Steißbeinschmerzen (Kokzygodynie) – der Exot unter den Wirbelsäulen-Erkrankungen

Sicht von hinten: Ein junger Mann in einer schwarzen Boxershorts fasst sich mit beiden Händen an sein Gesäß. Das Becken mit dem Kreuz- und Steißbein ist grafisch in die Person eingebettet. Das Steißbein ist rot markiert.

© SciePro | shutterstock.com

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Das Sitzen bereitet dir seit Monaten die größten Probleme, weil es ganz unangenehm im Steißbeinbereich zieht und brennt? Nicht mal das teure Sitzkissen macht’s dir leichter? Du grübelst: „Mir kommt auch niemand in den Sinn, an den ich mich wenden könnte, geschweige denn, der so was schon mal hatte.“ Kein Wunder, wenn nämlich von unteren Rückenschmerzen die Rede ist, wird das Steißbein oft vergessen!

Also willst du es genauer wissen und googelst: „Häufigste Ursache sind Traumata … Ja genau, dieser Sturz vor zwei Wochen … volle Kanne auf den Allerwertesten,“ erinnerst du dich. Du liest weiter: „Manchmal liegen Verletzungen dort Jahre zurück, bis Beschwerden auftreten. Okay, hmmm. Schmerzen beim Sitzen, Stuhlgang und Geschlechtsverkehr sind am Typischsten. Seufz, meine Geschichte. Chirotherapie … Physiotherapie … Osteopathie … Spritzen und Medikamente sowie Operationen?“ Beunruhigt verlagerst du dein Gewicht von einer Po-Backe auf die andere und willst Google schon schließen, als dich plötzlich ein Gedanke beschleicht: „Und wenn was gebrochen ist?“

Keine Bange: In diesem Artikel bekommst du schnelle Hilfe zur Selbsthilfe

Kokzygodynie – so das charmante Fachwort für die seltene Rücken-Krankheit im Bereich des Steißbeins – ist schmerzhaft, aber deswegen muss nichts gebrochen sein! Nur selten rühren die Schmerzen direkt vom Steißbein her, sondern viel eher von muskulär-faszialen Überspannungen und Verklebungen im Becken. Aufwendig – ganz zu schweigen von teuer – muss eine Therapie auch nicht sein. Und Operationen ziehen Mediziner ohnehin nur als letzte Lösung in Betracht. Aber von nichts kommt auch keine Schmerzfreiheit: Zum Schluss zeigen wir dir darum unsere besten Übungen gegen deine Steißbeinschmerzen.

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1. Das Steißbein im Überblick


Kurz & knapp

  • Das Steißbein ist der unterste von fünf Wirbelsäulen-Abschnitten. Es gilt als Überbleibsel der Schwanzwirbel von Wirbeltieren, die sich im Laufe der menschlichen Entwicklung zurückgebildet haben.
  • Zahlreiche Muskeln, Sehnen und Bänder des Beckens sind am Steißbein befestigt.

Was es mit diesen Muskeln bei Steißbeinschmerzen auf sich hat, erklären wir dir im nächsten Kapitel. Darin geht’s nämlich um die Ursachen.

Das Steißbein (lateinisch: coccyx, medizinisch.: Os coccygis) stellt den letzten Wirbelsäulen-Abschnitt unterhalb der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein dar. Mit dem Kreuzbein ist es über ein Gelenk verbunden, das Sakrokokzygeal-Gelenk (Kreuz-Steißbein-Gelenk). Genau wie das Kreuzbein, weist das Steißbein im Unterschied zur Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule keine freien Wirbel auf. Bei diesem Knochensegment sind nämlich meistens vier, manchmal auch drei oder fünf Wirbel miteinander verwachsen. Dadurch ist es unbeweglich, wenn wir gehen oder stehen. Im Sitzen dagegen bewegt sich das Steißbein minimal vorwärts und rückwärts. Diese Flexibilität rührt daher, weil die einzelnen Wirbel trotz ihres Verwachsenseins mehrere Gelenkverbindungen eingehen. Diese nennen sich Interkokzygeal-Gelenke.

Dreiecksförmig, länglich und mit der Spitze nach unten gerichtet, biegt sich das Steißbein leicht nach vorne. Evolutionsgeschichtlich handelt es sich dabei um das Überbleibsel eines Schwanzes. Dem Menschen dient das Steißbein heute1) 

  • der Schockabsorption (beispielsweise dem Abfedern von Stürzen),
  • dem Tragen des Körpergewichts beim Sitzen,
3D-Illustration des Steißbeins, das rot in eine seitlich gezeigte mittlere Körperpartie eingezeichnet ist

© SciePro | shutterstock.com

  • als „Verbindungspunkt“ des auslaufenden Rückenmarks mit der Knochenhaut der Steißbeinwirbel und der umliegenden Bänder. Die Verbindung gelingt über die eng anliegende, schützende Rückenmarkshaut (Dura mater).
  • Außerdem bietet das Steißbein den Ansatz für zahlreiche Muskeln, fasziale Bänder und Sehnen des Beckens, insbesondere des Beckenbodens.
Grafische Darstellung eines Beckens mit Beschriftung

© Jinnicha | shutterstock.com (bearbeitet)

Das Becken besteht aus einem knöchernen und einem muskulären Teil. Den Knochen-Part kannst du dir dank des

  • Darmbeins wie eine Schaufel (daher auch Beckenschaufel) vorstellen, die sich aus
  • zwei Hüftbeinen links und rechts zusammensetzt.
  • Ein Hüftbein besteht dabei aus eben diesem Darmbein, nach vorne verlaufend dem Schambein und darunter liegend dem Sitzbein mit den runden Höckern, auf denen wir sitzen.
  • An den Hüftbeinen befindet sich auch die Hüftpfanne für das Hüftgelenk.
  • Zusammengehalten werden beide Hüftbeine mittig von dem Kreuzbein.
  • Ihre „Kontaktflächen“ bilden das Iliosakralgelenk.
  • So kannst du dir deine Wirbelsäule wie einen Schaufelstiel vorstellen. Vorne finden die Becken-Hälften über die Schambeinfuge zusammen.

