Sodbrennen – Was hilft gegen den brennenden Schmerz?

Alle Informationen zu den Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten von Sodbrennen

Frau hält sich den von Sodbrennen schmerzenden Hals

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Kennen Sie auch diesen brennenden, quälenden Schmerz, der vom Magen in die Speiseröhre hinauf drückt? Er tritt häufig nach üppigem Essen auf oder auch im Liegen. Sodbrennen ist mehr als ein wenig Bauchdrücken nach zu reichhaltigem Essen. Es quält Menschen, schmerzt und blockiert so sehr, dass Patienten teilweise bei einer Sodbrennen-Attacke kaum mehr an etwas anderes denken können. Weitverbreitet ist dabei die Überzeugung, dass Sodbrennen lediglich ein Überschuss an Magensäure ist und Medikamente das Problem lösen können. Die Schmerzspezialisten von Liebscher & Bracht wissen jedoch: Medikamenteneinnahme bei Sodbrennen löst nicht die zugrunde liegenden muskulär-faszialen Überspannungen in der Zwerchfellmuskulatur, denn verlieren die Medikamente ihre Wirkung, kehren auch die Symptome wieder zurück.

Wir verraten Ihnen in diesem Artikel, wie Sie Sodbrennen und die dabei auftretenden Schmerzen effektiv und schnell behandeln können – ganz ohne Medikamente.

Sodbrennen: Mehr als nur ein unangenehmes Gefühl?

Sodbrennen ist mehr als nur ein bisschen zu viel Magensäure, die durch die Magenpforte in die Speiseröhre übertritt. Treten diese Beschwerden regelmäßig mehrmals die Woche auf, sprechen die Ärzte von einer Reflux-Erkrankung. Die Symptome sind vielfältig: Aufstoßen, schmerzhaftes Brennen und Magendruck gehören dazu. Viele Menschen verbinden den Begriff Sodbrennen mit bestimmten Speisen, wobei fettige Speisen, wie Pommes oder Schweinefleisch, am häufigsten in Verdacht stehen, Sodbrennen auszulösen. Bei vielen Patienten bestehen diese Beschwerden über Jahre. Die konventionelle Methode der Behandlung ist die Bindung der überschüssigen Magensäure durch Medikamente.

Die Ursache des Problems wird dabei vernachlässigt. Meist kehren die Symptome zurück, wenn die Wirkung der Tabletten nachlässt. Das Sodbrennen tritt dann wieder im Liegen, beim Bücken oder bei körperlicher Anstrengung auf. Manchmal äußern sich die Beschwerden als Heiserkeit und in morgendlichen Hustenattacken. Diese Patienten müssen sich zudem ständig räuspern, haben Beschwerden beim Schlucken oder schlucken sogar unkontrolliert Luft, was zusätzlich zu Magen- und Darmbeschwerden führen kann.

Was geht bei Sodbrennen in unserem Körper vor?

Die Medizin geht davon aus, dass bei einer Reflux-Erkrankung die ätzende Magensäure in die Speiseröhre gelangt und dort dauerhaft Schäden anrichten kann. Gleichzeitig entstehen dabei die starken Schmerzen. Der Hintergrund: Speisen gelangen durch die Speiseröhre in den Magen, wo sie mithilfe der Magensäure zersetzt werden. Damit der Magen bei diesem Prozess unbeschadet von der Magensäure bleibt, dient die Magenschleimhaut als Schutzmantel. Die Speiseröhre jedoch hat keine ähnliche Schutzschicht, wenn dort ätzende Magensäure hineingelangt, ist die Schädigung des Gewebes vorprogrammiert. Die Magenpforte soll verhindern, dass Magensäure in die Speiseröhre gelangt, aber dieser Schließmuskel funktioniert nicht immer – gerade dann, wenn es in der Zwerchfellmuskulatur Überspannungen gibt, und dadurch die Schließklappe am Mageneingang in ihrer Funktion beeinträchtigt ist. Die Folgen des Übertritts der Magensäure in die Speiseröhre können Entzündungen, aber auch Geschwüre oder schmerzhaftes Narbengewebe sein. Bei einer von zehn Personen kann dies sogar zum Barrett-Syndrom führen, eine entzündliche Vorstufe für eine Krebserkrankung.

Welches Verhalten kann Sodbrennen begünstigen?

Verschiedene Essgewohnheiten können den Beginn oder den Verlauf von Reflux begünstigen. So können saure, fette oder stark gesüßte Speisen den Magensäureüberschuss genauso fördern, wie der Genuss von Koffein oder Alkohol. Ein geschwächter Magenschließmuskel kann begünstigen, dass Magensäure in die Speiseröhre fließt. Zusätzlich fördern Rauchen, Hormone oder Medikamente eine Schwächung des Magenschließmuskels. Auch enge Kleidung oder Stress begünstigen diesen Prozess, wobei Schwangere ebenfalls vermehrt mit Sodbrennen zu kämpfen haben. Wenn es um die Ursachen der Erkrankung geht, betrachtet der Hausarzt zunächst die Lebensumstände und die Ernährungsgewohnheiten des Patienten. Kommt er zu der Schlussfolgerung, dass ein Reflux vorliegt, kann er diesen durch Magen- und Speiseröhrenspiegelungen diagnostizieren. Ihm geht es dabei vorrangig um vorhandene Entzündungen oder Geschwüre, wobei Gewebeproben einen weiteren Aufschluss geben können. Ein weiteres Diagnosemittel ist die 24-Stunden-pH-Wert-Messung der Magensäure, die inzwischen ohne Katheder möglich ist.

