Roland Liebscher-Bracht sieht direkt in die Kamera. Der Hintergrund ist grün-grau gefärbt.
Unterschrift Roland Liebscher-Bracht

Rückenschmerzen sind in Deutschland Volksleiden Nr. 1. Laut dem DAK Gesundheitsreport haben 74 bis 85 Prozent der Deutschen schon mindestens einmal in ihrem Leben an Rückenbeschwerden gelitten.1)  Wenn es im Rücken zwickt, macht sich meist jede Bewegung deutlich bemerkbar. Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass wir viel zu viel sitzen und dadurch das Entstehen von Rückenschmerzen begünstigt wird. Ob jung oder alt, chronisch oder nur vorübergehend, weiter oben oder unten – Rückenschmerzen sind für alle Betroffenen unangenehm und müssen oft nicht sein!

Rückengesund mit Herz, Hand und Verstand

So lautet das Motto des diesjährigen Tages der Rückengesundheit am 15. März 2023, der seit über 20 Jahren zur aktiven Prävention von Rückenschmerzen aufruft. Hier erfährst du daher alles rund um das Thema Rücken:

Wir versorgen dich mit grundlegendem Wissen zu Aufbau und Funktion des Rückens sowie zu den Ursachen von Rückenschmerzen. Zur besseren Veranschaulichung der verschiedenen Schmerzzustände sind die folgenden Informationen in vier Bereiche unterteilt. Damit du gezielt auf bestimmte Inhalte zugreifen kannst und siehst, wo genau sich deine Schmerzen befinden. Wir stellen dir außerdem für jeden der Bereiche eine Übung bereit, mit der du dich von deinen Schmerzen selbst befreien kannst!

Die Grafik zeigt eine Wirbelsäule unterteilt in ihre einzelnen Bestandteile: Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule.

Der Rücken: Aufbau und Funktion


Der Rücken ist das Zentrum deiner Beweglichkeit und besteht aus verschiedenen Bauteilen wie Muskeln, Bandscheiben und der Wirbelsäule. Mit ihren 24 Wirbelkörpern stützt sie deinen Rücken und trägt den Rumpf. Sie schützt außerdem das Rückenmark, welches mit dem Gehirn das zentrale Nervensystem bildet und damit unter anderem für deine Bewegungskoordination zuständig ist. Deine Wirbelsäule ist daher äußerst flexibel gebaut, damit du dich auch genau so bewegen kannst, wie du es möchtest.

Ursachen von Rückenschmerzen


Spezifische und unspezifische Rückenschmerzen

Ärzte unterscheiden zwischen spezifischen und unspezifischen Rückenschmerzen. Spezifische Rückenschmerzen haben eine klar identifizierbare Ursache wie Unfälle oder Stürze. Es resultieren strukturelle Veränderungen beispielsweise in Form von Knochenbrüchen, die mittels bildgebender Verfahren (Röntgen, CT, MRT) deutlich sichtbar sind. Organische Veränderungen können durch Erkrankungen wie Krebs hervorgerufen werden.

Bei unspezifischen Rückenschmerzen hingegen kann keine konkrete Ursache bestimmt werden. Bildgebende Verfahren sind hier nutzlos, da keine strukturelle Schädigung vorliegt.

Bei 85 bis 90 Prozent der Fälle handelt es sich um unspezifische Rückenschmerzen.2)

Das größte Problem besteht darin, dass die wahre Ursache der meisten Schmerzen nicht erkannt wird und in der Folge ineffektive oder nicht nachhaltige Behandlungsmethoden empfohlen werden. Zwar mögen in der Behandlung teils kurzfristige Erfolge verzeichnet werden. Meist kommen die Beschwerden jedoch nach einem gewissen Zeitraum wieder, oder sie verschwinden erst gar nicht. Unsere Alltagsgewohnheiten wie häufiges Sitzen als eine wesentliche Ursachen von Schmerzen bleiben bei der Diagnose oft unberücksichtigt. Stattdessen wird meist auf andere Faktoren wie das Alter verwiesen.

