Warum verkürzen die Muskeln beim Laufen?

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Warum verkürzen die Muskeln beim Laufen?

Der Mensch ist zum Laufen geboren. Die Experten sind sich darüber einig, dass Spazierengehen, Walken oder Joggen in vielfacher Hinsicht eine sehr positive Wirkung auf unsere Gesundheit hat. Das zeigen jedenfalls zahlreiche wissenschaftliche Studien.

Verkürzte Muskeln

Laufen ist ganz ohne Frage gesund, aber auch hier können sich Probleme ergeben. Wie ist das möglich? Unsere Vorfahren legten in der Steinzeit auf der Suche nach Nahrung täglich 20 bis 30 Kilometer zurück, ein Vielfaches unserer heutigen Strecken und hatten damit keine Probleme. Woran lag das? Zum Einen liefen sie barfuß und die automatische Massage der Fußreflexzonen stimulierte dabei die inneren Organe. Die Erfindung der Schuhe machte dem ein Ende, die Muskeln in unseren Füßen schwächer wurden. Zum Anderen kannten unsere steinzeitlichen Urahnen keine Stühle – und dementsprechend auch keine Probleme mit Ihren Hüftgelenken und Ihren Bandscheiben durch verkürzte Muskeln in Bauch und Rücken oder tiefen Venenthrombosen, die durch zu langes Sitzen hervorgerufen werden.

Verkürzte Faszien

In der Regel sind unsere Muskeln also ohnehin verkürzt und verspannt und sie können sich beim Laufen noch weiter verkürzen. Wenn wir ein Bein nach vorne setzen, bildet der Oberschenkel mit der Senkrechten einen Winkel von etwa 45 Grad. Der Oberschenkel des anderen Beines bewegt sich dabei kaum nach hinten, weil der Winkel zum nach vorne Heben aus dem Knie geholt wird. Dadurch reduziert sich der mittlere Verkürzungswinkel beim Laufen auf etwa die Hälfte, d. h. 22,5 Grad – egal ob Sie nun Spazierengehen, Walken oder Joggen. Und deshalb ist es wichtig, dass alle, die viel Laufen, ihre Muskeln regelmäßig dehnen, um der Verkürzung entgegenzuwirken. Und wer immer sich fragt, warum er oder sie Hüftschmerzen oder Knieschmerzen bekommt, obwohl sie doch nur laufen, findet damit eine Erklärung.

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