Spondylodese: Die operative Versteifung der Wirbelsäule
Die Spondylodese ist eine Operation zur Versteifung der Wirbelsäule. Dabei setzen Chirurgen kleine Schrauben und Metallteile ein, um einzelne Wirbelkörper zu verbinden. Das Ziel ist es, die Wirbelsäule zu stabilisieren, indem die Wirbelknochen miteinander verwachsen.
Um dich in deiner Situation rund um die Wirbelsäulenversteifung zu unterstützen, haben wir dir wichtige Informationen zusammengestellt.
- Warum ist eine Versteifung der Wirbelsäule nötig?
- Wann ist eine Spondylodese nicht notwendig?
- Wie entscheiden Ärzte über eine Operation?
- FAQ: Weitere Fragen & Antworten zur Spondylodese
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Warum ist eine Versteifung der Wirbelsäule nötig?
Die Versteifung der Wirbel kann in manchen Fällen notwendig sein, um die Stabilität und Gesundheit deiner Wirbelsäule zu erhalten:1
- Instabilität: Ein Unfall oder eine verschleißende Krankheit können dafür verantwortlich sein, wenn ein Teil deiner Wirbelsäule locker und wackelig wird. Zu diesen sogenannten „degenerativen“ Erkrankungen gehören unter anderem: Spondylose, Gleitwirbel (Spondylolisthesis), Entzündungen der Bandscheiben (Spondylodiszitis), Verschleiß der Bandscheiben (Osteochondrose) und Tumore.
- Fehlstellungen: Eine Verkrümmung der Wirbelsäule kann ihre Gesundheit beeinträchtigen. Die Fehlstellung (Deformität) entsteht häufig durch Erkrankungen wie Skoliose oder Rundrücken (Kyphose).

© indigo_design | shutterstock.com (bearbeitet)
- Blockierte Nerven: In einem Kanal deiner Wirbelsäule befindet sich das Rückenmark. Es enthält zahllose Nerven. Wenn der Wirbelkanal eingeengt ist, können Beschwerden entstehen. Mediziner sprechen dabei meist von einer Spinalstenose (Spinalkanalstenose).
Diese Erkrankungen äußern sich durch unterschiedliche Rückenschmerzen. Wenn du mehr über die Symptome und Ursachen dieser Krankheiten erfahren möchtest, kannst du einfach auf die Namen in der Liste klicken.
In einigen Fällen kann statt der Wirbelsäulenversteifung eine flexiblere Bandscheibenprothese genügen.2 Dies empfiehlt sich jedoch oft nur an der Halswirbelsäule und nicht bei Verletzungen, Instabilität oder Entzündungen.
Wann ist eine Spondylodese nicht notwendig?
1. In der Regel ist eine Wirbelsäulenversteifung (Spondylodese) nicht erforderlich, wenn deine Beschwerden nicht durch Veränderungen an der Wirbelsäule ausgelöst werden.
Das bedeutet: Wenn deine Schmerzen zum Beispiel von den umliegenden Muskeln ausgehen, ist eine Spondylodese nicht notwendig.
Hinweis: Obwohl viele Menschen beschwerdefrei sind und keine Rückenschmerzen haben, lassen sich trotzdem bei rund 60 Prozent strukturelle Veränderungen an den Wirbeln und Bandscheiben feststellen.3 Das heißt, auch wenn deine Wirbelsäule von der Norm abweicht, ist das nicht immer die Ursache für Schmerzen und Beschwerden. Daher müssen für eine Spondylodese weitere Anforderungen erfüllt sein.
2. Eine Spondylodese kann notwendig sein, wenn die Stabilität der Wirbelsäule gefährdet ist oder Nerven eingeengt sind. Dadurch könnten Sensibilitätsstörungen oder Lähmungserscheinungen auftreten.
Solche Aspekte müssen bei der Entscheidung für oder gegen eine Spondylodese sehr genau betrachtet werden. Damit du guten Gewissens über eine Operation zur Stabilisierung der Wirbelsäule entscheiden kannst, solltest du herausfinden, was in deinem Körper passiert.
Woher deine Beschwerden kommen, lässt sich mit Bildern von der Wirbelsäule oft nicht zweifelsfrei feststellen. Mehr dazu im nächsten Kapitel.
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Diagnose: Wie entscheiden Ärzte über eine Operation?
Um die Stabilität und Gesundheit deines Rückens zu beurteilen, machen sich Ärztinnen und Ärzte zuerst ein Bild von deiner Wirbelsäule. Bei ihrer Diagnose benutzen sie bildgebende Verfahren, die den Aufbau der einzelnen Wirbel und Bandscheiben zeigen. So erkennen sie Fehlstellungen, blockierte Nerven und degenerative Krankheiten.4