Weg von Medikamenten bei Sodbrennen: Ein neuer Behandlungsansatz von Liebscher & Bracht

Die Ursache für Sodbrennen ist eine Funktionseinschränkung des Magenschließmuskels, weshalb die Säurebinder der konventionellen Therapie das grundlegende Problem nicht angehen. Die Schmerzspezialisten Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht geben eine andere Erklärung für die Schmerzen bei Sodbrennen. Im Fokus dabei: das nahe liegende Zwerchfell. Während des Atemvorganges hebt sich die Atemmuskulatur wie eine Wölbung unter den Rippen. Diese Wölbung hebt und senkt sich bei jedem Atemvorgang ab. Aufgrund des heutzutage weitverbreiteten Bewegungsmangels ist diese Muskulatur bei vielen Patienten nur noch ungenügend trainiert. Zu wenig Ausdauersport und zu viel sitzende Tätigkeiten können hierbei eine Rolle spielen. Dadurch werden Muskeln und Faszien unnachgiebig, sie bauen muskulär-fasziale Überspannungen auf, weshalb sie ihrer ursprünglichen Funktion nicht mehr nachkommen können. Durch die Nicht-Ausschöpfung des Potenzials der Zwerchfellmuskulatur wird die Funktion des Schließmuskels der Speiseröhre beeinflusst. Er schließt nicht ausreichend, weshalb die Magensäure in die Speiseröhre aufsteigen kann. Dagegen helfen jedoch gezielte Entspannungsübungen für die Atemmuskulatur in Kombination mit Osteopressur nach Liebscher & Bracht. Als besonders hilfreich haben sich bei dieser Diagnose Übungen mit der Faszien-Rollmassage wie auch einige andere Übungen erwiesen. Durch diese Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht kann die gestörte Klappenfunktion effektiv, zeitnah und nachhaltig reduziert werden. Gleichzeitig können die Schmerzen gelindert werden – mit regelmäßigen Übungen und veränderten Bewegungsabläufen.

Was Patienten mit Sodbrennen für sich tun können

Die Schmerzspezialisten Liebscher & Bracht setzen bei der Behandlung von Reflux und Sodbrennen auf die Manualtherapie, bei der die 72 Liebscher & Bracht Osteopressur-Punkte die entscheidende Rolle spielen. Die Behandlung mit Osteopressur wird ergänzt um eine einzigartige Faszien-Rollmassage, unter anderem mit einer kleinen Kugel, Teil des Faszien-Sets von Liebscher & Bracht. Die Faszien-Kugel wenden die beiden Schmerzspezialisten in der Vertiefung am unteren Ende des Brustkorbes an, wo sie einige Minuten bewegt wird und beinahe den Grenzschmerz auslöst. In Verbindung mit verschiedenen Atemübungen zum Dehnen und Entspannen kann dieser Muskulaturbereich entspannt werden. Bei anhaltendem Training setzt die Linderung der Beschwerden ein.

1. Entstehung: Wie entsteht Sodbrennen?

Sie leiden manchmal unter Sodbrennen? Damit sind Sie nicht allein, es hat sich inzwischen zur Volkskrankheit entwickelt. Doch was ist Sodbrennen eigentlich, und wie kann es dazu kommen? Sodbrennen ist zunächst einmal keine Erkrankung, sondern ein Symptom, das sich durch einen unangenehmen Geschmack im Mund und einen brennenden Schmerz hinter dem Brustbein auszeichnet. Nahezu jeder hat schon einmal unter Sodbrennen gelitten, vor allem nach fetten Speisen oder auch nach dem Genuss von alkoholischen Getränken. In diesen Fällen ist das Sodbrennen nicht pathologisch, es wird von allein weggehen, sobald die Nahrung verdaut ist und die Reizung des Magens und der Speiseröhre vorbei ist.

In vielen Fällen ist das Sodbrennen aber auch mit einem gastroösophagealen Reflux, das heißt, mit einem Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre, verbunden. In Deutschland und auch in den meisten anderen Industrienationen leiden circa ein Drittel aller Menschen an Sodbrennen. Kommen die Beschwerden häufig vor, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, denn entgegen landläufiger Meinung handelt es sich nicht um eine kleine Befindlichkeitsstörung, sondern um einen behandlungsbedürftigen Zustand. Ein langer unbehandelter saurer Reflux kann zu dauerhaften Schäden an der Speiseröhre führen.

Sodbrennen hat nicht nur eine infrage kommende Ursache, die Ursachen müssen ganz individuell geklärt werden. Eine schlichte Reizung durch Nahrungsmittel kann Sodbrennen zugrunde liegen. Insbesondere fettreiche und scharf gewürzte Speisen, Zitrusfrüchte, kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee und Alkohol, ebenso wie Zwiebeln und sehr große Nahrungsmengen an sich, können Sodbrennen bzw. einen Reflux auslösen. Wer feststellt, dass Sodbrennen in der Regel mit den Mahlzeiten einhergeht, sollte über eine Ernährungsumstellung nachdenken und auf Kaffee sowie alkoholische Getränke verzichten.

Nicht jedes Sodbrennen ist allerdings rein auf die Nahrung zurückzuführen. So leidet ein großer Teil der Patienten mit Sodbrennen auch an einem pathologischen Reflux oder der Reflux-Krankheit, was heißt, dass durch die Magensäure angesäuerter Mageninhalt zurück in die Speiseröhre gelangt. Auch hier gilt: Ein gewisses Maß an Reflux ist nicht pathologisch, da bei der Nahrungsaufnahme auch Luft geschluckt wird, und diese durch das Aufstoßen wieder aus dem Magen geleitet wird. Hierbei gelangt auch in der Regel etwas Mageninhalt zurück in die Speiseröhre, was für diese, unter gesunden Bedingungen, aber kein Problem darstellen sollte. Kommt es hingegen häufiger zu Beschwerden, muss ein Arzt die Ursachen klären und eine Behandlung einleiten, sonst kann es durch den dauerhaften Rückfluss an Säure in die empfindliche Speiseröhre zu Schäden und schweren Erkrankungen kommen.

