Mikronährstoffe einfach erklärt

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Ernährung im Alter

Dr. med. Petra Bracht

Ärztin & Schmerzspezialistin

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Altern ist ein ganz natürlicher Prozess. Wir alle werden älter und leider gesellen sich mit den Jahren bei den allermeisten Menschen gesundheitliche Probleme dazu. Aber ist das so normal, wie wir es immer meinen? Und warum sind die einen auch mit 80 Jahren noch topfit, während andere sich kaum noch schmerzfrei bewegen können?

„Man ist nur so alt wie man sich fühlt“, heißt es so schön. Wie jung oder alt fühlst du dich?

In diesem Artikel lüften wir kein lang gehegtes Beauty-Geheimnis oder versprechen dir ein faltenfreies Gesicht durch Anti-Aging-Cremes. 

Viel besser: Auf dieser Seite erfährst du,

Dr. med. Petra Bracht

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Eine ältere Dame mit grauen Haaren und Brille steht in einem Busch mit orangenen Blüten. Sie sieht glücklich aus und hält sich mit der rechten Hand an die rechte Gesichtshälfte

© pexels

1. Dein Körper im Wandel – Prozesse des Alterns


In unseren Zwanzigern gehen wir feiern, trinken Alkohol, probieren viele neue Dinge aus, wir fangen vielleicht an zu rauchen, schlafen wenig, ernähren uns nicht besonders gesund und doch steckt das unser Körper über eine bestimmte Zeit ziemlich gut weg. Aber ab 30 hinterlassen unsere ungesunden Entscheidungen dann ihre Spuren. Was ist plötzlich anders? 

Verschiedene Faktoren beeinflussen den Prozess der Alterung. So sorgen

  • eine fettreiche beziehungsweise allgemein eine ungesunde Ernährung,
  • Ärger und Stress,
  • Bewegungsmangel,
  • ein regelmäßiger Alkoholkonsum und
  • Rauchen

dafür, dass unser Körper frühzeitig altert. 

Eine Gruppe von Läufern joggt zusammen auf der Straße

© pexels

Spätestens ab dem dreißigsten Lebensjahr sollten wir regelmäßig etwas für unsere Muskeln, das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel tun. Denn gerade in den späten Zwanzigern und Anfang der Dreißiger ändert sich das Leben der meisten noch einmal drastisch. Der erste Job, langes Sitzen am Schreibtisch, privater oder beruflicher Stress, die ersten Kinder – all diese Veränderungen machen natürlich auch etwas mit unserem Körper.

Wer sich bis dahin nie wirklich sportlich betätigt hat oder auf eine ausgewogene Ernährung achtet, könnte dies nun besonders schnell merken. 

1.1 Schmerzen und Krankheiten: Ist das Alter schuld?

Erste Zipperlein, Schmerzen oder Entzündungen werden mit den Jahren häufiger. Das heißt aber nicht, dass das Alter die Ursache für die Beschwerden ist. Hinter den vermeintlichen „Alterserscheinungen“ – so werden sie fälschlicherweise genannt –, stecken oftmals Vitamin- und Mineralstoffmängel, die unter anderem diese Symptome auslösen können. Leider wissen das die wenigsten.

Wer lässt sich schon bei häufiger auftretenden Kopfschmerzen, Muskelzuckungen, Müdigkeit, depressiven Phasen oder anderen Beschwerden den eigenen Mikronährstoffstatus bestimmen? Richtig, kaum jemand. Leider denken auch Ärzte viel zu selten an einen Mangel. 

Dein Körper verzeiht dir nicht mehr alles und Nährstoffspeicher, die lange Zeit gut gefüllt waren, sind nun erschöpft. Stress, wenig Bewegung und schlechte Ernährung beschleunigen diesen Prozess. Obwohl viele ihren täglichen Energiebedarf locker überschreiten und damit mehr Kalorien zu sich nehmen, als sie bräuchten, fehlen ihnen Mineralstoffe und Vitamine. Die meisten Menschen nehmen im Alltag leere Kalorien zu sich. Sie essen Nahrung, die zwar Energie liefert, aber wenig bis kaum Mikronährstoffe enthält. Eine Mangelernährung im Überfluss also, die sich mit der Zeit besonders auf den Hüften abzeichnet und mit den typischen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen kann. Übergewicht ist dann oft nur der Anfang.