Den Verschluss des Beckens stellt der Beckenboden dar. Dabei handelt es sich um eine kompakte Gewebe-Schicht, die vom Steißbein bis nach vorne zum Schambein und links wie rechts zu den Sitzbeinhöckern verläuft. Zwei Muskel-Platten bilden diesen Boden:

  1. Diaphragma pelvis: Diese Platte besteht aus dem dreiteiligen Musculus levator ani (M. puborectalis, M. pubococcygeus und M. iliococcygeus) sowie dem Musculus coccygeus. Der Musculus Piriformis – ein birnenförmiger Gesäßmuskel – verstärkt den Beckenboden zusätzlich. Mithilfe dieser Muskel-Schicht können wir den Anus heben und schließen.
    Das Diaphragma pelvis hat außerdem bestimmte Öffnungen, durch die das Rektum, die Harnröhre und bei der Frau die Vagina den Beckenboden durchtreten.
Grafische Darstellung des weiblichen Beckens. Ansicht von oben der Beckenboden-Muskulatur.

© Jinnicha | shutterstock.com (bearbeitet)

  1. Diaphragma urogenitale: Dieses Diaphragma liegt unterhalb des Diaphragma pelvis und besteht aus zwei Muskeln und zwei Faszien. Es weist unter anderem die Schließmuskeln für die Harnblase auf.

Die Beckenboden-Muskulatur dient also insgesamt dem Verschließen von Anus, Harnröhre und Vagina und stabilisiert zudem die Lage folgender Organe im (kleinen) Becken: 

  • Rektum und Analkanal,
  • Harnblase,
  • weibliche Geschlechtsorgane: Gebärmutter (Uterus), Eierstöcke, Eileiter, Vagina,
  • männliche Geschlechtsorgane: Prostata, Bläschendrüse, Samenleiter.

Die Begrenzung zum Bauchraum stellt das große Becken dar. Der Bauchraum und das Steißbein sind jedoch über Faszien miteinander verbunden. Dadurch können sich reaktive Zusammenhänge zwischen dem Beckenboden und dem Unterbauch ergeben. Das merkst du, wenn du den unteren Bauch anspannst und der Beckenboden nachzieht. Gleiches gilt für die Atmung: Atmest du im Stehen ein, blähen sich beide Regionen auf. Atmest du aus, ziehen sich beide wieder zusammen.

Eine ganz bestimmte Haut verbindet den Bauchraum mit der Beckenhöhle. Besser bekannt als Bauchfell, trennt es die Räume zwar ab, ist jedoch flexibel genug, damit sich ihre jeweiligen Organe bei der Atmung gegeneinander verschieben können. Dann drücken sich Organe der Beckenhöhle (wie Abschnitte des Rektums, Uterus und Eierstöcke) in den Unterbauch.2)

So kann die Ursache für Steißbeinschmerzen unter anderem in Muskelverspannungen im Bauch liegen und diese können sich ebenfalls auf die Harn- und Geschlechtsorgane (Urogenitalien) auswirken.

Definition „Steißbeinschmerzen“

„Als Kokzygodynie [lateinisch: Coccygodynia] werden ziehende oder stechende, [zum Teil] lang anhaltende Schmerzen am Steißbein selbst oder in unmittelbarer Nachbarschaft bezeichnet, die sich beim Sitzen, sich Hinsetzen, Aufstehen oder [dem Stuhlgang] verstärken, also vorzugsweise dann, wenn Kräfte auf das Steißbein einwirken.“3) Eine alternative Schreibweise ist Coccygodynie, synonym wird auch der Begriff Steißbeinneuralgie verwendet.

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2. Ursache der Steißbeinschmerzen


Kurz & knapp

  • Das Steißbein ist mehr als ein kleiner Stummel der Wirbelsäule. Weil an ihm ein komplexes und von feinen Nerven durchwobenes muskulär-fasziales Gewebe mit den Beckenorganen hängt, können Schmerzen dort vielschichtige Ursachen haben: organische, gynäkologische, muskuläre oder gar psychosomatische.
  • Mediziner diagnostizieren überwiegend traumatische Kokzygodynien als idiopathische, bei denen die Ursache der Schmerzen also unklar ist.4)
  • In den meisten Fällen ist das Steißbein nicht direkt betroffen. Die häufigste Ursache sind nämlich muskulär-fasziale Überspannungen im umliegenden Gewebe des Steißbeins wie am Beckenboden, an der Hüfte, dem Gesäß oder Bauch.
  • Muskelverspannungen und fasziale Verklebungen durch Hämatome (größere Blutergüsse) können auch nach Traumata als ausgleichende Reaktion Jahre später Steißbeinschmerzen auslösen.

Genauso vielseitig wie die Ursachen können die Symptome sein. Welche das sind, erfährst du im nächsten Kapitel „Symptome einer Kokzygodynie“.

2.1 Traumatische Ursachen

Traumata, das sind Verletzungen durch Gewalteinwirkung, infolgedessen es zu Prellungen, Verstauchungen, blauen Flecken und Brüchen kommen kann. Dabei kann es sich sowohl um äußere als auch innere Krafteinflüsse handeln. Die Verletzungen können von Unfällen, Stürzen, Operationen (zum Beispiel Dammschnitt, Prostata-OP, Rektoskopie) oder auch Tritten stammen. Eine innere Verletzung am Steißbein verursacht zum Beispiel mitunter die Geburt eines Kindes.

