Kribbeln in den händen und schmerzen im arm — zwei Symptome, eine Ursache?

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Die besten Übungen und Tipps bei Schmerzen durch ein Karpaltunnelsyndrom:
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Wir erklären dir, wie beide Beschwerden zusammenhängen

Es kribbelt ständig in deinen Händen und deine Finger schlafen häufig ein? Oder hast du eher mit Schmerzen im Arm zu kämpfen, die bis in die Schulter ziehen? So oder so: Schuld an deinen Beschwerden sind nur selten schwere Nervenschäden oder Nervenstörungen (Neuropathien).Viel öfter stecken verkürzte Muskeln und Faszien dahinter, die für erhöhte Druck- und Spannungsverhältnisse in deinem Körper sorgen.

Was sich dabei zwischen Halswirbelsäule und Fingern abspielt, erklärt dir Roland in diesem Video. Weiter unten kannst du die Zusammenhänge noch einmal detailliert nachlesen und erfährst auch, wann wir dir eine Untersuchung beim Arzt empfehlen.

Du möchtest sofort etwas gegen das Kribbeln und die Schmerzen unternehmen? Das geht! Die drei besten Übungen bei Beschwerden durch ein Karpaltunnelsyndrom haben wir dir in unserem Spezial-Ratgeber zusammengestellt. Bebilderte Beschreibungen führen dich dort Schritt für Schritt durch die Übungen. Übrigens findest du darin auch die Dehnübung, die Roland am Ende des Videos erwähnt.

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Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller Autor von “Deutschland hat Rücken” & Schmerzspezialist

Mehr über Roland Liebscher-Bracht

1. Taubheitsgefühle und Kribbeln in den Händen


Unser Schmerzspezialist bringt es im Video auf den Punkt: Kribbelnde Finger und „eingeschlafene“ Hände haben ganz oft etwas mit unseren täglichen Bewegungsabläufen zu tun. Diese sind meist sehr einseitig. Tippen wir beispielsweise stundenlang auf der Tastatur oder führen monotone Drehbewegungen mit dem Handgelenk aus, bringen wir unsere Gelenke wiederholt in dieselben Winkel.

Gelenkwinkel und muskulär-fasziale Verkürzungen

Gelenkwinkel, das sind all die biomechanischen Achsen, um die sich eine Bewegung ausführen lässt. Je weniger solcher Winkel du in deinem Alltag nutzt, umso größer wird die Spannung deiner Muskeln und Faszien. Das gilt für Arme und Hände genauso wie für Beine, Füße und alle anderen Bereiche deines Bewegungsapparates. Denn das jeweilige Netzwerk aus Muskulatur und Bindegewebe passt sich mit der Zeit genau den Bewegungsmustern an, die du ihm vorgibst. Konkret heißt das:

Werden Muskeln und Faszien nicht mehr regelmäßig in vollem Umfang gedehnt, verwandelt sich das geschmeidige System in ein sprödes, unnachgiebiges Gebilde. Wir sprechen dann von muskulär-faszialen Verkürzungen.

Besonders in der oberen Extremität, den Armen, führen solche Verkürzungen schnell dazu, dass alle möglichen „Röhren“ rund um dein Handgelenk zusammengedrückt werden: Blutgefäße, Nerven oder auch Lymphbahnen. Steigt nämlich der Druck im Gewebe, nimmt das Volumen dieser Leitungen ab — es wird immer enger in den Röhren. Die Folgen: Flüssigkeiten strömen langsamer hindurch und die Übertragung von Nervensignalen gerät aus den Fugen.

Was ist Kribbeln aus medizinischer Sicht?

Kribbeln bezeichnet ein Gefühl auf der Oberfläche unseres Körpers. Vermittler dieser meist unangenehmen bis schmerzhaften Empfindung sind sensible Nerven bzw. Nervenenden (Axone). Als Teil des peripheren Nervensystems leiten sie die Signale über zugehörige Nervenbahnen zum Gehirn. Reden wir von Kribbeln im Sinne eines Krankheitssymptoms, liegen falsche bzw. krankhafte Reize zugrunde.

Schuld ist meist ein eingeklemmter Nerv, der sich nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen kann. Dies beeinträchtigt seine Fähigkeit, Informationen richtig weiterzuleiten. Kribbelt es an einer bestimmten Stelle deines Körpers, signalisiert dir dein Gehirn, dass du den dort liegenden Nerv möglichst bald aus seiner misslichen Lage befreien solltest.

Was sind Taubheitsgefühle aus medizinischer Sicht?

Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen (Extremitäten) können auf Ausfälle sensibler Nerven zurückgehen — beispielsweise wenn der Druck auf eine bestimmte Nervenbahn zu groß wird. In diesem Fall liegt eine Unteraktivität der Nerven vor. Hinzu kann ein gestörter Blutfluss kommen, sodass eine bestimmte Körperpartie (vorübergehend) unterversorgt ist und sich dadurch „taub“ anfühlt.

Warum kommt es beim Karpaltunnelsyndrom zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen?

Bei einem Karpaltunnelsyndrom können Nerven sowohl über- als auch unteraktiv sein. Komprimiert, das heißt zusammengedrückt, wird hier der Nervus medianus (mittlerer Armnerv, siehe Abbildung). Er verläuft  — genau wie etliche Blutgefäße und die neun Sehnen der Beugemuskeln der Finger — durch den Karpaltunnel. Dabei handelt es sich um die „Verbindungsstraße“ zwischen Unterarm und Hand, die von Knochen und Bindegewebe gebildet wird. Kommt es dort zu erhöhten Spannungen, hat der Medianusnerv irgendwann keinen Platz mehr.

