Sehnenscheidenentzündung – So wirst Du Deine Schmerzen los!

Alle Informationen zu den Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten von einer Sehnenscheidenentzündung

Frau hält sich den durch die Sehnenscheidenentzündung schmerzende Arm

© Lars Zahner – Fotolia.com

Arbeiten Sie viel am PC und mit der Maus? Mussten Sie belastende und ungewohnte Tätigkeiten im Garten durchführen, wie etwa Heckenschneiden? Haben Sie ungewöhnlich viel mit der Hand geschrieben? Oder spielen Sie vielleicht gerne und viel Klavier oder ein Saiteninstrument? Dann kennen Sie bestimmt auch die Schmerzen im Handgelenk und im Sehnenverlauf, die quälen, brennen und belasten und Bewegungen teils unmöglich machen. Berühmte Pianisten, wie zum Beispiel der chinesische Virtuose Lang-Lang, haben wie Sie damit zu kämpfen. Meistens treten die Schmerzen im Bereich der Handgelenke auf und zeigen sich mit Schwellungen sowie Rötungen im Verlauf der Sehnen. Diese Symptome deuten auf eine akute Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) hin. Sind Sie davon betroffen, spüren Sie einen stark ziehenden Schmerz an den Sehnen im Handgelenk und im Unterarm, der bei Bewegungen auftritt.

Wir verraten Ihnen in diesem Artikel, wie Sie eine Sehnenscheidenentzündung und die dabei auftretenden Schmerzen effektiv und schnell behandeln können – ganz ohne Medikamente.

Ungewohnte und stark belastende Tätigkeiten wie Gartenarbeiten, bestimmte Sportarten, Übungen im Fitnessstudio oder langes Arbeiten am Computer können ursächlich für die anfangs leichten Schmerzen sein. Mit der Zeit werden die Schmerzen schlimmer und können sich ausbreiten. Meist lässt sich die Sehnenscheidenentzündung schnell diagnostizieren, wenn die Schmerzen beschrieben werden. Der Mediziner tastet die schmerzende Stelle ab und führt einen Bewegungstest durch. Bei unklaren Symptomen hilft eine Ultraschall-Untersuchung. Knochen sind nicht betroffen, weshalb eine Röntgenuntersuchung nicht erforderlich ist. Liegt die Vermutung nahe, dass die Schmerzen durch eine rheumatische Erkrankung verursacht wurden, erfolgt eine Blutuntersuchung. Eine Sehnenscheidenentzündung ist von einem Karpaltunnelsyndrom zu unterscheiden. Ist die Sehne entzündet, erkennt man die Entzündung durch eine Art raues „Knörzeln“ der Sehnen beim Bewegen.

Sehnen entlasten

Um Patienten schnell schmerzfrei zu bekommen, verordnen Mediziner in der Regel vor allem Ruhigstellen, gegebenenfalls Kühlung und entzündungshemmende Salben oder Schmerzmedikamente. Die Problemstelle kann durch stützende Bandagen „ruhig gestellt“ werden. Oft kann die Sehnenscheidenentzündung durch leichte Verhaltensänderungen verhindert werden. Statt medikamentös zu behandeln, helfen Ihnen die richtigen Übungen, eine Sehnenscheidenentzündung vorbeugen. Flache Tastaturen oder ergonomische Mäuse entlasten die Sehnen und sind ein erster kleiner Schritt in eine schmerzfreie Zukunft.

Sanfte Therapie und Hilfe zur Selbsthilfe bei einer Sehnenscheidenentzündung

Statt mit Medikamenten und Ruhigstellung kann Ihnen mit einer einfachen Behandlung nach Liebscher & Bracht schnell Linderung verschafft werden. Die Anwendung der Osteopressur kann das Leiden oft schon nach der ersten Behandlung so stark minimieren, sodass lediglich noch 0 bis 30 Prozent Restschmerz verbleiben.

Selbsthilfe mit Übungen nach Liebscher & Bracht

Eine akute Sehnenscheidenentzündung stresst den Patienten, denn normale Alltagshandlungen verursachen schlimme Schmerzen, und auch im Ruhemodus ziehen die Schmerzen teilweise bis in die Schulter. Statt Medikamente einzunehmen und damit nicht ursächlich an die Beschwerden heranzugehen, zeigen Ihnen nach Liebscher & Bracht qualifizierte Schmerzspezialisten, wie Sie selbst aktiv werden können. Sie arbeiten zunächst unter Anleitung eines Therapeuten und sind dann später in der Lage, Übungen alleine oder in einer unserer Engpassdehnungsgruppen durchzuführen. Dadurch entlasten Sie die Sehne, das betroffene Schmerzumfeld und können sich selbst helfen. Bei der Sehnenscheidenentzündung handelt es sich um eine starke Überlastung, die jedoch nicht nur mit Ruhigstellung oder Medikamenten behandelt werden sollte. Sie können durch die therapeutischen Übungen nach Liebscher & Bracht selbst aktiv werden und aus dem Modus der beständigen Überspannung und Überforderung Ihrer muskulär-faszialen Strukturen ausbrechen. Die Symptome der Sehnenscheidenentzündung werden schnell gelindert und Sie können wieder alle alltäglichen Arbeiten schmerzfrei ausführen. Gerne zeigen wir Ihnen, wie gut das funktioniert.

Was wirklich gegen Sehnenscheidenentzündung hilft

Es sind die kleinen Dinge, die sich im Laufe der Zeit summieren und die schmerzvolle Sehnenscheidenentzündung verursachen. Nach Liebscher & Bracht ist kein aufwendiger Therapieplan nötig oder das Erlernen von komplizierten Übungen. Wir setzen auf einfache, aber effektive Übungen, die Ihnen helfen, im Alltag sorgsamer zu sein. Sie sollen dabei lernen, achtsamer mit sich umzugehen. Wie genau funktioniert das? Wenn Sie einen unserer qualifizierten Schmerztherapeuten aufsuchen, wird er zunächst mit Osteopressur Reize direkt an der Knochenhaut setzen, die Ihrem Gehirn signalisieren: Der Alarmschmerz kann abgestellt werden. Wir kommen dabei ohne Schmerzmittel wie Diclofenac oder gar Cortison aus. Durch gezielte Übungen können Sie selbst etwas gegen Ihre Sehnenscheidenentzündung tun, die sehr wahrscheinlich durch zu starke sowie monotone Bewegungsabläufe hervorgerufen wurde. Unsere Übungen nach Liebscher & Bracht zielen darauf, die überforderten und überspannten Sehnen in Ihrem Handgelenk zu dehnen. Die Übungen erlernen Sie zunächst unter therapeutischer Anleitung. Später sind Sie selbst in der Lage, die Übungen durchzuführen. Dadurch können Sie nicht nur Schmerzfreiheit, sondern auch ein besseres Lebensgefühl erreichen.

