Morbus Bechterew erfolgreich behandeln

Alle Informationen zu den Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten von Morbus Bechterew

Frau mit Morbus Bechterew hält sich den schmerzenden Rücken

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Wenn du an Morbus Bechterew leidest, dann kennst du diesen tiefsitzenden, quälenden Kreuzschmerz, der in den Rücken ausstrahlen kann, sicher gut. Ist deine Nachtruhe gestört, weil du vor allem in der zweiten Nachthälfte und am Morgen oder nach längeren Phasen der Ruhe eine Verschlimmerung deiner Beschwerden spürst? Bist du vielleicht schon in deiner Mobilität durch die Erkrankung eingeschränkt und ist deine Wirbelsäule blockiert? Wenn auch du diese Schmerzen gut kennst, hast du sicher schon vieles ausprobiert, um deine Beschwerden zu lindern oder Schmerzmittel geschluckt. Wir zeigen dir in unserem Online-Schmerzlexikon neue Wege in der Schmerztherapie bei Morbus Bechterew auf. Unsere Erfahrung ist, dass sich das entzündliche Krankheitsgeschehen auch ohne Medikamente durch Osteopressur in Verbindung mit gezielten Übungen für deine überspannten und unnachgiebigen Muskeln und Faszien behandeln lässt. Wir laden dich ein, doch einmal zu testen, ob wir mit unserem speziellen Behandlungsangebot etwas gegen deine Schmerzen tun können. Erfahre mehr über die herkömmliche Behandlung bei Morbus Bechterew und über den Behandlungsansatz nach Liebscher & Bracht, mit dem wir in den zurückliegenden 20 Jahren schon vielen Patienten mit Morbus Bechterew helfen konnten.

Wir verraten dir in diesem Artikel, wie du Morbus Bechterew effektiv und schnell behandeln kannst – ohne Medikamente, Operationen oder Nebenwirkungen.

Morbus Bechterew – Was ist das eigentlich?

Morbus Bechterew wird medizinisch auch als Spondylitis ankylosans bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen. Kennzeichen dieser Krankheit ist eine Wirbelentzündung (Spondylitis), die in zunehmendem Maße zu einer Beugung (griech. ankylos) des Rückens führt. Nach der Erstbeschreibung durch den russischen Nervenarzt Bechterew wird die Krankheit in deutschsprachigen Ländern häufig Morbus (= Krankheit) Bechterew genannt.

Morbus Bechterew zählt zur Gruppe der chronisch entzündlichen rheumatischen Gelenkerkrankungen, bei denen neben dem Befall der Wirbelsäule auch andere Gelenkentzündungen (Arthritis) auftreten können. Von 200 Bundesbürgern leidet laut Statistik einer unter dem Vollbild der Krankheit. Rein rechnerisch leben etwa 400.000 Menschen in Deutschland, die von dieser Krankheit in unterschiedlichen Ausprägungen betroffen sind. In den meisten Fällen tritt das Beschwerdebild im jungen Erwachsenenalter auf. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. In mehr als 90 Prozent der Fälle werden Merkmale gefunden, die auf eine erbliche Veranlagung hinweisen.

Wir wissen aus der Erfahrung mit der Behandlung von Morbus Bechterew-Patienten, dass sich das Entzündungsgeschehen, das mit der Krankheit einhergeht, auch ohne Medikamente beeinflussen lässt. Im Vordergrund dabei: Einfache Übungen, die sich auf die Dehnung von Muskeln und Faszien richten. In Verbindung mit Osteopressur, die gezielt auf den entgleisten Stoffwechsel wirkt, kann es gelingen, den Stoffwechsel zu optimieren. Wir zeigen dir gerne, wie das funktioniert. Doch Schritt für Schritt – was genau ist Morbus Bechterew?

Wie entsteht die Krankheit Morbus Bechterew

Die genaue Ursache dieser Krankheit ist noch nicht bekannt. Experten gehen davon aus, dass vor allem erbliche und weniger Umweltfaktoren sowie eine Störung des Immunsystems dabei eine Rolle spielen. Ähnlich wie bei anderen rheumatischen Erkrankungen liegt auch bei Morbus Bechterew eine Fehlfunktion des Immunsystems zugrunde. Dabei kommt es zum Angriff der Abwehrzellen auf das körpereigene Gewebe. Aus diesem Grunde wird Spondylitis ankylosans oft auch als Autoimmunkrankheit bezeichnet. Im Verlauf der Krankheit kommt es zu einer schrittweisen Verformung und Versteifung von Gelenken insbesondere an der Wirbelsäule.

Was sind die typischen Symptome bei Morbus Bechterew?

In vielen Fällen beginnt die Erkrankung mit Rückenschmerzen vorwiegend im Bereich der Lendenwirbel und des Kreuzbeins. Die Schmerzen treten häufig nachts oder morgens auf, bei Bewegung bessern sich die Symptome. Nach längerer Inaktivität ist die Bewegung häufig eingeschränkt. Dieser Zustand kann bis zu einigen Minuten anhalten. Die auch als Morgensteifheit bezeichneten Beschwerden bessern sich, wenn durch eine konventionelle, symptombezogene Behandlung entzündungshemmende Schmerzmittel verabreicht werden. Werden diese Schmerzmittel abgesetzt, treten die Beschwerden erneut auf.

