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Vitamin B12-Mangel – Schmerzen in den Beinen

Dr. med. Petra Bracht

Ärztin & Schmerzspezialistin

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Ganz unbekümmert nutzen wir täglich unsere Beine. Wir stehen und gehen, machen Sport, legen die müden Beine anschließend hoch und können mit ihnen schnell wieder aufspringen, wenn der Postbote an der Tür klingelt. 

Erst, wenn all dies nicht mehr geht, die Beine schmerzen, die Füße kribbeln und andere Beschwerden hinzukommen, merken wir, wie sehr wir im Alltag von unseren Beinen abhängig sind.

Wenn auch du gerade schmerzhaft feststellen musst, dass du für fast jede Bewegung deine Beine brauchst und du selbst im Ruhezustand Beinschmerzen hast, dann bist du hier richtig. 

Denn auf dieser Seite erfährst du,

Dr. med. Petra Bracht

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Unterschenkel von einer Frau sind auf einem weißen Betttuch abgebildet. Während das rechte Knie frei liegt, ist das linke mit weißen Laken verdeckt.

© pexels

1. Beinschmerzen – Ursache in Muskeln oder Mikronährstoffen?


Bei Schmerzen in den Beinen geraten die meisten Menschen schnell in Panik. Sie vermuten Störungen der Durchblutung, eine Thrombose oder andere schwerwiegende Erkrankungen. Gesellen sich Taubheitsgefühle, andere Empfindungsstörungen und Gangstörungen zu den Beschwerden hinzu, ist die Verunsicherung erst recht groß. 

Beinschmerzen gehören zu den Top-15-Themen von Beratungsgesprächen und Untersuchungen in Hausarztpraxen. Findet der Arzt keine Ursache für die Schmerzen, wird der Patient häufig mit schmerzhemmenden Medikamenten vertröstet. 

Hast du auch schon diese Erfahrung machen müssen, dann weißt du sicherlich, dass die Suche nach der Ursache für dich als Betroffener damit nicht erledigt ist. Für dich hat sie gerade erst begonnen. Die schmerzhemmenden Medikamente lassen dich zwar gerade so durch den Alltag kommen, beseitigen aber nicht die wahre Ursache deiner Beschwerden. Deine Lebensqualität ist stark eingeschränkt und du gibst nicht auf, um herauszufinden, weshalb du Schmerzen in den Beinen hast. 

Gut so! Damit hast du auf deinem Heilungsweg schon einen großen Schritt nach vorne getan:

Wir wollen dich bei der Heilung unterstützen und können dich zunächst beruhigen: Glücklicherweise stecken in den meisten Fällen keine ernsthaften Erkrankungen hinter den Symptomen. Wir wissen aus Erfahrung, dass die Ursachen je nach Schmerzen entweder in erhöhten muskulär-faszialen Spannungen oder – was die meisten Betroffenen am wenigsten vermuten – in einer ungesunden Ernährung und einem Mikronährstoffmangel liegen. Ein Mangel an Vitaminen oder Mineralien bleibt leider viel zu lange unentdeckt. Obwohl Patienten auch noch über andere Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Entzündungen oder gar strukturelle Schädigungen bestimmter Körperbereiche klagen, werden diese Symptome nicht mit den Beinschmerzen in Verbindung gebracht. Leider betrachten noch nicht alle Ärzte den Körper ganzheitlich, weshalb der Zusammenhang von Ernährung und Schmerzen häufig unbeachtet bleibt.  

Diese Brücke wollen wir in diesem Artikel schlagen und dir eine Möglichkeit bieten, deine Schmerzen völlig neu zu betrachten und dir somit neue Heilungschancen eröffnen. Doch zunächst: Wo genau hast du Schmerzen und was bedeuten sie?

1.1 Wie und wo treten Beinschmerzen auf?

Die Schmerzen an deinen Beinen können sich je nach Bereich unterschiedlich anfühlen. Sowohl was die Stärke des Schmerzes als auch die Art deiner Beschwerden betrifft.

