Nacken- und Kopfschmerzen in 10 Minuten loswerden

Um einen Teil unseres Körpers kümmern wir uns meistens erst, wenn es schon zu spät ist: den Nacken. So entscheidend er für die Beweglichkeit des Kopfes und Oberkörpers ist, so anfällig ist er auch für diverse Störungen. Weil der Nacken den Übergang zwischen Rückenmuskulatur und Kopf bildet, führen Verspannungen im Nackenbereich häufig auch zu Kopfschmerzen.

Die Ursachen für Kopf- und Nackenschmerzen sind unter anderem Dysbalancen in der Muskulatur. Sie entstehen beispielsweise durch sich wiederholende Bewegungsabläufe im Alltag oder einseitige Belastungen wie durch eine falsche Haltung.

Im unserem Video zum Mitmachen zeigen wir dir, mit welcher Übungsroutine du deine Nacken- und Spannungskopfschmerzen dauerhaft beseitigen kannst. Für weitere Informationen wirf gerne einen Blick in unser FAQ am Ende der Seite.

Möchtest du noch mehr Übungen für einen befreiten Nacken? Dann lade dir direkt unseren kostenlosen PDF-Ratgeber gegen Nackenschmerzen und Kopfschmerzen herunter.

Roland Liebscher - Bracht lächelt in die Kamera. Es ist nur sein Kopf zu sehen und ein runder Kreis ist um ihn herum gezogen.

Roland Liebscher-Bracht

Bestseller-Autor & Schmerzspezialist

Ein weißer Haken ist in einem khaki-farbenen Schild zu sehen.

Geprüft von: Dr. med. Egbert Ritter

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Häufig gestellte Fragen: Nackenschmerzen und Kopfschmerzen

 

Wann muss ich mit Nackenschmerzen zum Arzt?

Meistens haben Betroffene eine Nackenverspannung: Die Muskulatur im Nackenbereich ist verhärtet und steht unter einer zu hohen Spannung. Das schränkt die Bewegungsfähigkeit ein, ist unangenehm und kann Migräne oder Kopfschmerzen erzeugen. Bei folgenden Begleitsymptomen und nach einem Unfall solltest du aber aufmerksam sein:

  • Schwindel
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kribbeln, Lähmungserscheinungen, Missempfindungen in Armen und Beinen
  • Sehstörungen
  • motorische Einschränkungen

In diesen Fällen können verschiedene Erkrankungen wie ein Bandscheibenvorfall oder Nervenschäden vorliegen. In unserem Schmerzlexikon-Artikel zu Nackenschmerzen liest du, wann du zu deiner Ärztin oder deinem Arzt gehen solltest.

Was kann Nackenschmerzen auslösen?

Für einen Großteil der Nackenschmerzen finden Ärztinnen und Ärzte keine konkrete medizinische Ursache. Oft resultieren Nackenschmerzen aus alltäglichen Fehlhaltungen, die zu muskulär-faszialen Überspannungen (Muskelverspannungen) führen. Folgendes kann Nackenbeschwerden auslösen:

  • Fehlhaltungen, zum Beispiel durch Büroarbeit
  • Überlastung, zum Beispiel beim Sport oder auch bei körperlicher Arbeit
  • Rundrücken
  • verkürzte Muskulatur und erhöhter Muskeltonus
  • kalte Zugluft am Hals
  • falsches Kissen, falsche Schlafposition
  • Unfall, Schleudertrauma, Verletzungen der HWS
  • Verschleiß der Wirbelsäule, zum Beispiel Bandscheibenvorfall
  • entzündliche Prozesse im Körper
  • Erkältung und Virusinfektion
  • Hormonveränderung in den Wechseljahren
  • Stress, Depressionen und Ängste
  • Mineralstoffmangel

Mehr Informationen findest du in unserem Schmerzlexikon-Artikel zu Ursachen von Nackenschmerzen.

Was hilft schnell bei Nackenschmerzen?

Dehnungen und Bewegung der Muskulatur sind das A und O bei einer Muskelverspannung. Bei heftigen Nackenschmerzen hilft kurzfristig auch Wärme in Form von Wärmepflastern oder durchblutungsfördernden Salben. Wenn der Nacken steif ist und keine Bewegung zulässt, können Betroffene auch einmalig Schmerzmittel nehmen.

Schmerzmittel sind keine Dauerlösung und nur im Akut-Fall zu empfehlen. Langfristig helfen können Dehnübungen. Wenn du aber zur Tablette greifst, nutze die gewonnene Schmerzfreiheit und versuche dich im Üben.

Wie lange dauert eine Nackenverspannung?

Eine gewöhnliche Nackenverspannung klingt meistens nach wenigen Tagen ab. Gezielte Dehnungen und Wärme lockern die Nackenmuskulatur. Solltest du öfter unter einer verhärteten Muskulatur im Nacken leiden, deutet das auf Fehlhaltungen oder eine Überlastung im Alltag hin.

