Kostenfreier Ratgeber

Die 4 effektivsten Übungen gegen Kopfschmerzen:

Jetzt runterladen

Kopfschmerzen – Warum der Schädel brummt und wie du Kopfweh wieder loswirst

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

Bestseller Autor & Schmerzspezialist

Mehr

Kopfschmerzen – wer kennt sie nicht? Pochende, pulsierende Schmerzen hinter der Stirn, den Augen oder am Hinterkopf. Wenn der Schädel brummt, leidet deine Lebensqualität. Wer eindeutige Ursachen wie übermäßigen Alkoholkonsum, Medikamenten-Entzug (beispielsweise Antibaby-Pille) oder eine starke Sehschwäche ohne Tragen eines Hilfsmittels ausschließen kann, begibt sich oft auf eine lange Suche nach dem Auslöser. Kopfschmerzarten sind sehr vielfältig und zeigen sich mit den unterschiedlichsten Symptomen. Heftige Kopfschmerzattacken können den Alltag nicht einfach nur beeinträchtigen, sondern sogar mit Übelkeit, Nackensteifigkeit oder Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen einhergehen.

Wir erklären dir, wie deine Kopfschmerzen meist entstehen und welche Unterscheidungen es bei den Kopfschmerzarten gibt. Außerdem zeigen wir dir Übungen und Entspannungsmethoden, mit denen du deine Kopfschmerzen und die heftigen Schmerzattacken ganz schnell wieder loswerden kannst.

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller Autor & Schmerzspezialist

Mehr über Roland Liebscher-Bracht
Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller Autor & Schmerzspezialist

Mehr über Roland Liebscher-Bracht
Frau hat starke Kopfschmerzen und hält sich die Schläfe

© sebra | shutterstock.com

1. Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Kurz & Knapp

  • Es gibt über 200 Kopfschmerzformen, die sich in drei Gruppen einteilen lassen:
    • Primäre Kopfschmerzen: Ihnen liegt keine ersichtliche Ursache wie eine Vorerkrankung zugrunde. Darunter zählen Spannungs- und Clusterkopfschmerzen sowie Migräne.
    • Sekundäre Kopfschmerzen: Die Ursache ist eindeutig – Traumata oder Nebenwirkungen von Medikamenten kommen in Frage. Definitiv ernst nehmen solltest du eine Hirnhaut-Entzündung.
    • Kraniale Neuralgien: Das sind Nervenschmerzen, also neurologische Auslöser, die sich oft auf eine Kopfhälfte begrenzen. Weiterhin können sie durch Druck oder Kälte entstehen.
  • Achte bei den sekundären und kranialen Kopfschmerzarten auf bestimmte Hinweise: Fieber, Schwindel, Sprachstörungen, maximale Beschwerden innerhalb einer Minute, Alter der betroffenen Person (ab 50 Jahre) oder eine Verlaufs-Änderung der Kopfschmerzen. Ziehe in diesen Fällen für die Diagnostik bitte unbedingt einen Arzt heran!

So viele Kopfweh-Arten, aber was steckt dahinter? Wir klären auf im nächsten Kapitel: „Die Entstehung nach Liebscher & Bracht”.

Kopfschmerzen (Cephalgie) sind in der Regel ein Symptom, dessen Ursachen sehr unterschiedlich sind und sich in zahlreichen verschiedenen Arten von Kopfweh manifestieren. Cephalgien, so werden Kopfschmerzen in der Fachsprache genannt,  können allerdings so heftig sein, dass sie die Lebensqualität der Betroffenen deutlich einschränken. Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft IHS (International Headache Society) unterscheidet über 200 unterschiedliche Arten von Kopfschmerzerkrankungen (Cephalgien) in der sogenannten Kopfschmerzklassifikation. Grob werden alle Arten in drei große Gruppen eingeteilt: Primäre und sekundäre Kopfschmerzen sowie kraniale Neuralgien.

Bei mehr als 90 Prozent aller Patienten liegen primäre Kopfschmerzen vor und nur in fünf bis zehn Prozent der Fälle ist der Kopfschmerz das Symptom einer anderen Krankheit.

1.1 Primäre oder idiopathische Kopfschmerzen

Primäre Kopfschmerzen lassen sich zum Beispiel nicht auf eine „Vorerkrankung” zurückführen. Das bedeutet, dass Untersuchungen keine pathologischen Befunde und somit keine „echte“ Diagnose erbringen. Der Kopfschmerz selbst ist die Erkrankung. Zu den primären Kopfschmerzen gehören — die am häufigsten vorkommenden — Spannungskopfschmerzen (oft mit Nackensteifigkeit), Migräne und Clusterkopfschmerzen.

