Meniskus-Schmerzen verstehen und behandeln
Roland Liebscher-Bracht
Schmerzspezialist & Bestseller-Autor
Geprüft von: Dr. med. Egbert Ritter
Die Menisken sind knorpelige Stoßdämpfer im Knie. Sie schützen das Kniegelenk bei Dreh- und Beugebewegungen. Meniskusschmerzen treten häufig nach ruckartigen Bewegungen oder Verletzungen auf.
Roland Liebscher-Bracht
Schmerzspezialist & SPIEGEL-Bestseller-Autor
Medizinische Prüfung: Dr. med. Egbert Ritter
Leider sind viele Behandlungsweisen bei Meniskusschmerzen oftmals nicht von langfristigem Erfolg gekrönt: Schmerzhemmende Medikamente und Operationen (Arthroskopien) bieten trotz modernster Medizin-Technik noch keine Garantie für Schmerzfreiheit.1)2)
© AlexMit | shutterstock.com
Zu häufig werden mehr die Symptome bekämpft als der wirklichen Ursache auf den Grund zu gehen.
Du wurdest schon am Knie operiert? Die Diagnose lautete „Meniskusriss“, „Korbhenkelriss“, „Meniskusläsion“ oder gar „Verschleiß des Innenmeniskus oder Außenmeniskus? Du warst vielleicht für einige Zeit schmerzfrei, doch nun kehren die Schmerzen unerwartet wieder? Dann bist du hier richtig!
Aber auch unabhängig vorangegangener Diagnosen oder Operationen bieten wir dir Hilfe zur Selbsthilfe an. Hier erfährst du, wie die Schmerzen an deinem Knie tatsächlich entstehen und wie du dir selbst von zuhause aus helfen kannst.
94 % sagen: “Der Knieretter hat meine Schmerzen verbessert!”¹
Mit unserem Knieretter inklusive Trittschlaufe für den sicheren Stand übst du zuhause selbstständig bei Arthrose, Knie- oder Beinschmerzen. Dehne mit seiner Unterstützung Muskeln und Faszien gezielt auf, um Knorpel und Gelenke zu entlasten.
Erfahre mehr über den Knieretter¹: Ergebnis unserer Umfrage
1. Wie fühlen sich Meniskus-Schmerzen an?
Solltest du unter Schmerzen am Knie bzw. am Kniegelenk leiden, kannst du dich vermutlich mit dem einen oder anderen Schmerzzustand der folgenden Auflistungen identifizieren.
Die Schmerzen können sowohl
- innen (Innenmeniskus) als auch außen (Außenmeniskus) lokalisiert sein,
- akut als auch schleichend auftreten und mit der Zeit chronisch werden,
- stechenden als auch dumpfen Charakter haben.
Bei einer tatsächlich diagnostizierten Beschädigung einer der Menisken (selten beider) können
- Schwellungen im Gelenkspalt (Meniskusganglion) oder in der Kniekehle (Bakerzyste),
- ein Kniegelenkserguss,
- Entzündungen im Knie,
- ein Gefühl der Instabilität bzw. Blockierung,
- eine Beeinträchtigung der Beweglichkeit im Gelenk
- und eine verminderte Belastungsfähigkeit auftreten.
Irgendwie treten zwar einige der Symptome bei dir vermehrt auf, aber deine Knieschmerzen verlagern sich hauptsächliche auf die Vorderseite deines Knies oder ober- und unterhalb deiner Kniescheibe? Dann kann es sein, dass du an Patellasehnen-Schmerzen leidest. Auch hier haben wir die nötige Hilfe für dich in unserem umfangreichen Schmerzlexikon-Artikel zu Patellasehnen-Schmerzen.
Kostenlose Leseprobe
Erfahre, wie Knie- und Meniskusschmerzen oft entstehen und welche Übungen helfen können.
Gib deine E-Mail-Adresse an, um deine Leseprobe herunterzuladen.
Kostenlose Leseprobe
Erfahre, wie Knieschmerzen oft entstehen und welche Übungen helfen können.
Gib deine E-Mail-Adresse an, um deine Leseprobe herunterzuladen.