Im weiteren Verlauf kann sich die Krankheit auf andere Teile der Wirbelsäule ausdehnen und zu einer Versteifung und Verknöcherung der Wirbelsäule führen. Dieser Prozess kann zum Teil mehrere Jahre andauern. Darüber hinaus kann es bei manchen Patienten zu einer schmerzhaften Entzündung im Bereich der Gliedmaßen oder der Sehnenansatzpunkte kommen. Hiervon ist häufig die Ferse betroffen. Bei einigen Patienten kommt es nicht zu einer Gelenksentzündung, dafür sind andere Organe im Körper betroffen. Manchmal ist auch die Regenbogenhaut des Auges involviert. Die Symptome sind dann erhöhte Lichtempfindlichkeit und eine eingeschränkte Sehfähigkeit. Ein anderer Teil der Patienten leidet an einer chronischen Darmentzündung, die zusammen mit häufigem Durchfall, Bauchbeschwerden sowie einer Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens auftritt. Viele Erkrankte leiden außerdem an Schuppenflechte, in deren Verlauf weitere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Der Krankheitsverlauf von Morbus Bechterew ist sehr unterschiedlich und lässt sich für einzelne Patienten nur schwer vorhersagen. Die Krankheit kann stetig fortschreiten, aber auch in Schüben verlaufen. Oft gibt es unterschiedlich lange Phasen ohne Beschwerden. Auch beim Schweregrad bestehen große Unterschiede zwischen den Patienten.

Wie können Patienten das Schmerzgeschehen bei Morbus Bechterew beeinflussen?

Entzündungshemmende Medikamente spielen bei der konservativen Therapie der chronisch-entzündlichen Erkrankung oft eine zentrale Rolle. Wir wissen jedoch, auch wenn diagnostizierbare entzündliche Prozesse vorliegen, kann eine Reduktion der Schmerzen über eine Behandlung nach Liebscher & Bracht ohne Medikamente gelingen – mit Hilfe von Osteopressur bereits in der ersten Behandlungseinheit. Unsere Erfahrung ist: Meist haben die Entzündungen, die sich in den Blutwerten abbilden, mit den Schmerzen durch die Erkrankung gar nichts zu tun. Wir konnten im Behandlungsverlauf mit Morbus Bechterew-Patienten die Erfahrung machen, dass die Entzündungswerte im Therapieverlauf schnell zurückgingen – ohne Einsatz von Medikamenten.

Wie wird Morbus Bechterew diagnostiziert?

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Deshalb werden die anfänglichen Beschwerden meistens sehr spät als Spondylitis ankylosans erkannt. Oft vergeht viel wertvolle Zeit vom ersten Auftreten der Symptome bis zur richtigen Diagnose. Zur Diagnosestellung ist eine eingehende Befragung (Anamnese) durch den Arzt erforderlich. Dabei sind auch die oft begleitenden Krankheiten wie entzündliche Darmerkrankung und Schuppenflechte wichtig. Die weitere Diagnose beruht auf Laboruntersuchungen und bildgebenden Verfahren. Dazu zählen die Messung der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) und die Konzentration des C-reaktiven Proteins (CRP) im Blutserum. Sind diese beiden Werte erhöht, geben sie Hinweise auf entzündliche Vorgänge im Körper. Für sich allein genommen haben diese Werte jedoch nur wenig Aussagekraft, zudem sind sie bei manchen Patienten nicht immer erhöht.

Einen wichtigen Beitrag zur Diagnose liefern zudem bildgebende Verfahren. Herkömmliche Röntgenaufnahmen sind besonders in der Anfangsphase der Krankheit nicht ausreichend für eine gesicherte Diagnose, da die Entzündung nicht sofort erkennbar ist. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium zeigen sich oft erst nach mehreren Jahren die Veränderungen als Folgen der Entzündung. Mit der Kernspintomografie (MRT) sind akute Entzündungen an der Wirbelsäule schon in frühen Krankheitsstadien feststellbar. Zur Klärung bestimmter Fragestellungen wird außerdem die Computertomografie (CT), ein besonders präzises bildgebendes Diagnoseverfahren, eingesetzt.

Die Behandlung von Morbus Bechterew nach Liebscher & Bracht

Nach dem heutigen Kenntnisstand ist Morbus Bechterew nicht heilbar. Der Verlauf der Krankheit lässt sich aber sehr stark beeinflussen. In der klassischen Schulmedizin werden die Symptome im Wesentlichen durch zwei Maßnahmen behandelt:

  • Zur Erhaltung der Beweglichkeit wird physikalische Therapie verordnet und insbesondere aktive Bewegungsübungen durchgeführt.
  • Zur Linderung der Schmerzen und Symptome sowie zur Entzündungshemmung ist eine medikamentöse Therapie ein weiterer Bestandteil der Behandlung.

Insbesondere die medikamentöse Therapie gehört nicht zu unserem Lösungsansatz und der nach Liebscher & Bracht qualifizierten Schmerzspezialisten. Die Schmerzexperten, die nach dieser Methode arbeiten, sehen ihre Aufgabe in erster Linie darin, den Menschen so zu helfen, dass sie sich selbst helfen können. Ziel dieser Therapie ist es, allen Schmerzpatienten durch geeignete Behandlung ein schmerzfreies Leben voller Beweglichkeit bis ins hohe Alter zu ermöglichen.

Obwohl bei der Diagnose Morbus Bechterew oft ein entzündlicher Vorgang zugrunde liegt, gelingt durch die Anwendung der Schmerzpunktpressur eine deutliche Schmerzreduktion. Der ansonsten sehr hohe Entzündungswert CRP ist durch die Behandlung nach Liebscher & Bracht sehr schnell rückläufig – ohne den Einsatz von hochdosierten chemischen Arzneimitteln.

