Andrea Scherer

Musik, Coaching, Körperarbeit

Studio für Auftrittscoaching und Schmerzprophylaxe für Musiker*innen

Weiherhofstrasse 141

4054Basel

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Praxisbilder

Über mich

Als junge Berufsmusikerin erfuhr ich am eigenen Leib, welch hohen Belastungen mein Bewegungsapparat ausgesetzt war: Ich erhob den Anspruch an mich, in der Lage zu sein, aus dem Stand sportliche Höchstleistungen am Instrument zu bringen.

Dazu bemühte ich mich, mir auf der einen Seite die hohe Empfindsamkeit und künstlerische Sensibilität zu bewahren, erwartete auf der anderen Seite von mir, mit gnadenlos robustem Nervenkostüm auf der Bühne stehen zu können.

Kein einfaches Unterfangen !

Was mir damals nicht klar war: Um langfristig auf der Bühne bestehen zu können, ist es unumgänglich ein stabiles Selbstwertgefühl zu entwickeln. Ohne innere Überzeugungskraft wird es nur schwer gelingen, die eigenen Potentiale unbeschwert zur Entfaltung zu bringen.

Wenn wir es schaffen, unsere Gaben, unsere Kreativität mit Passion und Leichtigkeit zu verknüpfen und unseren Körper als Partner mit ins Boot zu nehmen, dann werden hoch gesteckte Ziele, Professionalität, Berufung und das Gefühl der Erfüllung verschmelzen können.

Dann spornt Lampenfieber zu Höchstleistung an, statt als Bühnenangst hemmend auf den Auftritt zu wirken.

Im Gegensatz zu Sportprofis am Beginn ihrer Karriere stand mir als junger Musikerin weder ein Coach noch Trainer, kein Masseur oder Physiotherapeut zur Verfügung, der mir hätte helfen können, diesen enormen mentalen und körperlichen Herausforderung gewachsen zu sein. Mein Körper beschwerte sich denn auch bald. Es zeigten sich Schmerzen und Verspannungen, Bewegungsblockaden. Außerdem erschwerten Motivationsknicks meine Übeprozesse. Die ursprünglich ungebändigte Freude an der Musik wich immer öfter dem Gefühl von Frustration und Unzulänglichkeit. Ich war mir nicht mehr so sicher, ob ich eigentlich den richtigen Beruf gewählt hatte ...

Da ich diese Sackgasse aber nicht als unvermeidbare Nebenwirkung meines Musiker-Daseins akzeptieren wollte, habe ich mich schon bald für Körperarbeit und Heilberufe im weitesten Sinne interessiert.

Nach Erfahrungen in Eutonie, Yoga, Feldenkrais und Alexandertechnik begegnete ich der Polarity, welche mir in ihrer Vielschichtigkeit sehr entgegen kam. Endlich stieß ich an jene Schichten meines Geistes, meiner Psyche und meines Körpers, die zu erzählen wussten, warum und wieso ihre Zusammenarbeit beim Musizieren nicht mehr reibungslos verlief. Spannende Jahre der Selbsterfahrung brachten mir am Ende die Freude am Musizieren zurück.

Eine wunderbare Erweiterung stellte für mich dann die Arbeit mit Craniosacral dar.

Schließlich ließ ich mich (2010/2011 und 2014/15) zum Auftrittscoach fortbilden. Und als Tüpfelchen auf´s I entdeckte ich die Liebscher & Bracht Methode und absolvierte im Dezember 2018 die Ausbildung zur Schmerztherapeutin. Meine Studierenden sind begeistert von den einfach und unkompliziert zu handhabenden Engpassdehnungen, dem Faszienrollen und Osteopressuranwendungen.

Es macht mir ungeheuren Spass, in meinem Studio für Polarity, Craniosacral, Auftrittscoaching und Schmerzprophylaxe nach Liebscher & Bracht Musiker*innen das anbieten zu können, was ich während meiner Laufbahn als Musikerin gut hätte gebrauchen können.

Vita

Auch wenn ich in Windhoek (Namibia) zur Welt gekommen bin, haben mich nicht nur afrikanische Klänge geprägt. Hier auch begann meine Liebe zur Alten Musik.

Das Cembalo war bereits im Vorschulalter mein Lieblingsspielzeug!

