Übungen gegen BWS-Syndrom

Roland Liebscher-Bracht
Schmerzspezialist & SPIEGEL-Bestseller-Autor

Hinter einem Brustwirbelsäulen-Syndrom (BWS-Syndrom) stecken unterschiedliche Schmerzen im Oberkörper. Oft sind stark „verhärtete“ Muskeln und Faszien für die Beschwerden verantwortlich. Im Video oben findest du verschiedene Übungen, mit denen du genau diese Muskeln und Faszien wieder geschmeidig dehnen kannst. Drei der Übungen kannst du weiter unten ganz in Ruhe nachlesen.
Besonders einfach und effektiv geht das Dehnen bei BWS-Syndrom übrigens mit unserem Rückenretter, auf den du dich einfach drauf legst:

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Anleitung: Übungen bei BWS-Syndrom
Mit den folgenden Übungen dehnst du genau die Muskeln und Faszien, die oft für ein BWS-Syndrom verantwortlich sind. Achte darauf, dass du die Dehnungen nicht zu intensiv durchführst: Der ausgelöste Schmerz sollte noch so gut zu ertragen sein, dass du weiterhin entspannt atmen kannst.

Brustorb öffnen bei BWS-Syndrom
- Ausgangsposition: Suche dir eine Raumecke und stelle dich mittig davor. Breite die Arme horizontal aus. Lege die Handflächen gegen die Wände, stelle einen Fuß ein Stück zurück und hebe das Becken, damit du nicht im Hohlkreuz stehst. Nimm das Kinn zurück und achte darauf, dass deine Hände fest aufliegen. Gehe auf diese Weise nun in die Ecke hinein, damit sich deine Brustmuskulatur aufdehnt.
- Halte die Dehnung für etwa eine Minute. Drücke dann deine Hände gegen die Wände, um eine Gegenspannung zu erzeugen. Achte darauf, dass deine Ellenbogen dabei vollständig gestreckt bleiben. Halte den Druck für weitere 30 Sekunden und löse die Anspannung danach wieder.
- Greife nun mit den Fingerspitzen ein wenig nach innen und begib dich noch mehr in die Ecke und intensivere so die Dehnung.
- Führe den Wechsel aus Dehnung und Gegenspannung noch ein weiteres Mal durch und löse dich dann sanft aus der Dehnung.
Übungsdauer:
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Brustkorb dehnen mit dem Rückenretter
- Ausgangsposition: Für diese Übung benötigst du unseren Rückenretter. Wähle die Sockelhöhe, die für dich angenehm ist – der ausgelöste Schmerz sollte immer noch gut zu ertragen sein. Stecke den wirbelsäulenschonenden 2D-Aufsatz auf den Sockel und platziere den Rückenretter so unter deiner Brustwirbelsäule, dass die Dehnung den dir bekannten Schmerz auslöst.
- Senke deinen Oberkörper zunehmend ab, sodass eine Dehnung im Bereich des Brustkorbs entsteht.
- Um deinen Kopf zu stützen, umfasse ihn mit den Händen und strecke die Zeigefinger so, dass die Fingerspitzen den Boden berühren.
- Halte diese Dehnung für etwa 2 Minuten.
Hilfsmittel entdecken:
Übungsdauer:
ca. 2 Minuten
Weitere Übungen mit dem Rückenretter findest du in unserer Liebscher & Bracht App.
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Übungsdauer:
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BWS-Rotation
- Ausgangsposition: Setze dich auf einen Stuhl und greife mit der rechten Hand nach links hinter deinen Oberkörper. Ziehe deinen Oberkörper mithilfe der Stuhllehne immer weiter in die Linksdrehung, bis eine Dehnung entsteht. Atme tief ein und aus, um auch das Zwerchfell zu entspannen, das oft in Verbindung mit BWS-Schmerzen steht.
- Intensiviere die Dehnung immer wieder, indem du mit den Händen weiter um den Stuhl herumgreifst und so weiter in die Drehung gehst.
- Spanne nach etwa einer Minute gegen, indem du versuchst, dich in die entgegengesetzte Richtung zu drehen. Bleibe aber weiter in der Rotation. Halte die Gegenspannung für etwa 15 Sekunden.
- Intensivere die Dehnung anschließend, indem du für etwa eine Minute weiter in die Drehung gehst.
- Führe die Übung anschließend auch in die andere Richtung (Rechtsdrehung) durch.
Übungsdauer:
Wie entsteht ein BWS-Syndrom?
Die Brustwirbelsäule besteht aus 12 Brustwirbeln und liegt zwischen Hals- und Lendenwirbelsäule. An der Brustwirbelsäule (BWS) setzen außerdem die Rippen an und bilden zusammen mit dem Brustbein den Brustkorb.
Unsere alltägliche Arm- und Körperhaltung hat vielfältige Auswirkungen auf die Brustwirbelsäule: Meistens halten wir die Arme beispielsweise vor dem Körper. Das sorgt dafür, dass der Brustmuskel zunehmend unelastisch wird und die Schultern nach vorne zieht. Eine runde Körperhaltung entsteht. Die Rückenmuskeln müssen dagegen arbeiten, um uns aufrecht zu halten. Irgendwann ist die Muskulatur im Rücken genauso verhärtet und unelastisch wie die Muskulatur an der Körpervorderseite. Insgesamt erhöht das die muskulär-fasziale Spannung im Oberkörper. Um vor Schäden an Wirbeln und Bandscheiben zu warnen, sendet der Körper Alarmsignale in Form von Schmerzen.
Diese Schmerzen solltest du ernst nehmen, denn irgendwann drohen Schädigungen an der Wirbelsäule.
Noch mehr Übungen für eine gesunde Brustwirbelsäule findest du in der Liebscher & Bracht App:

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Über diesen Artikel


Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg
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