1.2 Zivilisationskrankheiten – alles andere als altersbedingt

Nur weil wir älter werden, heißt das nicht, dass wir zwangsweise krank werden müssen. Der Begriff „Zivilisationskrankheiten“ sagt schon, dass die Krankheiten, die häufig in einer Gesellschaft auftreten, auch mit ihren Lebensgewohnheiten zusammenhängen. Vor allem in den Industrieländern mit einem höheren Lebensstandard sind Zivilisationskrankheiten fast schon die Norm.

Ziemlich erschreckend, wenn wir im Zusammenhang von Krankheiten schon über Normalität sprechen können, findest du nicht? 

Es sterben derzeit 37 Prozent der Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 25 Prozent aller Todesfälle gehen auf Krebserkrankungen zurück. Als weitere Todesursachen werden Krankheiten des Atmungssystems (7,3 Prozent) und des Verdauungssystems (4,4 Prozent) vom Statistischen Bundesamt genannt. 1)

Doch was ist nun die Ursache für die Entstehung solcher Krankheiten?

Unser Gesundheitssystem ist so gut wie nie zuvor. Wissenschaftler forschen unentwegt an Medikamenten und Therapiemaßnahmen, die uns so lange wie möglich am Leben halten können. Wir werden immer älter, aber uns sollte doch vor allem das „wie“ dabei interessieren. 

Unter Schmerzen, chronisch krank und von Medikamenten abhängig? Das ist kein Leben. Da sind wir uns doch einig, oder?

Was sich verändert hat, ist vor allem unsere Lebensweise. Besonders in den letzten 70 Jahren wurde fast alles auf den Kopf gestellt. Vor allem unsere Ernährungsgewohnheiten haben sich drastisch verändert. Niemals zuvor gab es so viele chemische Zusätze in unserem Essen wie heute. Der Einsatz von Zusatzstoffen, Pestiziden und Konservierungsstoffen, aber auch der Anteil tierischer Nahrungsmittel in unserer Ernährung war noch nie so hoch wie heute. 

100.000 Nahrungsmittel werden uns heute in Supermärkten angeboten. Bei bis zu 95 Prozent von ihnen handelt es sich um verarbeitete Produkte. 2)

Das Problem bei den lebensstilbedingten Krankheiten ist, dass sie nicht von heute auf morgen, sondern über einen langen Zeitraum entstehen.

Es ist nicht das eine Stück Gebäck, dass du dir beim Bäcker um die Ecke holst, es ist nicht das eine Glas Wein, das du dir abends mit Freunden gönnst – es ist, was du täglich tust und das über Jahre hinweg. 

So kommt es, dass fälschlicherweise über altersbedingte Erkrankungen berichtet wird, die vielmehr etwas mit dem eigenen Lebensstil und der täglichen Auswahl an Lebensmitteln zu tun haben. Nur über die Jahre verliert dein Körper aufgrund schlechter Ernährungsgewohnheiten, mangelnder Bewegung und zu viel Stress die Fähigkeit, mit dem zugeführten Ballast umzugehen. Er kann nicht mehr alles ausscheiden und Schadstoffe sammeln sich besonders gerne in Organen und Fettgewebe an. Wir werden älter und tragen immer mehr davon mit uns herum. Entzündungen, Schmerzen und Krankheiten entstehen. 

Unsere Gewohnheiten zeigen sich übrigens mittlerweile immer früher. Auch viele Kinder haben schon Übergewicht und weisen einen höheren Blutdruck auf. Warum ihnen dies nicht zum Verhängnis wird? Weil wir heute Medikamente dagegen haben. Aber die Ursachen, die schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung, bleiben bestehen und werden mit den Jahren weitere gesundheitliche Probleme hervorrufen. 

Mikronährstoffe einfach erklärt

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2. Vitaminmangel im Alter – Ursachen und Folgen

Dem Faktor Ernährung kommt in unserem Lebensstil eine ganz besondere Bedeutung zu. Wir müssen ein Leben lang essen, um genügend Energie in Form von Nährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette) zu uns zu nehmen. Gleichzeitig brauchen wir ausreichend Mikronährstoffe, also Vitamine und Mineralstoffe, damit unser Körper optimal funktioniert und alle Prozesse reibungslos ablaufen können. 