In den 70ern kehrte die Familie nach Europa zurück. Mit 17 Jahren beschloss ich, die Musik zu meinem Beruf zu machen und Cembalo zu studieren. Die erste Station war 1984 die Staatliche Hochschule für Musik in Trossingen mit dem Hauptfach Cembalo bei Frau Prof. Helga Kirwald (Freiburg, D).

Als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes konnte es weiter gehen an die Schola Cantorum Basiliensis. Dort studierte ich in den Klassen Andreas Staier Cembalo (Köln, D) und Jesper B. Christensen Generalbass (Basel, CH) im Ensemble. Nach sechs intensiven Jahren absolvierte ich 1994 mein zweites Diplom als Solistin für Alte Musik.

Meine Konzerttätigkeit begann.

Zeitgleich widmete ich mich meiner zweiten Leidenschaft: dem Unterrichten.

Meine eigenen, im Laufe der Jahre nicht immer nur positiven Erfahrungen am Instrument halfen mir, mich auch in die Problematiken hinein zu versetzen, die meine SchülerInnen vermehrt an mich herantrugen. Die Themen waren Auftrittsängste, Körperspannungen, Schmerzen beim Üben, Motivationsprobleme etc.

Das Interesse an der Körperarbeit war geboren und ließ mich bis heute nicht mehr los. Es ist ungeheuer spannend, zu beobachten, wie Geisteshaltungen unsere Körperhaltungen prägen. Je mehr ich mich in dieses Feld hineinarbeite, desto bewusster wird mir, wie aussichtslos ein Kampf gegen ein störendes körperliches Symptom sein kann, wenn nicht gleichzeitig nach der, dem Symptom zugrundeliegenden Einstellung gesucht und diese auf ihre Gültigkeit hin überprüft wird.

Meine dritte berufliche Leidenschaft ist also die des TherapeutInnenberufs.

Ich absolvierte eine vierjährige berufsbegleitende Ausbildung für Polarity sowie eine dreieinhalbjährige Ausbildung in Craniosacral an der Aarauer Cranio- und Polarityschule bei Michael Schubert (Freiburg, D). Dazu ließ ich mich im Coaching fortbilden mit dem Fokus auf Leistungs- und Auftrittsoptimierung (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie bei Dr. Michael Bohne, Hannover, D) und zuletzt ließ ich mich zur Schmerztherapeutin nach Liebscher & Bracht ausbilden.

Inzwischen stehe ich an der Schola im wahrsten Sinne auf zwei Standbeinen: Ich betreue eine Klasse für Generalbass und Cembalo, daneben arbeite ich in meinem Studio für Musiker*innen. Die Seminare für Auftrittscoaching und Selbstwerttraining, Stress- und  Schmerzprophylaxe, welche ich in Halbjahres-Abständen zusammen mit meinem Lebenspartner Raffael Zimmermann gestalte, sind Ausdruck dieser fruchtbaren und mich rundum erfüllenden Tätigkeit.

Ausbildungen

2019

* PEP neoabstinentes, verdecktes Arbeiten mit Selbsterfahrung, Dr. Michael Bohne (Hannover, D)

* Vertiefung: Liebscher & Bracht DIE SCHMERZSPEZIALISTEN, Roland Liebscher-Bracht (Bad Homburg, D)

* Hirnnerven und Augen, Joachim Lichtenberg (Tübingen, D)

2018

* Ausbildung: Liebscher & Bracht DIE SCHMERZSPEZIALISTEN, Christian Gut (CH)

* Weiterbildung: Üben im Flow mit Andreas Burzik (D). Neurobiologie und Methodik eines Hochleistungszustandes.

2016

* Kongress zu Bifokal-Multisensorischen Interventionstechniken: Reden reicht nicht !? Mit  Michael Bohne (Fortbildungsinstitut für PEP, Hannover, D), Dr. med. Gunther Schmidt (Milton-Erickson- Institut Heidelberg, D) und Dr. med. Bernhard Trenkle (Milton-Erickson-Institut Rottweil, D) u.a.

