Stimmt das? „Liebscher & Bracht haben weder eine Studie noch wissenschaftliche Belege!“

In einigen kritischen Auseinandersetzungen mit uns ist zu lesen, dass wir bislang weder eine Studie noch wissenschaftliche Belege zu unserem Therapie-Ansatz vorweisen könnten, aber trotzdem behaupten, dass unsere Übungen so vielen Menschen helfen. Stimmt das?

Es gibt eine Studie zur Liebscher & Bracht-Therapie — und das ist erst der Anfang!

Die Behauptung, wir hätten grundsätzlich keine Studien oder wissenschaftlichen Belege, ist falsch: Bereits 2010 haben wir am Zentrum für Gesundheit an der Sporthochschule Köln eine Wirksamkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die von Prof. Dr. Ingo Froböse unter dem Namen „Die Wirksamkeit der Liebscher und Bracht-Schmerztherapie im wissenschaftlichen Focus“ durchgeführte Studie kommt zu dem vielversprechenden Schluss:

„Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Einfluss auf das subjektive Schmerzempfinden der Schmerzprobanden durch die Behandlungsmethode nach Liebscher und Bracht auf. Die Schmerzpatienten verspürten direkt nach der ca. einstündigen, individuellen Behandlung signifikant weniger Schmerzen. Dies könnte bedeuten, dass ein Umdenken in der herkömmlichen Schmerztherapie an der Zeit ist.“

Die Untersuchung wurde darüber hinaus von einem Fernsehteam begleitet. Einen Ausschnitt daraus kannst du dir hier ansehen:

2011 folgte ein Biometrischer Bericht durch Dr. Gammel über unsere Schmerz-Seminare, bei dem untersucht wurde, ob und wie stark die Schmerzen der Teilnehmer durch unsere Therapie abnahmen. Das Ergebnis: Die Anzahl der Schmerzpatienten, die auf unsere Therapie ansprachen, lag bei durchschnittlich 96 Prozent. Die Anzahl der Patienten, deren Schmerzen nach dem Seminar auf höchstens 30 Prozent Restschmerz zurückgegangen waren, lag bei 94,5 Prozent.

Zusätzlich zu den genannten Untersuchungen heben zahlreiche Experten die Wirkung der Liebscher & Bracht-Therapie hervor: 2013 betonte beispielsweise der ärztliche Direktor der Sportorthopädische Praxisklinik Köln, Prof. Dr. med. Oliver Tobolski, das Potential der Therapie zur Behandlung von Schmerzen bei Sportlern. Klaus Eder, leitender Physiotherapeut des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Fußballbundes (DFB), erklärte sogar: „Die Liebscher & Bracht-Schmerztherapie gehört zu den wirkungsvollsten Methoden, die ich je kennenlernen durfte.“ Viele namhafte Profi-Sportler — wie z. B. der ehemalige Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker –, welche die Wirkung unserer Therapie am eigenen Körper erfahren haben, stimmen ihm dabei zu. 

Warum gibt es noch keine weitere Studie?

Wir wissen natürlich, dass die Wirksamkeitsstudie durch Prof. Dr. Ingo Froböse nur ein erster Schritt zur Evaluation der Liebscher & Bracht-Therapie ist. Uns ist bewusst, dass auf diese erste Studie eine umfangreichere Untersuchung mit einer Placebo-Kontrollgruppe folgen muss. Warum haben wir also bislang keine solche Studie in Auftrag gegeben, die alle Kritikpunkte abdecken würde?

Nach Abschluss der Wirksamkeitsstudie hatten wir ursprünglich geplant, direkt eine darauf aufbauende, größere Studie folgen zu lassen. Allerdings gab es ein entscheidendes Problem dabei: Wir hätten diese Studie selbst finanzieren müssen — und damit wäre es keine vollständig unabhängige Untersuchung gewesen. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Wir wären absolut dazu bereit gewesen, die finanziellen Mittel aufzutreiben, um eine solche Studie umzusetzen, aber wir wollten nicht, dass die Glaubwürdigkeit dieser Studie dann angezweifelt worden wäre, weil wir der „Sponsor“ gewesen wären. 

