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3 Tipps für deine Ernährung an Weihnachten

09.07.2026

Weihnachten steht nun nicht gerade für die Zeit des Jahres, in der wir uns besonders gesund ernähren: Überall finden sich Kekse, Pralinen, Schokolade und Co., die nur darauf warten, vernascht zu werden. Wir möchten uns was Gutes gönnen und uns die dunklen, kalten Tage im wahrsten Sinne ein wenig versüßen. Statt leichten Gerichten landen daher öfters gehaltvolle Mahlzeiten auf dem Teller und wir essen manchmal nur, weil es gut schmeckt.

Gerade weil unser Körper dadurch mehr zu tun hat, sollten wir ihn auch mal entlasten. Wir geben dir hier drei Tipps, damit du während der Weihnachtszeit lecker essen und zugleich bewusst auf deine Ernährung achten kannst.

Tipp 1: Iss langsam und bewusst

Würzige Lebkuchen, herrlich duftende Bratäpfel und knusprig-mürbe Plätzchen – bei der riesigen Auswahl an Leckereien, die man typischerweise zu Weihnachten verspeist, fragt sich so manch einer: „Wie kann ich mich da nur zurückhalten?“ Nun, es scheint im ersten Moment schwer zu sein, hat aber eigentlich einen riesen Vorteil: Genieße deine Mahlzeiten bewusst und nimm dir die Zeit, jeden Bissen wahrzunehmen. Wenn es besonders gut schmeckt, essen wir schon mal schnell und auch mehr als nötig. Aber ist das nicht eigentlich schade?

Viel schöner ist es doch, wenn wir das, was wir da vor uns haben, schätzen und bewusst auskosten. Dir wird das Stück Schokolade noch besser schmecken, wenn du erst mal die Vielfalt an Aromen beim langsamen Kauen entdeckst.

Außerdem vermeidest du so, mehr zu essen, als du eigentlich brauchst. Das Sättigungsgefühl setzt erst nach 15 bis 20 Minuten ein. Kleine Pausen zwischendurch helfen, den Hunger bewusst zu stillen und das Essen trotzdem zu genießen. Ein schöner Nebeneffekt: Du kannst dadurch sogar abnehmen und das Gewicht halten. Achtsames Essen kann bedeuten, dass du weniger zu dir nimmst und vor allem nicht aus Stress oder Appetit, sondern aus echtem Hunger. Das klappt auch zur Weihnachtszeit, ganz sicher!

Schokoladentrüffel mit Kakaopulver.

© bernashafo | Getty Images

Tipp 2: Bewege dich regelmäßig

Bei all den vielen Köstlichkeiten kommt die Bewegung sicher oft zu kurz. Außerdem geht diese Zeit für viele von uns mit Stress einher, wodurch wir zusätzlich dazu neigen, die Nerven mit Naschereien zu beruhigen. Aber gerade jetzt ist es umso wichtiger, dass du dich ausreichend bewegst: Bei übermäßigem Stress kann unser Körper in einen Alarmzustand geraten, wenn die innere Spannung nicht abgebaut wird. Wenn man die Anspannung schon nicht vermeiden kann, dann sollte man sie gezielt abbauen statt wegzuessen.

Bewegung setzt die Glückshormone (Serotonin sowie Endorphine) frei und kann Stresshormone neutralisieren. Du kannst ihre wohltuende Wirkung sogar direkt spüren.

Wie du bei all dem Zeitmangel auch noch einen Kopf für Bewegung haben sollst? Keine Sorge, wir helfen dir. Auf unserem YouTube-Kanal findest du zahlreiche Übungs-Routinen, die deinem gesamten Körper guttun oder dir sogar einen ruhigen Schlaf bescheren kann. Das regelmäßige Dehnen baut Spannungen im Körper ab. Nimm dir auch gerne Zeit für einen kleinen Spaziergang nach dem Essen. Damit signalisierst du deinem Körper, Energie zu tanken! Außerdem unterstützt du deinen Darm, der unerlässliche Arbeit für die Verdauung leistet.

Eine Frau sitzt im Schneidersitz auf dem Boden und streckt beide Arme nach oben.

© Ekaterina Bolovtsova | Pexels

Tipp 3: Sorge für eine gute Verdauung

Deine Verdauung ist essenziell für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden im Allgemeinen. Sie sorgt dafür, dass Nährstoffe verwertet und sie an die Stellen deines Organismus gelangen, an denen sie gebraucht werden. Der komplexe Verdauungsprozess beginnt schon im Mund, also mit dem ersten Bissen. Sobald du die Nahrung kaust, bildet sich Speichel. Darin befindet sich das Enzym Speichel-Amylase, das beim Abbau von Kohlenhydraten hilft. Das zerkaute Essen wird im Magen weiterverwertet. Damit er nicht ständig Schwerstarbeit leisten muss, kannst du ihm helfen, indem du bewusst Nahrungsmittel wählst, mit denen er etwas anfangen kann und nicht ewig beschäftigt ist. Das Völlegefühl nach einem üppigen Essen kannst du so vermeiden. Vom Dünndarm aus gelangen Nährstoffe zu deinen Zellen. Im Dickdarm sorgen die Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora und damit für ein intaktes Immunsystem. Setze deshalb häufig auf pflanzliche und unverarbeitete Lebensmittel. Pflanzliche Nahrungsmittel verweilen im Gegensatz zu tierischen Produkten deutlich kürzer im Verdauungstrakt. Das hat einige Vorteile:

  • Deine Zellen werden mit dem besten Material, das unsere Natur zu bieten hat (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe) versorgt, damit sie funktionieren.
  • Früchte, Salat und Gemüse bestehen bis zu 90 Prozent aus Wasser und Ballaststoffen, die zusammen den Verdauungstrakt optimal „auskehren“ und für stetige innere Bewegung sorgen.
  • Wenn dein Verdauungstrakt nicht belastet ist, kann er sich schneller erholen und dein Immunsystem unterstützen, wodurch du dich letztlich fitter fühlst.
Nebeneinander liegen verschiedenes Gemüse, Nüsse und Kerne.

© bit245 | Getty Images

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Über diesen Artikel

Dr. med. Petra Bracht

Autor:

Dr. med. Petra Bracht

Ärztin & Ernährungspezialistin

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