Eine einseitige Nahrungszufuhr ist genauso ungünstig wie zu wenig Nahrung. Denn so kommt es im einen wie im anderen Falle langfristig zu einer Mangelernährung aufgrund eines Defizits an Mikronährstoffen. 

Mit deinem individuellen Ernährungsverhalten entscheidest du in jedem Alter über deine Gesundheit. 

Ein älteres Paar schaut sich liebevoll an und hält sich an den Händen

© pexels

2.1 Ursachen von Vitaminmängeln im Alter

Das Problem der Mangelernährung zeichnet sich vor allem bei älteren Menschen ab 65 Jahren ab. 

Als Ursache kommen Besonderheiten in der Ernährung, persönliche Lebensumstände und Krankheitsbilder sowie damit zusammenhängende Medikation in Betracht. 

Menschen ab 65 Jahren haben meist ihr Berufsleben hinter sich und sind im Ruhestand. Sie haben in der Regel keine beruflichen Verpflichtungen mehr und ihr Tagesablauf ist nicht mehr so strukturiert. Obwohl sie nun viel Zeit haben, bewegen sich viele nicht mehr ausreichend – vielleicht aufgrund bestehender gesundheitlicher Probleme oder Schmerzen.

  • Die Beweglichkeit ist eingeschränkt und der Energieumsatz ist geringer.
  • Der Stoffwechsel fährt nochmal ein wenig mehr herunter und
  • das Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit bleibt meist wesentlich länger erhalten und setzt oft auch schneller ein.
  • Mit weniger Bewegung im Alltag lassen oft auch Appetit und Durstgefühl nach. 
  • Oftmals lassen auch die Sinne nach, sodass es zu einem veränderten Kau-, Geschmacks- und Geruchsempfinden kommen kann.
  • Die Sehkraft ändert sich und wer nicht mehr richtig sehen kann, der bereitet sich sein Essen nicht mehr so gerne und häufig schlechter zu.
  • Bei vielen älteren Menschen sind auch die Zähne nicht mehr gesund und das Kauen fällt schwer. Dies hindert viele daran, frisches Obst und Gemüse zu essen. 

© Pexels

Auch gewisse Lebensumstände erhöhen das Risiko einer Mangelernährung:

  • Sind Rentenbeiträge zu knapp, fehlt vielen Menschen das Geld für hochwertige, biologisch angebaute Lebensmittel. 
  • Einige können ihre Versorgung nicht sicherstellen, weil der Weg zur nächsten Einkaufsmöglichkeit zu weit ist, sie nicht mehr Auto fahren und eine Einkaufshilfe fehlt.
  • Vielen fehlt aufgrund jahrzehntelanger Essgewohnheiten auch wichtiges Wissen über die veränderten Ernährungsbedingungen im Alter.3)
  • Häufig kommt es vor, dass ein Lebenspartner verstirbt und die Motivation zu essen oder sich Essen für sich selbst zuzubereiten fehlt. 
  • Depressionen und Einsamkeit können außerdem zu Appetitlosigkeit führen. 

Das Ernährungsverhalten älterer Menschen wird besonders durch Krankheiten und die regelmäßige Einnahme von Medikamenten bestimmt. Diese können nämlich zu Unwohlsein, Appetitlosigkeit und vielen anderen unangenehmen Begleiterscheinungen führen.4)

2.2 Quantitative versus qualitative Mangelernährung

Nimmst du zu wenig Mikronährstoffe über Lebensmittel zu dir, kann das erhebliche Auswirkungen auf deine Gesundheit haben. Eine chronische Mangelernährung ist auch in Senioreneinrichtungen bekannt. Obwohl sich die wenigsten Menschen im Alter gerne in solche Pflegeheime oder Einrichtungen begeben, sind sie dort wesentlich besser versorgt. Pflegende und Ärzte überprüfen regelmäßig den Ernährungsstatus und eine Mangelernährung fällt dadurch schneller auf. Durch individuelle Ernährungspläne kann außerdem eine Fehlernährung wieder ausgeglichen oder direkt vermieden werden. 

