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Rückenschmerzen, ein paar Kilos zu viel oder Treppensteigen fordern dich im Moment stark heraus? Dann spürst du vielleicht schon die ersten Anzeichen eines Bewegungsmangels! Schuld daran ist oft unser Alltag, denn er ist bei den meisten Menschen bestimmt von bewegungsarmen und eher sitzenden Tätigkeiten. Die WHO hat dazu eine alarmierende Studie vorgelegt, das Ergebnis: 42 Prozent der Deutschen bewegen sich nicht genug.1) Und andere Studienergebnisse belegen, Sitzen ist das neue Rauchen und mindestens genauso tödlich. 

Und dabei wissen wir schon längst: Zu wenig Bewegung schadet unserer Gesundheit massiv. Denn zunehmender Bewegungsmangel kann zu gravierenden Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Darum klären wir dich hier über die sechs alarmierendsten gesundheitlichen Folgen von Bewegungsmangel auf:

  1. Folgen bei Kindern
  2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen & Bluthochdruck
  3. Arthrose & Osteoporose
  4. Folgen für die Psyche
  5. Übergewicht & Diabetes
  6. Rückenschmerzen

Trifft eine der genannten Folgen auf dich zu? Wir lassen dich nicht im Stich und leiten dich in den jeweiligen Kapiteln weiter zu den spezifischen Fach-Artikeln, in denen du mehr Hilfe finden kannst. Fehlt dir jedoch lediglich der Antrieb, ausreichend Bewegung in deinen Alltag zu integrieren, und du brauchst zusätzliche Motivation, haben wir noch diese Tipps für dich parat.

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1. Auswirkungen bei Kindern

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Die Folgen von Bewegungsmangel sind längst nicht nur das Problem von Erwachsenen, sondern lassen sich schon bei Kindern feststellen. Bereits im Kindergartenalter kann durch vermehrtes Sitzen und zu wenig körperliche Aktivität die Grundlage für spätere Gesundheitsprobleme gelegt werden. Wenn nämlich nach der Schule das Sofa mit Streaming-Diensten á la Netflix oder Computerspiele wie Fortnite rufen und dann noch eine ungesunde Ernährung dazukommt, können schon Kinder ernsthafte gesundheitliche Folgen entwickeln. Das sind dann zum Beispiel Bluthochdruck und Diabetes, oft in Zusammenhang mit Übergewicht. Das Problem setzt sich fort:

Tendenziell werden sich dicke Kinder auch später wenig bewegen und auch noch als Erwachsene an den Folgen von Bewegungsmangel leiden.

Neben Übergewicht kann Bewegungsmangel außerdem zu motorischen Entwicklungsstörungen und Haltungsschäden – wie einem Rundrücken oder Hohlkreuz – führen. Wenn das Gehirn durch mangelnde Bewegung nicht gut durchblutet wird, kann das außerdem die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Denn gerade Bewegung wirkt sich sehr positiv auf die Lernfähigkeit, Kognition und Konzentration von Kindern aus. Lernen in Bewegung – wie mit einem Laufdiktat – sowie Lernen durch Bewegung – wie Experimente und praktische Anwendungen – befriedigt den kindlichen Bewegungstrieb und ist zugleich gewinnbringend für den Lernprozess.

Du siehst: Ausreichend Bewegung ist ein ganz wesentlicher Faktor für eine positive Entwicklung von Kindesbeinen an.

2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen & Bluthochdruck

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Bewegungsmangel als Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wird oft unterschätzt. Dabei sind sie nach wie vor die häufigsten Todesursachen in Deutschland 2) und viele Todesfälle ließen sich durch ausreichend Bewegung vermeiden. Denn das Herz ist ein Muskel, der wie alle anderen Muskeln und das Organsystem trainiert und gebraucht werden möchte. Zu wenig Bewegung lastet das Herz nicht angemessen aus und der Herzmuskel verliert an Leistungsfähigkeit.

Anhaltender Bewegungsmangel führt insgesamt dazu, dass der Kreislauf heruntergefahren wird. Damit einher geht ein erhöhter Blutdruck, der wiederum einer der großen Risikofaktoren für Herzinfarkte oder Schlaganfälle sind.

Bewegung ist die beste Art, sein Herz zu schützen und den Gefäßen etwas Gutes zu tun. Moderate, aber regelmäßige Bewegung senkt den Blutdruck deutlich.

