Asthma — Freier Atmen durch gezielte Übungen

Frau benutzt einen Inhalator gegen Asthma

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Die effektivsten Übungen bei BWS-Syndrom:
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Wir erklären, was Asthma ist, nennen Symptome und Ursachen und zeigen Übungen gegen typische Beschwerden 

Du spürst oft ein beklemmendes Gefühl in der Brust und hast immer wieder Anfälle, bei denen du glaubst, gar keine Luft mehr zu bekommen? Dann beschreibst du damit typische Symptome von Asthmatikern. Doch keine Angst, mit der richtigen Behandlung kann es dir besser gehen und deine Lebensqualität kann wieder steigen. Wir möchten dir zeigen, dass du mit einfachen Übungen die Verkrampfungen deiner Atemwege lockern kannst, sodass du nicht mehr so häufig nach deinem Notfall-Inhalator greifen musst.

Wir erklären dir in diesem Beitrag,

  • was Asthma ist und welche Symptome dabei auftreten,
  • wie eine eindeutige Diagnose gestellt wird,
  • welche Behandlungsmöglichkeiten dir offenstehen — auch zusätzlich zu Medikamenten —
  • und mit welchen Übungen sich deine Beschwerden lindern lassen, sodass du deinen Inhalator so wenig wie möglich brauchst.
Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller Autor von “Deutschland hat Rücken” & Schmerzspezialist

Mehr über Roland Liebscher-Bracht

1. Überblick: Was ist Asthma?


Asthma beschreibt eine chronische Atemwegserkrankung mit Verengung der Bronchien, bei der die Patienten das Gefühl haben, zu ersticken. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Atemnot. Diese Atemnot wird bei Asthma bronchiale durch krankhaft veränderte Bronchien verursacht. Dagegen stammt die Atemnot bei Asthma cardiale von einer Herzinsuffizienz. In diesen Fällen ist das Herz nicht mehr so leistungsstark, sodass du schneller als gewöhnlich in Atemnot gerätst. Spricht der Volksmund von Asthma, dann ist in der Regel Asthma bronchiale, also die Atemwegserkrankung, gemeint. Auch dieser Beitrag legt seinen Fokus daher auf Asthma bronchiale.

Per Definition ist Asthma bronchiale eine entzündliche, obstruktive (blockierende) Erkrankung der Atemwege. Dabei kommt es anfallartig zu Dyspnoe (= Atemnot, Luftnot) mit reversibler Verengung (sich vollständig zurückbildend) der Bronchien. Mithilfe von Inhalatoren bzw. Asthma-Sprays (Dosieraerosol) können die Patienten ihre Anfälle unterbrechen und wieder frei durchatmen. 1)

Weltweit leiden etwa 300 Millionen Menschen an der Atemwegserkrankung Asthma, in Deutschland sind es etwa zehn Prozent der kindlichen und vier bis fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung. 2) Bei Kindern kann sich Asthma noch „auswachsen“, indem sich die Bronchien im Laufe einer Wachstumsphase weiter entwickeln und öffnen. Asthma gilt allerdings bis heute als nicht heilbar und jährlich sterben in Deutschland rund 4.000 Menschen an der Krankheit. Doch mit der richtigen Behandlung und einem bewussten Umgang mit der Erkrankung kannst du deine Beschwerden auf ein Minimum reduzieren und ein langes und erfülltes Leben führen. Auf diesem Weg möchten wir dich gerne begleiten!

1.1 Was passiert bei einem Asthma-Anfall?

© Lightspring | shutterstock.com

Bei einer Asthmaerkrankung sind die Bronchien in der Lunge chronisch entzündet. Durch Umweltreize (z. B. Pollen, Staub, Hausstaub etc.), Infektionen oder Belastung schwillt die Schleimhaut in den Bronchien an. Daraufhin verkrampft die gesamte Bronchialmuskulatur. Gleichzeitig wird vermehrt Schleim in den Bronchien gebildet. Kommt nun ein neuer Reiz dazu, der das System zum Überlaufen bringt, verkrampft akut die Bronchialmuskulatur und dem Asthmapatienten fällt vor allem das Ausatmen schwer. Die Folge: Sauerstoffarme Luft staut sich in der Lunge und bläht sie auf. Daher kommt das oft sehr beängstigende Gefühl der Asthmapatienten, jeden Moment zu ersticken. Asthma kann bei jedem Patienten einen anderen Schweregrad aufweisen. Dieser bestimmt, wie häufig die Anfälle auftreten.

Exkurs: Was sind die Bronchien?

Als Bronchien werden die luftleitenden Anteile (umgangssprachlich „Röhren“) der Lunge bezeichnet. Sie befördern die sauerstoffhaltige frische Luft von der Luftröhre bis in die Lungenbläschen (= Alveolen), wo ein Gasaustausch stattfindet. Nach dem Gasaustausch befindet sich in den Lungenbläschen (= Alveolen) mit Kohlendioxid angereicherte Luft, die über die Bronchialäste nach außen abtransportiert wird. Bei Asthmatikern verkrampfen die Muskeln der Bronchien, ihr Durchmesser wird geringer und das Ausatmen fällt den Betroffenen schwer.

In diesem Video erklärt dir Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht noch einmal genau, wo für Asthmatiker die Knackpunkte und Probleme beim Atmen liegen und wo du ansetzen kannst, damit sich deine Lebensqualität deutlich verbessert. Schaue dir dazu das Video an:

 
Roland Liebscher-Bracht weist im Video darauf hin, dass bei Asthmatikern oft das Zwerchfell und die gesamte Brustmuskulatur verkrampft sind. Das hat einen großen Einfluss auf deine Lebensqualität sowie die Häufigkeit und Intensität deiner Anfälle. Wenn die Muskulatur und die Faszien des Zwerchfells und der Brust entspannt, gedehnt und geschmeidig sind, kann sich dein Asthma deutlich verbessern. Welche Übungen dir dabei helfen können, zeigen wir dir im letzten Kapitel.

Welche Symptome außer Atemnot die Betroffenen noch verspüren, liest du in Kapitel 2. Wie du dich bei einem Anfall am besten verhältst und welche Therapien helfen können, erfährst du im Kapitel zur Behandlung.

1.2 Was sind die Ursachen für Asthma bronchiale?

Bis heute rätseln Ärzte über die genauen Ursachen für die Entstehung von Asthma. Forschungen haben ergeben, dass eine erbliche Veranlagung am Ausbruch der Erkrankung beteiligt ist. Bei manchen Menschen befindet sich das Immunsystem der unteren Atemwege in permanenter Abwehrbereitschaft. Dabei reagieren die Bronchien besonders empfindlich auf Reize der Atemwege, beispielsweise durch Allergene (z. B. Pollen) oder Infektionen. Einige Studien entdeckten Hinweise darauf, dass die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antibiotika) in der Schwangerschaft sowie ein geringes Geburtsgewicht und vermehrte Atemwegsinfekte in der Kindheit, Übergewicht oder Bewegungsmangel das Asthma-Risiko erhöhen. 3)

1.3 Welche Faktoren tragen bei Asthma zur Krankheitsentstehung bei?

Andere Studien deuten darauf hin, dass Asthma bronchiale durch einen angeborenen Chromosomendefekt sozusagen in die Wiege gelegt wird. Der Defekt betrifft das Chromosomenpaar 11 und wird verantwortlich gemacht für Asthma bronchiale, Heuschnupfen sowie eine allergische Rhinitis (= chronischer Schnupfen). Im Falle von Asthma sorgt dieser Defekt dafür, dass die Regulation der Antikörper nicht richtig funktioniert und somit zu viele Antikörper ausgeschüttet werden. Gleichzeitig wird durch den Gendefekt die Entspannung der Bronchien gehemmt — es kommt zur Atemnot. Dein Immunsystem ist also in ständiger Alarmbereitschaft und deine Bronchien verkrampfen. Ob nun keine der Erkrankungen, eine, zwei oder alle drei bei dir ausbrechen, hängt von einer ganzen Reihe zusätzlicher Faktoren ab (liegt der Defekt z. B. auf einem oder beiden Chromosomen des 11. Paares vor).4)

Ast eines Baumes vor blauem Himmel

Zudem spielt die gesamte Lebensweise eine entscheidende Rolle, vor allem hinsichtlich Ernährung und Reinheit der Luft. So konnte in Studien festgestellt werden, dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufgewachsen sind, statistisch gesehen seltener Asthma bekommen als Stadtkinder. Übrigens ist auch Rauchen bzw. Nikotin Gift für die Atemwege und erhöht das Risiko von Asthma.

Käseplatte mit Kräcker kann ein Auslöser für Asthma sein

Verschiedene Nahrungsmittel stehen im Verdacht, Asthma auszulösen oder zu verstärken. Dazu gehören Milchprodukte aufgrund einer Eiweiß-Unverträglichkeit, aber auch Weizen und Hühnereier. Wie eine optimale Ernährung auch ohne diese Nahrungsmittel aussehen kann, erklären wir dir hier.

Frau mit Depression grübelt über ihre Asthma-Erkrankung

Zu all diesen Faktoren kommt der große Einfluss der Psyche. Die Psyche scheint in vielen Fällen ein Verstärkungsfaktor und damit der Auslöser eines Asthmaanfalls zu sein. Mentales Training oder Yoga können dir helfen, deine Ängste in Schach zu halten. Mehr dazu erfährst du auch im Kapitel Behandlung.

1.4 Welche Arten von Asthma gibt es?

Es lassen sich unterschiedliche Asthmaformen unterscheiden. In der Praxis macht diese Differenzierung jedoch oft keinen Sinn, da alle Arten fast ausnahmslos auf eine allergische Reaktion zurückzuführen sind. Wir möchten dir dennoch die unterschiedlichen Asthmaformen vorstellen. Vielleicht kannst du so den Auslöser deines Asthmas klarer zuordnen und deine Therapie besser darauf abstimmen.

  • Allergisches Asthma bronchiale: Dieses Asthma wird als extrinsisches Asthma bezeichnet, da die auslösenden Antigene von außen kommen. Deine Antikörper (IgE) reagieren hierbei mit voller Wucht  gegen Pollen, Tierhaare, Staub, Hausstaubmilben, Bettfedern, Schimmelpilzsporen, Medikamente, Insektengifte oder auch verschiedene Nahrungsmittel. Ein gesunder Körper würde auf die meisten dieser Reize gar nicht reagieren.
  • Infektbedingtes Asthma bronchiale: Diese Form wird auch als intrinsisches Asthma bezeichnet, da die Atemnot durch einen Infekt der Atemwege entsteht. Die Ursache bzw. der Auslöser für das Asthma ist die direkte Stimulierung von sensiblen Nerven durch Viren und Bakterien.
  • Mischformen/gemischtförmiges Asthma: Oft liegt eine Mischform des Asthma bronchiale vor. Das gemischtförmige Asthma entsteht also aufgrund einer allergischen Reaktion im Rahmen einer Infektion mit Viren oder Bakterien.
  • Anstrengungsasthma: Beim Anstrengungsasthma tritt die Atemnot ein, wenn du dich körperlich zu sehr verausgabst. Die Toleranz-Schwelle für einen Asthma-Anfall kann beim Anstrengungsasthma jedoch mit vorsichtigem, gezieltem Training nach hinten verschoben werden. So kannst du deine Belastung Stück für Stück steigern ohne einen Anfall auszulösen.
  • Medikamentös ausgelöstes Asthma: Auch manche Medikamente können Asthma bronchiale auslösen, beispielsweise Ibuprofen oder das Antibiotikum Penicillin.
  • Beruflich verursachtes Asthma bronchiale: Dein Asthma kann auch durch Inhalation (= Einatmen) von allergisierenden oder toxischen (= giftigen) Substanzen entstanden sein. Das sogenannte Bäckerasthma wird beispielsweise von Mehlstaub, Hilfsstoffen oder Schimmelpilzen verursacht.

Du bist unsicher, ob deine Beschwerden wirklich zu Asthma passen, und fragst dich, wie die Krankheit diagnostiziert wird? Typische Symptome und den Weg zur Diagnose erklären wir dir im nächsten Kapitel.

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2. Symptome und Diagnose von Asthma


Das beklemmende Gefühl in der Brust und die Erstickungsangst sind sicherlich die beiden heftigsten Symptome bei Asthma. Dennoch könnten den Beschwerden beim Atmen auch andere Ursachen zugrunde liegen. Wir haben dir daher eine ganze Reihe an Symptomen bei Asthma bronchiale zusammengestellt. Treffen diese nicht auf deine Beschwerden zu, dann wirf doch mal einen Blick in unseren großen Artikel zum Thema Schmerzen beim Atmen. Die aufgeführten Symptome passen genau zu deinen Beschwerden? Dann erfahre hier, wie der Weg zur finalen Diagnose aussieht. Denn erst wenn die Diagnose gestellt ist, kannst du die für dich optimale Therapie einleiten und dabei auch auf unsere Angebote zurückgreifen. 

2.1 Welche Symptome sind typisch bei Asthma bronchiale?

Das Leitsymptom von Asthma, die Atemnot, tritt glücklicherweise nicht permanent auf. Im Gegenteil: Typisch für eine Asthma-Erkrankung ist, dass sich symptomarme oder sogar völlig symptomfreie Phasen mit akuten Asthma-Anfällen abwechseln. Einige Asthmatiker sind also zwischen den Anfällen völlig beschwerdefrei, andere wiederum haben ständig das Gefühl, schlecht Luft zu bekommen. 