Fließt über einen längeren Zeitraum immer wieder saurer Mageninhalt in die empfindliche und mit Zellen der Immunabwehr besetzte Speiseröhre, führt dies zunächst zu einer Entzündungsreaktion, das heißt, die Schleimhaut ist gerötet und empfindlicher. Die grundsätzlich dicht beieinanderliegenden Epithelzellen lockern ihren Zellverband, was dazu führt, dass das Gewebe noch angreifbarer und durchlässiger für Säure wird. Je weiter die Entzündung fortgeschritten ist, desto schneller treten durch die geschädigte Schleimhaut erneut Beschwerden auf.
Bleiben Sodbrennen und Reflux über einen langen Zeitraum unbehandelt, so kann dies zu schwerwiegenden Schäden führen. Die Zellen der zarten Schleimhaut beginnen, sich zu verändern, sie tauschen sich aus gegen ein Zylinderepithel, statt des unverhornten Plattenepithels, wie es in der Speiseröhre üblicherweise vorkommt. Ein mit Zylinderepithel bekleideter Ösophagus wird Barrett-Ösophagus genannt. Der Barrett-Ösophagus ist noch nicht behandlungsbedürftig, er gilt allerdings bereits als die Vorstufe einer Krebserkrankung, denn durch die Veränderung der Zellen kann es zu weiteren Veränderungen und damit auch zu Entartungen kommen, die die Entstehung einer Krebserkrankung begünstigen. Dies betrifft allerdings nur einen kleinen Teil der an einem Reflux leidenden Menschen. Bei einem vorliegenden Barrett-Ösophagus ist das Risiko, an einem Speiseröhrenkrebs zu erkranken, allerdings um das 30-fache erhöht.
Auch ist es möglich, dass die Speiseröhre besonders sensitiv auf Rückflüsse von Mageninhalt reagiert. Das bedeutet, die Rezeptoren der Nerven empfinden bereits nicht-saure Rückflüsse als sehr sauer, was zu dem Gefühl von brennenden Schmerzen führt. Viele Menschen geben auch an, in besonders belasteten Situationen unter Beschwerden zu leiden, ohne dass eine organische Ursache erkannt werden kann. Dann hilft vor allem konsequenter Stressabbau.

Hier kommt die Behandlungsmethode von Liebscher & Bracht ins Spiel. Schmerzen bei Reflux/Sodbrennen entstehen, nach Vorstellung der Schmerzspezialisten Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht, durch die vernachlässigte Dehnung von Muskeln und Faszien des Zwerchfells, im Kontext von Sodbrennen. Zu hohe muskulär-fasziale Überspannungen spielen dabei eine Rolle. Die Überspannungen beeinflussen die Funktion der Klappe am Mageneingang. Schmerzen haben in diesem Kontext also eine Funktion: Sie warnen vor Schäden an der Speiseröhre, durch Fehlbelastung und Überspannung der Zwerchfellmuskulatur. Über sogenannte interstitielle Rezeptoren wird dem Gehirn ein drohender Verschleiß signalisiert und mögliche Schäden an den körperlichen Strukturen angezeigt. Das Gehirn reagiert mit Alarmschmerzen und will uns mitteilen: Strukturverschleiß dringend stoppen! Es ist vor allem diese Sichtweise, die Patienten ein entscheidendes Mitwirkungspotenzial eröffnet – für eine Behandlung von Sodbrennen ohne Medikamente.

2. Welche Symptome zeigen sich bei Sodbrennen?

Ein typisches Symptom von Reflux ist ein ätzendes Brennen. Dieses verschlimmert sich beim Bücken oder auch während des Liegens. Zusätzlich können Sie auch einen Druckschmerz hinter Ihrem Brustbein verspüren, welcher häufig verwechselt wird mit Schmerzen innerhalb der Herzregion. Zurückzuführen ist dieses Problem auf eine Funktionsstörung Ihres Schließmuskels oder aber auf einen zu hohen Druck im Inneren Ihres Bauchraumes. Im Gegensatz zu Ihrer Magenschleimhaut ist die Schleimhaut Ihrer Speiseröhre nicht dafür geschaffen, in Kontakt mit der Säure zu kommen. Trifft die Säure jedoch durch Reflux auf das Gewebe der Speiseröhre, kommt es unter anderem zu dem bekannten brennenden Schmerz, welcher als Sodbrennen bezeichnet wird.

In der westlichen Bevölkerung ist das Problem von Reflux weitverbreitet. Unter den Symptomen leiden ca. 20 Prozent der Bevölkerung. Hierbei ist deutlich zu erkennen, dass Frauen wesentlich häufiger betroffen sind als Männer. Beobachtet wurde auch, dass sich Reflux mit zunehmendem Alter in seiner Häufigkeit steigert, dennoch treten auch bei Säuglingen und Kleinkindern derartige Beschwerden auf.

2.1. Das typische Sodbrennen

Das wohl typischste Symptom von Reflux ist das Gefühl von Druck hinter dem Brustbein und Brennen in der Speiseröhre. Viele Betroffene berichten, dass sich ihre Beschwerden verschlimmern, sobald sie sich bücken oder hinlegen. Aufgrund der Änderung der Lage Ihres Körpers und der daraus resultierenden Schwerkraft kann der ungewollte Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigt werden. Als besonders unangenehm wird der hinter dem Brustbein brennende Schmerz empfunden. Er steigert sich häufig nach einer üppigen Mahlzeit in seiner Intensität.

