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Sodbrennen: Das kannst du selbst gegen den brennenden Schmerz tun!

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

Bestseller-Autor & Schmerzspezialist

Geprüft von: Dr. med. Egbert Ritter  Geprüft von: Dr. med. Egbert Ritter

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Da ist er wieder, dieser unangenehme, brennende Schmerz, den du in der Speiseröhre verspürst. Du musst vermehrt aufstoßen und die Säure scheint mit jedem erneuten Aufstoßen deinen Rachen zu reizen. Der Druck hinter dem Brustbein belastet dich zusätzlich und weder Großmutters Hausmittel noch die Säureblocker konnten dir helfen? Dann hast du jetzt mehrere Möglichkeiten, um für Linderung deiner Beschwerden zu sorgen:

In diesem Artikel verraten wir dir vor allem, weshalb Medikamente für uns eine untergeordnete Rolle spielen und welche Ursache für Sodbrennen oft übersehen wird!

Du willst so schnell wie möglich beschwerdefrei werden? Dann schau doch direkt mal in unsere Übungen rein. Oder kannst du dich mit den oben beschriebenen Symptomen nicht identifizieren und deine Beschwerden gar nicht richtig einschätzen? Dann sieh dir zunächst unsere Symptom-Checkliste genauer an.

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller-Autor & Schmerzspezialist

Ein weißer Haken ist in einem khaki-farbenen Schild zu sehen.

Medizinische Prüfung: Dr. med. Egbert Ritter

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Das Bild zeigt den Rumpf einer Frau. Sie trägt einen rosafarbenen Pullover und legt ihre Hände gekreuzt auf das Brustbein.

1. Definition von Sodbrennen/Reflux und typische Symptome


Kurz & Knapp

  • Sodbrennen ist zunächst einmal keine Krankheit, sondern ein Symptom. Es bezeichnet den den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre, was meist von einem brennenden Schmerz begleitet wird.
  • Die Folgen sind ein Druckgefühl hinterm Brustbein bis hin zu einer Speiseröhrenentzündung und Husten.
  • Hinter Sodbrennen können sich harmlose Ursachen, aber auch Erkrankungen wie ein Reflux verbergen.

Du möchtest wissen, was die mögliche Ursache für dein Sodbrennen ist? Dann lies auch Kapitel 2.

Streng genommen ist Sodbrennen keine eigenständige Krankheit, sondern lediglich ein Symptom, an dem rund sieben Prozent aller Deutschen täglich leiden und das sogar schon bei Kindern auftritt.

1.1 Definition

Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure, die in Zellen der Magenschleimhaut gebildet wird, durch den Magenmund (Cardia) zurück in die Speiseröhre (Ösophagus) fließt. Dieser Rückfluss (Reflux) attackiert die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre (Ösophagus) und kann eine Spiseröhrenentzündung (Ösophagitis) verursachen.

Bemerkbar macht sich die aufgestiegene Säure auch ohne Speiseröhrenentzündung hauptsächlich durch Schmerzen hinter dem Brustbein. Die Speiseröhrenschleimhaut ist nämlich im Gegensatz zu den Zellen der Magenschleimhaut nicht mit einem Schutzfilm gegen die Magensäure ausgestattet. Der aggressiven Wirkung der Salzsäure aus dem Magen ist sie deshalb unmittelbar ausgesetzt. 

Das so entstehende Sodbrennen kann harmlos sein – es kann aber auch auf eine Krankheit hinweisen. Nicht selten erhalten Sodbrennen-Patienten die Diagnose „Refluxerkrankung“. Die möglichen Beschwerden im Zuge dieser Refluxerkrankung sind äußerst vielfältig, wobei Sodbrennen als Leitsymptom gilt.

Häufig geht Sodbrennen jedoch überhaupt nicht mit saurem Aufstoßen, dem klassichen Symptom schlechthin, einher. Damit ist für uns eigentlich schon klar:

Die Ursache kann nicht nur bei der Ernährung liegen.

Um dir zum Einstieg eine gute Übersicht zu bieten, haben wir dir unten eine Reihe von Symptomen aufgelistet, die Sodbrennen begleiten oder bereits auf eine chronisch gewordene Refluxkrankheit mit Speiseröhrenentzündung hinweisen können: Welche der hier aufgezählten Symptome kennst du von dir selbst?

