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Die besten Übungen und Tipps bei Schleimbeutelentzündung:

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Schleimbeutelentzündung in der Schulter Sag deinen Schmerzen den Kampf an

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

Bestseller Autor & Schmerzspezialist

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Hast du plötzlich einsetzende starke Schmerzen in deiner Schulter? Alltägliche Bewegungen wie deinen Arm schwenken und Einkaufstaschen tragen lösen Beschwerden aus? Dann könntest du unter einer Schleimbeutelentzündung in deiner Schulter leiden. Schleimbeutel haben eine wichtige Aufgabe in deinem Körper: Sie dienen als Puffer, zum Beispiel zwischen Haut und Knochen. Da wundert es nicht, dass es bei einer Entzündung schnell schmerzhaft wird, oder?

Die gute Nachricht lautet jedoch, dass du deine Beschwerden auf natürlichem Wege loswerden kannst. Und dabei helfen wir dir. In diesem Artikel erfährst du …

Vor allem entdeckst du in diesem Beitrag aber, wie du deine Schleimbeutelentzündung mit unseren Übungen direkt von zu Hause behandeln kannst. Lindere deine Schmerzen ab jetzt einfach selbst und bringe deine Entzündung zum Abheilen!

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller Autor & Schmerzspezialist

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Zu sehen ist ein weiblicher Oberkörper, der durch Trockenblumen und Sonnenstrahlen in Szene gesetzt wird.

 

1. Aufbau deiner Schulter


Kurz & Knapp

  • Die Schulter besteht aus drei Gelenken: Schulterhaupt-, Schultereck- und Sternoclaviculargelenk.
  • Sie sind die flexibelsten des gesamten Körpers und ermöglichen vielseitige Bewegungen.
  • Dadurch ist die Schulter aber auch sehr anfällig für Verletzungen und Krankheiten.

Du möchtest wissen, was eine Schleimbeutelentzündung genau ist und an welchen Stellen die Schleimbeutel der Schulter sitzen? Dann findest du in Kapitel 2 alle Antworten.

Die Gelenke deiner Schulter gelten als die flexibelsten deines Körpers.1) Doch wie kommt diese Bewegungsfreiheit eigentlich zustande? Der Hauptgrund liegt darin, dass fast der gesamte Schulterbereich durch Muskeln stabilisiert und bewegt wird. Damit unterscheidet sich die Schulter von anderen Körperbereichen wie deiner Hüfte, deinem Ellenbogen oder deinem Knie: Dort halten vor allem Bänder die Gelenke, die wesentlich weniger dehnbar sind als Muskeln.

Grafik mit Fokus auf die Schulter. Dargestellt sind unter anderem das Schulterhauptgelenk, das Schultereckgelenk und das Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk.

Der Sieger in Beweglichkeit

Neben der dehnbaren Muskulatur besteht deine Schulter aus drei Gelenken:

  • Schulterhauptgelenk: In der Fachsprache nennt man es Glenohumeralgelenk. Es verbindet deinen Oberarmknochen (Humerus) mit deinem Schulterblatt (Scapula) und bildet ein Kugelgelenk. Dabei trifft der Oberarmkopf in die Schulterpfanne. Dieser Kopf wird durch die Gelenkkapsel, verschiedene Bänder, einen Knorpellippe und die Rotatorenmanschette (bestehend aus Muskeln und Sehnen) in der Schulterpfanne umgeben und auf diese Weise stabilisiert.
  • Schultereckgelenk: Es verbindet das Schulterdach (Akromion, höchster Punkt deines Schulterblatts) mit dem Schlüsselbein (Clavicula).
  • Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk (Sternoclaviculargelenk): Dieses stellt die knöcherne Verbindung zwischen Brustbein (Sternum) und Schlüsselbein (Clavicula) dar.

Du siehst, dass deine Schulter sehr geschickt aufgebaut ist. Durch das Kugelgelenk (im Schulterhauptgelenk) kannst du deinen Arm vielseitig bewegen: Du kannst ihn nach vorne und wieder zurück drehen, beugen und strecken sowie wegführen und heranführen. Aber auch die anderen beiden Gelenke sind häufig an diesen Bewegungsabläufen beteiligt. Sie passen Schlüsselbein und Schulterblatt deinen Bewegungen an, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

Für viel Halt sorgen dein großer Brustmuskel, der Delta-Muskel auf deiner Schulter, der Trapezmuskel im Rücken und dein Bizeps im Oberarm. Ein ziemlich komplexes Zusammenspiel! Aber nur durch diese Muskeln und sie umgebende Faszien ist die hohe Flexibilität in deiner Schulter erst möglich. Leider begünstigt genau das aber auch Verletzungen, Überspannungen/Überlastungen und in der Folge möglicherweise zu viel Verschleiß. Da überrascht es nicht, dass etwa 70 Prozent der Menschen einmal in ihrem Leben unter Schulterproblemen leiden.2) 

Damit sind „Schulterschmerzen [-] nach Rücken- und Knieschmerzen die dritthäufigste Erkrankung des Bewegungs- und Halteapparats.“3)

Ein weitverbreitetes Beschwerdebild ist die Schleimbeutelentzündung in der Schulter. 

