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Knieoperation: 75 Prozent der OPs sind unnötig

Nirgendwo werden so viele Knieoperationen durchgeführt wie im deutschsprachigen Raum.1) Dabei halten Experten drei von vier Operationen für unnötig. 

„Ab in den OP, egal ob es nötig ist!“, titelte zum Beispiel die große Wochenzeitung Die Zeit, nachdem die Bertelsmann-Stiftung eine Studie zu Knieoperationen veröffentlicht hatte, die für großes Aufsehen sorgte.2) Aus ihr ging hervor, dass in keinem anderen Land so häufig Knieoperationen durchgeführt werden wie in Deutschland.

Demnach stieg in nur sechs Jahren die Zahl der Implantationen um 15 Prozent.3) Sind Deutsche also besonders anfällig für Knie-Schäden? Nein. Allerdings raten Ärzte in Deutschland ihren Patienten häufiger zu Operationen. Der angesehene Kniespezialist Prof. Dr. med. Hans Pässler hat dazu eine klare Meinung: Durchschnittlich sind drei von vier empfohlenen Operationen überhaupt nicht nötig – also 75 Prozent!4)

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller-Autor & Schmerzspezialist

Ein weißer Haken ist in einem khaki-farbenen Schild zu sehen.

Medizinische Prüfung: Dr. med. Egbert Ritter

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Person im Sitzen, Nahaufnahme der Knie. Das linke Knie hat eine große, frische Narbe.

© dziewul | fotolia.com

1. Kniespiegelungen bringen keinen Vorteil


Kniespiegelungen (Arthroskopie) mit therapeutischen Maßnahmen gehören zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen bei Knieschmerzen und Arthrose. Dabei wird ein dünnes Rohr mit einer kleinen Kamera durch einen Hautschnitt am Knie eingeführt, um Gelenk und Knorpel zu untersuchen. Mit weiteren Werkzeugen kann dann eine „arthroskopische“ Behandlung am geschädigten Kniegelenk vorgenommen werden.

Eine bekannte Studie zeigt jedoch, dass solche Knieoperationen keine Vorteile für die Schmerz-Behandlung bringen.5)

  • In der Studie bekamen einige Patienten mit Kniearthrose eine Gelenkspiegelung, während dies anderen Patienten nur vorgetäuscht wurde (Placebo-Gruppe).
  • Eigentlich hätten die Patienten, die tatsächlich eine Gelenkspiegelung mit therapeutischem Eingriff bekommen hatten, anschließend weniger Schmerzen haben sollen als die Placebo-Gruppe.
  • Zum Erstaunen der Versuchsleiter konnte im Ergebnis kein Unterschied zwischen echten und vorgetäuschten Knieoperationen festgestellt werden.
Knie-Operation bei Schmerzen

© samrith | fotolia.com

Neue Studien stützen diese Ergebnisse und zeigen, dass Kniespiegelungen auch diagnostisch keinen Vorteil für die Behandlung der Probleme gegenüber Therapien ohne OP bringen.6) Diese Einsicht verstärkt sich anhand weiterer Studien zur Arthroskopie im Kniebereich. So zeigt eine ähnliche Studie mit Placebo-Gruppe, dass eine Operation am Meniskus ebenfalls keine Vorteile bringt. Denn die Meniskus-Schmerzen der Probanden verbesserten sich auch ohne OP im gleichen Maß wie bei Patienten mit einer Knieoperation.7)

2. Warum wird trotzdem so häufig operiert?


Ein häufiges Argument für die steigende Zahl an Operationen ist die alternde Bevölkerung.8) Es steckt jedoch mehr dahinter. Denn obwohl Wissenschaftler bei einigen Knieoperationen weiterhin Vorteile sehen,9) 10) wirft die aktuelle Studienlage kritische Fragen auf.

Also warum raten so viele Ärzte häufig zu einer Knieoperation? Die Antwort liefert eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Seltsamerweise werden in wohlhabenden Regionen häufiger Knieoperationen durchgeführt, obwohl übermäßige Knorpelschäden und Gelenk-Verschleiß dort viel seltener vorkommen.11)

Angesichts dessen muss man sich die Frage stellen, inwiefern Knieoperationen wirklich am medizinischen Bedarf der Patienten und nicht am wirtschaftlichen Interesse der Ärzte ausgerichtet sind.12) Daher sorgten die Ergebnisse der Studie für einen regelrechten Aufschrei. So berichtete der WDR über „Das Geschäft mit dem Knie“13) und die Zeitung Die Welt wies darauf hin, dass „immer jene Operationen in Mode zu kommen [scheinen], die den Kliniken viel Geld einbringen.“14)

Auf einer Deutschlandkarte sind die Bundesländer in unterschiedlichen Farben eingezeichnet. Die Überschrift lautet: „Erstmalige Kniegelenkersatz-Operationen in Deutschland“. Und eine Legende erklärt die Bedeutung der unterschiedlichen Farben.