Übrigens: Bei geringfügigen Gewebeschäden sprechen Mediziner von Mikrotraumata. Charakteristisch für sie ist, dass eine schädigende Wirkung über einen langen Zeitraum entsteht. Das ist im Falle von Steißbeinschmerzen durch falsche Sitz-Positionen, häufigem Sitzen oder Radfahren möglich.

Solche traumatischen Ereignisse müssen jedoch nicht immer einen Steißbein-Bruch (Frakturen) zur Folge haben, weil das Steißbein bis zu einem gewissen Grad flexibel ist.

Sehr wohl können diese Schadenseinwirkungen jedoch dazu führen, dass sich das Steißbein fehlerhaft verstellt. Eine der häufigsten Fehlstellungen besteht in der Überbeweglichkeit des Steißbeins

Formabweichungen & Fehlstellungen des Steißbeins

Statt Frakturen, stellen Fachärzte und Orthopäden also viel häufiger sogenannte

  • Subluxationen bei Betroffenen fest. In diesem Fall geht das Steißbein mit dem Kreuzbein eine nur noch unvollständige gelenkige Verbindung ein. Dann kann die Spitze des Steißbeins – von Bändern und Sehnen gehalten – ihre Lage im Gewebe komplett verändern.
  • Seltener noch sind Quetschungen (Kontusionen)
  • und Verrenkungen beziehungsweise komplette Verlagerungen (Luxationen).

In einer Studie konnten Mediziner vier Typen von radiologisch nachgewiesenen Formabweichungen des Steißbeins unterscheiden:5)

Grafische Darstellung von vier möglichen Formveränderungen des Steißbeins

© iliusmedical | shutterstock.com (bearbeitet)

69 Prozent der Teilnehmer mit der Diagnose Kokzygodynie gehörten den Typen zwei bis vier an. Unabhängig davon sind weitere Formabweichungen möglich:

Überbeweglichkeit des Steißbeins

Eine abnorme Beweglichkeit des Steißbeins im Stehen oder Sitzen ist in Röntgen-Untersuchungen gut zu sehen. Diese Überbeweglichkeit gilt mit als der häufigste pathologische Befund bei Patienten mit Steißbeinproblemen (70 Prozent). Ärzte führen das ebenfalls auf eine Verletzung und Überlastung des Steißbeins, unter anderem durch längeres Sitzen, Radfahren, Rudern, Reiten und dergleichen zurück.6)

Schwangerschaft & Geburt

Frauen, meist im mittleren Lebensalter 7), leiden fünfmal häufiger als Männer unter Steißbeinschmerzen. Das liegt auch daran, dass sie die Schwangerschaften austragen. Die Gebärmutter sitzt hinter dem Steißbein, sodass das Baby dagegen drückt – gerade dann, wenn sich das Becken für die Geburt nicht weit genug öffnet. Dies kann zu langen sowie komplizierten Entbindungen mit Steißbein-Prellungen und -Luxationen führen.

Verrenkungen des Steißbeins haben Ärzte in einer Studie zum Thema „Postpartale Kokzygodynie“ bei 44 Prozent der frischgebackenen Mütter entdeckt. „Nur“ fünf Prozent der Frauen hatten Frakturen. Das größte Risiko machen Zangengeburten aus. Sie haben bei der Hälfte der betroffenen Frauen die Steißbeinbeschwerden ausgelöst. Die Schmerzen sind zum Teil direkt nach der Entbindung aufgetreten, sobald die Frauen eine sitzende Position eingenommen hatten.8)

Ob Verrenkungen, Verstauchungen, Prellungen oder doch Brüche – Steißbein-Fehlstellungen und -Verletzungen können sich im weiteren Verlauf negativ auf die Spannungsverhältnisse des Band- und Muskelapparates im Beckenboden auswirken.

2.2 Muskulär-fasziale Überspannungen und Verklebungen im Becken

Traumata und größere Blutergüsse (innerliche wie äußerliche Hämatome) können zu Überspannungen in der Beckenmuskulatur führen, die Faszien verkleben und somit auch noch Jahre später Steißbeinschmerzen verursachen. Wie im „Übersichts-Kapitel“ beschrieben, besteht unser Becken und sein Boden aus einer ganzen Schicht an faszialen Bändern, Muskeln und Sehnen, die am Steißbein zusammenlaufen. Folgerichtig kann es dort zu Muskelverspannungen kommen, die sich auch auf die Knochen auswirken.

Vielleicht ist es dir kaum bewusst, aber wir können über Muskelanspannungen nicht nur die Becken-Organe wie After, Blase und Geschlechtsteile kontrollieren, sondern die Knochen bewusst bewegen. So ist es uns etwa möglich, die Sitzbeinhöcker nach oben oder unten zusammenzuziehen, indem wir die Iliosakralgelenke in Bewegung versetzen. Bestes Beispiel für direkte Auswirkungen von muskulär-faszialen Überspannungen und Verkürzungen auf Knochen ist jedoch der Gelenkverschleiß.

Bei traumatischen Kokzygodynien reagiert der Körper mit Muskelverspannungen im Becken, um die Verlagerungen und/oder Verletzungen des Steißbeins, an dem ja immer noch das Gewebe hängt, auszugleichen. Er versucht damit, die korrekte Lage und Funktion des Beckenbodens sowie der Beckenorgane weiterhin zu gewährleisten.

Das ist bei 80 bis 90 Prozent der Betroffenen der Fall. Die Ursache für Steißbeinschmerzen liegt also meist nicht direkt am Steißbein selbst, sondern bei muskulär-faszialen Überspannungen und Verkürzungen im umliegenden Gewebe. Diese können aber nicht nur durch spezielle traumatische Ereignisse, sondern auch durch Mikrotraumen, falsche Haltungen, einseitige Belastungen und Bewegungsmangel im Alltag entstehen. Sie gehen mitunter sogar von der Hüfte, dem Bauch oder dem Gesäß aus.