Beschwerden wie rasselnde Atemgeräusche treten oft nachts oder in den frühen Morgenstunden auf und gehen manchmal von selbst oder nach Einnahme bestimmter Medikamente zurück. Kommt es zu einem Asthmaanfall, so kann dieser nur wenige Minuten oder auch mehrere Stunden andauern. Dabei kann es zu Herzrasen (Tachykardie) und massiver Atemnot mit bläulicher Verfärbung der Lippen und Haut durch Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxämie) kommen. In diesen Fällen solltest du oder eine anwesende Person auf jeden Fall den Notarzt rufen. Außerdem sollten Asthmapatienten immer ihr Notfallspray (Dosieraerosol) mit inhalativen Stoffen griffbereit haben. Diese sorgen dafür, dass sich die Bronchien entspannen und du wieder ausatmen kannst.

Status asthmaticus: Eine gefürchtete Extremform des Asthma ist der Status asthmaticus. Dabei handelt es sich um einen Asthmaanfall, der länger als 24 Stunden dauern kann und sich kaum durch die üblichen Medikamente lindern lässt. Da bei einem Asthmaanfall die Lunge mit sauerstoffarmer Luft gefüllt ist und der Asthmapatient nicht richtig ausatmen kann, besteht die Gefahr, dass der Betroffene nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Bei einem Status asthmaticus muss daher unbedingt ein Notarzt gerufen werden.

Wir haben dir hier noch einmal die möglichen Symptome aufgelistet:

  • trockener, pfeifender oder rasselnder Ton beim Ausatmen (Giemen),
  • plötzlich einsetzende Kurzatmigkeit und Brustenge,
  • Erstickungsangst,
  • Husten, vor allem chronischer Husten,
  • zäher Auswurf,
  • Engegefühl in der Brust,
  • Atemnot, besonders bei der Ausatmung,
  • Auftreten der Symptome beim Einatmen kalter Luft,
  • Symptome treten häufig in der Nacht oder nach dem Aufstehen auf,
  • Symptome werden durch Allergene, Belastung oder Infekte ausgelöst oder verschlimmert.

2.2 Wie wird Asthma diagnostiziert?

Besteht der Verdacht auf eine Asthmaerkrankung, so ist es wichtig, dass du diesen von einem Arzt abklären lässt. Die Diagnostik besteht in der Regel aus drei Schritten: Abklären der Symptomatik, Lungenfunktionstest und Allergietest.5) Warum das alles gemacht wird, erklären wir dir jetzt.

Schematische Darstellung der Lunge und Atemrichtung beim Asthma

Schritt 1 der Diagnostik — Symptome abklären:

Wenn du mit dem Verdacht auf Asthma bronchiale zum Arzt gehst, wird er dich in der Regel nach den typischen Symptomen wie anfallartiger Husten und plötzliche Dyspnoe (= Atemnot, Luftnot) sowie nach bereits bekannten Allergien fragen. Du wirst angeben müssen, wie oft die Anfälle stattfinden und ob bestimmte Reize, wie beispielsweise kalte Luft, die Anfälle hervorrufen bzw. auslösen.

Mann sitzt am Spirometer für einen Lungenfunktionstest

© Koldunova Anna | shutterstock.com

Schritt 2 der Diagnostik — Lungenfunktionstest:

Im nächsten Schritt wird per Lungenfunktionstest untersucht, wie leistungsstark deine Lungen sind. Der Goldstandard der Diagnostik ist dabei die Spirometrie. Mit dem Spirometer kann der Arzt messen, wie viel Volumen du ein- und ausatmest, mit welcher Geschwindigkeit das geschieht, wie viel Luft du nicht ausatmest und vieles mehr. All diese Daten geben Hinweise darauf, ob du an Asthma leidest und deine Bronchien verengt sind oder nicht. Besonders deutlich sind die Daten natürlich bei einem Anfall, denn dort verbessern sich die Werte beim Ausatmen nach Inhalation des Asthmasprays (Dosieraerosol) stark. So lässt sich beispielsweise auch Asthma von einer COPD-Erkrankung (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) abgrenzen, denn bei COPD zeigt sich mit dem Spray (Dosieraerosol) keine Besserung. Übrigens schließen „normale“ Messergebnisse der Lungenfunktion mit dem Spirometer Asthma noch nicht aus, da viele Patienten beschwerdefreie Phasen haben und in diesen auch normal atmen können.

Allergietest am Arm bei Asthma

 © Guschenkova | shutterstock.com

Schritt 3 — Allergietest:

Nahezu alle Asthma-Patienten reagieren auf irgendwelche Allergene. Daher sollte jeder Asthmatiker — vor allem bei der Diagnosestellung — eine Allergietestung bei einem Allergologen machen lassen, um Allergien rechtzeitig und korrekt behandeln zu können. Bei der Allergietestung handelt es sich in der Regel um eine Hautpricktestung. Dabei gibt der Allergologe verschiedene Allergene direkt auf und unter die Haut. Die Stoffe, auf die du allergisch reagierst, lassen sich anhand der Reaktion deines Körpers schnell bestimmen. Zusätzlich wird meist ein Bluttest durchgeführt. Bei Asthmatikern findet sich im Blut ein hoher Spiegel des spezifischen IgE-Antikörpers.

Differenzialdiagnosen: Welche ähnlichen Krankheiten gibt es noch?

Bei der Diagnosestellung von Asthma bronchiale müssen andere Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik ausgeschlossen werden. Zu diesen Krankheiten zählen beispielsweise:

  • COPD, eine chronische Lungenerkrankung,
  • Heuschnupfen,
  • chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung),
  • gastroösophagealer Reflux (Sodbrennen),
  • Linksherzinsuffizienz,
  • Bronchialkarzinom (Lungenkrebs),
  • Tuberkulose (bakterielle Infektionskrankheit) und
  • ein durch Medikamente ausgelöster Husten.

Keine Angst, einige dieser Krankheiten mögen zu Beginn ein wenig furchteinflößend klingen. Doch deine Ärzte wissen ganz genau, welche Tests gemacht werden müssen, damit du einerseits zeitnah eine richtige Diagnose und andererseits schnellstmöglich mit der optimalen Therapie beginnen kannst.

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 3. Behandlung von Asthma


Solltest du die Diagnose Asthma erhalten haben, ist die richtige Asthmatherapie essenziell. Auch wenn du hoffentlich möglichst lange Phasen völliger Beschwerdefreiheit genießen kannst, ist in den Episoden mit Atemnot eine effektive Therapie besonders wertvoll. Behandlung und Medikation werden herkömmlicherweise dem Schweregrad deines Asthmas angepasst.6)

Die Therapie des Asthma bronchiale hat zum Ziel, dass

  • du deine bestmögliche Lungenfunktion erreichen kannst,
  • sich deine Krankheit nicht weiter verschlimmert,
  • unerwünschte Nebenwirkungen der Therapie vermieden werden,
  • die Wahrscheinlichkeit, an der Erkrankung zu sterben (Letalität) auf ein Minimum sinkt,
  • deine Lebensqualität wieder steigt und
  • du keine krankheitsbedingten Beeinträchtigungen bei körperlichen und sozialen Aktivitäten in deinem Alltag erfährst.

Damit alle diese Ziele erreicht werden können, lässt sich die Therapie bei Asthmatikern grob in zwei Bereiche unterteilen:

  • eine medikamentöse Therapie,
  • ergänzt durch eine nicht-medikamentöse Therapie.

In den folgenden Abschnitten erklären wir dir, welche Medikamente zur Behandlung von Asthmaanfällen zum Einsatz kommen. Welche Medikamente und sonstigen Therapien eingesetzt werden sollten, steht übrigens in der medizinischen Leitlinie zu Asthma. Diese Leitlinie wird regelmäßig überarbeitet, sodass Patienten im Idealfall immer nach dem aktuellen Stand der Forschung behandelt werden.

Darüber hinaus zeigen wir dir, wie du mit unserer Schmerztherapie als Baustein der nicht-medikamentösen Therapie deine Lebensqualität verbessern und gleichzeitig deine Fitness und Atemfunktion verbessern kannst.

So funktioniert die therapie

3.1 Medikamentöse Asthmatherapie

Die meisten Asthma-Medikamente werden heute eingeatmet (inhaliert), sodass der Wirkstoff direkt in die Atemwege gelangt. Dies bietet zum einen den Vorteil, dass die Medikamente nur dann wirken, wenn sie wirklich benötigt werden, und dass du zum anderen geringere Mengen der jeweiligen Medikamente zu dir nehmen musst. Das belastet deinen Körper insgesamt weniger als die dauerhafte Einnahme in Tablettenform.

Bei Asthma-Medikamenten lassen sich grob zwei Arten unterscheiden — sogenannte Reliever für akute Atemnot und Controller zur Dauermedikation.

Inhalator bei Asthma

Reliever: Hiermit werden akute Asthmabeschwerden mittels Bedarfsmedikamenten behandelt. Dabei kommen oft die kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (auch Beta-2-Agonisten oder SABA genannt) zum Einsatz. Diese Medikamente (= Bedarfsmedikamente) gelten als erste Wahl zur raschen Behandlung eines Asthmaanfalls und beim Anstrengungsasthma. Die adrenalinhaltigen Substanzen sorgen dafür, dass sich deine verkrampften Bronchialmuskeln —  die Bronchodilatoren — entspannen und so die verengten Luftäste (= Bronchien) die Luft wieder nach außen zirkulieren lassen. Zudem tragen diese Medikamente zum verbesserten Abtransport von Bronchialschleim bei. Sie sollten nur bei Bedarf eingesetzt werden und heißen daher Bedarfsmedikamente.

Die Reliever behandeln ausschließlich akute Beschwerden und setzen nicht an der Ursache von Asthma an, denn sie haben keine entzündungshemmende Wirkung. Zusätzlich sind diese Wirkstoffe, wie alle Medikamente, nicht frei von Nebenwirkungen. Zu den Nebenwirkungen der Beta-2-Sympathomimetika, beispielsweise Salbutamol oder Terbutalin, gehören u. a. Unruhe, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Schlafstörungen oder Tremor (unwillkürliches Muskelzittern).

Verschiedene Medikamente in einer Hand gegen Übersäuerung

Controller: Damit sind Dauermedikamente zur Langzeitkontrolle gemeint, welche dein Immunsystem und die permanente Entzündungsbereitschaft deiner Atemwege in Schach halten. Da sie die Überreaktion deiner Antikörper (IgE) bekämpfen, wirken diese Medikamente langfristig und setzen eher an der Ursache des Problems an. Sie bewirken, dass die Schwellungen im Bereich der Bronchien sowie die Schleimbildung und die chronische Entzündung dort zurückgehen. Die Wirkung stellt sich jedoch —  im Vergleich zu den Relievern — nicht sofort ein. Zu den Controllern gehören beispielsweise inhalative Kortikosteroide (Kortison) oder Glukokortikoide — sie sollen die Entzündungen der Bronchien hemmen. Doch sowohl Kortikosteroide (Kortison) als auch Glukokortikoide haben einige Nebenwirkungen, die dich an anderer Stelle einschränken können. Auch Theophyllin ist ein vorbeugender Wirkstoff. Allerdings ist bei Theophyllin für Kinder und Schwangere besondere Vorsicht geboten. Sie sollten Medikamente mit dem Wirkstoff Theophyllin als Dauermedikation nur in Absprache mit ihrem Arzt nutzen.

Controller wirken also als Dauermedikation und sind zur Prophylaxe gedacht. Vorbeugend können dir übrigens auch unsere Übungen helfen, die Atem-Muskulatur zu entspannen. Mehr dazu erfährst du im Kapitel Übungen.

Inhalator: Wie funktionieren die Asthma-Sprays?

Nicht alle Inhalationssysteme funktionieren auf dieselbe Art und Weise. Grundsätzlich gilt jedoch, dass du vor der Inhalation so gut es geht ausatmen solltest. Nach dem Inhalieren solltest du den Atem möglichst eine Weile anhalten, damit sich der Wirkstoff besser verteilen kann. Alle unterschiedlichen Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. In Absprache mit deinem Arzt findest du sicherlich schnell die beste Lösung für dich. Es gibt beispielsweise Atemzug-gesteuerte Inhalatoren, bei denen das Medikament erst durch das inhalative Ansaugen des Patienten als Spray (Dosieraerosol) freigesetzt wird. Bei treibgasbetriebenen Systemen wird der Sprühstoß durch Drücken auf den Wirkstoffbehälter ausgelöst. Daneben sind auch Pulverinhalatoren erhältlich. Über diese wird der Wirkstoff in Pulverform inhaliert, das Pulver wird jedoch erst durch die Kraft des Atemzugs gebildet.

3.2 Nicht-medikamentöse Asthmatherapie

Die nicht-medikamentöse Therapie stellt einen wesentlichen und wichtigen Bestandteil in der Behandlung von Asthma bronchiale dar. Essenziell sind dabei alle präventiven Maßnahmen, die Asthmaanfälle verhindern sollen. Aber auch gezieltes körperliches Training, Atem- und Physiotherapie sowie unsere Schmerztherapie in Verbindung mit unseren speziellen Dehnübungen können dir helfen und dafür sorgen, dass die Anfälle nicht mehr so oft auftreten.

Roland zeigt am Skelett, wo das Zwerchfell liegt, das bei Asthmatikern oft verspannt ist

Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht: Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht nutzt eine besondere manualtherapeutische Technik, die Osteopressur. Bei dieser werden gezielt Rezeptoren in der Knochenhaut gedrückt, um zu hohe Spannungen in den Muskeln und Faszien zu normalisieren. Wir haben festgestellt, dass in zu verkrampften und verspannten muskulär-faszialen Strukturen die Ursache für die meisten Schmerzen und Beschwerden liegt.

