Kritik #1:

Stimmt das? „Liebscher & Bracht haben weder eine Studie noch wissenschaftliche Belege!“

In einigen kritischen Auseinandersetzungen mit uns ist zu lesen, dass wir bislang weder eine Studie noch wissenschaftliche Belege zu unserer Methode vorweisen könnten, aber trotzdem behaupten, dass unsere Übungen so vielen Menschen helfen. Stimmt das?

Kurze Antwort: Nein! Und hier müssen wir eine wichtige Unterscheidung machen: Zum einen lassen sich die Wirksamkeit unseres Therapie-Ansatzes sowie einige der von uns kritisierten Aussagen durch internationale Studien belegen. Und zum anderen gibt es durchaus eigene Untersuchungen zu unserer Therapie.

  • Erfahre hier mehr über Studien der internationalen Schmerzforschung, die unsere Therapie stützen.
  • Erfahre hier mehr über unser eigenes Forschungsbemühen und bereits durchgeführte Untersuchungen zur Liebscher & Bracht-Therapie.

Unabhängig von unseren eigenen Forschungsbemühungen gibt es bereits wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit unserer Ansätze

Bevor wir über unsere eigenen Untersuchungen und Studien sprechen, möchten wir auf etwas Wichtiges hinweisen, das in der kritischen Auseinandersetzung mit unserer Therapie meist völlig außer Acht gelassen wird: Viele unserer Aussagen sowie Teilaspekte unserer Therapie sind längst durch Studien und Forschungen der internationalen Schmerzforschung belegt.

Die Forschungslage ist spannend, dynamisch und wir haben sie genau im Blick. Und auf unserer Studienseite veröffentlichen wir fortlaufend Beiträge, die wichtige Ergebnisse gut verständlich für Schmerzpatienten zusammenfassen. An dieser Stelle sei ein Beispiel genannt, das uns in der Vergangenheit immer wieder Kritik einbrachten: Unsere Position zu Operationen.

Operationen lassen sich vermeiden, wenn man die Gelenkbewegung verbessert

Unsere kritische Haltung gegenüber Operationen wird oft als „wissenschaftsfeindlich” abgetan. Dabei sind wir gar nicht „gegen” Operationen: Wir betonen immer wieder, dass es Fälle gibt, in denen eine Operation durchaus sinnvoll sein kann. Nur raten wir Schmerzpatienten dazu, zunächst alle konservativen Möglichkeiten auszuschöpfen, bevor sie sich unters Messer legen – auch unsere Therapie. Denn was haben sie zu verlieren?

Wir raten dazu, da sich zeigt, dass Operationen oft vorschnell durchgeführt werden und beileibe nicht immer den gewünschten Erfolg herbeiführen. Und immer wieder erleben wir, dass unsere Therapie Operationen verhindert. Aber gibt es dafür auch Belege?

Ja! Am Beispiel von Kniearthrose zeigt eine aktuelle Studie, dass Therapieansätze, die wie wir auf die Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit setzen, in enorm vielen Fällen die Operation verhindert. Hier die Ergebnisse in Kürze:

  • 2019 untersuchte ein US-amerikanisches Forschungsteam um Prof. K. Donald Shelbourne – einem der Top-Spezialisten auf dem Gebiet der Kniechirurgie – konservative (also nicht operative) Alternativen zur Behandlung von Kniearthrose.
  • Mehr als 400 Patienten, die für eine Knieprothese vorgesehen waren, wurden im Rahmen der Studie nach einem konservativen Therapieschema behandelt, das darauf abzielt, den Bewegungsumfang des Kniegelenks zu verbessern.
  • Das Ergebnis: Bei 76 Prozent der Patienten war die ursprünglich geplante Knieprothese nicht mehr notwendig.
  • Die Faktoren, die dafür ausschlaggebend waren, nutzen auch wir in unserer Therapie: gezielte Dehnung, spezielle Kräftigung und Verbesserung des Bewegungsumfangs der Gelenke.

Die Ergebnisse der Shelbourne-Studie sind vergleichbar mit denen unserer in Salzburg durchgeführten Kniestudie. Das heißt: Die Liebscher & Bracht-Therapie bewirkt offenbar ähnliche Ergebnisse, wie die in der Shelbourne-Studie beobachteten. Und das heißt auch, dass vielen Menschen eine Operation – die mit Risiken verbunden ist und oftmals auch keine Besserung bringt – erspart werden könnte.