Einseitige und mangelnde Bewegung als Haupt-Grund für Steißbeinschmerzen

Wir sind eine Sitz-Gesellschaft. Wir sitzen am Schreibtisch, im Auto, auf der Couch, beim Lesen, Essen, Arbeiten, Spielen, ja sogar im Schlaf mit angewinkelten Beinen und beim Sport – Rudern und Radfahren beispielsweise. Sitzen macht bei Menschen mit Sitzberufen zwei Drittel des Tages aus! Umso schlimmer, wenn uns dabei auch noch Schmerzen im Steißbeinbereich plagen.

Dann wird den meisten nämlich klar, dass sie nicht einfach auf einem großen Gesäßmuskel, dem Piriformis sitzen, sondern auf dem vorderen Beckenboden, den Sitzbeinhöckern und dem Steißbein sowie auf dem oberen Teil ihrer Oberschenkel. Radfahrer sitzen zum Beispiel nur auf dem Beckenboden.

Das Fatale ist jedoch, dass aus zu vielem Sitzen einseitige muskuläre Belastungen an unserem Muskel-Skelett-System resultieren, die gerade unser Rücken ausbaden muss:

→ Von vorne ziehen verkürzte Muskeln in Brust, Bauch und Beinen deinen Rumpf nach vorne, während deine Rückenstrecker gegen den Zug nach vorne anspannen. So hältst du dich im Alltag mehr schlecht als recht aufrecht.

→ Ohne Ausgleich durch abwechslungsreiche Bewegung werden deine Muskeln und Faszien mit der Zeit immer unflexibler. Der Druck auf deine Wirbel, Gelenke und Bandscheiben und auch im Bereich des Beckens auf das Steißbein erhöht sich zunehmend.

→ Die Folge können Bandscheibenvorfälle sowie Hexenschüsse und im Bereich des Beckens untere Rückenschmerzen, Hüftschmerzen, Gesäß-Schmerzen, Schmerzen am Iliosakralgelenk sowie Verschleiß am Sakrokokzygeal- und Interkokzygeal-Gelenk sein.

Ansicht von hinten: Ein Rennradfahrer sitzt auf seinem Sattel. Sein Becken und die untere Wirbelsäule sind eingeblendet. Sie sind rot als schmerzende Bereiche markiert.

© Monika Wisniewska | shutterstock.com

Das empfindliche Steißbein

All diese Schmerz-Erscheinungen im und rund um das Becken können also auf muskulär-fasziale Überspannungen und Verkürzungen aufgrund mangelnder und einseitiger Bewegung zurückzuführen sein. 

Wichtig ist es daher, die Schmerzen als Alarmsignale zu begreifen. Unser Körper verfügt an den Knochen über sogenannte Schmerz-Rezeptoren, mit denen er sehr gut die muskulären Spannungsverhältnisse am Beckenboden messen kann. So auch am empfindlichen Steißbein.

Dass das Steißbein so schmerzen kann, liegt daran, dass es nur von einer sehr dünnen Knochenhaut überzogen ist. Schmerzreize durch Muskel-Überspannungen werden deshalb stärker und schneller von den freien Nervenenden an das Gehirn übermittelt. Liegen dann auch noch Reizungen der Nerven vor, bringt oftmals auch kein weicher Sitzring die erhoffte Entlastung.

2.3 Idiopathische Kokzygodynie

Bei rund 30 Prozent der Patienten mit Kokzygodynien tun sich Mediziner schwer, die Ursache für die Beschwerden festzustellen. In diesem Fall gelten sie als idiopathisch.9) Inzwischen gibt es jedoch einzelne Forschungsarbeiten, die diesem „Mysterium“ auf den Grund gegangen sind und mögliche Gründe gefunden haben:10)

→ Das Steißbein kann auch nichttraumatisch in seiner Beweglichkeit gehemmt und in einer abgewinkelten Position blockiert sein.11) Somit finden sich hier ebenfalls Formveränderungen wie eine Überbeweglichkeit des Steißbeins.

Tumore können in sehr seltenen Fällen für die Schmerzen verantwortlich sein.

→ Gelegentlich gilt Kokzygodynie als psychosomatische Erkrankung. Vor allem Depressionen und psychische Störungen können sie auslösen.

→ Auch rheumatische Ursachen kommen bei idiopathischen Steißbeinschmerzen infrage. Auffallend oft leiden Patienten mit Morbus Bechterew darunter.

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3. Symptome von Steißbeinschmerzen


Kurz & knapp

  • Typisch sind Schmerzen beim Sitzen, Aufstehen, Hinsetzen, Stuhlgang sowie Geschlechtsverkehr.
  • Sie werden oft als ziehend, stechend und brennend beschrieben und können in die Anal-, Kreuzbein-, Lendenwirbelsäulen- sowie Hüftregion ausstrahlen.
  • Beschwerden können Tage, Wochen und sogar Monate andauern.
  • Charakteristisch bei traumatischen Kokzygodynien sind Latenzzeiten, bei denen zwischen dem Trauma und dem Eintreten der Schmerzen ein zeitlicher Abstand liegt.

Wer bei einem gebrochenen Steißbein an einen mit viel Liebe und jeder Menge Genesungswünsche gestalteten Gips rund um den Po denkt, ist schief gewickelt. Wie die herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten wirklich aussehen, liest du im nächsten Kapitel nach.