1. Entstehung von Morbus Bechterew

Wenn man es genau nimmt, ist der Begriff „Morbus Bechterew“ eigentlich schon veraltet. Trotzdem wird er noch verwendet, weil er Einzug in die Alltagssprache gehalten hat. Morbus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Krankheit. Bechterew ist der Name des russischen Neurologen Wladimir Bechterew. Er war der Erste, der sich vor mehr als 100 Jahren intensiv mit dieser Erkrankung auseinandergesetzt und sie erstmals als eigenständiges Krankheitsbild beschrieben hat. Die medizinisch korrekte Bezeichnung für diese Krankheit heißt Spondylitis ankylosans oder ankylosierende Spondylitis. Es handelt sich dabei um eine spezielle Art des entzündlichen Rheumatismus. Betroffen sind davon in erster Linie Teile der Wirbelsäule und die Iliosakralgelenke, besser unter dem Begriff Kreuz-Darmbein-Gelenke bekannt. Häufig sind aber auch andere Gelenke oder Sehnen betroffen.

1.1. Folgen der Entzündung

Als Folge der Entzündung beim Krankheitsgeschehen rund um Morbus Bechterew kommt es oft zur Entstehung von zusätzlichem Knochengewebe zwischen den befallenen Wirbeln und dem Kreuz-Darmbeingelenk. Durch das überschüssige Knochengewebe werden die Wirbel unbeweglich und können in der Folge versteifen. Dieser Prozess wird auch als Ankylosierung bezeichnet. Morbus Bechterew hat deshalb den medizinischen Fachbegriff ankylosierende Spondylitis bekommen.

Die Verknöcherung tritt allerdings nicht immer auf, sondern nur dann, wenn die Erkrankung einen schweren Verlauf nimmt. Die Begriffe ankylosierende Spondylitis und Spondylitis ankylosans haben sich aber allgemein durchgesetzt, auch wenn sie nicht immer ganz korrekt die Symptomatik beschreiben, die sich bei Morbus Bechterew zeigt.

Zu Beginn der Erkrankung lässt sich meistens noch nicht vorhersagen, welchen Verlauf sie nimmt und ob Verknöcherungen auftreten. Morbus Bechterew bringt weitere Beschwerden mit sich. So ist zum Beispiel sehr oft die Regenbogenhaut oder auch die Aderhaut der Augen entzündet. Patienten haben dann rote, schmerzende Augen und sind extrem empfindlich gegen Licht. Sehr oft wird ankylosierende Spondylitis auch von entzündlichen Darmerkrankungen begleitet. In Ausnahmefällen können die Nieren, das Herz, die Lunge oder die Aorta beteiligt sein. Aortenklappeninsuffizienz oder Herzklappenfehler sind dann häufig die Folgen.

1.2. Ursachen und Symptome von Morbus Bechterew

Wo diese Krankheit ihren Ursprung hat, ist bis heute nicht genau bekannt. Mediziner stehen vor einem Rätsel, das es noch zu lösen gilt. Vermutet wird, dass es sich bei Morbus Bechterew um einen Fehler im Immunsystem handelt. Die Immunzellen, die eigentlich Krankheiten abwehren sollen, wandern direkt ins Gewebe und lösen dort entzündliche Reaktionen aus. Fest steht, dass manche Familien für Morbus Bechterew eine besondere genetische Veranlagung haben. Damit es zum Ausbruch der Krankheit kommt, müssen aber mehrere Faktoren zusammentreffen.

Morbus Bechterew wird von einigen schmerzhaften Symptomen begleitet. Dazu zählen unter anderem Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen. Vor allem jüngere Erwachsene sind von ankylosierender Spondylitis betroffen. In der Anfangsphase klagen sie über Schmerzen im Bereich der unteren Wirbelsäule. Vor allem in der Nacht oder wenn sie zur Ruhe kommen, melden sich die Schmerzen sehr heftig. Nach dem Aufstehen sind die Gelenke steif. Durch Bewegung lockern sie sich allmählich, und die Schmerzen lassen etwas nach. Weitere Symptome von Morbus Bechterew können Schmerzen am Brustbein oder in der Ferse sein. Oft werden im weiteren Verlauf der Krankheit der Brustkorb und die Wirbelsäule immer unbeweglicher. Äußerlich sichtbar ist ein runder Rücken, der sich ebenfalls versteifen kann.

1.3. Die Diagnose durch den Arzt

Vor der Diagnose durch den Arzt werden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Wenn du das erste Mal wegen dieser Beschwerden zu einem Arzt gehst, wird er sich eingehend mit dir unterhalten (Anamnese). Bei Verdacht auf Morbus Bechterew liegt es nahe, dass auch andere Familienangehörige davon betroffen sind. Der Arzt wird deine Wirbelsäule untersuchen und dabei auf eine mögliche Krümmung und ihre Beweglichkeit achten. Der Mediziner lenkt den Blick darauf, ob du bei bestimmten Bewegungen Schmerzen verspürst. Bei einem begründeten Verdacht wird er dich röntgen lassen und wahrscheinlich eine MRT (Magnetresonanztomografie) anordnen. Ergänzt wird die Diagnose durch eine Blutuntersuchung. Viele Patienten mit ankylosierender Spondylitis haben in ihrem Blut auf der Oberfläche der weißen Blutkörperchen ein spezielles Eiweiß. Das Eiweiß mit dem Namen HLA-B27 hat eigentlich eine ganz konkrete Funktion im Abwehrsystem unseres Körpers. Wenn du Morbus Bechterew hast, liegt dieser Baustein allerdings auf den meisten weißen Blutkörperchen. Das Vorhandensein von HLA-B27 ist ein erstes Indiz für Morbus Bechterew, aber noch kein eindeutiger Beweis für das tatsächliche Vorliegen der Krankheit.