Wir geben Ihnen in unserem Schmerzlexikon einen umfassenden Überblick über die Symptome, die Ursachen und die Behandlung einer Sehnenscheidenentzündung. Dabei stellen wir die herkömmliche Herangehensweise an die Beschwerden unserer speziellen Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht gegenüber. Nur so viel vorneweg: Wir wissen aus unserer langjährigen Erfahrung in der Behandlung von Schmerzpatienten, dass sich auch die Sehnenscheidenentzündung ohne Medikamente sehr gut behandeln lässt. Erfahren Sie hier, wie das funktionieren kann!

Kleiner Exkurs in die Anatomie des Handgelenks

Die Sehnenscheide besteht aus zwei Schichten, ähnlich wie eine Gelenkkapsel. Die äußere Schicht wird als Stratum fibrosum (Faserschicht) bezeichnet, die innere als Stratum synoviale. Die äußere Faserschicht geht am Ansatz der Gelenkkapsel in die Knochenhaut über, die medizinisch als Periost bezeichnet wird. Die Faserschicht besteht aus straffem Bindegewebe, das die mechanische Festigkeit des Gelenkes vorgibt und für einen reibungslosen Bewegungsablauf sorgt. Das Stratum synoviale bildet den inneren Bereich der Gelenkhöhle und setzt sich aus mehreren Flüssigkeitslagen zusammen, die als Synovialozyten bezeichnet werden. Die innere Synovialschicht bildet eine Doppellamelle, die mit dem umliegenden Bindegewebe äußerlich und mit der Sehne innerlich verbunden ist. Dazwischen befindet sich ein mit zäher Gelenkschmiere gefüllter Raum. Die Schmiere verhindert Reibungen und sorgt für die Geschmeidigkeit des Gewebes. Druck und Belastung von außen sollen durch diesen Aufbau weitestgehend reduziert werden. Dabei konzentriert sich die Gelenkschmiere vor allem an stark beanspruchten Stellen. Die Sehnenscheide ist für Überbelastungen durch schnelle, gleichbleibende und strapazierende Bewegungsabläufe und für Überreizungen sehr anfällig. Eine solche Überbeanspruch oder auch eine Verletzung der Sehnenscheide kann ursächlich für eine Sehnenscheidenentzündung sein. Veränderungen an den Sehnenscheiden werden unter dem medizinischen Oberbegriff Tendovaginopathien zusammengefasst.

Die Sehnenscheidenentzündung ist eine der häufigsten Erkrankungen im Bereich der Hände. Anhand der Entzündungsintensität unterscheiden Mediziner dabei verschieden Arten:Die Sehnenscheide besteht aus zwei Schichten, ähnlich wie eine Gelenkkapsel. Die äußere Schicht wird als Stratum fibrosum (Faserschicht) bezeichnet, die innere als Stratum synoviale. Die äußere Faserschicht geht am Ansatz der Gelenkkapsel in die Knochenhaut über, die medizinisch als Periost bezeichnet wird. Die Faserschicht besteht aus straffem Bindegewebe, das die mechanische Festigkeit des Gelenkes vorgibt und für einen reibungslosen Bewegungsablauf sorgt. Das Stratum synoviale bildet den inneren Bereich der Gelenkhöhle und setzt sich aus mehreren Flüssigkeitslagen zusammen, die als Synovialozyten bezeichnet werden. Die innere Synovialschicht bildet eine Doppellamelle, die mit dem umliegenden Bindegewebe äußerlich und mit der Sehne innerlich verbunden ist. Dazwischen befindet sich ein mit zäher Gelenkschmiere gefüllter Raum. Die Schmiere verhindert Reibungen und sorgt für die Geschmeidigkeit des Gewebes. Druck und Belastung von außen sollen durch diesen Aufbau weitestgehend reduziert werden. Dabei konzentriert sich die Gelenkschmiere vor allem an stark beanspruchten Stellen. Die Sehnenscheide ist für Überbelastungen durch schnelle, gleichbleibende und strapazierende Bewegungsabläufe und für Überreizungen sehr anfällig. Eine solche Überbeanspruch oder auch eine Verletzung der Sehnenscheide kann ursächlich für eine Sehnenscheidenentzündung sein. Veränderungen an den Sehnenscheiden werden unter dem medizinischen Oberbegriff Tendovaginopathien zusammengefasst. Die Sehnenscheidenentzündung ist eine der häufigsten Erkrankungen im Bereich der Hände. Anhand der Entzündungsintensität unterscheiden Mediziner dabei verschieden Arten:

• Die seröse Sehnenscheidenentzündung, bei der der Schmierfilm betroffen ist.

• Die fibrinöse Sehnenscheidenentzündung, bei der das Fasergewebe in Mitleidenschaft gezogen ist.

• Die nekrotisierende Sehnenscheidenentzündung, bei der Gewebe abstirbt (Nekrose).

• Die phlegmonöse Sehnenscheidenentzündung, bei der es sich um eine schwere Entzündung handelt, die eitrig verläuft und sich ausbreitet.

Je nach Intensität wird ein Arzt entzündungshemmende Schmerzmittel oder gar Antibiotika, Kühlung und viel Ruhe verordnen.

✉ Erhalte kostenlos die neusten Tipps & Übungen gegen deine Schmerzen:

Melde dich für unseren kostenlosen Schmerzfrei-Newsletter an, damit du regelmäßig die wichtigsten Informationen für eine effektive Behandlung deiner Schmerzen bekommst:

""
1
keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

✉ Erhalte kostenlos die neusten Tipps & Übungen gegen deine Schmerzen:

Hier klicken um Tipps und Übungen zu erhalten

1. Entstehung: Wie entsteht eine Sehnenscheidenentzündung

Bei der Diagnose Sehnenscheidenentzündung spricht der Arzt auch von Tendovaginitis oder Tenosynovitis. Bei der Sehnenscheidenentzündung hat sich das Gewebe, das die Sehne umhüllt, entzündet.