Spannungskopfschmerzen

Der Spannungskopfschmerz ist die häufigste Kopfschmerzart von allen. Patienten mit Kopfschmerzen vom Spannungstyp verlieren im Durchschnitt neun Arbeitstage aufgrund ihrer Beschwerden. Bei chronischen Kopfschmerzen sind es sogar 27 Arbeitstage.1) Forschungen zufolge spielen auch genetische Faktoren eine Rolle. Verwandte ersten Grades von Patienten mit chronischen Spannungskopfschmerzen haben ein dreifach höheres Risiko, ebenfalls chronische Schmerzen im Kopf zu bekommen.2)

Untersuchungen ergaben, dass bis zu 50 Prozent der Patienten mit Spannungskopfschmerzen eine signifikant höhere Ängstlichkeit und/oder Depressivität im Vergleich zu alters- und geschlechtsgleichen Personen aufweisen. Doch auch Mediziner sind der Ansicht, dass Kopfweh vom Spannungstyp häufig auf Störungen in der Muskulatur zurückgeht.3) Bestimmt ist dir auch schon mal aufgefallen, dass bei Anspannungen nach dem Sport oder auf der Arbeit der Schädel schnell brummen kann?

Clusterkopfschmerzen

Die sogenannten Clusterkopfschmerzen gelten als die stärksten unter den primären Kopfschmerzerkrankungen. Es handelt sich dabei um regelrechte Attacken. Sie treten episodisch gehäuft (daher das Wort Cluster) im Herbst/Winter oder Frühjahr und auf einer Kopfseite auf.4) Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bereich der Schläfe und des Auges. Unbehandelt dauert eine Attacke zwischen 15 Minuten und drei Stunden an. Im Durchschnitt kommt es zweimal am Tag dazu.

Man sieht einen Gesichtsausschnitt einer jungen Frau mit Sommersprossen und hellroten Haaren: ihr geschlossenes Augenlid.

© Pexels

 Begleitsymptome sind oft:

  • hervortretende Blutgefäße in der Bindehaut des Auges,
  • tränendes Auge,
  • herabhängendes Augenlid,
  • verengte Pupillen,
  • verstopfte und verschnupfte Nase,
  • vermehrtes Schwitzen im Bereich von Stirn und Gesicht.
Zwei Drittel der Patienten mit clusterartigen Kopfschmerzen haben ihre Attacken nachts. Auslöser könnte eine bestimmte Phase des Schlafes sein – der REM-Schlaf –, bei der Blutdruck und Puls steigen und sich das Auge ruhelos unter dem geschlossenen Lid hin und her bewegt. Typisch für diese Kopfschmerzform ist der Bewegungsdrang während der Attacken im Gegensatz zur Migräne.5)

Migräne

Die Attacken bei einem Migräneanfall können sehr stark ausfallen — bis hin zu Übelkeit und Erbrechen sowie Sehstörungen am Auge im Rahmen einer Aura. Migränepatienten klagen oft über

  • einseitig pulsierende Kopfschmerzen
  • mit heftigen Schmerzattacken,
  • Lichtempfindlichkeit,
  • Geruchsempfindlichkeit,
  • Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen und
  • Schlafmangel.

Die tolle Nachricht für dich lautet: Du musst nicht unnötig leiden und kannst all diese Kopfschmerzformen inklusive Migräne und Cluster mit unseren Übungen selbst behandeln — und zwar ohne Aspirin (Acetylsalicylsäure) oder andere Schmerzmittel. Mehr zum Thema erfährst du auch im Kapitel „Behandlung”.

Weitere Informationen über Migräne findest du in diesem Spezial-Beitrag. Dort erklären wir dir übrigens auch, welche Nahrungsmittel als Auslöser (Trigger) für die heftigen Anfälle einer Migräne gelten. So kannst du genau diese Lebensmittel meiden und den Migräneattacken allein dadurch vorbeugen. Kopfschmerzen treten zudem oft auch bei einer Erkältung mit Gliederschmerzen, Fieber und übermäßigem Schwitzen auf. Wie du das Schwitzen mindern und das Krankheitsbild mit Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen in den Griff bekommen kannst, erklären wir dir hier.

In diesem Video verrät dir Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht, ob es zwischen Kopfschmerzen und Migräne einen Unterschied gibt:

 

1.2 Sekundäre oder symptomatische Kopfschmerzen

Diese Kopfschmerzerkrankungen lassen sich auf eine genau definierbare Ursache zurückführen. Der Schmerz im Kopf ist dabei nur das Begleitsymptom einer anderen Gesundheitsstörung. Anfälle dieser Kopfweh-Art sind beispielsweise zurückzuführen auf Kopf- und/oder Nackentraumata, Medikamentenunverträglichkeit oder -übergebrauch, Infektionen wie Meningitis (Hirnhautentzündung), Veränderungen des Blutdrucks oder anderen Störungen. Die Entzündung der Hirnhaut (Meningitis) ist eine ernste Sache und beginnt meist mit grippeähnlichen Symptomen.