Nach einem Herzinfarkt oder bei einer koronaren Herzkrankheit soll und darf man mit ärztlicher Absprache regelmäßig aktiv sein, um so sein Herz zu stärken.

3.  Arthrose & Osteoporose

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Unter zu wenig Bewegung leidet letztendlich unser gesamter Bewegungsapparat, insbesondere unsere Gelenke, die Bewegung erst ermöglichen. Hier gilt im wahrsten Sinne: Wer rastet, der rostet! Denn mangelnde Bewegung bedeutet gleichzeitig auch eine mangelhafte Ernährung des Knorpels.

Dieser braucht eine regelmäßige und – ganz wichtig – vielseitige Bewegung, um ausreichend mit frischen Nährstoffen gefüttert werden zu können. Während Knochen durch die Blutgefäße versorgt sind, passiert das beim Knorpel passiv durch die Gelenkflüssigkeit. Damit das klappt, ist dessen abwechselnde Be- und Entlastung notwendig. So entsteht nämlich eine Pumpbewegung, durch die Nährstoffe in den Knorpel gelangen. Außerdem werden verbrauchte Stoffwechselprodukte aus dem Gelenk abtransportiert. Vereinfacht gesagt schmiert man mit Bewegung die Gelenke. Wenn der Knorpel zu lange unterernährt ist, bildet er sich zurück. Die Folge dieses Verschleißes sind dann oft Arthrose und damit zusammenhängende Schmerzen.

Bewegungsmangel wirkt sich außerdem auf die Beschaffenheit und Stabilität der Knochen aus. Wenn die Knochen nicht beansprucht werden, verlieren sie an Dichte und werden anfälliger für Schäden: Osteoporose droht. Bei dieser Knochenkrankheit baut sich Knochensubstanz ab und das ganze Skelett wird anfällig für Brüche. Erst bei Bewegung werden die Zellen in den Knochen aktiviert, um die Substanz wieder aufzubauen.

 

4. Folgen für die Psyche

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Bei den gesundheitlichen Folgen von Bewegungsmangel geht es nicht nur um die körperlichen Auswirkungen. Bewegung ist nämlich wichtig für unser gesamtes Wohlbefinden, also auch für unsere psychische Gesundheit. Fehlt körperliche Aktivität, dann bleiben auch durch Bewegung ausgelöste positive Stimuli weg. Auf lange Sicht kann das zu Antriebslosigkeit, depressiven Verstimmungen und Ängsten führen. Besonders vorbelastete Menschen, deren mentale Gesundheit schon angeschlagen ist, sind für weitere psychische Folgen von Bewegungsmangel anfällig. Ist man mal in so einem Loch, kann es erst recht schwer sein, sich zu Aktivitäten zu motivieren. Warum du dich aber gerade dann bewegen solltest? Darum:

Durch Bewegung baut unser Körper Stresshormone ab. Gleichzeitig werden Glückshormone ausgeschüttet, die uns ein zufriedenes Gefühl schenken.

Bei akuter Anstrengung schüttet unser Gehirn in bestimmten Bereichen Dopamin und Serotonin aus. Diese Neurotransmitter sorgen zum einen für einen gesteigerten Antrieb, Tatendrang aber auch für eine stabile Psyche, Gelassenheit und geringere Empfindung von Ängsten, Sorgen und Aggressionen. Durch Bewegung lernen wir also, besser mit Stress jeglicher Art umzugehen.

Regelmäßige Bewegung gepaart mit einer gesunden, vorzugsweise pflanzlichen Ernährung, – denn der Darm steht im Austausch mit dem Gehirn –, stabilisieren die Konzentration dieser Glückshormone. Du profitierst also nachhaltig von mehr Zufriedenheit. Bewegst du dich außerdem an sonnigen Tagen an der frischen Luft, unterstützt du die Aufnahme des wichtigen Vitamin D.

Keine Sorge: Dafür brauchst du keinen strengen Trainingsplan, der dich nur zusätzlich unter Druck setzt. Lerne lieber, wie wohltuend regelmäßige Bewegung für dein gesamtes System ist. Sie hilft dir dabei, dich zu entspannen und aufgestaute Spannungen im muskulär-faszialen Gewebe herunterzufahren. So wirkst du auch noch körperlichen Schmerzen aktiv entgegen.