1.2 Symptom-Checkliste Sodbrennen/Refluxkrankheit

  • Sodbrennen als Leitsymptom einer Refluxkrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit) — oftmals werden Symptom und Erkrankung gleichgesetzt
  • Saures Aufstoßen; Mundgeruch als unangenehme Begleiterscheinung
  • Säurebedingte Magenschmerzen und Übelkeit, oft auf einen Reizmagen zurückzuführen
  • allgemeine Verdauungsprobleme wie Blähungen, Verstopfung, Durchfall etc.
  • Druck hinter dem Brustbein, Brustschmerzen
  • Beschwerden wie Völlegefühl und Übelkeit nach dem Essen oder dem Genuss von säurehaltigen Getränken, Alkohol und Nikotin
  • Beschwerden verschlimmern sich durch Bücken oder Liegen
  • gereizte Schleimhaut der Speiseröhre (Ösophagus)
  • Reizung der Magenschleimhaut
  • Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis)
  • Schluckbeschwerden wie Schmerzen und Brennen beim Schlucken: Ist die Speiseröhrenschleimhaut aufgrund des Sodbrennens gereizt oder entzündet, haften  Speisereste leichter an ihr. Betroffene klagen daher oft über Schluckbeschwerden und das Gefühl „einen Kloß im Hals“ zu spüren. Andere Patienten berichten über Trockenheitsgefühl, das richtiges Schlucken verhindert und auch durch viel Trinken nicht beseitigt werden kann.
  • Chronischer Husten, häufiges Räuspern und Heiserkeit: Die Magensäure kann bei einigen Betroffenen so weit aufsteigen, dass sie die Atemwege erreicht. Dadurch entsteht ein permanenter Hustenreiz, vor allem nachts. Auch der Kehlkopf kann durch die aufsteigende Magensäure geschädigt werden und Heiserkeit hervorrufen. 

Du kennst einige Beschwerden aus eigener Erfahrung? Dann lies jetzt nach, was meist hinter ihnen steckt und wie du dir selbst helfen kannst.

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Die effektivsten Übungen gegen Sodbrennen

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2. Sodbrennen — das Zwerchfell als Ursache


Kurz & Knapp

  • Meist wird die Ursache für Sodbrennen auf eine üppige und zu fettreiche Ernährung zurückgeführt. 
  • Tatsächlich können bestimmte Lebensmittel für ein Zuviel an Magensäure sorgen und den Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre begünstigen.
  • Mittlerweile scheint aber auch klar: Der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen arbeitet bei Sodbrennen oft nicht mehr richtig. Dahinter kann ein zu hoch gespanntes Zwerchfell stecken. 

Genau dagegen kannst du sehr effektiv selbst etwas tun. Wenn du mehr erfahren möchtest, lies alles zur Behandlung in Kapitel 3.

Die Ursachenforschung bei Sodbrennen, aber auch bei einer ernst zu nehmenden Refluxkrankheit, gestaltet sich für viele Ärzte und Patienten mitunter als äußerst kompliziert. Nicht nur die Symptome, sondern auch die Ansprechbarkeit auf bestimmte Medikamente können stark variieren und eine gezielte Behandlung erschweren. Die Gabe von Schmerz- und säurebindenden Medikamenten, darunter Säureblocker und Protonenpumpenhemmer, geschieht manchmal vorschnell und lindert im besten Falle lediglich die Symptome.

Die Protonenpumpenhemmer werden sogar eigens für die Diagnose einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) eingesetzt, um zu testen, ob sie einen positiven Effekt auf die Symptome haben. Falls ja, kann mit großer Wahrscheinlichkeit eine Refluxkrankheit festgestellt werden.

Das Problem: Durch die Gabe der Medikamente besteht oft die eigentliche Ursache weiter.

Sichere Diagnose

Um die Refluxkrankheit sicher zu diagnostizieren, ist immer eine Magenspiegelung (Gastroskopie) oder eine 24-stündige Messung des pH Wertes notwendig. Bei einer Magenspiegelung kann sich der Arzt den oberen Bereich des Verdauungstraktes mithilfe einer kleinen Kamera anaschauen, die in einem Schlauch steckt (Endoskop).

Wir wissen, dass Medikamente bei Beschwerden kurzfristig Linderung verschaffen können, dauerhaft aber nicht zu einem schmerzfreien Leben verhelfen. Denn oft gehen mit den vermeintlich positiven Wirkungen auch Nebenwirkungen einher. Informiere dich diesbezüglich unbedingt genau, bevor du ein Präparat einnimmst. Die Reaktion deines Körpers auf das Arzneimittel und deren Wirkung lässt sich in vielen Fällen nicht abschätzen. Dennoch steht die Gabe von Medikamenten bei Sodbrennen noch immer hoch im Kurs.

Ärztin klärt Patientin über Gesäßschmerzen auf

© Andrei_R | shutterstock.com

2.1 Ursachen in der herkömmlichen Medizin

Die konventionelle Medizin kennt mehrere Formen des Sodbrennens. Bei der klassischen Form handelt es sich um die gastroösophageale Refluxkrankheit. Hier unterscheidet die Medizin zwei verschiedene Varianten:

  • zum einen die erosive Form,
  • zum anderen die nicht-erosive Form.  

Diese beiden Typen sind prinzipiell nur in den Begleiterscheinungen verschieden, denn beide Formen äußern sich durch den Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre.

Allerdings weist die Schleimhaut der Speiseröhre bei der nicht-erosiven Form der Refluxkrankheit keine Entzündungen auf, wohingegen die erosive Form mit deutlichen Hinweisen auf einen gereizten Rachen einhergeht. Eine Speiseröhrenentzündung stellen die behandelnden Ärzte meist mittels einer Endoskopie fest (Überführung eines Endoskops in die Speiseröhre).

Die Ursache für die Entstehung eines Reflux führen Ärzte in diesen Fällen auf eine ungesunde und zu fettreiche Ernährung zurück. Üppige Mahlzeiten und ungünstige Essgewohnheiten seien mitverantwortlich, dass vermehrt saurer Magensaft in die Speiseröhre aufsteige. Besonders kritisch gesehen werden dabei

  • hastiges Essen
  • schwere Mahlzeiten am Abend
  • fett- und zuckerreiche Lebensmittel sowie 
  • scharfes Essen.