Schematische Darstellung eines Karpaltunnelsyndroms mit Karpalband und entzündetem Medianusnerv, was zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen in den Händen führen kann

© decade3d – anatomy online | shutterstock.com

Die ersten Symptome der Erkrankung Karpaltunnelsyndrom haben sich da meist schon bemerkbar gemacht:

  • Nachts oder morgens schlafen Betroffenen die Hände ein, vor allem die vorderen Fingerglieder können sich pelzig oder taub anfühlen.
  • Insbesondere die Fingerspitzen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger können schmerzhaft kribbeln (Gefühl von Ameisenlaufen), oft begleitet von nadelstichartigen Missempfindungen bis in den Unterarm. 1), 2)

Solche Parästhesien — dies der medizinische Fachausdruck für Sensibilitätsstörungen (Empfindungsstörungen) wie Ameisenlaufen — lassen sich in einer frühen Phase des Karpaltunnelsyndroms meist leicht beseitigen. Man schüttelt kräftig die Hände aus und schon kehrt das Gefühl zurück — wir alle kennen das. Nimmt die Schädigung des Medianusnervs oder die Kompression von Blutgefäßen (Durchblutungsstörungen) jedoch weiter zu, kann es zu permanent anhaltenden Missempfindungen in den Gliedmaßen kommen. Kribbeln, Taubheit oder kalte Hände werden dann zu ständigen Begleitern.

Du hast schon eine ärztliche Diagnose erhalten und/oder möchtest dich detailliert über das Karpaltunnelsyndrom informieren? Dann empfehlen wir dir unseren großen Schmerzlexikon-Artikel zum Thema. Er bietet dir alles Wichtige zu Symptomen, Ursachen und anatomischen Hintergründen der Störung. Außerdem findest du dort effektive Übungen zur Selbsthilfe.

alles zum karpaltunnel-syndrom

Woher kann das Kribbeln sonst noch kommen?

Auch wenn hinter dem Kribbeln in deinen Fingerspitzen oder Händen oft eine relativ harmlose Ursache steckt, solltest du weitere mögliche Auslöser kennen. Sensibilitätsstörungen treten nämlich nicht nur im Rahmen eines Karpaltunnelsyndroms auf.

  • So gehen zum Beispiel Polyneuropathien häufig mit Missempfindungen einher. Polyneuropathie ist der Oberbegriff für Erkrankungen des peripheren Nervensystems, bei denen mehrere Nervenfasern geschädigt werden. Betroffen sind stets die Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark — meist motorische und sensible Nerven.
  • Im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) sind es Durchblutungsstörungen, Verletzungen, Infektionen und chronische neurologische Entzündungen wie Multiple Sklerose, die Kribbeln und Taubheitsgefühle verursachen können. In seltenen Fällen kann auch ein Tumor deine Gefäße bzw. Nerven bedrängen und zu Nervenschäden führen.
  • Bei Diabetes, Vitamin-B12- und Calcium-Mangel droht ebenfalls Gefahr: Dysbalancen im Stoffwechsel und Hormonhaushalt können schnell zulasten der Nerven- und Gefäßfunktionen gehen.
  • Gleiches gilt für Alkohol, der Nerven auf lange Sicht angreift und zerstört.
  • Entstehen Kribbeln und Taubheitsgefühle als Nebenwirkungen von Medikamenten, sind sie hingegen meist von begrenzter Dauer. Verschiedene Antidepressiva, Antiepileptika und Blutdrucksenker stehen im Verdacht, vorübergehende Empfindungsstörungen auszulösen.

Hinzu kommt eine Liste von Grunderkrankungen, bei denen das Karpaltunnelsyndrom gehäuft aufzutreten scheint. Neben der bereits genannten Diabetes sind dies als Ursachen rheumatische Arthritis und Gicht, HandgelenksarthroseHypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse) sowie verschiedene Krankheiten der Nieren3)

Schon gewusst: Auch im Rahmen der Schwangerschaft ist das Risiko erhöht, nachts von kribbelnden Händen geweckt zu werden. Grund dafür sind vermehrte Flüssigkeitsansammlungen. Diese können das Gleitgewebe der Sehnen im Karpaltunnel aufschwemmen und kommen so als Ursache für den Engpass in Frage. 4)

Ein Arzt untersucht das Handgelenk eines Patienten, der auf einer Couch sitzt

© Chinnapong | shutterstock.com

Wann solltest du bei Kribbeln in den Händen einen Arzt aufsuchen?

Sicher ist sicher. Im Zweifelsfall solltest du dein Kribbeln in den Händen daher immer von deinem Neurologen oder Orthopäden abklären lassen. Dies gilt besonders dann, wenn die Missempfindungen

  • bei bekannter Diabetes-Erkrankung auftreten,
  • plötzlich und ohne erkennbaren Grund einsetzen,
  • stark ausgeprägt sind,
  • länger als einige Minuten anhalten und/oder
  • in bestimmten Abständen immer wiederkehren.