Oberschenkelschmerzen werden sich anders anfühlen als Schmerzen in der Wade oder dem Schienbein. Leidest du beispielsweise oft unter Wadenkrämpfen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass deine Wadenmuskulatur stark verkürzt ist. Ob vom Sport oder vom langen Sitzen am Schreibtisch, spielt hierbei keine Rolle.

Antrainierte einseitige Bewegungs- oder Haltungsmuster lassen deine Muskeln verkürzen und Faszien verkleben. 

Diese Art der Beschwerden klassifiziert die Medizin als Muskelschmerzen. Denn sie treten dann bei Bewegung auf, also wenn du deine Muskeln forderst. Überlastung oder Unterforderung der Muskulatur können allerdings dieselben Beschwerden hervorrufen. In beiden Fällen verkürzen deine Muskeln. Betroffene beschreiben die Schmerzen oft als: 

  • äußerst schmerzend,
  • stark zusammenziehend,
  • verhärtend und zuckend.
Eine junge Frau sitzt im Bett und hält sich schmerzhaft ihr Bein. Zu sehen ist vor allem ihre Wade, die ihr Muskelkrämpfe bereitet.

© pexels

Wadenkrämpfe treten meist plötzlich und überraschend auf. Vor allem nachts haben sie vermutlich jeden von uns schon einmal aus dem Schlaf gerissen. Auch während besonders intensiven sportlichen Trainingseinheiten kann es zu Wadenkrämpfen kommen. 

Um die plötzlich auftretenden Muskelspasmen zu lösen, hilft es im Akutfall, den Wadenmuskel zu dehnen und ihn somit wieder lang zu ziehen. Allerdings sprechen häufig auftretende Wadenkrämpfe oft für eine Unterversorgung im Mineralienhaushalt.

In den allermeisten Fällen sind die Krämpfe eines der Symptome bei einem Magnesiummangel. Leidest du also öfter unter Krämpfen in der Wade, solltest du unbedingt deinen Magnesiumhaushalt überprüfen und deine Körperspeicher so schnell wie möglich wieder füllen. 

Beinschmerzen können aber auch an anderen Bereichen deines Beins auftreten. Auch Fußschmerzen wie die Plantarfasziitis oder Achillessehnenschmerzen gehören dazu. In den hier verlinkten Artikeln zu den einzelnen Schmerzzuständen kannst du nachlesen, wie es in vielen Fällen zu deinen Beschwerden kommt.

Bedenke: Meist sind zu hohe muskulär-fasziale Spannungen die Ursache

Wie du in den oben verlinkten Artikeln erfährst, entstehen Muskelschmerzen in den Beinen oft durch muskulär-fasziale Spannungen. Diese Muskelspannungen sind so stark erhöht, dass sie einen Alarmschmerz auslösen. Dieser soll dich vor Verschleiß und strukturellen Schädigungen warnen. Wenn du diese Alarmschmerzen zu deuten weißt, dann kannst du mit unseren Übungen schon einiges gegen deine Beinschmerzen tun und ihnen vorbeugen. 

1.2 Deine Ernährung beeinflusst die Schmerzentstehung

Eine weitere entscheidende Komponente, die die Schmerzentstehung neben eingeschränkten Haltungsmustern oder fehlender Bewegung beeinflusst, ist jedoch deine Ernährung. Das gilt besonders bei Beinschmerzen, die sich auf geschädigte Nervenfasern zurückführen lassen. Hier könnte eine Unterversorgung mit Vitamin B12 und anderen Mikronährstoffen hinter deinen Schmerzen stecken. 

Die Nahrung, die du täglich zu dir nimmst bestimmt vor allem deine Vitaminaufnahme und kann langfristig über eine ausreichende Deckung deines Tagesbedarfs oder einen Vitaminmangel entscheiden.