Was dabei leicht übersehen wird: Bestimmte muskuläre Veränderungen im Bauchraum begünstigen den Rückfluss des Magensaftes, teilweise auch des Mageninhalts, in die Speiseröhre zusätzlich. Und es lohnt sich, diese muskulären Ursachen des Sodbrennens gezielt zu therapieren.

Risikofaktoren

Neben einer zu fettigen, zuckerhaltigen und zu scharfen Ernährung gibt es nach Ansicht der herkömmlichen Medizin weitere Faktoren, die das Risiko für Sodbrennen erhöhen:

  • Übergewicht: Ein zu hohes Körpergewicht belastet Magen und Darm. Je mehr Fettgewebe nun im Bauchraum entsteht, umso stärker ist der Verschlussmechanismus des Schließmuskels am unteren Ende der Speiseröhre beeinträchtigt.
  • Stress: Ärger schlägt schnell auf den Magen — wer kennt das nicht. Zu einem „Dauerbrenner“ wird Stress im wahrsten Sinne des Wortes, wenn die Verdauung blockiert und es zu einer vermehrten Produktion von Magensäure kommt.
  • Medikamente: Bestimmte Schmerz- und Rheumamedikamte werden ebenfalls als Auslöser von Sodbrennen diskutiert. Auch sie können nämlich zu einer Funktionsstörung des Muskels zwischen Speiseröhre und Magen beitragen.

2.2 Die Rolle des Zwerchfells bei der Entstehung von Sodbrennen

Wir von Liebscher & Bracht vertreten eine Perspektive, die erst in den letzten zehn Jahren stärker in den Blickpunkt der medizinischen Forschung gerückt ist.1) 2) 3) 4) 5) Unsere jahrzehntelange Erfahrung deckt sich hier mit bis dato vorliegenden Studienergebnissen: 

Patienten mit Sodbrennen scheinen sich besser zu fühlen und sie benötigen weniger Säureblocker, wenn sie mit gezielten Atemübungen ihr Zwerchfell trainieren.6)

Auch wenn alle bisherigen Studien methodische Schwächen aufweisen: Dieser Ansatz bietet eine große Chance, Sodbrennen und auch die Refluxkrankheit endlich besser zu verstehen — und damit auch effektiver behandeln zu können. Sie schärft nämlich den Blick auf eine Ursache, die in der herkömmlichen Medizin lange übersehen wurde:

muskulär-fasziale Überspannungen unseres wichtigsten Atemmuskels, des Zwerchfells.

Woher kommen diese zu hohen Spannungen? Ganz einfach: Immer wenn wir atmen, bewegt sich die Atemmuskulatur unter den Rippen auf und ab. Das Zwerchfell hebt und senkt sich bei jedem Atemvorgang von neuem. Aufgrund mangelnder oder einseitiger Bewegung ist diese Muskulatur jedoch bei vielen Menschen nur ungenügend trainiert. Zu wenig Ausdauersport — bei dem man tief atmet und die Muskulatur dadurch fordert –, aber auch viel zu lange Phasen des Sitzens, können bei der Entstehung von Sodbrennen daher eine entscheidende Rolle spielen.

Muskelspannungen um das Zwerchfell herum

Nicht nur das Zwerchfell selbst kann „verkürzen“ und zu hohe Muskelspannungen entwickeln. Durch das Zwerchfell ziehen auch zwei wichtige Muskeln, die uns aufrecht halten: der Muskulus quadratus lumborum (quadratischer Lendenmuskel) und der Muskulus psoas major (großer Lendenmuskel). Sie ziehen von der Wirbelsäule unmittelbar hinter dem Zwerchfell ins Becken.

Sind Muskeln überspannt, verkrampfen und verhärten sie, dann üben sie Druck auf benachbarte Strukturen aus — in diesem Fall auf den Teil deines Zwerchfells, der zum Lendenbereich gehört. Verspannungen im Zwerchfell selbst können sich dadurch zusätzlich erhöhen.

Anatomie: Speiseröhre, Magen, Zwerchfell

Wie aber kann ein zu hoch gespannter Zwerchfellbereich dein Sodbrennen genau auslösen? Die Antwort, so vermuten auch Forscher7), liegt in der sogenannten Hiatusschlinge, die sich nur wenige Zentimeter entfernt vom Lendenanteil deines Zwerchfells befindet. Dort läuft die Speiseröhre durch eine schmale Lücke deines Zwerchfells und mündet in den Magen ein.

Magen und Speiseröhre

Die oben beschriebene Engstelle — der Eintritt der Speiseröhre in den Magen — wird von Muskeln der Speiseröhre und des Zwerchfells verschlossen. Bei Sodbrennen und der Refluxkrankheit funktioniert dieser „Verschluss“ jedoch nicht richtig. Ein bestimmter Muskel, der Ösophagussphinkter, ist entscheidend daran beteiligt.