1.1. Sehnen und Sehnenscheiden

Als Verbindung zwischen Knochen und Muskeln fungieren die Sehnen. Sie bestehen aus Bindegewebe. Die Sehnenscheiden sind dort zu finden, wo eine extrem starke Belastung der Sehnen gegeben ist, also an den Gelenken. Die Spannung der Sehnen über dem Handgelenk ist meist besonders hoch.

Zum Schutz vor Reibungen werden die Sehnen von den Sehnenscheiden geschützt. Im Inneren der Sehnenscheiden befindet sich die Synovia, umgangssprachlich als Gelenkschmiere bekannt. Von ihr wird nicht nur eine Schutzfunktion ausgeübt, sondern es wird auch die Gleitfähigkeit der Sehnen verbessert.

1.2. Entstehung einer Sehnenscheidenentzündung

Obwohl für eine Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) viele Ursachen in Betracht kommen, sind es vordergründig permanente Fehlhaltungen und monotone Bewegungsabläufe über einen langen Zeitraum, die die Entzündung begünstigen.

Wird über Stunden ein und die gleiche, für den Körper ungeeignete Haltung beibehalten, führt dies zu einer Reibung der Sehne über den Knochen. Die Folgen sind eine Abnutzung der Sehnenscheide.

Ebenfalls kann eine lang anhaltende, immer wiederkehrende Bewegung dazu führen, dass es zu einem Aufrauen der Wände der Sehnenscheiden kommt. Unweigerlich führen diese Situation oder auch nur minimale Verletzungen zu einer Sehnenscheidenentzündung.

1.3. Begünstigende Faktoren

1.3.1. Der Arbeitsplatz

An erster Stelle ist als begünstigender Faktor für die Entstehung einer Sehnenscheidenentzündung ein ungeeigneter Arbeitsplatz zu nennen. Um einer Sehnenscheidenentzündung vorzubeugen, ist die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung sehr wichtig. Dabei kommt es entscheidend auf die richtige Höhe des Computertisches ebenso an, wie auf die korrekte Ausrichtung des Monitors. Wurde die Tastatur ungünstig eingestellt und ist die Maus für den Anwender unhandlich, ist eine Sehnenscheidenentzündung im Prinzip schon vorprogrammiert.

An der betroffenen Stelle wird es zu einem stechenden bzw. ziehenden Schmerz kommen. Zusätzlich schwillt der Bereich an, kann gerötet und deutlich wärmer sein. Mit diesen Schmerzen ist es auf Dauer unmöglich, einen ganzen Tag die Arbeit am Schreibtisch weiter zu verrichten.

1.3.2. Monotone Bewegungen

Nicht nur der Beruf, sondern auch Freizeitbeschäftigungen können Verursacher sein. Zu denken ist hier vor allem wieder an die Computertätigkeit. Aber auch die Arbeit am Fließband kann eine Sehnenscheidenentzündung nach sich ziehen. Beispiele für belastende Hobbys für Ihre Sehnenscheiden sind Rudern, Hanteltraining, etc.

Ähnliche starke Belastungen entstehen beim Bodenturnen oder Klettern. Selbst das Spielen von Instrumenten wie,

  • Klavier,
  • Geige oder
  • Gitarre

kann die Ursache für eine Sehnenscheidenentzündung sein.

1.4. Weitere Ursachen

Relativ selten, aber im Kontext einer Sehnenscheidenentzündung ursächlich zu benennen, sind entzündliche Gelenkerkrankungen oder Infektionen. Beispiele hierfür sind:

  • Mykoplasmen,
  • Chlamydien oder
  • Gonokokken.

Sollten sich die Beschwerden, nachdem die entsprechende Stelle geschont wurde, nicht innerhalb kurzer Zeit von selbst deutlich bessern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Sehnenscheidenentzündung einen chronischen Verlauf nimmt.

1.5. Wie Liebscher & Bracht Schmerzen bei Sehnenscheidenentzündung erklären

Unserer Erfahrung nach spielt bei einer Sehnenscheidenentzündung wie auch beim Karpaltunnelsyndrom ein Umstand eine entscheidende Rolle: Weil wir in unserem Alltag nur ein Minimum unseres von der Natur gegebenen Bewegungspotentials einsetzen und nur einen geringen Teil unserer 656 Muskeln durch Dehnung und Anspannung in Bewegung halten, entstehen Überlastungsreaktionen von Muskeln und Faszien. Überall dort, wo in unserem Körper bestimmte Muskeln und Faszien beständig überbeansprucht und andere nicht ausreichend gedehnt werden, kommt es zu regelrechten Überspannungszuständen. Wir wissen, dass Schmerztherapie nur dann dauerhaft für eine Linderung sorgen kann, wenn gezielt an diesen Überspannungszuständen gearbeitet wird. Unsere nach Liebscher & Bracht qualifizierten Schmerzspezialisten wissen, dass es letztlich überforderte Muskeln und Faszien sind, die Schmerzen verursachen. Meist herrscht dabei ein Ungleichgewicht zwischen Dehnung und Anspannung bestimmter Muskeln und Faszien im Körper. Die dabei entstehenden Kräfte wirken sich negativ auf die körperlichen Strukturen aus. Verschleiß entsteht. Über interstitielle Rezeptoren in der Knochenhaut wird dieser Verschleiß registriert. Das Gehirn erhält ein Warnsignal und löst einen sogenannten Alarmschmerz aus. Der Schmerz ist also nicht anderes als die Sprache unseres Körpers, die uns davor warnt, dass wir die Strukturen in unserem Körper verschleißen. Wir helfen Ihnen dabei, diese Sprache Ihres Körpers richtig zu verstehen und die geeigneten Konsequenzen daraus zu ziehen.