Auf Dauer solltest du darauf achten, diese Überspannung regelmäßig durch Dehnübungen auszugleichen, um Schädigungen an der Halswirbelsäule zu vermeiden.

Wann sind Kopfschmerzen gefährlich?

Kopfschmerzen sind für viele Menschen Alltag und können meistens auf muskulär-fasziale Überspannungen zurückgeführt werden. In dem Fall sind sie auch nicht akut gefährlich. In Kombination mit anderen Begleitsymptomen –  wie Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen oder Lähmungen – können Kopfschmerzen aber auf bestimmte Erkrankungen oder auch auf einen Notfall hindeuten:

  • Tumor im Gehirn: Vor allem, wenn du heftige einseitige Schmerzen im Schläfenbereich spürst (vermeintliche Cluster-Kopfschmerzen) solltest du eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
  • Schädigung des Sehnervs (Glaukom, Grüner Star): In Kombination mit Augenschmerzen (wie getrübte Hornhaut, Augenrötung), Übelkeit und Erbrechen kann es sich um einen Notfall handeln.
  • Hirnhautentzündung (Meningitis): Ein schmerzhafter steifer Nacken, Fieber, Abgeschlagenheit und starke Kopfschmerzen könnten die Folgen entzündeter Gehirn- und Rückenmarkshäute sein. Eine ärztliche Diagnose mit anschließender Behandlung sollte schnell stattfinden.
  • Halsschlagaderriss: Wenn nach einem Unfall Übelkeit und ein von Hals und Schädel ausstrahlender Schmerz in die Augenhöhle, Tinnitus, Schwindel sowie Kopf- und Nackenschmerzen auftreten, brauchen Betroffene sofort ärztliche Hilfe.
  • Subarachnoidalblutung: Spontane oder traumatische Hirnblutungen. Der Kopfschmerz fühlt sich vernichtend an.
  • Schlaganfall: Sollten zu dem Kopfschmerz (typischer Hinterkopfschmerz) Sprach-, Seh- und Sensibilitätsstörungen, Lähmungen (gegebenenfalls halbseitig in Gesicht, Arm und dergleichen), Schwindel, ein pelziges Gefühl auf der Zunge sowie Taubheitsgefühle auftreten, handelt es sich um einen Notfall.
Was sagt der Ort über die Kopfschmerzen aus?
  • Kopfschmerzen an der Stirn: Sie gehen meistens auf eine überhöhte muskulär-fasziale Spannung zurück. Diese Spannung kann im oberen Rücken, im Nacken, und auch in der Gesichtspartie (Auge und Kaumuskulatur) auftreten. Ursachen sind in den meisten Fällen einseitige Bewegungsmuster, vieles Sitzen und wenig Ausgleich.
  • Kopfschmerzen am Hinterkopf: Schmerzen am Hinterkopf sind ebenfalls meistens harmlos. Sie fühlen sich dumpf drückend an, bestehen eher beidseitig und können über die Kopfseiten in die Stirn ziehen. Dehnübungen können die Beschwerden lindern. Bei auftretendem Schwindel, Übelkeit, Erbrechen oder Lähmungserscheinungen sowie Sprach-, Gang- oder Sehstörungen solltest du allerdings eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
  • Kopfschmerzen an der Schläfe: Sie treten typischerweise im Rahmen von primären Kopfschmerzformen wie dem Spannungskopfschmerz, Cluster-Kopfschmerz oder der Migräne auf. Häufig sind psychosozialer Stress, Druck und Anspannungen der Kopf- und Gesichtsmuskeln die Auslöser. Ebenso möglich sind Fehlsichtigkeit oder falsch angepasste Sehhilfen.
  • Einseitige Kopfschmerzen: Kopfschmerzen nur auf der rechten oder linken Seite sind charakteristisch für Migräneattacken oder die trigeminoautonome Erkrankung Cluster-Kopfschmerz. Übelkeit und Erbrechen sowie Aura-Symptome (Lärm-, Geruchs- und Lichtempfindlichkeit) können auftauchen. Den Cluster-Kopfschmerz kennzeichnet vor allem ein gerötetes und tränendes Auge.
Was hilft am schnellsten gegen Kopfschmerzen?

Sehr wirksam gegen Kopfschmerzen sind:

  • Dehnübungen und sanfte Bewegung
  • Pfefferminzöl: Zehn Prozent davon in Ethanol aufgelöst, verteilst du auf deiner Stirn, deinen Schläfen und deinem Scheitel, sodass sich schnell eine muskelentspannende, kühlende und stoffwechselanregende Wirkung breitmachen kann.
  • Wasser trinken
  • Kaffee
  • stressreduzierende Tätigkeiten

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