Innerhalb der westlichen Industriestaaten zählt das Sodbrennen zu den am häufigsten auftretenden Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Traktes. Nach herkömmlicher Sicht haben saures Aufstoßen und Sodbrennen ihre Ursache unter anderem im Genuss von Kaffee und Alkohol, aber auch Stress und Nikotin zählen zu den häufig genannten Auslösern.

2.2. Das Druckgefühl innerhalb der Brust

Patienten mit Druckgefühl innerhalb der Brust und Sodbrennen vermuten beim ersten Auftreten meist das Herz als Verursacher. Die Symptome von Reflux können ohne eine hinreichende Untersuchung nur sehr schwer von einer akuten Herzerkrankung unterschieden werden. Leiden Sie in Ihrer Brust unter einem Druckschmerz, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt konsultieren. Dieser kann mithilfe einer Untersuchung des Blutes und eines EKGs Hinweise darauf erhalten, wo die Ursache des Druckgefühls liegt. Im Gegensatz zu einem Reflux ist beispielsweise ein Herzinfarkt lebensbedrohlich. Ist die Diagnose eindeutig ein Reflux, kann die Therapie in die richtige Richtung laufen.

2.3. Schluckbeschwerden als Symptom von Sodbrennen/Reflux

Durch häufigen Kontakt der Magensäure mit der Speiseröhre entzündet sich die dortige Schleimhaut wesentlich leichter. Zudem bietet die angegriffene Schleimhaut der Speiseröhre für Bakterien einen optimalen Nährboden, und Speiseresten wird die Anhaftung erleichtert. Die andauernde Reizung der Schleimhaut führt bei Betroffenen häufig zu Schluckbeschwerden, einer sogenannten Dysphagie. Kommt die angegriffene Schleimhaut dann mit Nahrung in Kontakt, wird das gereizte Gewebe zusätzlich belastet, weitere Schmerzen entstehen. Betroffene beschreiben einen derartigen Zustand häufig mit dem Gefühl „einen Kloß im Halse zu haben“, wobei andere Patienten ein andauerndes Gefühl von Trockenheit im Mund verspüren, das auch mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr nicht zu regulieren ist.

2.4. Symptome beim Sodbrennen: Aufstoßen und Mundgeruch

Eine durch Magensäure ständig gereizte Schleimhaut der Speiseröhre ist Einfallstor für Bakterien. Speisereste und Erreger setzen sich hier leichter fest, und aus dieser Problematik heraus entwickeln sich weitere Beschwerden. Bakterielle Prozesse werden über den Atem freigesetzt und in Form von Mundgeruch, einer sogenannten Halitosis, wahrgenommen.

Durch das Aufeinandertreffen der Verdauungsenzyme des Magens, der Magensäure und der Nahrung werden Gase produziert. Vordergründig ein normaler Vorgang, der jedoch durch gesteigerte Magensäure äußerst ausgeprägt ist. Wenn Sie als Patient davon betroffen sind, dass die Funktion Ihres Magenschließmuskels schwach ist, haben jene Gase einen leichteren Weg nach oben. Für die Gase ist es einfacher, durch die Speiseröhre, als durch den Darm zu entweichen. Daher stoßen Betroffene mit Reflux häufiger sauer auf.

2.5. Geschädigter Zahnschmelz als Symptom

Ein weiteres klassisches Symptom bei dieser Erkrankung ist eine erhöhte Belastung der Zähne mit Säure, wodurch der Zahnschmelz geschädigt werden kann. Zahnschmelz wird in der Regel als die robusteste und härteste Substanz im Körper bezeichnet. Gelangt beim Aufstoßen der saure Saft des Magens in den Mund, wird der Zahnschmelz unmittelbar angegriffen. Meist äußert sich dies als Symptom zuerst an den Zahnhälsen. Da der menschliche Körper nicht in der Lage ist, den Zahnschmelz zu reparieren, gilt diese Art der Schädigung als irreversibel.

2.6. Angegriffene Atemwege und Husten bei Sodbrennen

In einigen Fällen steigt die Säure des Magens so weit auf, dass diese sogar in die Atemwege gelangt. Hierbei kommt es zu Symptomen des Refluxes, welche sich als Schädigung der Atemwege bemerkbar machen. Sind die Luftwege geschädigt, kann sich daraus ein stetiger Hustenreiz entwickeln. Patienten berichten von Reizhusten in chronischer Form, der sich insbesondere in der Nacht bemerkbar macht. Zudem besteht die Gefahr, dass durch austretendende Magensäure der Kehlkopf in Mitleidenschaft gezogen wird und sich eine sogenannte Laryngitis (Kehlkopfentzündung) mit Heiserkeit entwickelt. Kommt es zum Einatmen der Magensäure, ist auch hier das angegriffene Gewebe für Bakterien ein optimaler Nährboden. Die Entstehung einer Aspirationspneumonie (Lungenentzündung) wird dadurch begünstigt. Die Lungenentzündung ist dabei eine äußerst ernsthafte Komplikation.