Was bei einer dauerhaft schlechten Ernährung und einem Defizit im Mikronährstoffhaushalt in deinem Körper passiert und warum dies zu Beinschmerzen führen kann, liest du im folgenden Kapitel.

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2. Muskel- oder Nervenschmerzen im Bein durch falsche Ernährung?


Wie zuvor schon angesprochen, hat auch die Versorgung mit Vitaminen und Mineralien Auswirkungen auf die Entstehung von Beinschmerzen. Bekannt ist das insbesondere bei der Gruppe der B-Vitamine, die die Funktion von Gehirn, Nerven und Energiestoffwechsel sicherstellen. Sind die Nervenzellen beispielsweise nicht ausreichend mit Vitamin B12 versorgt, kann es zu Nervenschmerzen kommen. Besteht der Vitaminmangel über einen langen Zeitraum und bleibt unentdeckt, entstehen Nervenschädigungen, die regelrechte Neuropathien (Nervenschmerzen) auslösen. 

Eine junge Frau in einem fliederfarbenen Sport-Set dehnt ihren linken Oberschenkel, indem sie den Fuß ans Gesäß zieht.

© pexels

2.1 Wie erkennst du eine Neuropathie in den Beinen? 

Eine Neuropathie in den Beinen kann alleine bestehen oder zum Krankheitsbild der Polyneuropathie gehören. Die Poly-Neuropathie (poly = mehr) beschreibt dabei eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen mehrere Nervenschädigungen gleichzeitig auftreten. Die Nervenschmerzen können dann nicht nur in Beinen und Füßen auftreten. Kribbelige Hände oder Ameisenlaufen in den Armen gehören bei einer Polyneuropathie zum typischen Krankheitsbild. 

Je nachdem, welche Nervenfasern geschädigt sind, variieren die Symptome. Die meisten Patienten klagen bei einer Neuropathie über:

  • Kribbelige Extremitäten. Es fühle sich wie Ameisenlaufen in Beinen oder/und Armen an,
  • Bewegungsdrang, wie er typisch für restless legs ist,
  • Empfindungsstörungen, beispielsweise beim Berühren der Beine oder bei Kälte,
  • Taubheitsgefühle, 
  • Vibrationsempfinden, 
  • Muskelschwäche und
  • Muskelkrämpfe bis hin zu
  • Lähmungserscheinungen.

Die Beschwerden sind abhängig davon, welche Nerven beschädigt sind. Liegen Schädigungen der motorischen Nerven vor, sind vor allem Störungen der Muskeln zu beobachten. Autonome Nerven hingegen kontrollieren sowohl deine Verdauung als auch deine Atmung. Treten die Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auf und du beobachtest Probleme mit dem Darm wie etwa regelmäßige Verstopfung oder Durchfall, hat diese Gruppe von Nervenfasern bei dir mit hoher Wahrscheinlichkeit Schaden genommen. 

Diabetes gilt als einer der häufigsten Auslöser von Polyneuropathie. Der Grund für die Entstehung der Erkrankung ist ein schlecht eingestellter Blutzucker, der kleinste Blutgefäße krankhaft verändern kann. Diese Veränderungen wirken sich negativ auf die Nervenzellen aus und schädigen diese.1) 

Diabetes und ein Mangel an Vitamin B1 fördern Nervenschmerzen

Der Grund für die Entstehung einer Neuropathie bei Diabetikern ist oftmals ein Mangel an Vitamin B1. Thiamin (Vitamin B1) scheiden von Diabetes Betroffene aufgrund eines erhöhten Blutzuckers vermehrt über den Urin aus. Eine Mangelerscheinung von zu wenig Vitamin B1 im Blut sind also unter anderem Nervenstörungen.

