Rücken und Bandscheibe – Das sollte jeder wissen

Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, Kreuz- und Steißbein, Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern: So oder so ungefähr ist der Aufbau unseres Rückens. Ach, und dann sind da ja noch irgendwo Muskeln, Faszien und Nerven. Zu komplex? Mach dir nichts draus! Nach diesem Beitrag herrscht Klarheit über das Mysterium Rücken – und vor allem das Thema Bandscheibenvorfall. Roland erklärt dir in einem ganz neuen Video-Format, wie dein Rücken aufgebaut ist und funktioniert. So kannst du alle Zusammenhänge spielend leicht nachvollziehen und weißt anschließend genau, wie du deine Bandscheiben wirklich schützen kannst.

Leidest du bereits unter Rückenschmerzen? Dann dürfte dich das Video besonders interessieren. Schließlich ist es nie verkehrt, über den Ort des Geschehens, genauer gesagt des Schmerzes, Bescheid zu wissen. Zusätzlich kannst du dir schon jetzt die besten Übungen gegen Rückenschmerzen in einem kostenfreien PDF-Ratgeber herunterladen.

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Die 6 effektivsten Übungen gegen Rückenschmerzen:

Rückenschmerzen Ratgeber
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Bandscheibenvorfall & Rückenschmerzen – was dahinter steckt

Nicht das Alter, nicht die Gene, keine körperliche Schwerstarbeit oder sportliche Betätigung verursachen Bandscheibenvorfälle und Rückenschmerzen. Viel mehr sind muskulär-fasziale Überspannungen und die daraus folgende Druckerhöhung und -belastung auf die Bandscheiben die Ursache deiner Schmerzen. Lies direkt weiter und lerne deinen Rücken im Detail kennen, um zu verstehen, was bei Beschwerden tatsächlich helfen kann.

Unsere Wirbelsäule

Ein Mann steht mit dem Ruecken zur Kamera. Er hebt beide Arme in einer Siegerpose hoch. Die Wirbelsaeule ist anatomisch am Ruecken eingeblendet.

© lassedesignen | shutterstock.com

Zentrum des Körpers

Die Wirbelsäule bildet das zentrale Knochengerüst unseres Körpers und wird unterteilt in fünf Abschnitte: Darm- und Kreuzbein, Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule. Neben Kopf, Hals und Rumpf trägt sie außerdem noch die Arme und ist über das Iliosakralgelenk (ISG) mit dem Becken und den unteren Extremitäten verbunden.

Eine anatomisch-medizinische Darstellung unseres Nervensystems. Die Nerven fuehren durch einen menschlichen Koerper als leuchtende Faeden.

© Sebastian Kaulitzki | shutterstock.com

Schutz des Rückenmarks

Durch die Wirbelsäule verläuft im Wirbelkanal das Rückenmark, der Hauptnervenstrang unseres Körpers. Gemeinsam mit dem Gehirn bildet es das zentrale Nervensystem (ZNS). Es ist über die Spinalnerven mit dem peripheren Nervensystem (PNS) verbunden. Das Rückenmark wird nicht durch Knochen geschützt, sondern ist in eine Flüssigkeit eingebettet, die das ZNS umgibt – das sogenannte Liquor. Es empfängt alle Informationen, die für unsere Körperfunktionen von Bedeutung sind und zu unserem Gehirn gelangen. Man bezeichnet das Rückenmark deshalb als Bindeglied zwischen zwischen Körper und Gehirn.

Eine Frau nimmt die Ruecken-Position beim Yoga ein. Dazu stuetzt sie sich mit den Ellbogen auf dem Boden ab und hebt ihren Ruecken hoch. Ihr Koerper formt eine Art Bogen.

© fizkes | shutterstock.com

Stabil & flexibel

Unsere Wirbelsäule fungiert als stabiles Gerüst und schützt dadurch unseren Körper und seine Nerven. Um alle körperlichen Bewegungen mitmachen zu können, benötigt sie aber auch ein gewisses Maß an Flexibilität. Schließlich rotieren wir unseren Körper ständig, neigen ihn nach links oder rechts, strecken ihn nach hinten oder beugen ihn nach vorne. Und das Beste: All diese Bewegungen können wir sogar kombinieren! Grundlage dafür sind insgesamt 24 knöcherne Teile – die Wirbelkörper.