Beispiele dafür gibt es gerade im Gesundheitsbereich genug: DIE ZEIT kritisierte etwa in einem ausführlichen Artikel mit dem Titel „Die gekaufte Wissenschaft“, dass die Forschung ihre Unabhängigkeit durch die enge Zusammenarbeit mit den Auftraggebern in der Wirtschaft verliere: „Unternehmen bestellen Studien, engagieren Professoren und finanzieren ganze Institute, die in ihrem Sinne forschen.“ Genau das möchten wir nicht!

Wir möchten, dass eine solche Studie so unabhängig und professionell wie möglich durchgeführt wird, damit es im Nachhinein keinen Zweifel am Ergebnis geben kann. Doch genau hier liegt die Schwierigkeit: Es gibt viele Anbieter — darunter auch Kritiker wie „Evidenzbasierte Physiotherapie“ oder „Physio meets Science“, mit denen wir in Gesprächen waren –, die gerne eine Studie durchführen würden und diese auch kritisch einfordern, aber nur, wenn wir sie dafür bezahlen.

Beispiel Khalifa: Eine unabhängige Studie zu kontroversen Ansätzen ist schwer durchzusetzen

Wie schwierig es ist, unabhängige Forschungsgelder für einen Therapie-Ansatz aufzutreiben, der den etablierten Ansichten in einigen Punkten widerspricht, zeigt das Beispiel der Khalifa-Methode: Ähnlich wie wir, hatte auch der Heilmasseur Mohammed Khalifa den Ansatz, Verletzungen und Schmerzen ohne Operationen heilen zu wollen. Er spezialisierte sich dabei auf Kreuzbandrisse und entwickelte eine Methode, durch die sich das Kreuzband ohne operativen Eingriff wieder regenerieren kann. „Unmöglich“, sagt die Schulmedizin, „ein vollständig gerissenes Kreuzband kann nicht von selbst wieder zusammenwachsen.“  

Khalifa arbeitet bei der Behandlung seiner Patienten — ähnlich wie wir — mit Druckpunkten am Knie, welche die Schmerzen herabsetzen und das Knie wieder belastbar werden lassen. Er praktiziert den Ansatz „form follows function“: Wenn es ihm gelingt, die vegetative und makroskopische Funktionsfähigkeit eines Gelenks wiederherzustellen, dann normalisieren sich allmählich auch die Strukturen. Deshalb fordert er seine Patienten auf, das Knie gleich nach der Behandlung wieder zu belasten und regelmäßig zu bewegen — das kennst du sicher auch aus unserer Therapie. Der Erfolg der Khalifa-Methode ist auf neuromuskuläre und epigenetische Zusammenhänge sowie die Faszien-Struktur zurückzuführen: Durch eine Faszien-Massage kann gezielt Druck auf das verletzte Gewebe ausgeübt werden, wodurch ein Impuls zur Regeneration gegeben wird, sich die „Verklebungen“ lösen und über die Lymphe abtransportiert werden können. Auch das kennst du bereits aus unseren Videos.

Doch Khalifa wurde von vielen Schulmedizinern verlacht und nicht ernst genommen. Auch hier gibt es wieder Parallelen zu unserer Therapie: Obwohl zahlreiche Patienten und auch prominente Sportler wie Boris Becker, Steffi Graf, Roger Federer und Franziska van Almsick von einer erfolgreichen Behandlung durch Khalifa berichteten, taten Schulmediziner die Methode weiter als unwahrscheinliche „Wunderheilung“ ab, der jede Evidenz fehle. Doch wie bereits der antike Gelehrte Augustinus von Hippo sagte, geschehen vermeintliche Wunder nicht im Widerspruch zur Natur, sondern nur im Widerspruch zu dem, was wir über die Natur wissen.