Vorstellen kannst du ihn dir als Schließmuskel oder auch „Pförtner des Magens“, der zwischen Mageneingang und Speiseröhre liegt. Bei intakter Funktion hält diese „Verschlusskappe“ die Magensäure und die zu verdauende Nahrung sicher im Magen. Schließt sie jedoch nicht mehr sicher ab, hat die Säure leichtes Spiel, in die Speiseröhre zu fließen.

Das verspannte Zwerchfell

Zurück zum Zwerchfell: Als bindegewebig-muskuläre Platte zwischen Brust- und Bauchraum trennt unser wichtigster Atemmuskel zwei Bereiche mit physiologisch unterschiedlichen Funktionen. 8) Befestigt ist es am Rippenbogen. Wie eine Kuppel liegt das Zwerchfell darunter und hebt und senkt sich bei jedem Atemzug. Leider ist es bei den meisten Menschen heutzutage verspannt, da wir nicht mehr richtig und tief genug atmen

Anatomische Darstellung des Menschen mit Hervorhebung des Zwerchfells

© MDGRPHCS | shutterstock.com

Zu wenig Bewegung und zu langes Sitzen sorgen dafür, dass das Zwerchfell immer mehr verkümmert. Die üblichen Pumpbewegungen, die die Muskulatur stärken, bleiben aus. Der verkürzte Atemmuskel baut solch eine Spannung auf, dass benachbarte Prozesse in ihrer Funktionsweise gestört werden. Gerade im zentralen Bereich dieses kuppelartigen Muskels tritt der Effekt verstärkt auf, nämlich dort, wo die Speiseröhre hindurchführt. Konkret heißt das:

Je mehr Spannungen dein Zwerchfell beeinträchtigen, umso mehr Druck wirkt auf deine Speiseröhre und den Magenschließmuskel. Dein Zwerchfell kann schließlich so stark verspannen, dass der Schließmechanismus am unteren Ende des Zwerchfells nicht mehr richtig funktioniert. Sodbrennen ist die Folge.

Funktionstüchtiger Schließmuskel

Der Schließmuskel kann seiner magenverschließenden Funktion ungehindert nachkommen. Er sorgt dafür, dass der Magensaft mit der Salzsäure und der Mageninhalt im Magen bleiben. Unangenehme Beschwerden bleiben aus.

Funktion des Schließmuskels ist bei Sodbrennen beeinträchtigt

Der Schließmuskel ist in seiner Funktion beeinträchtigt. Die Magensäure steigt aus dem Magen hoch in die Speiseröhre und verursacht die typischen Symptome.

Funktionstüchtiger Schließmuskel am Magen, der die Magensäure zurückhält

© Designua | shutterstock.com (bearb.)

Anatomische Darstellung eines beeinträchtigten Schließmuskels am Magen bei Sodbrennen

© Designua | shutterstock.com (bearb.)

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Auch durch eine bestehende Schwangerschaft, kann das Risiko für Sodbrennen aufgrund der Ausdehnung des Bauchraumes und der teilweisen Verdrängung der Organe steigen — gerade in den letzten Wochen der Schwangerschaft.

Verstärkt wird dieser Prozess durch zahlreiche Umstellungen im Hormonhaushalt, die den gesamten Körper beeinflussen. Spezielle Botenstoffe wirken bei Schwangeren beispielsweise entspannend auf die Muskeln — und damit auch auf den Speiseröhren-Schließmuskel. Die Folge: Der Schließmuskel erschlafft, sodass er die Speiseröhre nur noch unzureichend gegen den sauren Mageninhalt abdichten kann.

Wenn du als Schwangere unter Sodbrennen leidest, kannst du deine Symptome bereits über die Ernährung positiv beeinflussen: Nüsse und getrocknetes Obst sind empfehlenswert, während du stark gewürzte und fettige Speisen meiden solltest. Zusätzlich zu Nüssen und Co. kannst du unsere Übungen gegen Sodbrennen auch in der Schwangerschaft bedenkenlos mitmachen. Alle Infos dazu haben wir dir auf dieser Spezial-Seite zusammengestellt.

Zwerchfellbruch

Aufgrund der wichtigen Rolle des Zwerchfells verwundert es nicht, dass Sodbrennen auch auf das Konto eines Zwerchfellbruchs (Hiatushernie) gehen kann. Die Erkrankung Zwerchfellbruch ist dadurch gekennzeichnet, dass das Zwerchfell nicht mehr als Abgrenzung zwischen Brust- und Bauchraum fungieren kann. Dadurch können Organe aus dem Bauch nach oben wandern und für allerhand Beschwerden sorgen. Eine Operation ist allerdings nur notwendig, wenn extrem starke Symptome der Refluxkrankheit bestehen und sich in der Folge das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöht oder wenn Komplikationen wie Blutungen auftreten.

3. Behandlung von Sodbrennen


Kurz & Knapp

  • Eine Ernährungsumstellung ist meist die Basis für die Behandlung von Sodbrennen. Verschiedene Hausmittel können kurzfristige Linderung verschaffen.
  • Bei anhaltenden und starken Beschwerden werden in der Regel Medikamente wie Protonenpumpenhemmer eingesetzt.
  • Die Gabe von Medikamenten hat oft starke Nebenwirkungen und lässt die muskulär-fasziale Ursache von Sodbrennen komplett außer acht — obwohl Betroffene gerade diese effektiv selbst angehen könnten.