Die besten Übungen und Tipps bei einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter

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2. Schleimbeutel & Schleimbeutelentzündung in der Schulter


Kurz & Knapp

  • Schleimbeutel dienen auch in der Schulter als Puffer – vor allem zwischen Haut und Knochen.
  • Eine Entzündung des Schleimbeutels wird in der Medizin als Bursitis bezeichnet.
  • Bei einer Entzündung sind die Schleimbeutelwände verdickt und geschwollen. Der Grund dafür ist, dass sich zu viel Flüssigkeit ansammelt.
  • In der Schulter befinden sich insgesamt sechs Schleimbeutel. Zwei davon sind besonders häufig von einer Bursitis betroffen: die Bursa subdeltoidea und die Bursa subacromialis.

Du interessierst dich auch für die Symptome und die Diagnose einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter? Dann lies unbedingt auch Kapitel 3.

2.1 Die natürlichen Stoßdämpfer in unserem Körper

Wusstest du, dass sich in deinem Körper etwa 150 Schleimbeutel befinden? Klingt unglaublich, ist aber wahr, denn sie haben für deinen gesamten Körper an vielen verschiedenen Stellen dieselbe wichtige Aufgabe: Druck umverteilen und mit ihrer Gleitschicht übermäßig viel Reibung verhindern. Du kannst sie dir bildlich als federnde Polster vorstellen, die zum Beispiel zwischen Knochen und Haut oder den Weichteilen liegen. Unser Körper ist ziemlich clever, oder? Auf natürliche Weise schafft er sich Stoßdämpfer mit gelartiger Flüssigkeit, um zu hohe Belastungen im Gelenk zu kompensieren.4) Da staunt sogar unsere modernste Automobil-Technik!

Zu sehen ist eine junge Frau in Sportbekleidung, die beide Arme über ihrem Kopf hält und seitlich vor einem Fenster steht

2.2 Was passiert bei einer Schleimbeutelentzündung?

Weil diese Polster eine so wichtige Aufgabe erfüllen, liegt es nahe, dass sie bei einer Entzündung stark schmerzen. Laut Statistik sind durchschnittlich 10 von 100.000 Menschen an einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis) erkrankt.5) Aber was bedeutet das eigentlich? Bei einer Bursitis sind die Schleimbeutelwände verdickt und geschwollen, da sich im Schleimbeutel mehr Flüssigkeit (sogenannte Synovialflüssigkeit) ansammelt als sonst. Sitzt der entzündete Schleimbeutel dicht unter der Haut, kann man eine Entzündung daher ertasten oder sogar mit bloßem Auge erkennen. Diese Stelle ist meist verstärkt durchblutet, sodass das Gewebe dort oft gerötet, gereizt und auch überwärmt erscheint. Eiter kann mit der Zeit ebenso entstehen.

Meist sind das Knie oder der Ellenbogen von einer Schleimbeutelentzündung betroffen.6) Aber auch in der Schulter kommt diese Erkrankung häufig vor.

2.3 Die Schleimbeutel in der Schulter

In deiner Schulter befinden sich insgesamt sechs Schleimbeutel. Die vier wichtigen sind:

  • Bursa subacromialis,
  • Bursa subdeltoidea,
  • Bursa subtendinea musculi subscapularis sowie
  • Bursa subcoracoidea.
Eine Grafik mit Fokus auf die Schulter. Zu sehen sind die vier wichtigsten Schleimbeutel: Bursa subdeltoidea, Bursa subacromialis, Bursa subcoracoidea und Bursa subtendinea musculi subscapularis.

Gut zu wissen …

Der größte Schleimbeutel in der Schulter und gleichzeitig auch der größte in deinem Körper ist die Bursa subacromialis. Er befindet sich unter einem Knochen des Schulterdachs (Akromion). Die Bursa subdeltoidea liegt zwischen dem Schulterhauptgelenk (im weiteren Verlauf als Schultergelenk bezeichnet) und dem Deltamuskel der Schulter. Im Gegensatz zu den anderen beiden (subscapularis und subcoracoidea) sind diese Schleimbeutel besonders häufig entzündet, da sie bei zahlreichen Bewegungen, hauptsächlich aber bei Überkopfarbeit und Überkopfsportarten stark belastet werden. 

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3. Schleimbeutelentzündung in der Schulter: Symptome und Diagnose


Kurz & Knapp

  • Typische Symptome einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter sind Bewegungseinschränkungen bis hin zur Bewegungsunfähigkeit, Druckschmerzhaftigkeit und Schwellungen.
  • Dazu sind Rötungen und eine Überwärmung der Haut im Schulterbereich möglich.
  • Zur Diagnose kann der Schulterspezialist deine Schulter samt Schleimbeutel abtasten und sie mithilfe von Ultraschall- oder MRT-Bildern untersuchen.

Du möchtest die Ursachen einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter wissen? Dann lies auch Kapitel 4.