Aufgepasst: Besteht der Verdacht auf eine Entzündung der Hirnhaut, solltest du für eine Diagnose unbedingt einen Arzt aufsuchen. Im Zuge der Meningitis (Infektion der Hirnhäute), aber auch nach einem Trauma am Kopf, kann es zu Lähmungen kommen. Treten Lähmungen in bestimmten Körperregionen auf, dann rufe am besten gleich den Notarzt. Manchmal entsteht hier eine spontane Dissektion, die leicht übersehen werden kann. Eine Dissektion beschreibt Einrisse in einer Arterie, die daraufhin verstopft und das dazu passende Hirnareal unterversorgt. Dort zeigen sich dann Schmerzen — auch Kopfschmerzen — und es kann bei Patienten zur Bewusstlosigkeit kommen.

Oft tritt die Dissektion in der Halsschlagader (Karotis) auf und verursacht einen Schlaganfall mit starken Kopfschmerzen als Leitsymptom. Spätestens dann ist es an der Zeit, den Notarzt zu rufen.

1.3 Kraniale Neuralgien

Damit sind kopfwärts gerichtete, plötzlich auftretende Schmerzen in den Nerven gemeint. Die Anfälle mit den starken Kopfschmerzen können auf eine Kopfhälfte begrenzt sein und gehen dabei zum Beispiel auf eine Trigeminusneuralgie zurück. Eine Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Aspirin (Acetylsalicylsäure) kann hier die Schmerzen meist nicht zufriedenstellend lindern.

Aber auch Kopfschmerzen durch äußeren Druck oder kältebedingte Kopfschmerzen sind dieser Gruppe von Kopfschmerzerkrankungen zuzuordnen. Begleitsymptome wie extreme Schmerzen, Übelkeit oder Schwindel lassen oft an eine ernste Erkrankung oder gar einen Hirntumor denken. Doch keine Sorge: In der Regel ist diese Befürchtung unbegründet. Kopfschmerzen aufgrund von Hirntumoren treten in weniger als 0,1 Prozent aller Kopfschmerz-Fälle in Erscheinung.

1.4 Diagnostik

Die amerikanische Kopfschmerzgesellschaft (American Headache Society) hat unter dem Akronym SNOOP Warnzeichen zusammengetragen, die auf ernsthafte Erkrankungen hindeuten können. Damit sind also nicht die häufig vorkommenden und gut therapierbaren primären Kopfschmerzen gemeint, sondern sekundäre oder kraniale Beschwerden.

  • S: systemische Symptome wie Fieber oder Erbrechen
  • N: neurologische Symptome wie Schwindel, Sprachstörung oder Bewusstlosigkeit
  • O: steht für „onset”, also das Einsetzen der Beschwerden. Gemeint ist ein explosionsartiger Beginn mit maximalen Beschwerden innerhalb einer Minute.
  • O: steht für „older age”. Betroffene, die älter als 50 Jahre sind, haben statistisch gesehen ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall – dessen Symptom und Begleiterscheinung die Kopfschmerzen sein können.
  • P: steht für „pattern change”, also die Änderung des Kopfschmerzmusters. Dabei verläuft das Kopfweh ganz anders als bei zuvor bestehenden „normalen Spannungskopfschmerzen”.

Besteht der Verdacht auf diese Symptome und Begleiterscheinungen oder sind diese Anzeichen bei dir definitiv vorhanden, solltest du unbedingt einen (Not-)Arzt aufsuchen. Diagnostische Untersuchungen in einer Klinik zum Beispiel mit bildgebenden Verfahren können dir Klarheit verschaffen. Somit weißt du auch, welche Maßnahmen dir für eine gezielte Behandlung offenstehen.

Die besten Tipps und Übungen gegen Kopfschmerzen

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber gegen Kopfschmerzen runter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

2. Wie entstehen Kopfschmerzen nach Liebscher & Bracht?

Kurz & Knapp

  • Die meisten primären Kopfschmerzen lassen sich auf klassische Spannungskopfschmerzen zurückführen.
    • Eine zu einseitige Bewegung im Alltag (vieles Sitzen sowie das Nutzen moderner Medien) zieht die Muskeln und Faszien in der Halswirbelsäule in Mitleidenschaft.
    • Hohe Überspannungen und Verkürzungen führen zu unnatürlich starkem Verschleiß der Strukturen.
    • Kopfschmerzen sind demnach Warnzeichen des Körpers.
  • Sekundäre, also ursächliche Kopfschmerzen, solltest du mit einem Arzt abklären.
  • Wetter und Kopfweh? Studien belegen: Das ist Unsinn!

Kopfschmerzen loswerden, am besten ganz ohne Paracetamol, Triptane und andere Arzneimittel, kannst du mit unserer Behandlung. Wir zeigen dir im nächsten Kapitel, wie du das zuhause ganz einfach schaffen kannst.

Die Unterscheidung der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft (IHS) von über 200 Kopfschmerzformen mit unterschiedlichen Schweregraden ist für unseren Ansatz gar nicht nötig. Egal ob Syndrome in Form von Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerzen oder Migräne, ob leichte, mittelschwere oder schwere Formen, ob einseitige Lokalisation oder beidseitige – sie alle haben ganz oft die gleiche Ursache.