1.4. Ein erfülltes Leben mit Morbus Bechterew

Ist die Krankheit bei dir ausgebrochen, heißt es: Mit Morbus Bechterew muss man leben lernen, denn die Krankheit gilt als nicht heilbar. Du hast es aber in der Hand, trotz allem ein erfülltes Leben zu führen. Wichtig ist, dass du selbst aktiv wirst. Durch tägliche Gymnastik und spezielle Übungen kannst du deine Wirbelsäule beweglich halten und einer Versteifung entgegenwirken. Außerdem gibt es inzwischen gute Medikamente, die gleichzeitig die schweren Entzündungen bekämpfen und die Schmerzen lindern können. Operationen werden meistens nur dann durchgeführt, wenn der Verlauf der Krankheit so schwer ist, dass der Rücken versteift. Wichtig ist bei Morbus Bechterew, wie bei den meisten Krankheiten, dass du rechtzeitig zu einem Facharzt gehst und dich behandeln lässt. Um den Krankheitsverlauf von Morbus Bechterew zu lindern, ist es wichtig, dass du dich aktiv an der Therapie beteiligst, um den Krankheitsverlauf im günstigsten Fall aufzuhalten.

1.5. Der Verlauf von Morbus Bechterew

In den meisten Fällen wird diese Erkrankung das erste Mal zwischen der Schwelle zum Erwachsensein und dem 45. Lebensjahr diagnostiziert. Sie verläuft nicht kontinuierlich, sondern in mehreren Schüben. Dabei sind die Schübe von unterschiedlicher Intensität. Nicht selten bleibt Morbus Bechterew für lange Zeit unerkannt, weil der Krankheitsverlauf sehr milde ist und die gefürchteten Verknöcherungen oft lange Zeit ausbleiben. Es gibt aber im Gegensatz dazu auch Fälle, die sehr schwer und schnell verlaufen. Häufig kommt es dabei zur vollständigen Verknöcherung der Wirbelsäule. Im Extremfall können auch die Hüftgelenke von diesem Prozess betroffen sein. Auch bei diesen problematischen Verläufen können Bewegungsübungen sehr hilfreich sein. Sie haben das Ziel, dir dabei zu helfen, den Rücken gerade zu halten. Eine dauerhafte gebückte Haltung soll dadurch verhindert werden.

1.6. Die Häufigkeit von Morbus Bechterew

Verglichen mit der Gesamtbevölkerung in Deutschland tritt Morbus Bechterew relativ selten auf. Ungefähr 0,5 Prozent der gesamten Bevölkerung sind davon betroffen. Es trifft in erster Linie Männer. Bei ihnen liegt die Gefahr der Erkrankung statistisch gesehen ungefähr doppelt so hoch wie bei Frauen.

Auch wenn die Krankheit in Deutschland nicht so weit verbreitet ist, gibt es doch gute Ansprechpartner. Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. beispielsweise kann dir und deinen Angehörigen wertvolle Tipps für die Erleichterung deines Alltags und der Bewältigung der dabei entstehenden Probleme geben. Selbstverständlich wird dir auch dein Arzt jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch mit der Diagnose Morbus Bechterew kannst du ein erfülltes Leben führen und sehr alt werden.

Was du mit regelmäßigen Übungen gegen die Symptome von Morbus Bechterew aktiv tun kannst, zeigen dir die Schmerzspezialisten nach Liebscher & Bracht. Wir informieren dich gerne über unser Therapieangebot, das ohne Medikamente auskommt.

2. Symptome bei Morbus Bechterew

Morbus Bechterew gehört in Deutschland zu den häufig diagnostizierten schmerzhaft entzündlichen Erkrankungen. Die Entzündungen treten vor allem im Bereich der Kreuz-Darm-Gelenke sowie an der Wirbelsäule auf. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können aber auch andere Gelenke, Hüft- und Kniegelenke sowie Organe von den schmerzhaften Veränderungen betroffen sein.

2.1. Symptome und Beschwerden – Schmerzen des Bewegungsapparates

  • Das im Rahmen einer Morbus Bechterew Erkrankung wohl am häufigsten auftretende Symptom ist ein tiefsitzender Kreuzschmerz, der teilweise über den ganzen Rücken ausstrahlen kann. Dabei tritt der Schmerz vorwiegend vor dem 40. Lebensjahr auf. Oft wird die Erkrankung nicht erkannt, da die Entzündungs- und Schmerzentwicklung schleichend ist. Zu Beginn der entzündlichen Behandlung kommt es vor allem in der zweiten Nachthälfte, am Morgen sowie nach einer längeren Ruhephase  zu anhaltenden Beschwerden. Diese Symptome können über mehrere Monate andauern. Im weiteren Verlauf der Morbus Bechterew Erkrankung klagen viele Patienten über eine zunehmende Einschränkung der Mobilität der Wirbelsäule. Teilweise kommt es sogar zu einer fast vollständigen Einsteifung, da durch die Entzündungen Narbengewebe entsteht, das verkalken und verknöchern kann.

    Sind auch die Rippen-Wirbel-Gelenke betroffen, ist eine reguläre, beschwerdefreie Atembewegung häufig nur sehr eingeschränkt möglich. Dabei lösen die entzündlichen Veränderungen Schmerzen am Brustbein, an den Brustbein-Schlüsselbein-Gelenken, als auch am Rippenknorpel aus.

    Morbus Bechterew kann auch zu einer Veränderung an den Sehnenansätzen führen, die meist einen Fersenschmerz verursachen.

2.2. Schmerzen außerhalb des Bewegungsapparates

Die Erkrankung beeinträchtigt allerdings nicht nur den Bewegungsapparat, sondern betrifft unter Umständen auch innere Organe. So kann Morbus Bechterew schmerzhafte Veränderungen mit hoher Entzündungsaktivität in den folgenden Organen verursachen:

  • Auge,
  • Darm,
  • Herz,
  • Niere,
  • Lunge.