Einen ausführlichen Artikel über die Shelbourne-Studie findest du hier.

Es gibt Untersuchungen und Studien zur Liebscher & Bracht-Therapie — und das ist erst der Anfang!

Die Behauptung, wir hätten grundsätzlich keine eigenen Studien oder wissenschaftlichen Belege, ist falsch: Bereits 2010 haben wir am Zentrum für Gesundheit an der Sporthochschule Köln eine Wirksamkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die von Prof. Dr. Ingo Froböse unter dem Namen „Die Wirksamkeit der Liebscher und Bracht-Schmerztherapie im wissenschaftlichen Focus“ durchgeführte Studie kommt zu dem vielversprechenden Schluss:

„Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Einfluss auf das subjektive Schmerzempfinden der Schmerzprobanden durch die Behandlungsmethode nach Liebscher und Bracht auf. Die Schmerzpatienten verspürten direkt nach der ca. einstündigen, individuellen Behandlung signifikant weniger Schmerzen. Dies könnte bedeuten, dass ein Umdenken in der herkömmlichen Schmerztherapie an der Zeit ist.“

Die Untersuchung wurde darüber hinaus von einem Fernsehteam begleitet. Einen Ausschnitt daraus kannst du dir hier ansehen:

 

2011 folgte ein Biometrischer Bericht durch Dr. Gammel über unsere Schmerz-Seminare, bei dem untersucht wurde, ob und wie stark die Schmerzen der Teilnehmer durch unsere Therapie abnahmen. Das Ergebnis: Die Anzahl der Schmerzpatienten, die auf unsere Therapie ansprachen, lag bei durchschnittlich 96 Prozent. Die Anzahl der Patienten, deren Schmerzen nach dem Seminar auf höchstens 30 Prozent Restschmerz zurückgegangen waren, lag bei 94,5 Prozent.

Zusätzlich zu den genannten Untersuchungen heben zahlreiche Experten die Wirkung der Liebscher & Bracht-Therapie hervor: 2013 betonte beispielsweise der ärztliche Direktor der Sportorthopädischen Praxisklinik Köln, Prof. Dr. med. Oliver Tobolski, das Potential der Therapie zur Behandlung von Schmerzen bei Sportlern. Klaus Eder, ehemals leitender Physiotherapeut des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Fußballbundes (DFB), erklärte sogar: „Die Liebscher & Bracht-Schmerztherapie gehört zu den wirkungsvollsten Methoden, die ich je kennenlernen durfte.“ Viele namhafte Profi-Sportler – wie z. B. der ehemalige Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker –, welche die Wirkung unserer Therapie am eigenen Körper erfahren haben, stimmen ihm dabei zu.

Unser neuer Forschungsbereich Liebscher & Bracht Research

Zuletzt wurde uns vermehrt (unter anderem vom Wissenschaftspodcast „Quarks”) vorgeworfen, wir würden unsere früheren Untersuchungen als Belege für die Wirksamkeit unserer Therapie verwenden. Wir nehmen diese Kritik an, allerdings sollte dieser Anschein nie erweckt werden. Denn uns ist bewusst, dass die Aussagekraft unserer früheren Untersuchungen limitiert ist und sie maximal ein erster Schritt zur Evaluation der Liebscher & Bracht-Therapie sein können.

Aus diesem Grund haben wir unter wissenschaftlicher Leitung des Unfallchirurgen Dr. med. Egbert Ritter im März 2020 einen eigenen Forschungsbereich geschaffen. Liebscher & Bracht Research, so heißt dieser Forschungsbereich, sieht sich als enge wissenschaftliche Begleitung unserer Schmerztherapie. Er verfolgt das Ziel, sowohl interne klinische Studien zur Evidenz unseres Ansatzes voranzubringen als auch externe Studien zu Teilaspekten unserer Therapie näher zu untersuchen.

Wann wird es große, methodisch saubere und gut designte Studien geben?

