblähen. Dieses Auf und Ab machen die Rippengelenke bei Erwachsenen etwa 16 Mal, bei Jugendlichen circa 20 Mal und bei Neugeborenen ungefähr 40 Mal in der Minute mit. So nehmen wir mit jeder Atembewegung einen halben Liter Frischluft auf.

Ist auch nur einer der flexiblen Bestandteile verletzt oder in seiner Funktion beeinträchtigt, kann dies die Funktionsweise des gesamten Brustkorbs behindern. Und genau das ist bei einer Blockade der Fall. Häufig betroffen ist die Brustwirbelsäule.

Kein Wunder, denn die BWS ist nicht nur Teil eines komplexen Systems, dem Brustkorb, sondern zugleich auch Teil der gesamten Wirbelsäule, die das lebenswichtige Rückenmark schützt. Sie macht also eine der wichtigsten Skelett-Regionen des menschlichen Bewegungsapparates aus.

Häufig kommen an ihr entzündliche, degenerative und infektiöse Erkrankungen vor, die zu Wirbelblockaden führen können. Das hat gegebenenfalls Auswirkungen auf das gesamte Gelenksystem, kann Störungen an den Nerven sowie Beschwerden und Behinderungen im Brustraum hervorrufen.3)

Ursachen für eine BWS-Blockade gibt es also viele. In diesem Kapitel gehen wir auf die häufigsten ein:

2.1 Haupt-Ursache: muskuläre Überspannungen & Verkürzungen

Für die Haltung des Rumpfs und die Atmung sind dieselben Muskelgruppen zuständig. In ihren Überspannungen und Verkürzungen liegt die Haupt-Ursache einer BWS-Blockade. Grund dafür sind vor allem einseitige Bewegungen, eine falsche Körperhaltung und Bewegungsmangel.

Eine Frau sitzt vor ihrem Laptop und sie beugt sich nach vorne. Der Oberkörper ist leicht gekrümmt, die Arme liegen eng an und der Kopf rückt noch weiter nach vorne.

© Andrey_Popov | shutterstock.com

Einseitige Bewegungen & Bewegungsmangel

Überleg mal, was machst du so den Tag über? Morgens schmierst du dir vielleicht dein Frühstücksbrötchen, steigst aufs Fahrrad oder ins Auto und fährst zur Arbeit. Dort angekommen, „klimperst“ du auf der Tastatur rum, ehe du neun Stunden später nach Hause fährst, um dich mit einem Belohnungs-Snack auf die Couch zu begeben. In wenigen Stunden geht alles wieder von vorne los.

Ganz schön eintönig, nicht wahr? Auffällig ist doch auch, dass bei sämtlichen Tätigkeiten dein Oberkörper stets nach vorne gerichtet ist! Deine Arme und Schultern ziehen ihn ständig vor die Körperachse: beim Schmieren mit dem Messer, beim Greifen des Lenkrads, bei der Bedienung der Tastatur und Fernbedienung, beim Essen und so weiter. Im Sitzen ist das besonders deutlich. Die Auswirkungen dieses Bewegungsmangels sind spätestens bei einem Rundrücken oder Hohlkreuz zu sehen.

Das Fatale ist: Damit bei dir alles effizient und schnell, fast schon automatisch abläuft, gewöhnen sich deine Muskeln und Faszien an die einseitigen Bewegungen. Die Folge sind Verspannungen und Verkürzungen. Deine Bauch- und Brustmuskeln vorne werden kürzer, während sich die Rückenmuskeln darum bemühen, dich möglichst aufrecht zu halten und ständig gegenstrecken müssen. Die Muskulaturen befinden sich dadurch in einem permanenten Ungleichgewicht. Auf Dauer und ohne gezielten Ausgleich verlieren deine Muskeln an Flexibilität und werden unnachgiebiger.

Deine Effizienz im Alltag geht also zulasten deiner Muskeln und Gesundheit am Rücken und im Brustkorb!

  • Durch die starken Zugkräfte am Rücken nimmt der Druck auf die Wirbel immer weiter zu. Sie können sich verschieben und verkeilen, was dann aus herkömmlicher Perspektive die Wirbelblockade ausmacht.
  • Gleichermaßen vom Druck und dieser Verkeilung betroffen sind die Bandscheiben, sodass auch Bandscheibenvorfälle drohen.
  • Ebenso verspannen und verkürzen sich die Muskeln zwischen den Rippen (Interkostalmuskeln) und verkleinern den Brustraum. Druck entsteht dadurch auch auf die Gelenke zwischen den Rippenkörpern und dem Brustbein sowie die inneren Organe. Das wiederum kann zu Störungen an den Nerven führen, die dort überall entlang laufen. In diesem Fall sprechen Mediziner von einer Interkostalneuralgie.

Flache Atmung

Gerade ein verspanntes Zwerchfell kann zu einer flachen Atmung und Symptomen wie Atemnot, Brust- und Rückenschmerzen führen. Das Zwerchfell ist ja ein Atemmuskel am unteren Brustkorb-Ende, der sich bei der Ein- und Ausatmung flexibel bewegt. Ist er überspannt und verkürzt, ist diese Dehnbarkeit nicht mehr gegeben. Das Brustkorb-Volumen vergrößert sich bei der Einatmung nicht genug, um den Lungenflügeln ausreichend Platz zu machen, damit sie wieder genügend Atemluft aufnehmen können. Auch nach oben kann sich das Zwerchfell nicht mehr aufblähen, um den Ausstoß verbrauchter Luft auszulösen.