Klassische Symptome bei einer Kokzygodynie sind Schmerzen unterhalb des Kreuzbeins und oberhalb des Anus. Sie werden im Sitzen oder beim Übergang vom Sitzen zum Stehen schlimmer12) und lösen ein ziehendes und stechendes, aber auch brennendes Gefühl im Bereich des Steißbeins aus. Allerdings müssen sie sich nicht auf das Steißbein beschränken, sondern können auch in die umliegenden Strukturen des Beckens, der Hüfte und des unteren Rückens ausstrahlen.

Durch eine körperliche Untersuchung können typischerweise beim Abtasten oder Bewegen des Steißbeins über den Darm die Schmerzen ausgelöst werden.

Es muss kein Zusammenhang zwischen nachgewiesenen Schäden durch bildgebende Verfahren (Röntgenaufnahmen, MRT) und der Intensität der Schmerzen bestehen. Außerdem vergehen zwischen einem traumatischen Ereignis als Ursache der Steißbeinschmerzen und dem Auftreten der spezifischen Schmerz-Symptomatik manchmal mehrere Jahre.13) Bei Frauen kann das zum Beispiel auch lange nach der Entbindung der Fall sein.

Ein Mann fasst sich an sein Gesäß, in seiner rechten Hand hält er eine Rolle Toilettenpapier.

© PannrayS | shutterstock.com

Da es muskuläre und organische Kopplungen zwischen Beckenboden, Becken und Unterbauch gibt, können Steißbeinschmerzen mit organischen Dysfunktionen einhergehen. Solche urogenitalen Beschwerden sind:

  • Blasenschmerzen,
  • Probleme beim Harnlassen und Stuhlgang bis hin zur Inkontinenz sowie
  • Probleme mit der Erektion und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Des Weiteren kann infolge von Muskel-Überspannungen die arterielle und venöse Versorgung des Beckengewebes beeinträchtigt sein. Es kann darum zu Venenstauungen und Krampfadern sowie Hämorrhoiden kommen.

Überspannungen durch Verstauchungen des Kreuz-Steißbein-Gelenks können eine Fehlstatik des Beckens und Fehlhaltungen des gesamten Körpers bewirken. Der Rest der Wirbelsäule kann an Stabilität verlieren und ein blockiertes Iliosakralgelenk zu Innen- und Außenrotationen des Beckens führen, was sich in der Ausrichtung der Beine bemerkbar machen kann.

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4. Behandlung von Steißbeinschmerzen


Kurz & knapp

  • Schmerz-Linderung schaffen im ersten Moment Sitzkissen und Medikamente. An der Ursache, nämlich den muskulär-faszialen Überspannungen und Verkürzungen durch einseitige Bewegungen, ändern sie allerdings nichts.
  • Zur Muskelentspannung helfen ergänzend Wärme-Therapien und Faszien-Rollmassagen.
  • Operationen (Coccygectomie) kommen selten und nur dann in Betracht, wenn konservative Therapien nicht anschlagen.

Willst du die eigentliche Ursache für deine Steißbeinschmerzen in Angriff nehmen und deine Beschwerden dauerhaft lindern? Mit unseren Schmerzfrei-Dehnübungen brauchst du keine Sitzkissen, Spritzen & Co., sondern durchbrichst dein alltägliches Sitz-Prozedere und löst so deine muskulären Überspannungen.

Pssst … und vergiss nicht, einen Blick in unseren Ratgeber bei Steißbeinschmerzen zu werfen – für noch mehr kostenfreie Übungen und eine schnelle Besserung.

4.1 Symptomatische Behandlungen

Was dir wohl als Erstes einfällt, wenn du Schmerzen beim Sitzen hast? Natürlich das …

Sitzkissen

Der orthopädische Klassiker, wenn das Steißbein schmerzt, ist das Sitzkissen. Dieses Hilfsmittel gibt es in vielen ergonomischen Formen: als Sitzkeil – ähnlich wie ein breitflächiger Türstopper–, Sitzring – man denke da an einen Donut – oder spezielle Gelkissen mit Aussparungen zur Druck-Entlastung des Steiß- und Kreuzbeins. Derlei Kissen sollen ein weiches, entspanntes Sitzen sowie eine gesunde Haltung auf dem Bürostuhl ermöglichen und somit Verspannungen und Rückenschmerzen vorbeugen.

Doch gerade chronische Schmerzpatienten wissen: Irgendwann hilft auch keine weiche Sitzunterlage mehr. Gerade wenn die Nerven der Knochenhaut am empfindlichen Steißbein gereizt sind, ist es egal, ob der Beckenboden federnde Druck-Kräfte oder die von einem harten Untergrund wie von Stühlen oder Böden abfangen muss. 

Hinzu kommt: Sitzkissen lindern höchstens deine Symptome, beseitigen aber nicht die eigentliche Ursache deiner Steißbeinschmerzen.

Ein ergonomisches Sitzkissen aus Gel und mit hufeisenförmiger Aussparung hinten liegt auf einem grauen Bürostuhl.

© David Tonelson | shutterstock.com

Medikamente

Der Allrounder bei der Schmerzbekämpfung in der herkömmlichen Medizin sind Schmerzmittel. Das können bei diagnostizierter Kokzygodynie Tabletten, Spritzen oder Betäubungsmittel sein:

Anwendungen von Lokalanästhetika (Betäubungsmittel zum Teil mit Kortikosteroiden) in den Gelenkspalt von Kreuz- und Steißbein zeigten bei Entzündungen mitunter gute Ergebnisse. Bei Reizungen werden die Nerven und damit die Schmerz-Weiterleitung des zentralen Nervensystems durch eine sogenannte Denervierung blockiert. Weiterhin verabreichen Fachärzte bei Kokzygodynie auch Analgetika, Antirheumatika, Spasmolytika bei Krämpfen und Sedativa zur Beruhigung. Heißt die Diagnose „idiopathische, psychische Kokzygodynie“, haben Patienten Antidepressiva schon mit Erfolg angewandt.14)

Vorrangiges Ziel der Medikamenten-Behandlung ist allerdings nur die Linderung der Beschwerden. Das kann hilfreich sein, um den Teufelskreis überhaupt erst mal zu durchbrechen und danach die eigentliche Ursachen-Bekämpfung in Angriff zu nehmen. Denn wirklich langfristig helfen Betäubungsmittel, Medikamente und dergleichen nicht.