In einer Knie-Studie am Unfallkrankenhaus Salzburg trug die Arbeit von Liebscher & Bracht Research erste Früchte. Knieschmerzen, die in nur 6 Wochen um über 80 Prozent reduziert werden, und Patienten, die ihre geplanten OP-Termine wieder absagen – das sind die zentralen Ergebnisse unserer Pilotstudie. Veröffentlicht wurde sie im Dezember 2021 in den „Schmerz Nachrichten“, dem wichtigsten Springer-Fachmagazin zum Thema Schmerz in Österreich, herausgegeben von der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG). In den nächsten Monaten und Jahren sollen weitere klinische Studien folgen, die in Teilnehmerzahl, Methodik und Studien-Design noch weit über die Salzburger Knie-Studie hinausgehen. Auch Einzelfallanalysen sowie Multicenter-Studien sollen die Wirksamkeit unserer Therapie im Rahmen von Liebscher & Bracht Research wissenschaftlich weiter fundieren.

Warum dauert das so lange?

Nach Abschluss der Wirksamkeitsstudie 2010 hatten wir ursprünglich geplant, direkt eine darauf aufbauende, größere Studie folgen zu lassen. Allerdings gab es ein entscheidendes Problem dabei: Wir hätten diese Studie selbst finanzieren müssen – und damit wäre es keine vollständig unabhängige Untersuchung gewesen. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Wir wären absolut dazu bereit gewesen, die finanziellen Mittel aufzutreiben, um eine solche Studie umzusetzen, aber wir wollten nicht, dass die Glaubwürdigkeit dieser Studie dann angezweifelt worden wäre, weil wir der „Sponsor“ gewesen wären.

Inzwischen sehen wir den Tatsachen ins Auge: Es ist kaum möglich, eine vollkommen unabhängige, nicht von uns finanzierte Studie durchzuführen. Und wir möchten nicht noch weitere Jahre damit zubringen, nach Wegen zu suchen, wie sich dieses Vorhaben vielleicht doch umsetzen ließe – dazu ist uns die baldige wissenschaftliche Evaluation unserer Schmerztherapie zu wichtig. Es ist ohnehin schwierig genug, eine unabhängige Studie zu kontroversen Ansätzen in der Schmerztherapie durchzuführen, wie das Beispiel der Khalifa-Methode zeigt:

Beispiel Khalifa: Eine unabhängige Studie zu kontroversen Ansätzen ist schwer durchzusetzen

Wie schwierig es ist, unabhängige Forschungsgelder für einen Therapieansatz aufzutreiben, der den etablierten Ansichten in einigen Punkten widerspricht, zeigt das Beispiel der Khalifa-Methode. Wir fassen den Fall kurz für dich zusammen:

  • Der Heilmasseur Mohammed Khalifa entwickelte eine Methode, durch die sich das Kreuzband ohne operative Eingriffe wieder regenerieren lässt.
  • Die Methode zeigte Erfolge, die möglicherweise auf neuromuskuläre und epigenetische Zusammenhänge sowie die Faszien-Struktur zurückzuführen sind.
  • Zahlreiche Patienten und auch prominente Sportler wie Boris Becker, Steffi Graf, Roger Federer und Franziska van Almsick berichteten von einer erfolgreichen Behandlung durch Khalifa.
  • Teile der herkömmlichen Medizin lehnten die Methode ab und deklassierten sie als “Wunderheilung”, der jede Evidenz fehlte.
  • Der Sportmediziner Dr. Michael Ofner stieß bei seinen Bemühungen, die Methode zu untersuchen, auf starken Widerstand: Professoren lehnten die Methode als “unmöglich” oder “uninteressant” ab.

Erst nach drei Jahren hatte Dr. Ofner genügend Patienten für eine valide Studie. Ergebnis: 50 Prozent der Patienten hatten nach drei Monaten wieder ein vollständig nachgewachsenes Kreuzband, 90 Prozent konnten ihr Knie wieder schmerzfrei bewegen.

Wir möchten Studien durchführen – und sind dabei offen für Kooperationen!

Was zeigt uns die Geschichte von Mohammed Khalifa? Es ist äußerst schwierig und mit vielen Hindernissen verbunden, eine unabhängige, nicht selbst finanzierte Studie zu einem Ansatz durchführen zu lassen, der von der etablierten Lehrmeinung nicht ernst genommen wird.

Deshalb möchten wir an dieser Stelle unbedingt betonen: Wir sind immer interessiert an der Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Erstellung von möglichst unabhängigen Studien zur Liebscher & Bracht-Therapie. 

Wenn du also in einem entsprechenden Fachbereich tätig bist (oder Menschen kennst, auf die das zutrifft) und Interesse hast, dich zum Beispiel im Rahmen einer Doktorarbeit mit unserer Therapie zu beschäftigen, freuen wir uns, wenn du dich meldest!
research@liebscher-bracht.com