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Brustmuskel Schmerzen: So kannst du sie erkennen & behandeln

Der große Brustmuskel (Pectoralis Major) ist ein flächiger und kräftiger Muskel. Wenn er durch zu viel Training verhärtet ist und unelastisch wird, kann das zahlreiche Auswirkungen auf den Brustkorb haben: Schmerzen im Brustkorb, Beschwerden bei der Atmung oder ein drückendes Engegefühl im Brustbereich (leicht zu verwechseln mit den Symptomen einer Angina Pectoris).

Doch nicht nur sportliche Belastung verändert den Zustand des Muskels. Auch unser Alltag mit häufigem Sitzen bestimmt maßgeblich mit, wie geschmeidig unsere Muskeln und Faszien sind. Auf lange Sicht kann ein unnachgiebiger Brustmuskel sogar Schulterarthrose und eine Krümmung der Wirbelsäule verursachen.

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

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Medizinische Prüfung: Dr. med. Egbert Ritter

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Geprüft von: Dr. med. Egbert Ritter  Geprüft von: Dr. med. Egbert Ritter

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Gut zu wissen

  • Wie fühlt sich eine Verspannung im Brustmuskel an? Stark verspannte Muskeln sind oft druckempfindlich und verhärtet. Eine dauerhaft zu hohe Spannung in der Muskulatur kann sich über ein Brennen und Ziehen äußern. Betroffene haben außerdem das Gefühl, dass ihr Brustkorb zu eng ist und die Schultern nach vorne gezogen werden. Viele machen sich bei Brustbeschwerden Sorgen, es könnte sich um einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt oder Angina Pectoris handeln. Doch ein Herzinfarkt äußert sich vor allem durch Luftnot und macht sich häufig durch ein stechendes Gefühl im linken Brustbereich bemerkbar.
  • Was ist das Brustwandsyndrom? Unter der Bezeichnung „Brustwandsyndrom“ werden Brustkorbschmerzen zusammengefasst, die ihre Ursache in muskulären Überspannungen des Brustkorbs haben. 
  • Kann der Brustmuskel Atembeschwerden auslösen? Ja, denn der Brustmuskel bewegt sich bei jedem Atemzug mit. Wenn Faszien und Muskulatur wie beim Brustwandsyndrom eine zu hohe Spannung aufweisen, kann das Atmen unangenehm sein oder als erschwert empfunden werden. Wer dauerhaft eine unelastische Muskulatur in der Brust hat, leidet häufiger unter einer flachen Atmung. Bei einer akuten Verspannung in der Muskulatur kann jeder Atemzug ein unangenehm stechendes Gefühl auslösen. Dahinter muss also keineswegs immer eine lebensbedrohliche Lungen- oder Herzerkrankung stecken. Häufiger handelt es sich um ein gut zu therapierendes Brustwandsyndrom.
  • Was kann ich gegen Schmerzen im Brustmuskel tun? Langfristig hilft nur eins: Die Muskulatur samt Faszien muss regelmäßig gedehnt werden. So passen sich die Faszien in ihrer Struktur an und bleiben elastisch. Kurzfristig kann Wärme und Entspannung gegen eine harmlose Muskelverspannung helfen, dauerhaft unser eigens entwickelten Übungen gegen Brustschmerzen.

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1. Schmerzen im Brustmuskel: Anatomie


Der große Brustmuskel (Pectoralis Major) ist ein weitflächiger und kräftiger Muskel vorne oben am Brustkorb. Er hat drei Anteile: Sein oberer Anteil entspringt am Schlüsselbein, der mittlere Teil am Brustbein und der untere Teil an den Rippen unterhalb des Brustbeins. Alle Anteile laufen zu einer Sehne zusammen, die am Oberarmknochen ansetzt. Wie alles im Körper, ist auch der Brustmuskel von Faszien, dem elastischen Bindegewebe, umgeben.

Illustration des Oberkörpers samt Brustkorb, großem Brustmuskel, kleinem Brustmuskel, Sägemuskel und Zwischenrippenmuskulatur.

Diese vier Muskeln samt der Faszien können Schmerzen in der Brust verursachen, wenn sie unnachgiebig sind.

Was sind Faszien?

  • Im Körper existiert ein Netz aus elastischem Bindegewebe, die sogenannten Faszien. In einer feinen Scherengitterstruktur umhüllen und verbinden sie unter anderem Organe, Nervenbahnen, Gelenke, Muskeln und Knochen.1)
  • Die Faszien sind durchblutet und voller sensorischer Rezeptoren: Sie messen Temperaturänderungen, Druck- und Zugkräfte und Änderungen im chemischen Milieu.2)
  • Faszien müssen regelmäßig bewegt, also gedehnt werden, um elastisch zu bleiben. Bei Bewegung strömt Zwischenzellflüssigkeit an den Faszien entlang und sie werden besser durchblutet. Kleine Bindegewebszellen (Fibroblasten) erhalten dadurch das Signal, die Struktur der Faszien geschmeidig zu halten.
  • Wenn der Alltag hauptsächlich aus Sitzen oder einseitigen Bewegungsmustern besteht, passen sich die Faszien daran an. Sie versteifen und verkleben, jede Bewegung wird unangenehmer und schmerzhaft und eine erhöhte Spannung in der Muskulatur macht sich bemerkbar.
  • Unsere alltäglichen Bewegungsmuster prägen also maßgeblich die Struktur und Flexibilität unserer Faszien.