2. Was sind Ursachen von Meniskus-Schmerzen?
2.1 Kniegelenk: Anatomie und Funktion
Das Kniegelenk bildet das größte Gelenk und die wichtigste multifunktionale Einheit in unserem Körper. Es muss bei den meisten alltäglichen Bewegungen – so beim Gehen, Joggen, Springen (bei Sprungsportarten) oder Treppensteigen – ein Vielfaches unseres Körpergewichts abfangen.3)
Akute Schmerzzustände am Knie oder im Kniegelenk können also häufig aus ungewöhnlichen Belastungen und unvorhergesehenen Bewegungen resultieren. Tatsächliche Verletzungen, wie Meniskusriss, Korbhenkelriss (hierbei verläuft der Meniskusriss parallel zu den Fasern des betroffenen Meniskus) oder andere Meniskusschäden, sind zwar mittels MRT festzustellen, aber häufig nur die Spitze des Eisbergs. Sie können Symptome derjenigen Ursache sein, die bei bildgebenden Verfahren nicht zu erkennen ist.
Welche Ursache tatsächlich hinter deinen Meniskus-Schmerzen steckt und wie es zu den Meniskusschäden kommen kann, erfährst du im folgenden Kapitel.
© Viktoriia Panchenko (bearbeitet) | shutterstock.com
Knochen, Muskeln, Bänder (Kreuzbänder, Kollateralband) und andere Gewebestrukturen umgeben das Knie und halten es ebenso stabil wie beweglich. Die Knochen, die das Knie umfassen, sind der Oberschenkelknochen (Femur) und der Unterschenkelknochen (Tibia, Schienbeinknochen). Beugung und Streckung sind erst durch das Kniegelenk möglich. Die Kniescheibe (Patella) sorgt für den nötigen Halt und schützt das Knie von vorne vor Verschleiß.
Die Menisken
Die beiden Menisken, bei denen man zwischen Innenmeniskus (an der Innenseite des Knies) und Außenmeniskus (an der Außenseite des Knies) unterscheidet, liegen zwischen Tibia (Schienbeinknochen) und Femur (Oberschenkelknochen).4) Die Kraft der Gelenkflächen, die hier aufeinandertreffen, werden durch die Menisken gedämpft. Sie sorgen für einen ausgeglichenen Kontakt zwischen den beiden Knochen und ermöglichen außerdem ungehinderte Drehbewegungen innerhalb des Gelenks.
Das Meniskusgewebe dient damit als Stoßdämpfer zwischen den knöchernen Kontaktpunkten und passt sich je nach Bewegung der Gelenkfläche des Oberschenkelknochens (Femur) an. Beugst du beispielsweise deine Knie, so gleiten die Menisken auf der Gelenkfläche des Femurs nach hinten (dorsal). Dank dieser Anpassung schützen die Menisken bei Bewegung und Belastung die Knorpelscheiben.5)
2.2 Schmerzauslöser: Spannungen in Muskeln und Faszien
Die Muskulatur deines Oberschenkels (Quadrizeps ) und deines Unterschenkels, (Wade, M. Gastrognemius) spielen die Hauptrollen bei der Entstehung deiner Schmerzen. Da Belastungen in der Regel zu über 90 Prozent einseitig und engwinklig ausgeführt werden, kommt es zu einer „Verkürzung“ der Muskeln und des Fasziengewebes.6) Dies wiederum führt zu erhöhtem Druck im Gelenk und der immer schlechter werdenden Ernährung von Knorpel und Menisken.
Die hohen Spannungen der von oben und unten über das Kniegelenk greifenden Muskelgruppen pressen beide Gelenkpartner dauerhaft und unnatürlich stark aufeinander, wodurch es zu entsprechenden Schädigungen kommen kann.
Schmerzentstehung
Starke Spannungen können Meniskuseinrisse unterschiedlichster Art entstehen lassen. Teilweise lösen sich die Menisken auch von den Knorpelscheiben ab. Dabei handelt es sich jedoch nur um Folgeerscheinungen von länger bestehenden Überspannungen, die von sogenannten Rezeptoren (Enden von Nervenfasern, die Reize aufnehmen und weitergeben) gemessen werden. Diese Rezeptoren sitzen überall im Körpergewebe und messen zu hohe Spannungen, die schließlich an dein Gehirn gesendet werden.7) Das Gehirn verarbeitet die Informationen und sendet ein Schmerzsignal aus. Deine „Meniskus-Schmerzen“ können daher ein Zeichen sein, um dich vor Verschleiß und noch schlimmeren Folgen an Knie und Kniegelenk zu schützen.