Schmerzmodell nach Liebscher & Bracht

Mit mehr als 35 Jahren Erfahrung in der Schmerztherapie wissen wir, dass für die meisten unspezifischen Rückenschmerzen unnachgiebige Muskeln und Faszien verantwortlich sind. Sie stellen das Ergebnis von mangelnder und unausgewogener Bewegung dar. Nicht ohne Grund heißt es: Wer rastet, der rostet!

Unser Körper ist auf ständige Bewegung ausgelegt. Jedoch sitzen wir viel zu viel und nutzen nicht alle uns zur Verfügung stehenden Bewegungswinkel ausreichend. Dadurch entsteht eine zu hohe Spannungen in Muskeln und Faszien, was diese verkleben und unnachgiebig werden lässt. Der Bewegungsumfang verschlechtert sich und die Belastung sowie der Druck auf Gelenke und Knorpel steigt. Um Verschleiß und drohende Schäden an der Struktur zu verhindern, warnt der Körper uns mit Alarmschmerzen. Genau das sind in den meisten Fällen deine Rückenschmerzen! Unsere Methode dagegen zielt daher genau auf diese muskulär-faszial bedingten Schmerzen ab, die sich meist schleichend aufbauen und deswegen häufig schwer zu diagnostizieren sind.

Neben mangelnder und unausgewogener Bewegung können auch indirekte Faktoren deine Rückenschmerzen begünstigen: Umwelteinflüsse (z. B. Wetterfühligkeit, schädliche Substanzen in Textilien und Kosmetika), psychische Faktoren (z. B. Stress, Schlafprobleme und traumatische Erfahrungen), Ernährungsdefizite des Knorpels sowie eine gehemmte Nährstoffaufnahme und Abtransport von Abfallstoffen der Bandscheiben und Knorpel, bedingt durch ein inaktives Fließsystem.

Eine Frau sitzt verzweifelt auf dem Boden vor ihrem Bett und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, weil sie nicht schlafen kann.

© cottonbro | pexels.com

Wo schmerzt dein Rücken?


Nachfolgend erfährst du alles über die verschiedenen Schmerzzustände in den unterschiedlichen Bereichen deines Rückens: Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie Schmerzen, die deinen gesamten Rücken betreffen.

Halswirbelsäule

Die Halswirbelsäule (HWS) ist mit sieben Wirbeln der oberste und beweglichste Teil deiner Wirbelsäule. Der erste Wirbel nennt sich Atlas, gefolgt vom Axis-Wirbel. Häufige Beschwerden und Krankheitsbilder in diesem Bereich sind:

Übungen für Schulter und Nacken — Endlich entspannt

Roland erklärt dir, wie du deine Verspannungen in den Schultern und im Nacken ganz einfach lösen kannst.

Brustwirbelsäule

Der zweite und längste Teil der Wirbelsäule ist die Brustwirbelsäule (BWS). Sie umfasst sowohl zwölf Brustwirbel als auch die zwölf Rippenpaare. Die an den Brustwirbeln angesetzten Rippen umschließen deine Organe und schützen sie. Im Bereich der Brustwirbelsäule treten oft folgende Beschwerden auf:

Übungen für die Brustwirbelsäule — BWS-Blockade lösen

In diesem Video zeigt dir Roland, wie du deine Brustwirbelsäule-Blockade mit zwei einfachen Übungen ganz leicht selbst lösen kannst.

Lendenwirbelsäule

Im unteren Rücken, zwischen Brustwirbelsäule und Kreuzbein, befindet sich die Lendenwirbelsäule (LWS). Ihre fünf Lendenwirbel sind stabiler gebaut als die der restlichen Wirbelsäule. Da die Lendenwirbelsäule den Hauptteil des Körpergewichtes trägt, wird sie sehr stark belastet, weshalb Schmerzen im unteren Rücken sehr häufig sind. Deine Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule können von diesen Krankheitsbildern kommen:

Übungen für die Lendenwirbelsäule

Wir zeigen dir in diesem Video Übungen für die Lendenwirbelsäule, mit denen du dir bei Schmerzen ganz einfach selbst helfen kannst.