In diesem Video erklärt dir Roland Liebscher-Bracht, wie Kopfschmerzen meistens entstehen:

In unserem modernen Alltag bewegen wir uns häufig nicht so viel und vor allem nicht so vielseitig, wie es gut für uns wäre. Verbringen wir beispielsweise viel Zeit im Sitzen, nutzen wir immer dieselben Gelenkwinkel — nur noch etwa zehn Prozent aller von Natur aus möglichen! Muskeln und Faszien passen sich mit der Zeit diesen einseitigen Positionen an.

So entstehen hohe muskulär-fasziale Spannungen im Körper, die dazu führen, dass die Gelenkflächen und Wirbelkörper in unserer Halswirbelsäule stark aufeinandergepresst werden und Verschleiß entsteht. In der Knochenhaut sitzen Rezeptoren, die diesen Verschleiß registrieren und ans Gehirn melden. Das Gehirn schickt daraufhin einen sogenannten Alarmschmerz in die betroffenen Körperregionen. Unser Körper möchte uns damit sagen, dass wir nicht so weitermachen sollen wie bisher.

Roland Liebscher-Bracht zeigt die Osteopressurpunkte am Skelett

© Liebscher & Bracht

Kopfschmerzen sind wie die meisten Schmerzattacken also ein reiner Schutz des Körpers, damit du deine Halswirbelsäule nicht zu stark belastest. Bei häufigem Sitzen fängst du auf die Dauer an, deinen gesamten Körper nach vorne zu kippen und besonders die Schultern mit nach vorne zu ziehen. Dabei überstreckst du häufig den Kopf nach vorne und die Nackenmuskulatur wird immer „kürzer“.

Wenn du dich nun wieder gerade hinstellst, arbeitet die Spannung in deinem Brustbereich gegen die Spannungen in deinem Nacken und Schulterbereich an. Das ganze funktioniert wie beim Wettrüsten und als Folge werden die Spannungen insgesamt immer höher und dein Kopf beginnt zu schmerzen.

Unser Ziel ist es, genau diese Überspannungen in deinem Körper wieder zu normalisieren. Wie´s geht, liest du im Behandlungs-Kapitel.

Kopfschmerzen und unser moderner Alltag

Nicht nur das viele Sitzen bereitet Probleme, sondern auch unser Nutzungsverhalten mit modernen Medien: Mit der vermehrten Internet- und Smartphone-Nutzung im Alltag kommt die Frage auf, ob darin eine Ursache für Kopfschmerzen liegt. Italienische Forscher haben dazu eine bevölkerungsbasierte Querschnittsstudie mit Jugendlichen durchgeführt. Darin wurde der Zusammenhang zwischen der Nutzungsintensität von Internet und Smartphone und dem Auftreten von Migräne und Kopfschmerzen untersucht. Das Ergebnis:

Jugendliche mit überdurchschnittlichem Internet- und Mobiltelefon-Gebrauch haben tendenziell ein höheres Risiko für Spannungskopfschmerzen und Migräne.6)

Auf einer Baumplatte als Tischfläche liegt ein eingeschaltetes Handy. Eine farbige Frauenhand bedient es.

© Pexels

Gerade eine Migräne kann sehr heftig ausfallen: mit Erbrechen und Sehstörungen am Auge (Aura). Viele nehmen am PC oder mit dem Smartphone in der Hand eine schlechte Haltung ein, was zu einer Verspannung der Muskeln im Schulter- und Nackenbereich führt. Genau da setzen unsere Übungen an und können helfen.

2.1 Wie entstehen Kopfschmerzen laut Schulmedizin? – Eine Ursachenanalyse

Die Ursachen für sekundäre, symptomatische Kopfschmerzen liegen laut Schulmedizin in der ursächlichen Krankheit oder Gesundheitsstörung. Die Behandlung sollte dabei mit einem Arzt abgestimmt werden.

Bei den primären Kopfschmerzen gehen die Meinungen in der Medizin auseinander. Spannungskopfschmerzen führen auch Fachleute oft auf Verspannungen in der Muskulatur zurück. Oftmals bekommt der Patient als Erklärung für die Ursache seiner Beschwerden jedoch nur ein Schulterzucken und die Empfehlung, Schmerzmittel einzunehmen und den Stress zu reduzieren.

2.2 Der Zusammenhang von Wetterwechsel und Kopfschmerzen — ein Mythos?!

Sonnenuntergang: Weite Sicht auf den orange-roten Himmel und dunklen, vorbeiziehenden Wolken. Im Vordergrund liegt die Ebene bereits im dunklen Schatten. Eine Pflanze wirft noch mal eine dunkle Silhouette in den weiten Himmel.

© Pexels

Viele Betroffene und auch Migränepatienten führen ihre Kopfschmerzattacken auf das Wetter zurück. Ein Wetterumschwung, ein aufziehendes Hoch- oder Tiefdruckgebiet sowie Fön-Winde sollen also Kopfschmerzen fördern. Doch was sagt die Forschung dazu? Viele Studien nahmen genau diesen vermeintlichen Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Wetterparametern und dem Auftreten von Kopfschmerzen unter die Lupe.