Die Wirbelsäule stabilisiert unseren Körper, macht alle nötigen Bewegungen des Rumpfes möglich und enthält mit dem Rückenmark die Hauptverbindung zwischen den Nerven, die den gesamten Körper durchziehen, und dem Gehirn.

Unsere Bandscheiben

Eine anatomische Darstellung der Bandscheibe eingebettet in der Wirbelsaeule. Der Zoom zeigt, wie sie nahe am Rueckenmark und auf dem Wirbel liegt.

© Lightspring | shutterstock.com

Biologisches Wunderwerk

Damit die knöchernen Wirbelkörper nicht direkt aufeinanderliegen und bei unseren Bewegungen nicht aneinander reiben, sitzt zwischen den Wirbeln ein Polster – die Bandscheibe.

Insgesamt hat der Mensch 23 Bandscheiben. Ihr Aufbau sorgt dafür, dass unseren Knochen und Nerven nicht durch unsere Bewegungen geschädigt werden. Innen mit einem gallertartigen Kern ausgestattet, der fast nur aus Wasser besteht, fungieren die Bandscheiben wie Gel-Kissen, die Druckbelastungen abfedern. Ein knorpeliger Faserring hält den Gallertkern in Form und verbindet die Bandscheibe mit den Wirbeln jeweils über und unter ihr.

Eine Frau steht vor einem Tisch, auf dem Obst steht. Sie dehnt ihr Bein, indem sie es nach oben hoch zu ihrem Kopf haelt. Mit dem rechten Arm unterstuetzt sie die Position. In der linken Hand haelt sie ein Glas Orangensaft. Im Hintergrund ist eine Kueche zu erkennen.

© Artem Ermilov & Archi Viz | shutterstock.com (bearbeitet)

Ernährung durch Bewegung

Da durch den Gallertkern selbst keine Nerven und Blutgefäße laufen, wird das Bandscheibengewebe über die umliegende Gewebe-Flüssigkeit mit Nährstoffen versorgt.

Das funktioniert nach dem Schwamm-Prinzip, sprich durch Druck und Entlastung: Beugen wir unseren Oberkörper beispielsweise in Richtung unserer Knie, wird die Bandscheibe durch die Wirbelkörper vorne zusammengedrückt. Dabei wird Flüssigkeit aus dem Gallertkern herausgepresst  und mit ihr die Abfallstoffe. Hinten dagegen ist die Bandscheibe entlastet und kann sich mit neuer, bestenfalls nährstoffreicher Flüssigkeit vollsaugen.

Übrigens: Beim Drehen der Wirbelsäule wird die gesamte Bandscheibe zusammengedrückt. Neu versorgen kann sie sich durch das Zurückdrehen.

Zu sehen sind verschiedene Kohlsorten: Rosenkohl, Brokkoli, Blumenkohl und Weißkohl

© ANN PATCHANAN | shutterstock.com

Richtige Ernährung

Du bist, was du isst. Deshalb hängt deine Gesundheit und die Gesundheit deiner Bandscheiben auch von der richtigen Ernährung ab. Ob genügend Nährstoffe an deinen Bandscheiben ankommen, hast du also selbst in der Hand.

Wir empfehlen, überwiegend pflanzliche Lebensmittel zu essen, die viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente beinhalten und somit für einen reibungslosen Stoffwechsel sorgen. Vor allem sekundäre Pflanzenstoffe haben eine enorme antioxidative Kraft, unterstützen das Immunsystem und schützen das Gehirn. Außerdem: Wer ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist, bei dem können Entzündungsprozesse wesentlich schneller abheilen. 

Am besten du verzichtest größtenteils auf tierische Produkte. Greife stattdessen lieber zu vollmundigen Beeren mit krebshemmenden Eigenschaften oder schwefelhaltigen Lebensmitteln wie Brokkoli, Kohl oder Lauch. Schwefel ist für unsere Bandscheiben und Bänder nämlich besonders gut.

Unsere Bandscheiben fungieren als Polster zwischen den Wirbelkörpern. Erst dadurch ist die flexible Bewegung unseres Rumpfes möglich. Zugleich brauchen unsere Bandscheiben vielfältige Bewegung und eine gesunde, pflanzliche Ernährung, damit sie sich optimal mit Nährstoffen vollsaugen können.