Gesamter Rücken

Deine Schmerzen betreffen den ganzen Rücken oder du kannst den Schmerzort nicht genau lokalisieren? Es gibt verschiedene Schmerzzustände und Erkrankungen, die den gesamten Rücken betreffen können. Bekannt sind vor allem die Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung der Bandscheibe) und der Bandscheibenvorfall (Austritt des gelartigen Kerns der Bandscheibe in den Wirbelkanal). Aber auch Erkrankungen wie Arthrose, Morbus Bechterew, Spinalkanalstenose und Fibromyalgie verursachen oft Schmerzen im Rücken. Muskeln und Faszien können bei all diesen Schmerzzuständen eine Rolle spielen, sodass du dir mit den Liebscher & Bracht Übungen® in vielen Fällen selbst helfen kannst. In unserem Schmerzlexikon findest du weitere Informationen.

Übungen für den gesamten Rücken — Weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit

Du willst deine Beweglichkeit im Rücken steigern? Roland zeigt dir im Video, wie das mit einfachen und effektiven Dehnübungen geht.

Faszienrollmassage gegen Rückenschmerzen


Frau steht in der freien Natur und hält verschiedene Faszienrollen und Faszienkugeln von Liebscher & Bracht

Mit unseren Faszienrollen kannst du den Effekt der (Rücken-)Übungen verstärken und aktiv die Linderung deiner Schmerzen angehen. Durch das Auswalzen wird der Austausch von Gewebeflüssigkeit angeregt – Ablagerungen können besser vom Körper abtransportiert werden. Fasziale Verklebungen werden gelöst, Muskeln wieder flexibel und geschmeidig.

So findest du die perfekte Faszienrolle

Du bist dir unsicher, welche Faszienrolle die richtige für dich ist? Wir zeigen dir, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Faszienrolle du benötigst, um deine Schmerzen gezielt zu lindern.

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Dehnen mit dem Rückenretter


Der Betrachter sieht den Liebscher & Bracht Rückenretter, welcher aus drei unterschiedlich hohen Sockeln und zwei verschiedenen Aufsätzen besteht.

Möchtest du deine Rücken- oder auch Hüftschmerzen noch schneller und effektiver behandeln, dann ist unser Rückenretter das Hilfsmittel deiner Wahl. Mit ihm kannst du deinen Hüftbeuger sowie die obere und untere Rückenpartie ganz bequem aufdehnen. Egal, ob du gerade liest, fernsiehst oder dich vor dem Schlafengehen entspannen willst: Platziere den Rückenretter unter deinem Rücken und spüre sofort die wohltuende Dehnung in Rücken und Hüfte!

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Dehnen mit dem Nackenretter


Der Betrachter sieht den Liebscher & Bracht Nackenretter, welcher aus 3 miteinander kombinierbaren Teilen besteht.

Du hast Schmerzen im Bereich des Nackens und der Halswirbelsäule? Die Liebscher & Bracht Übungen kannst du mit dem Nackenretter optimieren und Beschwerden so noch wirksamer bekämpfen. Einfach drauflegen und entspannen. Sobald du auf unserem Hilfsmittel liegst, setzt durch die Schwerkraft automatisch die Dehnung ein. Gleichzeitig werden Knochenpunkte gedrückt, die oft mit Nackenschmerzen zusammenhängen.

Unser Tipp: Für den ultimativen Entspannungs-Kick rolle mit deinem Kopf auf dem Nackenretter langsam hin und her. Das kann wichtige Regenerationsprozesse im Gewebe ankurbeln und lässt Muskeln und Faszien wieder schön geschmeidig werden.

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Quellen & Studien

  • ↑1 DAK Gesundheitsreport 2018.
  • ↑2 Reith, Wolfgang: Nichtspezifische Kreuzschmerzen und Chronifizierung. In: Der Radiologe 60 (2020), S. 117-122.