Auch bei Asthmatikern konnten wir in vielen Behandlungen immer wieder beobachten, dass die gesamte Brustmuskulatur bis zum Zwerchfell verspannt und verkürzt ist. Durch das gezielte Drücken spezieller Punkte am Knochen sendet dein Gehirn ein direktes Signal zur Entspannung in den Brustbereich. So fällt dir meistens auch in eigentlich beschwerdefreien oder beschwerdearmen Phasen das Atmen leichter. Der beklemmende Druck auf der Brust, den viele Patienten und vielleicht auch du verspüren, lässt durch die Behandlung nach oder verschwindet ganz. Erleichtertes Aufatmen erfolgt dann bei vielen Betroffenen. Durch die Entspannung der Muskeln und Faszien konnten wir immer wieder beobachten, dass Anfälle nicht mehr so häufig auftreten. Möchtest du das auch erleben? Dann gehe am besten zu einem der von uns ausgebildeten Schmerzspezialisten in deiner Nähe. Details zu unserer Schmerztherapie kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

Wenn du lieber gleich selbst etwas gegen deine Beschwerden unternehmen möchtest, kannst du mit unserem neu entwickelten Drücker-Set einige Punkte zur Entspannung der Atemmuskulatur selbst drücken. Die passenden Punkte sowie eine genaue Anleitung, wo genau du diese Punkte findest und auf welche Weise du sie drücken solltest, zegen wir dir in unserem Übungsbereich.

Damit sich deine stark strapazierte Brustmuskulatur, die Faszien in diesem Bereich und dein Zwerchfell dauerhaft (mehr) entspannen können, ist es wichtig, dass du zusätzlich zur Schmerztherapie und darüber hinaus regelmäßig unsere Dehnübungen machst. Wir haben sie entwickelt, um gezielt und systematisch sogenannte Engpässe im Körper zu beseitigen. Im Fall von Asthma ist es wichtig, die gesamte Vorderseite deines Körpers von der Brustmuskulatur bis zum Zwerchfell aufzudehnen. Wie die Übungen genau funktionieren, zeigen wir dir im nächsten Kapitel.

Natürlich sind auch andere Maßnahmen wichtig, damit dich deine Erkrankung so wenig wie möglich in deinem Alltag einschränkt. Worauf du sonst noch achten solltest, haben wir dir hier zusammengetragen:

Frau klatscht in die Hände und wirbelt Staub auf

Präventive Maßnahmen: Dazu gehören die Vermeidung von bekannten Allergieauslösern, beispielsweise Haustiere oder Teppichböden, sowie Nikotinverzicht, Meidung von Allergenen und Irritationen (beispielsweise Teppichboden am Arbeitsplatz) sowie in einigen Fällen auch eine allergenspezifische Immuntherapie. Übrigens wird übergewichtigen Asthmatikern geraten, ihr Körpergewicht langsam und unter ärztlicher Aufsicht zu reduzieren. Zusätzlich sollte jeder Patient mit Asthma bronchiale nach der Diagnosestellung möglichst zeitnah an einem speziellen Schulungsprogramm teilnehmen. Dort wird er über den richtigen Umgang mit der Krankheit geschult — vor allem auch in Krisensituationen.

Schwimmer beim Training

Körperliches Training: Wenn du unter Asthma leidest, solltest du regelmäßig einen geeigneten Sport ausüben. Generell sind sanfte Ausdauersportarten (wie Wandern, Nordic Walking und Schwimmen) oder Yoga gut geeignet, um die eigene Fitness zu steigern. So sorgt nicht jeder kleine Reiz für einen neuen Anfall und sowohl deine körperliche Leistungsfähigkeit als auch deine Lebensqualität können sich deutlich verbessern.

Torwart zeigt typische Stellung zur erleichterten Atmung bei Asthma

Atem- und Physiotherapie: Asthmatiker können spezielle Atemtechniken erlernen und im Bedarfsfall selbst anwenden, um die Beschwerden und vor allem auch die Panik vor der Atemnot zu lindern. Zu diesen Techniken gehört beispielsweise die Lippenbremse. Bei der Lippenbremse wird durch eine verengte Atemöffnung (mittels Aufeinanderpressen der Lippen) ausgeatmet. Diese Atemtechnik hilft, Sekrete zu lösen und tiefe Lungenbezirke zu belüften sowie die Atemmuskulatur zu stärken. Auch bestimmte Kopfhaltungen können dir im Ernstfall das Ausatmen erleichtern. Stelle dich dazu beispielsweise wie ein Torwart hin: Knie angewinkelt, Oberkörper nach vorne gebeugt und Hände auf den Knien abgestützt.

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4. Übungen zur Verbesserung von Asthma


Du möchtest wieder besser Luft bekommen und das beklemmende Gefühl in deiner Brust soll verschwinden? Dann bist du hier genau richtig! Wir zeigen Übungen, mit denen du deine Muskeln und Faszien von der Brust bis zum Zwerchfell aufdehnen kannst. Wenn du uns und unsere Übungen bereits kennst, kannst du gerne gleich loslegen. Wenn nicht, lies dir bitte zuerst unsere Checkliste für unsere Übungen unter dem Video und den Übungsbeschreibungen durch. Und bitte sei geduldig mit dir selbst! Bei Asthmatikern ist der Brustbereich oft sehr stark verkrampft. Es kann daher ein paar Wochen dauern, bis du deine Muskulatur optimal aufdehnen kannst und bis sich der erholende Effekt dauerhaft einstellt. Optimal sind die Übungen übrigens in Verbindung mit unserer Osteopressur. Dabei kann dich einer unserer Schmerzspezialisten unterstützen.

Übung zur Dehnung der Brustmuskulatur für einen freien Atem:

Dehnung der Brustmuskulatur an der Wand bei Asthma

Suche dir eine Ecke und breite deine Arme auf Schulterhöhe oder auch höher aus. Lass dich nun langsam und vorsichtig in Richtung Ecke sinken und dehne so deine Brustmuskulatur auf.

Atemübung zur Entspannung des Zwerchfells:

Angeleitet von Roland Liebscher-Bracht hält sich eine Patientin bei der Übung gegen Asthma Mund und Nase zu

Für die zweite Übung setzt du dich aufrecht auf einen Stuhl. Nun puste durch den Mund alle Luft aus den Lungen. Wenn du merkst, dass keine Luft mehr vorhanden ist, beuge dich mit dem Oberkörper nach vorne und stoße auch die Restluft noch aus. Sobald alle Luft aus dem Körper ist, halte dir die Nase zu und schließe den Mund. Richte dich wieder auf und versuche anschließend, mit der zugehaltenen Nase einzuatmen. So kann das Zwerchfell gedehnt und entspannt werden. Wenn du wieder Luft brauchst, löse alles uns atme einige Male tief durch. Wiederhole diese Atemübung mehrfach.

Faszien-Rollmassage zur Lockerung der Muskeln und Faszien Brustbereich:

Eine Patienten führt mithilfe der Mini-Kugel eine Faszien-Rollmassage entlang ihres Rippenbogens durch

Nimm dir unsere Mini-Kugel zur Hand. Setze die Mini-Kugel unterhalb des Schlüsselbeins in der Mitte deines Brustkorbs an und rolle langsam nach unten. Dort, wo es besonders ziept und zwickt, bleibst du länger und kannst durch das Rollen die verklebten  Faszien lösen. Unten am sogenannten Schwertfortsatz angekommen, rollst du den Rippenbogen entlang nach rechts und dann nach links.

📌 Checkliste für die Liebscher & Bracht-Übungen

Damit bei unseren Übungen auch wirklich nichts schiefgeht, haben wir dir fünf wichtige Tipps zusammengestellt. Sie sollen dir helfen, die Übungen leicht in deinen Alltag integrieren und optimale Ergebnisse erzielen zu können.

✅ Übe an sechs Tagen pro Woche und führe dabei jede Übung mindestens einmal täglich aus.

✅ Für jede Übung solltest du zwei bis zweieinhalb Minuten investieren. Fängst du gerade erst mit den Übungen an oder ist der Schmerz noch zu stark, kannst du dich auch allmählich steigern. Bedenke allerdings, dass Dehnungen nur für einige Sekunden keinen oder kaum den gewünschten Effekt bringen.

✅ Orientiere dich immer an deiner persönlichen Schmerzskala von eins bis zehn. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du bei jeder Dehnung auf einer Stufe von acht oder neun arbeitest. Neun bedeutet: Du spürst einen intensiven Schmerz, kannst aber noch ruhig atmen und musst nicht gegenspannen.

✅ Ein noch erträglicher Schmerz ist für dich der wichtigste Anhaltspunkt. Hab also keine Angst vor ihm: Dein Körper weist dich darauf hin, dass du den muskulären „Verkürzungen“ genau an der richtigen Stelle entgegenwirkst.

✅ Sei geduldig — auch wenn es schwerfällt. Es kann etwas dauern, bis dein Gehirn neue Bewegungsprogramme speichert. Doch wenn du am Ball bleibst und die Übungen zu deiner täglichen Routine machst, kannst du deine Asthma-Symptome im Rahmen der nicht-medikamentösen Therapie Stück für Stück reduzieren.

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Der Visionär

Roland Liebscher-Bracht

Rundes Bild, aufwärts vom Hals ab, von Roland Liebscher - Bracht lächelnd mit weißen Hintergrund

Wir erklären, was Asthma ist, nennen Symptome und Ursachen und zeigen Übungen gegen typische Beschwerden 

Du spürst oft ein beklemmendes Gefühl in der Brust und hast immer wieder Anfälle, bei denen du glaubst, gar keine Luft mehr zu bekommen? Dann beschreibst du damit typische Symptome von Asthmatikern. Doch keine Angst, mit der richtigen Behandlung kann es dir besser gehen und deine Lebensqualität kann wieder steigen. Wir möchten dir zeigen, dass du mit einfachen Übungen die Verkrampfungen deiner Atemwege lockern kannst, sodass du nicht mehr so häufig nach deinem Notfall-Inhalator greifen musst.

Wir erklären dir in diesem Beitrag,

  • was Asthma ist und welche Symptome dabei auftreten,
  • wie eine eindeutige Diagnose gestellt wird,
  • welche Behandlungsmöglichkeiten dir offenstehen — auch zusätzlich zu Medikamenten —
  • und mit welchen Übungen sich deine Beschwerden lindern lassen, sodass du deinen Inhalator so wenig wie möglich brauchst.
Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller Autor von “Deutschland hat Rücken” & Schmerzspezialist

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Frau benutzt einen Inhalator gegen Asthma

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1. Überblick: Was ist Asthma?


Asthma beschreibt eine chronische Atemwegserkrankung mit Verengung der Bronchien, bei der die Patienten das Gefühl haben, zu ersticken. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Atemnot. Diese Atemnot wird bei Asthma bronchiale durch krankhaft veränderte Bronchien verursacht. Dagegen stammt die Atemnot bei Asthma cardiale von einer Herzinsuffizienz. In diesen Fällen ist das Herz nicht mehr so leistungsstark, sodass du schneller als gewöhnlich in Atemnot gerätst. Spricht der Volksmund von Asthma, dann ist in der Regel Asthma bronchiale, also die Atemwegserkrankung, gemeint. Auch dieser Beitrag legt seinen Fokus daher auf Asthma bronchiale.

Per Definition ist Asthma bronchiale eine entzündliche, obstruktive (blockierende) Erkrankung der Atemwege. Dabei kommt es anfallartig zu Dyspnoe (= Atemnot, Luftnot) mit reversibler Verengung (sich vollständig zurückbildend) der Bronchien. Mithilfe von Inhalatoren bzw. Asthma-Sprays (Dosieraerosol) können die Patienten ihre Anfälle unterbrechen und wieder frei durchatmen.7)

Weltweit leiden etwa 300 Millionen Menschen an der Atemwegserkrankung Asthma, in Deutschland sind es etwa zehn Prozent der kindlichen und vier bis fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung. 8) Bei Kindern kann sich Asthma noch „auswachsen“, indem sich die Bronchien im Laufe einer Wachstumsphase weiter entwickeln und öffnen. Asthma gilt allerdings bis heute als nicht heilbar und jährlich sterben in Deutschland rund 4.000 Menschen an der Krankheit. Doch mit der richtigen Behandlung und einem bewussten Umgang mit der Erkrankung kannst du deine Beschwerden auf ein Minimum reduzieren und ein langes und erfülltes Leben führen. Auf diesem Weg möchten wir dich gerne begleiten!

1.1 Was passiert bei einem Asthma-Anfall?

© Lightspring | shutterstock.com

Bei einer Asthmaerkrankung sind die Bronchien in der Lunge chronisch entzündet. Durch Umweltreize (z. B. Pollen, Staub, Hausstaub etc.), Infektionen oder Belastung schwillt die Schleimhaut in den Bronchien an. Daraufhin verkrampft die gesamte Bronchialmuskulatur. Gleichzeitig wird vermehrt Schleim in den Bronchien gebildet. Kommt nun ein neuer Reiz dazu, der das System zum Überlaufen bringt, verkrampft akut die Bronchialmuskulatur und dem Asthmapatienten fällt vor allem das Ausatmen schwer. Die Folge: Sauerstoffarme Luft staut sich in der Lunge und bläht sie auf. Daher kommt das oft sehr beängstigende Gefühl der Asthmapatienten, jeden Moment zu ersticken. Asthma kann bei jedem Patienten einen anderen Schweregrad aufweisen. Dieser bestimmt, wie häufig die Anfälle auftreten.

Exkurs: Was sind die Bronchien?