2.7. Reflux/Sodbrennen bei Säuglingen und kleinen Kindern

Auch bei Säuglingen und Kleinkindern können bereits Symptome von Reflux auftreten. Jedoch sind die Symptome bei ihnen anders zu betrachten als bei Erwachsenen. Probleme treten hier zum Beispiel beim Trinken oder Stillen auf und erschweren somit die Aufnahme von Nahrung. Entsteht das Sodbrennen dabei durch eine Lockerung des Muskelbandes am Mageneingang, kann Mageninhalt zurückfließen. In einem solchen Fall spricht man von einem funktionellen Reflux. Dabei verkleinert sich der Winkel zwischen Magen und Speiseröhre, die Milch gelangt vergleichsweise einfach zurück in die Speiseröhre – ein Problem, das sich meist mit zunehmendem Alter auswächst.
Wie äußert sich Sodbrennen bei Babys? Erkennbar ist ein vermehrtes Schreien und unruhiges Verhalten. Manchmal ist zu sehen, dass das Baby seinen Oberkörper und den Kopf nach hinten streckt, um sich die Nahrungsaufnahme zu erleichtern. Andere wiederum erbrechen wesentlich häufiger nach der Aufnahme von Nahrung. Schwierig ist zudem dabei, dass sich betroffene Kinder aufgrund ihres Alters nicht richtig mitteilen können. Hier sind dann die Eltern durch ein ausgeprägtes Beobachtungsvermögen gefragt. Leiden Babys und Kleinkinder unter Reflux, ist es wichtig, diesen frühzeitig zu behandeln, denn die gestörte Nahrungsaufnahme kann zu Entwicklungs- und Wachstumsstörungen führen.

3. Ursachen: Warum bekommen Sie Sodbrennen?

Wie entsteht Sodbrennen? Sie leiden unter brennenden Schmerzen hinter dem Brustbein und saurem Aufstoßen? Damit sind Sie nicht allein. Sodbrennen ist eine Volkskrankheit, in den meisten Industrienationen leidet ein Drittel der Bevölkerung unter dem wiederkehrenden sauren Aufstoßen mit dem Brennen hinter dem Brustbein. Doch wie kann es zu diesen Symptomen kommen, und handelt es sich um eine Krankheit oder nur um eine kleine Befindlichkeitsstörung?

Die „eine“ Ursache für Sodbrennen gibt es nicht. Der klassische Auslöser ist allerdings der gastroösophageale Reflux. Doch leiden nicht alle Menschen mit einem Reflux auch an spürbaren Beschwerden. Umgekehrt kann Sodbrennen empfunden werden, obwohl der zurückgeflossene Mageninhalt nicht sauer war. Die klassische Schulmedizin sieht in der falschen Ernährung eine häufige Ursache von Sodbrennen. Dabei handelt es sich demnach vielfach um eine lokal-irritative Wirkung bestimmter Nahrungsmittel oder Getränke, die letztlich die Nerven des Ösophagus, insbesondere bei bereits vorhandenen Schäden, reizen und das Sodbrennen auslösen.

Diese Wirkung ist beispielsweise für alkoholische Getränke und verschiedene Speisen nachgewiesen. Auch der gastroösophageale Reflux kann durch lokal-irritative Nahrungsmittel ausgelöst werden, beispielsweise können große Speisemengen und kohlensäurehaltige Getränke den Reflux auslösen und zu Beschwerden führen. Der Genuss von zu viel Kaffee gilt ebenfalls als Ursache. Auch die Röstmethode kann als Ursache genannt werden, in deren Abhängigkeit Beschwerden ausgelöst werden oder nicht. Liegen keine physischen Ursachen für das Leiden vor, wird von einer psycho-sozialen Genese ausgegangen.

3.1. Der gastroösophageale Reflux – was passiert im Körper?

Der gastroösophageale Reflux kann aufgrund seiner Pathogenese noch weiter unterteilt werden. Die klassische Reflux-Krankheit kann mit einer Reflux-Ösophagitis einhergehen, die endoskopisch festgestellt werden kann, oder aber nicht erosiv, das heißt, ohne Entzündungsreaktion verlaufen kann. Auch der hypersensitive Ösophagus kann zu den durch Reflux entstehenden Ursachen gezählt werden, wobei hier die Ursache nicht in einem sauren Rückfluss zu suchen ist, sondern in einem normalen Rückfluss, auf den die Speiseröhre ungewöhnlich sensitiv und mit heftigen Beschwerden reagiert.

Der saure Reflux entsteht durch einen Mechanismus, der die Empfindung beim Sodbrennen auslöst; es werden Chemorezeptoren in der Speiseröhre stimuliert. Diese Rezeptoren dienen dem Schutz der Schleimhaut der Speiseröhre, beispielsweise, um das Signal für die Ausschüttung von mehr Bikarbonat im Speichel auszulösen, um damit die Säure zu neutralisieren. Chronischer Reflux von Säure aus dem Magen sorgt langfristig für eine Lockerung der, die Speiseröhre auskleidenden, Plattenepithelverbände, sodass diese bei weiteren Säureangriffen anfälliger werden und das Sodbrennen im Verlauf immer schneller ausgelöst wird. Es konnte auch nachgewiesen werden, dass das Sodbrennen abhängig ist vom pH-Wert innerhalb der Speiseröhre und auch von der Verweildauer der Säure in der Speiseröhre. Sind schließlich schon stärkere Schäden entstanden, reicht oftmals eine kurze Exposition mit Säure aus, um Beschwerden auszulösen.
Der nicht-saure Reflux ist etwas komplexer. Meist handelt es sich beim nicht-sauren Reflux um einen duodeno-gastroösophagealen Reflux, bei dem Magensäure kombiniert mit Duodenal-Inhalt in die Speiseröhre gelangt. Auch ein isolierter Reflux von Duodenal-Inhalt ist möglich. Die Kombination von Magensäure und Duodenal-Inhalt sorgt sehr häufig für das Auftreten einer unangenehmen und schmerzhaften Reflux-Ösophagitis. Die Patienten mit nicht-saurem Reflux klagen dabei ebenfalls über Sodbrennen. Hinzu kommt, dass sie schlechter auf die säurehemmende Wirkung der üblicherweise eingesetzten Protonen-Pumpen-Hemmer ansprechen.