Die von Roland Liebscher-Bracht entwickelte Behandlungsmethode mit Osteopressur wenden zahlreiche speziell qualifizierte Ärzte und Therapeuten an. Sie nehmen die Alarmschmerz-Rezeptoren in der Knochenhaut in den Blick und stimulieren diese über Druck. So gelingt es, die muskulär-faszialen Spannungen auf ein normales Maß zurückzuführen und die entsprechenden Hirnprogramme anzusteuern und zu beeinflussen. In der Folge werden die Sehnenscheiden weniger belastet, die Rezeptoren registrieren die nachlassende Belastung und senden die Signale ans Gehirn weiter. Der Alarmschmerz lässt nach, und Ihre Symptome bessern sich nachhaltig. Wir sind selbst immer wieder von neuem beeindruckt, wie bestechend einfach es uns in vielen Fällen gelingt, Schmerzen schnell und nachhaltig zu lindern. Wichtig dabei ist jedoch, dass Sie als Patient dabei mitmachen und konsequent an der Änderung Ihrer Bewegungsmuster arbeiten. Sonst schleichen sich die problematischen Abläufe in Ihrer Bewegung wieder ein und die muskulär-fasziale Überspannung tritt erneut auf. Die Folge ist ein erneuter Alarmschmerz. Wir zeigen Ihnen die Übungen, die Sie nach unserer Anleitung zu Hause durchführen können. Sie helfen Ihnen dabei, sich dauerhaft selbst schmerzfrei zu halten. Wir leiten Sie zunächst in einer unserer Engpassdehnungsgruppen an, um Ihnen eine Langzeitbetreuung zu ermöglichen. Es bleibt dabei Ihrer Entscheidung überlassen, wie oft Sie an diesen Gruppen teilnehmen.

2. Symptome: Wie äußert sich eine Sehnenscheidenentzündung??

Eine Sehnenscheidenentzündung, die auch Tendovaginitis heißt, ist eine Entzündung der Hülle, die eine Sehne umgibt. Sehnen sind dazu da, um verschiedene Muskelpartien im Körper mit den Knochen zu verbinden. Entsprechend hoch ist teilweise auch die Belastung, die auf die Sehnen wirkt, besonders in den Sehnenscheiden, die sich an neuralgischen Punkten wie an den Gelenken befinden. Die Sehnenscheiden erfüllen dort aber eine sehr wichtige Aufgabe, denn sie schonen die Sehnen an diesen Stellen, wo sie starken Beanspruchungen ausgesetzt sind. In diesen Sehnenscheiden befindet sich noch die Synovialflüssigkeit, die umgangssprachlich auch Gelenksschmiere genannt wird. Sie sorgt dafür, dass die Sehne durch diese Hülle gut gleiten kann. Probleme der Sehnenhüllen und daraus resultierende Entzündungen lassen sich in der Regel gut behandeln, vorausgesetzt der betroffene Patient reagiert schnell.

2.1. Welche Ursachen gibt es für eine Sehnenscheidenentzündung?

Grundsätzlich gibt es zwei Hauptursachen, die eine Sehnenscheidenentzündung auslösen können. Die häufigste Ursache ist eine überdurchschnittlich hohe und plötzliche Belastung der Gelenke. Wird ein Bewegungsablauf, bei dem die Sehnen im Bereich der Gelenke länger beansprucht werden, immer wieder durchgeführt, kann die konstante Reibung der Sehnen in der Hülle zu Entzündungen führen. Seltener treten Sehnenscheidenentzündungen durch Infektionen auf, sie sind nicht ausgeschlossen. Voraussetzung dafür müsste jedoch eine Wunde im unmittelbaren Bereich der Sehnenscheide sein. Ist die Hülle geöffnet, dann ist sie sehr anfällig für Bakterien und Erreger wie Streptokokken. Es gibt Hinweise, dass Sehnenscheidenentzündungen durch Erreger wie Borrelien ausgelöst werden können. Eine Sehnenscheidenentzündung, die durch Erreger ausgelöst wird, ist in der Regel aber sehr gut mit Medikamenten therapierbar.

2.2. Wo kann eine Sehnenscheidenentzündung auftreten?

Grundsätzlich kann eine Entzündung der Sehnenscheiden überall dort am Körper auftreten, wo sich diese Kanäle für die Sehnen befinden. Überwiegend kommt es jedoch nur in einigen Bereichen zu Entzündungen, die häufig und übermäßig vielen Belastungen ausgesetzt sind. Oftmals involviert sind die Sehnenscheiden in den Handgelenken und im Bereich des Sprunggelenks. Je nach punktueller Belastung können Sehnenscheidenentzündungen auch im Bereich der Knie und an den Ellbogen auftreten. Überwiegend sind Sportler von Sehnenscheidenentzündungen in den Bereichen anderer Gelenkspartien betroffen. Tennisspieler mit einem Tennisarm leiden ebenfalls an Sehnenscheidenentzündungen im Bereich des Ellbogens. Bei Skiläufern tritt eine Entzündung der Sehnenkanäle überwiegend im Fußstrecker und -beuger auf. Immer häufiger kommt es zu Sehnenscheidenentzündungen bei Menschen, die am Computer arbeiten. Der sogenannte Mausarm tritt beispielsweise bei nicht ergonomischen Arbeitsplätzen auf. Dabei handelt es sich um eine Sehnenscheidenentzündung im Bereich des Handgelenkes, mit dem die Computermaus bedient wird. Beim sogenannten „Mausarm“ kann durch eine langfristige Überbeanspruchung aufgrund einer falschen Haltung am Arbeitsplatz auch der Ellbogen betroffen sein.

2.3. Welche Symptome treten bei Sehnenscheidenentzündung auf?

Typisch für eine Sehnenscheidenentzündung ist eine erhöhte Druckempfindlichkeit der betroffenen Sehnen und umgebenden Muskeln. In schwerwiegenden Fällen kann es einen konstanten Schmerz auch ohne Belastung der entzündeten Bereiche geben. Schmerzen haben betroffene Personen auch, wenn indirekt die Sehnen belastet werden – etwa dann, wenn Muskeln im umgebenden Gewebe angespannt werden. Bleibt eine konstante Belastung aufrecht, dann bleibt in der Regel auch der Schmerz. Dies wird besonders deutlich, wenn beispielsweise die Hand nach unten überstreckt wird, bei einer gebildeten Entzündung im Handgelenk. Bei fortgeschrittenen Entzündungen kann die Stelle merkbar heißer und die Haut gerötet sein. In seltenen Fällen kann bei einer Sehnenscheidenentzündung das betroffene Gelenk auch deutlich angeschwollen sein. Bei chronischen Formen der Sehnenscheidenentzündung kann es zu Verdickungen an der Sehnenscheide kommen, die sich wie kleine Knoten anfühlen. Bei einer Bewegung kommt es dann zu einer Art Knirschen im Gelenk, das auch fühlbar ist. Diese Ursache liegt in der chronisch geschwollenen und damit dauerhaft verdickten Sehnenscheide, aus der die Sehne erst durch eine stärkere Muskelbewegung befreit werden kann. Dieses Knirschen lässt sich aber durch eine geeignete Schmerzbehandlung reduzieren und damit verbunden werden auch die Schmerzen im Gelenk deutlich leichter.