Du möchtest wissen, wie du die tatsächliche Ursache deines Sodbrennens mit einfachen Übungen selbst bekämpfen kannst? Dann lies Kapitel 4.

Eine Ernährungsumstellung und der Einsatz von Medikamenten wie Protonenpumpenhemmer oder Säureblocker (Antazida, die die Magensäure neutralisieren) bilden die herkömmliche Therapie für Patienten mit Sodbrennen oder einer diagnostizierten Refluxkrankheit. Auch aus unserer Sicht ist eine gesunde, hauptsächlich pflanzliche Ernährungsweise ein ganz entscheidender Punkt für ein schmerzfreies Leben.

Verschiedene Gemüse- und Obstsorten liegen nebeneinander

© Losangela | shutterstock.com

3.1 Die Ernährung

Die Ernährung spielt für alle Vorgänge in deinem Körper eine zentrale Rolle. Daher solltest du sie insbesondere bei Sodbrennen mit einem hohen Anteil pflanzlicher und basischer Nahrungsmittel optimieren. Durch eine Vielfalt an gesunden Lebensmitteln und ausreichend Wasser und Kräutertee (vor allem die ein oder andere Tasse Kamillentee) kannst du dein Magenmilieu basisch halten und einer Überproduktion von Magensäure vorbeugen. Wahrscheinlich wirst du schon nach nur kurzer Zeit bemerken, dass du weniger Magenschmerzen oder Völlegefühl verspürst.

Deiner ganzheitlichen Gesundheit wird eine langfristige Ernährungsumstellung guttun. Genussmittel wie Alkohol, Kaffee, Nikotin sowie fett- und zuckerreiche Speisen sollten vermieden werden. Denn diese können nicht nur das Magenmilieu negativ beeinflussen, sondern auch den Schließmuskel (Ösophagussphinkter) schwächen.

Auch wenn wir Essgewohnheiten und die Ernährung nicht als ausschließlich Ursachen deiner Sodbrennen-Attacken sehen, kannst du also deinem Verdauungstrakt mit basischer Kost viel Gutes tun.

Hausmittel gegen Sodbrennen

Du willst keine säurebindenden Medikamente zu dir nehmen und neben unseren Übungen auch einige Hausmittel gegen Sodbrennen ausprobieren? Dann stellen wir dir hier die acht effektivsten vor — von Kaugummi bis Kümmel. Sie sind prinzipiell auch für Kinder geeignet und können Refluxbeschwerden meist schnell abschwächen. Bitte denk aber daran: Eine Dauerlösung sind sie nicht. Sie bekämpfen zwar deine Symptome, weil sie die Magensäure für eine gewisse Zeit neutralisieren können, nicht jedoch die Ursachen und damit die Auslöser deines Sodbrennens.

  • Natron (Speisenatron): Natron ist ein sehr bekanntes Hausmittel gegen Sodbrennen und wird übrigens auch selbst von den Schleimhäuten in Mund, Hals und Speiseröhre abgesondert. Führst du es deinem Körper von außen zu, sind bei üblichen Mengen keine Nebenwirkungen zu erwarten. Um dir Natron zu besorgen, musst du nicht einmal zum Arzt oder in eine Apotheke gehen. Was steckt dahinter?
    • Natron ist ein Salz, das mit der Magensäure reagiert und sie relativ schnell neutralisieren kann. Dadurch lässt sich das typische Brennen oft schon kurz nach der Einnahme stoppen. Selbst bei akuten Refluxbeschwerden genügen meist schon geringe Mengen aufgelösten Speisenatrons in einem halben Glas Wasser.
    • Und was ist mit Backpulver? Da Backpulver sowohl Säure als auch alkalische Stoffe enthält, hilft es dir – anders als Natron – gegen Reflux nicht weiter!
  • Wasser und Tee: Etwas zu trinken, bringt bei Sodbrennen oft schon erste Linderung. Die Säure kann zurück in den Magen befördert werden und übermäßig vorhandene Magensäure wird verdünnt. Ein Glas lauwarmes, stilles Wasser oder eine Tasse säurearmer Tee wie Kamillentee sind dafür besonders geeignet.
  • Kaugummi: So ungesund Kaugummi sonst auch ist – es scheint sich bei der Vorbeugung von Sodbrennen zu bewähren. Das Kauen des Kaugummis regt nämlich die Produktion von Speichel an. Speichel kann Magensäure neutralisieren und die Speiseröhre dadurch schützen. 
  • Heilerde: Heilerde aus der Apotheke hat die Fähigkeit, Säure zu binden. Zur Anwendung kannst du einen Teelöffel davon in einem halben Glas Wasser lösen und eine 30 Minuten vor dem Essen zu dir nehmen,
  • Apfelessig: Komisch, saurer Apfelessig soll gegen Sodbrennen helfen? Das ist tatsächlich so, zumindest wenn der Reflux nur schwach und gelegentlich auftritt. Das Geheimnis dahinter: Apfelessig wird basisch verstoffwechselt und kann daher Säure neutralisieren. Unser Tipp: Einen Teelöffel Apfelessig in ein kleines Glas Wasser einrühren und während des Essens trinken.
  • Saft aus Karotten oder Kartoffeln: Es gibt noch mehr Getränke, die gegen Sodbrennen eingesetzt werden können. So soll Karottensaft ähnlich gut helfen wie Apfelessig. Achte aber immer darauf, Direktsaft zu trinken. Gleiches gilt im Falle der Kartoffeln. Durch die enthaltene Stärke kann frisch gepresster Kartoffelsaft Magensäure neutralisieren. Wichtig hier: Den Saft nur in kleinen Mengen trinken, da rohe Kartoffeln Solanin enthalten, ein giftiges Alkaloid.
  • Kümmel: Kümmel wird sowohl als Gewürz als auch als Heilpflanze eingesetzt. Bei der Refluxkrankheit können Kümmelfrüchte — aufgebrüht als Tee — Blähungen lindern, entkrampfend wirken und die Verdauung unterstützen.
  • Bananen: Bananen helfen auf zweifache Weise gegen Sodbrennen und Reflux. Zum einen enthalten sie einen besonderen Wirkstoff, der die Produktion von schützendem Schleim im Magen anregt. Zum anderen kommt dir der hohe Kaliumgehalt in Bananen entgegen. Kalium wirkt alkalisierend, hebt also den pH Wert an. Dadurch wird die Magensäure ein Stück weit neutralisiert. 
Ansicht von der Seite: Auf einer Handfläche liegen Kapseln.