Laut einer Studie ist jeder dritte Patient von diabetischen Nervenschmerzen vor allem in Füßen und Unterschenkeln betroffen.2)

Das größte Problem bei diesen Nervenschädigungen ist, dass die Patienten häufig Verletzungen an Füßen oder Beinen nicht spüren und sich diese Wunden entzünden und kaum mehr abheilen. Die Wundheilung ist gestört und es kommt zu den bekannten diabetischen Füßen, die regelmäßig behandelt werden müssen.3)  

Doch keine Sorge. Bei dir muss keineswegs ein Diabetes vorliegen. Viel wahrscheinlicher ist, dass deine tägliche Ernährung dich unzureichend mit den wichtigsten Vitaminen und Mineralien versorgt. 

2.2 Wie es zum Mangel an Mikronährstoffen kommt

Die Empfehlungen für eine gesunde Ernährung und die Lebensrealität der meisten Menschen reichen heute weit auseinander. Die westliche Ernährung beinhaltet nach den Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zwar Obst und Gemüse, gleichzeitig werden aber gewisse Mengen an Milch- und Milchprodukten sowie Fleisch und Fisch als gesund angesehen. An die empfohlenen Mengen hält sich kaum jemand, sodass die meisten Menschen zu wenig Obst und Gemüse und zu viel Fleisch und Milchprodukte verzehren. Tierische Produkte enthalten oft Antibiotika und andere Medikamente und belasten deinen Organismus mit entzündungsfördernden Fettsäuren wie beispielsweise der Arachidonsäure.

Obwohl wir in unserer modernen Welt einen Überfluss an Lebensmitteln zur Verfügung haben, leiden viele von uns an einer Mangelernährung.

Kaloriendichte aber mikronährstoffarme Lebensmittel stehen auf unseren Speiseplänen und fördern im Laufe unseres Lebens eine Unterversorgung mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien. Mangelerscheinungen, Schmerzen und schwere Erkrankungen nehmen erheblich zu. Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Folge. Sie lassen sich auf unsere Lebensstilfaktoren zurückzuführen. 

Bewegungsmangel, eine ungesunde Ernährung, zu viel Stress und zu wenig Schlaf begünstigen die Entstehung von Schmerzen und den aufgezählten Erkrankungen. 

2.3 Unterversorgung an Mikronährstoffen fördert Beinschmerzen

Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralien regulieren unseren Stoffwechsel und sorgen für einen reibungslosen Ablauf aller daran beteiligten Funktionen. Kein Stoffwechselprozess verläuft ohne die Beteiligung von mindestens einem Mikronährstoff. Zu den Mikronährstoffen zählen neben Vitaminen und Mineralstoffen außerdem Spurenelemente und essenzielle Fett- und Aminosäuren. 

Die Zufuhr dieser lebenswichtigen Mikronährstoffe liegt ganz besonders in deinen Händen, denn dein Körper kann sie nicht selbst herstellen.

Du allein entscheidest also mit der Nahrung, die du zu dir nimmst, zu einem Großteil über deine Gesundheit. Das ist die gute Nachricht. 

Doch warum leidest du unter Beinschmerzen, wenn du dich (vermeintlich) gesund und ausgewogen ernährst und auch auf regelmäßige Bewegung Wert legst? Der Grund für deine Beschwerden könnte in einem Vitaminmangel liegen. Du denkst, das ist die schlechte Nachricht? Keinesfalls, denn diese Mangelerscheinungen sagen dir, was in deinem Körper los ist und was er jetzt am meisten benötigt. Sie sind Warnzeichen, die dir helfen, etwas an deinem Lebensstil und vor allem deiner Ernährung zu ändern.

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3. B12-Mangel: Deshalb kann er hinter deinen Beinschmerzen stecken


Vitamin B12, auch Cobalamin genannt, ist für viele wichtige Aufgaben in deinem Körper zuständig. Das Vitamin unterstützt beispielsweise die Produktion neuer Zellen und roter Blutkörperchen (Erythrozyten), baut das Zellgift Homocystein ab und sorgt für die Synthese schützender Myelinscheiden, die für die Reizweiterleitung der Nerven entscheidend sind. Besonders für den Aufbau deiner Erbanlagen und deines Nervensystems braucht dein Körper ausreichend Vitamin B12.4)

Liegt ein Vitamin B12-Mangel vor, äußert sich dies vor allem durch Nervenstörungen. Diese treten oftmals in den Extremitäten, also deinen Beinen und Füßen oder Armen und Händen auf. Die Symptome haben wir dir bereits weiter oben aufgelistet. Sie starten oft mit einem leichten Kribbeln und gehen über in Empfindungsstörungen bis hin zu Taubheitsgefühlen. Auch deine Beinschmerzen können Ursache eines Mangels an Vitamin B12 sein. 