Kommt es zu Beeinträchtigungen wie plötzlichen Lähmungen und Taubheitsgefühlen, die auf einer Körperseite (z. B. am Arm oder einer Gesichtshälfte) auftreten oder auch die ganze Körperhälfte erfassen, herrscht Alarmstufe eins. Solche halbseitigen Missempfindungen, manchmal begleitet von Seh- und Sprachproblemen sowie Kopfschmerzen, können Anzeichen eines Schlaganfalls sein und erfordern sofortige medizinische Hilfe. Übrigens: Selbst wenn derartige Symptome und Störungen von selbst wieder verschwinden, solltest du den Hintergrund unbedingt von einem Fachmann abklären lassen, um bleibende Nervenschäden auszuschließen.

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2. Schmerzen in Arm und Schulter


Spannen wir nun den Bogen vom Kribbeln in den Händen zu Arm- und Schulterschmerzen. Hast du bereits unliebsame Erfahrungen mit beiden Symptomen gemacht? Dann geht es dir wie vielen anderen Betroffenen, die sich mit einem Karpaltunnelsyndrom herumplagen. Warum das so ist, lässt sich recht einfach erklären: Der Nervus medianus entspringt einem Nervengeflecht, dessen Leitungsbahnen den Arm und Teile der Schulter versorgen.

Von der Hand zur Halswirbelsäule — und zurück

Plexus brachialis lautet der Fachbegriff für dieses Armnerven-Geflecht. Seine Fasern verlassen das Rückenmark in deinem Wirbelkanal auf Höhe der letzten drei Halswirbel und des ersten Brustwirbels. Der Mittelarmnerv selbst zieht von der Achsel bis in die Hand, wo er sich in einzelne Äste für die Finger abzweigt.

Damit wird klar, dass zwischen deinem eingeengten Karpaltunnel und deiner Hals- und Brustwirbelsäule eine im wahrsten Sinne nervöse Verbindung besteht.

Schmerzen am Handgelenk können daher auf den Unterarm ausstrahlen, den Oberarm „entlang wandern“ und sogar zu Schulter- und Rückenbeschwerden führen — dem Verlauf des Nervus medianus und des Plexus brachialis  folgend.

Grafische Darstellung des Armnervengeflechts Plexus brachialis, aus dem der Medianusnerv entspringt, der bei einem Karpaltunnelsyndrom ein Kribbeln in den Händen hervorrufen kann.

© Alila Medical Media | shutterstock.com

Leider funktioniert dieses Prinzip auch in die umgekehrte Richtung. So wird der Medianusnerv mitunter von Überspannungen im Bereich der Halswirbelsäule (etwa bei einem BandscheibenvorfallHWS-Syndrom oder steifen Nacken) derart in Mitleidenschaft gezogen, dass die Auswirkungen der Kompression bis in die Finger zu spüren sind. Kribbelnde Hände können bei Betroffenen dann isoliert auftreten oder von Schulter-/Arm-Schmerzen begleitet werden.

An diesem Punkt schließt sich der Kreis. Denn auch die hartnäckigen Überspannungen, die sich in den  Bereichen von Halswirbelsäule, Nacken, Schulter, Oberarm und Brust breitmachen, sind ein Resultat einseitiger Bewegungsmuster. Je nachdem, welche Körperpartien du im Alltag stärker belastest, zeigen sich die Folgen verkürzter Muskeln bzw. unnachgiebiger Faszien an unterschiedlichen Stellen. Mal sorgen sie für ein Platzproblem im Karpaltunnel, mal „irritieren“ sie die Nerven im Arm und mal bedrohen sie die Gelenke von Schulter oder Ellenbogen. Egal, in welche Richtung sich Schmerz und Kribbeln ausbreiten — die Ursache ist oft dieselbe.

Was kannst du jetzt tun?

Wenn du merkst, dass deine muskulären Verkürzungen vor allem die Brust, die Schulter oder den Oberarm betreffen, solltest du deinen vorderen Körperbereich gezielt aufdehnen. Machst du diese Behandlung regelmäßig, kannst du deine Spannungen lösen und damit die Transportwege in Richtung Hand langfristig freiräumen. Eine äußerst wirksame Dehnübung dafür findest du in unserem Ratgeber zum Karpaltunnelsyndrom, den du hier herunterladen kannst.

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💡Wenn deine Hände kribbeln, wird dich auch das interessieren:


Frau umgreift mit einer Hand das Handgelenk der anderen Hand. Mit dieser bedient sie eine Maus.

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Es kribbelt ständig in deinen Händen und deine Finger schlafen häufig ein? Oder hast du eher mit Schmerzen im Arm zu kämpfen, die bis in die Schulter ziehen? So oder so: Schuld an deinen Beschwerden sind nur selten schwere Nervenschäden oder Nervenstörungen (Neuropathien).Viel öfter stecken verkürzte Muskeln und Faszien dahinter, die für erhöhte Druck- und Spannungsverhältnisse in deinem Körper sorgen.

Was sich dabei zwischen Halswirbelsäule und Fingern abspielt, erklärt dir Roland in diesem Video. Weiter unten kannst du die Zusammenhänge noch einmal detailliert nachlesen und erfährst auch, wann wir dir eine Untersuchung beim Arzt empfehlen.

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1. Taubheitsgefühle und Kribbeln in den Händen


Unser Schmerzspezialist bringt es im Video auf den Punkt: Kribbelnde Finger und „eingeschlafene“ Hände haben ganz oft etwas mit unseren täglichen Bewegungsabläufen zu tun. Diese sind meist sehr einseitig. Tippen wir beispielsweise stundenlang auf der Tastatur oder führen monotone Drehbewegungen mit dem Handgelenk aus, bringen wir unsere Gelenke wiederholt in dieselben Winkel.