3.1 Symptome einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter

Unabhängig davon, welcher Schleimbeutel in deiner Schulter entzündet ist, sind oftmals akute Schulterschmerzen die Folge. Doch nicht immer treten Schmerzen auf. Wie zuvor erwähnt, kann sich eine Bursitis auch durch eine deutlich sichtbare Vorwölbung beziehungsweise Schwellung bemerkbar machen. Dazu gibt es weitere Symptome, die mit einer Schleimbeutelentzündung in Verbindung gebracht werden:

  • Im Anfangsstadium: leichte Schulterschmerzen, insbesondere beim Heben des Arms.
  • In späteren Stadien: starke Ruhe- und Bewegungsschmerzen.
  • Bewegungseinschränkung bis hin zur Bewegungsunfähigkeit im Schultergelenk.
  • Druckschmerzhaftigkeit der Haut.
  • Deshalb auch: Schmerzen beim Liegen auf der erkrankten Schulter.
  • Rötung und Überwärmung der Haut im Schulterbereich.
  • Unter Umständen Fieber.

Halten die Schmerzen dauerhaft an und treten die Symptome regelmäßig auf, kann es sich um eine „chronische“ Schleimbeutelentzündung handeln. 

Hast du Bewegungseinschränkungen und Schmerzen in deinem Schultergelenk, aber nicht alle Symptome einer Schleimbeutelentzündung treffen zu? Dann lies auch unseren Schmerzlexikon-Artikel zum Thema Frozen Shoulder, bei der sich ähnliche Beschwerden zeigen. Hier erfährst du alles zur Schultersteife, ihrer Ursache, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten.

3.2 Diagnose einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter

Schmerzt dich dein Schleimbeutel, kannst du ruhigen Gewissens unsere Übungen ausprobieren. Befürchtest du allerdings, an einer Bursitis in der Schulter erkrankt zu sein, die durch eine andere Krankheit wie Diabetes hervorgerufen wurde? Dann solltest du einen Arzt (zum Beispiel einen Orthopäden) konsultieren, um bei einer Untersuchung die wahre Ursache deiner Entzündung zu finden. Wichtig ist auch, eine bakterielle Infektion auszuschließen, denn diese kann sich über die Blutbahn verteilen und zu einer gefährlichen Blutvergiftung führen.

Zur Diagnose hat der Schulterspezialist verschiedene Möglichkeiten:

  • Zuerst wird er dich befragen (Anamnese). Dabei spielt deine Krankheitsgeschichte mit Vor- und Grunderkrankungen eine wichtige Rolle. Schildere ihm auch, bei welchen körperlichen Belastungen der Schmerz auftritt. So kann er besser einschätzen, ob du an einer Bursitis leidest.
  • Anschließend wird er dich untersuchen und deinen Schulterbereich abtasten. Bei einer Entzündung ist der Schleimbeutel mit Flüssigkeit gefüllt und durch die Schwellung gut fühlbar. Dafür spricht auch gerötete und überwärmte Haut im Bereich des Schleimbeutels. Schmerzt es dich nicht zu sehr, wird der Spezialist die Beweglichkeit deiner Schulter eingehend überprüfen.
  • Für eine noch präzisere Diagnose bietet sich außerdem eine Ultraschall-Untersuchung an. So können verdickte Ränder am Schleimbeutel erkennbar werden, die auf eine bereits länger bestehende Entzündung hindeuten. Ein Röntgenbild und ein MRT (Magnetresonanztomografie) sind nach einem Unfall oder Sturz sinnvoll, um Knochenbrüche auszuschließen. Mit diesen bildgebenden Verfahren kann der Spezialist übrigens auch Kalkablagerungen im Schulterbereich (unscharfe, milchige Struktur) erkennen und eine Kalkschulter diagnostizieren.7)
  • Bei Verdacht auf eine bakterielle Entzündung, eine Stoffwechselerkrankung oder Diabetes kann er zudem dein Blut untersuchen, um die Entzündungswerte und weitere Parameter zu kontrollieren.

Als weitere Maßnahme zur Diagnose gilt in der herkömmlichen Medizin die Punktion. Hierbei saugt der Spezialist etwas Flüssigkeit aus deinem Schleimbeutel ab und untersucht sie auf Bakterien. 

  • Ist die Flüssigkeit eitrig, könnte eine bakterielle Entzündung vorliegen.
  • Blut dagegen weist auf eine starke frühere Reizung oder gar Verletzung hin. 
  • Klare Flüssigkeit spricht für eine akute oder chronische Entzündung ohne die Beteiligung von Bakterien.8)

Gleichzeitig reduziert die entnommene Flüssigkeit bestehenden Druck im Schleimbeutel, was die Beschwerden des Patienten meist lindert – jedenfalls kurzfristig

Zu sehen ist eine Hand, die einen medizinischen Handschuh trägt und drei Spritzen hält.

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4. Ursachen einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter


Kurz & Knapp

  • Als häufige Ursachen für eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter gelten in der Medizin Stoffwechselstörungen und Verletzungen.
  • Außerdem können andere Schultererkrankungen wie das Impingementsyndrom eine Bursitis begünstigen.
  • Einseitige Bewegungen sind jedoch das wahre Problem, denn sie sorgen dafür, dass Muskeln und Faszien überspannen und der Schleimbeutel leidet.

Möchtest du wissen, welche Behandlungsmöglichkeiten dir offenstehen? Das erfährst du im vierten Kapitel.