Lebst du jedoch alleine zu Hause, deine Angehörigen können dich vielleicht nicht so häufig besuchen und du bist nicht mehr ganz so mobil, dann ist eine Mangelernährung wahrscheinlicher.

Ein Vitaminmangel kann die Folge sein und zu unerwünschten Beschwerden und sogenannten Alterserscheinungen führen. 

Quantitative Mangelernährung

Immer mehr ältere Menschen leiden unter einer quantitativen Mangelernährung. Diese entsteht aufgrund einer zu geringen Nahrungsaufnahme. Eine angemessene Kalorienzufuhr ist nicht mehr gegeben. Dies macht sich in erster Linie an einem zu niedrigen Gewicht, mitunter auch an einem deutlichen Untergewicht bemerkbar. Der Gewichtsverlust geht mit einem starken Abbau der Muskelmasse (Sarkopenie) einher. Die Unterversorgung mit Nahrung führt bei älteren Personen zu allgemein körperlicher Schwäche und einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen. 

Um deinen Körper auch im Alter mit Mikronährstoffen zu versorgen, solltest du auf eine ausreichende Kalorienzufuhr achten. Zu wenig Kalorien bedeuten meist auch zu wenig Nährstoffe. Entscheidend ist aber nicht nur die ausreichende Menge an Nahrung, sondern auch die Qualität der Lebensmittel. Ansonsten droht die andere Form der Mangelernährung, die qualitative. 

Qualitative Mangelernährung

Eine qualitative Mangelernährung ist nicht auf den ersten Blick sichtbar. Denn die Betroffenen müssen nicht untergewichtig sein. Sie nehmen zwar genügend Nahrung zu sich, bedienen sich jedoch meist an eher nährstoffarmen Lebensmitteln. So wird zwar der Energiebedarf gedeckt, wichtige Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe ebenso wie Eiweiße und manche Spurenelemente fehlen hingegen. Was hilft, ist eine bessere Auswahl an Lebensmitteln mit genügend Nährstoffen. Gegebenenfalls solltest du auch bei einer gesunden Ernährung (hauptsächlich aus Vollkornprodukten, Obst und Gemüse bestehend) auf die zusätzliche Zufuhr von Vitaminen und anderen lebenswichtigen Mikronährstoffen achten. 

2.3 Folgen von Vitaminmängeln im Alter

Die Anfälligkeit für Krankheiten steigt mit dem Alter deutlich an. Grundsätzlich verändern sich sowohl die Körperzusammensetzung als auch die Hormone im Laufe unseres Lebens. Je älter wir werden, desto eher lassen Körperfunktionen, auf kognitiv-geistiger, psychischer aber auch auf motorischer Ebene nach. Wie schnell diese Veränderungen voranschreiten ist aber vor allem von deinem Mikronährstoff-Haushalt abhängig. Und dieser liegt zum Großteil in deinen Händen.  

In Deutschland leben etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Etwa zwei Drittel der an Demenz erkrankten Menschen leiden an Alzheimer.5) Psychische Störungen wie Depressionen, Einsamkeit und Angststörungen sind auch keine Seltenheit. Sie haben meist zur Folge, dass besonders alleinstehende Personen vermehrt unter psycho-sozialen Problemen leiden. Die Vereinsamung nach dem Verlust des Partners oder Angehöriger trägt unter anderem zu Appetitlosigkeit bei, was auch die Aufnahme von ausreichend Essen und genügend Vitalstoffen erneut erschweren kann. 

Auch das Risiko für Knochenbrüche steigt mit zunehmendem Alter an und korreliert mit der Häufigkeit von Osteoporose. Dass hinter der Krankheit jedoch meist eher ein Vitaminmangel steckt, wissen nur wenige. Oftmals suchen aber vor allem behandelnde Ärzte an falscher Stelle die Ursache für das Nachlassen gewisser Körperfunktionen.

Knochen werden nicht einfach morsch und du nicht gebrechlich, nur weil ein paar weitere Jahre vergehen. Hinter diesen Folgen stecken in den allermeisten Fällen Mängel und eine eher ungesunde Lebensweise. 