Solange die muskulären Überspannungen im Beckenboden anhalten, weil du nichts an deinem einseitigen Bewegungsverhalten – Stichwort Sitzgesellschaft –, änderst, können auch die Schmerzen im Bereich des Steißbeins wiederkehren.

Einen wesentlich besseren und gesünderen Effekt zur symptomatischen Behandlung, da ohne Risiko und Nebenwirkungen, leisten dagegen physikalische Maßnahmen.

Wärme-Therapien

Ein Mann sitzt in einer Badewanne. Er genießt die Wärme, lehnt sich an und hält die Augen geschlossen.

© Merpics | shutterstock.com

Sitzbäder, Fangopackungen aus vulkanischem Mineralschlamm sowie Massagen regen den Stoffwechsel an und fördern die Durchblutung. Wärme lockert nämlich das Bindegewebe sowie die Muskeln. Das wiederum unterstützt und erleichtert die Versorgung des Gewebes mit Nährstoffen.

Gezielter gelingt dir das mit Faszien-Rollmassagen an Po, Bauch, Becken und Oberschenkeln, wie wir sie dir im Übungs-Kapitel und Ratgeber zeigen.

Weil du mit den Faszienrollen deine Zwischenzellflüssigkeit direkt anschiebst, beförderst du zellulären Abfall, Nahrungsreste, die der Körper nicht verwerten kann und sogar giftige Substanzen durch die Kapillaren und Lymphgefäße. So können sie den Körper über die Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane verlassen. Ganz nebenbei schaffst du natürlich genau dort Platz für frische Nährstoffe, wo sie dein Körper dringend benötigt.

4.2 Chirurgische Maßnahmen

Nicht die erste Wahl bei der Schmerz-Behandlung sollten operative Eingriffe sein, vor allem, wenn konservative Therapien Verspannungen sehr gut lösen können, um das Steißbein von muskulärem Druck zu entlasten. Sind jedoch alle Maßnahmen ausgeschöpft, ist eine Kokzygektomie (alternative Schreibweise: Coccygectomie) möglich. Bei ihr findet eine vollständige Entfernung des Steißbeins oder einzelner Knochensegmente statt.

So ein Eingriff bewirkt in 75 Prozent der Fälle eine deutliche Schmerz-Linderung, gerade bei Patienten, bei denen Traumata ursächlich sind.15) Das sollte kaum verwundern, wenn einfach der Teil im Körper, an dem der Schmerz sitzt, samt Schmerz-Rezeptoren entfernt wird. Demnach hat eine Operation eine ähnliche Funktion wie Medikamente und Nervenblockaden: Schmerzen werden bloß betäubt und ignoriert, indem ein wesentlicher Knochenteil unserer Wirbelsäule entnommen wird. Außerdem ändert eine Operation nichts an möglichen Muskelverspannungen, die sich schließlich ja auch in Schmerzen der umliegenden Strukturen des Beckens (zum Beispiel in Hüftschmerzen) äußern können.

Erinnere dich daran: Schmerzen am Steißbein sind lediglich Warnhinweise unseres Körpers, die meistens nur auf das muskuläre Missverhältnis im Becken aufmerksam machen.

Zudem gehen Patienten mit einer Operation das Risiko einer schlechten Wundheilung ein. Wundheilungsstörungen durch mangelnde Hygiene sind gerade an der problematischen Gesäßfalte durch die Ansammlung von Schweiß, das Aneinanderreiben der Hautbereiche und die Nähe zum After keine Seltenheit. Dadurch verlängert sich für viele Betroffene zunächst einmal die Tortur am Po.

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Die besten Übungen und Tipps bei Steißbeinschmerzen

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5. Übungen gegen Steißbeinschmerzen


Leg deinen Sitzkeil beiseite und rolle deine Übungsmatte aus. In den nächsten Minuten nehmen wir uns deine muskulär-faszialen Überspannungen und Verkürzungen im Becken und Beckenboden vor. Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht zeigt dir, wie es geht. Schließlich hat er schon mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Behandlung von Schmerzpatienten – erfolgreich, ganz ohne Medikamente und Operationen.

→ Zuerst bekommst du zwei Dehnübungen. Wir sprechen von Engpassdehnungen, da wir mit unseren Übungen in genau die Bereiche und Winkel unseres Körpers vordringen, die wir in unserem alltäglichen Bewegungsverhalten meistens vernachlässigen.

→ Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, zeigen wir dir auch gleich zwei Faszien-Rollmassagen. Mit ihnen förderst du die Durchblutung und schiebst die Zwischenzellflüssigkeit an. So sorgst du dafür, dass wirklich alle wichtigen Nährstoffe in die Zellen gelangen.

→ Für noch mehr Engpass-Dehnübungen und eine weitere Faszien-Rollmassage lade dir unseren kostenfreien Ratgeber herunter. Darin enthalten ist zusätzlich eine kleine Kostprobe unserer Light-Osteopressur. Mit ihr musst du nur einen bestimmten Knochenpunkt drücken, um deine Muskel-Überspannungen herunterzufahren. Meist klappt das bereits nach wenigen Minuten.

Bevor es zu den Übungen geht: Dieser Tipp ist Gold wert!