2. Funktion des Brustmuskels


Wenn der Pectoralis Major anspannt, kann er die Arme:3)

  • zum Körper heranziehen (Adduktion),
  • vor dem Körper anheben (Anteversion) und
  • im Schultergelenk nach innen rotieren.

Damit verbunden sind jeweils bestimmte Gelenkwinkel, vor allem in der Schulter. Problematisch für den Brustmuskel und schmerzhaft für dich kann es nun werden, wenn du einige dieser Gelenkwinkel im Alltag kaum noch nutzt, während du andere permanent einnimmst, ohne diese Einseitigkeiten auszugleichen.

3. Wie kommt es zur Überspannung im Brustmuskel?

  1. Einseitiger Alltag: All diese Funktionen des Brustmuskels nutzen wir im Alltag ständig. Immer, wenn die Arme vor dem Körper etwas tun, trainieren wir den Brustmuskel: am Computer, beim Essen, beim Autofahren, beim Fahrradfahren, bei handwerklichen Tätigkeiten usw. Davon wächst der Brustmuskel zwar nicht, aber die ständigen Kontraktionen bringen Muskelfasern und Faszien dauerhaft in ihre kürzeste Position. Dadurch steigen die Spannungen in der Brust im Laufe der Zeit immer weiter an – zumindest wenn du nicht gezielt für einen Ausgleich sorgst.
  2. Bestimmte Sportarten: Einige Bewegungen kräftigen und belasten den Brustmuskel besonders: Schwimmen, Tennis, Handball, Badminton und Klettern. Es ist natürlich kein Problem, diese Sportarten auszuüben. Nur solltest du nach dem Training auf den nötigen Ausgleich achten.

In unserem kostenfreien Ratgeber gegen Brustschmerzen findest du einige Dehnübungen, die den Brustmuskel samt Faszien wieder geschmeidig machen. Du kannst sie in dein Training integrieren oder auch einfach in den Alltag einbauen.

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4. Muskeln in der Brust: auch für die Atmung wichtig


Bei einem tiefen Atemzug kommt der gesamte Brustkorb samt Wirbelsäule in Bewegung. Er ist kein starres Konstrukt, sondern gelenkige Verbindungen zwischen den Rippen und dem Brustbein ermöglichen vielfältige Bewegungen. Da die Lunge selbst aber kein Muskel ist, kann sie sich nicht aktiv aufblähen, um Luft aufzunehmen. Eine Reihe von Muskeln ist dafür verantwortlich, den nötigen Platz im Brustkorb zu schaffen: Wenn sie anspannen, erzeugen sie einen Unterdruck, sodass die Lungenflügel frische Luft einsaugen. Bei der Ausatmung entspannt die Muskulatur und die Luft entweicht dem Körper. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Atemtechniken:

  • Brustatmung: Die Brustatmung ist die eher aktive Form der Atmung, die bei Bewegung und Anstrengung zum Einsatz kommt. Beim Einatmen spannen die äußeren Zwischenrippenmuskeln an. Dadurch heben sie den Brustkorb, erzeugen einen Unterdruck und die Lunge kann sich mit Luft füllen. Mit der Ausatmung entspannen sie und der Brustkorb sinkt. Im Alter verlieren die Zwischenrippenmuskeln an Kraft und der Anteil an Brustatmung geht zurück.
  • Bauchatmung: Die Bauchatmung ist die unbewusste, entspannte Atmung, die auch im Schlaf stattfindet. Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Zwerchfell zu, einem Muskel zwischen Oberbauch und Brustkorb. Beim Einatmen spannt das Zwerchfell an und erzeugt dadurch einen Unterdruck: Die Lunge füllt sich mit Luft. Wenn sich das Zwerchfell wieder entspannt, drückt es die Luft hinaus. Diese Form der Atmung bringt viel Bewegung in den Bauchraum und hat diverse Auswirkungen auf das Nervensystem und die Verdauung. Studien zeigen positive Effekte bei Asthma, Stress, Sodbrennen, hohem Blutdruck, Migräne und Nervosität.4) 5)

Da Stress und hoher Blutdruck Risikofaktoren für Herzerkrankungen wie einen Herzinfarkt sind, kann ein fließender, tiefer Atem solchen Erkrankungen vorbeugen. Um deine Atmung optimal zu unterstützen, solltest du immer darauf achten, dass die Muskulatur im Brustkorb geschmeidig ist. Auf unserer Übungsseite zu Brustschmerzen findest du unter anderem eine effektive Atemübung, um das Zwerchfell zu dehnen und genau das zu erreichen.