Die Folge: Der Rumpf wird nicht mehr stabilisiert, Betroffenen fällt es schwer, den Oberkörper aufrecht zu halten. Folglich können sie kaum mehr Belastungen standhalten. Eine Fehlhaltung entsteht, der Brustraum wird eingeengt und das Atmen erschwert.4)

📌 Was muskulär-fasziale Überspannungen im Brustkorb anrichten und woher deine Schmerzen meistens kommen
Verkürzungen vorne (Brust- und Bauchmuskeln), Überspannungen hinten (Rücken) und unterhalb des Brustkorbs (Zwerchfell) ziehen aus verschiedenen Richtungen an deiner Brustwirbelsäule. So erhöht sich der Druck: erstens auf die Brusthöhle und Organe und zweitens durch die muskulären Zugkräfte auch auf die Wirbel und Bandscheiben. Sogenannte Wirbelblockaden, blockierte Gelenke und daraus resultierende Bewegungseinschränkungen sowie Rücken- und Brustschmerzen können entstehen.

Aus unserer Sicht handelt es sich jedoch meist nicht um „echte“ Blockaden. Keine Verkeilungen oder Verschiebungen verursachen die Schmerzen, sondern muskulär-fasziale Überspannungen und Verkürzungen. Und dabei handelt sich auch nicht um einen Schädigungs-Schmerz, weil etwa die Strukturen an der BWS Verschleißerscheinungen haben und zerstört sind. Viel eher sind die Beschwerden, die wir haben, Alarmschmerzen: Rezeptoren an der Knochenhaut registrieren die viel zu hohen muskulär-faszialen Spannungen und melden sie deinem Gehirn. Dieses schaltet den Schmerz an genau der Stelle, an der die Überspannungen zu groß sind. Das bedeutet: Schmerzen warnen uns vor drohendem Verschleiß und geben uns einen deutlichen Hinweis darauf, dass etwas an unserem Bewegungsverhalten und unserer Körperhaltung nicht stimmt.

2.2 Fehlstellungen der Wirbelsäule

Erkrankungen wie Skoliose und Morbus Scheuermann betreffen sehr oft die Brustwirbelsäule, weshalb es dadurch ebenfalls zu einer Wirbelblockade im herkömmlichen Sinne beziehungsweise BWS- und Brustschmerzen kommen kann.

Skoliose

Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, die unter anderem im Bereich der Brust vorkommt. Das kann zu Problemen mit den Atembewegungen führen, weil die inneren Organe in der Brust- und Bauchhöhle eingeengt werden. In unserem großen Schmerzlexikon-Artikel erfährst du mehr über die Wirbelsäulen-Fehlstellung Skoliose.

Morbus Scheuermann

Morbus Scheuermann bezeichnet die krankhafte Veränderung und Verkrümmung der Brustwirbelsäule bei Jugendlichen. Und zwar im Gegensatz zur Skoliose nicht zur Seite, sondern nach vorne. Das bedeutet, die normal vorhandene Krümmung der BWS ist übertrieben ausgebildet. Es liegt eine Tendenz zum Rundrücken (Hyperkyphose) vor. Grund dafür ist die Bildung sogenannter Keilwirbel, zum Beispiel durch Überlastungen und Fehlhaltungen. Die Wirbelkörper sind vorne abgeflacht und hinten hochstehend. Im Wachstum verkrümmt sich die BWS stärker, sodass sich der Oberkörper zunehmend nach vorne beugt. Die Folge durch die Überlastung des Rückens können Wirbelblockaden, Rückenschmerzen, Atem-Probleme, Bandscheibenvorfälle und Beschwerden im Brustbereich sein. Auch Lungenerkrankungen können entstehen, weil der Druck auf die inneren Organe zunimmt.5)

Eine Frau sitzt mit dem Rücken zur Kamera auf einem Behandlungstisch. Der Oberkörper ist frei. Eine Wirbelsäule, die leicht zur Seite geneigt ist auf dem Rücken eingezeichnet. Ein Therapeut im blauen T-Shirt tastet den Rücken der Frau ab.

© Albina Glisic | shutterstock.com

2.3 Weitere skelettale & muskuläre Auslöser

Verspannungen des Musculus Sternalis: Das ist ein Muskel je links und rechts neben dem Brustbein, den nur eine Minderheit der Europäer vorweisen kann. Ist er stark überspannt, kann dies zu heftigen Schmerzen am Brustbein führen.

Syndrom der zwölften Rippe: Symptome sind Schmerzen im mittleren und unteren Bauchbereich. Ärzte vermuten eine Blockierung des Rippen-Wirbelgelenks. Weil die Rippe nicht mit dem Brustbein verbunden ist und schwebend im Brustraum endet, ist sie an ihrem letzten Stück besonders druckempfindlich. Sie könnte auf die Nerven im Interkostalraum drücken und eine Störung verursachen.

2.4 Entzündungen

Entzündungen an der Brustwirbelsäule können von Viren oder Bakterien verursacht werden. Eintritt in unser System erlangen die Fremdkörper beispielsweise durch offene Körperstellen. Über die Blutbahnen können sie bis zur Wirbelsäule, zum Rückenmark, zu den Bandscheiben, Gelenken, Weichteilen (Muskel, Bänder, Nerven), Wirbelkörpern oder in den Spinalkanal gelangen und dort die Strukturen angreifen. Solche Entzündungen können sogar ganze Wirbelkörper zerstören. Mögliche entzündliche Ursachen sind auch Autoimmun- und Stoffwechselerkrankungen. In diesem Fall greifen die Abwehrzellen den eigenen Körper an.

Typische „Entzündungs-Krankheiten“, die zu Brustschmerzen führen, sind:6)

Röntgen-Aufnahme der Wirbelsäule. Die Brustwirbelsäule ist rot hervorgehoben, um zu vermitteln, dass sich dort Entzündungen abspielen.

© Hamara | shutterstock.com

Rheumatoide Arthritis: Stoffwechsel-Störung, die zu Entzündungen und Schmerzen an den Gelenken führt. Gelenkverschleiß, die sogenannte Arthrose, ist eine häufige Folge davon.

