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Stufenlagerung bei Rückenschmerzen? Diese 4 Fehler solltest du vermeiden

03.06.2026

Viele sind verunsichert, wenn sie Rückenschmerzen haben: Darf ich mich noch bewegen oder leidet meine Wirbelsäule darunter? Riskiere ich vielleicht sogar einen Bandscheibenvorfall? Sollte ich mich am besten schonen und die Unterschenkel hochlegen?

Wir haben vier häufige Fehler bei Rückenschmerzen zusammengetragen. Wenn du direkt aktiv werden möchtest und deinen Bandscheiben und deiner Wirbelsäule etwas Gutes tun willst, dann schau dir unsere Übungen gegen Rückenschmerzen an. In unserem kostenfreien Ratgeber findest du weitere Dehnungen für den Rücken.

Achtung bei diesen 4 Angewohnheiten

Wenn du selbst unter Rückenschmerzen leidest und dich wunderst, dass deine Beschwerden nicht besser werden, dann könnte es an diesen 4 Aspekten liegen. Wir zeigen dir jetzt, was du eher vermeiden solltest und erklären dir auch, warum diese gut gemeinten Körperhaltungen deine Rückenschmerzen nicht beseitigen können.

1. Stufenlagerung (Stufenbettlagerung)

Eine Frau liegt auf dem Rücken mit hochgelegten Beinen in der Stufenlagerung. Roland Liebscher-Bracht kniet neben ihr und erklärt, was bei der Stufenlagerung mit den Bauchmuskeln geschieht.

1. Stufenlagerung (Stufenbettlagerung)

Die Stufenlagerung oder Stufenbettlagerung ist eine Position, die bei Rückenschmerzen guttun soll: Die Wirbelsäule liegt in Rückenlage am Boden, die Unterschenkel sind im rechten Winkel auf das Bett oder die Couch hochgelegt.

Was zwar kurzzeitige Linderung verschafft, hat auf Dauer den gegenteiligen Effekt: Die Ursache der Rückenschmerzen wird nicht behoben, sondern in dieser Haltung eher aufrechterhalten. Das liegt daran, dass der Ursprung deiner Schmerzen nicht im Rücken liegt, sondern in der vorderen Körperseite.

Durch ständiges Sitzen werden deine Muskeln und Faszien immer ungedehnter und ziehen deine Lendenwirbelsäule regelrecht nach vorne. Richtest du dich auf, müssen deine Rückenstrecker und Gesäßmuskeln mit viel Kraft dagegen halten – der Druck im Rücken wird dadurch immer größer.

Liegen wir also in der Stufenlagerung, können die Muskeln und Faszien weder elastischer werden noch entspannen, sondern bleiben in derselben schädlichen Position.

Die Stufenlagerung oder Stufenbettlagerung ist eine Position, die bei Rückenschmerzen guttun soll: Die Wirbelsäule liegt in Rückenlage am Boden, die Unterschenkel sind im rechten Winkel auf das Bett oder die Couch hochgelegt.

Was zwar kurzzeitige Linderung verschafft, hat auf Dauer den gegenteiligen Effekt: Die Rückenschmerzen werden nicht gemindert, sondern eher in dieser Haltung aufrechterhalten. Das liegt daran, dass die Ursache deiner Schmerzen nicht im Rücken liegt, sondern in deiner vorderen Körperseite.

Durch ständiges Sitzen werden deine Muskeln und Faszien immer ungedehnter und ziehen deine Lendenwirbelsäule regelrecht nach vorne. Richtest du dich auf, müssen deine Rückenstrecker und Gesäßmuskeln mit viel Kraft dagegen halten – der Druck im Rücken wird dadurch immer größer.

Liegen wir also in der Stufenlagerung, können die Muskeln und Faszien weder elastischer werden noch entspannen, sondern bleiben in derselben schädlichen Position.

2. Nicht nach hinten lehnen

Eine Frau macht eine Dehnungsübung gegen Gesäßschmerzen, indem sie sich im Stehen überstreckt.

Ja, du liest richtig: Nach hinten lehnen tut deinem Rücken gut. Auch wenn du dabei einen Schmerz in der Lendenwirbelsäule spürst. Das zeigt dir lediglich, dass dein Hüftbeuger ungedehnt ist und öfter in diese Haltung geführt werden muss.

In dieser Position hat der Körper endlich die Chance, die Spannungen der unnachgiebig gewordenen Faszien und Muskeln, die durch langes Sitzen entstehen, wieder auszugleichen. Je öfter du deinen Rücken also nach hinten streckst, desto besser wirst du dich fühlen und deine Rückenschmerzen in den Griff bekommen.