Als Bronchien werden die luftleitenden Anteile (umgangssprachlich „Röhren“) der Lunge bezeichnet. Sie befördern die sauerstoffhaltige frische Luft von der Luftröhre bis in die Lungenbläschen (= Alveolen), wo ein Gasaustausch stattfindet. Nach dem Gasaustausch befindet sich in den Lungenbläschen (= Alveolen) mit Kohlendioxid angereicherte Luft, die über die Bronchialäste nach außen abtransportiert wird. Bei Asthmatikern verkrampfen die Muskeln der Bronchien, ihr Durchmesser wird geringer und das Ausatmen fällt den Betroffenen schwer.

In diesem Video erklärt dir Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht noch einmal genau, wo für Asthmatiker die Knackpunkte und Probleme beim Atmen liegen und wo du ansetzen kannst, damit sich deine Lebensqualität deutlich verbessert. Schaue dir dazu das Video an:

 
Roland Liebscher-Bracht weist im Video darauf hin, dass bei Asthmatikern oft das Zwerchfell und die gesamte Brustmuskulatur verkrampft sind. Das hat einen großen Einfluss auf deine Lebensqualität sowie die Häufigkeit und Intensität deiner Anfälle. Wenn die Muskulatur und die Faszien des Zwerchfells und der Brust entspannt, gedehnt und geschmeidig sind, kann sich dein Asthma deutlich verbessern. Welche Übungen dir dabei helfen können, zeigen wir dir im letzten Kapitel.

Welche Symptome außer Atemnot die Betroffenen noch verspüren, liest du in Kapitel 2. Wie du dich bei einem Anfall am besten verhältst und welche Therapien helfen können, erfährst du im Kapitel zur Behandlung.

1.2 Was sind die Ursachen für Asthma bronchiale?

Bis heute rätseln Ärzte über die genauen Ursachen für die Entstehung von Asthma. Forschungen haben ergeben, dass eine erbliche Veranlagung am Ausbruch der Erkrankung beteiligt ist. Bei manchen Menschen befindet sich das Immunsystem der unteren Atemwege in permanenter Abwehrbereitschaft. Dabei reagieren die Bronchien besonders empfindlich auf Reize der Atemwege, beispielsweise durch Allergene (z. B. Pollen) oder Infektionen. Einige Studien entdeckten Hinweise darauf, dass die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antibiotika) in der Schwangerschaft sowie ein geringes Geburtsgewicht und vermehrte Atemwegsinfekte in der Kindheit, Übergewicht oder Bewegungsmangel das Asthma-Risiko erhöhen.9)

1.3 Welche Faktoren tragen bei Asthma zur Krankheitsentstehung bei?

Andere Studien deuten darauf hin, dass Asthma bronchiale durch einen angeborenen Chromosomendefekt sozusagen in die Wiege gelegt wird. Der Defekt betrifft das Chromosomenpaar 11 und wird verantwortlich gemacht für Asthma bronchiale, Heuschnupfen sowie eine allergische Rhinitis (= chronischer Schnupfen). Im Falle von Asthma sorgt dieser Defekt dafür, dass die Regulation der Antikörper nicht richtig funktioniert und somit zu viele Antikörper ausgeschüttet werden. Gleichzeitig wird durch den Gendefekt die Entspannung der Bronchien gehemmt — es kommt zur Atemnot. Dein Immunsystem ist also in ständiger Alarmbereitschaft und deine Bronchien verkrampfen. Ob nun keine der Erkrankungen, eine, zwei oder alle drei bei dir ausbrechen, hängt von einer ganzen Reihe zusätzlicher Faktoren ab (liegt der Defekt z. B. auf einem oder beiden Chromosomen des 11. Paares vor).10)

Ast eines Baumes vor blauem Himmel

Zudem spielt die gesamte Lebensweise eine entscheidende Rolle, vor allem hinsichtlich Ernährung und Reinheit der Luft. So konnte in Studien festgestellt werden, dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufgewachsen sind, statistisch gesehen seltener Asthma bekommen als Stadtkinder. Übrigens ist auch Rauchen bzw. Nikotin Gift für die Atemwege und erhöht das Risiko von Asthma.

Käseplatte mit Kräcker kann ein Auslöser für Asthma sein

Verschiedene Nahrungsmittel stehen im Verdacht, Asthma auszulösen oder zu verstärken. Dazu gehören Milchprodukte aufgrund einer Eiweiß-Unverträglichkeit, aber auch Weizen und Hühnereier. Wie eine optimale Ernährung auch ohne diese Nahrungsmittel aussehen kann, erklären wir dir hier.

Frau mit Depression grübelt über ihre Asthma-Erkrankung

Zu all diesen Faktoren kommt der große Einfluss der Psyche. Die Psyche scheint in vielen Fällen ein Verstärkungsfaktor und damit der Auslöser eines Asthmaanfalls zu sein. Mentales Training oder Yoga können dir helfen, deine Ängste in Schach zu halten. Mehr dazu erfährst du auch im Kapitel Behandlung.

1.4 Welche Arten von Asthma gibt es?

Es lassen sich unterschiedliche Asthmaformen unterscheiden. In der Praxis macht diese Differenzierung jedoch oft keinen Sinn, da alle Arten fast ausnahmslos auf eine allergische Reaktion zurückzuführen sind. Wir möchten dir dennoch die unterschiedlichen Asthmaformen vorstellen. Vielleicht kannst du so den Auslöser deines Asthmas klarer zuordnen und deine Therapie besser darauf abstimmen.

  • Allergisches Asthma bronchiale: Dieses Asthma wird als extrinsisches Asthma bezeichnet, da die auslösenden Antigene von außen kommen. Deine Antikörper (IgE) reagieren hierbei mit voller Wucht  gegen Pollen, Tierhaare, Staub, Hausstaubmilben, Bettfedern, Schimmelpilzsporen, Medikamente, Insektengifte oder auch verschiedene Nahrungsmittel. Ein gesunder Körper würde auf die meisten dieser Reize gar nicht reagieren.
  • Infektbedingtes Asthma bronchiale: Diese Form wird auch als intrinsisches Asthma bezeichnet, da die Atemnot durch einen Infekt der Atemwege entsteht. Die Ursache bzw. der Auslöser für das Asthma ist die direkte Stimulierung von sensiblen Nerven durch Viren und Bakterien.
  • Mischformen/gemischtförmiges Asthma: Oft liegt eine Mischform des Asthma bronchiale vor. Das gemischtförmige Asthma entsteht also aufgrund einer allergischen Reaktion im Rahmen einer Infektion mit Viren oder Bakterien.
  • Anstrengungsasthma: Beim Anstrengungsasthma tritt die Atemnot ein, wenn du dich körperlich zu sehr verausgabst. Die Toleranz-Schwelle für einen Asthma-Anfall kann beim Anstrengungsasthma jedoch mit vorsichtigem, gezieltem Training nach hinten verschoben werden. So kannst du deine Belastung Stück für Stück steigern ohne einen Anfall auszulösen.
  • Medikamentös ausgelöstes Asthma: Auch manche Medikamente können Asthma bronchiale auslösen, beispielsweise Ibuprofen oder das Antibiotikum Penicillin.
  • Beruflich verursachtes Asthma bronchiale: Dein Asthma kann auch durch Inhalation (= Einatmen) von allergisierenden oder toxischen (= giftigen) Substanzen entstanden sein. Das sogenannte Bäckerasthma wird beispielsweise von Mehlstaub, Hilfsstoffen oder Schimmelpilzen verursacht.

Du bist unsicher, ob deine Beschwerden wirklich zu Asthma passen, und fragst dich, wie die Krankheit diagnostiziert wird? Typische Symptome und den Weg zur Diagnose erklären wir dir im nächsten Kapitel.

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2. Symptome und Diagnose von Asthma


Das beklemmende Gefühl in der Brust und die Erstickungsangst sind sicherlich die beiden heftigsten Symptome bei Asthma. Dennoch könnten den Beschwerden beim Atmen auch andere Ursachen zugrunde liegen. Wir haben dir daher eine ganze Reihe an Symptomen bei Asthma bronchiale zusammengestellt. Treffen diese nicht auf deine Beschwerden zu, dann wirf doch mal einen Blick in unseren großen Artikel zum Thema Schmerzen beim Atmen. Die aufgeführten Symptome passen genau zu deinen Beschwerden? Dann erfahre hier, wie der Weg zur finalen Diagnose aussieht. Denn erst wenn die Diagnose gestellt ist, kannst du die für dich optimale Therapie einleiten und dabei auch auf unsere Angebote zurückgreifen. 

2.1 Welche Symptome sind typisch bei Asthma bronchiale?

Das Leitsymptom von Asthma, die Atemnot, tritt glücklicherweise nicht permanent auf. Im Gegenteil: Typisch für eine Asthma-Erkrankung ist, dass sich symptomarme oder sogar völlig symptomfreie Phasen mit akuten Asthma-Anfällen abwechseln. Einige Asthmatiker sind also zwischen den Anfällen völlig beschwerdefrei, andere wiederum haben ständig das Gefühl, schlecht Luft zu bekommen. 

Beschwerden wie rasselnde Atemgeräusche treten oft nachts oder in den frühen Morgenstunden auf und gehen manchmal von selbst oder nach Einnahme bestimmter Medikamente zurück. Kommt es zu einem Asthmaanfall, so kann dieser nur wenige Minuten oder auch mehrere Stunden andauern. Dabei kann es zu Herzrasen (Tachykardie) und massiver Atemnot mit bläulicher Verfärbung der Lippen und Haut durch Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxämie) kommen. In diesen Fällen solltest du oder eine anwesende Person auf jeden Fall den Notarzt rufen. Außerdem sollten Asthmapatienten immer ihr Notfallspray (Dosieraerosol) mit inhalativen Stoffen griffbereit haben. Diese sorgen dafür, dass sich die Bronchien entspannen und du wieder ausatmen kannst.

Status asthmaticus: Eine gefürchtete Extremform des Asthma ist der Status asthmaticus. Dabei handelt es sich um einen Asthmaanfall, der länger als 24 Stunden dauern kann und sich kaum durch die üblichen Medikamente lindern lässt. Da bei einem Asthmaanfall die Lunge mit sauerstoffarmer Luft gefüllt ist und der Asthmapatient nicht richtig ausatmen kann, besteht die Gefahr, dass der Betroffene nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Bei einem Status asthmaticus muss daher unbedingt ein Notarzt gerufen werden.

Wir haben dir hier noch einmal die möglichen Symptome aufgelistet:

  • trockener, pfeifender oder rasselnder Ton beim Ausatmen (Giemen),
  • plötzlich einsetzende Kurzatmigkeit und Brustenge,
  • Erstickungsangst,
  • Husten, vor allem chronischer Husten,
  • zäher Auswurf,
  • Engegefühl in der Brust,
  • Atemnot, besonders bei der Ausatmung,
  • Auftreten der Symptome beim Einatmen kalter Luft,
  • Symptome treten häufig in der Nacht oder nach dem Aufstehen auf,
  • Symptome werden durch Allergene, Belastung oder Infekte ausgelöst oder verschlimmert.

2.2 Wie wird Asthma diagnostiziert?

Besteht der Verdacht auf eine Asthmaerkrankung, so ist es wichtig, dass du diesen von einem Arzt abklären lässt. Die Diagnostik besteht in der Regel aus drei Schritten: Abklären der Symptomatik, Lungenfunktionstest und Allergietest.11) Warum das alles gemacht wird, erklären wir dir jetzt.

Schematische Darstellung der Lunge und Atemrichtung beim Asthma

Schritt 1 der Diagnostik — Symptome abklären:

Wenn du mit dem Verdacht auf Asthma bronchiale zum Arzt gehst, wird er dich in der Regel nach den typischen Symptomen wie anfallartiger Husten und plötzliche Dyspnoe (= Atemnot, Luftnot) sowie nach bereits bekannten Allergien fragen. Du wirst angeben müssen, wie oft die Anfälle stattfinden und ob bestimmte Reize, wie beispielsweise kalte Luft, die Anfälle hervorrufen bzw. auslösen.

Mann sitzt am Spirometer für einen Lungenfunktionstest

© Koldunova Anna | shutterstock.com

Schritt 2 der Diagnostik — Lungenfunktionstest:

Im nächsten Schritt wird per Lungenfunktionstest untersucht, wie leistungsstark deine Lungen sind. Der Goldstandard der Diagnostik ist dabei die Spirometrie. Mit dem Spirometer kann der Arzt messen, wie viel Volumen du ein- und ausatmest, mit welcher Geschwindigkeit das geschieht, wie viel Luft du nicht ausatmest und vieles mehr. All diese Daten geben Hinweise darauf, ob du an Asthma leidest und deine Bronchien verengt sind oder nicht. Besonders deutlich sind die Daten natürlich bei einem Anfall, denn dort verbessern sich die Werte beim Ausatmen nach Inhalation des Asthmasprays (Dosieraerosol) stark. So lässt sich beispielsweise auch Asthma von einer COPD-Erkrankung (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) abgrenzen, denn bei COPD zeigt sich mit dem Spray (Dosieraerosol) keine Besserung. Übrigens schließen „normale“ Messergebnisse der Lungenfunktion mit dem Spirometer Asthma noch nicht aus, da viele Patienten beschwerdefreie Phasen haben und in diesen auch normal atmen können.

Allergietest am Arm bei Asthma

 © Guschenkova | shutterstock.com

Schritt 3 — Allergietest:

Nahezu alle Asthma-Patienten reagieren auf irgendwelche Allergene. Daher sollte jeder Asthmatiker — vor allem bei der Diagnosestellung — eine Allergietestung bei einem Allergologen machen lassen, um Allergien rechtzeitig und korrekt behandeln zu können. Bei der Allergietestung handelt es sich in der Regel um eine Hautpricktestung. Dabei gibt der Allergologe verschiedene Allergene direkt auf und unter die Haut. Die Stoffe, auf die du allergisch reagierst, lassen sich anhand der Reaktion deines Körpers schnell bestimmen. Zusätzlich wird meist ein Bluttest durchgeführt. Bei Asthmatikern findet sich im Blut ein hoher Spiegel des spezifischen IgE-Antikörpers.