3.2 Medikamente: Säureblocker und Protonenpumpenhemmer

Gehen Patienten mit den unangenehmen Beschwerden bei Sodbrennen zum Arzt, bekommen sie meist Tabletten verschrieben. Mittel erster Wahl sind Säureblocker unterschiedlicher Art. Diese Antazida (Anti = gegen; acidum = Säure) sollen in erster Linie die Magensäure unschädlich machen, damit sie keine schmerzhafte Speiseröhrenentzündung und weitere Folgeerkrankungen auslösen kann. Antazida sind bekannt für ihre schnelle Wirksamkeit und ihre gute Verträglichkeit. Fraglich ist jedoch, inwieweit sie die Wirksamkeit der Verdauungssäfte abmildern und gesunde Prozesse beim Verarbeiten des Speisebreis behindern.

Protonenpumpenhemmer (PPI) — bekannte Mittel sind Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol und Rabeprazol — hemmen demgegenüber die Säureproduktion im Magen. Da sie frei verkäuflich sind, setzen sie Betroffene gerne zur Selbstmedikation bei Sodbrennen ein. Die Einnahme der Protonenpumpenhemmer sollte dabei in hoher Dosis begonnen und im weiteren Verlauf reduziert werden. 

Protonenpumpenhemmer befreien zwar in vielen akuten Fällen von quälenden Schmerzen, können aber langfristig deren Ursache nicht beheben. Im Gegenteil: Werden sie vollständig abgesetzt, treten bei rund 50 Prozent der Patienten erneute Beschwerden auf.

Zudem kann die Langzeiteinahme von PPI schwerwiegende Folgen haben — vom Vitaminmangel bis hin zu Infektionen des Magen-Darm-Traktes und der Atemwege.9)

Hinzu kommt: Obwohl Protonenpumpenhemmer bei vielen Patienten die Symptome mildern und kontrollieren, gibt es genauso viele Betroffene, die weiterhin unter saurem Reflux leiden und bei denen auch eine höhere Dosis nicht anspricht. 10)  

Komplikationen

Bitte verstehe uns nicht falsch: Es gibt durchaus Fälle, in denen Säureblocker und Mittel wie Omeprazol ihre Berechtigung haben und gute Dienste leisten. Bleiben akute, säurebedingte Magenbeschwerden nämlich unbehandelt, können sich daraus auch ernste Folgeerkrankungen entwickeln. Magengeschwüre und Geschwüre des Zwölffingerdarms sind die beiden prominentesten. Dabei ist der Zwölffingerdarm sogar häufiger betroffen, gerät aufgrund meist unspezifischer Symptome aber oft erst spät in den diagnostischen Blick.

3.3 Operationen

Wenn die Refluxkrankheit weit fortgeschritten ist und Betroffene überhaupt nicht auf andere Therapiemethoden ansprechen, kann sogar eine Operation notwendig werden. Standardmäßig wird dabei aus dem oberen Bereich des Magens eine Manschette gebildet, die um das untere Ende der Speiseröhre gelegt und dort festgenäht wird. Auf diese Weise soll die Stabilität des Speiseröhrenschließmuskels erhöht werden.

Trotz dieses massiven Eingriffs benötigt ein beträchtlicher Teil der Patienten auch nach der Operation weiterhin Anti-Reflux-Medikamente.11) Bitte mache dir zudem bewusst: Wie jede Operation geht auch dieser Eingriff mit einem hohen Risiko einher. Du solltest ihn aus diesem Grund nur durchführen lassen, wenn du alle anderen Möglichkeiten — einschließlich unserer Therapie — erfolglos ausprobiert hast und dein Leidensdruck immens ist. 

3.4 Behandlung von Sodbrennen nach Liebscher & Bracht

Wir von Liebscher & Bracht setzen auch bei Sodbrennen auf nachhaltige und langfristig wirksame Maßnahmen. Unser Konzept beruht auf dem allgemeinen Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Hierbei ist uns ganz besonders dein Verständnis des eigenen Körpers wichtig. Denn nur auf dieser Basis kannst du selbst etwas für deine Heilung tun. Genau dazu wollen wir dir verhelfen. Ist dieses Grundverständnis erst einmal da, begleiten wir dich natürlich weiter.

Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht zeigt am Skelett die Osteopressurpunkte bei Sodbrennen

Was bedeutet das genau?

Mit den richtigen Übungen und spezieller Hilfe bei akuten Schmerzen — hierfür haben wir eigene, nach Liebscher & Bracht ausgebildete Therapeuten auch in deiner Nähe — stehen wir dir mit Rat und Tat zur Seite. Unser Konzept besteht aus drei Techniken, die dir einzeln, aber auch in Kombination, langfristig bei den allermeisten Schmerzzuständen helfen können. Die Dehn- und Atemübungen bilden das Herzstück der Therapie.

Schau dir am besten die unterschiedlichen Möglichkeiten genau an und entscheide selbst, wie du beginnst. 

Dehnen

Mit unseren Dehnübungen bzw. bestimmten Atemübungen, die wir dir in Kapitel 4 vorstellen, kannst du sowohl bestehenden als auch erneuten Verkürzungen in der Muskulatur und den Faszien entgegenwirken. Mit den Übungen arbeitest du effektiv daran, die Funktionsfähigkeit des Zwerchfells wiederherzustellen und somit auch die Funktion des Schließmuskels zu stärken.

Rollen

Mit der Faszien-Rollmassage kannst du nicht nur überspannte Muskeln und Faszien lockern, sondern auch angesammelte Abfallstoffe im Bindegewebe abtragen und Reparaturprozesse anregen. Unsere Faszienrollen und -kugeln legen wir dir insbesondere vor den Engpassdehnungen ans Herz, denn sie verhelfen dir zu einer entspannteren Ausgangslage. So kommst du nicht nur leichter in die Dehnungen, sondern kannst zusätzlich neue Reize setzen, die besser von deinem Körper registriert und verarbeitet werden.

Drücken

Bei unserer Akuttherapie, der Osteopressur, behandelt dich einer der nach Liebscher & Bracht ausgebildeten Therapeuten. Er wird dir bestimmte Alarmschmerz-Rezeptoren an deiner Knochenhaut drücken — bei Sodbrennen sitzen sie am Schwertfortsatz und an bestimmten Bereichen deines Rippenbogens. Die muskulär-faszialen Spannungen können sich an dieser Stelle dadurch wieder normalisieren. Hier findest du ganz einfach einen Zertifizierten Liebscher & Bracht-Therapeuten in deiner Nähe.

Light-Osteopressur:

Du hast keine Zeit für einen Besuch bei einem unserer Therapeuten, möchtest aber unsere Osteopressur auf ihre Wirksamkeit testen? Kein Problem! Seit 2018 haben wir ein eigens entwickeltes Drücker-Set, mit dem du deine Schmerzen im besten Fall ganz einfach selbst „wegdrücken“ kannst. Mehr Infos zu der Selbsttherapie mit unseren Drückern findest du auch in einem Video von unserem Schmerzspezialisten Roland Liebscher-Bracht. Du weißt Bescheid und hast unser Drücker-Set schon? Dann lege gleich los und versuche dein Sodbrennen mit diesen zwei Punkten selbst wegzudrücken.

Die effektivsten Übungen gegen Sodbrennen

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4. Übungen gegen Sodbrennen


Kurz & Knapp

  • Wir zeigen dir ein Video mit effektiven Übungen, die bei Sodbrennen helfen können.
  • Weitere Übungen findest du in den Übungsbeschreibungen darunter.
  • In unserer Checkliste erfährst du alles, was du als Anfänger für die Durchführung der Übungen wissen musst.
  • Weitere wirksame Übungen, Faszien-Rollmassagen sowie eine Light-Osteopressur bekommst du zusätzlich in unserem kostenlosen Ratgeber.

Nun hast du die Chance, endlich selbst etwas gegen deine Beschwerden zu unternehmen. In diesem Kapitel zeigen wir dir hilfreiche Übungen, mit denen du dein Sodbrennen loswerden kannst.

Mit diesen zwei einfachen Übungen kannst du nichts falsch machen. Nimm dir hierfür einfach täglich ein paar Minuten Zeit und teste es selbst. Wichtig jedoch ist, dass du kontinuierlich dabei bleibst, denn nur so kannst du selbst für langfristige Schmerzfreiheit sorgen. Du willst ein paar Tipps vorab, wie du die Übungen am besten ausführst oder dir kommen erste Zweifel oder Fragen? Dann schau doch zunächst in unsere Checkliste unter der Übungsbeschreibung.

In diesem Video zeigt dir Roland Liebscher-Bracht zwei effektive Übungen, mit denen du dein Sodbrennen ganz einfach loswerden kannst.

Der Betrachter schaut direkt auf die Kehle einer jungen Frau. Ihr Schlüsselbein ist dabei deutlich zu sehen sowie die hellen Träger ihres Oberteils, die auf der Schulter liegen. In Weiß steht auf dem Bild: „Sodbrennen. Übungen & Tipps.
Patientin atmet tief aus und lässt sich mit dem Oberkörper ganz nach vorne fallen

Übung 1: Mit einer einfachen Atemübung das Zwerchfell dehnen und Atemmuskeln sowie Faszien entspannen.