Gelenkwinkel und muskulär-fasziale Verkürzungen

Gelenkwinkel, das sind all die biomechanischen Achsen, um die sich eine Bewegung ausführen lässt. Je weniger solcher Winkel du in deinem Alltag nutzt, umso größer wird die Spannung deiner Muskeln und Faszien. Das gilt für Arme und Hände genauso wie für Beine, Füße und alle anderen Bereiche deines Bewegungsapparates. Denn das jeweilige Netzwerk aus Muskulatur und Bindegewebe passt sich mit der Zeit genau den Bewegungsmustern an, die du ihm vorgibst. Konkret heißt das:

Werden Muskeln und Faszien nicht mehr regelmäßig in vollem Umfang gedehnt, verwandelt sich das geschmeidige System in ein sprödes, unnachgiebiges Gebilde. Wir sprechen dann von muskulär-faszialen Verkürzungen.

Besonders in der oberen Extremität, den Armen, führen solche Verkürzungen schnell dazu, dass alle möglichen „Röhren“ rund um dein Handgelenk zusammengedrückt werden: Blutgefäße, Nerven oder auch Lymphbahnen. Steigt nämlich der Druck im Gewebe, nimmt das Volumen dieser Leitungen ab — es wird immer enger in den Röhren. Die Folgen: Flüssigkeiten strömen langsamer hindurch und die Übertragung von Nervensignalen gerät aus den Fugen.

Was ist Kribbeln aus medizinischer Sicht?

Kribbeln bezeichnet ein Gefühl auf der Oberfläche unseres Körpers. Vermittler dieser meist unangenehmen bis schmerzhaften Empfindung sind sensible Nerven bzw. Nervenenden (Axone). Als Teil des peripheren Nervensystems leiten sie die Signale über zugehörige Nervenbahnen zum Gehirn. Reden wir von Kribbeln im Sinne eines Krankheitssymptoms, liegen falsche bzw. krankhafte Reize zugrunde.

Schuld ist meist ein eingeklemmter Nerv, der sich nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen kann. Dies beeinträchtigt seine Fähigkeit, Informationen richtig weiterzuleiten. Kribbelt es an einer bestimmten Stelle deines Körpers, signalisiert dir dein Gehirn, dass du den dort liegenden Nerv möglichst bald aus seiner misslichen Lage befreien solltest.

Was sind Taubheitsgefühle aus medizinischer Sicht?

Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen (Extremitäten) können auf Ausfälle sensibler Nerven zurückgehen — beispielsweise wenn der Druck auf eine bestimmte Nervenbahn zu groß wird. In diesem Fall liegt eine Unteraktivität der Nerven vor. Hinzu kann ein gestörter Blutfluss kommen, sodass eine bestimmte Körperpartie (vorübergehend) unterversorgt ist und sich dadurch „taub“ anfühlt.

Warum kommt es beim Karpaltunnelsyndrom zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen?

Bei einem Karpaltunnelsyndrom können Nerven sowohl über- als auch unteraktiv sein. Komprimiert, das heißt zusammengedrückt, wird hier der Nervus medianus (mittlerer Armnerv, siehe Abbildung). Er verläuft  — genau wie etliche Blutgefäße und die neun Sehnen der Beugemuskeln der Finger — durch den Karpaltunnel. Dabei handelt es sich um die „Verbindungsstraße“ zwischen Unterarm und Hand, die von Knochen und Bindegewebe gebildet wird. Kommt es dort zu erhöhten Spannungen, hat der Medianusnerv irgendwann keinen Platz mehr.

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Die ersten Symptome der Erkrankung Karpaltunnelsyndrom haben sich da meist schon bemerkbar gemacht:

  • Nachts oder morgens schlafen Betroffenen die Hände ein, vor allem die vorderen Fingerglieder können sich pelzig oder taub anfühlen.
  • Insbesondere die Fingerspitzen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger können schmerzhaft kribbeln (Gefühl von Ameisenlaufen), oft begleitet von nadelstichartigen Missempfindungen bis in den Unterarm. 5), 6)

Solche Parästhesien — dies der medizinische Fachausdruck für Sensibilitätsstörungen (Empfindungsstörungen) wie Ameisenlaufen — lassen sich in einer frühen Phase des Karpaltunnelsyndroms meist leicht beseitigen. Man schüttelt kräftig die Hände aus und schon kehrt das Gefühl zurück — wir alle kennen das. Nimmt die Schädigung des Medianusnervs oder die Kompression von Blutgefäßen (Durchblutungsstörungen) jedoch weiter zu, kann es zu permanent anhaltenden Missempfindungen in den Gliedmaßen kommen. Kribbeln, Taubheit oder kalte Hände werden dann zu ständigen Begleitern.

Du hast schon eine ärztliche Diagnose erhalten und/oder möchtest dich detailliert über das Karpaltunnelsyndrom informieren? Dann empfehlen wir dir unseren großen Schmerzlexikon-Artikel zum Thema. Er bietet dir alles Wichtige zu Symptomen, Ursachen und anatomischen Hintergründen der Störung. Außerdem findest du dort effektive Übungen zur Selbsthilfe.

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Woher kann das Kribbeln sonst noch kommen?

Auch wenn hinter dem Kribbeln in deinen Fingerspitzen oder Händen oft eine relativ harmlose Ursache steckt, solltest du weitere mögliche Auslöser kennen. Sensibilitätsstörungen treten nämlich nicht nur im Rahmen eines Karpaltunnelsyndroms auf.