2.4. Können die Symptome auch bei anderen Krankheiten auftreten?

Häufig werden Schmerzen in den Handgelenken mit einem Karpaltunnelsyndrom verwechselt. In diesem Fall schmerzen jedoch nicht die Sehnenscheiden, sondern die Schmerzen gehen von einem Nerv aus. Indirekt kann eine Sehnenscheidenentzündung die Ursache für ein Karpaltunnelsyndrom sein. Da sich nicht nur die Schmerzregion ähnelt, sondern auch die Ursachen sich dafür überschneiden können, wie beispielsweise eine überdurchschnittlich hohe Belastung, wird ein Karpaltunnelsyndrom oft fälschlicherweise als Sehnenscheidenentzündung diagnostiziert. Im Vergleich zur Entzündung der Sehnen ist das Karpaltunnelsyndrom jedoch auf den Bereich der Handgelenke beschränkt und kann nicht in anderen Gelenksbereichen auftreten. Außerdem ist mit dem Karpaltunnelsyndrom eine verminderte Sensibilität der Finger verbunden. Dies kann im fortgeschrittenen Stadium sogar zu einem Taubheitsgefühl in den Fingern führen. Bei einer reinen Sehnenscheidenentzündung bleibt die Empfindung in den Fingern jedoch vollständig erhalten. Da sich in den Anfangsstadien die Krankheiten in den Handbereichen stark ähneln, ist es oft notwendig, die Hand einer umfassenden Untersuchung zu unterziehen. Bei unklaren Krankheitsverläufen wird ein Arzt in der Regel eine Magnetresonanztomografie anordnen, die Aufschluss geben soll, ob es sich um eine Entzündung handelt. Dadurch lässt sich eine Sehnenscheidenentzündung auch von anderen Problemen wie Arthrosen sicher abgrenzen.

2.5. Welche Folgen entstehen, wenn eine Sehnenscheidenentzündung nicht behandelt wird?

Die chronische Form der Sehnenscheidenentzündung geht mit dauerhaften Schmerzen und Bewegungseinschränkung einher. Bei chronisch geschwollenen Sehnenscheiden in den Handgelenken kann es auch zu einer eingeschränkten Bewegung in den Fingern kommen. Dies wird häufig als „schnellende Finger“ bezeichnet, da die Finger erst wieder mit einem Ruck gebeugt werden können und dann nur mit Hilfe wieder in die Ausgangsstellung zurückbewegt werden können. Zudem kann es auch zu einer dauerhaften Schwellung der Finger kommen. Chronische Entzündungen können zudem weitere Entzündungen im Körper begünstigen, was zu gravierenden Folgeerkrankungen führen kann.

2.6. Wie kann einer Sehnenscheidenentzündung vorgebeugt werden?

Eine Sehnenscheidenentzündung ist nicht nur unter professionellen Sportlern verbreitet. Sie ist seit dem Jahr 2006 auch eine anerkannte Berufskrankheit. Was jedoch schwierig ist, ist die Eingrenzung der Berufsgruppen, da viele Berufe und Arbeitsbereiche betroffen sind. Hauptsächlich treten die Beschwerden bei Personen auf, die im Büro mit Computern arbeiten, weshalb es wichtig ist, dass Arbeitsplätze ergonomisch – am jeweiligen Menschen mit seinen individuellen Anforderungen ausgerichtet – gestaltet werden. Während der Belastung der Gelenke ist es wichtig, diese immer wieder zu unterbrechen und zu verändern. Zum Ausgleich können Übungen gemacht werden, die Muskeln und Sehnen entlasten. Zudem ist das Risiko geringer, eine Sehnenscheidenentzündung zu bekommen, wenn Personen behutsam an eine für die Gelenke belastende Tätigkeit herangehen.

✉ Erhalte kostenlos die neusten Tipps & Übungen gegen deine Schmerzen:

Melde dich für unseren kostenlosen Schmerzfrei-Newsletter an, damit du regelmäßig die wichtigsten Informationen für eine effektive Behandlung deiner Schmerzen bekommst:

""
1
keyboard_arrow_leftPrevious
Nextkeyboard_arrow_right

✉ Erhalte kostenlos die neusten Tipps & Übungen gegen deine Schmerzen:

Hier klicken um Tipps und Übungen zu erhalten

3. Ursachen: Was beeinflusst die Sehnenscheidenentzündung?

Die Sehnenscheidenentzündung ist eine Krankheit, die häufig am Handgelenk auftritt. Das Unangenehme an dieser Krankheit – sie kann sehr starke Schmerzen verursachen und Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Die Sehnenscheidenentzündung können Sie ganz leicht an den Schwellungen sowie Rötungen erkennen, die sich im Verlauf der Sehne zeigen. Was genau ist eine Sehnenscheidenentzündung und wie erkennt man Sie?

3.1. Wie erkennt man eine Sehnenscheidenentzündung?

Mediziner bezeichnen diese Krankheit als Tendovaginitis. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Hülle, die die Sehne umgibt. Die Hülle entzündet sich und verursacht die Tendovaginitis. Sehnen findet man überall im menschlichen Körper. Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe, indem sie die Muskeln mit den Knochen verbinden. Die Sehnen verlaufen an den Stellen des Körpers, an denen besondere Belastung sowie Reibung entsteht.

Die Sehnenscheiden spielen beim alltäglichen Bewegungsablauf eine wichtige Rolle. Sie verhindern nämlich, dass sich die Sehnen zu sehr durch Reibung abnutzen. Das Innere der Schutzhülle besteht aus einer Gelenkschmiere, der sogenannten Synovialflüssigkeit. Durch diese Flüssigkeit kann die Sehne ganz einfach hin und her gleiten. Meistens treten die Überlastungen an den Ansatz- sowie Ursprungsstellen der Sehnen auf. Die Ansatzstellen finden Sie an der Hand, der Schulter, dem Ellenbogen sowie am Knie, am Sprunggelenk oder auch an der Achillessehne.