Axiale Spondyloarthritis (auch: Spondylarthritis): Der Begriff fasst mehrere rheumatische Erkrankungen zusammen. Der häufigste Befall liegt am axialen Skelett vor, also an der Wirbelsäule. Eine bekannte Form der Spondyloarthritis ist Morbus Bechterew.

Psoriasis-Arthritis: Tritt häufig zusammen mit Schuppenflechte auf und führt in der Regel zu einem entzündlichen Befall von Gelenken.

Kostochondritis/Tietze-Syndrom: Eine Entzündung des Rippenknorpels im Bereich der Brustbein-Rippen-Gelenke. Der Knorpel ist dabei äußerst druckempfindlich.

2.5 Degenerative Krankheiten

Verschiedenste Krankheiten äußern sich in degenerativen Veränderungen an körpereigenen Strukturen und zersetzen sie schrittweise. Das passiert meist aufgrund von erhöhtem Verschleiß oder Alterung. Dies kann die Brustwirbelsäule genauso treffen wie alle anderen Gelenke des Körpers. Osteoporose und Arthrose sind typische Vertreter dieser Gruppe.

Osteoporose: Eine Veränderung des Stoffwechsels bewirkt Osteoporose und führt zum Knochenschwund. Die Knochen werden porös und fragil und können in fortgeschrittenen Fällen brechen.

Arthrose: Bei Arthrose handelt es sich um erhöhte Verschleißerscheinungen an den Gelenken mit zunehmendem Abbau des Knorpels. Sie kann eine Folge von Rheuma sein, bei der die Gelenk-Zersetzung in erster Linie durch Entzündungen entsteht. Viel häufiger liegen der Arthrose jedoch muskulär-fasziale Überspannungen rund um das betroffene Gelenk zugrunde.

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

3. Symptome bei einem BWS-Syndrom


Häufig verspüren Betroffene bei einem BWS-Syndrom einen Schmerz, der zwischen den Schulterblättern sitzt und bis nach vorne über die Rippen in den Brustkorb ausstrahlt. Die Schmerzen sind oft dumpf und/oder drückend.

Das erscheint logisch. Denn wenn die gelenkigen und muskulären Verbindungen des Brustkorbs sowie die Brustwirbel blockiert sind, kann diese Blockierung eine Kettenreaktion auslösen. Darum können sich an der BWS befindliche Entzündungen, Wirbelsäulen-Verformungen oder sonstige skelettale Ursachen (siehe Kapitel 2 „Entstehung & Ursache“) auch vorne in der Brust bemerkbar machen. Dasselbe gilt für den häufigeren Fall: muskulär-fasziale Überspannungen, deren Zugkräfte in mehrere Richtungen wirken und sowohl im Rücken als auch in der Brust Alarmschmerzen auslösen können.

💡 Schmerzen in der Brust gelten als eines der häufigsten Symptome bei einer BWS-Blockade. Tatsächlich konnten verschiedene Studien einen direkten Bezug zwischen der Brustwirbelsäule und Schmerzen in der hinteren Brustwand nachweisen. Dafür haben Forscher Kontrastmittel in die Facetten- und Rippen-Wirbelgelenke des Brustkorbs gespritzt, um zu erforschen, wo danach Schmerzen auftreten. Viele Teilnehmer berichteten von Schmerzen in der vorderen und hinteren Brust sowie an der Brustseite.7)

3.1 Typische Symptome

Neben Brustschmerzen zeigen sich bei einem BWS-Syndrom vor allem:

  • Rückenschmerzen: Kommt es zu Wirbelblockaden, sind die Rippen-Wirbelgelenke, Bandscheiben oder Muskeln betroffen und Schmerzen zwischen den Schulterblättern typisch. Strahlen die Rückenschmerzen dann mitunter bis in die Beine aus, kann dahinter auch ein thorakaler Bandscheibenvorfall stecken. Schuld daran sind meist Druckkräfte, die durch muskuläre Überspannungen entstehen und die Wirbel samt Bandscheiben zusammenstauchen.
  • Schmerzen beim Atmen: Sind die Gelenke blockiert und eingeengt, sind sie nicht mehr flexibel genug, um bei Atembewegungen den Brustkorb anzuheben.
  • Rippenschmerzen: Verspannte Interkostalmuskeln können beim Atmen oder bei Bewegungen zu Schmerzen an den Rippen führen.
Eine Frau sitzt auf der Couch, atmet tief aus und legt dabei ihre Hand flach auf ihre Brust.

© Image Point Fr | shutterstock.com

  • Verhärtungen und Verspannungen weiterer Muskeln: All unsere Muskeln im Körper sind direkt oder indirekt miteinander verknüpft. Aus diesem Grund können auch benachbarte Muskeln in den Bereichen der Lenden- und Halswirbelsäule oder des Beckens schmerzhaft überspannt sein.
  • Verkrümmte Körperhaltung: Durch eine verformte Wirbelsäule bei Skoliose oder Morbus Scheuermann kann der Brustraum eingeengt und die Organe können eingedrückt werden.
  • Bewegungseinschränkungen an der Brustwirbelsäule: Die BWS ist durch die Verbindung mit den Rippen ohnehin in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Durch eine Wirbelblockade erhöht sich die Unbeweglichkeit zusätzlich, sodass du deine BWS vielleicht nur noch in eine Richtung drehen kannst.
  • Knacken in der BWS und im Brustbein: Dies wird durch eine Blockierung an den Gelenken hervorgerufen und ist in aller Regel schmerzlos.