3.2. Muskulär-fasziale Ursachen

Betrachtet man den nicht-sauren Reflux und die Tatsache, dass dieser ohne Vorhandensein von Säure das Sodbrennen auslöst, spricht einiges dafür, dass Sodbrennen auch auf andere Weise als ausschließlich durch Säure ausgelöst werden kann. Sodbrennen kann durch eine lokale Reizung des Ösophagus ausgelöst werden, die Nerven in der Schleimhaut nehmen diese Reize auf. Ist die Schleimhaut bereits gereizt, wird der Reiz umso schneller aufgenommen und Sodbrennen ausgelöst. Dies wird bei der Nahrungsaufnahme bei gereizter Schleimhaut auch bei geringem Säuregehalt zu Sodbrennen führen. Für den Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahme und Sodbrennen konnten aber auch weitere Faktoren identifiziert werden, so übt ein gedehnter Magen einen Reiz auf den Ösophagus-Spinkter aus, welcher verschluckte Luft wieder aus dem Magen transportieren soll. Bei Menschen mit einer Reflux-Krankheit wird hierbei meist auch Mageninhalt in die Speiseröhre zurückbefördert. Der in diesem Fall die Beschwerden auslösende Reiz ist ein rein mechanischer.

Die Schmerzspezialisten Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht haben die Theorie entwickelt, dass bei der Entstehung des Refluxes die Atemmuskulatur eine wichtige, wenn nicht gar die wesentliche Rolle spielt. Aus jahrelangen Erfahrungen bei der Behandlung von Patienten mit ganz unterschiedlichen Symptomen von Reflux und Sodbrennen sehen sie die Ursache anders: Durch die heutige bewegungsarme Lebensweise wird die Atemmuskulatur nicht ausreichend genutzt und damit trainiert. Sie verkrampft und muskulär-fasziale Überspannungen entstehen, was ein Erklärungsmodell für die Insuffizienz des Schließmuskels am Mageneingang darstellt. Der Schließmuskel kann dabei durch die verkrampfte und überspannte Atemmuskulatur nicht mehr richtig schließen, wodurch es zum Reflux-Geschehen kommt. Durch eine gezielte Entspannung der Atemmuskulatur lässt sich die Reflux-Erkrankung daher ganz natürlich durch Entspannung und Osteopressur behandeln.

Fazit: Die Ursachen des Sodbrennens und des gastroösophagealen Refluxes sind vielfältig und sicher zuerst in einer ungesunden Lebensführung mit ungesunden Lebensmitteln und zu wenig Bewegung zu suchen. Dabei sorgen komplexe Vorgänge im menschlichen Körper für die Beschwerden, von denen immer mehr Menschen betroffen sind. Wenn auch Sie darunter leiden, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und Ihre Behandlung besprechen. Sie sollten jedoch wissen, dass Sie, was Sodbrennen und Reflux angeht, auch selbst viel für Ihr Wohlbefinden tun können. Mit einer Kombination aus gesunder Ernährung sowie Bewegung mit gezielten Übungen bei Reflux und Sodbrennen nach Liebscher & Bracht sollten sich die Beschwerden in den Griff bekommen lassen.

4. Behandlung: Was können Sie gegen Ihr Sodbrennen tun?

Ernährungsumstellung und Medikamente – das sind die klassischen Therapien, wenn Patienten mit Sodbrennen/Reflux einen Arzt aufsuchen. Sicher ist die Ernährung mit eine der ersten Stellschrauben, an denen Sie als Patienten mit dem lästigen Leiden drehen sollten. Für die Schmerzspezialisten Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht spielt beim Schmerzgeschehen, in Verbindung mit Sodbrennen und Reflux, jedoch vor allem muskulär-fasziale Überspannungen in der Atemmuskulatur bzw. dem Zwerchfell eine Rolle.
Im Zentrum der Therapie bei Sodbrennen nach Liebscher & Bracht – die ohne Medikamente und Säurehämmer auskommt – stehen auf der einen Seite gezielte Übungen, auf der anderen eine Behandlung mit Osteopressur, bei der Reize an den Alarmschmerz-Rezeptoren in der Knochenhaut gesetzt werden. Ziel dabei ist es, die muskulär-faszialen Überspannungen zu normalisieren und damit die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich die Klappenfunktion am Mageneingang wieder normalisiert, denn das kann durch eine unterbeanspruchte Atemmuskulatur bedingt sein.

Werden über Osteopressur und Übungen nach Liebscher & Bracht die Spannungen gelöst, und etablieren sich durch die Wiederholung gezielter Übungen alternative Bewegungsprogramme, kann das Gehirn den Alarmschmerz abschalten und der Patient kann schmerzfrei werden. Die nach Liebscher & Bracht spezialisierten Schmerztherapeuten sind darauf geschult, Ihnen, als Sodbrennen- bzw. Reflux-Patient, eine Perspektive zu eröffnen, durch die Sie das eigene Einflusspotenzial auf Ihre Beschwerden erkennen und so von einer neuen Herangehensweise und einem neuen Schmerzverständnis profitieren. Sie stellen in der ersten Behandlungseinheit fest, ob Ihr Leiden mit der Schmerztherapie von Liebscher & Bracht behandelt werden kann. Wichtig dabei ist es dann, mit den Übungen nachzuhalten, denn ansonsten bauen sich die Hirnprogramme und Überspannungen in Muskeln und Faszien erneut auf – und die Sodbrennen-Spirale setzt sich wieder in Gang.