Röntgenaufnahme nach einer Spondylodese. © ChooChin | shutterstock.com (bearbeitet)
- Röntgen ist die einfachste und schnellste Methode, um Knochen und knöcherne Strukturen der Wirbelsäule darzustellen.
- Magnetresonanztomografie (MRT) kann das Rückenmark, Nerven und andere Gefäße sichtbar machen. Das ist zur Planung eines operativen Eingriffs erforderlich.
Anhand einer solchen Diagnostik kann dein Arzt besser ermitteln, an welcher Erkrankung du leidest und mit der Behandlung beginnen.
Wenn sich in der bildgebenden Diagnostik eine drohende Instabilität, Fehlstellungen oder blockierte Nerven offenbaren, kann eine Spondylodese helfen.
Da es sich bei der Spondylodese um einen großen Eingriff handelt, empfiehlt sich vorher eine möglichst umfassende Diagnose.
Abseits der Wirbelsäule: Muskeln und Faszien verstehen
Mit der Methode von Liebscher & Bracht kannst du den Einfluss von Muskeln und Faszien auf deine Beschwerden ebenfalls untersuchen. Nach unserer Auffassung lassen sich sich einige Veränderungen an der Wirbelsäule nämlich durch zu hohe Spannungen der Muskeln und Faszien erklären. Das kann einen Einfluss auf die Wahl deiner Therapie haben.
Sofern keine dringenden Gegebenheiten eine Spondylodese oder anderen Operationen erfordern, kann es sich lohnen, unsere Methode möglichst früh in die ärztliche Diagnose und Behandlung einzubeziehen.
Möglicherweise sind zu hohe muskulär-fasziale Spannungen für deine Rückenschmerzen verantwortlich.
Dadurch lassen sich in vielen Fällen einige der Veränderungen erklären, die mit einer Spondylodese korrigiert werden. Der Grund für zu hohe muskulär-fasziale Spannungen ist oft eine leicht gekrümmte Haltung, die viele Menschen im Alltag einnehmen.
- Da oft der notwendige Ausgleich fehlt, können die Muskeln auf lange Sicht verkürzen und das fasziale Bindegewebe wird unnachgiebig.
- Es entstehen hohe Zugkräfte, die auf die Wirbelsäule einwirken und sie aus dem Gleichgewicht bringen können.
Willst du herausfinden, ob Muskeln und Faszien für deine Rückenschmerzen verantwortlich sind?
Um deinen Beschwerden auf die Spur zu kommen, kannst du dich von unseren Zertifizierten Liebscher & Bracht-Therapeuten behandeln lassen.
- Mithilfe von gezieltem Druck an Knochenpunkten, den Osteopressur-Punkten, können die Therapeuten muskulär-fasziale Spannungen senken.
- Wenn deine Schmerzen und Beschwerden dadurch verschwinden, sind die diagnostizierten Veränderungen an der Wirbelsäule vermutlich nicht die Ursache der Beschwerden.

Unsere Therapie eignet sich daher als differenzialdiagnostische Maßnahme.5 Denn dein Körper selbst gibt mögliche Handlungsanweisungen. Dadurch können du und deine behandelnden Ärzte euch ein genaueres Bild von den Beschwerden machen.
FAQ: Weitere Fragen & Antworten zur Spondylodese
Die Versteifung der Wirbelsäule ist ein massiver Eingriff in den Körper. Er lässt sich nicht rückgängig machen. Viele Betroffene sind daher unsicher und haben Fragen.
In der folgenden Liste findest du einfache und verständliche Antworten zu den häufigsten Fragen bei einer Spondylodese.
Was passiert bei der Operation?
Wie lange dauert der Eingriff?
Welches Risiko besteht bei einer Spondylodese?
Gibt es Alternativen zur Operation?
Wie lange bin ich krankgeschrieben oder arbeitsunfähig?
Wie verläuft die Nachbehandlung bis zur Genesung?
Wann kann ich wieder Sport machen?
Über diesen Artikel


Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg
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