Warum falsches Krafttraining deine Schmerzen an der Wirbelsäule verstärken kann

Eine Frau auf einem Bootssteg übt ein Bauchtraining zur Kräftigung aus.

Du leidest an einem HWS-Syndrom oder hast Rückenbeschwerden und dir wurde geraten, deine Muskeln durch bestimmtes Training im Fitnessstudio zu kräftigen? Du spürst aber keine Verbesserung oder die Beschwerden werden nur noch schlimmer? Dann kann es sein, dass du durch das Krafttraining die bestehenden muskulär-faszialen Spannungen sogar noch erhöht hast.

Erfahre hier, wie falsches Krafttraining aussieht und welche Übungen bei Schmerzen im Rücken, an der Halswirbelsäule sowie im Knie stattdessen helfen können.

HWS-Syndrom – Definition

Das Halswirbelsäulen-Syndrom umfasst verschiedene Krankheitsbilder und Symptome im Bereich von Hals und Nacken, beispielsweise:

Mehr Informationen über das auch genannte Zervikalsyndrom findest du in unserem Hauptartikel: >> HWS-Syndrom – Ursache, Symptome und Behandlung

Die besten Übungen und Tipps gegen HWS Syndrom

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Ursache deiner Schmerzen

Kenne die Ursache deiner Schmerzen, um zu erfahren, warum ein herkömmliches Krafttraining im Fitnessstudio als Schmerztherapie nicht in Frage kommt:

Nackenschmerzen, Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule, Blockaden, Rückenschmerzen und dergleichen haben ihren Ursprung meist in einer Art „Fehlhaltung“. Wir neigen nämlich dazu, im Alltag immer die gleichen Muskeln zu beanspruchen und einen Großteil unserer Gelenkwinkel zu vernachlässigen.

Klassischerweise sind es die Sitz-Position und das Arbeiten am Bildschirm, die für die meisten Menschen eine einseitige Beanspruchung ihres muskuloskelettalen Bewegungsapparates darstellen.

Bewegungsarmut und das Versäumnis, sich abwechslungsreich zu bewegen, führen zu Verkürzungen und verspannten Muskeln. Im Falle eines HWS-Syndroms sind es die Nackenmuskulatur und jene, die zu den Schultern führt, die verkürzen, genauso wie die vordere Rumpf-Muskulatur.

Verkürzte Muskeln im Nackenbereich und in der Körper-Vorderseite ziehen den Oberkörper nach vorne.

Gegen diesen Zug nach vorne wenden die Rückenstrecker Kraft an. Schließlich möchtest du weiterhin aufrecht sitzen oder stehen können. Du erkennst das Dilemma?

Ein muskuläres Ungleichgewicht oder besser gesagt ein Tauziehen zwischen bereits gekräftigten Muskeln vorne und hinten entsteht. Das führt zu weiteren hohen Spannungen in den Muskeln, die letztlich Druck auf den Bewegungsapparat ausüben und sich in Schmerzen ausdrücken.

Wie das muskuläre Ungleichgewicht genau aussieht, erklärt dir Roland Liebscher-Bracht in diesem Video:

So sieht ein falsches Krafttraining gegen Schmerzen aus

Eine Frau liegt auf einer Übungsmatte auf dem Bauch und hebt ihren Unter- und Oberkörper so hoch an, wie sie kann. Die Position erinnert an eine Person, die fliegt, daher der Name der Übung: Superman.

Vor dem Hintergrund der eigentlichen Ursache von Halswirbelsäulen- und Rückenschmerzen ist es nur logisch, dass, wenn du deine ohnehin gestärkten Muskulaturen weiter aktiv kräftigst, sich der Hartspann einnistet und sich brennende Überlastungsschmerzen melden. 

Das unentwegte Training einer vermeintlich schwächeren Rumpf- und Rückenmuskulatur mit Crunches, Sit-ups, „Superman“-Posen und Co. treibt die Schmerzursache voran: Überhöhte Muskelspannungen müssen daher stattdessen auf ein normales Maß gesenkt werden. Dafür eignen sich am besten Dehnübungen.

Die 6 effektivsten Übungen gegen Rückenschmerzen

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Dehnen gegen Schmerzen

Gegen spannungsbedingte Schmerzen stellen unsere Dehnübung die beste Voraussetzung dar, um eine sofortige und langfristige Linderung erfahren zu können: Du dehnst verspannte Muskeln gezielt auf und sorgst so für den Abbau des erhöhten Muskeltonus. Eine flexible Muskulatur kann dir nicht nur Schmerzen und Erkrankungen wie Arthrose ersparen, sondern auch noch mehr Beweglichkeit schenken.

Lasse dir von uns im Folgenden ein paar Übungen an die Hand geben. Dafür leiten wir dich an unsere spezifischen Übungsseiten weiter.

Übungen bei einem HWS-Syndrom

Bringe deine Nackenmuskulatur mit einer Partie Nacken-Schulter-Dehnung auf Vordermann! Wie´s geht, zeigen wir hier:

>> HWS-Syndrom Übungen: Schmerzen an der Halswirbelsäule lindern

Mit diesen Übungen für die Halswirbelsäule kannst du unter anderem Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und Schmerzen bei Bandscheiben-Vorfällen lindern.

Übungen gegen Rückenschmerzen

Eine Frau steht aufrecht, hat ihre Arme an ihrem Gesäß aufgestemmt und lehnt sich nach hinten.

Rückbeugen, Vorbeugen, Rotationen für die Wirbelsäule, seitliche Beugungen oder der herauf- sowie der herabschauende Hund aus dem Yoga sind genau das, was dein schmerzender Rücken braucht!

Mit ihnen bringst du neue Beweglichkeit in deine Wirbelsäule, schaffst Raum zwischen den Bandscheiben, löst die Verspannungen und beugst sogar Verschleiß vor.

Genau diese Übungen inklusive Video und schriftlicher Anleitung gibt es auf dieser Seite:

>> Bandscheiben retten: So stoppst du den Verschleiß

Übungen gegen Knieschmerzen

Ja, auch bei Knieschmerzen kann ein falsches Krafttraining fatal sein. Hier lösen zu hohe Spannungen in Wade und Oberschenkel die Beschwerden wie durch eine Kniearthrose oder einen Meniskusriss aus.

Übungen, um die Muskeln wieder zu flexibilisieren gibt´s hier für dich:

>> Zwei Übungen bei Knieschmerzen

Dehnen und gleichzeitig kräftigen gegen Schmerzen

Du willst dich dehnen, aber auf ein Krafttraining trotzdem nicht verzichten? Dann versuche es mit unseren therapeutischen Engpassdehnungen. Mit ihnen setzt du gezielt Kräftigungsimpulse in der Dehnung. Das gelingt dir mit Anspannungen.

Informiere dich auf unserer Therapie-Seite: >> Liebscher & Bracht-Schmerztherapie

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