Perniziöse Anämie

Die perniziöse Anämie heißt übersetzt „schädliche Blutarmut“ und zeigt bereits anhand ihres Namens die Gefahr von zu wenig Blut für den menschlichen Körper. Die Blutarmut beruht in diesem Fall auf einem Vitamin B12-Mangel. Denn wie du bereits weißt, ist Vitamin B12 maßgeblich an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt.

Der Begriff perniziöse Anämie wird allerdings hauptsächlich dann für einen B12-Mangel verwendet, wenn dieser durch zu wenig gebildetem Intrinsic Factor (ein Eiweiß, das die Aufnahme von B12 ermöglicht) entstanden ist. 

Die gestörte Bildung des Intrinsic Factors geht bei der perniziösen Anämie auf unterschiedliche Veränderungen des Verdauungsapparates oder bestimmte Krankheitsbilder zurück. Typisch dafür sind bei einer Blutuntersuchung die Antikörper gegen den Intrinsic Factor und gegen Parietalzellen (Magenzellen der Magenschleimhaut).5) Aufgrund des fehlenden Intrinsic Factors nimmt der Körper das Cobalamin (Vitamin B12) kaum noch auf. 

Ein typisches Symptom der perniziösen Anämie ist vor allem das Gefühl einer brennenden Zunge, hinter der eine Zungenentzündung stecken kann. Eine wohl eher untypische Beschwerde, die du eher nicht mit einem B12-Mangel assoziieren würdest, oder? 

Die bisher beschriebenen neurologischen Störungen wie Nervenschmerzen, Taubheitsgefühle, Kribbeln und Empfindungsstörungen in den Beinen sind jedoch keine Anzeichen einer solchen Anämie. Dahinter steckt meist ein typischer Vitamin B12-Mangel aufgrund einer unzureichenden Zufuhr des Vitamins. 

3.1 So kommt es zu einem Vitamin B12-Mangel

Vitamin B12 (Cobalamin) steckt tatsächlich nur in sehr wenigen Lebensmitteln – und diese sind alle tierischer Herkunft. Wenn du dich also vegetarisch oder sogar vegan ernährst, dann gehörst du zu einer Risikogruppe, die unter Mangelerscheinungen leiden kann. Es sei denn, du nimmst regelmäßig Ergänzungspräparate mit Vitamin B12 ein. Doch selbst dann besteht noch die Chance, an einem Mangel an Cobalamin zu leiden. 

Vitamin B12-Mangel trotz regelmäßiger Einnahme von Ergänzungspräparaten?

Für einen Mangel des B-Vitamins trotz der Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels können verschiedene Gründe sprechen.