3.2 BWS-Syndrom oder Herzinfarkt?

Weil hinter Brustschmerzen aber auch gynäkologische, gastroösophageale (den Magen und die Speiseröhre betreffend) oder gar kardiologische (das Herz betreffend) Ursachen stecken können, gilt es herauszufinden, inwiefern sich Symptome einer BWS-Blockade von denen ernst zu nehmender Krankheiten unterscheiden. Das solltest du natürlich immer im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung abklären. Aber insbesondere die Sorge um das Herz kommt schnell auf bei Beschwerden in der Brust. Darum wollen wir hier und jetzt einen genaueren Blick auf den Herzinfarkt als häufige Herz-Kreislauf-Erkrankung werfen.

Nahaufnahme: Ein älterer Mann hat Schmerzen in der Herzgegend. Darum greift er sich mit beiden Händen an sein Herz und nimmt eine gekrümmte Haltung ein.

© Rawpixel | envato.elements.com

Enge sowie ein beklemmendes und mitunter massives Einschnürungs-Gefühl in der Brust wecken natürlich bei vielen die Angst, es könnte es sich um einen Herzinfarkt handeln. Kein Wunder, denn die Symptome ähneln denen eines BWS-Syndroms: Schmerzen am Rücken, im Brustkorb und besonders in der Region um das Brustbein – darunter sitzt schließlich das Herz.

Wenn die Schmerzen deutlich länger als fünf Minuten anhalten, in die Schulter, Arme, den Kiefer und Hals sowie in den oberen Bauch ausstrahlen und zusätzlich folgende Symptome auftreten, sprechen die Beschwerden für einen Herzinfarkt:

  • Übelkeit
  • Atemnot
  • Angstschweiß
  • kalte und fahle Haut (zum Beispiel im Gesicht)

Herzinfarkte treten außerdem auch bei körperlichen Aktivitäten und Belastungen oder bei emotionalem Stress auf.

Insbesondere dann, wenn die oben genannten Symptome für dich eher untypisch und vorher noch nie aufgetreten sind, solltest du sicherheitshalber den Not-Arzt rufen❗

📌 Brustschmerzen im Zusammenhang mit weiteren Erkrankungen
Pneumothorax, Lungenembolie, Rippenfellentzündung oder Reflux – spezielle Erkrankungen an der Lunge oder im Magen haben Brustschmerzen als ein gemeinsames Symptom. Insbesondere bei plötzlicher Atemnot, Husten mit rötlich-braunem Auswurf und akuten, einseitigen Schmerzen beim Atmen kann es sich um lebensbedrohliche Zustände handeln. In solchen Fällen solltest du ebenfalls nicht zögern, den Not-Arzt zu rufen oder den Arzt für weitere Untersuchungen zu besuchen.

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

4. Behandlung eines BWS-Syndroms


Die Behandlungsmethoden bei Schmerzen an der Brustwirbelsäule können sich stark unterscheiden, weil sie häufig von der Ursache abhängig und daher spezifisch sind. So ist unserer Ansicht nach auch Ernährung ein wichtiger Bestandteil bei der Behandlung des BWS-Syndroms, vor allem dann, wenn es sich bei den Ursachen um rheumatische, degenerative oder osteoporotische Krankheiten handelt. Wenn du dich für gesunde Ernährung gegen Schmerzen interessierst, findest in unserem Ernährungslexikon spannende Spezial-Artikel und viele Tipps für den Start.

Sofern schwerwiegende Erkrankungen gynäkologischen oder kardiologischen Ursprungs (siehe Kapitel 3.2 „BWS-Syndrom oder Herzinfarkt?“) auszuschließen sind, kommen vor allem manualtherapeutische Verfahren zum Einsatz, um eine BWS-Blockade zu lösen und Schmerzen in der Brust und im Rücken zu lindern. Häufig angewendet werden außerdem klassische Rücken-Therapien wie

  • Wärmeanwendungen,
  • Krankengymnastik,
  • Krafttraining,
  • Rückenschule oder die
  • Physiotherapie mit Mobilisationsübungen.

Über die Vor- und Nachteile dieser Methoden kannst du dich in unserem großen Schmerzlexikon-Artikel über Rückenschmerzen informieren. Die gängigsten beleuchten wir mit Blick auf das BWS-Syndrom auch noch einmal in diesem Kapitel. Zuvor gehen wir auf weitere Behandlungsmethoden der konventionellen Medizin ein, die wir besonders kritisch sehen. Um kurzfristig die Beschwerden ihrer Patienten zu behandeln, ziehen einige Ärzte nämlich auch schnell Schmerzmittel und Operationen in Betracht.

4.1 Schmerzmittel & Operationen

Bei der Behandlung durch die Einnahme von Schmerzmitteln steht vor allem die Bekämpfung der Symptome im Vordergrund. Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac sind bekannte Wirkstoffe, um Schmerzen zu betäuben. Bei besonders starken, chronischen Schmerzen wirken auch Opioide wie Morphin oder Tilidin. Das ist allerdings nur eine Lösung für kurze Zeit. Abgesehen davon, dass diese Medikamente zahlreiche Nebenwirkungen haben, würdest du mit ihnen keineswegs die Ursache für deine Schmerzen in der Brustwirbelsäule angehen. Darum raten wir von einer langfristigen Einnahme ab.

Dasselbe gilt für die meisten Operationen. Auch sie bergen Risiken wie Infektionen, Blutungen oder Verletzungen an den Nerven und helfen durch die muskelentspannende Narkose oft nur kurzfristig.

So liegt die tatsächliche Erfolgsquote für Rücken-Operationen bei nur 35 Prozent und Patienten beklagen sich häufig danach noch über anhaltende Schmerzen.8)

Ein Operationsteam aus drei Ärzten beugt sich über einen Patienten, den man aber nicht sieht.

© Idutko | shutterstock.com

Deswegen werden solche Operationen auch von medikamentösen, psychologischen und physiotherapeutischen Maßnahmen wie einer Rückenschule im Vor- und Nachgang begleitet.