Kostenlose Leseprobe
Erfahre, wie Knie- und Meniskusschmerzen oft entstehen und welche Übungen helfen können.
Gib deine E-Mail-Adresse an, um deine Leseprobe herunterzuladen.
Kostenlose Leseprobe
Erfahre, wie Knieschmerzen oft entstehen und welche Übungen helfen können.
Gib deine E-Mail-Adresse an, um deine Leseprobe herunterzuladen.
3. Behandlung von Meniskus-Schmerzen
3.1 Gängige Behandlungsweisen
Reine Symptombekämpfung im Sinne einer Schmerzlinderung sollte keine langfristige Lösung sein. Die übliche Behandlungsweise von „Meniskusschmerzen“ setzt jedoch in erster Linie auf schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente sowie Operationen.
Medikamente
Insbesondere bei akut auftretenden Beschwerden durch Sport und andere belastende Tätigkeiten findet auch die sogenannte PECH-Regel ihre Anwendung. Sie beruht auf dem Prinzip der direkten Pause, dem Kühlen mit Eis, der Compression und dem Hochlagern des Beines bzw. der betroffenen Extremität. Im akuten Fall bietet sie die Möglichkeit, weitere „Schäden“ und Verletzungen abzuwenden sowie Schwellungen und Entzündungen zu reduzieren.
Medikamente wie Ibuprofen und Paracetamol oder Injektionen mit Kortison können im Notfall Abhilfe schaffen und Schmerzen lindern. Langfristig sind sie für den Erfolg des Heilungsprozesses jedoch eher kontraproduktiv.
Operationen
Bestehen beim Betroffenen Schmerzen am Knie bzw. Kniegelenk, schaut der Arzt nach strukturellen Meniskusschäden und Meniskusverletzungen. Diese sind mittels bildgebender Verfahren wie MRT und CT erkennbar. Können Meniskusschäden, beispielsweise Meniskusriss (Meniskusläsion), anhand eines Bildes tatsächlich nachgewiesen werden, wird in den meisten Fällen eine Operation in Erwägung gezogen.8)9)10) Meniskusoperationen gehören in Deutschland übrigens zu den am meisten durchgeführten Operationen überhaupt. Sie versprechen sowohl neue Stabilität als auch wiederhergestellte Bewegungs- und Sportfähigkeit.
Als Mittel der Wahl gelten heutzutage nicht mehr offene Operationen am Knie, sondern minimal-invasive Verfahren, bei denen „nur“ zwei bis drei kleine Schnitte notwendig sind. Durch sie können die Meniskusrisse behandelt und eine Meniskusnaht angelegt werden. Bei diesem Verfahren spricht man von einer Meniskusrefixation. Dabei werden die abgerissenen oder beschädigten Teile des Meniskus an das feste Gewebe angenäht. Ist der Meniskus jedoch nicht mehr an der Gelenkkapsel des Knies befestigt, kommen andere Operationsmethoden in Betracht: So kann bei degenerativen Veränderungen des Meniskus auch ein Teil des Meniskus entfernt werden oder ein künstlicher Meniskus notwendig sein.11)
Aus Erfahrung wissen wir jedoch, dass viele auch nach Operationen – und trotz kurzfristiger Schmerzfreiheit – erneut zu Schmerzpatienten werden. Neben Komplikationen und den üblichen Risikofaktoren bei Operationen oder Arthroskopien können vor allem künstliche Gelenke oder Implantate oftmals eine Gefahr für unseren Körper darstellen.12)
Hattest du bereits eine Operation am Meniskus, dann kannst du das nun nicht mehr rückgängig machen. Die gute Nachricht ist: Du kannst erneuten Schmerzen vorbeugen. Denn es gibt deutliche Hinweise darauf, dass eine Bewegungstherapie mit richtigen Übungen bei der Schmerzreduktion und Vorbeugung helfen kann.13) 14)
Wir wollen, dass du auch ohne Operation und sonstige Risiken schmerzfrei werden kannst. Wie wir das bei den meisten Patienten schon geschafft haben, liest du im nachfolgenden Kapitel.