  • Hattest du beispielsweise vor kurzem eine Operation und wurde bei dir Lachgas angewandt, kann dies deinem Körper Vitamin B12 entzogen haben. Lachgas ist Distickstoffmonoxid und wird als Narkosemittel benutzt. Es hat eine schmerzstillende Wirkung und löst außerdem euphorische Zustände aus, weshalb es unter jungen Menschen auch als Partydroge bekannt ist. 
  • Nimmst du Säureblocker ein, die dir gegen Sodbrennen helfen sollen, kann es zu einer Unterversorgung an Vitamin B12 kommen. Sie reduzieren die Produktion von Magensäure, was die Freisetzung von Vitamin B12 aus Nahrungsmitteln erschwert und zu einem Mangel beiträgt. 
  • Hast du Diabetes und nimmst das Medikament Metformin ein, kann dein Körper Cobalamin nicht gut aufnehmen. Das Arzneimittel hemmt die Aufnahme von Vitamin B12 über den Dünndarm, weshalb du eventuell besonders hochdosiertes Vitamin B12, beispielsweise über Injektionen in den Oberarmmuskel benötigst.6)
  • Eine gestörte Aufnahme kann auch dann bei dir der Grund für den Vitaminmangel sein, wenn du unter Magen-Darm-Problemen leidest. Vor allem bei chronischen Erkrankungen des Magens wie einer Magenschleimhautentzündung sind die Parietalzellen (Belegzellen in der Magenschleimhaut) angegriffen und produzieren nicht genügend Intrinsic Factor (ein Eiweiß), der für die beständige Aufnahme von B12 notwendig ist. Auch hier fällt es deinem Körper schwer, Cobalamin über Ergänzungspräparate zu beziehen, die normalerweise über die Magenschleimhaut aufgenommen werden. Injektionen von Vitamin B12 ins Blut oder sublinguale (über die Mundschleimhaut)  Ergänzungspräparate eignen sich in diesem Fall am ehesten. 

3.2 Diagnose eines Vitamin B12-Mangels

Wie du siehst, gibt es gewisse Risikofaktoren, die einen Vitamin B12-Mangel auslösen und verstärken können. Sprich in diesen Fällen bitte mit deinem Arzt über die für dich geeigneten Ergänzungspräparate. Lasse unbedingt auch dein Blut auf einen möglichen Mangel testen. Beachte jedoch, dass ein Serumtest nicht immer ganz aussagekräftig ist.7)  In unserem Spezialartikel liest du mehr über die besten Diagnoseverfahren eines Vitamin B12-Mangels

Weißt du über deinen Wert Bescheid, dann kannst du bei der Supplementierung auch eine Überdosierung an Vitamin B12 vermeiden. Diese wird in einigen Studien mittlerweile mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko in Verbindung gebracht, weshalb du eine Überdosierung mit dem Vitamin unbedingt vermeiden solltest.8)

3.3 Vitamin B12 gegen Nervenschmerzen hilfreich?

Vitamin B12 (Cobalamin) ist für das Zentrale Nervensystem ebenso essenziell wie Folsäure. Beide Nährstoffe können Störungen innerhalb des Nervensystems vorbeugen und es wird weiterhin erforscht, inwiefern sie zur Prävention von Demenzerkrankungen und anderen kognitiven Störungen beitragen.9) Die beständige Versorgung mit beiden Nährstoffen ist für die optimale Funktion des Nervensystems also unabdingbar.10)

Gegen neuropathische Schmerzen wird besonders die Einnahme von Vitamin B12 empfohlen. Wissenschaftler verweisen dabei auf die schmerzlindernde Wirkung, da es die Regeneration der Nerven fördert, Nervenentzündungen verringert und zur Myelinisierung von Nervenfasern beiträgt.11) 12)

Vor allem in Kombination mit anderen Therapien wie der Nervenstimulation über ein sogenanntes TENS-Gerät (transkutane elektrische Nervenstimulation), Akupunktur oder anderen Ergänzungspräparaten konnte bei vielen neurologischen Syndromen eine Besserung der Schmerzen erzielt werden.

Negative Auswirkungen konnten bei den Untersuchungen übrigens nicht festgestellt werden.13)

Für deine Schmerz-Syndrome im Bein bietet es sich also an, Ergänzungspräparate auszutesten und die Regeneration deiner Nerven damit zu unterstützen.