  1. Setze dich für die folgende Atemübung zunächst bequem und mit aufrechtem Oberkörper auf einen Stuhl, stelle deine Füße schulterbreit auf den Boden.
  2. Atme nun tief ein und puste die ganze Luft durch den Mund feste wieder heraus. Beim Auspusten der Luft wirst du merken, dass du dich zum Ende hin immer mehr nach vorne beugst, um auch den letzten Rest ausatmen zu können. Dies nutzen wir nun bewusst für unsere Übung.

3. Atme erneut tief ein und puste die Luft feste aus deinem Mund raus. Beuge dich jetzt nach vorne und lasse dich schließlich mit deinem ganzen Oberkörper zwischen deine Beine sinken.

4. Wiederhole den Vorgang drei bis zwölf Mal. Je häufiger du die Übung anwendest, desto flexibler wird dein Zwerchfell.

Patientin massiert ihren Schwertfortsatz mit der Faszienkugel gegen Sodbrennen

Übung 2: Massiere mit der Mini-Kugel spiralförmig den Rand deines Rippenbogens bis zum Schwertfortsatz in der Mitte.

  1. Für diese Übung benötigst du die Mini-Kugel aus unserem großen Faszien-Set.
  2. Taste bitte zunächst mit deinen Zeigefingern die Mitte deines Rippenbogens ab. Hier wirst du wahrscheinlich eine empfindliche Stelle ausfindig machen können. Diese kleine empfindliche Spitze, die du dort ertasten kannst, nennt sich Schwertfortsatz.
  3. Hast du die Stelle gefunden, bewegst du dich noch einmal 3-4 cm nach links oder rechts entlang des Rippenbogens — je nachdem, auf welcher Seite du beginnen möchtest.
  4. Dort setzt du die Mini-Kugel an und arbeitest dich spiralförmig mit ausreichend Druck in Richtung Schwertfortsatz. Dies mag zunächst etwas unangenehm sein, aber nach kurzer Zeit wirst du bemerken, dass die Empfindlichkeit nachlässt.

Checkliste für die Liebscher & Bracht-Übungen

Damit bei unseren Übungen nichts schiefgeht, haben wir die wichtigsten Infos in einer Checkliste zusammengefasst. So hast du alle Tipps auf einen Blick und kannst mit einem guten Gefühl üben.

✅ Orientiere dich immer an deiner persönlichen Schmerzskala von eins bis zehn. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du bei jeder Dehnung auf einer Stufe von acht oder neun arbeitest. Neun bedeutet: Du spürst einen intensiven Schmerz, kannst aber während der Dehnung noch ruhig atmen und musst nicht gegenspannen.

✅ Übe an sechs Tagen pro Woche und führe die Übung mindestens einmal täglich aus. Falls du die entspannenden Reparatur-Vorgänge in deinen Muskeln und Faszien noch besser unterstützen möchtest, kannst du die Wiederholungen auch im 12-Stunden-Rhythmus durchführen: einmal morgens, einmal abends.

✅ Für jeden Übungsschritt solltest du zwei bis zweieinhalb Minuten investieren und mindestens 90 Sekunden in der jeweiligen Dehnung bleiben.

Verzichte so weit wie möglich auf die Einnahme von Schmerzmitteln. Unsere Übungen nutzen deinen Schmerz als Ausgangspunkt und täglichen Vergleichswert. Du solltest ihn daher nicht künstlich unterdrücken, sondern als Orientierung für die korrekte Übungsdurchführung und Dehnungsintensität einsetzen. Schmerzmittel würden deine Fortschritte nur verfälschen und dir ein unrealistisches Bild deines Schmerzzustands vermitteln.

Sei geduldig — auch wenn schnelle Ergebnisse keine Seltenheit darstellen. Es kann etwas dauern, bis dein Gehirn neue Bewegungsprogramme speichert, sich der Stoffwechsel normalisiert und die Zugkräfte aus Spannung und Gegenspannung zurückgehen.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei den Übungen!

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Über diesen Artikel

Roland Liebscher-Bracht

Autor:
Roland Liebscher Bracht
Schmerzspezialist und Spiegel-Bestseller Autor

Mehr über den Autor
Dr. Egbert Ritter, Unfallchirurg und eh. Oberarzt im UKH Salzburg

Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg

Mehr über den Prüfer
Therapeut Bernd Huber

Therapeuten-Review:
Bernd Huber
Zertifizierter Liebscher & Bracht- Therapeut

Mehr über den Therapeuten

Veröffentlicht am: 30.01.2019 | Letzte Aktualisierung: 26.09.2022

Roland Liebscher-Bracht

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Roland Liebscher Bracht
Schmerzspezialist und Spiegel-Bestseller Autor

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Dr. Egbert Ritter, Unfallchirurg und eh. Oberarzt im UKH Salzburg

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Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg

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Therapeut Bernd Huber

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Bernd Huber
Zertifizierter Liebscher & Bracht- Therapeut

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Veröffentlicht am: 30.01.2019
Letzte Aktualisierung: 26.09.2022

Quellen & Studien

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