Differenzialdiagnosen: Welche ähnlichen Krankheiten gibt es noch?

Bei der Diagnosestellung von Asthma bronchiale müssen andere Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik ausgeschlossen werden. Zu diesen Krankheiten zählen beispielsweise:

  • COPD, eine chronische Lungenerkrankung,
  • Heuschnupfen,
  • chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung),
  • gastroösophagealer Reflux (Sodbrennen),
  • Linksherzinsuffizienz,
  • Bronchialkarzinom (Lungenkrebs),
  • Tuberkulose (bakterielle Infektionskrankheit) und
  • ein durch Medikamente ausgelöster Husten.

Keine Angst, einige dieser Krankheiten mögen zu Beginn ein wenig furchteinflößend klingen. Doch deine Ärzte wissen ganz genau, welche Tests gemacht werden müssen, damit du einerseits zeitnah eine richtige Diagnose und andererseits schnellstmöglich mit der optimalen Therapie beginnen kannst.

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 3. Behandlung von Asthma


Solltest du die Diagnose Asthma erhalten haben, ist die richtige Asthmatherapie essenziell. Auch wenn du hoffentlich möglichst lange Phasen völliger Beschwerdefreiheit genießen kannst, ist in den Episoden mit Atemnot eine effektive Therapie besonders wertvoll. Behandlung und Medikation werden herkömmlicherweise dem Schweregrad deines Asthmas angepasst.12)

Die Therapie des Asthma bronchiale hat zum Ziel, dass

  • du deine bestmögliche Lungenfunktion erreichen kannst,
  • sich deine Krankheit nicht weiter verschlimmert,
  • unerwünschte Nebenwirkungen der Therapie vermieden werden,
  • die Wahrscheinlichkeit, an der Erkrankung zu sterben (Letalität) auf ein Minimum sinkt,
  • deine Lebensqualität wieder steigt und
  • du keine krankheitsbedingten Beeinträchtigungen bei körperlichen und sozialen Aktivitäten in deinem Alltag erfährst.

Damit alle diese Ziele erreicht werden können, lässt sich die Therapie bei Asthmatikern grob in zwei Bereiche unterteilen:

  • eine medikamentöse Therapie,
  • ergänzt durch eine nicht-medikamentöse Therapie.

In den folgenden Abschnitten erklären wir dir, welche Medikamente zur Behandlung von Asthmaanfällen zum Einsatz kommen. Welche Medikamente und sonstigen Therapien eingesetzt werden sollten, steht übrigens in der medizinischen Leitlinie zu Asthma. Diese Leitlinie wird regelmäßig überarbeitet, sodass Patienten im Idealfall immer nach dem aktuellen Stand der Forschung behandelt werden.

Darüber hinaus zeigen wir dir, wie du mit unserer Schmerztherapie als Baustein der nicht-medikamentösen Therapie deine Lebensqualität verbessern und gleichzeitig deine Fitness und Atemfunktion verbessern kannst.

So funktioniert die therapie

3.1 Medikamentöse Asthmatherapie

Die meisten Asthma-Medikamente werden heute eingeatmet (inhaliert), sodass der Wirkstoff direkt in die Atemwege gelangt. Dies bietet zum einen den Vorteil, dass die Medikamente nur dann wirken, wenn sie wirklich benötigt werden, und dass du zum anderen geringere Mengen der jeweiligen Medikamente zu dir nehmen musst. Das belastet deinen Körper insgesamt weniger als die dauerhafte Einnahme in Tablettenform.

Bei Asthma-Medikamenten lassen sich grob zwei Arten unterscheiden — sogenannte Reliever für akute Atemnot und Controller zur Dauermedikation.

Inhalator bei Asthma

Reliever: Hiermit werden akute Asthmabeschwerden mittels Bedarfsmedikamenten behandelt. Dabei kommen oft die kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (auch Beta-2-Agonisten oder SABA genannt) zum Einsatz. Diese Medikamente (= Bedarfsmedikamente) gelten als erste Wahl zur raschen Behandlung eines Asthmaanfalls und beim Anstrengungsasthma. Die adrenalinhaltigen Substanzen sorgen dafür, dass sich deine verkrampften Bronchialmuskeln —  die Bronchodilatoren — entspannen und so die verengten Luftäste (= Bronchien) die Luft wieder nach außen zirkulieren lassen. Zudem tragen diese Medikamente zum verbesserten Abtransport von Bronchialschleim bei. Sie sollten nur bei Bedarf eingesetzt werden und heißen daher Bedarfsmedikamente.

Die Reliever behandeln ausschließlich akute Beschwerden und setzen nicht an der Ursache von Asthma an, denn sie haben keine entzündungshemmende Wirkung. Zusätzlich sind diese Wirkstoffe, wie alle Medikamente, nicht frei von Nebenwirkungen. Zu den Nebenwirkungen der Beta-2-Sympathomimetika, beispielsweise Salbutamol oder Terbutalin, gehören u. a. Unruhe, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Schlafstörungen oder Tremor (unwillkürliches Muskelzittern).

Verschiedene Medikamente in einer Hand gegen Übersäuerung

Controller: Damit sind Dauermedikamente zur Langzeitkontrolle gemeint, welche dein Immunsystem und die permanente Entzündungsbereitschaft deiner Atemwege in Schach halten. Da sie die Überreaktion deiner Antikörper (IgE) bekämpfen, wirken diese Medikamente langfristig und setzen eher an der Ursache des Problems an. Sie bewirken, dass die Schwellungen im Bereich der Bronchien sowie die Schleimbildung und die chronische Entzündung dort zurückgehen. Die Wirkung stellt sich jedoch —  im Vergleich zu den Relievern — nicht sofort ein. Zu den Controllern gehören beispielsweise inhalative Kortikosteroide (Kortison) oder Glukokortikoide — sie sollen die Entzündungen der Bronchien hemmen. Doch sowohl Kortikosteroide (Kortison) als auch Glukokortikoide haben einige Nebenwirkungen, die dich an anderer Stelle einschränken können.  Auch Theophyllin ist ein vorbeugender Wirkstoff. Allerdings ist bei Theophyllin für Kinder und Schwangere besondere Vorsicht geboten. Sie sollten Medikamente mit dem Wirkstoff Theophyllin als Dauermedikation nur in Absprache mit ihrem Arzt nutzen.

Controller wirken also als Dauermedikation und sind zur Prophylaxe gedacht. Vorbeugend können dir übrigens auch unsere Übungen helfen, die Atem-Muskulatur zu entspannen. Mehr dazu erfährst du im Kapitel Übungen.

Inhalator: Wie funktionieren die Asthma-Sprays?

Nicht alle Inhalationssysteme funktionieren auf dieselbe Art und Weise. Grundsätzlich gilt jedoch, dass du vor der Inhalation so gut es geht ausatmen solltest. Nach dem Inhalieren solltest du den Atem möglichst eine Weile anhalten, damit sich der Wirkstoff besser verteilen kann. Alle unterschiedlichen Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. In Absprache mit deinem Arzt findest du sicherlich schnell die beste Lösung für dich. Es gibt beispielsweise Atemzug-gesteuerte Inhalatoren, bei denen das Medikament erst durch das inhalative Ansaugen des Patienten als Spray (Dosieraerosol) freigesetzt wird. Bei treibgasbetriebenen Systemen wird der Sprühstoß durch Drücken auf den Wirkstoffbehälter ausgelöst. Daneben sind auch Pulverinhalatoren erhältlich. Über diese wird der Wirkstoff in Pulverform inhaliert, das Pulver wird jedoch erst durch die Kraft des Atemzugs gebildet.

3.2 Nicht-medikamentöse Asthmatherapie

Die nicht-medikamentöse Therapie stellt einen wesentlichen und wichtigen Bestandteil in der Behandlung von Asthma bronchiale dar. Essenziell sind dabei alle präventiven Maßnahmen, die Asthmaanfälle verhindern sollen. Aber auch gezieltes körperliches Training, Atem- und Physiotherapie sowie unsere Schmerztherapie in Verbindung mit unseren speziellen Dehnübungen können dir helfen und dafür sorgen, dass die Anfälle nicht mehr so oft auftreten.

Roland zeigt am Skelett, wo das Zwerchfell liegt, das bei Asthmatikern oft verspannt ist

Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht: Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht nutzt eine besondere manualtherapeutische Technik, die Osteopressur. Bei dieser werden gezielt Rezeptoren in der Knochenhaut gedrückt, um zu hohe Spannungen in den Muskeln und Faszien zu normalisieren. Wir haben festgestellt, dass in zu verkrampften und verspannten muskulär-faszialen Strukturen die Ursache für die meisten Schmerzen und Beschwerden liegt.

Auch bei Asthmatikern konnten wir in vielen Behandlungen immer wieder beobachten, dass die gesamte Brustmuskulatur bis zum Zwerchfell verspannt und verkürzt ist. Durch das gezielte Drücken spezieller Punkte am Knochen sendet dein Gehirn ein direktes Signal zur Entspannung in den Brustbereich. So fällt dir meistens auch in eigentlich beschwerdefreien oder beschwerdearmen Phasen das Atmen leichter. Der beklemmende Druck auf der Brust, den viele Patienten und vielleicht auch du verspüren, lässt durch die Behandlung nach oder verschwindet ganz. Erleichtertes Aufatmen erfolgt dann bei vielen Betroffenen. Durch die Entspannung der Muskeln und Faszien konnten wir immer wieder beobachten, dass Anfälle nicht mehr so häufig auftreten. Möchtest du das auch erleben? Dann gehe am besten zu einem der von uns ausgebildeten Schmerzspezialisten in deiner Nähe. Details zu unserer Schmerztherapie kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

Wenn du lieber gleich selbst etwas gegen deine Beschwerden unternehmen möchtest, kannst du mit unserem neu entwickelten Drücker-Set einige Punkte zur Entspannung der Atemmuskulatur selbst drücken. Die passenden Punkte sowie eine genaue Anleitung, wo genau du diese Punkte findest und auf welche Weise du sie drücken solltest, zegen wir dir in unserem Übungsbereich.

Damit sich deine stark strapazierte Brustmuskulatur, die Faszien in diesem Bereich und dein Zwerchfell dauerhaft (mehr) entspannen können, ist es wichtig, dass du zusätzlich zur Schmerztherapie und darüber hinaus regelmäßig unsere Dehnübungen machst. Wir haben sie entwickelt, um gezielt und systematisch sogenannte Engpässe im Körper zu beseitigen. Im Fall von Asthma ist es wichtig, die gesamte Vorderseite deines Körpers von der Brustmuskulatur bis zum Zwerchfell aufzudehnen. Wie die Übungen genau funktionieren, zeigen wir dir im nächsten Kapitel.

Natürlich sind auch andere Maßnahmen wichtig, damit dich deine Erkrankung so wenig wie möglich in deinem Alltag einschränkt. Worauf du sonst noch achten solltest, haben wir dir hier zusammengetragen:

Frau klatscht in die Hände und wirbelt Staub auf

Präventive Maßnahmen: Dazu gehören die Vermeidung von bekannten Allergieauslösern, beispielsweise Haustiere oder Teppichböden, sowie Nikotinverzicht, Meidung von Allergenen und Irritationen (beispielsweise Teppichboden am Arbeitsplatz) sowie in einigen Fällen auch eine allergenspezifische Immuntherapie. Übrigens wird übergewichtigen Asthmatikern geraten, ihr Körpergewicht langsam und unter ärztlicher Aufsicht zu reduzieren. Zusätzlich sollte jeder Patient mit Asthma bronchiale nach der Diagnosestellung möglichst zeitnah an einem speziellen Schulungsprogramm teilnehmen. Dort wird er über den richtigen Umgang mit der Krankheit geschult — vor allem auch in Krisensituationen.

Schwimmer beim Training

Körperliches Training: Wenn du unter Asthma leidest, solltest du regelmäßig einen geeigneten Sport ausüben. Generell sind sanfte Ausdauersportarten (wie Wandern, Nordic Walking und Schwimmen) oder Yoga gut geeignet, um die eigene Fitness zu steigern. So sorgt nicht jeder kleine Reiz für einen neuen Anfall und sowohl deine körperliche Leistungsfähigkeit als auch deine Lebensqualität können sich deutlich verbessern.

Torwart zeigt typische Stellung zur erleichterten Atmung bei Asthma

Atem- und Physiotherapie: Asthmatiker können spezielle Atemtechniken erlernen und im Bedarfsfall selbst anwenden, um die Beschwerden und vor allem auch die Panik vor der Atemnot zu lindern. Zu diesen Techniken gehört beispielsweise die Lippenbremse. Bei der Lippenbremse wird durch eine verengte Atemöffnung (mittels Aufeinanderpressen der Lippen) ausgeatmet. Diese Atemtechnik hilft, Sekrete zu lösen und tiefe Lungenbezirke zu belüften sowie die Atemmuskulatur zu stärken. Auch bestimmte Kopfhaltungen können dir im Ernstfall das Ausatmen erleichtern. Stelle dich dazu beispielsweise wie ein Torwart hin: Knie angewinkelt, Oberkörper nach vorne gebeugt und Hände auf den Knien abgestützt.

