Mach das nicht: Diese 4 Fehler solltest du bei Rückenschmerzen unbedingt vermeiden

Wenn du unter Rückenschmerzen leidest, dann wirst du bestimmt schon viel unternommen haben, um deine Beschwerden zu lindern. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass du mit „herkömmlichen Methoden“ eher das Gegenteil erreichst und deinen Zustand unbewusst verschlimmerst. In diesem Artikel erklären wir dir, worauf du bei Rückenschmerzen unbedingt achten solltest, damit du endlich schmerzfrei werden kannst!

🎬 In diesem Video erklärt dir der Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht, was du unbedingt vermeiden solltest, wenn du unter Rückenschmerzen leidest.

Achtung bei diesen vier Angewohnheiten!

Wenn du selbst unter Rückenschmerzen leidest und dich wunderst, dass deine Beschwerden nicht besser werden, dann könnte es genau an diesen vier Fehlern liegen! Wir zeigen dir jetzt, was du unbedingt vermeiden solltest und erklären dir auch, warum diese gut gemeinten Körperhaltungen deine Rückenschmerzen nicht beseitigen können.

Eine Frau liegt auf dem Rücken mit hochgelegten Beinen in der Stufenlagerung. Roland Liebscher-Bracht kniet neben ihr und erklärt, was bei der Stufenlagerung mit den Bauchmuskeln geschieht.

1. Stufenlagerung:

Wer kennt das nicht: nach einem langen Arbeitstag gibt es nichts Besseres, als in die Rückenlage zu gehen und die Beine hochzulegen. Was zwar kurzzeitige Linderung gibt, hat auf Dauer aber den gegenteiligen Effekt: Die Rückenschmerzen werden nicht gemindert, sondern eher in dieser Haltung aufrechterhalten. Das liegt daran, dass die Ursache deiner Schmerzen nicht im Rücken liegt, sondern in deiner vorderen Körperseite.

Durch ständiges Sitzen werden deine Muskeln und Faszien immer ungedehnter und ziehen regelrecht nach vorne. Richtest du dich auf, müssen deine Rückenstrecker und Gesäßmuskeln mit viel Kraft dagegen halten – der Druck im Rücken wird dadurch immer größer. Liegen wir also in der Stufenlagerung, können sich die Muskeln und Faszien weder aufdehnen noch entspannen, sondern bleiben in derselben schädlichen Position gefangen!

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Eine Frau macht eine Dehnungsübung gegen Gesäßschmerzen, indem sie sich im Stehen überstreckt

2. Den Rücken nach hinten lehnen

Wenn du dich nach hinten lehnst, wirst du feststellen, dass das unangenehm und sogar richtig schmerzhaft sein kann. Genau aus diesem Grund denken viele, dass diese Dehnung dem Körper schadet – das ist aber ein großer Irrtum! Der Schmerz zeigt dir lediglich an, dass dein Körper an dieser Stelle Unterstützung braucht und öfter in diese Haltung geführt werden muss.

In dieser Position hat der Körper endlich die Chance, die unnachgiebig gewordenen Faszien und Muskeln, die durch langes Sitzen entstehen, wieder auszugleichen. Je öfter du deinen Rücken also nach hinten streckst, desto besser wirst du dich fühlen und deine Rückenschmerzen in den Griff bekommen.

Eine Frau liegt in Embryonal-Haltung seitlich auf einer Matte, ein Bein ausgestreckt, eins angewinkelt. Roland Liebscher-Bracht kniet hinter ihr.

3. Schlafen

Selbst im Schlaf kann der Rücken oft keine Entspannung finden: Denn je nachdem wie wir liegen, befinden sich unsere Muskeln und Faszien auch in der Nachtruhe in einer Dauerspannung. Indem wir unsere Beine im Liegen anwinkeln, haben wir wieder eine sitzende Position eingenommen und können den überspannten Rückenschmerzen nicht entkommen.

Um damit endlich Schluss zu machen, kannst du deinen Schlaf in eine Dehnungsübung umfunktionieren: Wenn du dich mit ausgestreckten Beinen auf den Rücken legst, sind die muskulär-faszialen Spannungen deiner beiden Körperseiten im Gleichgewicht – sie können sich so über Nacht erholen und werden gleichzeitig gut gedehnt.

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4. Rückentraining

Hier haben wir es mit dem wohl größten Fehler zu tun: dem vermeintlich guten Muskeltraining für den Rücken. Ein hartnäckiger Irrglaube ist, dass zu schwache Muskeln für Rückenbeschwerden verantwortlich sind, die mit gezieltem Krafttraining wegtrainiert werden müssen.

Da die Rückenstrecker aber permanent damit beschäftigt sind, die ungedehnte vordere Körperseite auszugleichen, bekommen sie durch das Training nur noch mehr Druck. Diese zusätzliche Belastung wirkt sich nicht nur negativ auf die Muskeln und Faszien aus, sondern auch auf die Gelenke. Du brauchst also kein Krafttraining für den Rücken, sondern Dehnungen für deine vordere Körperseite, um deine Rückenbeschwerden ursächlich zu beheben. 

Zusammenfassung

Falls du einen, zwei oder auch alle vier Fehler schon häufiger gemacht hast: keine Panik! Jetzt weißt du, worauf du achten musst, um deine Rückenschmerzen in den Griff zu kriegen. Wichtig ist, dass du Positionen und Körperhaltungen vermeidest, die dich immer weiter nach vorne ziehen und deine Schmerzen so noch verschlimmern.

Damit du deine Rückenschmerzen dauerhaft in den Griff bekommst, darfst du nicht den Rücken trainieren, sondern musst deine vordere Körperseite aufdehnen – denn dort liegt die Ursache deiner Probleme. Worauf wartest du noch? Fange direkt an, deine Rückenschmerzen endlich zu verabschieden. Hier findest du eine praktische Übung für jeden Morgen, damit du in Zukunft endlich wieder schmerzfrei durch den Tag kommst.

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