2.3. Therapieansätze

Bisher gibt es für die chronisch verlaufende Erkrankung in der konventionellen Medizin kein sinnvolles Therapiekonzept, das über eine medikamentöse Schmerz- und Entzündungsbehandlung hinausgeht. Die letzten diesbezüglichen medizinischen Leitlinien stammen aus dem Jahr 2006.

Allerdings lässt sich mit einer Schmerzbehandlung beispielsweise mit Voltaren oder Novalgin die Ursache des Morbus Bechterew nicht effektiv bekämpfen. Jedoch haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass sich der Krankheitsverlauf durch Bewegung beeinflussen lässt. Mit Osteopressur nach Liebscher & Bracht sowie speziell auf Morbus Bechterew-Patienten ausgerichtete Dehnungsübungen für Muskeln und Faszien, können Patienten rasch und nachhaltig eine deutliche Besserung ihrer Symptomatik erreichen.

Mit dem von Liebscher & Bracht entwickelten Therapiekonzept können auch Erkrankungen wie Morbus Bechterew auf natürliche Weise durch die Patienten selbst therapiert werden. Auch die Forschung sieht eine effektive Behandlung der Gelenkerkrankung Morbus Bechterew am ehesten in der Physiotherapie.

3. Morbus Bechterew – was sind die Ursachen?

Wo liegen die Ursachen einer Morbus Bechterew-Erkrankung? Wie entstehen die Schmerzen? Der Morbus Bechterew (lat. Spondylitis ankylosans) ist eine entzündliche und chronisch verlaufende Wirbelsäulenerkrankung. Der Krankheitsverlauf tritt schubweise auf und wird sich zunächst schmerzhaft mit einer eingeschränkten Bewegungsfreiheit und Rückenschmerzen darstellen. Das sind die typischen Begleiterscheinungen. Mit der Erkrankung gehen teils sich zerstörende, teils sich neu bildende Knochenveränderungen einher. Langfristig entstehen so in der Wirbelsäule und der Verbindung zum Becken Versteifungen und Verknöcherungen. Die Krankheit kann auch zu Schäden an den Augen oder anderen Organen führen und sich auf andere Gelenke (zum Beispiel das Kniegelenk) und die Bänder auswirken. Zwischen dem Auftreten im Anfangsstadium eher unspezifischer erster Beschwerden und der letztendlichen Diagnose können Jahre vergehen. Der Morbus Bechterew ist nicht ansteckend, aber auch nicht heilbar.

Die Ursache für die Entstehung dieser Krankheit ist bis heute nicht geklärt. Die Medizin geht jedoch heute davon aus, dass es sich beim Morbus Bechterew um eine Fehlsteuerung des Immunsystems handelt. Hinzu kommt eine genetische Veranlagung des Proteins HLA-B27, das circa 90 Prozent der an Morbus Bechterew erkrankten Personen besitzen und das familiär gehäuft auftritt. Kommt dann auch noch eine Infektion hinzu, die das Immunsystem sehr stark reagieren lässt, kann daraus die chronische Entzündung resultieren, die in allererster Linie deine Wirbelsäule und den Beckenknochen betrifft.

Die Häufung der Krankheit in Mitteleuropa liegt zwischen 0,1 und 0,2 Prozent der diagnostizierten Bevölkerung. Für Deutschland bedeutet das, dass circa 400.000 Menschen betroffen sind. Allerdings wurde nur bei etwa 150.000 Patienten die Diagnose aufgrund starker Beschwerden gestellt. Auffallend ist, dass Männer weitaus häufiger betroffen sind als Frauen und die Krankheit zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr beginnt.

Nach neuesten Erkenntnissen hat auch die Ernährung Einfluss auf die Krankheit. Betroffene sollten eine rheumatische Diät einhalten, um die sogenannten Prostaglandine, die vor allem in Fleisch vorhanden sind, möglichst niedrig zu halten. Prostaglandine halten die Entzündung und somit auch die Schmerzen aufrecht. Eine empfohlene Ernährung sieht wenig Fleisch, dafür aber viel Fisch und Soja sowie pflanzliche Fette vor. Auch der tägliche Verzehr von Gemüse und Obst, die ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, beugen generell entzündlichen Erkrankungen vor und sorgen für ein allgemeines Wohlbefinden. Mit ausreichend Bewegung kannst du dein Immunsystem stärken und Überspannungen in Muskeln und Faszien vorbeugen. Bechterew-Patienten sollten auf Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten unbedingt verzichten!

3.1. Wie lassen sich Schmerzen bei Morbus Bechterew rasch und nachhaltig lindern?

Unser Körper ist mit einem hochsensiblen Alarmsystem ausgestattet. Wenn Muskeln und Faszien überspannen, registrieren interstitielle Rezeptoren an der Knochenhaut den Verschleiß und melden ihn als Bedrohung körperlicher Strukturen an das Gehirn weiter. Der für die Wahrnehmung von Schmerzen zuständige Bereich im Gehirn ist das Periaquäduktale Grau (PAG) im Mittelhirn. Wenn eine körperliche Struktur durch immer gleiche Bewegungsmuster und gestresste Muskeln und Faszien bedroht ist, löst das Periaquäduktale Grau einen Alarmschmerz in dem Bereich des Körpers aus, der dem Verschleiß ausgesetzt ist. Letztlich ist also der Schmerz auch bei Morbus Bechterew ein Alarmsignal unseres Körpers. Es schickt uns die Botschaft: Strukturverschleiß umgehend stoppen!