Unsere Muskeln & Faszien

Eine Illustration der Muskeln am Ruecken eines Mannes.

© BigBlueStudio| shutterstock.com

Motoren der Bewegung

Muskeln, Faszien und Bänder halten den gesamten menschlichen Körper zusammen und verbinden alle Knochen miteinander. Dies ist wichtig, damit wir uns einwandfrei bewegen können. Das Funktionsprinzip dabei ist der Zug: Beugen wir uns nach vorne, ziehen sich die Muskeln der Körper-Vorderseite zusammen, damit der Rumpf nach vorne gelangen kann. Die Muskeln an der Körper-Rückseite ziehen den Oberkörper demgegenüber nach hinten, um ihn gerade zu halten.

Natürlich gilt das Prinzip auch umgekehrt, wenn wir unseren Rumpf nach hinten strecken oder zur Seite drehen. Es gibt jedoch immer eine physiologische Grundbelastung der Bandscheiben durch die Muskeln, Faszien und Bänder, damit der Rumpf in sich gerade bleiben kann.

Risiko Sitzen

Wie viel bewegst du dich täglich? Bringst du dabei deine Wirbelsäule viele unterschiedliche Bewegungswinkel? Wie die meisten Menschen heutzutage, wirst du vermutlich viel sitzen – im Auto, Bus, am Schreibtisch oder sogar nachts, solltest du in der Embryonal-Haltung schlafen.

Oft ist es doch so: Wenn wir sitzen, sacken wir mit der Zeit in uns zusammen. Die Schultern hängen runter, der Rumpf kommt nach vorne und der Kopf fällt nach hinten in den Nacken. Dadurch werden unsere vorderen Muskelpartien immer unnachgiebiger, weshalb die hinteren Muskeln – besonders die Rückenstrecker und Gesäßmuskulatur – Gegenspannungen aufbauen. Das hat oft Bandscheiben-Beschwerden und Rückenschmerzen zur Folge.

Eine Frau sitzt auf dem Bett und haelt sich mit der rechten Hand den Ruecken. Eine anatomische Illustration verdeutlicht die Wirbelsaeule und Teile der betroffenen Muskeln bei Rueckenschmerzen.

© wavebreakmedia | shutterstock.com

Mit den Muskeln steuern wir unsere Bewegungen. Wo es Bewegung gibt, gibt es auch immer Abnutzungs-Erscheinungen. Bei minimalem biologischem Verschleiß reichen die eigenen Reparatur-Mechanismen des Körpers aus. Sind die Bewegungsabläufe jedoch zu einseitig, beeinträchtigt dies mit der Zeit die Muskeln und Faszien – sie verkürzen, überspannen und werden unnachgiebig.

Das langsame Sterben der Bandscheibe

Eine anatomische Darstellung der Wirbelsaeule. Eine Bandscheibe liegt ganz duenn zwischen den Wirbeln.

© CLIPAREA l Custom | shutterstock.com (bearbeitet)

Je höher die muskulären Spannungen und damit auch der Druck auf die Bandscheibe werden, desto stärker wird sie belastet – und zwar in einem solchen Maß, dass die körpereigenen Reparatur-Mechanismen nicht mehr vollständig greifen können. Das bedeutet: Die Bandscheiben können sich kaum noch erholen. Außerdem werden sie nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Der Faserring wird porös und das Volumen des Gallertkerns nimmt ab.

Grundsätzlich wird die Bandscheibe im Laufe der Jahre dünner. Mit zunehmender Belastung und dem Schwinden des Puffers zwischen den Wirbelkörpern, droht dann eine Druckentlastung nach außen. Was das bedeutet? Dass sich die Bandscheibe aufdehnt. Sie droht zu “zerplatzen”, weil der Druckaufbau irgendwann zu stark wird.

Bei Schädigungen an der Bandscheibe treten die Schmerzen typischerweise bei schnellen, plötzlichen Bewegungen auf. So zum Beispiel, wenn du dich herunterbeugst, um eine schwere Getränkekiste aus dem Kofferraum deines Autos zu heben und beim Hochkommen Schwung nehmen willst. Eine häufige Folge: Die bereits poröse Bandscheibe reißt auf, wodurch die übrig gebliebene Flüssigkeit ungehindert austreten kann – es kommt zu einem Bandscheibenvorfall.