2015

* Auftritts-Coaching, Mentale Stärke, Brillanzförderung, Steigerung der persönlichen Bestleistung. Unter der Leitung von Michael Bohne in Zusammenarbeit mit der Folkwang Universität der Künste Essen

* Spezifische hypnotische Strategien nach M. Erickson für Auftrittscoaching. Unter der Leitung von Dipl. Psych. Ghita Benaguid (Bielefeld, D) in Zusammenarbeit mit Michael Bohne und der Folkwang Universität der Künste Essen.

* Babykurs mit Barbara Fröhlich (Offenburg, D) und Michael Schubert (Freiburger Cranio- und Polarity Schule, D)

* Cranio und Traumaarbeit III. Jaqueline Schneider (Holzheim, D)

2014

* Auftritts-Coaching, Mentale Stärke, Brillanzförderung, Steigerung der persönlichen Bestleistung. Michael Bohne in Zusammenarbeit mit der Folkwang Universität der Künste Essen

* Kongress zu Bifokal-multisensorischen Interventionstechniken: Reden reicht nicht !? Mit Michael Bohne, Gunther Schmidt und Bernhard Trenkle u.a. Vorträge, Symposien, Workshops zu den Themen: Trauma, Trance, Hypnose, Embodiment, Haptik, Neurobiologie, Sucht, Klang, Schamanismus, Musterunterbrechung, Kommunikation, Erziehung, Familiensystem, ADHS, Schlaf, Sucht, Ethnopsychotherapie, Dissoziation, Allergie, Schmerzen, Yoga, Spitzenleistungsförderung.

* Cranio und Traumaarbeit II. Jaqueline Schneider

2013

* Assistenz Fussreflexzonen im Rahmen der Polarity Ausbildung. Michael Schubert (Cranio- und Polarity Schule Freiburg, D)

* Mentale Stärke - Hypnose, Mentales Training und effektives Coaching im Sport und Leistungsbereich mit Dipl. Psych. Ortwin Meiss (Milton-Erickson-Institut Hamburg, D)

* PEP \\\"Update\\\" mit Michael Bohne

* Cranio und Traumaarbeit I. Jaqueline Schneider

2012

* Viszeral IV: Lunge und Herz. Joachim Lichtenberg

* Viszeral II: Leber, Magen, Dickdarm und Lunge. Joachim Lichtenberg

2011

* Fortgeschrittene Behandlung des Temperomandibulargelenks. Anatomie, Embryologie. Dr. William Allen, (Boulder / USA). Spezialist für TMG- und Sphenoid-Dysfunktionen

* PEP III Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie nach Michael Bohne

2010

* Working with the Neutral and beyond. William Allen

* PEP I und II Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie nach Michael Bohne

2009

* Polarity, das weibliche Prinzip und der Fünfstrahlige Stern. Cindy Rawlinson (Petaluma, USA)

* Parcelsus, Dr. Stone und das Geheimnis der Schwingung. Die Bedeutung der Schwingung in der therapeutischen Arbeit. Das Leben von Randolf Stone. John Beaulieu (USA) und Phil Young (IE)

* Das Auge. Michael Schubert

2008

* Arbeit mit Trauma. Möglichkeiten und Grenzen in der Polarity. Gisela Beneke (Freiburg, D)

* The Polarity Body. Eine dynamische Morphologie des menschlichen Körpers. Dr. med. Jaap van der Wal (Maastricht, NL)

2007

* Der Mensch als Embryo. Von der Embryologie zur Embryosophie. Jaap van der Wal

* Quantenresonanz. Ulrike Harder (Freiburg, D)

2006 bis 2007

* Konzentration - Aufmerksamkeit - Präsenz
Eine Wahrnehmungsschulung. Michael Schubert

* 2006 bis 2010 Ausbildung Craniosacral Michael Schubert

2006

* Die Dynamik des Herzens. Oliver Bansmann (Gütersloh, D)

* Polarity und Klang. Dr. Stones Konzept des Ultra Schall Kerns. Dr. John Beaulieu (New York, USA)

2005

* Auf den Schwingen des Caduceus. Michael Schubert

* Das soziale Nervensystem. Die polyvagale Theorie von Dr. Stephen W. Porges. Dr. Urs Honauer (Zürich, CH)

* 2002 bis 2005 Ausbildung Polarity Michael Schubert

* Musikstudium von 1984 bis 1993 in Trossingen (D) und Basel (CH)