Quelle: Bertelsmann Stiftung – Faktencheck Gesundheit 2013 | Grafik: Liebscher & Bracht

Prof. Dr. med. Hans Pässler findet im Magazin Focus deutliche Worte und gibt einen tiefen Einblick, warum Ärzte oft zu unnötigen und teuren Operationen raten:

„Das hat sehr viel damit zu tun, dass die Chefärzte in den Kliniken unter Druck stehen, die Zahl der Eingriffe zu steigern, und die Kollegen mit eigener Praxis die exorbitanten Kosten der von ihnen genutzten Operationssäle verdienen müssen.“15)

Einen Vorteil haben die häufigen Knieoperationen jedoch: Es kommt bei Eingriffen wie etwa einer Knieprothese seltener zu Komplikationen.16) Obwohl medizinische Leitlinien empfehlen, zuerst alle anderen Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen,17) solltest du dich im extremen Fall eines Implantats an Experten wenden. Egal, ob du zum ersten Mal ein künstliches Kniegelenk bekommst oder die Knieprothese gewechselt werden muss, suche am besten nach Chirurgen und Krankenhäusern mit viel Erfahrung.

Bist du wegen deiner Operation trotzdem unsicher? Die manualtherapeutische Behandlung unserer Zertifizierten Liebscher & Bracht-Therapeuten kann deine Schmerzen senken und im besten Fall helfen, eine Knieoperation zu vermeiden.

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3. Neue Entwicklungen: Hat sich seit der Bertelsmann-Studie etwas geändert?


Die große Aufregung nach der Bertelsmann-Studie ist mittlerweile verflogen. Doch hat sich seitdem etwas geändert? Werden nun weniger unnötige Knieoperationen durchgeführt?

Eine Studie untersuchte in der Zwischenzeit die Häufigkeit der Knieoperationen und lässt erahnen, dass sich wenig an der Situation geändert hat: Durchschnittlich werden allein in der Schweiz 16.000 unnötige Operationen pro Jahr durchgeführt. Besonders die Zahl unangemessener Kniespiegelungen ist erschreckend hoch. Das Forscher-Team kommt in der Studie zu dem Schluss, dass das Vergütungssystem für Ärzte finanzielle Anreize biete, eine Operation durchzuführen – egal ob es der Gesundheit des Patienten dient oder nicht.18)

Trotz dieser Zahlen ist zu erkennen, dass viele Ärzte umdenken. Vor allem in der medizinischen Wissenschaft ist man sich mittlerweile einig, dass Kniespiegelungen bei Arthrose oder anderen Knieschmerzen nur selten oder nur geringe Vorteile bringen.19) 

Was passiert bei einer Knieoperation? Der Ablauf ist unterschiedlich, aber bei einer gewöhnlichen Kniespiegelung (Arthroskopie) können Ärzte über einen schmalen Hautschnitt chirurgische Werkzeuge zusammen mit einer kleinen Kamera in das Knie einführen. Dadurch erkennen Chirurgen die Gelenkstrukturen deutlich und haben freie Sicht auf Meniskus, Kreuzband, Sehnen und nicht zuletzt den Knorpel im Kniegelenk.  

Während der Arthroskopie können die Chirurgen daher gezielte Eingriffe durchführen.20)

  • Meniskus, Kreuzband oder andere Gelenkstrukturen entnehmen oder reparieren
  • Gelenkknorpel glätten und bearbeiten
  • Störende Knochenneubildungen (Osteophyten) entfernen 

Die Gelenkspülung (Lavage) während einer Arthroskopie soll kleine Partikel wie Knorpel- und Gewebefasern entfernen, um Entzündungsreaktionen im Gelenk zu beruhigen und eine Schwellung zu verhindern. Allerdings wird bei einer Arthrose im Knie dieser Eingriff nicht mehr empfohlen.21)

4. Wie können Knieschmerzen ohne OP behandelt werden?


Wenn eine schwere Verletzung vorliegt, das Kniegelenk komplett zerstört ist und keine anderen Therapie-Maßnahmen helfen, dann können eine arthroskopische Operation oder ein künstliches Gelenk (Prothese) sinnvoll sein. In den meisten Fällen ist ein solcher Eingriff unserer Erfahrung nach jedoch nicht nötig. Gleichzeitig tragen Patienten ein gewisses Risiko bei jeder OP, erklärt Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes der Krankenkassen.