Zwar führen Ärzte in aller Regel die Operationen durch, um die Auslöser einer Blockade – ihrer Meinung nach Wirbelsäulen-Verkrümmungen, Verschleißerscheinungen oder verschobene/verhakte Gelenkteile – zu beseitigen. Jedoch sind auch dafür unserer Ansicht nach in den meisten Fällen Überspannungen in der Muskulatur und Muskel-Verkürzungen die eigentliche Ursache. Selbst degenerative Krankheiten haben häufig ihre Ursache im Bewegungsmangel sowie darin, dass wir uns zu einseitig bewegen.

Wenn du also nichts an deinem Bewegungsmuster änderst oder es mit unseren Übungen gezielt ausgleichst, können deine Schmerzen an der BWS und Brust immer wieder auftauchen. Doch keine Sorge: Damit es dir dauerhaft besser geht, brauchst du nur ein paar Minuten täglich und kannst bequem zuhause trainieren. Wie einfach das sein kann, zeigen wir dir weiter unten im Übungskapitel.

4.2 Manuelle Behandlungen & physikalische Therapien

Zu sehen ist der Rücken einer Frau, auf den ein Therapeut heiße, schwarze Steine legt.

© Nestor Rizhniak | shutterstocks.com

Thermo-Therapien: Wärme & Kälte

Ebenso einen kurzzeitigen, aber wirksamen und dafür kostengünstigen Effekt kann die Thermo-Therapie erreichen. Wärmepflaster, Thermalbäder, Wärmepackungen mit Schlick oder Naturmoor oder einfach Wärmflaschen und Körnerkissen: Fakt ist, Wärme lockert das Bindegewebe und die Muskeln und regt die Durchblutung sowie den Stoffwechsel an. Das fördert die Nährstoffversorgung des Gewebes und kann die Schmerzen gut lindern.

Denselben Effekt haben übrigens auch Massagen mit unseren Faszien-Rollen und -kugeln. Im Gegensatz zu Wärme-Therapien schiebst du damit aber direkt die Zwischenzellflüssigkeit an, wodurch du deine Faszien viel gezielter in Richtung Entspannung stimulieren kannst. Probier’s doch einfach mal aus: Rollen kannst du sowohl vor als auch nach unseren Übungen gegen dein BWS-Syndrom.

Insgesamt können Wärmeanwendungen gut bei Muskel-Verspannungen und bei Arthrose helfen. Sollte die Schmerzursache allerdings in einer Entzündung liegen, sind Kälte-Therapien empfehlenswerter. Dabei kannst du zu Eis-Packs und Eiswürfeln greifen oder aber eine spezielle Kryotherapie mit Kältekammer machen. Kurzzeitige Erfolge sind bei rheumatischen Entzündungen und Schmerzzuständen sowie auch bei Fibromyalgie möglich.

Physiotherapie & Krankengymnastik

In der Physiotherapie sollen muskuläre Disbalancen zum einen durch muskelentspannende Methoden, zum anderen durch Kräftigungen ausgeglichen werden. Es geht darum, die Gelenke von verspannten Muskeln zu befreien und Menschen mit Hilfe von Mobilisationsübungen aus ihrer Schonhaltung herauszuholen.

Während einige Übungen aus der Krankengymnastik die Rückenmuskulatur trainieren, um den Rumpf zu stabilisieren, dienen andere Übungen der Dehnung der Muskulatur. Ergänzend setzen Physiotherapeuten auch physikalische Maßnahmen wie die Thermo-Therapien ein. Elektro-Therapien sollen bei Muskel-, Gelenk- und Sehnenschmerzen am Bewegungsapparat wirken. Die elektrischen Impulse stimulieren die Nerven am Rücken, um den Schmerz zu unterdrücken.

Eine Frau sitzt an einem Lastenzug, um die Rücken- und Armmuskulatur zu stärken. Die Hand eines Physiotherapeuten korrigiert die Haltung.

© Kzenon | shutterstock.com

Letztlich sind auch diese physikalischen Maßnahmen keine ursächliche Behandlung, sondern nur eine vorübergehende Stummschaltung des Schmerzes. Außerdem halten wir nicht viel von einer Behandlung durch Kräftigungs-Übungen. Im Gegenteil: Unsere Erfahrung zeigt, dass dadurch die Muskeln nur noch stärker überspannen.

Deine Rückenmuskulatur arbeitet im Alltag sowieso ständig daran, deinen Oberkörper aufrecht zu halten. Sie ist dadurch permanent überspannt und daher kräftig genug. Durch ein Krafttraining würde die Spannung an der Brustwirbelsäule zusätzlich zunehmen. Das ginge natürlich wieder zulasten der Gelenke und Wirbel, sodass deine Schmerzen und Atembeschwerden sogar schlimmer werden könnten.

Im Gegensatz zur Physiotherapie und Krankengymnastik sprechen wir uns deshalb gegen ein einseitig betriebenes Krafttraining bei einer BWS-Blockade und Beschwerden im Brustkorb aus. Im Vordergrund unserer Schmerztherapie steht eine aktive muskelentspannende Methode zur Dehnung. Kräftigungen finden bei uns in den Dehnungen selbst statt.

Eine Patientin steht mit erhobenen Armen in einer Zimmerecke und dehnt ihren Brustbereich auf. Ihre Arme sind etwas über Schulterhöhe voll ausgestreckt und Roland Liebscher-Bracht leitet sie an.

Muskelentspannung durch Dehnung & Atemtraining

Aus dem Ursachen-Kapitel weißt du, dass muskulär-fasziale Überspannungen und Verkürzungen in den meisten Fällen Schuld an einer BWS-Blockade sind und somit auch zu vielen Beschwerden im Brustraum führen. Der Grund hierfür liegt im Bewegungsmangel und den einseitigen Bewegungen in unserem Alltag.