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Die besten Tipps und Tricks bei einem BWS-Syndrom

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4. Übungen zur Verbesserung von Asthma


Du möchtest wieder besser Luft bekommen und das beklemmende Gefühl in deiner Brust soll verschwinden? Dann bist du hier genau richtig! Wir zeigen Übungen, mit denen du deine Muskeln und Faszien von der Brust bis zum Zwerchfell aufdehnen kannst. Wenn du uns und unsere Übungen bereits kennst, kannst du gerne gleich loslegen. Wenn nicht, lies dir bitte zuerst unsere Checkliste für unsere Übungen unter dem Video und den Übungsbeschreibungen durch. Und bitte sei geduldig mit dir selbst! Bei Asthmatikern ist der Brustbereich oft sehr stark verkrampft. Es kann daher ein paar Wochen dauern, bis du deine Muskulatur optimal aufdehnen kannst und bis sich der erholende Effekt dauerhaft einstellt. Optimal sind die Übungen übrigens in Verbindung mit unserer Osteopressur. Dabei kann dich einer unserer Schmerzspezialisten unterstützen.

Übung zur Dehnung der Brustmuskulatur für einen freien Atem:

Dehnung der Brustmuskulatur an der Wand bei Asthma

Suche dir eine Ecke und breite deine Arme auf Schulterhöhe oder auch höher aus. Lass dich nun langsam und vorsichtig in Richtung Ecke sinken und dehne so deine Brustmuskulatur auf.

Atemübung zur Entspannung des Zwerchfells:

Angeleitet von Roland Liebscher-Bracht hält sich eine Patientin bei der Übung gegen Asthma Mund und Nase zu

Für die zweite Übung setzt du dich aufrecht auf einen Stuhl. Nun puste durch den Mund alle Luft aus den Lungen. Wenn du merkst, dass keine Luft mehr vorhanden ist, beuge dich mit dem Oberkörper nach vorne und stoße auch die Restluft noch aus. Sobald alle Luft aus dem Körper ist, halte dir die Nase zu und schließe den Mund. Richte dich wieder auf und versuche anschließend, mit der zugehaltenen Nase einzuatmen. So kann das Zwerchfell gedehnt und entspannt werden. Wenn du wieder Luft brauchst, löse alles uns atme einige Male tief durch. Wiederhole diese Atemübung mehrfach.

Faszien-Rollmassage zur Lockerung der Muskeln und Faszien Brustbereich:

Eine Patienten führt mithilfe der Mini-Kugel eine Faszien-Rollmassage entlang ihres Rippenbogens durch

Nimm dir unsere Mini-Kugel zur Hand. Setze die Mini-Kugel unterhalb des Schlüsselbeins in der Mitte deines Brustkorbs an und rolle langsam nach unten. Dort, wo es besonders ziept und zwickt, bleibst du länger und kannst durch das Rollen die verklebten  Faszien lösen. Unten am sogenannten Schwertfortsatz angekommen, rollst du den Rippenbogen entlang nach rechts und dann nach links.

📌 Checkliste für die Liebscher & Bracht-Übungen

Damit bei unseren Übungen auch wirklich nichts schiefgeht, haben wir dir fünf wichtige Tipps zusammengestellt. Sie sollen dir helfen, die Übungen leicht in deinen Alltag integrieren und optimale Ergebnisse erzielen zu können.

✅ Übe an sechs Tagen pro Woche und führe dabei jede Übung mindestens einmal täglich aus.

✅ Für jede Übung solltest du zwei bis zweieinhalb Minuten investieren. Fängst du gerade erst mit den Übungen an oder ist der Schmerz noch zu stark, kannst du dich auch allmählich steigern. Bedenke allerdings, dass Dehnungen nur für einige Sekunden keinen oder kaum den gewünschten Effekt bringen.

✅ Orientiere dich immer an deiner persönlichen Schmerzskala von eins bis zehn. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du bei jeder Dehnung auf einer Stufe von acht oder neun arbeitest. Neun bedeutet: Du spürst einen intensiven Schmerz, kannst aber noch ruhig atmen und musst nicht gegenspannen.

✅ Ein noch erträglicher Schmerz ist für dich der wichtigste Anhaltspunkt. Hab also keine Angst vor ihm: Dein Körper weist dich darauf hin, dass du den muskulären „Verkürzungen“ genau an der richtigen Stelle entgegenwirkst.

✅ Sei geduldig — auch wenn es schwerfällt. Es kann etwas dauern, bis dein Gehirn neue Bewegungsprogramme speichert. Doch wenn du am Ball bleibst und die Übungen zu deiner täglichen Routine machst, kannst du deine Asthma-Symptome im Rahmen der nicht-medikamentösen Therapie Stück für Stück reduzieren.

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Roland Liebscher-Bracht

Rundes Bild, aufwärts vom Hals ab, von Roland Liebscher - Bracht lächelnd mit weißen Hintergrund
Frau benutzt einen Inhalator gegen Asthma

© Africa Studio | shutterstock.com

Wir erklären, was Asthma ist, nennen Symptome und Ursachen und zeigen Übungen gegen typische Beschwerden 

Du spürst oft ein beklemmendes Gefühl in der Brust und hast immer wieder Anfälle, bei denen du glaubst, gar keine Luft mehr zu bekommen? Dann beschreibst du damit typische Symptome von Asthmatikern. Doch keine Angst, mit der richtigen Behandlung kann es dir besser gehen und deine Lebensqualität kann wieder steigen. Wir möchten dir zeigen, dass du mit einfachen Übungen die Verkrampfungen deiner Atemwege lockern kannst, sodass du nicht mehr so häufig nach deinem Notfall-Inhalator greifen musst.

Wir erklären dir in diesem Beitrag,

  • was Asthma ist und welche Symptome dabei auftreten,
  • wie eine eindeutige Diagnose gestellt wird,
  • welche Behandlungsmöglichkeiten dir offenstehen — auch zusätzlich zu Medikamenten —
  • und mit welchen Übungen sich deine Beschwerden lindern lassen, sodass du deinen Inhalator so wenig wie möglich brauchst.

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Die effektivsten Übungen bei BWS-Syndrom:
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1. Überblick: Was ist Asthma?

Asthma beschreibt eine chronische Atemwegserkrankung mit Verengung der Bronchien, bei der die Patienten das Gefühl haben, zu ersticken. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Atemnot. Diese Atemnot wird bei Asthma bronchiale durch krankhaft veränderte Bronchien verursacht. Dagegen stammt die Atemnot bei Asthma cardiale von einer Herzinsuffizienz. In diesen Fällen ist das Herz nicht mehr so leistungsstark, sodass du schneller als gewöhnlich in Atemnot gerätst. Spricht der Volksmund von Asthma, dann ist in der Regel Asthma bronchiale, also die Atemwegserkrankung, gemeint. Auch dieser Beitrag legt seinen Fokus daher auf Asthma bronchiale.

Per Definition ist Asthma bronchiale eine entzündliche, obstruktive (blockierende) Erkrankung der Atemwege. Dabei kommt es anfallartig zu Dyspnoe (= Atemnot, Luftnot) mit reversibler Verengung (sich vollständig zurückbildend) der Bronchien. Mithilfe von Inhalatoren bzw. Asthma-Sprays (Dosieraerosol) können die Patienten ihre Anfälle unterbrechen und wieder frei durchatmen.13)

Weltweit leiden etwa 300 Millionen Menschen an der Atemwegserkrankung Asthma, in Deutschland sind es etwa zehn Prozent der kindlichen und vier bis fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung. 14) Bei Kindern kann sich Asthma noch „auswachsen“, indem sich die Bronchien im Laufe einer Wachstumsphase weiter entwickeln und öffnen. Asthma gilt allerdings bis heute als nicht heilbar und jährlich sterben in Deutschland rund 4.000 Menschen an der Krankheit. Doch mit der richtigen Behandlung und einem bewussten Umgang mit der Erkrankung kannst du deine Beschwerden auf ein Minimum reduzieren und ein langes und erfülltes Leben führen. Auf diesem Weg möchten wir dich gerne begleiten!

1.1 Was passiert bei einem Asthma-Anfall?

© Lightspring | shutterstock.com

Bei einer Asthmaerkrankung sind die Bronchien in der Lunge chronisch entzündet. Durch Umweltreize (z. B. Pollen, Staub, Hausstaub etc.), Infektionen oder Belastung schwillt die Schleimhaut in den Bronchien an. Daraufhin verkrampft die gesamte Bronchialmuskulatur. Gleichzeitig wird vermehrt Schleim in den Bronchien gebildet. Kommt nun ein neuer Reiz dazu, der das System zum Überlaufen bringt, verkrampft akut die Bronchialmuskulatur und dem Asthmapatienten fällt vor allem das Ausatmen schwer. Die Folge: Sauerstoffarme Luft staut sich in der Lunge und bläht sie auf. Daher kommt das oft sehr beängstigende Gefühl der Asthmapatienten, jeden Moment zu ersticken. Asthma kann bei jedem Patienten einen anderen Schweregrad aufweisen. Dieser bestimmt, wie häufig die Anfälle auftreten.

Exkurs: Was sind die Bronchien?

Als Bronchien werden die luftleitenden Anteile (umgangssprachlich „Röhren“) der Lunge bezeichnet. Sie befördern die sauerstoffhaltige frische Luft von der Luftröhre bis in die Lungenbläschen (= Alveolen), wo ein Gasaustausch stattfindet. Nach dem Gasaustausch befindet sich in den Lungenbläschen (= Alveolen) mit Kohlendioxid angereicherte Luft, die über die Bronchialäste nach außen abtransportiert wird. Bei Asthmatikern verkrampfen die Muskeln der Bronchien, ihr Durchmesser wird geringer und das Ausatmen fällt den Betroffenen schwer.

In diesem Video erklärt dir Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht noch einmal genau, wo für Asthmatiker die Knackpunkte und Probleme beim Atmen liegen und wo du ansetzen kannst, damit sich deine Lebensqualität deutlich verbessert. Schaue dir dazu das Video an:

 
Roland Liebscher-Bracht weist im Video darauf hin, dass bei Asthmatikern oft das Zwerchfell und die gesamte Brustmuskulatur verkrampft sind. Das hat einen großen Einfluss auf deine Lebensqualität sowie die Häufigkeit und Intensität deiner Anfälle. Wenn die Muskulatur und die Faszien des Zwerchfells und der Brust entspannt, gedehnt und geschmeidig sind, kann sich dein Asthma deutlich verbessern. Welche Übungen dir dabei helfen können, zeigen wir dir im letzten Kapitel.

Welche Symptome außer Atemnot die Betroffenen noch verspüren, liest du in Kapitel 2. Wie du dich bei einem Anfall am besten verhältst und welche Therapien helfen können, erfährst du im Kapitel zur Behandlung.

1.2 Was sind die Ursachen für Asthma bronchiale?

Bis heute rätseln Ärzte über die genauen Ursachen für die Entstehung von Asthma. Forschungen haben ergeben, dass eine erbliche Veranlagung am Ausbruch der Erkrankung beteiligt ist. Bei manchen Menschen befindet sich das Immunsystem der unteren Atemwege in permanenter Abwehrbereitschaft. Dabei reagieren die Bronchien besonders empfindlich auf Reize der Atemwege, beispielsweise durch Allergene (z. B. Pollen) oder Infektionen. Einige Studien entdeckten Hinweise darauf, dass die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antibiotika) in der Schwangerschaft sowie ein geringes Geburtsgewicht und vermehrte Atemwegsinfekte in der Kindheit, Übergewicht oder Bewegungsmangel das Asthma-Risiko erhöhen.15)

1.3 Welche Faktoren tragen bei Asthma zur Krankheitsentstehung bei?

Andere Studien deuten darauf hin, dass Asthma bronchiale durch einen angeborenen Chromosomendefekt sozusagen in die Wiege gelegt wird. Der Defekt betrifft das Chromosomenpaar 11 und wird verantwortlich gemacht für Asthma bronchiale, Heuschnupfen sowie eine allergische Rhinitis (= chronischer Schnupfen). Im Falle von Asthma sorgt dieser Defekt dafür, dass die Regulation der Antikörper nicht richtig funktioniert und somit zu viele Antikörper ausgeschüttet werden. Gleichzeitig wird durch den Gendefekt die Entspannung der Bronchien gehemmt — es kommt zur Atemnot. Dein Immunsystem ist also in ständiger Alarmbereitschaft und deine Bronchien verkrampfen. Ob nun keine der Erkrankungen, eine, zwei oder alle drei bei dir ausbrechen, hängt von einer ganzen Reihe zusätzlicher Faktoren ab (liegt der Defekt z. B. auf einem oder beiden Chromosomen des 11. Paares vor).16)

Ast eines Baumes vor blauem Himmel

Zudem spielt die gesamte Lebensweise eine entscheidende Rolle, vor allem hinsichtlich Ernährung und Reinheit der Luft. So konnte in Studien festgestellt werden, dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufgewachsen sind, statistisch gesehen seltener Asthma bekommen als Stadtkinder. Übrigens ist auch Rauchen bzw. Nikotin Gift für die Atemwege und erhöht das Risiko von Asthma.

Käseplatte mit Kräcker kann ein Auslöser für Asthma sein

Verschiedene Nahrungsmittel stehen im Verdacht, Asthma auszulösen oder zu verstärken. Dazu gehören Milchprodukte aufgrund einer Eiweiß-Unverträglichkeit, aber auch Weizen und Hühnereier. Wie eine optimale Ernährung auch ohne diese Nahrungsmittel aussehen kann, erklären wir dir hier.

Frau mit Depression grübelt über ihre Asthma-Erkrankung

Zu all diesen Faktoren kommt der große Einfluss der Psyche. Die Psyche scheint in vielen Fällen ein Verstärkungsfaktor und damit der Auslöser eines Asthmaanfalls zu sein. Mentales Training oder Yoga können dir helfen, deine Ängste in Schach zu halten. Mehr dazu erfährst du auch im Kapitel Behandlung.