4.1 Sicht der herkömmlichen Medizin

Laut herkömmlicher Medizin begünstigen verschiedene Risikofaktoren eine Bursitis. Speziell auf die Schulter bezogen zählen dazu: 

  • Diabetes: Durch das geschwächte Immunsystem können Entzündungen, darunter auch die des Schleimbeutels, schneller entstehen.
  • Gicht: Die Stoffwechselerkrankung verursacht häufig Harnsäureablagerungen im Schleimbeutel, die Entzündungen auslösen können.
  • Rheuma: Rheumatoide Arthritis als entzündlich-rheumatische Erkrankung kann auf die Schleimbeutel übergreifen.
  • Fortgeschrittenes Alter, wenn bereits vorgeschädigte Schleimbeutel aus anfälliger für weitere Entzündungen sind.
  • Verletzungen: Nach Unfällen oder Stürzen, bei denen die Schulter verletzt wurde. Daraus können Entzündungen resultieren (besonders auch durch Infektionen mit Bakterien).
Zu sehen sind zwei Hände, die einen Laptop bedienen. Ein Notizblock, eine Kaffeetasse und eine Brille liegen unmittelbar daneben.

4.2 Einseitige Bewegungen als größter Risikofaktor

Viele Menschen belasten ihre Schulter einseitig, ohne es zu merken: Wer im Büro lange Zeit am Schreibtisch arbeitet und am Ende des Tages Schmerzen hat, sollte jetzt besonders aufmerksam sein.

Sitzt du gekrümmt, überstreckst deinen Kopf und ziehst deine Schultern ständig nach vorne? Diese im Job weitverbreitete Position bezeichnet die Medizin als „hyperkyphotische[-] Fehlhaltung der Brustwirbelsäule“9). Dabei liegen deine Arme dauerhaft im gleichen Winkel vor dir auf dem Tisch und du bewegst dich kaum. Dazu werden deine Muskeln, die deinen Brustkorb, deine Halswirbelsäule und deine Schulter aufrichten sollen, mit der Zeit immer unnachgiebiger, weil du sie gar nicht mehr in alle Richtungen dehnst: Dein Bewegungsapparat, der eigentlich für vielseitige Bewegungen ausgelegt ist, wird einseitig belastet. Auf diese Weise „verkürzen“ deine Muskeln und Faszien vorne, Überspannungen entstehen.

Erschreckend: Durchschnittlich nutzen die meisten Menschen heute nur etwa fünf bis zehn Prozent der Bewegungsmöglichkeiten ihrer Schulter!

Was tust du deiner Schulter mit einseitigen Bewegungen an?

Du kannst dir das Ganze folgendermaßen vorstellen:

Streckst du deinen Arm im 90°-Winkel vor dir aus, verkürzen sich neben deiner Brustmuskulatur auch die Muskeln, die deinen Arm nach vorne ziehen. Gleichzeitig geben die hinteren Muskeln nach und verlängern sich.

Grafik einer Frau, die ihren Arm nach vorne streckt (im 90°-Winkel zu ihrem Oberkörper). Die Pfeile symbolisieren die verkürzten Muskeln des Arms und der Brust.

Um deine Muskeln in beide Seiten ausreichend zu dehnen, ist die passende Gegenbewegung notwendig. Dafür müsstest du deinen Arm nach hinten ausstrecken. Die Muskeln, die deinen Arm rücklings ziehen, würden sich verkürzen und die vorderen lang gezogen werden, inklusive Brustmuskeln. Allerdings bewegen die meisten Menschen ihren Arm viel zu selten in diese Richtung.

Grafik einer Frau, die ihren Arm nach hinten streckt. Zwei Pfeile symbolisieren die lang gezogenen Muskeln des Arms und der Brust.

Stattdessen sitzt du vielleicht längere Zeit auf einem Stuhl, während deine Arme vor dir auf dem Schreibtisch liegen (im 45°-Winkel zwischen Oberkörper und Oberarm und im 90°-Winkel zwischen Ober- und Unterarm). In dieser Position werden aufgrund der fehlenden Streckung (weder nach vorne noch nach hinten) viele Muskeln in deinen Oberarmen gar nicht mehr vollständig in die Länge gezogen.

Auf dieser Grafik ist eine Frau zu sehen, die mit angewinkelteten Armen am Schreibtisch sitzt (Winkel zwischen Oberkörper und Oberarm beträgt 45° und zwischen Oberarm und Unterarm 90°).

Gleichst du diese typische Position nicht regelmäßig aus (zum Beispiel durch Armbewegungen in alle möglichen Richtungen), verkürzen sich diese Muskeln. Es entstehen immer größere Zugkräfte in deinem gesamten Schulterbereich, die  deine Schleimbeutel reizen und Entzündungen begünstigen. 10)

In diesem Video erklärt dir Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht noch einmal ganz genau, was bei einseitigen Belastungen in deiner Schulter passiert:

Impingement-Syndrom und Kalkschulter

Einseitige Bewegungsabläufe über einen längeren Zeitraum können auch zu anderen Schultererkrankungen wie Impingement-Syndrom oder Kalkschulter führen. Beides löst oftmals Schmerzen in deiner Schulter aus und kann wiederum eine Schleimbeutelentzündung zur Folge haben:

  • Beim Impingement-Syndrom wird der Oberarm aufgrund muskulär-faszialer Zugspannungen zu sehr in das Schultergelenk gezogen. So werden Sehnen (zum Beispiel die Supraspinatussehne, welche die wichtigste Sehne der Rotatorenmanschette ist und die Armhebung ermöglicht), Muskeln und Schleimbeutel zwischen Schulterdach und Oberarmkopf eingeklemmt. Diese ohnehin schon kritische Engstelle verkleinert sich also nochmals, was Reizungen, Entzündungen sowie Schwellungen begünstigt – auch in deinem Schleimbeutel. Bei Bewegungen fühlen Betroffene oft Schmerzen, die bis in den Arm und das Handgelenk ausstrahlen.11) Außerdem sind Bewegungseinschränkungen möglich. Der häufigste Grund auch hier: Die Schulter wurde nicht mehr in alle Richtungen bewegt und über eine lange Zeit sehr einseitig belastet – insbesondere durch ständiges Sitzen mit überstrecktem Kopf und nach vorne gezogenen Schultern, sodass sich der Oberarmknochen immer weiter hochgeschoben hat.
  • Bei der Kalkschulter (Tendinosis calcarea) leidet ebenfalls der Schleimbeutel mit. Hier reiben Kalkablagerungen in der Supraspinatussehne, die meist durch einseitige Bewegungen deiner Schulter entstehen, am größten Schleimbeutel direkt unter dem Schulterdach (Bursa subacromialis). Nach und nach können so Entzündungen auftreten. 

Die besten Übungen und Tipps bei einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter

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5. Behandlung der Schleimbeutelentzündung in der Schulter


Kurz & Knapp

  • Bei einer Schleimbeutelentzündung in deiner Schulter raten wir dir: Mache regelmäßig unsere Übungen, bleibe am Ball und beobachte, wie sich deine Symptome bessern.
  • Bei stärkeren Schmerzen, einer Verletzung oder Verdacht auf eine bakterielle Entzündung kann dir ein Schulterspezialist weiterhelfen.
  • Gängige Behandlungsmethoden in der herkömmlichen Medizin sind: Schonung, Kühlung, entzündungshemmende Medikamente, Injektionen und Operationen (Bursektomie).
  • Mit deiner Therapie solltest du jedoch nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen beseitigen.
  • Dafür eignen sich auch die von uns entwickelte (Light-)Osteopressur und die Faszien-Rollmassage.

Das Wichtigste sind jedoch unsere Dehnübungen, die als Video und mit bebilderten Anleitungen im fünften Kapitel auf dich warten.

5.1 Herkömmliche Behandlungsmethoden

Bei einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter stehen in der herkömmlichen Medizin verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Vom Druckabbau im Schleimbeutel durch eine Punktion hast du bereits gelesen. Bevorzugte Methoden sind darüber hinaus:

  • Schonung beziehungsweise Ruhigstellung deiner Schulter, zur Unterstützung oftmals über Tapes;
  • Kühlung des Schleimbeutels mit Umschlägen. Verwendest du ein Kühlpack, solltest du es vorher in ein Tuch einwickeln und erst dann auf die Haut legen; 
  • entzündungshemmende und kühlende Salben;
  • entzündungshemmende Medikamente wie NSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika, etwa Ibuprofen und Diclofenac) Kortison oder Antibiotika (entweder oral eingenommen oder mit einer Spritze direkt in den Schleimbeutel injiziert);
  • Stoßwellentherapie sowie 
  • physiotherapeutische Behandlungen.
Zu sehen ist eine liegende Frau, die an der Schulter massiert wird.

Helfen dir solche konservativen Therapien nicht oder ist die Schleimbeutelentzündung auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen, kann eine Operation in Betracht gezogen werden. Am häufigsten führt der Arzt einen arthroskopischen Eingriff (Gelenkspiegelung) durch. Dabei entfernt er in Vollnarkose oder unter Lokalbetäubung den betroffenen Schleimbeutel teilweise oder vollständig.

Ran an die Ursache, nicht nur an die Symptome:

Eine Operation stellt aufgrund der Narkose und den möglichen Komplikationen immer einen riskanten Eingriff für den Patienten dar. Dazu ist die langfristige Wirksamkeit bei der arthroskopischen Entfernung eines Schleimbeutels (Bursektomie) nicht garantiert, da er nachwachsen und erneut Probleme verursachen kann. Somit werden deine Symptome zwar kurzfristig behandelt, nicht aber die Ursache.

Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen konservativen Therapieformen wie Salben, Schmerzmittel oder der Ruhigstellung. Physiotherapeutische Maßnahmen gehen in die richtige Richtung, denn sie können den Muskelaufbau fördern und die Beweglichkeit deiner Schulter verbessern. Noch gezielter gehst du jedoch mit unseren speziell entwickelten Übungen vor, die dich dauerhaft von deinen Schmerzen befreien können.

5.2 Unser Ansatz: Schluss mit den Spannungen

Du fragst dich jetzt vielleicht, wieso unser Ansatz oft so viel besser funktioniert als andere Behandlungsmöglichkeiten. Ganz einfach: Unsere Übungen stärken und dehnen dein Gewebe gleichzeitig, was nicht nur deine Symptome lindern, sondern auch die Ursachen einer Bursitis ein für alle Mal beseitigen kann. Und genau das ist das Entscheidende. Du erinnerst dich: Die Ursache einer Schleimbeutelentzündung liegt häufig in Überspannungen der Muskeln und Faszien.