Es kann ganz leicht passieren, dass die Schutzhülle durch monotone Arbeit, zum Beispiel im Büro am Computer oder durch zu viel Sport, überlastet wird. Das führt dann unter Umständen zu einer Entzündung der Sehnenscheiden. Die Mediziner sprechen dann von einer mechanischen Tendovaginitis. An der betroffenen Stelle ruft die Bewegung starke Schmerzen hervor, sodass zum Beispiel das Arbeiten am Computer unmöglich gemacht wird. Des Weiteren kann der Bereich stark anschwellen und sich röten.

3.2. Die Ursachen und Risikofaktoren

Es ist ein sehr seltener Fall, dass die Sehnenscheidenentzündung durch Bakterien hervorgerufen wird. Vielmehr handelt es sich bei einer Tendovaginitis um eine Entzündung, die durch Fehlhaltung, Überlastung, durch zu viel Arbeit oder körperliche Anstrengung verursacht wird. Die Reaktion unseres Körpers auf die Entzündung ist eine Schwellung der Sehne, die dazu führt, dass die Gelenkschmiere nicht mehr für eine optimale Schmierung der Sehne ausreicht. Es kann sogar passieren, dass die Sehne in der Sehnenscheide stecken bleibt. Dadurch nimmt die Entzündung weiter zu und es werden weitere Schmerzen verursacht. Die Sehnen- bzw. Sehnenscheidenoberfläche kann sich durch die Entzündung stark verändern. Die Folge dieser Veränderung äußert sich in einer fühlbaren. bzw. hörbaren Reibung bei jeder Bewegung. Dabei sprechen die Mediziner von einer Tendovaginitis crepitans.

3.3. Wo tritt eine Sehnenscheidenentzündung am häufigsten auf?

Am häufigsten tritt eine Sehnenscheidenentzündung an der Hand auf. Die beiden Beugesehnen der Finger sind stark von der Entzündung betroffen. Es können sich sogar kleine Knötchen in der Sehne bilden. Dadurch kann die Sehne nicht mehr reibungslos gleiten. Man spricht dann von einem „Schnappfinger“ oder wie die Mediziner sagen Tendovaginitis stenosans. Der Daumen ist am häufigsten davon betroffen. Aber auch andere Finger können sich entzünden. Außerdem kann sich die Sehnenscheidenentzündung aus dem rheumatischen Formenkreis entwickeln.

Oft tritt die Sehnenscheidenentzündung an einem Handgelenk auf. An dem sogenannten Übergang zwischen Arm und Hand kann sich die Sehne sehr schnell stark entzünden. Als Ursache nennen die Ärzte eine chronische oder akute Überlastung der Sehnen. Wenn die Sehnenscheidenentzündung auf zu viel Arbeit zum Beispiel am Computer beruht, dann sprechen die Ärzte von einem sogenannten „Mausarm“. Doch auch Prellungen, die während der körperlichen Arbeit entstehen, können die Herausbildung einer Sehnenscheidenentzündung begünstigen.

Behandlung: Was wirklich gegen Sehnenscheidenentzündung hilft

Bei den ersten Anzeichen einer Sehnenscheidenentzündung sollten Sie nicht warten, bis die Schmerzen kontinuierlich oder stärker werden, sondern schnell handeln. Denn je länger Sie mit der Behandlung einer Entzündung warten, desto wahrscheinlicher ist ein chronischer Verlauf der Erkrankung. Neben einem Arztbesuch gibt es effektive Maßnahmen, die Sie direkt zu Hause ergreifen können. Wir zeigen Ihnen gerne, wie wir mit Osteopressur und speziellen Übungen zur Engpassdehnung viel für die Linderung ihrer Beschwerden tun können. Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht wird gerade bei einer Sehnenscheidenentzündung mit großem Erfolg angewendet.

Nehmen wir einmal an, Sie haben sich Ihre Sehnenscheidenentzündung durch Übungen im Fitnessstudio zugezogen. Wir registrieren in unserem Praxisalltag eine deutliche Zunahme der Patienten, die durch die monotonen Bewegungsabläufe im Fitnessstudio über Beschwerden im Handgelenk klagen, die in den Unterarm ziehen. Monotonie in den Bewegungsabläufen betrifft auch Ihre Muskeln und Faszien. Wenn immer wieder die immer gleichen Muskeln und Faszien in den immer gleichen Bewegungswinkeln gedehnt werden und andere dagegen in Untätigkeit verharren, sind Überspannungen auf der einen Seite und mangelnde Dehnung auf der anderen der Beginn von falschen Prozessen in Ihren körperlichen Strukturen, die nicht ohne Konsequenzen bleiben. Nichts anderes geschieht unserer Auffassung nach bei einer Sehnenscheidenentzündung. Auch hier spielen überspannte Muskeln und Faszien auf der einen Seite, und nicht ausreichend gedehnte auf der anderen Seite eine entscheidende Rolle im Schmerzgeschehen. Unsere Patienten mit akuten oder chronischen Sehnenscheidenentzündungen behandeln wir zunächst mit Osteopressur. Was steckt dahinter?

Wir gehen davon aus, dass die überreizten und überspannten Muskeln und Faszien im Bereich der Sehnenscheiden über Rezeptoren in der Knochenhaut Signale an das Gehirn senden. Sie informieren den für die Schmerzen zuständigen Bereich im Gehirn darüber, dass ein Strukturverschleiß droht. Das Gehirn erzeugt einen sogenannten Alarmschmerz. Nichts anderes sind Ihre Beschwerden bei einer Sehnenscheidenentzündung. Wie lässt sich dieser Alarmschmerz wieder abstellen? Der erste Schritt ist eine Behandlung mit Osteopressur bei einem nach Liebscher & Bracht qualifizierten Schmerzspezialisten. Dieser setzt mithilfe der Osteopressur gezielte Reize an der Knochenhaut und signalisiert dem Gehirn so, dass der Alarmschmerz abgeschaltet werden kann. Bei einer Sehnenscheidenentzündung verspüren unsere Patienten bereits nach der ersten Behandlungseinheit eine deutliche Reduktion Ihrer Beschwerden auf ein minimales Restmaß bzw. sind danach sogar beschwerdefrei.