5. Folgen einer dauerhaft überspannten Brustmuskulatur


  • Schulterarthrose: Schulterarthrose ist der unnatürlich hohe Verschleiß des Gelenkknorpels in der Schulter. Da die Gesundheit jedes Gelenks auf vielfältige Bewegungen angewiesen ist, können verhärtete und unelastische Muskeln und Faszien auch für Arthrose verantwortlich sein.6) Der Zustand des Brustmuskels hat einen großen Einfluss auf das Schultergelenk, da er am Oberarmknochen ansetzt. In unserem Schmerzlexikon-Artikel zu Schulterarthrose findest du alles zum Zusammenhang zwischen Muskulatur und Arthrose.
  • Riss der Brustmuskelsehne: Eine seltene Verletzung der Brustmuskulatur ist ein Riss am Muskelansatz am Oberarm.7) Meistens passiert das beim Kraftsport unter hoher Belastung und muss operativ behandelt werden. Um Muskelfaserrissen und Sehnenverletzungen vorzubeugen, sollten man sich vor dem Sport immer gut aufwärmen und nach dem Sport ausreichend dehnen. So bleibt die Muskulatur elastisch und geschmeidig und ist weniger verletzungsanfällig. In unserem kostenfreien Ratgeber findest du, was du für deinen Start mit einem Dehnprogramm brauchst.

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  • Schlechte Körperhaltung (Rundrücken): Ohne Dehnung bekommen die Faszien keinen Impuls, elastisch zu bleiben. Sie werden unnachgiebig und die Spannung im Brustmuskel erhöht sich. Das zieht die Schultern immer weiter nach vorne vor den Körper. Die Wirbelsäule wird zunehmend rund und eine buckelähnliche Haltung entsteht. Das kann sich auch auf die Gesundheit der Wirbelsäule auswirken, da ihre Beweglichkeit und somit ihr Stoffwechsel eingeschränkt ist.
  • Nackenschmerzen:8) Beschwerden im Nacken können äußerst schmerzhaft sein und bis in den Kopf, die Schultern und die Arme ausstrahlen. Meistens sind sie harmlos, doch auf lange Sicht sollten Betroffene aktiv gegen die Beschwerden vorgehen. Denn der Schmerz warnt vor zu viel Druck im Gewebe und es drohen Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule. Auch ein dauerhaft zu unnachgiebiger Brustmuskel kann hinter den Nackenbeschwerden stecken. Denn wenn die Vorderseite des Körpers kürzer und enger wird, muss die Muskulatur auf der Körperrückseite umso mehr anspannen, um das auszugleichen. Insgesamt wächst der Druck auf die Halswirbel.
  • Arthrose in der Wirbelsäule: Krankhaft hohe Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule können die Lebensqualität erheblich einschränken. Das größte Problem für die Bandscheiben und die Wirbelgelenke ist fehlende oder einseitige Bewegung. Der Rumpf muss regelmäßig in alle möglichen Richtungen geneigt werden, damit Muskeln und Faszien elastisch bleiben und keinen unnatürlich starken Druck auf die Wirbel ausüben. Unnachgiebiges Gewebe zieht nämlich zu heftig an den Knochen und erhöht den Druck an den Bandscheiben und an den Wirbeln so enorm, dass dein Körper mit Schmerzen reagiert.
  • Schulter-Impingement: Wenn der kleine Brustmuskel (Pectoralis Minor) zu kurz und unnachgiebig ist, kann es zu einem schmerzhaften Schulter-Impingement kommen.9) Der Muskel zieht dann am Rabenschnabelfortsatz in der Schulter und erhöht den Druck im Gewebe der Schulter insgesamt. Die Sehne unter dem Schulterdach hat dadurch nicht genug Platz und wird eingeklemmt. Auch darüber wird dich dein Körper mit Schmerzen alarmieren.

6. Fazit zu Brustmuskel Schmerzen


In unserem Alltag kommt der Brustmuskel wortwörtlich zu kurz: Viel zu oft halten wir die Arme vor dem Körper und viel zu selten schaffen wir einen Ausgleich. Die Folge sind höhere Spannungen im Gewebe, die Schmerzen verursachen können. Betroffene sollten diese Beschwerden als Warnsignal sehen, selbst wenn Herzerkrankungen ärztlich ausgeschlossen wurden. Denn der Körper warnt mit den Schmerzen vor unausgeglichenen Zugkräften im Körper, die auf lange Sicht erhebliche Schäden anrichten können.

Die gute Nachricht für dich: Durch regelmäßige Dehnübungen kannst du das ganz natürlich verhindern – und wieder Elastizität und Länge in Faszien sowie Brustmuskulatur bringen.

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Über diesen Artikel

Roland Liebscher-Bracht

Autor:
Roland Liebscher Bracht
Schmerzspezialist und Spiegel-Bestseller Autor

Mehr über den Autor
Dr. Egbert Ritter, Unfallchirurg und eh. Oberarzt im UKH Salzburg

Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg

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Veröffentlicht am: 21.04.2022 | Letzte Aktualisierung: 25.07.2022

Quellen & Studien

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