3.2 Der Ansatz nach Liebscher & Bracht: Das können wir dir bieten
Unsere Methode verfolgt das Ziel deiner ganzheitlichen und vor allem langfristigen Schmerzfreiheit. Du sollst dich wieder frei und beweglich fühlen. Ein schmerzfreier Start in den Tag sollte schließlich die Regel und nicht die Ausnahme sein.
Für dieses Ziel stellen wir dir eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung. Unser Schmerzfrei-Konzept beruht vor allem auf dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Wir wollen, dass du unabhängig von Arztterminen und Aufenthaltsort die individuell passenden Mittel für deine Schmerzfreiheit zur Hand hast. Selbstverständlich gehen wir die ersten Schritte zusammen, doch auf lange Sicht werden dich allein diejenigen Tools begleiten, die dir persönlich am besten helfen und überall einsatzbereit sind.
Unsere Methode basiert auf mehreren Bausteinen, die du je nach Schmerzzustand und Vorlieben selbst kombinieren kannst. Wir unterscheiden zwischen denjenigen Maßnahmen, die du bei akuten Schmerzen in Anspruch nehmen kannst und denjenigen Maßnahmen, die wir dir als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung stellen.
Unsere Akut-Maßnahmen
Wir haben eigene Therapeuten für dich: Du leidest unter akuten „Meniskus“- oder Knie-Schmerzen und traust dich kaum, auch nur einen Schritt zu laufen? Dann wende dich am besten direkt an einen unserer Zertifizierten Liebscher & Bracht Therapeuten. Über unseren Therapeuten-Finder findest du bestimmt jemanden in deiner Nähe. Er wird dir zunächst zuhören und mithilfe der Osteopressur deine „Meniskus-Schmerzen“ – unserer Erfahrung nach – in den ersten ein bis drei Sitzungen drastisch reduzieren können.
Osteopressur-Methode: Roland Liebscher-Bracht hat mehr als 30 Jahre am Konzept dieser Methode gearbeitet. Er fand dabei unter anderem heraus, dass es für jeden Schmerzzustand unseres Körpers bestimmte Punkte am Knochen gibt – Osteopressurpunkte –, an denen man zu hohe muskulär-fasziale Spannungen mittels händischen Drucks deutlich reduzieren kann.
Die Selbsthilfe-Maßnahmen
Möglicherweise leidest du schon länger unter „Meniskus-Schmerzen“ und hast die eine oder andere Diagnose von deinem Hausarzt oder Orthopäden bekommen. Schmerzmittel, Physiotherapie und auch Operationen konnten dir deine Schmerzen im Bereich des Knies auf Dauer nicht nehmen? Dann ist es jetzt Zeit, deine Schmerzfreiheit selbst in die Hand zu nehmen.
Neben den Akut-Maßnahmen bieten wir dir Möglichkeiten, mit denen du dir selbst helfen kannst. Das Beste daran: Du kannst sofort loslegen. Alles, was du brauchst, ist ein wenig Zeit für dich und deinen Körper sowie ein wenig Vertrauen darauf, dass auch du schon bald wieder mehr Lebensqualität genießen kannst.
Am besten beginnst du mit unserer Faszien-Rollmassage. Hierbei werden mit den Faszienrollen und -kugeln kleinste Störungen wie Verklebungen und Verfilzungen im Gewebe (Faszien) beseitigt. Sind die Spannungen in deiner Oberschenkel- und Wadenmuskulatur sowie die Verfilzungen in den Faszien erst einmal aufgelöst, können auch die „Meniskus-Schmerzen“ besser werden.
Unser großes Faszien-Set wurde speziell mit Faszienforschern entwickelt.
Wie wirkt die Faszien-Rollmassage genau?
In unseren Zellen befindet sich eine Zwischenzellflüssigkeit, die stetig in Bewegung sein sollte. Sie ist dafür verantwortlich, dass Nährstoffe transportiert und Abfallstoffe abgetragen werden können. Oftmals lagern sich aufgrund mangelnder Bewegung Giftstoffe im Gewebe ein, die die Spannungen in unserem Körper erhöhen und Schmerzen entstehen lassen oder verstärken können. So verhält es sich auch bei „Meniskus-Schmerzen“.