4.1. Was Sie sonst noch für eine Linderung bei Sodbrennen/Reflux tun können

Menschen, die über Sodbrennen nach scharfen oder fetten Speisen leiden, empfiehlt die Schulmedizin einen Verzicht darauf, ebenso wie auf Alkohol und Kaffee. Auch sogenannte lokal irritative Lebensmittel, wie Zwiebeln, sollten gemieden werden. Ärzte empfehlen meist eine säurehemmende Medikation, beispielsweise den Protonen-Pumpen-Hemmer Pantoprazol. Wichtig ist bei der Behandlung mit Protonen-Pumpen-Hemmern zudem, auf gesunde Ernährung zu achten. Bei Menschen mit einer empfindlichen Speiseröhre kann sich eine positive Wirkung von Protonen-Pumpen-Hemmern auf das Sodbrennen zeigen. Es begünstigt die Ausheilung der akuten Entzündung und fördert langfristig eine weniger empfindsame Speiseröhre. Viel Wasser und milde Tees, wie Kamillentee, unterstützen die Heilung. Menschen mit Beschwerden unter Stress sollten eine Lebensumstellung anstreben.

Natürliche Heilmittel, eine gezielte Nahrungsumstellung und die regelmäßige Anwendung der Liebscher & Bracht Übungen im Tagesablauf sind eine gute Grundlage, um das leidige Sodbrennen rasch, ursächlich und nachhaltig in den Griff zu bekommen. Für uns gilt die Maxime: Auf Medikamente sollten Sie nur in Ausnahmefällen zurückgreifen.

4.2. Bei Sodbrennen: Entspannen Sie sich und vermeiden Sie Stress

Wussten Sie schon, dass Stress bei Sodbrennen eine große Rolle spielt? Häufig wird Sodbrennen durch Stress ausgelöst. Ungesunden Stress gibt es leider in der heutigen Zeit mehr als genug. Aus diesem Grund ist ein wichtiger Tipp zur Behandlung des Refluxes die Vermeidung von Stress. Sollte dies nicht möglich sein, dann hilft es meist, wenn Sie sich vor allem vor und nach dem Essen Zeit nehmen, um sich zu entspannen. Auf keinen Fall sollten Sie unter Stress oder Zeitdruck essen. Wenn Sie anfällig für Sodbrennen sind, dann ist in diesem Fall Ärger bereits vorprogrammiert. Auch hier zeigt sich die positive Wirkung der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht. Die Übungen gegen Sodbrennen und Reflux, als Bestandteil des Alltages, lindern nicht nur rasch und dauerhaft die Beschwerden durch Sodbrennen, sondern tragen zu einem positiven Lebensgefühl und Entspannung bei. Probieren Sie es aus!

4.3. Essen Sie bewusst, wenn Sie unter Sodbrennen leiden

Sodbrennen tritt meist einige Zeit nach dem Essen auf. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf die korrekte Ernährung zu achten. Vor allem das Abendbrot sollte nicht zu deftig sein, und sehr schwere oder fetthaltige Mahlzeiten sollten Sie vermeiden. Verschieben Sie diese stattdessen lieber auf das Mittagessen und nehmen Sie am Abend etwas Leichtes zu sich. Nehmen Sie sich Zeit für das Essen und entspannen Sie nach der Mahlzeit. Ideal ist es, wenn Sie nach dem Essen noch Zeit für einen kleinen Verdauungsspaziergang oder für die Übungen nach Liebscher & Bracht haben.

4.4. Spucke schlucken oder Kaugummi kauen – ist das eine Hilfe bei Sodbrennen?

Ein ganz einfaches, aber durchaus wirksames Mittel gegen Sodbrennen ist die eigene Spucke. Der eigene Speichel mit seinem pH-Wert von sieben ist eher im basischen Bereich angesiedelt. Er kann also wirkungsvoll dabei helfen, die Magensäure zu neutralisieren. Dabei wirkt der Speichel wie ein körpereigenes Antazidum, ein Mittel zur Neutralisierung von Magensäure.

Ebenfalls hilfreich ist es, bei einem Reflux Kaugummi zu kauen. Der Kauvorgang regt den Speichelfluss an und der kann, wie oben beschrieben, die Magensäure neutralisieren. Wichtig ist es, in diesem Fall darauf achten, dass es sich um einen zuckerfreien Kaugummi handelt. Menthol oder Fruchtaromen sollten Sie vermeiden, da diese den ohnehin schon übersäuerten Magen weiter reizen können.

4.5. Trinken Sie bei Sodbrennen Mineralwasser oder lauwarmes Leitungswasser

Mineralwasser kann ebenfalls helfen, vorausgesetzt es verfügt über einen hohen Anteil an Hydrogenkarbonat pro Liter. Der eigene Körper bildet das Karbonat ebenfalls und verwendet es, um den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren. Mit dem Mineralwasser können Sie diesen Vorgang unterstützen. Besonders gut geeignet ist ein Heilwasser mit einem Anteil an Hydrogenkarbonat von mindestens 1300 mg pro Liter.
Haben Sie kein Mineralwasser zur Hand, können Sie auch einfaches Leitungswasser zu sich nehmen. Dieses sollte im Idealfall lauwarm sein. Leitungswasser wirkt zwar nicht auf dieselbe Weise wie Mineral- oder Heilwasser, verdünnt aber die Magensäure und kann so die Schmerzen des Sodbrennens lindern.

4.6. Kamillen- und Heilpflanzen-Tees bei Sodbrennen

Ein bekanntes Hausmittel hilft ebenfalls bei Sodbrennen: der Kamillen-Tee. Kamille beruhigt nicht nur den Magen, sondern verdünnt darüber hinaus, genau wie Wasser, den sauren Magensaft und Inhalt. So schafft der Kamillen-Tee gleich auf doppelte Weise Abhilfe. Dasselbe gilt übrigens auch für andere Heil-Tees. Alternativen zur Kamille sind zum Beispiel Fenchel, Anis, Schafgarbe oder Kümmel.