4. Behandlung: Schmerzen bei Morbus Bechterew nachhaltig lindern

 

4.1. Zur Therapie bei Morbus Bechterew – konventionell und nach Liebscher & Bracht

Morbus Bechterew ist eine chronisch verlaufende rheumatische Erkrankung. Bei fünf Prozent aller Fälle von chronischem Rückenleiden schließen die Ärzte auf die „Bechterewsche Krankheit“. Erste Anzeichen sind zum Beispiel Schmerzen im unteren Rücken. Die Beschwerden zeigen sich vor allem in Ruhephasen – also etwa in der Nacht oder beim Sitzen – und bessern sich mit Bewegungsaufnahme. Doch der Krankheitsverlauf bei Morbus Bechterew ist keinesfalls bei allen Patienten gleich. Stattdessen hat die Krankheit unterschiedliche Gesichter und äußert sich in verschiedensten Symptomen. Für Betroffene ist es wichtig, aus den verschiedenen Therapiemöglichkeiten die richtige Kombination zu finden. Ein gesunder Lebensstil mit angepasster Ernährung und der regelmäßigen Ausübung von speziellen Übungen helfen, die Krankheit im Griff zu halten.

4.2. Unheilbar? Nutze die Chance: Beeinflusse den Krankheitsverlauf positiv

Die Bezeichnung „Morbus Bechterew“ geht zurück auf den Neurologen Wladimir Bechterew, der sich ausführlich mit der Krankheit beschäftigt hat. „Spondylitis ankylosans“ lautet der medizinische Fachausdruck für die Erkrankung. Morbus Bechterew gilt als unheilbar. Die Diagnose bedeutet in der Regel einen gravierenden Einschnitt im Leben der Betroffenen. Es gibt jedoch eine Reihe unterschiedlicher Therapieansätze, die den Verlauf positiv beeinflussen können. Ein wichtiger Baustein ist regelmäßige Bewegung. Hierauf setzen die nach Liebscher & Bracht qualifizierten Schmerzspezialisten in ihrem Therapieangebot. Die Liebscher & Bracht Schmerztherapie hat – anders als die klassische Schulmedizin – ein Verständnis von Schmerz als „Alarmsignal“ des Körpers vor Schäden an körperlichen Strukturen durch falsche und immer wieder gleichförmige, einseitige Bewegungsabläufe. Diese Erkenntnis dient als Grundlage für unsere Behandlung mit Osteopressur und Übungen – auch bei der Erkrankung Morbus Bechterew.

4.3. Mögliche Ursachen für Morbus Bechterew

Morbus Bechterew ist eine Autoimmunkrankheit. Das Immunsystem richtet sich gegen körpereigene Zellen und verursacht dadurch schmerzhafte Entzündungen im Körper. Auslöser für die überschüssige Reaktion der Zellen ist vermutlich eine Infektion mit Bakterien, zum Beispiel im Bereich der Harnwege. Wissenschaftlern zufolge geht die Bechterewsche Krankheit oft mit einer genetischen Disposition einher. Die meisten Patienten sind Träger des genetischen Merkmals HLA-B27. Dies lässt sich zuverlässig über eine Blutuntersuchung feststellen. Eine der Ursachen für die Erkrankung liegt also in einer erblichen Veranlagung. Oft treffen mehrere krankheitsbedingende Faktoren aufeinander und bringen die Spondylitis ankylosans zum Ausbruch. Auch psychischer Stress kann ein Auslöser für die Erkrankung sein.

4.4. Das Krankheitsbild und die Symptome

Häufig tritt Morbus Bechterew bereits in jungen Jahren auf. Die ersten Symptome haben Patienten zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr. Der Rückenschmerz setzt schleichend ein und verschlimmert sich im Laufe der Zeit. Die Krankheit verläuft in Schüben, die drei Monate und länger andauern. Währenddessen fühlt sich der Betroffene abgeschlagen, müde und leidet unter Umständen an Fieber. Darauf folgen Zeiten der Besserung und erneute Schübe. Kennzeichnend für die Bechterewsche Krankheit ist eine Entzündung zwischen Kreuzbein und Darmbein.

Hast du Schmerzen im unteren Rücken oder tut dir auch das Gesäß weh? Typischerweise treten die Schmerzen bei der Bechterewschen Krankheit bis zu 30 Minuten nach dem Aufstehen auf. Der Patient fühlt sich steif, und eine Besserung ergibt sich mit der Bewegung im Tagesverlauf. Ebenfalls können Schmerzen von Brustkorb oder der Ferse Symptome sein. Allerdings solltest du immer bedenken: Die Krankheit verläuft nicht bei allen Patienten gleich, sondern ist individuell verschieden. Es gibt milde und aggressive Formen.

Zum Krankheitsbild gehören Anzeichen wie Schuppenflechte, Augenentzündung oder chronische Darmerkrankung. Morbus Bechterew kann eine Verformung und Versteifung der Wirbelsäule zur Folge haben. Es entwickelt sich ein steifer Rundrücken und / oder der Brustkorb wird unbeweglich. Diesem Prozess solltest du mit täglichen Gymnastikübungen entgegenwirken. Im Endstadium der Krankheit tritt oft eine Osteoporose, eine Verringerung der Knochendichte, auf. Jeder Sturz ist dann gefährlich für die poröse Wirbelsäule und kann zu einem Bruch führen.