Die Faszien-Rollmassage bringt die Zwischenzellflüssigkeit wieder in Bewegung und verschiebt sie so, dass nicht mehr benötigte Stoffe leichter abtransportiert werden können. Das Gewebe wird dadurch bestmöglich mit neuer Flüssigkeit versorgt und Übersäuerungen können bei regelmäßiger Anwendung schon bald der Vergangenheit angehören.15), 16), 17)
Die Liebscher & Bracht Übungen® sind der wichtigste Bestandteil unserer Schmerzfrei-Methode und sollten zu deiner täglichen Routine werden. Aufgrund mangelnder Bewegung in unserem modernen Alltag und viel zu langen Sitzphasen bei der Arbeit, entstehen vor allem in der vorderen Körperregion starke Verkürzungen. Die dadurch entstandenen muskulären und faszialen Spannungen kannst du mit unseren Übungen, wenn du sie wirklich konsequent ausführst und täglich übst, langfristig normalisieren. Ob du nun Probleme speziell mit deinem Meniskus hast oder allgemeine Knieschmerzen: Studien zeigen, dass Bewegung bei Schmerzen oft Linderung verschaffen kann.18)
Das Gute daran: Du kannst bei regelmäßiger und richtiger Ausführung der Dehnübungen schnelle Fortschritte bemerken. Außerdem kannst du spüren, wie du wiederkehrende Schmerzen immer besser in den Griff bekommst und ihnen in Zukunft auch vorbeugen kannst. Du bist ihnen nicht mehr hilflos ausgeliefert.
In der Kombination der hier vorgestellten Selbsthilfe-Methoden findest du dein persönliches Konzept für ein schmerzfreies Leben. Die Dehnübungen sollten jedoch immer absolute Priorität bei Meniskusschmerzen haben – sowie bei jedem anderen Schmerzzustand übrigens auch. Sie bilden den Grundstein deines langfristigen Erfolgs bei Beschwerden. Ganz egal, wo du Schmerzen hast, wir haben die richtigen Liebscher & Bracht Übungen® für dich. Schau dich dafür auch gerne in unserem Schmerzlexikon genauer um. Vielleicht kennst du wen, der unter Schmerzen leidet und der Hilfe benötigt? Dann teile auch gerne unsere Schmerzlexikon-Artikel mit ihm.
94 % sagen: “Der Knieretter hat meine Schmerzen verbessert!”¹
Mit unserem Knieretter inklusive Trittschlaufe für den sicheren Stand übst du zuhause selbstständig bei Arthrose, Knie- oder Beinschmerzen. Dehne mit seiner Unterstützung Muskeln und Faszien gezielt auf, um Knorpel und Gelenke zu entlasten.
Erfahre mehr über den Knieretter¹: Ergebnis unserer Umfrage
4. Liebscher & Bracht Übungen® bei Meniskus-Schmerzen
Weiter geht es mit einem Video, in dem dir unser Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht die Übungen gegen “Meniskusschmerzen” persönlich vorstellt. Die genaue Ausführung der einzelnen Übungen kannst du auch unter dem Video noch einmal Schritt für Schritt nachvollziehen. Gehe auch die Checkliste am Ende dieses Artikels durch, um dich zu vergewissern, dass du von Anfang an bei den Übungen gegen “Meniskus-Schmerzen” richtig vorgehst.
Sind Verletzungen und Verschleiß verantwortlich für die Schmerzen?
Die Beschwerden, die sich bei Meniskusschmerzen zeigen, verspüren die Betroffenen meist während kniebelastenden Tätigkeiten wie etwa in der Hocke oder der Kniebeugung. Aber auch bei innenrotatorischen Bewegungen (Drehung im Kniegelenk von innen heraus) – so zum Beispiel bei Sportarten wie Fußball, Tennis und Volleyball oder bei unbedachten, ruckartigen Drehbewegungen auf teilweise unebenem Boden – kann es leicht zu Meniskusverletzungen und tatsächlichen Meniskusschäden kommen.
Du weißt jetzt ganz genau: Abwechslungsreiche Bewegungsmuster und das Einnehmen möglichst vieler unterschiedlicher Gelenkwinkel sind für ein schmerzfreies Knie essentiell.
Sitzende Tätigkeiten solltest du so gut es geht begrenzen bzw. immer wieder mit kleinen Pausen unterbrechen, in denen du Zeit für einen Spaziergang, eine Sporteinheit und vor allem unsere Liebscher & Bracht Übungen® findest. Die Muskulatur und Faszien rund um dein Kniegelenk kannst du auf diese Weise frei von zu hohen Spannungen und Verfilzungen halten.