Das bedeutet: Du musst entweder dein Bewegungsverhalten im Alltag ändern und durch vielfältige Bewegungs-Aktivitäten auflockern. Oder du machst einfach unsere Übungen und gleichst die Einseitigkeiten mit wenigen Minuten täglich gezielt aus.

Bei einem BWS-Syndrom geht es für dich darum, in Bewegungswinkel vorzudringen, von denen du wahrscheinlich gar nicht wusstest, dass es sie gibt. Das gilt gerade bei Schmerzen, weil wir sonst dazu neigen, in die Schonhaltung zu gehen und unsere Muskeln dadurch noch unflexibler werden.

Deshalb kommt es entscheidend auf deine Mithilfe an. Nur wenn du wirklich regelmäßig unsere muskelentspannenden Dehn-Übungen machst, hältst du deine Muskeln, Bänder und Faszien geschmeidig. Du setzt neue Reize, nimmst die überhöhten Spannungen aus den Muskulaturen und schützt vorbeugend Knochen, Gelenke und Nerven deines Brustkorbs. Ein Alarmschmerz ist dann nicht mehr nötig.

Dehnen solltest du natürlich die Rücken-, Brust- und Bauchmuskeln, allerdings nicht nur:

Erinnere dich daran, dass das Zwerchfell ein ganz entscheidender Muskel für die Rumpfhaltung und Atmung ist!

Besonders bei Patienten, die unter der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (kurz: COPD) leiden, bei der die Atemwege verengt sind und die Lunge überbläht sein kann, hat sich ein Atemtraining bewährt. Weil das Zwerchfell bei ihnen geschwächt ist, müssen sie häufig den Atemhilfsmuskeln (Bauch und Brust) die Funktion der Körperhaltung überlassen. Entsprechend haben sie mit Atembeschwerden und Rückenproblemen zu kämpfen.

Mit einem Atemtraining – entweder beim Physiotherapeuten, durch Lungensport oder mit speziellen Atem-Therapie-Geräten (Cornet, Flutter) –, dehnen COPD-Patienten ihre Muskeln wieder auf. Untersuchungen zeigen, dass sie auf diese Weise ihre Haltung verbessern, Rückenschmerzen lindern und schließlich befreiter atmen konnten.9)

Eine Frau im Schneidersitz praktiziert eine Atemtechnik aus dem Yoga. Sie hält sich mit ihrer rechten Hand die Nase zu, während die linke Hand locker auf dem linken Knie aufliegt

© fizkes | shutterstock.com

Das Gute für dich ist: Für ein effektives Atemtraining musst du nicht gleich zu einem Physiotherapeuten gehen oder dir irgendwelche Geräte anschaffen. Wir haben eine ganz einfache und ebenso effektive Atem-Übungen gegen deine Muskel-Überspannungen für dich. Du kannst sie sehr gut zuhause machen und perfekt in deinen Alltag integrieren.

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

5. Dehn- und Atem-Übungen: Das Beste, was du gegen deine BWS-Blockade machen kannst


Basierend auf unserer jahrzehntelangen Erfahrung als Schmerzspezialisten haben wir für dich die drei besten Übungen gegen deine BWS-Schmerzen zusammengestellt. Mit den Übungen kannst du deine Überspannungen und Verkürzungen an den Muskeln und Faszien im gesamten Brustkorb selbstständig auflösen und neuen vorbeugen.

  • Die erste Übung am Boden wirkt an der Brustwirbelsäule muskelentspannend.
  • Dann dehnen wir die Brustmuskeln auf und öffnen unseren Brustkorb.
  • Und bei der letzten Übung steht das Zwerchfell im Vordergrund und wir vertiefen unsere Atembewegungen.

Du wirst schnell merken, dass du nach unseren Übungen viel freier atmen kannst und sich deine Schmerzen bestimmt schon verringert haben. Lass es doch jetzt einfach auf einen Versuch ankommen!

Schau dir dazu am besten gleich dieses Video an und du siehst, wie die Dehn- und Atem-Übungen genau funktionieren. Weiter unten haben wir zusätzlich eine schriftliche Übungs-Anleitung für dich vorbereitet:

Übung 1: Die Brustwirbelsäule überstrecken

Eine Frau liegt auf dem Boden. Unter ihrem Rücken ist die Medi-Faszienrolle von Liebscher und Bracht platziert. Roland Liebscher-Bracht leitet sie an..
  1. Nimm unsere Medi-Faszienrolle aus unserem Faszien-Rollmassage-Set zur Hand. Setze dich mit dem Gesäß auf den Boden und platziere sie hinter deinem Rücken.
  2. Lege dich nun nach hinten auf die Faszienrolle, sodass sie unter deiner Brustwirbelsäule liegt.
  3. Tipp: Die Brustwirbelsäule ist ungefähr auf Höhe der Brustwarzen.
  4. Mache dich komplett lang und strecke deine Beine aus. Dein Nacken und Kopf liegen auf dem Boden auf.
  1. Jetzt schau mal, ob die Faszienrolle richtig liegt: Das tut sie dann, wenn du bereits einen Dehnungs-Schmerz im oberen Rücken spürst.
  2. Atme nun tief ein und fühle, ob du auf deiner persönlichen Schmerzskala schon bei Stufe neun angelangt bist. Falls nicht, dann ändere deine Position: Bewege dich mit dem Oberkörper ein wenig hin und her und platziere die Faszienrolle gegebenenfalls neu.

Halte den Dehnungs-Schmerz für zwei Minuten, gerne auch ein wenig länger. Es geht darum, deinen Rundrücken, der ja aufgrund der verkürzten Muskeln an der Vorderseite deines Oberkörpers entsteht, zu entspannen, indem du die Muskulatur im Rücken aufdehnst.