Entzündung als Reparaturprozess in deinem Körper

Entzündungen haben einen schlechten Ruf und Betroffene möchten sie so schnell wie möglich loswerden. Sie sind ja auch lästig und scheinen allzu oft Schmerzen auszulösen. Aber wusstest du, dass sie eine wichtige Funktion in deinem Körper erfüllen? Dabei handelt es sich nämlich um natürliche Abwehrreaktionen deines Organismus bei Überbelastung.

Zu sehen ist die nackte Schulter einer jungen, schlanken Frau mit schwarzem BH. Eine helle Strickjacke ist halb übergehängt.

Wichtig ist, dass du auf deinen Körper hörst und ihn verstehst: Eine Entzündung „entzündet“ einen Reparaturprozess. Kräfte und Materialien werden mobilisiert und bereitgestellt, damit sich der Körper wieder regenerieren kann. Dabei sollte diese Reparatur immer zum Abschluss kommen, denn nur so klingt deine Entzündung wirklich ab.

Um deinen Körper bei diesem Prozess zu unterstützen, solltest du also nicht einfach die Symptome durch Medikamente wie NSAR (Ibuprofen) und Kortison „stummschalten“. Vielmehr musst du die Ursache deiner Entzündung erkennen. Je schneller du das tust und genau dort ansetzt, umso eher wirst du eine Veränderung fühlen. Das bedeutet für dich und deinen entzündeten Schleimbeutel in der Schulter:

Löse die Überspannungen in deinen Muskeln und Faszien, damit der Körper gesunde Zellen bilden und in Ruhe seinen Reparaturprozess abschließen kann. Das funktioniert am besten, wenn du die zerstörerischen Zug- und Druckkräfte reduzierst. So kann der Schleimbeutel heilen und die Entzündung abklingen.

Osteopressur als schnelle Hilfe

Oftmals ist nicht die Entzündung selbst für deine Beschwerden verantwortlich. Stattdessen löst der Druck, den sie auf die umliegenden Strukturen ausübt, Schmerzen aus: Überall an deiner Knochenhaut befinden sich nämlich „interstitielle Rezeptoren“. Sie messen permanent Spannungen rund um deine Schulter und erkennen Unregelmäßigkeiten sofort. Diese Ergebnisse leiten sie an dein Gehirn weiter. Sind die Spannungen in deiner Schulter so hoch, dass der Körper manche Schäden nicht reparieren kann, schickt dein Gehirn über die Nervenbahnen einen Schmerz in die gefährdete Körperregion. Weil er uns auf Gefahren hinweist und bleibende Schäden vermeiden soll, nennen wir ihn „Alarmschmerz“.

Mithilfe unserer auf über 30 Jahren Erfahrung basierenden Osteopressur beeinflussen wir durch gezielten Druck die Rezeptoren in der Knochenhaut:

  • Das Gehirn senkt die vorprogrammierten Spannungen in deinem Schulterbereich.
  • Der Druck im Gewebe sinkt und deine Schmerzen klingen ab.
  • Die eingeengten Gefäße werden befreit und der Flüssigkeitstransport gefördert.
  • Die Reparatur deines Schleimbeutels geht leichter voran und die Entzündung kann abklingen.

Erfahrungsgemäß sinken die Schmerzen bereits nach einer bis drei Behandlungen auf einen Restschmerz von null bis 30 Prozent.

Neugierig geworden? Dann wende dich zur Therapie an einen Zertifizierten Liebscher & Bracht Therapeuten in deiner Nähe. Darüber hinaus findest du in unserem kostenfreien Ratgeber einige Punkte zur Light-Osteopressur, an denen du die Überspannungen im Knie selbst „wegdrücken“ kannst.

Ein Therapeut greift mit zwei Händen den Drücker von Liebscher und Bracht und verwendet ihn am Schlüsselbein zur Light-Osteopressur bei einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter.

Dehnen und Faszien-Rollmassagen für dauerhafte Entspannung

Bewege dich regelmäßig und vermeide ununterbrochenes, längeres Sitzen. Achte darauf, dass deine Arme nicht ständig im gleichen Winkel vor dir liegen und nutze alle Bewegungsmöglichkeiten deiner Schulter aus. Auf diese Weise beugst du nicht nur einseitigen Belastungen im Schulterbereich vor, sondern auch einer Schleimbeutelentzündung.

Fragst du dich jetzt, wie du deine Schulter samt Schleimbeutel schützen kannst, obwohl du fast täglich am Schreibtisch sitzen musst? Keine Sorge, denn für Menschen, die mit Maus und Tastatur viel am Bildschirm arbeiten, haben wir natürlich eine Lösung parat: einseitige Bewegungen mit unseren Übungen spielend leicht ausgleichen! Unsere Engpass-Dehnübungen bringen deine Muskeln und Faszien wieder auf ihre volle Länge! So kannst du bequem von zu Hause Verkürzungen ausgleichen, die durch einseitige Bewegungen entstanden sind. Einige Vorschläge findest du in unserem Übungskapitel.