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4. Vitamine und Mineralien gegen Beinschmerzen 


Ein Zusammenhang zwischen deinen Beinschmerzen und der richtigen Ernährung sowie einer ausreichenden Versorgung mit Vitaminen und Mineralien besteht also durchaus. Um deine Beinschmerzen – unabhängig davon, ob es sich um Muskel- oder Nervenschmerzen handelt – so gut es geht in den Griff zu bekommen, haben wir folgende Tipps für dich: 

4.1 Die richtige Ernährung gegen Beinschmerzen

Achte unbedingt auf deine Ernährung. Das, was du täglich zu dir nimmst, hat einen direkten Einfluss auf dein Wohlbefinden und deine allgemeine Gesundheit. Beginnst du deinen Tag mit Kaffee, einer Zigarette und etwas vom Bäcker auf dem Weg zur Arbeit, wirst du dich anders fühlen, als wenn du deinen Tag mit einem Smoothie, einem Obstsalat oder einem frischen Vollkornbrot mit Avocado oder einem deiner liebsten pflanzlichen Aufstriche startest.

Eine aufgeschnittene Melone und Aprikosen liegen auf einem weißen Marmortisch

© pexels

Wir wollen dir keineswegs vorschreiben, was du essen darfst und was nicht. Du kannst selbst testen, wie du dich fühlst, wenn du sowohl tierische Produkte als auch stark verarbeitete Lebensmittel für einige Tage von deinem Speiseplan streichst.

Ersetze sie stattdessen mit einer pflanzlichen und vollwertigen Ernährung.   

Heutzutage ist das gar nicht mehr schwer und du musst auf nichts verzichten. Hältst du dich für zwei bis drei Wochen an pflanzliche Lebensmittel, wirst du schnell merken, dass du dich wesentlich fitter und weniger müde fühlst. Dein Körper kann sich regenerieren, weil er nicht mehr mit schwer verdaulichen Lebensmitteln beschäftigt ist. 

Entzündungen können abklingen und du bietest deinem Körper eine ganze Palette an Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Das ist die Grundvoraussetzung für einen gesunden Organismus. 

4.2 Ergänzungspräparate gegen Beinschmerzen

Um deine Beinschmerzen ernährungsphysiologisch selbst zu behandeln, solltest du sowohl einen Vitaminmangel als auch eine Unterversorgung mit Mineralien unbedingt vermeiden. Deine Ernährung ergänzt du dafür am besten mit den wichtigsten Vitalstoffen. 

Vitamin B12 gegen Nervenschmerzen in den Beinen

Wir von Liebscher & Bracht haben ein Ergänzungspräparat entwickelt, das dir besonders gut bei Beinschmerzen und Nervenschmerzen jeglicher Art helfen kann. Das Besondere an dem Präparat sind die enthaltenen B12-Formen. Sie sind bioverfügbar und machen es deinem Körper leicht, diese aufzunehmen. Mit einer Tagesdosis von 480 Mikrogramm unterstützen sie ihn bei allen wichtigen Funktionen.

zu sehen sind die Werte der Inhaltstoffe und Nährstoffe von Vitamin B12+ Nahrungsergänzungsmittel NEM
“Unser

Hydroxocobalamin (240 µg, Mikrogramm) und Methylcobalamin (240 µg, Mikrogramm) wirken synergistisch. Sie ergänzen sich und machen das Ergänzungspräparat besonders wirksam gegen Schmerzen. Das natürliche Vitamin B12, Hydroxocobalamin, zirkuliert besonders lange im Blut. So baut sich ein Depot in deinem Körper auf, von dem du lange zehrst.

Das Methylcobalamin, als biologisch verfügbare oder bioaktive Form, kann dein Organismus sogar direkt verwerten. Unser Präparat Vitamin B12+ enthält zusätzlich alle wichtigen Vitamine der B-Gruppe und kann so Nervenschmerzen in den Beinen vorbeugen und alle Muskelfunktionen unterstützen.

Magnesium und andere Mineralien bei Muskelschmerzen in den Beinen

Zu einem Mangel an Mineralien kommt es vor allem durch zu starkes Schwitzen wie bei sportlichen Aktivitäten oder regelmäßigen Saunagängen. Auch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Magen-Darm-Infekte und die Einnahme von Diuretika (Abführmittel) tragen zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust bei. Vor allem die damit einhergehende Störung im Elektrolythaushalt wird dann für deinen Körper problematisch. 