Übung 2: Den Brustkorb öffnen

Eine Frau kniet zwischen zwei Stühlen. Ihre Arme sind weit ausgestreckt und liegen auf den Sitzflächen auf. Ihr Oberkörper ist nach vorne gebeugt. Roland Liebscher-Bracht leitet sie an.
  1. Stelle zwei Stühle ungefähr so weit auseinander, wie deine beiden ausgebreiteten Arme lang sind.
  2. Begib dich in den Knie-Stand, in dem deine Beine angewinkelt sind. Gehe zwischen die zwei Stühle und strecke deine Arme zu beiden Seiten komplett aus. Halte sie zunächst horizontal, also ungefähr im 90-Grad-Winkel. Die Handflächen sind nach vorne gerichtet.
  3. Jetzt hebe deine ausgestreckten Arme um etwa zehn Grad nach oben und beuge dich nach vorne. Wichtig ist jetzt, dass du beim Vorbeugen den Winkel so lange hältst, bis deine Handflächen auf den Sitzflächen aufliegen.
  1. Bleibe in der Position und atme ein und aus. Beim nächsten Ausatmen gehst du etwas tiefer nach unten. Du solltest einen sehr deutlichen Dehnungs-Schmerze in der Brust spüren.
  2. Atme wieder ein, halte die Position und gehe beim nächsten Ausatmen wieder ein Stückchen tiefer in die Dehnung.

⏱ So verfährst du bei jeder weiteren Atembewegung etwa zwei Minuten lang. Mit dieser Übung dehnst du beim Vorbeugen den Bereich um deine Brustmuskeln hochwirksam auf.

Alternative: Du musst diese Übung nicht mit zwei Stühlen machen und dich dabei mit dem Oberkörper zum Boden bewegen. Alternativ kannst du sie auch im Stehen durchführen. Suche dir dafür eine freie Raumecke und gehe dort ebenso vor wie bei den Stühlen: Arme horizontal ausbreiten, sie ein Stückchen weiter nach oben und gegen die zwei eckbildenden Wände legen und dann immer weiter mit dem Oberkörper nach vorne kommen.

Übung 3: Das Zwerchfell dehnen

Eine Frau sitzt auf einem Stuhl, atmet zuerst tief ein, dann tief aus, dabei sinkt sie mit dem Oberkörper komplett nach vorne und hält sich danach die Nase zu, um beim Versuch des Einatmens ein Vakuum zu erzeugen. Roland Liebscher-Bracht leitet sie an.
  1. Setze dich aufrecht auf einen Stuhl, dein Gesäß ist möglichst weit vorne.
  2. Atme tief ein und wieder aus. Du merkst, dass sich dabei dein Oberkörper automatisch etwas nach vorne krümmt. Das nutzen wir jetzt:
  3. Atme wieder tief ein.
  4. Nun puste – so kräftig du kannst – die Luft wieder aus. Unterstütze jetzt aber deinen Oberkörper und nimm ihn aktiv nach vorne. Lasse dich zwischen deine Beine fallen, um die komplette Luft aus der Lunge zu pressen.
  1. Unten angekommen, schließt du deinen Mund und hältst dir die Nase zu.
  2. Mit zugehaltener Nase und geschlossenem Mund gehst du mit deinem Oberkörper wieder nach oben.
  3. Halte die Nase und deinen Mund weiterhin zu. Versuche, so lange einzuatmen, bis du merkst, dass du keinen Sauerstoff mehr in der Lunge hast. Bewege dich währenddessen leicht hin und her.

⏱ Mache ruhig mehrere Wiederholungen.

Erklärung: Durch das tiefe Ein- und Ausatmen erzeugst du Unterdruck und Druck. Auf diese Weise senkt sich das Zwerchfell beim Einatmen nach unten in die Bauchhöhle. Beim Ausatmen hebt es sich wieder hoch in die Brusthöhle. Hältst du dir die Nase zu und den Mund geschlossen, während du versuchst einzuatmen, erzeugst du ein Vakuum. Dadurch wird der komplette Rest-Sauerstoff in deiner Lunge verbraucht und dein Zwerchfell kann sich noch stärker nach oben ausdehnen. Genau das ist bei muskulären Verkürzungen des Zwerchfells Gold wert!

📌 Checkliste für die Liebscher & Bracht-Übungen

Damit bei unseren Übungen gegen dein BWS-Syndrom nichts schiefgeht, haben wir die wichtigsten Infos in einer Checkliste zusammengefasst. So hast du alle Tipps auf einen Blick und kannst mit einem guten Gefühl üben.

✅ Achte auf deine Körperwahrnehmung und orientiere dich immer an deiner persönlichen Schmerzskala von eins bis zehn. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du bei jeder Dehnung auf einer Stufe von acht oder neun arbeitest. Neun bedeutet: Du spürst einen intensiven Schmerz, kannst aber während der Dehnung noch ruhig atmen und musst nicht gegenspannen.

Übe an sechs Tagen pro Woche und führe die Übung mindestens einmal täglich aus. Falls du die entspannenden Reparatur-Vorgänge in deinen Muskeln und Faszien noch besser unterstützen möchtest, kannst du die Wiederholungen auch im 12-Stunden-Rhythmus durchführen: einmal morgens, einmal abends.

Für jeden Übungsschritt solltest du zwei bis zweieinhalb Minuten investieren und mindestens 90 Sekunden in der jeweiligen Dehnung bleiben.

✅ Benutze professionelle Hilfsmittel und keine Billig-Produkte bei der Behandlung deiner Schmerzen. Wenn du hier auf ein mangelhaftes Produkt setzt, kann sich das negativ auswirken. Wir haben bei der Entwicklung unserer Hilfsmittel daher größte Sorgfalt walten lassen und sie speziell zur Schmerz-Behandlung entwickelt.