Wie können Sie die eingefahrenen Bewegungsmuster, die in Ihrem Gehirn abgespeichert sind, auf Dauer auflösen? Ganz einfach: Eröffnen Sie sich ein erweitertes Bewegungspotential und sorgen Sie für eine ausreichende Dehnung und geschmeidige Muskeln und Faszien. Dafür zeigen wir Ihnen spezielle Übungen, die Sie regelmäßig in Ihren Alltag einbauen können. So erreichen Sie langfristig eine Besserung Ihrer Symptomatik.

4.1. Effektive Übung nach Liebscher & Bracht bei Sehnenscheidenentzündung

Die Übung, mit der Sie Ihre Schmerzen bei Sehnenscheidenentzündung lindern können, beginnt im sogenannten Vierfüßlerstand auf dem Boden. Die Arme bleiben dabei ausgestreckt, die Handflächen liegen auf und die Finger zeigen nach vorne. Jetzt starten Sie die Übung, indem die Finger der linken Hand langsam nach außen drehen bis sie auf das linke Knie zeigen. Halten Sie Ihren Daumen dabei dicht am Zeigefinger.

Danach ist die rechte Hand an der Reihe. Auch diese wird soweit nach außen gedreht, bis die Finger in Richtung des rechten Knies zeigen. Wichtig ist dabei auch, dass der Daumen dicht am Zeigefinger bleibt und sich beide Hände auf gleicher Höhe befinden. Sie pressen jetzt mit durchgestreckten Armen Ihre Handflächen fest auf den Boden und bewegen den Rumpf dabei langsam nach hinten. Achten Sie auf das, was in Ihren Handgelenken geschieht. Sie verspüren dort Schmerzen. Dennoch sollten Sie Ihren Rumpf bis an den Grenzschmerz heran weiter nach hinten bewegen. Die Übung sollten sie zwei bis drei Minuten lang ausführen. Lösen Sie Übung danach auf, in dem Sie Ihre Position wieder langsam verlassen, die Hände nach vorne drehen und vom Boden abheben.

Stehen Sie auf und bewegen Sie Ihre Hände. Sie können Sie ausschütteln, damit sie sich lockern und entspannen. Ein Tipp noch: Scheuen Sie sich nicht, die Übungen trotz Schmerzen weiter durchzuführen. Wenn keine Schmerzen entstehen, haben Sie die Dehnung wahrscheinlich nicht ausreichend intensiv durchgeführt. Wiederholen Sie diese Übung regelmäßig, auch wenn sich Ihre Beschwerden verbessert haben. Denn nur durch regelmäßige Wiederholungen lösen sich die Überspannungen in Ihren Handgelenken auf Dauer auf.

4.2. Anzeichen erkennen und entgegenwirken

Neben der Osteopressur und der regelmäßigen Anwendung unserer Übungen bei Sehnenscheidenentzündungen können Sie natürlich noch einiges mehr tun, um Ihre Beschwerden nachhaltig zu lindern. Bei den ersten Schmerzen ist es ratsam, dass Sie beginnen, einer Entzündung vorzubeugen. Sie Sollten Ihre Sehnen und Bänder vor stärkeren Belastungen aufwärmen. Sie werden dadurch elastischer und dehnfähiger. Damit kann das Verletzungsrisiko reduziert werden. Sorgen Sie während der Ausübung Ihrer Tätigkeiten für regelmäßige Pausen, in denen Sie Ihre Gelenke auflockern. Nutzen Sie nach Möglichkeit auch zwischendurch Ihre schwächere Seite, um die Belastung auf zwei Arme oder Beine zu verteilen.

4.3. Die Belastung reduzieren

Wenn es zu einer Sehnenscheidenentzündung kommt, die nicht durch eine Infektion oder Rheuma ausgelöst wird, ist es wichtig, der betroffenen Stelle Ruhe zu gönnen. Da die Entzündung häufig durch wiederkehrende Bewegungen, durch Sport oder das Spielen von Instrumenten entsteht, werden zunächst ein paar Tage Pause oder zumindest kürzere Übungseinheiten empfohlen, bis die akuten Schmerzen verschwinden. Entsteht eine Sehnenscheidenentzündung durch Tätigkeiten auf der Arbeit, wird dazu geraten, sich gegebenenfalls krankschreiben zu lassen.

Eine Schiene oder ein Verband können diesen Prozess unterstützen. Während Sie den durch die Sehnenscheide entstehenden Druck lindern, dienen sie zeitgleich als Kompression. Diese sollte aber lediglich einen leichten äußeren Druck bewirken und nicht zu eng anliegen. Eine mehrwöchige Ruhigstellung ist bei einer Sehnenscheidenentzündung nicht unüblich. Achten Sie auch im Schlaf darauf, die Hand in keiner ungünstigen Position zu halten, da dies den Heilungsprozess deutlich erschweren kann.

4.4. Kühlung lindert den Schmerz

Die Schmerzen lassen sich mit Hilfe von Kühlung reduzieren. Sie unterstützt zudem das Abklingen potentiell geschwollener Stellen. Dreimal täglich zehn Minuten mäßiges Kühlen mit Hilfe von Eiswürfeln oder eines Coolpacks können bereits helfen. Benutzen Sie dabei aber immer ein Tuch, um die betroffene Stelle vor einer Unterkühlung zu schützen.

Ebenfalls können bestimmte Wickel eine kühlende Wirkung haben. Ein Wickel aus Quark oder essigsaurer Tonerde mit Wasser angerührt bewähren sich bei einer Sehnenscheidenentzündung. Eine Alternative zu diesen Wickeln sind Moorpackungen.

4.5. Schmerzmittel bei akuten Schmerzen

Zur Hemmung der akuten Entzündung und Linderung des Schmerzes wird Ihnen Ihr Hausarzt mit hoher Wahrscheinlichkeit Schmerzmittel verordnen. Da die Sehnenscheidenentzündung meist an Gelenken auftritt, können Sie mit Salben präzise die betroffene Stelle behandeln. Beachten Sie jedoch: Schmerzmittel sind dabei nicht mehr und nicht weniger als Kosmetik. Sie ändern nichts an den ursächlichen muskulär-faszialen Überspannungen in den Sehnenscheiden, da sie lediglich die Symptome im Blick haben.