4.7. Der Tipp bei Sodbrennen: Gurken oder Kartoffeln essen

Gurken sind ein weiteres natürliches Heilmittel, das bei Sodbrennen Abhilfe schaffen kann. Sie sind basisch und enthalten viel Magnesium und Kalium. Beide Stoffe können die Magensäure neutralisieren. Damit die Gurke ihre Wirkung besonders gut entfalten kann, sollten Sie diese lange kauen. Ähnlich wirkt auch die Kartoffel. Sie enthält einen hohen Anteil an Stärke, der ebenfalls die Magensäure bindet. Alternativ können Sie ein Glas Kartoffelsaft trinken.

4.8. Ernährung bei Sodbrennen/Reflux mit Haferflocken und Heilerde

Wie Kartoffeln können auch Haferflocken Magensäure binden, denn sie enthalten nicht nur viel Stärke, sondern zudem pflanzliches Eiweiß. Ideal sind ein bis zwei Esslöffel. Diese sollten Sie lang und ausgiebig kauen, bis schließlich eine breiige Masse entsteht. Erst dann sollten Sie die Haferflocken herunterschlucken. Eine Alternative ist die Heilerde. Sie enthält Mineralien, wie zum Beispiel Magnesiumsalz, Karbonate oder Kieselsäure. Sie wirken entsäuernd wie ein Antazidium, vergleichbar mit dem Speichel.

4.9. Auf diese Mittel sollten Sie bei einem Reflux eher verzichten

Milch, Quark und auch Joghurt gelten häufig noch immer als bewährte Hausmittel bei einem Reflux. Es ist jedoch erwiesen, dass diese Produkte einen leicht sauren pH-Wert haben. Das bedeutet, dass bei einem empfindlichen Magen diese Nahrungsmittel das Sodbrennen sogar noch begünstigen oder verschlimmern können. Eine gute Alternative ist stattdessen Soja. Es ist basisch und kann so die Magensäure neutralisieren.

Ebenfalls keine gute Idee ist die Einnahme von Verdauungsschnäpsen, wie Magenbitter. Alkohol regt die Produktion von Magensäure an, was das Sodbrennen unter Umständen noch verschlimmern kann.

4.10. Medizinische Behandlung von Sodbrennen

Eine weitere gängige medikamentöse Therapie sind die H2-Rezeptorenblocker. Sie blockieren die Andockstelle des Histamins und vermindern so die Produktion von Magensäure. Dadurch wird das Risiko von einem Reflux reduziert. Die Wirkung hält, je nach Präparat, circa zwölf Stunden an. Andere Wirkstoffe sind Ranitidin, Roxaditin oder Famotidin.
Die Schmerzspezialisten von Liebscher & Bracht stellen dem eine Behandlungsoption ohne Medikamente und Nebenwirkungen entgegen. Wir richten den Blick auf die Ursachen von Sodbrennen und Reflux und zeigen Ihnen, wie Sie mit regelmäßigen Übungen und Osteopressur Ihre Lebensqualität schnell und nachhaltig steigern können. Sprechen Sie uns an!

5. Übungen gegen Sodbrennen, die Sie von zuhause aus machen können

Ernährungsumstellung und Medikamente – das sind die klassischen Therapien, wenn Patienten mit Sodbrennen/Reflux einen Arzt aufsuchen. Sicher ist die Ernährung mit eine der ersten Stellschrauben, an denen Sie als Patienten mit dem lästigen Leiden drehen sollten. Für die Schmerzspezialisten Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht spielt beim Schmerzgeschehen, in Verbindung mit Sodbrennen und Reflux, jedoch vor allem muskulär-fasziale Überspannungen in der Atemmuskulatur bzw. dem Zwerchfell eine Rolle.

Im Zentrum der Therapie bei Sodbrennen nach Liebscher & Bracht – die ohne Medikamente und Säurehämmer auskommt – stehen auf der einen Seite gezielte Übungen, auf der anderen eine Behandlung mit Osteopressur, bei der Reize an den Alarmschmerz-Rezeptoren in der Knochenhaut gesetzt werden. Ziel dabei ist es, die muskulär-faszialen Überspannungen zu normalisieren und damit die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich die Klappenfunktion am Mageneingang wieder normalisiert, denn das kann durch eine unterbeanspruchte Atemmuskulatur bedingt sein.

Werden über Osteopressur und Übungen nach Liebscher & Bracht die Spannungen gelöst, und etablieren sich durch die Wiederholung gezielter Übungen alternative Bewegungsprogramme, kann das Gehirn den Alarmschmerz abschalten und der Patient kann schmerzfrei werden. Die nach Liebscher & Bracht spezialisierten Schmerztherapeuten sind darauf geschult, Ihnen, als Sodbrennen- bzw. Reflux-Patient, eine Perspektive zu eröffnen, durch die Sie das eigene Einflusspotenzial auf Ihre Beschwerden erkennen und so von einer neuen Herangehensweise und einem neuen Schmerzverständnis profitieren. Sie stellen in der ersten Behandlungseinheit fest, ob Ihr Leiden mit der Schmerztherapie von Liebscher & Bracht behandelt werden kann. Wichtig dabei ist es dann, mit den Übungen nachzuhalten, denn ansonsten bauen sich die Hirnprogramme und Überspannungen in Muskeln und Faszien erneut auf – und die Sodbrennen-Spirale setzt sich wieder in Gang.

Aufbauend zu den Übungen & Tipps unterstützen Sie unsere Schmerzfrei-Produkte. Diese finden Sie in unserem Online-Shop:

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