  • So gehen zum Beispiel Polyneuropathien häufig mit Missempfindungen einher. Polyneuropathie ist der Oberbegriff für Erkrankungen des peripheren Nervensystems, bei denen mehrere Nervenfasern geschädigt werden. Betroffen sind stets die Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark — meist motorische und sensible Nerven.
  • Im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) sind es Durchblutungsstörungen, Verletzungen, Infektionen und chronische neurologische Entzündungen wie Multiple Sklerose, die Kribbeln und Taubheitsgefühle verursachen können. In seltenen Fällen kann auch ein Tumor deine Gefäße bzw. Nerven bedrängen und zu Nervenschäden führen.
  • Bei Diabetes, Vitamin-B12- und Calcium-Mangel droht ebenfalls Gefahr: Dysbalancen im Stoffwechsel und Hormonhaushalt können schnell zulasten der Nerven- und Gefäßfunktionen gehen.
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  • Entstehen Kribbeln und Taubheitsgefühle als Nebenwirkungen von Medikamenten, sind sie hingegen meist von begrenzter Dauer. Verschiedene Antidepressiva, Antiepileptika und Blutdrucksenker stehen im Verdacht, vorübergehende Empfindungsstörungen auszulösen.

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Schon gewusst: Auch im Rahmen der Schwangerschaft ist das Risiko erhöht, nachts von kribbelnden Händen geweckt zu werden. Grund dafür sind vermehrte Flüssigkeitsansammlungen. Diese können das Gleitgewebe der Sehnen im Karpaltunnel aufschwemmen und kommen so als Ursache für den Engpass in Frage. 8)

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Sicher ist sicher. Im Zweifelsfall solltest du dein Kribbeln in den Händen daher immer von deinem Neurologen oder Orthopäden abklären lassen. Dies gilt besonders dann, wenn die Missempfindungen

  • bei bekannter Diabetes-Erkrankung auftreten,
  • plötzlich und ohne erkennbaren Grund einsetzen,
  • stark ausgeprägt sind,
  • länger als einige Minuten anhalten und/oder
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Kommt es zu Beeinträchtigungen wie plötzlichen Lähmungen und Taubheitsgefühlen, die auf einer Körperseite (z. B. am Arm oder einer Gesichtshälfte) auftreten oder auch die ganze Körperhälfte erfassen, herrscht Alarmstufe eins. Solche halbseitigen Missempfindungen, manchmal begleitet von Seh- und Sprachproblemen sowie Kopfschmerzen, können Anzeichen eines Schlaganfalls sein und erfordern sofortige medizinische Hilfe. Übrigens: Selbst wenn derartige Symptome und Störungen von selbst wieder verschwinden, solltest du den Hintergrund unbedingt von einem Fachmann abklären lassen, um bleibende Nervenschäden auszuschließen.

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2. Schmerzen in Arm und Schulter


Spannen wir nun den Bogen vom Kribbeln in den Händen zu Arm- und Schulterschmerzen. Hast du bereits unliebsame Erfahrungen mit beiden Symptomen gemacht? Dann geht es dir wie vielen anderen Betroffenen, die sich mit einem Karpaltunnelsyndrom herumplagen. Warum das so ist, lässt sich recht einfach erklären: Der Nervus medianus entspringt einem Nervengeflecht, dessen Leitungsbahnen den Arm und Teile der Schulter versorgen.

Von der Hand zur Halswirbelsäule — und zurück

Plexus brachialis lautet der Fachbegriff für dieses Armnerven-Geflecht. Seine Fasern verlassen das Rückenmark in deinem Wirbelkanal auf Höhe der letzten drei Halswirbel und des ersten Brustwirbels. Der Mittelarmnerv selbst zieht von der Achsel bis in die Hand, wo er sich in einzelne Äste für die Finger abzweigt.

Damit wird klar, dass zwischen deinem eingeengten Karpaltunnel und deiner Hals- und Brustwirbelsäule eine im wahrsten Sinne nervöse Verbindung besteht.

Schmerzen am Handgelenk können daher auf den Unterarm ausstrahlen, den Oberarm „entlang wandern“ und sogar zu Schulter- und Rückenbeschwerden führen — dem Verlauf des Nervus medianus und des Plexus brachialis  folgend.

Grafische Darstellung des Armnervengeflechts Plexus brachialis, aus dem der Medianusnerv entspringt, der bei einem Karpaltunnelsyndrom ein Kribbeln in den Händen hervorrufen kann.

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Leider funktioniert dieses Prinzip auch in die umgekehrte Richtung. So wird der Medianusnerv mitunter von Überspannungen im Bereich der Halswirbelsäule (etwa bei einem BandscheibenvorfallHWS-Syndrom oder steifen Nacken) derart in Mitleidenschaft gezogen, dass die Auswirkungen der Kompression bis in die Finger zu spüren sind. Kribbelnde Hände können bei Betroffenen dann isoliert auftreten oder von Schulter-/Arm-Schmerzen begleitet werden.

An diesem Punkt schließt sich der Kreis. Denn auch die hartnäckigen Überspannungen, die sich in den  Bereichen von Halswirbelsäule, Nacken, Schulter, Oberarm und Brust breitmachen, sind ein Resultat einseitiger Bewegungsmuster. Je nachdem, welche Körperpartien du im Alltag stärker belastest, zeigen sich die Folgen verkürzter Muskeln bzw. unnachgiebiger Faszien an unterschiedlichen Stellen. Mal sorgen sie für ein Platzproblem im Karpaltunnel, mal „irritieren“ sie die Nerven im Arm und mal bedrohen sie die Gelenke von Schulter oder Ellenbogen. Egal, in welche Richtung sich Schmerz und Kribbeln ausbreiten — die Ursache ist oft dieselbe.