Übrigens: Wenn dir das Kühlen der schmerzenden Bereiche um dein Knie nicht wirklich Linderung verschaffen konnte, empfehlen wir Betroffenen, auch mit Wärme zu arbeiten. Solange du keine wirklichen Entzündungen hast, kannst du versuchen, mit Wärme (Wärmflasche, Körnerkissen, Wärmeroller etc.) die Heilung, durch die dadurch angeregte Durchblutung, sanft zu unterstützen. Wie du die Durchblutung und die Stoffwechselprozesse in deinen Muskeln und Faszien außerdem anregen kannst, zeigen wir dir im folgenden Abschnitt.
4.1 Faszien-Rollmassage bei Meniskus-Schmerzen
Übung 1:
Für diese Faszien-Rollmassage benötigst du die Medi-Rolle aus unserem großen Faszien-Set. Setze dich mit ausgestreckten Beinen auf eine Matte. Strecke dein Bein, das von den Meniskus-Schmerzen betroffen ist, nach vorne aus. Das andere Bein winkelst du an und stellst deinen Fuß neben den Oberschenkel. Platziere die Medi-Rolle an der Achillessehne und rolle deine Wadenmuskulatur bis kurz über die Kniekehle ab. Wichtig ist, dass du ganz langsam und mit ausreichend Druck rollst.
Übung 2:
Nimm dir erneut die Medi-Rolle zur Hand und setze sie unterhalb des Knies an. Rolle über deinen gesamten Oberschenkelmuskel bis zum Hüftstachel. Im Anschluss setzt du die Rolle circa 45 Grad seitlich am Quadrizeps (Oberschenkelmuskel) an und rollst auch diesen Bereich mit viel Druck bis zum Gesäß ab. Rolle im Anschluss auch die Innenseite des Oberschenkels langsam ab.
4.2 Dehnübungen bei Meniskus-Schmerzen
Übung 1:
Für die Dehnung nimmst du dir die Übungs-Schlaufe aus unserem großen Faszien-Set zur Hand. Nimm dieselbe Position wie bei der ersten Faszien-Rollmassage ein und strecke dein betroffenes Bein aus. Drücke dein Knie dabei durch und hilf dir bei der Dehnung mit der Übungs-Schlaufe, indem du sie um deinen Fuß legst. Zusätzlich kannst du deinen Fuß auf der Mini-Rolle ablegen.
Ziehe deinen Fuß nun so stark heran, dass du eine Dehnung in deinem Bein bzw. Knie verspürst. Halte die Dehnung für mindestens zwei Minuten und achte auf eine aufrechte Rückenhaltung. Behandle zunächst das Bein, an dem du die “Meniskus-Schmerzen” verspürst. Übe anschließend aber auch auf der anderen Seite, um langfristig ein neues Ungleichgewicht zu vermeiden.
Wie du siehst, gibt es neben den üblichen Behandlungsmethoden von Meniskusbeschwerden, andere Möglichkeiten, deine Schmerzen am Meniskus zu beseitigen. Verstehe uns bitte nicht falsch: In manchen Fällen kann der an Schmerzen leidende Patient von Operationen – und im Akutfall – auch von Schmerzmitteln profitieren. Wir sind nicht per se gegen arthroskopische Eingriffe, wollen dir jedoch eine Reihe an Möglichkeiten bieten, wie du deinen Körper natürlich heilen und so lange wie möglich von seinen “Originalteilen” profitieren kannst. Sowohl Operationen als auch künstliche Gelenke oder Implantate bergen immer Risiken, die nur teilweise kalkulierbar sind.
Bevor du dich also für eine Operation entscheidest, versuche doch einfach mal unser Selbsthilfe-Angebot. Im Gegensatz zu chirurgischen Eingriffen hast du hierbei nichts zu verlieren. Auf diesem Weg begleiten wir dich gerne!
Checkliste für die Liebscher & Bracht Übungen®
Damit bei unseren Übungen nichts schiefgeht, haben wir die wichtigsten Infos in einer Checkliste zusammengefasst. So hast du alle Tipps auf einen Blick und kannst mit einem guten Gefühl üben.