Welche Vitamine und Mineralstoffe bei diesen vermeintlichen Alterserscheinungen am meisten fehlen und wie du vorbeugen kannst, erfährst du im nächsten Kapitel.

Eine ältere Frau steht am Fenster und schaut durch einen Vorhang nach draußen

© Photographee.eu | shutterstock.com

Sarkopenie – unaufhaltsamer Abbau von Muskelmasse?

Meist wird der Abbau von Muskelmasse (Sarkopenie), die Abnahme der Muskelkraft (Dynapenie) und der Ausdauer als altersbedingt eingestuft. Allerdings kann man Muskeln ein Leben lang trainieren und auch mit gefüllten Vitamin D-Speichern dem Verlust von Muskelkraft vorbeugen. Auch Gangunsicherheiten können Menschen im fortgeschrittenen Alter entgegenwirken. Und dafür müssen sie gar nicht mal viel tun.

Machst du regelmäßig körperliche Übungen, gehst täglich mindestens 30 bis 40 Minuten an der frischen Luft spazieren und achtest auf deinen Vitamin D-Haushalt, kannst du den vermeintlichen „Alterserscheinungen“ vorbeugen.6)

Unabhängig vom Alter sollte übrigens jeder in unseren Breitengraden auf eine Einnahme von Vitamin D setzen. In den sonnenarmen Monaten Oktober bis April ist die Ergänzung mit diesem Vitamin sehr wichtig. Neben dem fortgeschrittenen Alter können auch andere Risikofaktoren für einen Mangel bestehen. Erfahre hier, ob du zu einer Risikogruppe gehörst und worauf du bei Vitamin D besonders achten solltest. 

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3. Diese Mikronährstoffe fehlen besonders häufig

Wie du siehst, ist die Wahrscheinlichkeit, im fortgeschrittenen Alter einen Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen zu erleiden, relativ groß. Du kannst jedoch viel dafür tun, um Mängeln vorzubeugen, sie zu beheben und somit auch gesundheitliche Folgen zu mildern. Bestimmte Vitamine und Mineralien fehlen besonders oft, weshalb wir dir hier einen Überblick über diese Nährstoffe geben. Wir raten dir, spätestens bei Beschwerden – aber am besten schon deutlich früher  deinen Mikronährstoffstatus beim Arzt bestimmen zu lassen.

Denn Vorbeugen ist besser als Heilen!

Eine junge Frau sitzt auf einem Teppich und hält eine Schale Obst in ihrer Hand

© pexels

3.1 Vitamin B12: Häufigster Mangel? 

Ein Vitamin B12-Mangel kommt sehr häufig vor. Eine Untersuchung im Rahmen der Augsburger Bevölkerungsstudie KORA-Age kommt zu folgendem Ergebnis:

Ein Viertel der über 65-Jährigen ist nicht ausreichend mit Vitamin B12 versorgt.7)

Das fortgeschrittene Alter stellt einen erheblichen Risikofaktor für die Unterversorgung mit B12 dar. Personen ab 60 bilden gegenüber früheren Jahren keine ausreichende Menge des Intrinsic-Factors. Bei diesem handelt es sich um ein Eiweiß, das im Magen von den Belegzellen gebildet wird. Der Intrinsic-Factor ermöglicht normalerweise den Transport von Vitamin B12 und hilft dabei, das Vitamin aufzunehmen. Auch eine Ernährungsweise mit einem hohen Anteil an tierischen Lebensmitteln, die reich an Vitamin B12 ist, kann in diesem Fall nicht helfen: Der Körper kann Vitamin B12 nicht mehr verwerten. Hier erfährst du, welche Formen der Nahrungsergänzungsmittel dann für dich infrage kommen. 