✅ Fazit

Essenziell für gesunde Bandscheiben ist eine vielfältige und ausreichende Bewegung. Nur dadurch können sie mit genügend Nährstoffen versorgt werden. Damit dir das immer – trotz einseitigem und bewegungsarmen Alltag – gelingen kann, haben wir effiziente Selbsthilfe-Übungen entwickelt, die du überall ausführen kannst. Mit diesen Engpass-Dehnübungen kannst du muskulär-fasziale Spannungen langfristig reduzieren und dadurch den Druck auf deine Bandscheiben wirksam verringern. 

Falls deine Rückenschmerzen zu stark sind, um unsere Übungen auszuprobieren, legen wir dir ans Herz, dich an einen der von uns ausgebildeten Schmerzspezialisten in deiner Nähe zu wenden. In den meisten Fällen nehmen die Schmerzen mithilfe unserer Akut-Maßnahme, der Osteopressur, direkt nach der ersten Behandlung deutlich ab. Außerdem können dir unsere Profis spezielle Übungen mit an die Hand geben, die dir die Einnahme von Schmerzmitteln und sogar eine Operation ersparen können.

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Nicht das Alter, nicht die Gene, keine körperliche Schwerstarbeit oder sportliche Betätigung verursachen Bandscheibenvorfälle und Rückenschmerzen. Viel mehr sind muskulär-fasziale Überspannungen und die daraus folgende Druckerhöhung und -belastung auf die Bandscheiben die Ursache deiner Schmerzen. Lies direkt weiter und lerne deinen Rücken im Detail kennen, um zu verstehen, was bei Beschwerden tatsächlich helfen kann.

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Die Wirbelsäule bildet das zentrale Knochengerüst unseres Körpers und wird unterteilt in fünf Abschnitte: Darm- und Kreuzbein, Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule. Neben Kopf, Hals und Rumpf trägt sie außerdem noch die Arme und ist über das Iliosakralgelenk (ISG) mit dem Becken und den unteren Extremitäten verbunden.

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Schutz des Rückenmarks

Durch die Wirbelsäule verläuft im Wirbelkanal das Rückenmark, der Hauptnervenstrang unseres Körpers. Gemeinsam mit dem Gehirn bildet es das zentrale Nervensystem (ZNS). Es ist über die Spinalnerven mit dem peripheren Nervensystem (PNS) verbunden. Das Rückenmark wird nicht durch Knochen geschützt, sondern ist in eine Flüssigkeit eingebettet, die das ZNS umgibt – das sogenannte Liquor. Es empfängt alle Informationen, die für unsere Körperfunktionen von Bedeutung sind und zu unserem Gehirn gelangen. Man bezeichnet das Rückenmark deshalb als Bindeglied zwischen zwischen Körper und Gehirn.

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Stabil & flexibel

Unsere Wirbelsäule fungiert als stabiles Gerüst und schützt dadurch unseren Körper und seine Nerven. Um alle körperlichen Bewegungen mitmachen zu können, benötigt sie aber auch ein gewisses Maß an Flexibilität. Schließlich rotieren wir unseren Körper ständig, neigen ihn nach links oder rechts, strecken ihn nach hinten oder beugen ihn nach vorne. Und das Beste: All diese Bewegungen können wir sogar kombinieren! Grundlage dafür sind insgesamt 24 knöcherne Teile – die Wirbelkörper.

Die Wirbelsäule stabilisiert unseren Körper, macht alle nötigen Bewegungen des Rumpfes möglich und enthält mit dem Rückenmark die Hauptverbindung zwischen den Nerven, die den gesamten Körper durchziehen, und dem Gehirn.

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Damit die knöchernen Wirbelkörper nicht direkt aufeinanderliegen und bei unseren Bewegungen nicht aneinander reiben, sitzt zwischen den Wirbeln ein Polster – die Bandscheibe.

Insgesamt hat der Mensch 23 Bandscheiben. Ihr Aufbau sorgt dafür, dass unseren Knochen und Nerven nicht durch unsere Bewegungen geschädigt werden. Innen mit einem gallertartigen Kern ausgestattet, der fast nur aus Wasser besteht, fungieren die Bandscheiben wie Gel-Kissen, die Druckbelastungen abfedern. Ein knorpeliger Faserring hält den Gallertkern in Form und verbindet die Bandscheibe mit den Wirbeln jeweils über und unter ihr.