Verzichte so weit wie möglich auf die Einnahme von Schmerzmitteln. Unsere Übungen nutzen deinen Schmerz als Ausgangspunkt und für einen täglichen Vergleich. Du solltest ihn daher nicht künstlich unterdrücken, sondern als Orientierung für die korrekte Übungsdurchführung und Dehnungsintensität einsetzen. Schmerzmittel würden deine Fortschritte nur verfälschen und dir ein unrealistisches Bild deines Schmerzzustands vermitteln.

Sei geduldig — auch wenn schnelle Ergebnisse keine Seltenheit darstellen. Es kann etwas dauern, bis dein Gehirn neue Bewegungsprogramme speichert, sich der Stoffwechsel normalisiert und die Zugkräfte aus Spannung und Gegenspannung zurückgehen.

✅ Sollten die Schmerzen aufgrund der Übungen zunehmen, besteht kein Grund zur Panik. Eine Erstverschlimmerung kann eine normale Reaktion deines Körpers sein. Wenn sich deine gesamte Körperstatik durch regelmäßiges Training verändert, muss sich der Bewegungsapparat erst nach und nach daran anpassen. Geht es dir nach den Übungen aber dauerhaft schlechter statt besser, signalisiert dir dein Körper, dass du es womöglich übertreibst. Pausiere dann einfach für einen oder zwei Tage und/oder verringere bei deinen nächsten Übungseinheiten ein wenig die Intensität, um dich anschließend wieder in kleinen Schritten zu steigern. So führst du deinen Körper schonend an die für dich richtige Acht oder Neun auf der Schmerzskala heran.

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber zum BWS-Syndrom herunter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

[]
1

Mit dem Download des Ratgebers erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung und dem Erhalt unseres Ratgeber-Newsletters einverstanden.

keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

💡 Wenn du ein BWS-Syndrom hast, kann dir dieses Wissen helfen:


Blockierte Lendenwirbelsäule?

Beschwerden im unteren Rücken ist die häufigste Form von Rückenschmerz. Wieso und welche Übungen dort helfen, erfährst du hier.

Hilfe entdecken

Halswirbelsäulen-Syndrom

Ein verspannter Nacken, taube Arme und kribbelnde Schultern. Syndrome gibt’s nicht nur an der BWS, sondern auch an der HWS.

jetzt lesen

Die perfekte Faszienrolle für den Rücken

Eine Faszien-Rollmassage am Rücken kann wahre Wunder wirken. Vorausgesetzt, du verwendest eine geeignete Faszienrolle. Hier erfährst du, worauf du bei der Auswahl unbedingt achten solltest.

Jetzt lesen

Du brauchst weitere Hilfe?

Nutze unseren Therapeutenfinder

Landkarte von Deutschland mit 3 goldenen Location-Markierungen. Daneben zeigt ein goldener Pfeil nach rechts.

Hat dir der Artikel gefallen?

Dann teile ihn mit deinen Freunden!

Der Visionär

Roland Liebscher-Bracht

Rundes Bild, aufwärts vom Hals ab, von Roland Liebscher - Bracht lächelnd mit weißen Hintergrund

Du brauchst weitere Hilfe?

Nutze unseren Therapeutenfinder

Landkarte von Deutschland mit 3 goldenen Location-Markierungen. Daneben zeigt ein goldener Pfeil nach rechts.

Hat dir der Artikel gefallen?

Dann teile ihn mit deinen Freunden!

Der Visionär

Roland Liebscher-Bracht

Rundes Bild, aufwärts vom Hals ab, von Roland Liebscher - Bracht lächelnd mit weißen Hintergrund

Du brauchst weitere Hilfe?

Nutze unseren Therapeutenfinder

Landkarte von Deutschland mit 3 goldenen Location-Markierungen. Daneben zeigt ein goldener Pfeil nach rechts.

Hat dir der Artikel gefallen?

Dann teile ihn mit deinen Freunden!

Der Visionär

Roland Liebscher-Bracht

Rundes Bild, aufwärts vom Hals ab, von Roland Liebscher - Bracht lächelnd mit weißen Hintergrund

Das solltest du über Liebscher & Bracht wissen:

So funktioniert Liebscher & Bracht -- Schritt für Schritt

Hier bekommst du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wenn du noch gar nicht weißt, wie die Schmerzbehandlung nach Liebscher & Bracht funktioniert und was du tun sollst.

Anleitung ansehen

Die besten Übungen gegen deine Schmerzen

In unserem großen Schmerzlexikon findest du zu jedem Schmerz eine ausführliche Erklärung, wie er entsteht und welche Übungen am besten dagegen helfen.

Zum Schmerzlexikon

Unsere Übungen: Wie oft und wie lange?

Wie oft und wie lange solltest du unsere Übungen machen, damit du deine Schmerzen möglichst effektiv in den Griff bekommst?

jetzt lesen

Warum richtige Bewegung Schmerzen heilt

Unsere Übungen bewirken, dass sich dein Körper auch in den wenig genutzten Gelenkwinkeln bewegt. Doch warum hilft das?

jetzt lesen

Warum machen wir das? Unsere Vision!

Warum stellen wir dir und anderen Schmerz-Leidenden all das Wissen und die Video-Übungen kostenlos zur Verfügung?

jetzt lesen

Darum sind diese Faszienrollen so effektiv

Es gibt viele Anbieter für Faszienrollen, aber unsere wurden speziell gegen Schmerzen entwickelt.

jetzt lesen

Drei Fehler beim Faszienrollen

Diese Fehler werden bei der Faszien-Rollmassage häufig gemacht. Vermeide sie unbedingt, wenn du Erfolg haben willst.

jetzt lesen

Faszienrollen: Wie oft? In welche Richtung?

Wie oft solltest du eine Faszien-Rollmassage machen und in welche Richtung solltest du dabei rollen?

jetzt lesen

Quellen & Studien   [ + ]