Du weißt bereits, Beckenboden und Bauch sind eng miteinander verbunden. Wenn du tief einatmest, blähen sich dein Bauch und die Beckenhöhle auf. In deinem Körperinnern tut sich Folgendes: Dein Zwerchfell, das wie eine Kuppel entlang der unteren Rippen sitzt, senkt sich nach unten und schafft so oben im Brustraum Platz für die sich aufblähenden Lungenflügel. Nach unten erzeugt es in diesem Moment Druck auf die Organe der Bauch- und Beckenhöhle.

Das hat einen positiven Effekt auf deine Unterbauch- und Beckenbodenmuskulatur – sie wird aufgedehnt!

Nutze diesen Vorteil, während du die Übungen machst, und atme immer tief ein und wieder aus, um deine Muskeln und Faszien zusätzlich zu flexibilisieren und deine Dehnung zu steigern.

Grafische Darstellung der Ein- und Ausatmung: Eine Frau steht seitlich und man sieht mittels blauer Pfeile bei der Einatmung, wie die Luft in die Lungenflügel strömt, während das Zwerchfell nach unten geht, deutlich gemacht durch einen roten Richtungspfeil. Das Gleiche bei der Ausatmung: Luft strömt aus der Lunge aus. Das macht ein blauer Richtungspfeil aus dem Mund deutlich. Das Zwerchfell, mit einem roten Pfeil nach oben hervorgehoben, bewegt sich nach oben in die Brusthöhle.

© NoPainNoGain | shutterstock.com (bearbeitet)

5.1 Engpass-Dehnübungen

Roland Liebscher-Bracht sitzt auf dem Boden. Sein rechtes Bein ist nach vorne im rechten Winkel angelegt, während sein linkes Bein nach hinten ausgestreckt liegt. Seine Hüfte schwebt. Er stützt sich mit beiden Händen ab, um sich oben zu halten. Oben rechts im Bild ist die Variante zu sehen, wie Roland Liebscher-Bracht sein Bein stärker nach innen angewinkelt hat.

Gesäß & Hüfte aufdehnen

  1. Setze dich auf eine Matte und lege zunächst dein rechtes Bein in einem 90-Grad-Winkel vor dich.
  2. Stütze dich mit deinen Armen auf beiden Seiten ab und strecke dein linkes Bein nach hinten aus. Versuche, dein Knie und den Fußrücken möglichst weit auf den Boden zu drehen.
  3. Jetzt drehe dein Becken so, dass deine linke Leiste und der linke Hüftstachel nach unten in Richtung Boden zeigen. Halte die Position für 30 Sekunden.
  4. Dehnung steigern: Jetzt drücke deinen rechten Fuß und dein linkes Knie zehn Sekunden lang mit viel Kraft gegen den Boden. So kräftigst du deine Muskulatur in der Dehnung. Löse diese Gegenspannung und komme mit deiner linken Beckenseite tiefer in die Dehnung. Gehe nach 30 Sekunden wieder in die Gegenspannung über, anschließend noch tiefer in die Dehnung und wiederhole diesen Schritt danach ein letztes Mal.
  1. Andere Seite: Hast du deine linke Seite gedehnt, wechselst du die Position und legst dein linkes Bein angewinkelt nach vorne sowie das rechte Bein lang gestreckt nach hinten. Jetzt wiederhole den Wechsel aus Dehnung und Gegenspannung auch hier dreimal.
  2. Schlussposition: Begib dich in die Rückenlage. Winkle erst dein rechtes Bein nach oben an und ziehe dein rechtes Knie zu deiner rechten Schulter. Dann wiederholst du das mit deinem linken Bein: Dein linkes Knie zieht zur linken Schulter.

Variante: Bist du schon geübt und deine Hüftmuskulatur ist gut gedehnt, dann kannst du dieselbe Übung machen, mit dem Unterschied, dass du deine Beine vorne um 45 Grad anwinkelst (siehe kleines Bild in der rechten Ecke).

Roland Liebscher-Bracht steht breitbeinig vor einem Tisch. Mit seinen Händen auf dem Tisch stützt er sich ab. Oben rechts im Bild ist die Variante auf dem Boden zu sehen. Die Knie liegen auf dem Boden auf, während sich die Fußflächen berühren und er sich mit ausgestreckten Armen vom Boden abstützt.

Oberschenkel-Innenseiten aufdehnen

  1. Stelle dich aufrecht und ohne ein Hohlkreuz zu bilden vor einen Tisch.
  2. Stütze dich mit deinen Unterarmen darauf ab und spreize deine Beine, indem du deine Füße langsam nach links und rechts bewegst.
  3. Halte die Grätsche für 30 Sekunden.
  4. Dehnung steigern: Versuche, deine Füße wieder zusammenzuziehen. Allerdings bewegst du dich nicht. Halte diese Gegenspannung für zehn Sekunden. Löse sie und gehe mit deinen Füßen für weitere 30 Sekunden auseinander, bevor du die Gegenspannung wiederholst. Insgesamt machst du das dreimal und vergisst dabei bitte die Atmung nicht!
  5. Schlussposition: Lege dich auf deinen Rücken und die Beine wieder weit auseinander – so weit wie möglich für zehn Sekunden. Deine Fußspitzen zeigen nach außen.

Variante: Das gleiche Prinzip steckt auch hinter der Froschposition (siehe kleines Bild in der rechten Ecke).

  1. Begib dich dafür auf alle Viere, deine Knie rutschen nach außen, während sich deine Fußsohlen berühren.
  2. Lasse deine Leisten für 30 Sekunden nach unten durchhängen.
  3. Dehnung steigern: Drücke deine Knie zehn Sekunden lang fest in den Boden, ohne dass sich dein Becken bewegt oder abhebt. Anschließend lässt du deine Leisten weiter nach unten sinken und wiederholst den Gegenspannung-Dehnungs-Wechsel noch zweimal.
  4. Schlussposition: Wieder auf dem Rücken liegend, Fußsohle an Fußsohle, lässt du deine Knie zehn Sekunden lang nach außen fallen. Lasse die Schwerkraft die Dehnung übernehmen.