Bei vorhandenen Schmerzen ist die Nahrungsergänzung mit Vitamin B12 ebenso wie mit den anderen Vitaminen der B-Gruppe besonders zu empfehlen. Studien belegen die Regeneration von Nerven durch Vitamin B12. Dabei werden Schmerzsignalwege unterbrochen, weshalb die Informationen nicht bis ans Gehirn weitergeleitet und Schmerzen verhindert werden. Zusammen mit anderen schmerzhemmenden Medikamenten ist die Wirksamkeit von Vitamin B12 in der Behandlung von Neuralgien (Nervenschmerzen) bewiesen.8)

3.2 Vitamin D-Mangel: Wenn die eigene Produktion nachlässt

Je älter wir werden, desto weniger Vitamin D produziert unser Körper. Dies ist mehreren Faktoren geschuldet. Zum einen wird unsere Haut mit dem Alter dünner, was nur noch eine unzureichende Menge an körpereigener Vitamin D-Synthese ermöglicht. 

Ab dem 65. Lebensjahr produzieren viele nur noch die Hälfte, manche nur noch ein Drittel von dem, was sie zuvor an Vitamin D synthetisiert haben. Häufig ist die nicht mehr ganz so funktionstüchtige Niere schuld daran, da sie die Aktivierung von Vitamin D3 ermöglicht. 9) 10)

Zum anderen ist auch deine Lebensweise entscheidend für die Aufnahme und Verwertung von Vitamin D. Ältere Menschen sind nicht mehr ganz so gut zu Fuß und bewegen sich dadurch weniger oft und lange im Freien. Sie bekommen deutlich weniger von dem Sonnenvitamin ab. 

Jetzt ist es besonders wichtig, auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D zu achten. Vor allem ältere Menschen, die an Schmerzen leiden, sollten Vitamin D und Magnesium über Nahrungsergänzungsmittel zuführen. Ein Mangel an Vitamin D erhöht nachweislich das Frakturrisiko und begünstigt Krankheiten, die mit dem Alter in Verbindung gebracht werden.11)

3.3 Magnesium

Magnesium als lebensnotwendiger Mineralstoff muss täglich über die Ernährung zugeführt werden. Dein Organismus benötigt Magnesium sowohl für physische als auch für kognitive Aufgaben. Fehlt Magnesium, können Beschwerden auftreten, die sich zunächst schleichend entwickeln. 

Eine Unterversorgung mit Magnesium zieht deshalb eher unspezifische Symptome nach sich. Müdigkeit, Schwäche und Krämpfe in Muskeln aber auch Kribbeln in den Beinen, Herzrhythmusstörungen und Verdauungsprobleme werden oft zu spät mit einem Magnesiummangel in Verbindung gebracht. 

Auch psychische Störungen wie Konzentrationsprobleme, nervöse Unruhe, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Angststörungen können auf einen Mangel an Magnesium hindeuten und haben meist nichts mit dem Alter zu tun.12)

Zusätzlich kann eine ausreichende Zufuhr an Magnesium positive Wirkungen auf Alzheimererkrankungen wie Demenz haben.13) Es kann die Gedächtnisleistung verbessern und die Konzentration fördern, wenn zuvor ein Mangel vorlag. Zusammen mit Vitamin D ist das Mineral besonders für die Vorbeugung von Osteoporose wirksam. Besonders in Verbindung mit neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Schlaganfall und Epilepsie wird geforscht, inwieweit Magnesium diesen Krankheiten vorbeugen kann.14)

4. Mit Nahrungsergänzungsmitteln Mängeln vorbeugen


Heutzutage reicht eine gesunde, pflanzenbasierte Ernährung meistens nicht mehr aus, um mit allen Nährstoffen bestens versorgt zu sein. Bereits beim Anbau pflanzlicher Nahrung setzen Bauern Pflanzenschutzmittel wie Pestizide und Fungizide ein. Diese unterbinden die Bildung sekundärer Pflanzenstoffe in der Pflanze. Sie bieten nicht nur der Pflanze, sondern auch unseren Körperzellen natürlichen Schutz gegen freie Radikale. Aufgrund des künstlichen Schutzes hat die Pflanze jedoch keinen Grund mehr, sich selbst zu schützen und diese Stoffe zu bilden. Über konventionell angebaute Nahrung nehmen wir also wenig bis gar keine sekundären Pflanzenstoffe mehr zu uns. 

Auch Anbaubedingungen, Sonnenlichtexposition und der Nährstoffgehalt des Bodens entscheiden über den Vitamin- und Mineralstoffgehalt unserer Nahrung.