- Übe immer in der richtigen Intensität und im Zweifelsfall lieber mit etwas geringerer Intensität. Du spürst dabei einen intensiven Schmerz, kannst aber während der Dehnung noch ruhig atmen. Der Dehnungsschmerz ist deutlich, fühlt sich aber nicht brennend, pulsierend oder scharf an.
- Bewege dich bei den Übungen so, dass du deinen Körper zu jedem Zeitpunkt beobachten und einschätzen kannst. Sei beispielsweise sehr achtsam, wenn du abrutschen oder das Gleichgewicht verlieren könntest. Bewege dich bei Liebscher & Bracht Übungen® grundsätzlich sehr langsam.
- Verzichte so weit wie möglich auf die Einnahme von Schmerzmitteln. Unsere Liebscher & Bracht Übungen® nutzen deinen Schmerz als Ausgangspunkt und täglichen Vergleichswert. Du solltest ihn daher nicht künstlich unterdrücken, sondern als Orientierung für die korrekte Übungsdurchführung und Dehnungsintensität einsetzen.
- Führe an 6 Tagen pro Woche die Übung mindestens einmal täglich aus. Für jeden Übungsschritt solltest du 2 bis 2,5 Minuten investieren. Bist du schon geübter, baue nach und nach auch das Gegenspannen und das aktive Dehnen ein. So kannst du die Liebscher & Bracht Übungen® deutlich intensivieren.
- Benutze professionelle Hilfsmittel für deine Liebscher & Bracht Übungen®. Unsere Hilfsmittel wie Rücken-, Kiefer-, Schulter-, Knie-, Nacken- oder ISG-Ischias-Retter unterstützen Menschen dabei, die Liebscher & Bracht Übungen® noch einfacher durchzuführen und sich damit noch besser selbstständig bei Schmerzen helfen zu können. Andere Hilfsmittel eignen sich zwar auch, erzielen möglicherweise aber nicht den Erfolg, den du dir wünschst.
- Sollten die Schmerzen aufgrund der Übungen zunehmen, besteht kein Grund zur Panik. Eine Erstverschlimmerung kann eine normale Reaktion deines Körpers sein. Wenn es dir nach den Übungen aber dauerhaft schlechter statt besser geht, pausiere aber bitte für einen oder zwei Tage und steigere dich erneut langsam. Sollten die Übungen über mehrere Wochen hinweg keine Besserung erbringen, suche einen Liebscher & Bracht Therapeuten auf oder hole dir ärztlichen Rat.
Wir wünschen dir viel Erfolg bei den Übungen!
Kostenlose Leseprobe
Erfahre, wie Knie- und Meniskusschmerzen oft entstehen und welche Übungen helfen können.
Gib deine E-Mail-Adresse an, um deine Leseprobe herunterzuladen.
Kostenlose Leseprobe
Erfahre, wie Knieschmerzen oft entstehen und welche Übungen helfen können.
Gib deine E-Mail-Adresse an, um deine Leseprobe herunterzuladen.
Über diesen Artikel
Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg
Therapeuten-Review:
Christian Aulbach
Zertifizierter Liebscher & Bracht- Therapeut
Veröffentlicht am: 04.03.2024 | Letzte Aktualisierung: 04.03.2024
Autor:
Roland Liebscher Bracht
Schmerzspezialist und Spiegel-Bestseller Autor
Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg
Therapeuten-Review:
Christian Aulbach
Zertifizierter Liebscher & Bracht- Therapeut
Veröffentlicht am: 04.03.2024
Letzte Aktualisierung: 04.03.2024
Quellen & Studien
- ↑1 C. Finke/ P. Lobenhoffer: Arthrose nach Meniskus- und Kreuzbandläsion. In: Arthroskopie 1, 2015. S. 6.
- ↑2 Seil, R.; Becker, R. Time for a paradigm change in meniscal repair: Save the meniscus! Knee Surgery, Sport. Traumatol. Arthrosc. 2016
- ↑3 T. Botzenhardt/ S. Sedlmair et. al.: Schritt für Schritt unter voller Last. In: Geo Wissen. Gesundheit: Muskeln, Knochen, Gelenke, Nr.5, 2017. S.61f.
- ↑4 Jacob, G.; Shimomura, K.; Krych, A.J.; Nakamura, N. The Meniscus Tear: A Review of Stem Cell Therapies. Cells 2020, 9, 92.