5.2 Faszien-Rollmassagen

Roland Liebscher-Bracht rollt zuerst mit der Medi-Rolle seine Oberschenkel-Außenseite und danach sein Gesäß.

Becken & Oberschenkel-Außenseite abrollen

  1. Schnappe dir die Medi-Rolle aus dem Faszien-Rollmassage-Set und platziere sie unter deiner rechten Oberschenkel-Außenseite.
  2. Lege dich seitlich hin, stütze dich aber mit deinem rechten Unterarm längs auf dem Boden und zusätzlich mit deinem linken Arm ab. Dein linkes Bein stellst du über das gestreckte rechte Bein.
  3. Jetzt rolle dich sehr langsam nach oben bis zu deinem Becken. Baue dafür möglichst viel Druck auf die Oberschenkel-Seite auf, indem du dein Gewicht nach und nach auf die Faszienrolle verlagerst.
  4. Jetzt drehst du deinen Oberkörper nach oben und stützt deine Arme nach hinten ab, sodass du dein Gesäß mit der Medi-Rolle abrollen kannst.
  5. Wiederhole diesen Übungs-Ablauf mit deiner linken Oberschenkel-Außenseite.
Roland Liebscher-Bracht rollt sich mit der Faszien-Kugel am Gesäß. Ein kleineres Bild in der rechten Ecke zeigt, wie er sich an der Oberschenkel-Innenseite mit der Mini-Kugel rollt.

Gesäß & Oberschenkel-Innenseite abrollen

  1. Als nächstes holst du dir die Medi-Kugel aus unserem Faszien-Rollmassage-Set und setzt dich mit einer Gesäß-Seite auf sie.
  2. Rolle deine Gesäßmuskeln damit in kleinen kreisenden Bewegungen ab. Dein Körpergewicht erzeugt den nötigen Druck, um die Zwischenzellflüssigkeit effektiv anzuschieben.
  3. Wie im kleineren Bild zu sehen, kannst du dich im letzten Schritt auf dein Gesäß setzen.
  4. Stütze dich dabei leicht nach hinten ab und winkle zuerst dein linkes Bein an, um mit der Mini-Kugel die Oberschenkel-Innenseite in kleinen kreisenden Bewegungen abzurollen. Danach wiederholst du dies an deinem rechten Bein.

📌 Checkliste für die Liebscher & Bracht-Übungen

Damit bei unseren Übungen nichts schiefgeht, haben wir die wichtigsten Infos in einer Checkliste zusammengefasst. So hast du alle Tipps auf einen Blick und kannst mit einem guten Gefühl üben.

✅ Orientiere dich immer an deiner persönlichen Schmerzskala von eins bis zehn. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du bei jeder Dehnung auf einer Stufe von acht oder neun arbeitest. Neun bedeutet: Du spürst einen intensiven Schmerz, kannst aber während der Dehnung noch ruhig atmen und musst nicht gegenspannen.

✅ Übe an sechs Tagen pro Woche und führe die Übung mindestens einmal täglich aus. Falls du die entspannenden Reparatur-Vorgänge in deinen Muskeln und Faszien noch besser unterstützen möchtest, kannst du die Wiederholungen auch im 12-Stunden-Rhythmus durchführen: einmal morgens, einmal abends.

✅ Für jeden Übungsschritt solltest du zwei bis zweieinhalb Minuten investieren und mindestens 90 Sekunden in der jeweiligen Dehnung bleiben.

✅ Benutze professionelle Hilfsmittel und keine Billig-Produkte bei der Behandlung deiner Schmerzen. Wenn du hier auf ein mangelhaftes Produkt setzt, kann sich das negativ auswirken. Wir haben bei der Entwicklung unserer Hilfsmittel daher größte Sorgfalt walten lassen und sie speziell zur Schmerz-Behandlung entwickelt.

Verzichte so weit wie möglich auf die Einnahme von Schmerzmitteln. Unsere Übungen nutzen deinen Schmerz als Ausgangspunkt und täglichen Vergleichswert. Du solltest ihn daher nicht künstlich unterdrücken, sondern als Orientierung für die korrekte Übungsdurchführung und Dehnungsintensität einsetzen. Schmerzmittel würden deine Fortschritte nur verfälschen und dir ein unrealistisches Bild deines Schmerzzustands vermitteln.

Sei geduldig — auch wenn schnelle Ergebnisse keine Seltenheit darstellen. Es kann etwas dauern, bis dein Gehirn neue Bewegungsprogramme speichert, sich der Stoffwechsel normalisiert und die Zugkräfte aus Spannung und Gegenspannung zurückgehen.

✅ Sollten die Schmerzen aufgrund der Übungen zunehmen, besteht kein Grund zur Panik. Eine Erstverschlimmerung kann eine normale Reaktion deines Körpers sein. Wenn sich deine gesamte Körperstatik durch regelmäßiges Training verändert, muss sich der Bewegungsapparat erst nach und nach daran anpassen. Geht es dir nach den Übungen aber dauerhaft schlechter statt besser, signalisiert dir dein Körper, dass du es womöglich übertreibst. Pausiere dann einfach für einen oder zwei Tage und/oder verringere bei deinen nächsten Übungseinheiten ein wenig die Intensität, um dich anschließend wieder in kleinen Schritten zu steigern. So führst du deinen Körper schonend an die für dich richtige Acht oder Neun auf der Schmerzskala heran.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei den Übungen!

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