1.4 Welche Arten von Asthma gibt es?

Es lassen sich unterschiedliche Asthmaformen unterscheiden. In der Praxis macht diese Differenzierung jedoch oft keinen Sinn, da alle Arten fast ausnahmslos auf eine allergische Reaktion zurückzuführen sind. Wir möchten dir dennoch die unterschiedlichen Asthmaformen vorstellen. Vielleicht kannst du so den Auslöser deines Asthmas klarer zuordnen und deine Therapie besser darauf abstimmen.

  • Allergisches Asthma bronchiale: Dieses Asthma wird als extrinsisches Asthma bezeichnet, da die auslösenden Antigene von außen kommen. Deine Antikörper (IgE) reagieren hierbei mit voller Wucht  gegen Pollen, Tierhaare, Staub, Hausstaubmilben, Bettfedern, Schimmelpilzsporen, Medikamente, Insektengifte oder auch verschiedene Nahrungsmittel. Ein gesunder Körper würde auf die meisten dieser Reize gar nicht reagieren.
  • Infektbedingtes Asthma bronchiale: Diese Form wird auch als intrinsisches Asthma bezeichnet, da die Atemnot durch einen Infekt der Atemwege entsteht. Die Ursache bzw. der Auslöser für das Asthma ist die direkte Stimulierung von sensiblen Nerven durch Viren und Bakterien.
  • Mischformen/gemischtförmiges Asthma: Oft liegt eine Mischform des Asthma bronchiale vor. Das gemischtförmige Asthma entsteht also aufgrund einer allergischen Reaktion im Rahmen einer Infektion mit Viren oder Bakterien.
  • Anstrengungsasthma: Beim Anstrengungsasthma tritt die Atemnot ein, wenn du dich körperlich zu sehr verausgabst. Die Toleranz-Schwelle für einen Asthma-Anfall kann beim Anstrengungsasthma jedoch mit vorsichtigem, gezieltem Training nach hinten verschoben werden. So kannst du deine Belastung Stück für Stück steigern ohne einen Anfall auszulösen.
  • Medikamentös ausgelöstes Asthma: Auch manche Medikamente können Asthma bronchiale auslösen, beispielsweise Ibuprofen oder das Antibiotikum Penicillin.
  • Beruflich verursachtes Asthma bronchiale: Dein Asthma kann auch durch Inhalation (= Einatmen) von allergisierenden oder toxischen (= giftigen) Substanzen entstanden sein. Das sogenannte Bäckerasthma wird beispielsweise von Mehlstaub, Hilfsstoffen oder Schimmelpilzen verursacht.

Du bist unsicher, ob deine Beschwerden wirklich zu Asthma passen, und fragst dich, wie die Krankheit diagnostiziert wird? Typische Symptome und den Weg zur Diagnose erklären wir dir in Kapitel 2.

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2. Symptome und Diagnose von Asthma

Das beklemmende Gefühl in der Brust und die Erstickungsangst sind sicherlich die beiden heftigsten Symptome bei Asthma. Dennoch könnten den Beschwerden beim Atmen auch andere Ursachen zugrunde liegen. Wir haben dir daher eine ganze Reihe an Symptomen bei Asthma bronchiale zusammengestellt. Treffen diese nicht auf deine Beschwerden zu, dann wirf doch mal einen Blick in unseren großen Artikel zum Thema Schmerzen beim Atmen. Die aufgeführten Symptome passen genau zu deinen Beschwerden? Dann erfahre hier, wie der Weg zur finalen Diagnose aussieht. Denn erst wenn die Diagnose gestellt ist, kannst du die für dich optimale Therapie einleiten und dabei auch auf unsere Angebote zurückgreifen. 

2.1 Welche Symptome sind typisch bei Asthma bronchiale?

Das Leitsymptom von Asthma, die Atemnot, tritt glücklicherweise nicht permanent auf. Im Gegenteil: Typisch für eine Asthma-Erkrankung ist, dass sich symptomarme oder sogar völlig symptomfreie Phasen mit akuten Asthma-Anfällen abwechseln. Einige Asthmatiker sind also zwischen den Anfällen völlig beschwerdefrei, andere wiederum haben ständig das Gefühl, schlecht Luft zu bekommen. 

Beschwerden wie rasselnde Atemgeräusche treten oft nachts oder in den frühen Morgenstunden auf und gehen manchmal von selbst oder nach Einnahme bestimmter Medikamente zurück. Kommt es zu einem Asthmaanfall, so kann dieser nur wenige Minuten oder auch mehrere Stunden andauern. Dabei kann es zu Herzrasen (Tachykardie) und massiver Atemnot mit bläulicher Verfärbung der Lippen und Haut durch Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxämie) kommen. In diesen Fällen solltest du oder eine anwesende Person auf jeden Fall den Notarzt rufen. Außerdem sollten Asthmapatienten immer ihr Notfallspray (Dosieraerosol) mit inhalativen Stoffen griffbereit haben. Diese sorgen dafür, dass sich die Bronchien entspannen und du wieder ausatmen kannst.

Status asthmaticus: Eine gefürchtete Extremform des Asthma ist der Status asthmaticus. Dabei handelt es sich um einen Asthmaanfall, der länger als 24 Stunden dauern kann und sich kaum durch die üblichen Medikamente lindern lässt. Da bei einem Asthmaanfall die Lunge mit sauerstoffarmer Luft gefüllt ist und der Asthmapatient nicht richtig ausatmen kann, besteht die Gefahr, dass der Betroffene nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Bei einem Status asthmaticus muss daher unbedingt ein Notarzt gerufen werden.

Wir haben dir hier noch einmal die möglichen Symptome aufgelistet:

  • trockener, pfeifender oder rasselnder Ton beim Ausatmen (Giemen),
  • plötzlich einsetzende Kurzatmigkeit und Brustenge,
  • Erstickungsangst,
  • Husten, vor allem chronischer Husten,
  • zäher Auswurf,
  • Engegefühl in der Brust,
  • Atemnot, besonders bei der Ausatmung,
  • Auftreten der Symptome beim Einatmen kalter Luft,
  • Symptome treten häufig in der Nacht oder nach dem Aufstehen auf,
  • Symptome werden durch Allergene, Belastung oder Infekte ausgelöst oder verschlimmert.

2.2 Wie wird Asthma diagnostiziert?

Besteht der Verdacht auf eine Asthmaerkrankung, so ist es wichtig, dass du diesen von einem Arzt abklären lässt. Die Diagnostik besteht in der Regel aus drei Schritten: Abklären der Symptomatik, Lungenfunktionstest und Allergietest.17) Warum das alles gemacht wird, erklären wir dir jetzt.

Schematische Darstellung der Lunge und Atemrichtung beim Asthma

Schritt 1 der Diagnostik — Symptome abklären:

Wenn du mit dem Verdacht auf Asthma bronchiale zum Arzt gehst, wird er dich in der Regel nach den typischen Symptomen wie anfallartiger Husten und plötzliche Dyspnoe (= Atemnot, Luftnot) sowie nach bereits bekannten Allergien fragen. Du wirst angeben müssen, wie oft die Anfälle stattfinden und ob bestimmte Reize, wie beispielsweise kalte Luft, die Anfälle hervorrufen bzw. auslösen.

Mann sitzt am Spirometer für einen Lungenfunktionstest

© Koldunova Anna | shutterstock.com

Schritt 2 der Diagnostik — Lungenfunktionstest:

Im nächsten Schritt wird per Lungenfunktionstest untersucht, wie leistungsstark deine Lungen sind. Der Goldstandard der Diagnostik ist dabei die Spirometrie. Mit dem Spirometer kann der Arzt messen, wie viel Volumen du ein- und ausatmest, mit welcher Geschwindigkeit das geschieht, wie viel Luft du nicht ausatmest und vieles mehr. All diese Daten geben Hinweise darauf, ob du an Asthma leidest und deine Bronchien verengt sind oder nicht. Besonders deutlich sind die Daten natürlich bei einem Anfall, denn dort verbessern sich die Werte beim Ausatmen nach Inhalation des Asthmasprays (Dosieraerosol) stark. So lässt sich beispielsweise auch Asthma von einer COPD-Erkrankung (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) abgrenzen, denn bei COPD zeigt sich mit dem Spray (Dosieraerosol) keine Besserung. Übrigens schließen „normale“ Messergebnisse der Lungenfunktion mit dem Spirometer Asthma noch nicht aus, da viele Patienten beschwerdefreie Phasen haben und in diesen auch normal atmen können.

Allergietest am Arm bei Asthma

 © Guschenkova | shutterstock.com

Schritt 3 — Allergietest:

Nahezu alle Asthma-Patienten reagieren auf irgendwelche Allergene. Daher sollte jeder Asthmatiker — vor allem bei der Diagnosestellung — eine Allergietestung bei einem Allergologen machen lassen, um Allergien rechtzeitig und korrekt behandeln zu können. Bei der Allergietestung handelt es sich in der Regel um eine Hautpricktestung. Dabei gibt der Allergologe verschiedene Allergene direkt auf und unter die Haut. Die Stoffe, auf die du allergisch reagierst, lassen sich anhand der Reaktion deines Körpers schnell bestimmen. Zusätzlich wird meist ein Bluttest durchgeführt. Bei Asthmatikern findet sich im Blut ein hoher Spiegel des spezifischen IgE-Antikörpers.

Differenzialdiagnosen: Welche ähnlichen Krankheiten gibt es noch?

Bei der Diagnosestellung von Asthma bronchiale müssen andere Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik ausgeschlossen werden. Zu diesen Krankheiten zählen beispielsweise:

  • COPD, eine chronische Lungenerkrankung,
  • Heuschnupfen,
  • chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung),
  • gastroösophagealer Reflux (Sodbrennen),
  • Linksherzinsuffizienz,
  • Bronchialkarzinom (Lungenkrebs),
  • Tuberkulose (bakterielle Infektionskrankheit) und
  • ein durch Medikamente ausgelöster Husten.

Keine Angst, einige dieser Krankheiten mögen zu Beginn ein wenig furchteinflößend klingen. Doch deine Ärzte wissen ganz genau, welche Tests gemacht werden müssen, damit du einerseits zeitnah eine richtige Diagnose und andererseits schnellstmöglich mit der optimalen Therapie beginnen kannst.

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3. Behandlung von Asthma

Solltest du die Diagnose Asthma erhalten haben, ist die richtige Asthmatherapie essenziell. Auch wenn du hoffentlich möglichst lange Phasen völliger Beschwerdefreiheit genießen kannst, ist in den Episoden mit Atemnot eine effektive Therapie besonders wertvoll. Behandlung und Medikation werden herkömmlicherweise dem Schweregrad deines Asthmas angepasst.18)

Die Therapie des Asthma bronchiale hat zum Ziel, dass

  • du deine bestmögliche Lungenfunktion erreichen kannst,
  • sich deine Krankheit nicht weiter verschlimmert,
  • unerwünschte Nebenwirkungen der Therapie vermieden werden,
  • die Wahrscheinlichkeit, an der Erkrankung zu sterben (Letalität) auf ein Minimum sinkt,
  • deine Lebensqualität wieder steigt und
  • du keine krankheitsbedingten Beeinträchtigungen bei körperlichen und sozialen Aktivitäten in deinem Alltag erfährst.

Damit alle diese Ziele erreicht werden können, lässt sich die Therapie bei Asthmatikern grob in zwei Bereiche unterteilen:

  • eine medikamentöse Therapie,
  • ergänzt durch eine nicht-medikamentöse Therapie.

In den folgenden Abschnitten erklären wir dir, welche Medikamente zur Behandlung von Asthmaanfällen zum Einsatz kommen. Welche Medikamente und sonstigen Therapien eingesetzt werden sollten, steht übrigens in der medizinischen Leitlinie zu Asthma. Diese Leitlinie wird regelmäßig überarbeitet, sodass Patienten im Idealfall immer nach dem aktuellen Stand der Forschung behandelt werden.

Darüber hinaus zeigen wir dir, wie du mit unserer Schmerztherapie als Baustein der nicht-medikamentösen Therapie deine Lebensqualität verbessern und gleichzeitig deine Fitness und Atemfunktion verbessern kannst.

So funktioniert die therapie

3.1 Medikamentöse Asthmatherapie

Die meisten Asthma-Medikamente werden heute eingeatmet (inhaliert), sodass der Wirkstoff direkt in die Atemwege gelangt. Dies bietet zum einen den Vorteil, dass die Medikamente nur dann wirken, wenn sie wirklich benötigt werden, und dass du zum anderen geringere Mengen der jeweiligen Medikamente zu dir nehmen musst. Das belastet deinen Körper insgesamt weniger als die dauerhafte Einnahme in Tablettenform.

Bei Asthma-Medikamenten lassen sich grob zwei Arten unterscheiden — sogenannte Reliever für akute Atemnot und Controller zur Dauermedikation.

Inhalator bei Asthma

Reliever: Hiermit werden akute Asthmabeschwerden mittels Bedarfsmedikamenten behandelt. Dabei kommen oft die kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (auch Beta-2-Agonisten oder SABA genannt) zum Einsatz. Diese Medikamente (= Bedarfsmedikamente) gelten als erste Wahl zur raschen Behandlung eines Asthmaanfalls und beim Anstrengungsasthma. Die adrenalinhaltigen Substanzen sorgen dafür, dass sich deine verkrampften Bronchialmuskeln —  die Bronchodilatoren — entspannen und so die verengten Luftäste (= Bronchien) die Luft wieder nach außen zirkulieren lassen. Zudem tragen diese Medikamente zum verbesserten Abtransport von Bronchialschleim bei. Sie sollten nur bei Bedarf eingesetzt werden und heißen daher Bedarfsmedikamente.