„Unnötige Operationen sind ein Problem der Patientensicherheit, denn so, wie es kein Medikament ohne Nebenwirkung gibt, gibt es keine Operation ohne Risiko.“22)

Das zeigt sich unter anderem dadurch, dass Patienten nach einer Arthroskopie ein höheres Risiko für Kniearthrose (Gonarthrose) haben.23)

Bei einer Knieoperation werden die sichtbaren Symptome einer Erkrankung des Knies behandelt und operiert. Die Ursache dahinter, die häufig für Knieschmerzen verantwortlich ist, lässt sich dadurch aber nicht beheben.

Beispiel: Wenn ein künstliches Kniegelenk eingesetzt wird, sollen damit das verschlissene Gelenk und der geschädigte Knorpel ersetzt werden. Doch wenn die Ursache, warum das Gelenk überhaupt zerstört wurde, nicht behoben wird, setzt sich der Verschleiß auch beim künstlichen Kniegelenk fort.

Häufig liegt die Ursache für Knieschmerzen, Arthrose und andere Erkrankungen in einer unausgewogenen Belastung der Muskulatur.

  • Das Gewebe in unserem Körper ist auf vielseitige Bewegungen im Alltag angewiesen, um elastisch zu bleiben. Wer viel sitzt oder immer nur die gleichen Bewegungsabläufe ausführt, riskiert eine unausgewogene und einseitige Belastung der Beinmuskulatur (zum Beispiel Quadrizeps und Zwillingswadenmuskel). 
  • Das kann zu einer hohen muskulär-faszialen Spannung führen: Die Muskeln und das elastische Bindegewebe (Faszie), das sie umgibt, werden dadurch fest und unnachgiebig.
  • So entstehen hohe Zug- und Druckkräfte, die Schäden an den einzelnen Strukturen des Kniegelenks verursachen können.

Diese schädlichen Spannungen lassen sich durch eine Operation oder ein Implantat nicht beseitigen.

Die Grafik zeigt die Beinmuskulatur am menschlichen Skelett. Oberhalb des Knies ist der vierköpfige Oberschenkelmuskel zu sehen und der Zwillingswadenmuskel liegt unterhalb des Knies.

Zwar können Chirurgen die geschädigten Bestandteile im Kniegelenk reparieren, aber die Belastung aufgrund der muskulär-faszialen Spannungen bleibt bestehen. Das ist der Grund, warum Schmerzen nach einer Knieoperation oft wiederkommen. Und es könnte eine Erklärung dafür sein, warum oft nach 15 Jahren ein Austausch der Knieprothese notwendig ist.24)

Mit der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht senkst du die zu hohen Spannungen der Muskeln und Faszien rund um dein Kniegelenk. Das kann die Belastung des Gelenkknorpels sowie der Sehnen und Bänder deutlich senken und deine Knieschmerzen nachweislich reduzieren.

Unsere Therapie ist so entwickelt, dass du sie eigenständig und ohne fremde Hilfe anwenden kannst.

  • Dehnen hilft dir, einseitige Bewegungen auszugleichen und deine Muskeln und Faszien auf ihre „natürliche Länge“ zu bringen. 
  • Faszien-Rollmassagen können den Nährstoffaustausch im Gewebe fördern und so den Effekt der Dehnungen unterstützen.
  • Drücken an bestimmten Knochenpunkten kann muskulär-fasziale Spannungen und so die Knieschmerzen senken. Diese Methode nennt sich Osteopressur.

Mit diesen drei Techniken kannst du deine Knieschmerzen senken und unter Umständen auf Medikamente und sogar Operationen verzichten. Einige unserer besten Übungen gegen Knieschmerzen findest du jetzt in unserem kostenfreien PDF-Ratgeber.

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Über diesen Artikel

Roland Liebscher-Bracht

Autor:
Roland Liebscher Bracht
Schmerzspezialist und Spiegel-Bestseller Autor

Mehr über den Autor
Dr. Egbert Ritter, Unfallchirurg und eh. Oberarzt im UKH Salzburg

Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg

Mehr über den Prüfer

Veröffentlicht am: 17.10.2022 | Letzte Aktualisierung: 02.12.2022

Quellen & Studien

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