Glücklicherweise dachte sich das auch der österreichische Sportmediziner Dr. Michael Ofner, der auf die Khalifa-Methode aufmerksam wurde und sich trotz anfänglicher Skepsis nicht davon abhalten ließ, diesen kontroversen Ansatz genauer zu untersuchen. Allerdings stieß er für sein Vorhaben, an seiner Universität eine unabhängige Studie durchzuführen, zunächst auf starken Widerstand: „Auf meine Bitte um Unterstützung dabei, verneinten mehr als fünf Professoren mit dem Kommentar ‚Unmöglich‘ oder ‚Uninteressant’.“

Nach 20 weiteren Absagen hatte Dr. Ofner schließlich das Glück, in Prof. Dr. Andreas Sandner-Kiesling doch jemanden zu finden, der neben seiner rein schulmedizinischen Kompetenz ein Spezialist im Bereich der Komplementärmedizin ist und bereit war, einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Dank seiner Unterstützung konnte schließlich eine Studie zur Khalifa-Methode in Angriff genommen werden, doch Dr. Ofner sah sich bereits mit der nächsten Hürde konfrontiert: Er musste genügend Patienten mit einem Kreuzbandriss finden. Zwar kommt es in Österreich jährlich zu rund 12.000 Kreuzbandrissen, aber die etablierten Behandlungszentren weigerten sich, ihm Patienten für die Studie zu vermitteln — schließlich sollte hier ja etwas untersucht werden, dass die Schulmedizin für unmöglich hielt.

Erst nach drei Jahren hatte Dr. Ofner genügend Patienten zusammen, um zu zuverlässigen Studien-Ergebnissen zu gelangen. Doch der Aufwand hatte sich gelohnt: Obwohl es die meisten Wissenschaftler für „unmöglich“ hielten, weil es der gängigen Lehre und den vorhandenen Studien widersprach, hatten 50 Prozent der Patienten nach drei Monaten wieder ein vollständig nachgewachsenes Kreuzband. In der Kontrollgruppe, die keine Behandlung durch Khalifa erhalten hatte, konnte dies bei keinem einzigen Patienten festgestellt werden. 90 Prozent der Khalifa-Patienten konnten ihr Knie zudem wieder vollständig bewegen und ohne Schmerzen benutzen.

Hast du die Möglichkeit, eine unabhängige Studie zu ermöglichen? Dann kontaktiere uns!

Was zeigt uns die Geschichte von Mohammed Khalifa? Es ist äußerst schwierig und mit vielen Hindernissen verbunden, eine unabhängige, nicht selbst finanzierte Studie zu einem Ansatz durchführen zu lassen, der von der etablierten Lehrmeinung nicht ernst genommen wird. Die Geschichte zeigt uns aber auch, dass es sich lohnen kann, eigene Vorbehalte zu überwinden! Wir nehmen uns davon übrigens nicht aus: Wir haben durch „Physio meets Science“ und „Evidenzbasierte Physiotherapie“ immer wieder Kritik erhalten, dass es uns an einer großen, methodisch sauberen und gut designten Studie mangele. Statt uns zu verschließen oder die Kritik empört zurückzuweisen, sind wir auf beide Kritiker zugegangen und haben angefragt, ob sie Interesse hätten, eine Studie nach ihren Maßstäben durchzuführen, die all ihre Kritikpunkte beseitigen würde.

Es kam schließlich zu einem freundlichen und professionellen Austausch untereinander, bei dem wir uns allerdings nicht auf eine Studie einigen konnten: Es wurde zwar Bereitschaft signalisiert, eine solche Studie durchzuführen, aber nur unter der Bedingung, dass wir sie finanzieren. Aus bereits genannten Gründen sehen wir dadurch aber die Glaubwürdigkeit der Studie gefährdet, wenn wir als ihr Sponsor auftreten. Wir können die Enttäuschung von „Physio meets Science“ natürlich verstehen und nehmen ihre anhaltende Kritik auch weiterhin zur Kenntnis, aber für uns ist die Unabhängigkeit der Studie ein absolut wichtiges Kriterium!

Wir sind weiterhin bemüht und absolut bereit, eine unabhängige Studie zu unserer Therapie zu ermöglichen. Wir fragen bereits regelmäßig verschiedenste Stellen an, doch zu einer erfolgreichen Zusage ist es bislang noch nicht gekommen.

Wenn dies also jemand liest, der die Möglichkeit hat — vielleicht auch im Zuge seiner Doktorarbeit — eine unabhängige, nicht durch unsere Gelder finanzierte Studie durchzuführen, der zögere bitte nicht, Kontakt zu uns aufzunehmen: service@liebscher-bracht.com