Was kannst du jetzt tun?

Wenn du merkst, dass deine muskulären Verkürzungen vor allem die Brust, die Schulter oder den Oberarm betreffen, solltest du deinen vorderen Körperbereich gezielt aufdehnen. Machst du diese Behandlung regelmäßig, kannst du deine Spannungen lösen und damit die Transportwege in Richtung Hand langfristig freiräumen. Eine äußerst wirksame Dehnübung dafür findest du in unserem Ratgeber zum Karpaltunnelsyndrom, den du hier herunterladen kannst.

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Die besten Übungen und Tipps bei Karpaltunnelsyndrom

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Die besten Übungen und Tipps bei Karpaltunnelsyndrom

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💡Wenn deine Hände kribbeln, wird dich auch das interessieren:


Frau umgreift mit einer Hand das Handgelenk der anderen Hand. Mit dieser bedient sie eine Maus.

Karpaltunnel-Syndrom: Das musst du wissen

Hier kannst du dich umfassend über das Karpaltunnelsyndrom informieren: Symptome, Ursachen und Behandlungsweisen auf einen Blick.

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Der Visionär

Roland Liebscher-Bracht

Grafik einer Hand mir rot untermaltem Zeige-, Mittel-, Ring- und kleinem Finger, die von 2 anderen Händen abgetastet werden

© Anysh | shutterstock.com

Wir erklären dir, wie beide Beschwerden zusammenhängen

Es kribbelt ständig in deinen Händen und deine Finger schlafen häufig ein? Oder hast du eher mit Schmerzen im Arm zu kämpfen, die bis in die Schulter ziehen? So oder so: Schuld an deinen Beschwerden sind nur selten schwere Nervenschäden oder Nervenstörungen (Neuropathien).Viel öfter stecken verkürzte Muskeln und Faszien dahinter, die für erhöhte Druck- und Spannungsverhältnisse in deinem Körper sorgen.

Was sich dabei zwischen Halswirbelsäule und Fingern abspielt, erklärt dir Roland in diesem Video. Weiter unten kannst du die Zusammenhänge noch einmal detailliert nachlesen und erfährst auch, wann wir dir eine Untersuchung beim Arzt empfehlen.

Du möchtest sofort etwas gegen das Kribbeln und die Schmerzen unternehmen? Das geht! Die drei besten Übungen bei Beschwerden durch ein Karpaltunnelsyndrom haben wir dir in unserem Spezial-Ratgeber zusammengestellt. Bebilderte Beschreibungen führen dich dort Schritt für Schritt durch die Übungen. Übrigens findest du darin auch die Dehnübung, die Roland am Ende des Videos erwähnt.

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Die besten Übungen und Tipps bei Schmerzen durch ein Karpaltunnelsyndrom:
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1. Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Händen

Unser Schmerzspezialist bringt es im Video auf den Punkt: Kribbelnde Finger und „eingeschlafene“ Hände haben ganz oft etwas mit unseren täglichen Bewegungsabläufen zu tun. Diese sind meist sehr einseitig. Tippen wir beispielsweise stundenlang auf der Tastatur oder führen monotone Drehbewegungen mit dem Handgelenk aus, bringen wir unsere Gelenke wiederholt in dieselben Winkel.

Gelenkwinkel und muskulär-fasziale Verkürzungen

Gelenkwinkel, das sind all die biomechanischen Achsen, um die sich eine Bewegung ausführen lässt. Je weniger solcher Winkel du in deinem Alltag nutzt, umso größer wird die Spannung deiner Muskeln und Faszien. Das gilt für Arme und Hände genauso wie für Beine, Füße und alle anderen Bereiche deines Bewegungsapparates. Denn das jeweilige Netzwerk aus Muskulatur und Bindegewebe passt sich mit der Zeit genau den Bewegungsmustern an, die du ihm vorgibst. Konkret heißt das:

Werden Muskeln und Faszien nicht mehr regelmäßig in vollem Umfang gedehnt, verwandelt sich das geschmeidige System in ein sprödes, unnachgiebiges Gebilde. Wir sprechen dann von muskulär-faszialen Verkürzungen.

Besonders in der oberen Extremität, den Armen, führen solche Verkürzungen schnell dazu, dass alle möglichen „Röhren“ rund um dein Handgelenk zusammengedrückt werden: Blutgefäße, Nerven oder auch Lymphbahnen. Steigt nämlich der Druck im Gewebe, nimmt das Volumen dieser Leitungen ab — es wird immer enger in den Röhren. Die Folgen: Flüssigkeiten strömen langsamer hindurch und die Übertragung von Nervensignalen gerät aus den Fugen.

Was ist Kribbeln aus medizinischer Sicht?

Kribbeln bezeichnet ein Gefühl auf der Oberfläche unseres Körpers. Vermittler dieser meist unangenehmen bis schmerzhaften Empfindung sind sensible Nerven bzw. Nervenenden (Axone). Als Teil des peripheren Nervensystems leiten sie die Signale über zugehörige Nervenbahnen zum Gehirn. Reden wir von Kribbeln im Sinne eines Krankheitssymptoms, liegen falsche bzw. krankhafte Reize zugrunde.