- ↑5 Fox, A.J.S.; Bedi, A.; Rodeo, S.A. The Basic Science of Human Knee Menisci: Structure, Composition, and Function. Sports Health 2012, 4, 340–351.
- ↑6 Fox, A.J.S.; Bedi, A.; Rodeo, S.A. The Basic Science of Human Knee Menisci: Structure, Composition, and Function. Sports Health 2012, 4, 340–351.
- ↑7 Suarez-Rodriguez, V.; Fede, C.; Pirri, C.; Petrelli, L.; Loro-Ferrer, J.F.; Rodriguez-Ruiz, D.; De Caro, R.; Stecco, C. Fascial Innervation: A Systematic Review of the Literature. Int. J. Mol. Sci. 2022, 23, 5674.
- ↑8 Karia M, Ghaly Y, Al-Hadithy N, Mordecai S, Gupte C: Current concepts in the techniques, indications and outcomes of meniscal repairs. Eur J Orthop Surg Traumatol. 2019, 29:509-20.
- ↑9 Kurzweil PR, Cannon WD, DeHaven KE. Meniscus Repair and Replacement. Sports Med Arthrosc Rev. 2018 Dec;26(4):160-164.
- ↑10 Doral, M. N., Bilge, O., Huri, G., Turhan, E., & Verdonk, R. (2018). Modern treatment of meniscal tears. EFORT Open Reviews, 3(5), 260-268.
- ↑11 Chirichella, P.S. Jow, et al. (2019): Treatment of Knee Meniscus Pathology: Rehabilitation, Surgery, and Orthobiologics. PM & R: the journal of injury, function, and rehabilitation, 11(3), 292-308.
- ↑12 Wylde V, Hewlett S, Learmonth ID, Dieppe P. Persistent pain after joint replacement: prevalence, sensory qualities, and postoperative determinants. Pain. 2011 Mar;152(3):566-572.
- ↑13 Pan, H., Zhang, P., Zhang, Z. & Yang, Q. (2020): Arthroscopic partial meniscectomy combined with medical exercise therapy versus isolated medical exercise therapy for degenerative meniscal tear: A meta-analysis of randomized controlled trials. International journal of surgery (London, England), 79, 222-232.
- ↑14 Oliveira AM, Peccin MS, Silva KN, Teixeira LE, Trevisani VF. Impact of exercise on the functional capacity and pain of patients with knee osteoarthritis: a randomized clinical trial. Rev Bras Reumatol. 2012 Dec;52(6):876-82.
- ↑15 Hotfiel, T., Swoboda, B., Krinner, S., Grim, C., Engelhardt, M., Uder, M., & Heiss, R. U. (2017). Acute Effects of Lateral Thigh Foam Rolling on Arterial Tissue Perfusion Determined by Spectral Doppler and Power Doppler Ultrasound. Journal of strength and conditioning research, 31(4), 893–900.
- ↑16 Behm, D. G., & Wilke, J. (2019). Do Self-Myofascial Release Devices Release Myofascia? Rolling Mechanisms: A Narrative Review. Sports medicine (Auckland, N.Z.), 49(8), 1173–1181.
- ↑17 Okamoto, T., Masuhara, M., & Ikuta, K. (2014). Acute effects of self-myofascial release using a foam roller on arterial function. Journal of strength and conditioning research, 28(1), 69–73.
- ↑18 Goh SL, Persson MSM, Stocks J, Hou Y, Lin J, Hall MC, Doherty M, Zhang W. Efficacy and potential determinants of exercise therapy in knee and hip osteoarthritis: A systematic review and meta-analysis. Ann Phys Rehabil Med. 2019 Sep;62(5):356-365.
Kostenlose Leseprobe
Erfahre, wie Knie- und Meniskusschmerzen oft entstehen und welche Übungen helfen können.
Gib deine E-Mail-Adresse an, um deine Leseprobe herunterzuladen.
Kostenlose Leseprobe
Erfahre, wie Knie- und Meniskusschmerzen oft entstehen und welche Übungen helfen können.
Gib deine E-Mail-Adresse an, um deine Leseprobe herunterzuladen.
Kostenlose Leseprobe
Erfahre, wie Knieschmerzen oft entstehen und welche Übungen helfen können.
Gib deine E-Mail-Adresse an, um deine Leseprobe herunterzuladen.