5. Übergewicht & Diabetes

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Unsere Körper sind eigentlich dafür gemacht, aktiv zu sein und in Bewegung zu bleiben. Nun jagen wir in unserer modernen westlichen Welt schon lange nicht mehr stundenlang durch die Natur, um uns Nahrung zu beschaffen. Stattdessen verbringen wir nicht nur die Arbeit, sondern auch die Freizeit meistens im Sitzen, denn Nahrung gibt es im Überfluss und ist ständig verfügbar. Klar ist das bequem, aber auf Dauer ist diese Kombi gefährlich für unsere Gesundheit.

Wenn wir uns immer weniger bewegen, verändert sich nämlich auch der Energiebedarf unseres Körpers. Wir brauchen schlichtweg eine Nahrung, die uns mit einer angemessenen Menge an Energie versorgt und unseren Bedarf deckt – nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. Essen wir andauernd und mehr, als wir eigentlich benötigen, kommt es zu einem Ungleichgewicht: Durch einen Bewegungsmangel verbrennen wir die angefütterte Energie gar nicht. Die Folgen reichen von ein paar wenigen Kilos mehr auf der Hüfte über starkes Übergewicht bis hin zu Adipositas. Gerade Letzteres birgt einige gesundheitliche Risiken.

Um abzunehmen, versuchen es Betroffene mit Diäten wie Low Carb, die jedoch langfristig nichts bringen. Denn viele vergessen oft, dass Bewegung für einen gesunden Stoffwechsel entscheidend ist. Denn ein Bewegungsmangel kann sogar das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen, wie eine Studie zeigt.3) Das ist für Diabetes-Patienten wiederum ein höheres Sterbe-Risiko als das Übergewicht an sich.

Gleichzeitig belegt die Studie aber auch, dass schon ein geringes Maß an Bewegung die Gesundheit positiv beeinflusst, etwa häufigeres Zufußgehen im Alltag. Um gegen Übergewicht und damit einhergehende Erkrankungen langfristig etwas zu tun, ist neben der richtigen Ernährung vor allem regelmäßige körperliche Aktivität wichtig. Bewegungsmangel und ständiges Sitzen können auch zu Verdauungsproblemen, wie Verstopfungen führen. Deshalb freut sich auch der Darm über Bewegung: Wenn wir uns bewegen, wird die Durchblutung des Darms verbessert und die Verdauung wird angekurbelt

 

6. Rückenschmerzen

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Wenn du bei der Arbeit stundenlang am Schreibtisch sitzt, dann kennst du dieses Gefühl bestimmt: Es zieht im Rücken bis hoch in den Nacken, der sich dann bald bretthart anfühlt. Fast jeder Mensch hat im Laufe des Lebens mit Rückenschmerzen zu kämpfen, viele fürchten sogar einen Bandscheibenvorfall. Anders als gedacht, ist der Grund für die Schmerzen aber nicht eine Abnutzung oder Überbelastung der Gelenke:

Rückenschmerzen sind oft die Folge von Bewegungsmangel. Die Schmerzen entstehen, weil das muskulär-fasziale Gewebe durch einseitige Bewegungsmuster und Haltungen immer unnachgiebiger wird.

Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Behandlung von Rückenschmerz-Patienten können wir sagen, dass sich die meisten Schmerzen auf Überspannungen und Verkürzungen zurückführen lassen. Der Grund dafür ist: Im Alltag nutzen wir viel zu selten die zahlreichen Bewegungsmöglichkeiten unserer Gelenke. Manche Muskeln werden stark beansprucht, wohingegen andere Bereiche viel zu selten aktiv sind. Daraus ergibt sich ein muskulär-fasziales Ungleichgewicht, aus welchem Spannungen resultieren. Mit der Zeit können sie so hoch werden, dass sie sich auf die Strukturen auswirken und schließlich Schmerzen verursachen. Das gilt eben auch für Rückenschmerzen.

Die Lösung: Gleiche den Bewegungsmangel wie das lange Sitzen durch regelmäßige Bewegung aus. Mit unseren speziellen Dehn-Übungen kannst du deinen Körper mobilisieren und ganz natürlich von Schmerzen befreien. Auf unserem YouTube-Kanal findest du kostenfreie Übungsvideos, die dir auch dabei helfen, Beschwerden vorzubeugen.

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