Schuld ist meist ein eingeklemmter Nerv, der sich nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen kann. Dies beeinträchtigt seine Fähigkeit, Informationen richtig weiterzuleiten. Kribbelt es an einer bestimmten Stelle deines Körpers, signalisiert dir dein Gehirn, dass du den dort liegenden Nerv möglichst bald aus seiner misslichen Lage befreien solltest.

Was sind Taubheitsgefühle aus medizinischer Sicht?

Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen (Extremitäten) können auf Ausfälle sensibler Nerven zurückgehen — beispielsweise wenn der Druck auf eine bestimmte Nervenbahn zu groß wird. In diesem Fall liegt eine Unteraktivität der Nerven vor. Hinzu kann ein gestörter Blutfluss kommen, sodass eine bestimmte Körperpartie (vorübergehend) unterversorgt ist und sich dadurch „taub“ anfühlt.

Warum kommt es beim Karpaltunnelsyndrom zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen?

Bei einem Karpaltunnelsyndrom können Nerven sowohl über- als auch unteraktiv sein. Komprimiert, das heißt zusammengedrückt, wird hier der Nervus medianus (mittlerer Armnerv, siehe Abbildung). Er verläuft  — genau wie etliche Blutgefäße und die neun Sehnen der Beugemuskeln der Finger — durch den Karpaltunnel. Dabei handelt es sich um die „Verbindungsstraße“ zwischen Unterarm und Hand, die von Knochen und Bindegewebe gebildet wird. Kommt es dort zu erhöhten Spannungen, hat der Medianusnerv irgendwann keinen Platz mehr.

Schematische Darstellung eines Karpaltunnelsyndroms mit Karpalband und entzündetem Medianusnerv, was zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen in den Händen führen kann

© decade3d – anatomy online | shutterstock.com

Die ersten Symptome der Erkrankung Karpaltunnelsyndrom haben sich da meist schon bemerkbar gemacht:

  • Nachts oder morgens schlafen Betroffenen die Hände ein, vor allem die vorderen Fingerglieder können sich pelzig oder taub anfühlen.
  • Insbesondere die Fingerspitzen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger können schmerzhaft kribbeln (Gefühl von Ameisenlaufen), oft begleitet von nadelstichartigen Missempfindungen bis in den Unterarm. 9), 10)

Solche Parästhesien — dies der medizinische Fachausdruck für Sensibilitätsstörungen (Empfindungsstörungen) wie Ameisenlaufen — lassen sich in einer frühen Phase des Karpaltunnelsyndroms meist leicht beseitigen. Man schüttelt kräftig die Hände aus und schon kehrt das Gefühl zurück — wir alle kennen das. Nimmt die Schädigung des Medianusnervs oder die Kompression von Blutgefäßen (Durchblutungsstörungen) jedoch weiter zu, kann es zu permanent anhaltenden Missempfindungen in den Gliedmaßen kommen. Kribbeln, Taubheit oder kalte Hände werden dann zu ständigen Begleitern.

Du hast schon eine ärztliche Diagnose erhalten und/oder möchtest dich detailliert über das Karpaltunnelsyndrom informieren? Dann empfehlen wir dir unseren großen Schmerzlexikon-Artikel zum Thema. Er bietet dir alles Wichtige zu Symptomen, Ursachen und anatomischen Hintergründen der Störung. Außerdem findest du dort effektive Übungen zur Selbsthilfe.

alles zum karpaltunnel-syndrom

Woher kann das Kribbeln sonst noch kommen?

Auch wenn hinter dem Kribbeln in deinen Fingerspitzen oder Händen oft eine relativ harmlose Ursache steckt, solltest du weitere mögliche Auslöser kennen. Sensibilitätsstörungen treten nämlich nicht nur im Rahmen eines Karpaltunnelsyndroms auf.

  • So gehen zum Beispiel Polyneuropathien häufig mit Missempfindungen einher. Polyneuropathie ist der Oberbegriff für Erkrankungen des peripheren Nervensystems, bei denen mehrere Nervenfasern geschädigt werden. Betroffen sind stets die Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark — meist motorische und sensible Nerven.
  • Im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) sind es Durchblutungsstörungen, Verletzungen, Infektionen und chronische neurologische Entzündungen wie Multiple Sklerose, die Kribbeln und Taubheitsgefühle verursachen können. In seltenen Fällen kann auch ein Tumor deine Gefäße bzw. Nerven bedrängen und zu Nervenschäden führen.
  • Bei Diabetes, Vitamin-B12- und Calcium-Mangel droht ebenfalls Gefahr: Dysbalancen im Stoffwechsel und Hormonhaushalt können schnell zulasten der Nerven- und Gefäßfunktionen gehen.
  • Gleiches gilt für Alkohol, der Nerven auf lange Sicht angreift und zerstört.
  • Entstehen Kribbeln und Taubheitsgefühle als Nebenwirkungen von Medikamenten, sind sie hingegen meist von begrenzter Dauer. Verschiedene Antidepressiva, Antiepileptika und Blutdrucksenker stehen im Verdacht, vorübergehende Empfindungsstörungen auszulösen.

