Übungen gegen O-Beine

Bei O-Beinen (Genu varum) oder X-Beinen (Genu valgum) kommt es zu einer Abweichung der Beinachse: Die Knie bewegen sich entweder weiter nach außen oder weiter nach innen. Die Fehlstellungen sind nicht immer auf den ersten Blick sichtbar. Manchmal muss ein Röntgenbild Aufschluss über die Achsabweichung geben.
Neben der optischen Veränderung können auch Schmerzen mit der Beinachsen-Abweichung zusammenhängen. Das Kniegelenk wird ungleichmäßig belastet, was Probleme mit der Hüfte, dem Rücken und den Füßen befördert. Wenn die O-Beine nicht angeboren sind, ist es wahrscheinlich, dass ein Ungleichgewicht in der Muskulatur hinter der Fehlstellung steckt.
Durch Dehnungen der Beinmuskulatur kannst du diese Dysbalancen in der Beinachse wieder in den Griff bekommen. In der Übungsbeschreibung findest du eine Übung gegen O-Beine. Für noch mehr Dehnungen kannst du dir unseren kostenfreien Ratgeber gegen Beinschmerzen herunterladen.
Woher kommen O-Beine?
- Zu hohe Spannungen an Muskeln und Faszien der Beine wirken sich langfristig ungünstig auf die Kniegelenke aus.
- Fußballerinnen und Fußballer haben häufiger O-Beine, weil sie im Sport eher einseitige Bewegungen mit den Beinen durchführen.
- Bleibt diese ungleiche Verteilung der Zugkräfte lange Zeit bestehen, schieben sie die Kniegelenke nach außen. Die Gelenkauflageflächen der Knie erfahren eine asymmetrische Belastung. Es kommt vermehrt zu Gelenkabrieb und auch zu Schmerzen.
Neben der Fehlbelastungen aufgrund muskulär-faszialer Spannungen können in einzelnen Fällen auch Knochenbrüche, Überlastungen durch Übergewicht oder Tumore Auslöser für Fehlstellungen der Beinachse sein.
Symptome von O-Beinen
Eine Achsabweichung in den Beinen kann unterschiedliche Beschwerden verursachen:
- Schmerzen in den Knien sind besonders häufig und weisen auf die typische Abnutzung an den stark beanspruchten Gelenken hin. Sowohl der Knorpel als auch der Meniskus können Schäden davontragen.
- Einseitige muskulär-fasziale Spannungen wirken sich auch auf den gesamten Körper aus: Knick-Senk-Füße bilden sich häufiger aus, weil die Füße und Sprunggelenke die falschen Bewegungsmuster kompensieren wollen. Aufwärts treten vermehrt Schmerzen im Bereich der Hüfte und der Wirbelsäule auf.
Was kannst du gegen Fehlstellungen in den Beinen tun?
- Wenn du nicht sicher bist, woher deine Beschwerden kommen, kannst du beispielsweise durch ein Röntgenbild oder eine Laufanalyse deine Beinstellung von einer Fachärztin oder einem Facharzt kontrollieren lassen.
- Um die zu hohen Spannungen an der Innenseite deiner Oberschenkel abzubauen, empfehlen wir dir, regelmäßig die folgende Dehnübung in deinen Alltag zu integrieren.
Dehnung gegen O-Beine

- Stelle dich breitbeinig hinter einen Stuhl oder an einen Tisch. Halte dich an der Lehne oder an der Tischkante fest, um die folgende Übung langsam und kontrolliert auszuführen.
- Gehe in kleinen Schritten mit deinen Füßen in die Grätsche. Gewöhne dich langsam an die Dehnung und spüre den Zug deiner Muskeln und Faszien an der Innenseite der Beine. Es darf ruhig ordentlich ziehen, du solltest aber weiterhin ruhig atmen können. Je öfter du die Übung machst, desto mehr entspannen deine Muskeln und Faszien und es wird von Mal zu Mal angenehmer.
- Bleibe für etwa 2 Minuten und wiederhole die Übung täglich.
ca. 2 Min.
Hilfsmittel: Stuhl, etwas zum Festhalten
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Über diesen Artikel


Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg
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