Unser Therapieansatz bietet darüber hinaus noch eine weitere Möglichkeit für dich, deine Schmerzen zu lindern: Faszien-Rollmassagen verstärken den Effekt der Dehnübungen ideal. Du rollst das Gewebe ganz langsam mit konstant starkem Druck aus und löst so vorhandene Verfilzungen. Auf diese Weise können deine Faszien-Schichten wieder viel besser gleiten. Zusätzlich regst du deine Durchblutung an und förderst den Nährstoffaustausch, sodass eine Schleimbeutelentzündung wahrscheinlich gar nicht erst entsteht.

Vorsicht vor einseitigem Sport:

Möchtest du einseitigen Belastungen den Kampf ansagen, beachte bitte Folgendes: Bewegung bedeutet nicht einfach nur Sport! Schulterbelastende Sportarten wie Tennis oder Handball können dir bei fehlenden Gegenbewegungen sogar schaden. Schließlich führst du in diesem Moment mit deiner Schulter monotone Extrembewegungen aus. Deshalb ist es wichtig, dass du neben solchen (meist einseitigen) Sportarten immer noch einen Ausgleich findest. Schau dazu am besten in unser Übungskapitel. Dort bekommst du bebilderte Übungen mit ausführlichen Beschreibungen, die dir dabei helfen, erhöhte Spannungen in deinen Muskeln und Faszien zu reduzieren – und damit die Grundursache für viele Beschwerdebilder an der Schulter!

Die besten Übungen und Tipps bei einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter

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6. Übungen gegen die Schleimbeutelentzündung in deiner Schulter


Kurz & Knapp

  • Nimm deine Schmerzen nicht länger auf die leichte Schulter und sag deiner Schleimbeutelentzündung mit unseren Übungen den Kampf an!
  • Wir erklären dir mit unserer bebilderten Beschreibung Schritt für Schritt, wie die Dehnübungen für deine Schulter funktionieren.
  • In unserer Checkliste erfährst du alles, was du als Anfänger für die Durchführung der Übungen wissen musst.
  • Eine alternative Dehnübung, eine Faszien-Rollmassage sowie eine Light-Osteopressur gegen die Schleimbeutelentzündung in deiner Schulter findest du zusätzlich in unserem kostenlosen Ratgeber

Bist du bereit, jetzt aktiv gegen die Schleimbeutelentzündung in deiner Schulter vorzugehen? Roland zeigt dir hier im Video drei Power-Übungen, die sich gegen eine Schulter-Bursitis bewährt haben und die Reizung der Schleimbeutel dauerhaft lindern können:

Übung 1:

  • Stelle dich in eine Raumecke und lege deine Arme im 45°-Winkel an den Wänden ab. Platziere dabei einen Fuß vor den anderen. 
  • Dann lehnst du dich für 30 Sekunden in die Dehnung, indem du deinen Oberkörper mit dem Brustbein vorsichtig in Richtung Ecke drückst. 
  • Die Dehnung spürst du nun im Ellenbogen, im Oberarm und in der Schulter.
  • Achte darauf, dass dein Schmerz zwischen 8,5 und 9,5 liegt (siehe Checkliste) und deine Ellenbogen immer gestreckt sind.
  • Drücke jetzt mit beiden Händen für zehn Sekunden fest gegen die Wand. 
  • Löse die Spannung und lehne dich nun für 20 bis 30 Sekunden etwas weiter in die Dehnung.
  • Wiederhole den Wechsel aus „Gegen-die-Wand-Drücken“ und Dehnen noch zweimal.
Zu sehen ist eine Frau, die sich einer Raumecke zuwendet. Dabei lehnt sie mit ihren beiden Armen im 45°-Winkel gegen die jeweiligen Wände, um ihren Schulterbereich und ihre Arme zu dehnen.

Übung 2:

  • Stelle dich mit etwas Abstand vor eine Wand. Platziere auch hier einen Fuß vor den anderen und lege beide Hände an der Wand ab.
  • Strecke dabei deine Arme durch und spreize beide Daumen ab. Positioniere dann deine Hände so, dass sich beide Daumen berühren.
  • Jetzt lehnst du dich mit deinem Schultergürtel langsam in Richtung Wand, ohne ins Hohlkreuz zu gehen. Dabei rutschen die Hände so weit nach oben wie nötig.
  • Die Dehnung spürst du in deinen Schultern. Halte sie für 30 Sekunden.
  • Drücke danach für zehn Sekunden mit deinen Händen gegen die Wand.
  • Löse diese Spannung und gehe für 20 bis 30 Sekunden weiter in die Dehnung.
  • Wiederhole diese Abfolge noch zweimal.
Zu sehen ist eine Frau, die sich mit gestreckten Armen gegen eine Wand lehnt und so ihren Schulterbereich dehnt.