Hinzu kommt eine Liste von Grunderkrankungen, bei denen das Karpaltunnelsyndrom gehäuft aufzutreten scheint. Neben der bereits genannten Diabetes sind dies als Ursachen rheumatische Arthritis und Gicht, HandgelenksarthroseHypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse) sowie verschiedene Krankheiten der Nieren11)

Schon gewusst: Auch im Rahmen der Schwangerschaft ist das Risiko erhöht, nachts von kribbelnden Händen geweckt zu werden. Grund dafür sind vermehrte Flüssigkeitsansammlungen. Diese können das Gleitgewebe der Sehnen im Karpaltunnel aufschwemmen und kommen so als Ursache für den Engpass in Frage. 12)

Ein Arzt untersucht das Handgelenk eines Patienten, der auf einer Couch sitzt

© Chinnapong | shutterstock.com

Wann solltest du bei Kribbeln in den Händen einen Arzt aufsuchen?

Sicher ist sicher. Im Zweifelsfall solltest du dein Kribbeln in den Händen daher immer von deinem Neurologen oder Orthopäden abklären lassen. Dies gilt besonders dann, wenn die Missempfindungen

  • bei bekannter Diabetes-Erkrankung auftreten,
  • plötzlich und ohne erkennbaren Grund einsetzen,
  • stark ausgeprägt sind,
  • länger als einige Minuten anhalten und/oder
  • in bestimmten Abständen immer wiederkehren.

Kommt es zu Beeinträchtigungen wie plötzlichen Lähmungen und Taubheitsgefühlen, die auf einer Körperseite (z. B. am Arm oder einer Gesichtshälfte) auftreten oder auch die ganze Körperhälfte erfassen, herrscht Alarmstufe eins. Solche halbseitigen Missempfindungen, manchmal begleitet von Seh- und Sprachproblemen sowie Kopfschmerzen, können Anzeichen eines Schlaganfalls sein und erfordern sofortige medizinische Hilfe. Übrigens: Selbst wenn derartige Symptome und Störungen von selbst wieder verschwinden, solltest du den Hintergrund unbedingt von einem Fachmann abklären lassen, um bleibende Nervenschäden auszuschließen.

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2. Schmerzen in Arm und Schulter

Spannen wir nun den Bogen vom Kribbeln in den Händen zu Arm- und Schulterschmerzen. Hast du bereits unliebsame Erfahrungen mit beiden Symptomen gemacht? Dann geht es dir wie vielen anderen Betroffenen, die sich mit einem Karpaltunnelsyndrom herumplagen. Warum das so ist, lässt sich recht einfach erklären: Der Nervus medianus entspringt einem Nervengeflecht, dessen Leitungsbahnen den Arm und Teile der Schulter versorgen.

Von der Hand zur Halswirbelsäule — und zurück

Plexus brachialis lautet der Fachbegriff für dieses Armnerven-Geflecht. Seine Fasern verlassen das Rückenmark in deinem Wirbelkanal auf Höhe der letzten drei Halswirbel und des ersten Brustwirbels. Der Mittelarmnerv selbst zieht von der Achsel bis in die Hand, wo er sich in einzelne Äste für die Finger abzweigt.

Damit wird klar, dass zwischen deinem eingeengten Karpaltunnel und deiner Hals- und Brustwirbelsäule eine im wahrsten Sinne nervöse Verbindung besteht.

Schmerzen am Handgelenk können daher auf den Unterarm ausstrahlen, den Oberarm „entlang wandern“ und sogar zu Schulter- und Rückenbeschwerden führen — dem Verlauf des Nervus medianus und des Plexus brachialis  folgend.

Grafische Darstellung des Armnervengeflechts Plexus brachialis, aus dem der Medianusnerv entspringt, der bei einem Karpaltunnelsyndrom ein Kribbeln in den Händen hervorrufen kann.

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Leider funktioniert dieses Prinzip auch in die umgekehrte Richtung. So wird der Medianusnerv mitunter von Überspannungen im Bereich der Halswirbelsäule (etwa bei einem BandscheibenvorfallHWS-Syndrom oder steifen Nacken) derart in Mitleidenschaft gezogen, dass die Auswirkungen der Kompression bis in die Finger zu spüren sind. Kribbelnde Hände können bei Betroffenen dann isoliert auftreten oder von Schulter-/Arm-Schmerzen begleitet werden.

An diesem Punkt schließt sich der Kreis. Denn auch die hartnäckigen Überspannungen, die sich in den  Bereichen von Halswirbelsäule, Nacken, Schulter, Oberarm und Brust breitmachen, sind ein Resultat einseitiger Bewegungsmuster. Je nachdem, welche Körperpartien du im Alltag stärker belastest, zeigen sich die Folgen verkürzter Muskeln bzw. unnachgiebiger Faszien an unterschiedlichen Stellen. Mal sorgen sie für ein Platzproblem im Karpaltunnel, mal „irritieren“ sie die Nerven im Arm und mal bedrohen sie die Gelenke von Schulter oder Ellenbogen. Egal, in welche Richtung sich Schmerz und Kribbeln ausbreiten — die Ursache ist oft dieselbe.

Was kannst du jetzt tun?

Wenn du merkst, dass deine muskulären Verkürzungen vor allem die Brust, die Schulter oder den Oberarm betreffen, solltest du deinen vorderen Körperbereich gezielt aufdehnen. Machst du diese Behandlung regelmäßig, kannst du deine Spannungen lösen und damit die Transportwege in Richtung Hand langfristig freiräumen. Eine äußerst wirksame Dehnübung dafür findest du in unserem Ratgeber zum Karpaltunnelsyndrom, den du hier herunterladen kannst.

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Roland Liebscher-Bracht

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Porträt Roland Liebscher Bracht

So funktioniert Liebscher & Bracht -- Schritt für Schritt

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