4.5. Morbus Bechterew effektiv behandeln

Entzündungshemmende Medikamente, wie zum Beispiel TNF-alpha-Blocker oder Kortison im Rahmen der konventionellen Behandlung, sind nur ein Baustein in der Therapie und wirken allenfalls symptombezogen. Die Schmerzursache, die nach Überzeugung von Liebscher & Bracht in den Muskeln und Faszien im schmerzenden Körperbereich liegt, wird damit nicht behandelt. Du als Patient bist gefragt! Denn dein Verhalten hat unmittelbare Auswirkung auf eine wirksame Therapie. Auf eine aufrechte Haltung solltest du besonders achten. Diese kann durch entsprechende Übungen gezielt trainiert werden und beugt der Entwicklung eines steifen Rundrückens vor. Geeignete Sportarten für Betroffene mit Morbus Bechterew sind Schwimmen (vor allem Rückenschwimmen), Radfahren und Wandern. Auf Aktivitäten, die den Rücken zu sehr belasten, solltest du verzichten. Außerdem ist eine Umstellung der Ernährung sinnvoll und wirkt sich entzündungshemmend aus. Wenig Fleisch, stattdessen viel Obst, Gemüse sowie ungesättigte Fettsäuren auf dem Speiseplan haben einen positiven Effekt auf den Gesundheitszustand.

Kälte- und Wärmetherapien sind weitere Ansätze, die du selbst leicht ergreifen kannst. Zum Beispiel mit einfachen Mitteln wie einer Wärmflasche, einer Heizdecke oder einer kühlenden Gelpackung – je nachdem, was dir situationsbezogen mehr zusagt. Wärme wirkt sich gut auf die Durchblutung aus und lindert Schmerzen, während die Kältetherapie die Entzündung hemmt. Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht liefert dir weitere wichtige  Bausteine für die Linderung deiner Beschwerden. Unsere Sichtweise auf den Schmerz sowie die daraus entwickelte Therapie haben schon viele Patienten dauerhaft schmerzfrei werden lassen.

4.6. Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht bei Morbus Bechterew

Wie sieht das Behandlungskonzept nach Liebscher & Bracht bei Morbus Bechterew in der Praxis aus? Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht hat das Ziel, Patienten mit verschiedenen Schmerzsymptomatiken, wie zum Beispiel bei an Morbus Bechterew erkrankten Menschen, zu einem schmerzfreien Leben bei voller Beweglichkeit und hoher Lebensqualität zu verhelfen. Dabei soll den betroffenen Patienten der Weg zur Selbsthilfe gezeigt werden. Zu diesem Zweck haben Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht eine physiotherapeutische Behandlungsmethode entwickelt, die möglichst ohne Schmerzmittel auskommt.

Bei der Behandlung werden durch Druckbewegungen der nach Liebscher & Bracht qualifizierten Schmerzspezialisten Rezeptoren angeregt, welche die für die Überspannung der Muskulatur verantwortlichen Hirnprogramme zurücksetzen. In der Regel beginnt der Körper des Patienten sofort zu reagieren, indem die Intensität der Spannung unmittelbar gesenkt und damit der Schmerz reduziert oder ganz beseitigt wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Patient, der unter starken Schmerzen leidet, gänzlich auf Medikamente verzichten muss. Jedoch ist nach unserem Behandlungskonzept eine medikamentöse Behandlung nur für einen gewissen Zeitraum und nur als Zusatzmedikation zu empfehlen. Wichtiger ist es, dass der Patient bei der Behandlung selbst und auf natürlichem Wege mitwirkt. Zu diesem Zweck kann er speziell von Liebscher & Bracht entwickelte Übungen anwenden. Werden diese Übungen regelmäßig und korrekt durchgeführt, kann sich schon bald eine spürbare Besserung der Morbus Bechterew-Beschwerden einstellen.

Das vordergründige Ziel bei der Behandlung von Morbus Bechterew ist die Erhaltung deiner Bewegungsfähigkeit und die Linderung deiner Schmerzen. Wir eröffnen Patienten mit Morbus Bechterew im Rahmen unseres speziellen therapeutischen Ansatzes nach Liebscher & Bracht eine neue Perspektive auf ihre Schmerzen. Wie bei vielen anderen Schmerzzuständen spielen auch bei Beschwerden im Zusammenhang mit Morbus Bechterew die Muskeln und Faszien eine große Rolle. Was genau steckt dahinter? Die Grundannahme zur Erklärung des Schmerzgeschehens bei Morbus Bechterew ist folgende: In unserem Alltag, ggf. auch durch krankheitsbedingte körperliche Veränderungen, beschränken wir unser tägliches Maß an Bewegung auf ein Minimum. Doch unser Körper ist dafür nicht gemacht. Mach dir einmal bewusst: Wir nutzen täglich nur etwa fünf Prozent des Bewegungspotentials, das die Natur für uns vorsieht. Unser Gehirn ist lernfähig und merkt sich häufig genutzte Bewegungsabläufe. Das Gehirn speichert sie förmlich ab. Das hat auf der einen Seite den Vorteil, dass sich Bewegungsmuster schnell abrufen lassen. Gleichzeitig entstehen so immer gleichförmig ablaufende Bewegungen. Im Alltag heißt das: Während einige Muskelpartien unter Stress geraten, werden andere Muskelpartien nicht mehr gedehnt und der mit der Dehnung und Bewegung verbundene Stoffwechsel in Muskeln und Faszien läuft nicht mehr uneingeschränkt ab. Gerade bei Patienten mit Morbus Bechterew ist dieser eingeschränkte Stoffwechsel entscheidend für die typischen Entzündungsreaktionen. 656 Muskeln besitzen wir Menschen, alle sind umgeben von Faszien und Weichteil-Komponenten des Bindegewebes – und wir nutzen nur einen Bruchteil davon. Überspannungszustände entstehen, die einen erheblichen Einfluss auf das Schmerzgeschehen in unserem Körper haben.

In der von Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht entwickelten Schmerztherapie steht der Alarmschmerz im Mittelpunkt. Nach Liebscher & Bracht speziell ausgebildete Therapeuten und Ärzte setzen dabei über Osteopressur gezielt Anreize direkt an der Knochenhaut, sodass die Alarmschmerz-Rezeptoren stimuliert werden. Das Ziel dabei: Die Hirnprogramme in den Basalganglien anzusteuern und zurückzusetzen, damit die Überspannungen von Muskeln und Faszien wieder auf ein Normalmaß zurückgehen. Dem Gehirn wird so signalisiert, dass die muskulär-faszialen Spannungen die Körperstruktur nicht mehr weiter bedrohen. Der Schmerz lässt dann spürbar nach.