Übung 3:

  • Positioniere einen Stuhl so, dass er nicht wegrutschen kann (zum Beispiel vor einer Wand). 
  • Greife mit den Armen hinter dich, umschließe die Lehne mit deinen Händen und laufe etwas vom Stuhl weg. Achte darauf, dass dein Brustbereich geöffnet ist.
  • Laufe so weit in die Dehnung deiner Schulter, bis du einen Schmerz zwischen 8,5 und 9,5 spürst. Platziere für eine bessere Stabilität ein Bein weiter hinten und halte diese Position für 30 Sekunden.
  • Jetzt drückst du mit beiden Händen kräftig in den Stuhl.
  • Nach zehn Sekunden löst du die Spannung, um die Dehnung für 20 bis 30 Sekunden noch einmal zu intensivieren. Dafür läufst du ein oder zwei Schritte weiter nach vorne.
  • Wiederhole diese Abfolge noch zweimal.

Tipp: Du kannst dich alternativ auch gegen eine Fensterbank lehnen.

Zu sehen ist eine Frau, die sich rücklings mit beiden Händen auf einen Stuhl lehnt. Dabei ist ihr Brustkorb geöffnet, um eine Dehnung in ihren Schultern zu spüren.

Hast du alle Übungen gemacht? Super, denn so bist auf dem bestem Weg, die  Überspannungen rund um deine Schultern dauerhaft herunterzufahren. Vielleicht fühlst du dich sogar jetzt schon viel freier. Falls nicht, gib auf keinen Fall auf! Oft braucht es ein paar Wiederholungen und vielleicht noch andere Übungen wie zum Beispiel eine Faszien-Rollmassage. Schau deshalb auf jeden Fall in unseren Ratgeber zur Schleimbeutelentzündung in der Schulter, in dem neue Dehnungs-Varianten, eine spezielles Faszien-Training und eine Anleitung zum Schmerzfrei-Drücken auf dich warten. Lade dir deinen Ratgeber gleich hier kostenfrei herunter:

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Checkliste für die Liebscher & Bracht-Übungen

Damit bei unseren Übungen nichts schiefgeht, haben wir die wichtigsten Infos in einer Checkliste zusammengefasst. So hast du alle Tipps auf einen Blick und kannst mit einem guten Gefühl üben.

✅ Orientiere dich immer an deiner persönlichen Schmerzskala von eins bis zehn. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du bei jeder Dehnung auf einer Stufe von acht oder neun arbeitest. Neun bedeutet: Du spürst einen intensiven Schmerz, kannst aber während der Dehnung noch ruhig atmen und musst nicht gegenspannen.

✅ Übe an sechs Tagen pro Woche und führe die Übung mindestens einmal täglich aus. Falls du die entspannenden Reparatur-Vorgänge in deinen Muskeln und Faszien noch besser unterstützen möchtest, kannst du die Wiederholungen auch im 12-Stunden-Rhythmus durchführen: einmal morgens, einmal abends.

✅ Für jeden Übungsschritt solltest du zwei bis zweieinhalb Minuten investieren und mindestens 90 Sekunden in der jeweiligen Dehnung bleiben.

✅ Benutze professionelle Hilfsmittel und keine Billig-Produkte bei der Behandlung deiner Schmerzen. Wenn du hier auf ein mangelhaftes Produkt setzt, kann sich das negativ auswirken. Wir haben bei der Entwicklung unserer Hilfsmittel daher größte Sorgfalt walten lassen und sie speziell zur Schmerz-Behandlung entwickelt.

Verzichte so weit wie möglich auf die Einnahme von Schmerzmitteln. Unsere Übungen nutzen deinen Schmerz als Ausgangspunkt und täglichen Vergleichswert. Du solltest ihn daher nicht künstlich unterdrücken, sondern als Orientierung für die korrekte Übungsdurchführung und Dehnungsintensität einsetzen. Schmerzmittel würden deine Fortschritte nur verfälschen und dir ein unrealistisches Bild deines Schmerzzustands vermitteln.

Sei geduldig — auch wenn schnelle Ergebnisse keine Seltenheit darstellen. Es kann etwas dauern, bis dein Gehirn neue Bewegungsprogramme speichert, sich der Stoffwechsel normalisiert und die Zugkräfte aus Spannung und Gegenspannung zurückgehen.

✅ Sollten die Schmerzen aufgrund der Übungen zunehmen, besteht kein Grund zur Panik. Eine Erstverschlimmerung kann eine normale Reaktion deines Körpers sein. Wenn sich deine gesamte Körperstatik durch regelmäßiges Training verändert, muss sich der Bewegungsapparat erst nach und nach daran anpassen. Geht es dir nach den Übungen aber dauerhaft schlechter statt besser, signalisiert dir dein Körper, dass du es womöglich übertreibst. Pausiere dann einfach für einen oder zwei Tage und/oder verringere bei deinen nächsten Übungseinheiten ein wenig die Intensität, um dich anschließend wieder in kleinen Schritten zu steigern. So führst du deinen Körper schonend an die für dich richtige Acht oder Neun auf der Schmerzskala heran.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei den Übungen!

Über diesen Artikel

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Autor:
Roland Liebscher Bracht
Schmerzspezialist und Spiegel-Bestseller Autor

Mehr über den Autor

Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Oberarzt in Salzburg

Mehr über den Prüfer

Veröffentlicht am:
28.05.2021

Letzte Aktualisierung:
14.10.2021

Nächste geplante Aktualisierung:
30.11.2021

Quellen & Studien

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