4.6. Verfahren bei chronischer Sehnenscheidenentzündung

Nur in seltenen Fällen ist die Behandlung mit Hilfe einer Operation notwendig. Dabei wird die Sehnenscheide gespalten oder teilweise entfernt, um den Druck an der entsprechenden Stelle wegzunehmen. Bei einer lang anhaltenden oder immer wiederkehrenden Entzündung können Krankengymnastik, eine Ultraschall- oder Elektrotherapie entgegenwirken. Weniger verbreitet ist die extrakorporale Stoßwellentherapie. Bei einer chronischen Entzündung sollten Sie von einer Kälte- auf eine Wärmebehandlung umsteigen.

4.7. Tipps gegen Sehnenscheidenentzündung

Arbeiten Sie viel vor einem Computer, dann empfehlen wir Ihnen zuerst, sich eine Handballenauflage zu besorgen. Des Weiteren sorgen reichlich Pausen für eine optimale Entlastung der Sehnen. Bauen Sie also beim Arbeiten immer Ruhepausen ein. Während der Pausen dehnen Sie Ihre Finger in eine andere Richtung und bewegen Sie die Finger hin und her. Lassen Sie sie für eine kurze Zeit locker und entspannen Sie Ihre Hände.

Ferner können Sie Ihre Hände zusammenfalten und für ein paar Sekunden in die andere Richtung gedehnt halten. Nun können Sie wieder loslassen. Schütteln Sie die Hände und entspannen Sie sich. Wiederholen Sie diese Übung einige Male, bevor Sie mit Ihrer Arbeit wieder loslegen.

Dehnen ist ebenfalls ratsam, wenn die Sehnenscheidenentzündung in der Schulter auftritt. Stellen Sie sich an eine Wand und strecken Sie zum Beispiel den linken Arm aus und drehen Sie Ihren Körper in die Gegenrichtung, während Sie den Arm gedrückt an die Wand halten. Halten Sie diese Position einige Sekunden lang. Wiederholen Sie diesen Prozess dann mit dem anderen Arm.

5. Übungen gegen die Sehnenscheidenentzündung, die Sie von zuhause aus machen können

Anleitung: Das musst du machen, um deine Schmerzen loszuwerden

✅ Schritt 1: Wie stark sind deine Schmerzen?

💬 Ich habe (starke) Schmerzen, aber ich kann die im Video gezeigten Übungen einigermaßen ausführen.

Mache direkt mit Schritt 2 weiter.

Du musst keine Angst haben, wenn du die Übungen nicht so perfekt ausführen kannst wie im Video -- das ist normal. Du kannst dich langsam und Stück für Stück an die Übungen herantasten. Du wirst während der Übungen ein Ziehen und Schmerzen spüren, aber auch hier musst du dir keine Sorgen machen, wenn die Schmerzen einigermaßen erträglich sind und du nicht gegenspannen musst.

zu Schritt 2

oder

💬 Ich habe so starke Schmerzen, dass ich die im Video gezeigten Übungen überhaupt nicht ausführen kann und mich durch den Tag quäle.

Suche einen Therapeuten auf.

Unsere Liebscher & Bracht-Therapeuten können deine Schmerzen mithilfe der Osteopressur in wenigen Sitzungen stark reduzieren oder sogar vollständig beheben.
Wichtig: Auch nach der Sitzung beim Therapeuten musst du die Übungen regelmäßig machen, damit du dauerhaft schmerzfrei bleibst.
Über unseren Therapeuten-Finder kannst du geeignete Therapeuten in deiner Nähe suchen.

Therapeuten suchen

 

✅ Schritt 2: Teste unsere Übungen und mache sie regelmäßig!

Unsere kostenlosen Schmerzfrei-Übungen kann jeder ganz einfach von zuhause aus mitmachen -- auch wenn du schon ein künstliches Gelenk hast. Du kannst selbst erfahren, wie deine Schmerzen nach und nach weniger werden. Wichtig ist, dass du die Übungen wirklich regelmäßig machst, damit du schmerzfrei wirst und auch bleibst:

✅ 6 Tage pro Woche
✅ 15 bis 20 Minuten pro Tag
✅ 2 bis 2,5 Minuten pro Übung
Weitere Infos dazu

Hier findest du die Übungen:

Auf unserem YouTube-Kanal findest du hunderte kostenlose Videos gegen deine Schmerzen. Abonniere diesen Gratis-Kanal, um regelmäßig neue Video-Übungen zu bekommen:

Zu den Video-Übungen

Hier findest du Hilfe und Erklärungen:

In unserem Schmerzlexikon findest du alle Erklärungen und Hilfe-Stellungen zu deinen Schmerzen: Wie entstehen sie und welche Übungen helfen am besten dagegen?

Zum Schmerzlexikon

✅ Schritt 3: Unsere Hilfsmittel unterstützen dich, die Übungen effektiver auszuführen!

Verschiedene Hilfsmittel, die wir speziell für unsere Übungen entwickelt haben, unterstützen dich dabei, schmerzfrei zu werden und zu bleiben. Alle Hilfsmittel bekommst du gebündelt in unserem großen Faszien-Set:

Das große Faszien-Set von Liebscher & Bracht

Alle Hilfsmittel im großen Faszien-Set von
Liebscher & Bracht:

✅ Unsere rote Dehnungsschlaufe: Wenn du die Dehnungen in den Videos noch nicht vollständig ausführen kannst, dann kannst du mit der Schlaufe die Dehnung langsam und Schritt für Schritt intensivieren.

✅ Unsere Faszienrollen & -kugeln wurden speziell zur Schmerzbehandlung entwickelt. Mit ihnen kannst du unsere Faszien-Rollmassagen optimal ausführen und so eine gesunde Spannung deiner Muskeln und Faszien unterstützen. Die unterschiedlichen Größen ermöglichen es dir, jeden Körperbereich zu erreichen. Erfahre mehr dazu auf unserer Seite über Faszienrollen.

✅ Unsere Schmerzfrei-DVD stellt dir die besten Übungsvideos zur Schmerzfreiheit für den ganzen Körper zur Verfügung.

Zum Faszien-Set