Am besten versorgt bist du mit biologisch angebauter Nahrung. Diese enthält die meisten Nährstoffe und du verhinderst zusätzlich die Aufnahme schädlicher Substanzen und Gifte. Schau mal hier, welche Mikronährstoffe du für ein gesundes Leben brauchst und wie du deinen Bedarf decken kannst. 

4.1 Erkrankungen & Medikamente – eine besondere Herausforderung

Wie oben bereits geschrieben, gibt es einige Faktoren, die die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen im Alter deutlich erschweren oder sogar ganz verhindern können. Gerade bei bestehenden Krankheiten und der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten kann der Körper Mikronährstoffe oft nicht richtig aufnehmen und verwerten. Dann fällt es ihm besonders schwer, Vitamine und Mineralien aus der Nahrung zu filtern und diese zu verwerten. 

Viele ältere Menschen leiden an chronisch entzündlichen Erkrankungen des Darms. Die Aufnahme von Vitaminen ist erschwert und die Ernährung genügt meist nicht, um den Bedarf zu decken. 

Aufgrund einer chronischen Gastritis (Magenschleimhautentzündung) oder Reflux (Sodbrennen; häufige Einnahme von Säureblockern wie Omeprazol), greifen viele Betroffene zu Arzneimitteln, die die Aufnahme verschiedener Vitamine und Mineralien, in diesem Fall von Vitamin B12, beeinträchtigen. 15) Lies hier nach, wie uns bestimmte Medikamente Mikronährstoffe rauben können.

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4.2 Hochwertige Nahrungsergänzung für jedes Alter

Die Regale in Drogerien und Apotheken sind mittlerweile voll mit den unterschiedlichsten Präparaten zur Nahrungsergänzung. Sich durch das Sortiment zu wühlen, ohne zu wissen, wonach man wirklich sucht und was helfen kann, ist mühselig. 

Deshalb listen wir dir hier die wichtigsten Punkte auf, die dein Präparat unbedingt erfüllen sollte. Wir von Liebscher & Bracht haben es uns zur Aufgabe gemacht, nur höchsten Anforderungen gerecht zu werden.

Nahrungsergänzungsmittel sollten deshalb:

  • frei von Allergenen und Zusatzstoffen, 
  • vegan, laktose- und glutenfrei,
  • nur mit hochwertigen Rohstoffen und möglichst lokal hergestellt und
  • umweltschonend verpackt sein.

Dein Körper benötigt lebenslange Unterstützung und keine Kapseln mit unnötigen oder teilweise schädlichen Substanzen. 

Und genau diese Vorteile enthält unsere 3er-Kombi: Alle Vitamine liegen in aktiver Form vor und die Mineralien in Citratform kann dein Körper bestmöglich aufnehmen und verstoffwechseln.

Das ist besonders wichtig, wenn du Medikamente einnimmst und die Aufnahme von Mikronährstoffen dadurch bereits deutlich reduziert ist.  

Die 3er-Kombi Premium-Nahrungsergänzungsmittel von Liebscher & Bracht steht nebeneinander. Daneben liegen Zitronen

Unsere 3er-Kombi Nahrungsergänzungsmittel

Ein weiterer Pluspunkt bei unseren Kapseln: Du kannst sie ganz leicht öffnen und so in deinen Smoothie, ins Müsli oder Joghurt einrühren. Wenn du bereits Medikamente einnehmen musst, bist du es sicherlich leid, Kapseln zu schlucken. Mach es dir so einfach wie möglich und nimm sie einfach in Flüssigkeit gelöst ganz nebenbei ein. Das kann auch bei Schluckstörungen oder Kauproblemen deutlich angenehmer sein und mit einer zubereiteten Trinknahrung sorgst du so für die Deckung deines Tagesbedarfs aller essenziellen Vitamine und Mineralien.

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Über diesen Artikel

Autorin:
Dr. med. Petra Bracht
Ärztin & Schmerzspezialistin

Mehr über die Autorin

Veröffentlicht am:
25.08.2021

Letzte Aktualisierung:
13.12.2021

Nächste geplante Aktualisierung:
28.02.2023

Quellen & Studien

Mehr über Nahrungsergänzungsmittel und hilfreiche Infos zu Vitaminen oder Mangelzuständen findest du hier:

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