Übrigens ist jede Bewegung in der Wirbelsäule wichtig für die Ernährung deiner Bandscheiben. Denn sie benötigen Druck auf ihrer ganzen Fläche. Das erreichst du nur, wenn du die Wirbelsäule in alle möglichen Richtungen beugst und verdrehst.

Ja, du liest richtig: Nach hinten lehnen tut deinem Rücken gut. Auch wenn du dabei einen Schmerz in der Lendenwirbelsäule spürst. Das zeigt dir lediglich, dass dein Hüftbeuger ungedehnt ist und öfter in diese Haltung geführt werden muss.

In dieser Position hat der Körper endlich die Chance, die Spannungen der unnachgiebig gewordenen Faszien und Muskeln, die durch langes Sitzen entstehen, wieder auszugleichen. Je öfter du deinen Rücken also nach hinten streckst, desto besser wirst du dich fühlen und deine Rückenschmerzen in den Griff bekommen.

Übrigens ist jede Bewegung in der Wirbelsäule wichtig für die Ernährung deiner Bandscheiben. Denn sie benötigen Druck auf ihrer ganzen Fläche. Das erreichst du nur, wenn du die Wirbelsäule in alle möglichen Richtungen beugst und verdrehst.

Die Übung ist dir im Stehen zu anstrengend? Dann probiere sie mal im Liegen mit dem Rückenretter:

Der Rückenretter: einfach drauflegen und genießen

Ein Mann hat sich mit dem Rücken auf den Rückenretter von Liebscher & Bracht gelegt, sodass die Arme weit voneinander gestreckt auf dem Boden liegen und die Brustwirbelsäule gedehnt wird.

Der Rückenretter: einfach drauflegen und genießen

Beim Üben mit dem Rückenretter bekämpfst du hohe muskulär-fasziale Spannungen in der Körpervorderseite. So setzt du an einer der häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen an und kannst die Beschwerden reduzieren. Ohne Anstrengung und mit nur 2 Minuten täglich.

3. In der Seitenlage mit angezogenen Knien schlafen

Eine Frau liegt in Embryonal-Haltung seitlich auf einer Matte, ein Bein ausgestreckt, eins angewinkelt. Roland Liebscher-Bracht kniet hinter ihr.
  • Selbst im Schlaf setzen viele ihre gewohnten Haltungen fort: In der Seitenlage mit angewinkelten Beinen nimmt der Körper auch im Schlaf eine sitzende Haltung ein, nur liegend. So bleiben Muskeln und Faszien auf der Körpervorderseite tendenziell kurz.
  • Um mal etwas neues zu probieren, kannst du deinen Schlaf in eine Dehnungsübung umfunktionieren: Komme in die Rückenlage und strecke die Beine aus! So sind die muskulär-faszialen Spannungen deiner beiden Körperseiten im Gleichgewicht – sie können sich so über Nacht erholen und werden gleichzeitig sanft gedehnt.
Mehr dazu liest du in unserem Schmerzlexikon-Artikel zum Thema erholsames Schlafen.

4. Krafttraining

Behandlung von Schmerzen der Achillessehne mit exzentrischem Training

Nach einem langen Arbeitstag im Büro ins Fitnessstudio und den Rücken trainieren?

  • Eine gut ausgeprägte Rumpfmuskulatur ist wichtig. Allerdings solltest du genauso darauf achten, die muskulär-faszialen Spannungen im Rücken und auf der Körpervorderseite mit Dehnübungen zu reduzieren.
  • Baue also in dein Krafttraining unbedingt lange Dehneinheiten der Körpervorderseite ein. Wenn du unter akuten Rückenschmerzen leidest, empfehlen wir zunächst mehr an der Dehnfähigkeit deiner Muskeln und Faszien zu arbeiten, bevor du durch erneutes Krafttraining die Spannung wieder erhöhst.

Nach einem langen Arbeitstag im Büro ins Fitnessstudio und den Rücken trainieren?

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Über diesen Artikel

Roland Liebscher-Bracht

Autor:

Roland Liebscher-Bracht

Schmerzspezialist & SPIEGEL-Bestseller-Autor

Mehr über den Autor
Dr. med. Egbert Ritter

Medizinische Prüfung:

Dr. med. Egbert Ritter

Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg

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Fachlicher Prüfer:

Petra Müller

Zertifizierte Liebscher & Bracht-Therapeutin und Dozentin

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