Ein Mangel an Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium oder Kalium ist eine häufige Ursache von Muskelschmerzen, insbesondere in den Beinen. Gesunde Muskeln benötigen eine ordentliche Portion Mikronährstoffe. Um deine großen Beinmuskeln bestmöglich zu versorgen, eignen sich neben magnesiumhaltigen Lebensmitteln wie Bananen, Zartbitterschokolade, Nüssen und Haferflocken auch hochwertige Ergänzungspräparate für die zuverlässige Deckung deines persönlichen Tagesbedarfs. 

.Magnesium mit Sonderrolle

Gegen Schmerzen ist vor allem Magnesium wichtig. Es wirkt unterstützend beim Stoffwechsel von B-Vitaminen, die, wie du weißt, vor allem für dein Nervensystem lebensnotwendig sind. Das Mineral stabilisiert die Nerven- und Muskelfunktion, macht dich resistenter gegen Stress und wirkt entspannend. Es harmonisiert den Nervenbotenstoffwechsel, unterstützt den Energiestoffwechsel der Nervenzellen und deine kognitiven Funktionen.14) Ein ausgeglichener Nervenstoffwechsel ist notwendig, um Störungen wie erhöhter Stressanfälligkeit, Depressionen und schlechter Regenerationsfähigkeit vorzubeugen.

Hast du akute Beschwerden, lohnt sich ein hochwertiges Ergänzungspräparat umso mehr.

Die natürlichen Schwankungen in den Lebensmitteln und der Verlust von Mikronährstoffen in unserer heutigen Nahrung aufgrund der Anbauweise, langer Transportwege und ungünstiger Lagerungsbedingungen, machen es uns heute nicht mehr ganz so leicht, ausreichend Mineralien über die Ernährung aufzunehmen

Unser Präparat Basen+ setzt genau hier an — und schließt genau diejenigen Baustellen in deinem Körper, die dir am meisten Beschwerden bereiten. Durch die ausgewählte Kombination der  Mineralien, die in ihrer Citrat-Form vorliegen, kann dein Körper sie besser aufnehmen und verstoffwechseln. Magnesium, Kalzium, Kalium und Silicium tragen gemeinsam zu einer normalen Funktion von Muskeln und Nervensystem bei. 

Eine regelmäßige Einnahme von Magnesium und Vitamin B12 kann dich bei Beinschmerzen jeglicher Art extrem wirkungsvoll unterstützen.

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Wir hoffen, dass du deine Beinschmerzen nach diesem Artikel aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und dadurch auch besser behandeln kannst. So stecken nicht immer nur reine Überspannungen an Muskeln und Faszien hinter deinen Muskel- oder Nervenschmerzen, sondern möglicherweise Störungen im Mineralstoffhaushalt oder ein Vitaminmangel. Wir empfehlen dir, dies anhand von Werten in deinem Blut überprüfen zu lassen. Wende dich dafür am besten an deinen Arzt und schildere ihm von deinen Vermutungen aufgrund deiner Ernährungsweise. Unterrichte ihn auch über deine anhaltenden Beinschmerzen und eventuell andere Beschwerden. 

Wenn du möchtest, liest du hier noch mehr darüber, wie du deine Ernährung optimieren kannst und worauf es bei einer schmerzstillenden und entzündungshemmenden Nahrungsauswahl ankommt. Du wirst sehen: Langfristig wirst du damit nicht nur deine Beinschmerzen, sondern auch andere gesundheitliche Probleme besser in den Griff bekommen. 

Über diesen Artikel

Autorin:
Dr. med. Petra Bracht
Ärztin & Schmerzspezialistin

Mehr über die Autorin

Veröffentlicht am:
30.11.2021

Letzte Aktualisierung:
30.11.2021

Nächste geplante Aktualisierung:
28.02.2023

Quellen & Studien

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