Es konnte jedoch kein signifikanter Zusammenhang zwischen Wetterveränderungen und Kopfschmerzen oder Migräne festgestellt werden.

Die besten Tipps und Übungen gegen Kopfschmerzen

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber gegen Kopfschmerzen runter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

3. Behandlung: Wie werden Kopfschmerzen nach Liebscher & Bracht behandelt?

Kurz & Knapp

  • Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht bietet dir drei Möglichkeiten, deine Kopfschmerzen loszuwerden:
    • die Light-Osteopressur, um akute muskulär-fasziale Spannungen herunterzufahren,
    • Dehnübungen des Kopf-, Hals- und Nackenbereichs mit und ohne Hilfsmittel sowie
    • Faszien-Rollmassagen.
  • Schulmedizinische Ansätze sind: Botox, arzneiliche Wirkstoffe (Ketamin) und Schmerzmedikation (Triptane, Paracetamol, Amitriptylin) oder Sauerstoff-Therapie.

Konkrete Übungen von uns bekommst du im Übungs-Kapitel.

Du siehst: Das Krankheitsbild Kopfschmerzen – besonders Spannungskopfschmerzen, Migräne und Clusterkopfschmerzen sowie Dauerkopfschmerzen – stammen meist von Verspannungen. Besonders Muskelverspannungen im Nacken oder der Halswirbelsäule sorgen für die dumpfen oder stechenden Kopfschmerzen.

Ziel unserer Schmerztherapie mit manualtherapeutischer Behandlung ist zunächst die Lokalisation und dann die Normalisierung der zu hohen Spannungen. So können die Schmerzen dauerhaft verschwinden. In der von Roland Liebscher-Bracht entwickelten Schmerztherapie können mit speziellen Osteopressur-Punkten bei Kopfschmerzen gezielt die Alarmschmerz-Rezeptoren in der Knochenhaut angesteuert werden. Der Alarmschmerz wird daraufhin eingestellt.

Wichtig für eine langfristige Wirkung ist jedoch, dass du als Betroffener einseitige Bewegungsmuster und Aktivitäten, die ursächlich für die Schmerzen sind, dauerhaft ausgleichst.

Sonst verfällst du in alte Bewegungsabläufe und muskulär-fasziale Überspannungen bauen sich wieder auf – und der Alarmschmerz meldet sich wieder. Daher solltest du unsere Dehnübungen und Faszien-Rollmassagen ganz unten im Artikel regelmäßig durchführen, um deine Faszien flexibel zu halten und neue Bewegungsmuster im Gehirn zu etablieren.

Kopfschmerzen Behandlung durch Osteupressurpunkte am Skelett

© Liebscher & Bracht

3.1 Schon gewusst? – Was noch gegen Kopfweh helfen kann

Ein Kopfschmerztagebuch! Einige Patienten führen ein Kopfschmerztagebuch. In diesem Kopfschmerztagebuch kannst du dann beispielsweise deine Erfahrungen und Erfolge mit unserer Schmerztherapie eintragen.

Übrigens kannst du unsere Übungen auch zur Prophylaxe, also zur Vorbeugung, gegen Kopfweh machen! Besonders bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp sind die Übungen wirkungsvoll. 

Eine junge Frau dehnt ihren Kiefer mit dem Liebscher & Bracht Kieferretter.

© Liebscher & Bracht

Der Kieferretter! Nachts die Zähne zu stark aufeinandergepresst und mit Kopfschmerzen aufgewacht? Zähneknirschen und Kieferschmerzen werden oft von Kopfweh begleitet. Da gibt´s eine simple Lösung von uns: Der Kieferretter dehnt mühelos deine Kaumuskulatur, sodass du deine Anspannungen loswerden und auch mal locker lassen kannst.

Tolle Übungen dazu findest du in unserem kostenlosen Kopfschmerz-Ratgeber.

Die Ernährung! Mit deiner Ernährung kannst du selbst Einfluss auf deine Kopfschmerzen nehmen. Nahrungsmittel, die viel Glutamat oder etwa Histamin (zum Beispiel in Hartkäse oder Rotwein) enthalten, sowie Alkohol fördern die Entstehung von Kopfschmerzen und setzen vor allem Migränepatienten zu.

Nahrungsmittel wie Kaffee, Datteln und Rosinen oder Vollkorn-Produkte helfen dagegen dabei, die Kopfschmerzen schnell wieder loszuwerden.  

Ausdauersport! Eine Studie belegt:7) Neben Entspannungsübungen kann auch Ausdauersport wie Joggen die Attacken von Kopfschmerzen und Migräne effektiv lindern! Das stellt im Vergleich zur Medikamenten-Einnahme eine weitere nebenwirkungsfreie Maßnahme mit deutlichem Mehrwert für die Gesundheit dar: Stressreduktion sowie Prophylaxe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

3.2 Welche Therapien gibt es in der Schulmedizin?

Im Folgenden sind einige Therapien aufgezeigt, die beim Spannungskopfschmerz sowie bei Clusterkopfschmerzen zum Einsatz kommen können.

Behandlungsmöglichkeiten von Spannungskopfschmerzen

Ansicht von der Seite: Auf einer Handfläche liegen Kapseln

© Pexels

Medikamente und Schmerzmittel: Bei Kopfschmerzen greifen viele in der Hoffnung auf eine schnelle Wirkung zu frei verkäuflichen Schmerzmitteln aus der Apotheke, beispielsweise Ibuprofen, Paracetamol oder Aspirin (Acetylsalicylsäure). Bei chronischen Spannungskopfschmerzen können jedoch auch trizyklische Antidepressiva zum Beispiel Amitriptylin oder Doxepin zum Einsatz kommen.

Eine Einnahme dieser Substanzen sollte allerdings nur eine Akutlösung und kein Dauerzustand sein. Die Medikamente lindern bei zwar vielen Menschen kurzzeitig die Symptome – die Ursache der Schmerzen bleibt allerdings bestehen. Einige Medikamente haben zudem unerwünschte Nebenwirkungen.

Wichtiger ist daher, dass Muskeln und Faszien im Hals-, Nacken- und Schulterbereich gut gedehnt sind.

Aus eine Pipette fließt eine klare Flüssigkeit nach unten.

© Kunstzeug | shutterstock.com

Botox: Vor einigen Jahren berichteten Frauen, die sich kosmetisch mit Botulinumtoxin (Botox) behandeln ließen, von einer Reduktion ihrer Spannungskopfschmerzen und Migräne. Heute ist Botulinumtoxin A auch für die Behandlung chronischer Migräne zugelassen. In Studien haben Forscher herausgefunden, dass Botox nur bei Patienten mit chronischer Migräne und bei manchen Patienten mit chronischen Kopfschmerzen wirkt. Der Unterschied zur Placebo-Kontrollgruppe war allerdings nicht signifikant.8)

Bevor du dir also Botox spritzen lässt, versuche es lieber zunächst mit unseren Übungen gegen Kopfweh.

Ein paar Pfefferminzblätter sitzen am Stil. Die Pflanze wirft einen Schatten auf den weißen Hintergrund.

© Unsplash

Pfefferminzöl: Besonders bei Kindern möchten viele Eltern zunächst keine Schmerzmittel bei Kopfschmerzen geben und greifen daher auf Mittel und Substanzen aus der Naturheilkunde zurück. Ärzte empfehlen speziell bei Kindern Pfefferminzöl zur Linderung der Beschwerden. Auf die Schläfen aufgetragen, wirkt das Öl schmerzlindernd und entspannend. Das Pfefferminzöl beschleunigt über die Schläfen die Entspannung der Muskeln und und fördert die Durchblutung.

Das Öl wirkt nicht nur bei Kindern —  auch als Erwachsener kannst du dieses Hausmittel einfach auf deine Schläfen auftragen.9)

Eine Frau erhält eine Rückenmassage.

© Pixabay

Manualtherapeutische Behandlung: In den Niederlanden wurde eine Studie mit 82 Patienten mit chronischen Spannungskopfschmerzen durchgeführt: Eine Gruppe der Probanden erhielt eine manualtherapeutische Behandlung mit einer Kombination aus Mobilisation der Hals- und Brustwirbelsäule und Krankengymnastik. Die Kontrollgruppe erhielt eine Standard-Therapie beim Allgemeinmediziner mit Informationen und einer Beratung zur Lebensstiländerung. Nach 26 Wochen hatte die Manualtherapie-Gruppe eine signifikant geringere Kopfschmerzhäufigkeit gegenüber der Standard-Therapie-Gruppe.10)

Die Studie weist also nach, wie effektiv Bewegung gegen deine Schmerzen und Beschwerden helfen kann! In unseren Übungen zeigen wir dir, wie auch du deine Kopfschmerzen beseitigen kannst.

Behandlungsmöglichkeiten von Clusterkopfschmerzen

  • Sauerstoff: Einige Studien belegen die Wirksamkeit von Sauerstoff.11) Er gilt als Akuttherapie bei den episodisch auftretenden Clusterkopfschmerzen. Sauerstoff vertragen in der Regel alle Patienten gut.
  • Medikamente: Neben Sauerstoff gibt es einige andere Wirkstoffe, die gegen die heftigen Schmerzen helfen können, beispielsweise Sumatriptan oder Lidocain. Die Medikamente werden unter dem Oberbegriff Triptane zusammengefasst und wirken sowohl bei den heftigen Kopfschmerzattacken als auch bei Migräneanfällen. Wer auf Dauer weniger oder gar keine Mittel mehr gegen die Kopfschmerzen nehmen möchte, sollte regelmäßig unsere Übungen machen. Dabei entspannst du alle Muskelpartien, die Auslöser für deine Kopfschmerzen sein können.
  • Ketamin: Ketamin ist ein Arzneimittel, der zur Schmerzlinderung in der Human- und Tiermedizin eingesetzt wird. Auch einige Studien haben Ketamin zur Behandlung von Clusterkopfschmerzen eingesetzt, um die Attacken zu stoppen.12) Alle Patienten zeigten jedoch nach der Gabe von Ketamin eine mäßig bis starke Müdigkeit, die bis zu 24 Stunden andauerte. Dafür hielt die Wirksamkeit des Arzneistoffes zwischen sechs und 18 Monaten bei den Probanden an.13)

3.3 Hilft viel trinken bei Kopfschmerzen?

Eine Hand hält eine Flasche mit Wasser nach oben. Das Licht wirft ein Schattenspiel auf den Hintergrund.

© Pexels

Im Volksmund heißt es bei der Erkrankung Kopfschmerz häufig: Da musst du viel trinken, dann gehen die Schmerzen weg. Doch funktioniert das wirklich? In den letzten Jahren gab es immer wieder Untersuchungen, die eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr bei den Krankheitsbildern Migräne und Kopfschmerzen untersucht haben. So wurden beispielsweise in einer niederländischen Studie 102 Patienten über drei Monate hinweg beobachtet. Alle Probanden sollten ihre tägliche Trinkmenge um 1,5 Liter steigern.

Im Endeffekt hat die Anzahl der Migräne- oder Kopfweh-Tage in diesen Monaten nicht abgenommen. Durch die hohe Flüssigkeitsmenge wurden die Attacken und Form der Schmerzen allerdings erträglicher.14)

Die besten Tipps und Übungen gegen Kopfschmerzen

Lade dir jetzt unseren kostenfreien PDF-Ratgeber gegen Kopfschmerzen runter und starte direkt mit den besten Übungen für ein schmerzfreies Leben!

Gib deine E-Mail-Adresse im Formular an, um dir den Ratgeber herunterzuladen:

4. Welche Übungen helfen gegen Kopfschmerzen?


In diesem Video zeigt dir Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht effektive Übungen und Entspannungsmethoden, damit deine Kopfschmerzen verschwinden können. Ganz besonders schnell helfen die Übungen übrigens bei der Kopfschmerzart vom Spannungstyp.

Unser Tipp: Mache diese Übungen sowie die aus unserem kostenlosen Ratgeber regelmäßig. In unserer Checkliste weiter unten findest auch hilfreiche Infos zur Durchführung. Unsere Übungen dienen nämlich nicht nur der Akut-Hilfe, sondern auch der Prophylaxe!

Übung 1: Seitliche Dehnung

Übung gegen Kopfschmerzen Schritt 1
  1. Setze dich gerade auf einen Stuhl oder eine Matte.
  2. Ziehe die linke Schulter nach unten und winkle gleichzeitig den linken Arm an.
  3. Drehe auch deinen Kopf im 45-Grad-Winkel nach links.
  4. Greife mit der rechten Hand über den Kopf bis zum linken Ohr und ziehe den Kopf nach vorne und unten rechts in die Dehnung.

Führe die Übung zwei Minuten lang aus und steigere währenddessen die Intensität. Wechsle danach die Seite: Ziehe die rechte Schulter nach unten und winkle den rechten Arm an. Drehe den Kopf im 45-Grad-Winkel nach rechts, greife mit dem linken Arm über den Kopf und ziehe ihn nach vorne und nach links unten. Wichtig für diese Entspannungsmethode ist, dass du die Schulter ganz bewusst unten lässt und nicht hochziehst.

Übung 2: Dehnung der hinteren Nackenmuskeln

Übung gegen Kopfschmerzen Schritt 2
  1. Sitze auch hier zunächst ganz gerade. Dann legst du deine beiden Hände oben ans Kopfende und ziehst das Kinn in Richtung Brust.
  2. Bei der Übung musst du ganz besonders darauf achten, dass die Brustwirbelsäule gerade bleibt. Nimm also wirklich nur den Kopf nach vorne.
  3. So dehnst du langsam deine Nacken-Muskulatur auf und die Spannungen können sich lösen.

Bleibe zwei Minuten in der Übung und löse dann die Haltung auf.

Übung 3: Dehnung in die Gegenrichtung

Roland Liebscher-Bracht zeigt einer Frau eine Übung gegen Kopfschmerzen
  1. Jetzt bewegen wir uns in die Gegenrichtung: Du nimmst einen Finger an die Stirn und drückst den Kopf nach hinten.
  2. Zu Beginn der Übung kann sich das ungewohnt für dich anfühlen. Übertreibe es nicht und gehe einfach ganz langsam in die Dehnung.

Du wirst merken: Mit jedem Mal kannst du die Übung ein bisschen besser ausführen. Diese Übung hilft dir, deine Vorderseite aufzuziehen und Spannungen dort zu lösen.

Übung 4: Seitliche Nackenmuskulatur

Eine Frau im Knien bei einer seitlichen Dehnung für den Nacken. Sie sieht mit dem rechten Arm ihren Kopf nach rechts, Roland Liebscher-Bracht unterstützt sie dabei.
  1. Du ziehst wieder die linke Schulter nach unten und winkelst gleichzeitig den linken Arm an.
  2. Jetzt greifst du mit der rechten Hand über deinen Kopf und ziehst nach vorne. Dieses Mal lässt du allerdings den Kopf gerade und spürst daher die Dehnung eher an der Seite deines Halses.