Die Reliever behandeln ausschließlich akute Beschwerden und setzen nicht an der Ursache von Asthma an, denn sie haben keine entzündungshemmende Wirkung. Zusätzlich sind diese Wirkstoffe, wie alle Medikamente, nicht frei von Nebenwirkungen. Zu den Nebenwirkungen der Beta-2-Sympathomimetika, beispielsweise Salbutamol oder Terbutalin, gehören u. a. Unruhe, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Schlafstörungen oder Tremor (unwillkürliches Muskelzittern).

Verschiedene Medikamente in einer Hand gegen Übersäuerung

Controller: Damit sind Dauermedikamente zur Langzeitkontrolle gemeint, welche dein Immunsystem und die permanente Entzündungsbereitschaft deiner Atemwege in Schach halten. Da sie die Überreaktion deiner Antikörper (IgE) bekämpfen, wirken diese Medikamente langfristig und setzen eher an der Ursache des Problems an. Sie bewirken, dass die Schwellungen im Bereich der Bronchien sowie die Schleimbildung und die chronische Entzündung dort zurückgehen. Die Wirkung stellt sich jedoch —  im Vergleich zu den Relievern — nicht sofort ein. Zu den Controllern gehören beispielsweise inhalatives Kortikosteroid, Glukokortikoid oder Kortison — sie sollen die Entzündungen der Bronchien hemmen. Doch sowohl Kortikosteroide als auch Glukokortikoide und Kortison haben einige Nebenwirkungen, die dich an anderer Stelle einschränken können. Auch Theophyllin ist ein vorbeugender Wirkstoff. Allerdings ist bei Theophyllin für Kinder und Schwangere besondere Vorsicht geboten. Sie sollten Medikamente mit dem Wirkstoff Theophyllin als Dauermedikation nur in Absprache mit ihrem Arzt nutzen.

Controller wirken also als Dauermedikation und sind zur Prophylaxe gedacht. Vorbeugend können dir übrigens auch unsere Übungen helfen, die Atem-Muskulatur zu entspannen. Mehr dazu erfährst du bei den Übungen in Kapitel 4.

Inhalator: Wie funktionieren die Asthma-Sprays?

Nicht alle Inhalationssysteme funktionieren auf dieselbe Art und Weise. Grundsätzlich gilt jedoch, dass du vor der Inhalation so gut es geht ausatmen solltest. Nach dem Inhalieren solltest du den Atem möglichst eine Weile anhalten, damit sich der Wirkstoff besser verteilen kann. Alle unterschiedlichen Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. In Absprache mit deinem Arzt findest du sicherlich schnell die beste Lösung für dich. Es gibt beispielsweise Atemzug-gesteuerte Inhalatoren, bei denen das Medikament erst durch das inhalative Ansaugen des Patienten als Spray (Dosieraerosol) freigesetzt wird. Bei treibgasbetriebenen Systemen wird der Sprühstoß durch Drücken auf den Wirkstoffbehälter ausgelöst. Daneben sind auch Pulverinhalatoren erhältlich. Über diese wird der Wirkstoff in Pulverform inhaliert, das Pulver wird jedoch erst durch die Kraft des Atemzugs gebildet.

3.2 Nicht-medikamentöse Asthmatherapie

Die nicht-medikamentöse Therapie stellt einen wesentlichen und wichtigen Bestandteil in der Behandlung von Asthma bronchiale dar. Essenziell sind dabei alle präventiven Maßnahmen, die Asthmaanfälle verhindern sollen. Aber auch gezieltes körperliches Training, Atem- und Physiotherapie sowie unsere Schmerztherapie in Verbindung mit unseren speziellen Dehnübungen können dir helfen und dafür sorgen, dass die Anfälle nicht mehr so oft auftreten.

Roland zeigt am Skelett, wo das Zwerchfell liegt, das bei Asthmatikern oft verspannt ist

Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht: Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht nutzt eine besondere manualtherapeutische Technik, die Osteopressur. Bei dieser werden gezielt Rezeptoren in der Knochenhaut gedrückt, um zu hohe Spannungen in den Muskeln und Faszien zu normalisieren. Wir haben festgestellt, dass in zu verkrampften und verspannten muskulär-faszialen Strukturen die Ursache für die meisten Schmerzen und Beschwerden liegt.

Auch bei Asthmatikern konnten wir in vielen Behandlungen immer wieder beobachten, dass die gesamte Brustmuskulatur bis zum Zwerchfell verspannt und verkürzt ist. Durch das gezielte Drücken spezieller Punkte am Knochen sendet dein Gehirn ein direktes Signal zur Entspannung in den Brustbereich. So fällt dir meistens auch in eigentlich beschwerdefreien oder beschwerdearmen Phasen das Atmen leichter. Der beklemmende Druck auf der Brust, den viele Patienten und vielleicht auch du verspüren, lässt durch die Behandlung nach oder verschwindet ganz. Erleichtertes Aufatmen erfolgt dann bei vielen Betroffenen. Durch die Entspannung der Muskeln und Faszien konnten wir immer wieder beobachten, dass Anfälle nicht mehr so häufig auftreten. Möchtest du das auch erleben? Dann gehe am besten zu einem der von uns ausgebildeten Schmerzspezialisten in deiner Nähe. Details zu unserer Schmerztherapie kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

Wenn du lieber gleich selbst etwas gegen deine Beschwerden unternehmen möchtest, kannst du mit unserem neu entwickelten Drücker-Set einige Punkte zur Entspannung der Atemmuskulatur selbst drücken. Die passenden Punkte sowie eine genaue Anleitung, wo genau du diese Punkte findest und auf welche Weise du sie drücken solltest, zegen wir dir in unserem Übungsbereich.

Damit sich deine stark strapazierte Brustmuskulatur, die Faszien in diesem Bereich und dein Zwerchfell dauerhaft (mehr) entspannen können, ist es wichtig, dass du zusätzlich zur Schmerztherapie und darüber hinaus regelmäßig unsere Dehnübungen machst. Wir haben sie entwickelt, um gezielt und systematisch sogenannte Engpässe im Körper zu beseitigen. Im Fall von Asthma ist es wichtig, die gesamte Vorderseite deines Körpers von der Brustmuskulatur bis zum Zwerchfell aufzudehnen. Wie die Übungen genau funktionieren, zeigen wir dir in Kapitel 4.

Natürlich sind auch andere Maßnahmen wichtig, damit dich deine Erkrankung so wenig wie möglich in deinem Alltag einschränkt. Worauf du sonst noch achten solltest, haben wir dir hier zusammengetragen:

Frau klatscht in die Hände und wirbelt Staub auf

Präventive Maßnahmen: Dazu gehören die Vermeidung von bekannten Allergieauslösern, beispielsweise Haustiere oder Teppichböden, sowie Nikotinverzicht, Meidung von Allergenen und Irritationen (beispielsweise Teppichboden am Arbeitsplatz) sowie in einigen Fällen auch eine allergenspezifische Immuntherapie. Übrigens wird übergewichtigen Asthmatikern geraten, ihr Körpergewicht langsam und unter ärztlicher Aufsicht zu reduzieren. Zusätzlich sollte jeder Patient mit Asthma bronchiale nach der Diagnosestellung möglichst zeitnah an einem speziellen Schulungsprogramm teilnehmen. Dort wird er über den richtigen Umgang mit der Krankheit geschult — vor allem auch in Krisensituationen.

Schwimmer beim Training

Körperliches Training: Wenn du unter Asthma leidest, solltest du regelmäßig einen geeigneten Sport ausüben. Generell sind sanfte Ausdauersportarten (wie Wandern, Nordic Walking und Schwimmen) oder Yoga gut geeignet, um die eigene Fitness zu steigern. So sorgt nicht jeder kleine Reiz für einen neuen Anfall und sowohl deine körperliche Leistungsfähigkeit als auch deine Lebensqualität können sich deutlich verbessern.

Torwart zeigt typische Stellung zur erleichterten Atmung bei Asthma

Atem- und Physiotherapie: Asthmatiker können spezielle Atemtechniken erlernen und im Bedarfsfall selbst anwenden, um die Beschwerden und vor allem auch die Panik vor der Atemnot zu lindern. Zu diesen Techniken gehört beispielsweise die Lippenbremse. Bei der Lippenbremse wird durch eine verengte Atemöffnung (mittels Aufeinanderpressen der Lippen) ausgeatmet. Diese Atemtechnik hilft, Sekrete zu lösen und tiefe Lungenbezirke zu belüften sowie die Atemmuskulatur zu stärken. Auch bestimmte Kopfhaltungen können dir im Ernstfall das Ausatmen erleichtern. Stelle dich dazu beispielsweise wie ein Torwart hin: Knie angewinkelt, Oberkörper nach vorne gebeugt und Hände auf den Knien abgestützt.

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4. Übungen zur Verbesserung von Asthma

Du möchtest wieder besser Luft bekommen und das beklemmende Gefühl in deiner Brust soll verschwinden? Dann bist du hier genau richtig! Wir zeigen Übungen, mit denen du deine Muskeln und Faszien von der Brust bis zum Zwerchfell aufdehnen kannst. Wenn du uns und unsere Übungen bereits kennst, kannst du gerne gleich loslegen. Wenn nicht, lies dir bitte zuerst unsere Checkliste für unsere Übungen unter dem Video und den Übungsbeschreibungen durch. Und bitte sei geduldig mit dir selbst! Bei Asthmatikern ist der Brustbereich oft sehr stark verkrampft. Es kann daher ein paar Wochen dauern, bis du deine Muskulatur optimal aufdehnen kannst und bis sich der erholende Effekt dauerhaft einstellt. Optimal sind die Übungen übrigens in Verbindung mit unserer Osteopressur. Dabei kann dich einer unserer Schmerzspezialisten unterstützen.

Übung zur Dehnung der Brustmuskulatur für einen freien Atem:

Dehnung der Brustmuskulatur an der Wand bei Asthma

Suche dir eine Ecke und breite deine Arme auf Schulterhöhe oder auch höher aus. Lass dich nun langsam und vorsichtig in Richtung Ecke sinken und dehne so deine Brustmuskulatur auf.

Atemübung zur Entspannung des Zwerchfells:

Angeleitet von Roland Liebscher-Bracht hält sich eine Patientin bei der Übung gegen Asthma Mund und Nase zu

Für die zweite Übung setzt du dich aufrecht auf einen Stuhl. Nun puste durch den Mund alle Luft aus den Lungen. Wenn du merkst, dass keine Luft mehr vorhanden ist, beuge dich mit dem Oberkörper nach vorne und stoße auch die Restluft noch aus. Sobald alle Luft aus dem Körper ist, halte dir die Nase zu und schließe den Mund. Richte dich wieder auf und versuche anschließend, mit der zugehaltenen Nase einzuatmen. So kann das Zwerchfell gedehnt und entspannt werden. Wenn du wieder Luft brauchst, löse alles uns atme einige Male tief durch. Wiederhole diese Atemübung mehrfach.

Faszien-Rollmassage zur Lockerung der Muskeln und Faszien Brustbereich:

Eine Patienten führt mithilfe der Mini-Kugel eine Faszien-Rollmassage entlang ihres Rippenbogens durch

Nimm dir unsere Mini-Kugel zur Hand. Setze die Mini-Kugel unterhalb des Schlüsselbeins in der Mitte deines Brustkorbs an und rolle langsam nach unten. Dort, wo es besonders ziept und zwickt, bleibst du länger und kannst durch das Rollen die verklebten  Faszien lösen. Unten am sogenannten Schwertfortsatz angekommen, rollst du den Rippenbogen entlang nach rechts und dann nach links.

📌 Checkliste für die Liebscher & Bracht-Übungen

Damit bei unseren Übungen auch wirklich nichts schiefgeht, haben wir dir fünf wichtige Tipps zusammengestellt. Sie sollen dir helfen, die Übungen leicht in deinen Alltag integrieren und optimale Ergebnisse erzielen zu können.

✅ Übe an sechs Tagen pro Woche und führe dabei jede Übung mindestens einmal täglich aus.

✅ Für jede Übung solltest du zwei bis zweieinhalb Minuten investieren. Fängst du gerade erst mit den Übungen an oder ist der Schmerz noch zu stark, kannst du dich auch allmählich steigern. Bedenke allerdings, dass Dehnungen nur für einige Sekunden keinen oder kaum den gewünschten Effekt bringen.

✅ Orientiere dich immer an deiner persönlichen Schmerzskala von eins bis zehn. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du bei jeder Dehnung auf einer Stufe von acht oder neun arbeitest. Neun bedeutet: Du spürst einen intensiven Schmerz, kannst aber noch ruhig atmen und musst nicht gegenspannen.

✅ Ein noch erträglicher Schmerz ist für dich der wichtigste Anhaltspunkt. Hab also keine Angst vor ihm: Dein Körper weist dich darauf hin, dass du den muskulären „Verkürzungen“ genau an der richtigen Stelle entgegenwirkst.

✅ Sei geduldig — auch wenn es schwerfällt. Es kann etwas dauern, bis dein Gehirn neue Bewegungsprogramme speichert. Doch wenn du am Ball bleibst und die Übungen zu deiner täglichen Routine machst, kannst du deine Asthma-Symptome im Rahmen der nicht-medikamentösen Therapie Stück für Stück reduzieren.

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Roland Liebscher-Bracht

SPIEGEL-Bestseller Autor von “Deutschland hat Rücken” & Schmerzspezialist

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