Eine Frau steht vor einem Tisch, auf dem Obst steht. Sie dehnt ihr Bein, indem sie es nach oben hoch zu ihrem Kopf haelt. Mit dem rechten Arm unterstuetzt sie die Position. In der linken Hand haelt sie ein Glas Orangensaft. Im Hintergrund ist eine Kueche zu erkennen.

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Da durch den Gallertkern selbst keine Nerven und Blutgefäße laufen, wird das Bandscheibengewebe über die umliegende Gewebe-Flüssigkeit mit Nährstoffen versorgt.

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Übrigens: Beim Drehen der Wirbelsäule wird die gesamte Bandscheibe zusammengedrückt. Neu versorgen kann sie sich durch das Zurückdrehen.

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Richtige Ernährung

Du bist, was du isst. Deshalb hängt deine Gesundheit und die Gesundheit deiner Bandscheiben auch von der richtigen Ernährung ab. Ob genügend Nährstoffe an deinen Bandscheiben ankommen, hast du also selbst in der Hand.

Wir empfehlen, überwiegend pflanzliche Lebensmittel zu essen, die viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente beinhalten und somit für einen reibungslosen Stoffwechsel sorgen. Vor allem sekundäre Pflanzenstoffe haben eine enorme antioxidative Kraft, unterstützen das Immunsystem und schützen das Gehirn. Außerdem: Wer ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist, bei dem können Entzündungsprozesse wesentlich schneller abheilen. 

Am besten du verzichtest größtenteils auf tierische Produkte. Greife stattdessen lieber zu vollmundigen Beeren mit krebshemmenden Eigenschaften oder schwefelhaltigen Lebensmitteln wie Brokkoli, Kohl oder Lauch. Schwefel ist für unsere Bandscheiben und Bänder nämlich besonders gut.

Unsere Bandscheiben fungieren als Polster zwischen den Wirbelkörpern. Erst dadurch ist die flexible Bewegung unseres Rumpfes möglich. Zugleich brauchen unsere Bandscheiben vielfältige Bewegung und eine gesunde, pflanzliche Ernährung, damit sie sich optimal mit Nährstoffen vollsaugen können.

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Eine Illustration der Muskeln am Ruecken eines Mannes.

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Motoren der Bewegung

Muskeln, Faszien und Bänder halten den gesamten menschlichen Körper zusammen und verbinden alle Knochen miteinander. Dies ist wichtig, damit wir uns einwandfrei bewegen können. Das Funktionsprinzip dabei ist der Zug: Beugen wir uns nach vorne, ziehen sich die Muskeln der Körper-Vorderseite zusammen, damit der Rumpf nach vorne gelangen kann. Die Muskeln an der Körper-Rückseite ziehen den Oberkörper demgegenüber nach hinten, um ihn gerade zu halten.

Natürlich gilt das Prinzip auch umgekehrt, wenn wir unseren Rumpf nach hinten strecken oder zur Seite drehen. Es gibt jedoch immer eine physiologische Grundbelastung der Bandscheiben durch die Muskeln, Faszien und Bänder, damit der Rumpf in sich gerade bleiben kann.

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Wie viel bewegst du dich täglich? Bringst du dabei deine Wirbelsäule viele unterschiedliche Bewegungswinkel? Wie die meisten Menschen heutzutage, wirst du vermutlich viel sitzen – im Auto, Bus, am Schreibtisch oder sogar nachts, solltest du in der Embryonal-Haltung schlafen.

Oft ist es doch so: Wenn wir sitzen, sacken wir mit der Zeit in uns zusammen. Die Schultern hängen runter, der Rumpf kommt nach vorne und der Kopf fällt nach hinten in den Nacken. Dadurch werden unsere vorderen Muskelpartien immer unnachgiebiger, weshalb die hinteren Muskeln – besonders die Rückenstrecker und Gesäßmuskulatur – Gegenspannungen aufbauen. Das hat oft Bandscheiben-Beschwerden und Rückenschmerzen zur Folge.

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