Die Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit ganz unterschiedlichen Beschwerden gibt uns jeden Tag erneut recht und zeigt uns, wie einfach es sein kann, das Schmerzgeschehen aktiv zu beeinflussen. Meist gelingt es uns mit nur einer Behandlung die Schmerzen deutlich zu lindern. Ganz wichtig ist jedoch, dass Patienten über die Entstehung Ihrer Schmerzen umfassend informiert sind und erkennen, dass sie selbst entscheidendes Einflusspotential auf ihre Lebensqualität haben. Grundvoraussetzung dafür ist eine konsequente Änderung von etablierten Bewegungsmustern. Denn sonst schleichen sich die schädlichen Bewegungsabläufe wieder ein, die muskulär-faszialen Überspannungen treten erneut auf und die Schmerzspirale setzt sich wieder in Gang. Mit Osteopressur in Verbindung mit den Übungen nach Liebscher & Bracht für Morbus Bechterew-Erkrankte kannst du dich selbst schmerzfrei halten. Engpassdehnungen sollten dabei Teil deines Alltags werden – zum Beispiel in einer unserer speziellen Engpassdehnungsgruppen, in denen wir dich gerne dauerhaft weiter begleiten. Hilfreiche Übungen, die du ganz einfach zu Hause machen kannst, findest du zudem in unserem Online-Schmerzcoach.

4.7. Nachhaltige Schmerzlinderung bei Morbus Bechterew nach Liebscher & Bracht

Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht eröffnet dir die Chance, deine Schmerzen durch Osteopressur und Engpassdehnungen zu lindern. Dies geschieht ohne die schulmedizinischen Ansätze wie die Einnahme von Medikamenten und die Durchführung von Operationen. Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht verfolgt neuartige Therapieansätze, die den Grundgedanken verfolgen, dass Fehlspannungen deine Schmerzen verursachen und nicht, dass die Schmerzen zu Fehlspannungen in den Muskeln und Bändern führen. Der Schmerz an sich wird als Alarmsignal des Körpers verstanden. Hier nimmt die Schmerztherapie ihren Anfang. Durch eine besondere manuelle Behandlungstechnik – die Osteopressur – sendet der Schmerztherapeut mit der Hand Impulse an die Rezeptoren in der Knochenhaut. Beim Morbus Bechterew sind das in allererster Linie die Knochen deiner Wirbelsäule und des Beckens. Das Gehirn erhält daraufhin das Signal, deine Bewegungen neu zu ordnen. Der Schmerz wird sozusagen ausgeblendet, um einen Neustart für die bestmögliche Bewegungs- und Funktionsfähigkeit zu schaffen.

4.8. Das Therapiekonzept nach Liebscher & Bracht – effektive Übungen bei Morbus Bechterew

Um die Beweglichkeit zu erhalten, sind aktive Bewegungsübungen in jedem Stadium der Erkrankung wichtig. Im Frühstadium helfen die Übungen, um einer Versteifung des Bewegungsapparates vorzubeugen. Im fortgeschrittenen Stadium geht es darum, die Symptome zu lindern. Dazu ist die Faszien-Rollmassage nach Liebscher & Bracht für Bechterew-Patienten besonders geeignet. Die intensive Rückenübung regt den gestörten Stoffwechsel in Muskeln und Faszien an und sorgt dafür, dass Stoffwechselprodukte besser abgebaut werden. Zusammen mit dem Patienten wird ein individuelles Übungsprogramm ausgearbeitet, das regelmäßig durchgeführt werden soll. Auch andere sportliche Aktivitäten lassen sich gut in das Bewegungsprogramm integrieren.

Nach Liebscher & Bracht haben Schmerzen beim Morbus Bechterew nicht direkt mit den im Blutbild nachzuweisenden, entzündlichen Prozessen zu tun. Schmerzen können durch Osteopressur und spezielle Übungen deutlich reduziert werden. Die Übungen lassen sich in Abhängigkeit vom Bewegungsstatus vom Patienten täglich durchführen. Durch regelmäßiges Wiederholen wird sich die Beweglichkeit nach und nach verbessern. Dazu sind jedoch vor allem zwei Dinge erforderlich: Geduld und Disziplin. Auch ergänzende physikalische Maßnahmen wie Wassertherapie, Massagen, Kälte- oder Wärmetherapie sind empfehlenswert. 

Das Akutbehandlungskonzept wurde bereits vor vielen Jahren von Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht entwickelt. Heute wird das Konzept unter anderem zur Behandlung von Morbus Bechterew Erkrankungen erfolgreich angewendet, indem entstehende, Schmerz verursachende muskulär-fasziale Überspannungen ohne die Verwendung von konventionellen Medikamenten abgebaut werden. Bei der besonderen Form der Schmerztherapie spielen sogenannte interstitielle Rezeptoren eine entscheidende Rolle. Werden die Wirbel durch eine muskulär-faszial erhöhte Überspannung zu stark aufeinander gepresst, senden die Rezeptoren einen Schmerzimpuls an das Gehirn. Diese warnende Information, die in der Form von Schmerzsignalen auftritt, wird als „Alarmschmerz“ bezeichnet.

5. Übungen nach Liebscher & Bracht gegen Morbus Bechterew

🎥 In diesem Video zeigt Roland Liebscher-Bracht Übungen, die Ihnen bei Morbus Bechterew helfen könnten: