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Cluster-Kopfschmerzen – „Als ob sich etwas ins Auge bohre“

Cluster-Kopfschmerzen sind extrem heftige, gehäuft wiederkehrende Schmerzattacken, die streng einseitig im Bereich der Schläfen und des Auges auftreten und mit starken Begleitsymptomen in der Augenumgebung einhergehen. „Als ob jemand ein Messer in die Augenhöhle steche oder ein schwerer Schmerz das Auge herausdrücke“, beschreiben Betroffene ihre Beschwerden.1) Schmerzlinderung dieses trigeminoautonomen Kopfschmerztyps versprechen Triptane (gefäßverengende Wirkstoffe) sowie eine Sauerstofftherapie.

Eine von eintausend Personen ist von Cluster-Kopfschmerzen betroffen; meistens sind es junge Männer ab 28 Jahren. Mehr als die Hälfte der Patienten leidet auch noch nach 15 Jahren unter ihnen, wobei die Attacken im Alter weniger werden.2)

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller-Autor & Schmerzspezialist

Ein weißer Haken ist in einem khaki-farbenen Schild zu sehen.

Medizinische Prüfung: Dr. med. Egbert Ritter

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Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

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Geprüft von: Dr. med. Egbert Ritter  Geprüft von: Dr. med. Egbert Ritter

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Grafische Darstellung eines Kopfes, auf dem ein Auge und die Schläfe markiert sind. Zudem tränt das Auge. Diese Bereiche sind bei Cluster-Kopfschmerzen betroffen.

© Liebscher & Bracht

1. Wie fühlen sich Cluster-Kopfschmerzen an? Symptome


Der Cluster-Kopfschmerz ist die heftigste Kopfschmerzerkrankung der primären Kopfschmerzarten und hat folgende charakteristische Merkmale:

  • Symptomatik: unerträglich stechender und bohrender Schmerz

„Wie Folter“, schildert eine Betroffene: „Es fühlt sich an, als würde jemand die Nervenbahnen hinter dem Auge, ausstrahlend vom Ohr und zum Kiefer, mit einem Skalpell durchtrennen.“3)

  • Lokalisation: einseitig, Schläfe, Augenumgebung und Augenhöhle
  • Intensität: extrem stark
  • Dauer: 15 Minuten bis zu drei Stunden
  • Auftreten: attackenartig, gehäuft wiederkehrend, tagesrhythmisch bis zu acht Mal am Tag, besonders nachts ein bis zwei Stunden nach dem Einschlafen oder früh morgens sowie im Frühjahr und Herbst; ein bis zweimal im Jahr
  • Verlauf: episodisch; chronisch
  • Begleitsymptome: hervortretende Blutgefäße der Augenbindehaut, tränendes Auge, verstopfte und laufende Nase, geschwollene Augenumgebung, möglich sind auch Schweißausbrüche in Gesicht und an Stirn, eine verengte Pupille, ein herabhängendes Oberlid und Hautrötung, seltener sind Aura-Symptome wie Licht- und Lärmempfindlichkeit

Augentränen, Verstopfung der Nase sowie Nasenlaufen sind feste Begleiterscheinungen. In nur etwa drei Prozent der Fälle fehlen sie.

  • Besonderheit: herrschende Unruhe und Bewegungsdrang während der Schmerzattacken (im Unterschied zur Migräne), Begleitkopfschmerzen zwischen den Episoden

Wann spricht man von einem episodischen und wann von einem chronischen Cluster-Kopfschmerz?

Bei einem episodischen Verlauf treten die Attacken innerhalb von Wochen bis Monaten mit symptomfreien Pausen auf, die über Monate bis Jahre gehen können.

Chronisch sind Cluster-Kopfschmerzen, wenn es keine symptomfreien Zeitspannen innerhalb eines Jahres gibt oder diese Phasen nicht mindestens drei Monate andauern.4)

Sind Cluster-Kopfschmerzen gefährlich?

Die Symptome von Cluster-Kopfschmerzen können denen von Erkrankungen wie dem Hypophysentumor ähneln – auch die Attacken und der episodische Verlauf. Darum sollte ein Arzt in jedem Fall eine zerebrale Bildgebung veranlassen, die zum Beispiel etwaige Gefäßveränderungen und neu gewachsenes Gewebe im Hirn ersichtlich macht.

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2. Was sind die Ursachen von Cluster-Kopfschmerzen?


Medizinern sind die genauen Ursachen für Cluster-Kopfschmerzen bislang nicht bekannt. Diskutiert werden eine genetische Komponente, hormonelle Beteiligung sowie Lebensmittel und Medikamente als Auslöser.

Als wahrscheinlich gilt zudem, dass der Hypothalamus Nerven stimuliert, die wiederum mit Blutgefäßen im Gehirn verbunden sind. Diese Aktivierung des sogenannten trigeminovaskulären Systems5) würde insbesondere das rhythmische Auftreten der Attacken nach Jahreszeit sowie dem Tag-Nacht-Wechsel erklären.6) 7)

Exkurs: Der Trigeminus

Der Trigeminus ist ein dreiästiger Nerv, der die Gesichtspartien und Kaumuskeln vom oberen Kopf, der Stirn über die Augen und Nase bis runter zum Unterkiefer und Kinn versorgt. Das trigeminovaskuläre System bezeichnet Blutgefäße der Hirnhaut und des Gehirns, die mit diesem Nerv verbunden sind.

2.1 Trigger

  • Alkohol, Nitrate, Histamin, Glutamat
  • Aufenthalte in Höhenlagen
  • Medikamente mit Nitroglycerin
  • REM-Schlafphase, in der sich die Augen bei geschlossenen Lidern ruhelos hin- und herbewegen und der Puls ansteigt

2.2 Beteiligung von hohen Spannungen in Muskeln und Faszien

Die Hälfte der Patienten klagt in den Zeitspannen zwischen den episodischen Attacken über anhaltende, jedoch sehr viel mildere, der Migräne ähnelnde Schmerzen.8) Das sind Begleitkopfschmerzen, die man durchaus darauf zurückführen kann, dass sich während der Schmerzattacken des Cluster-Kopfschmerzes die Muskelspannungen im Schulter-Nacken-Bereich stark erhöhen.

Diese bauen sich allerdings mit dem Nachlassen der Attacken nicht wieder ab und bleiben bestehen. Ein unausgeglichenes Bewegungsverhalten – zu einseitig und wenig abwechslungsreich – sowie eine monotone Körperhaltung im Alltag können die Spannungen in Muskeln und Faszien zusätzlich erhöhen und weitere Kopfschmerzen fördern.

Hilfreich bei Begleitkopfschmerzen sind Dehnübungen, die die Muskeln in Nacken, Hinterkopf, Schultern sowie die Kaumuskulatur im Gesicht entspannen und flexibilisieren. Bei neuen Cluster-Kopfschmerzattacken wäre dieser möglicherweise verstärkende Faktor genommen.

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3. Was kann man gegen Cluster-Kopfschmerzen tun? Behandlung


Können frei verkäufliche Präparate wie Paracetamol, Aspirin oder Ibuprofen bei Migräne und Spannungskopfschmerzen recht gut helfen, sind sie umso wirkungsloser bei Cluster-Kopfschmerzen.

In der Akuttherapie üblich sind medikamentöse Behandlungen mit Triptanen wie Sumatriptan und Zolmitriptan. Diese zwei Mittel gelten als die wirksamsten. Darüber hinaus hat sich eine Sauerstoffinhalation bewährt. Dazu tragen Patienten eine Gesichtsmaske mit einem Rückatembeutel, um 100-prozentigen Sauerstoff aus einer Druckgasflasche einzuatmen.9) Kurzzeitig helfen können Steroide, indem sie die Okzipitalisnerven am Hinterkopf blockieren und so die Episoden auftretender Kopfschmerzattacken verkürzen.

Zur Vorbeugung von einem chronischen Verlauf sowie langen Episoden dienen Medikamente wie Verapamil und Lithium.10) Bei Verapamil, das Mittel der ersten Wahl, sind im Besonderen die Nebenwirkungen Beinödeme oder Herzrhythmusstörungen bekannt.11)

Die Liebscher & Bracht-Schmerztherapie als begleitende Behandlung

Unsere manuelle Therapie fokussiert sich auf die Behandlung von Schmerzen, die auf hohe Spannungen im muskulär-faszialen Gewebe zurückgehen. Das ist bei begleitenden Symptomen wie einer Aura oder dem Begleitkopfschmerz in Pausen während eines Cluster-Kopfschmerz-Zyklusses der Fall. Daher können unsere Dehnübungen zur Entspannung und Flexibilisierung von Muskeln und Faszien sehr gut zur Schmerzlinderung beitragen und möglichen Verschlimmerungen der Attacken vorbeugen.

Entsprechende Übungen bekommst du mit unserem kostenfreien Schmerzfrei-Ratgeber gegen Kopfschmerzen oder unserem umfangreichen Übungsprogramm:

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Über diesen Artikel

Roland Liebscher-Bracht

Autor:
Roland Liebscher Bracht
Schmerzspezialist und Spiegel-Bestseller Autor

Mehr über den Autor
Dr. Egbert Ritter, Unfallchirurg und eh. Oberarzt im UKH Salzburg

Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg

Mehr über den Prüfer

Veröffentlicht am: 28.04.2022 | Letzte Aktualisierung: 29.09.2022

Quellen & Studien

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