Bleibe zwei Minuten in der Haltung und wechsle dann die Seite.

Übung 5: Faszien-Rollmassage

Frau rollt zur Entspannung der Nackenmuskeln mit der Mini-Rolle
  1. Neben den Übungen kannst du an deinem Kopf die Spannungen mit der Mini-Kugel abbauen. Ertaste hinter deinem Ohr den dort verlaufenden Knochen und
  2. setze an der empfindsamen Stelle am Ende des Knochens die Mini-Kugel an.
  3. Wenn du die Stelle gefunden hast, bleibst du dort einfach mit der Mini-Kugel so lange, bis der Schmerz nachlässt.

Wiederhole die Übung auf der anderen Kopfseite.

Weitere Übungen:

Checkliste für die Liebscher & Bracht-Übungen

Damit bei unseren Übungen nichts schiefgeht, haben wir die wichtigsten Infos in einer Checkliste zusammengefasst. So hast du alle Tipps auf einen Blick und kannst mit einem guten Gefühl üben.

✅Orientiere dich immer an deiner persönlichen Schmerzskala von eins bis zehn. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du bei jeder Dehnung auf einer Stufe von acht oder neun arbeitest. Neun bedeutet: Du spürst einen intensiven Schmerz, kannst aber während der Dehnung noch ruhig atmen und musst nicht gegenspannen.

✅Übe an sechs Tagen pro Woche und führe die Übung mindestens einmal täglich aus. Falls du die entspannenden Reparatur-Vorgänge in deinen Muskeln und Faszien noch besser unterstützen möchtest, kannst du die Wiederholungen auch im 12-Stunden-Rhythmus durchführen: einmal morgens, einmal abends.

✅Für jeden Übungsschritt solltest du zwei bis zweieinhalb Minuten investieren und mindestens 90 Sekunden in der jeweiligen Dehnung bleiben.

✅Benutze professionelle Hilfsmittel und keine Billig-Produkte bei der Behandlung deiner Schmerzen. Wenn du hier auf ein mangelhaftes Produkt setzt, kann sich das negativ auswirken. Wir haben bei der Entwicklung unserer Hilfsmittel daher größte Sorgfalt walten lassen und sie speziell zur Schmerz-Behandlung entwickelt.

Verzichte so weit wie möglich auf die Einnahme von Schmerzmitteln. Unsere Übungen nutzen deinen Schmerz als Ausgangspunkt und täglichen Vergleichswert. Du solltest ihn daher nicht künstlich unterdrücken, sondern als Orientierung für die korrekte Übungsdurchführung und Dehnungsintensität einsetzen. Schmerzmittel würden deine Fortschritte nur verfälschen und dir ein unrealistisches Bild deines Schmerzzustands vermitteln.

Sei geduldig — auch wenn schnelle Ergebnisse keine Seltenheit darstellen. Es kann etwas dauern, bis dein Gehirn neue Bewegungsprogramme speichert, sich der Stoffwechsel normalisiert und die Zugkräfte aus Spannung und Gegenspannung zurückgehen.

✅Sollten die Schmerzen aufgrund der Übungen zunehmen, besteht kein Grund zur Panik. Eine Erstverschlimmerung kann eine normale Reaktion deines Körpers sein. Wenn sich deine gesamte Körperstatik durch regelmäßiges Training verändert, muss sich der Bewegungsapparat erst nach und nach daran anpassen. Geht es dir nach den Übungen aber dauerhaft schlechter statt besser, signalisiert dir dein Körper, dass du es womöglich übertreibst. Pausiere dann einfach für einen oder zwei Tage und/oder verringere bei deinen nächsten Übungseinheiten ein wenig die Intensität, um dich anschließend wieder in kleinen Schritten zu steigern. So führst du deinen Körper schonend an die für dich richtige Acht oder Neun auf der Schmerzskala heran.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei den Übungen!

Über diesen Artikel

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Autor:
Roland Liebscher Bracht
Schmerzspezialist und Spiegel-Bestseller Autor

Mehr über den Autor

Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Oberarzt in Salzburg

Mehr über den Prüfer

Veröffentlicht am:
25.06.2018

Letzte Aktualisierung:
14.10.2021

Nächste geplante Aktualisierung:
29.11.2021

Quellen & Studien

Das kann dir bei Kopfschmerzen noch helfen:

Migräne?

Eigentlich stellt sich für uns die Frage „Migräne oder Kopfschmerzen“ nicht. Willst du wissen, warum?

Dann lies hier weiter

Die 10-Minuten-Hilfe

Kopfweh kommt häufig nicht allein. Oft mit im Gepäck: Nackenschmerzen. Dann dehne doch gleich beides!

Jetzt üben

Verspannungen der Kaumuskulatur

Sie sind uns oft nicht bewusst, wirken sich aber häufig auf den Kopf aus: Anspannungen im Kiefer.

Zum Artikel