Morbus Ledderhose — (Schmerzhafte) Knoten an der Fußsohle

Aufnahme der Fußsohlen von zwei Füßen. An beiden sind verdickte Knoten unter der Haut zu erkennen, die auf Morbus Ledderhose hinweisen.

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Die besten Übungen und Tipps bei Morbus Ledderhose:

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Du ertastest Knoten und harte Stränge an deiner Fußsohle? Vielleicht bemerkst du sogar, dass dir das Abrollen des Fußes beim Gehen immer schwerer fällt? Das können Hinweise auf die Erkrankung Morbus Ledderhose sein. Bei den Knoten unter der Haut handelt es sich um Bindegewebseinlagerungen. Diese rufen Gehschwierigkeiten hervor, je größer sie werden. 

Keine Angst, wenn du solche Knoten bei dir ertastest. Morbus Ledderhose ist eine gutartige Veränderung des Bindegewebes. Da aber auch andere Krankheiten ähnliche Symptome haben, solltest du deinen Arzt für eine Untersuchung und gegebenenfalls entsprechende Behandlung aufsuchen.

Hast du Morbus Ledderhose, kannst du auch selbst gegen deine Beschwerden vorgehen. Dass deine Gehfähigkeit beeinträchtigt ist, musst du nämlich nicht einfach so hinnehmen. Wir zeigen dir, wie du dein Bindegewebe mit Faszien-Rollmassagen und Dehnübungen flexibler machen und bestenfalls Knoten auflösen kannst.

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1. Morbus Ledderhose — ein Überblick


Kurz & Knapp

  • Morbus Ledderhose gehört zu den Fibromatosen. Darunter versteht man Wucherungen im Bindegewebe, die gutartig sind.
  • Typisch sind Knoten und Verhärtungen in der Fußsohle, genauer in der Fußsohlensehne beziehungsweise Sehnenplatte (Plantaraponeurose). Sie werden in Schüben größer und können sich vermehren.
  • Schmerzen sind für die Ledderhose-Erkrankung nicht üblich, allerdings können die Wucherungen das Gehen beinträchtigen. Eine eher seltene Begleiterscheinung sind Kontraktionen der Zehen. Betroffene können sie nicht mehr strecken.
  • Mediziner gehen davon aus, dass Morbus Ledderhose vererbbar ist.
  • Fibromatosen können auch in der Hand auftreten (betroffen ist auch hier die Sehnenplatte, fachsprachlich: Aponeurose). Diese Krankheit wird als Morbus Dupuytren bezeichnet.

Über die Krankheit und ihre Ursachen ist bisher wenig bekannt. Dennoch gibt es verschiedene Behandlungsansätze, die du in Kapitel 2 findest.

1.1 Definition und Vorkommen

Die Ledderhose-Krankheit ist nach dem deutschen Chirurgen Georg Ledderhose benannt.1) Dieser beschrieb die Krankheit Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal. Patienten bemerken Knoten oder verhärtete Stränge an ihrer Fußsohle. Genauer gesagt befinden sie sich in der Plantaraponeurose (Bindegewebsplatte an der Fußsohle; auch Plantarfaszie). Eine weitere Bezeichnung für die Erkrankung ist übrigens Fibromatosis plantae. Fibromatosen sind gutartige Wucherungen im Bindegewebe. Für diese Vermehrung des Gewebes sind bestimmte Zelltypen (Myofibroblasten) verantwortlich.

Die Plantaraponeurose (plantar = zur Fußsohle gehörend) ist eine Sehnenplatte, die sich zwischen Muskulatur und Haut über die gesamte Sohle zieht. Sie wird auch als Fußsohlensehne bezeichnet und stabilisiert gemeinsam mit Bändern, Sehnen und Muskeln das Fußlängsgewölbe. Zwischen den einzelnen Fasern befindet sich Fettgewebe, das als Druckpolster für die Fußsohle dient.

Darstellung einer Fußsohle mit Plantaraponeurose (Plantarfaszie) und Längsgewölbe.

© Evgenia.B | shutterstock.com (bearbeitet)

Die entstandenen Knoten können immer größer werden und/oder sich vermehren (also multifokal auftreten), es kann aber auch bei einem bleiben.2) Bei etwa einem Viertel der Patienten sind beide Füße betroffen.

Was ist charakteristisch?

Typisch ist, dass die Erkrankung schubweise auftritt, das heißt: sich über Jahre hinweg unvermittelt und in unregelmäßigen Abständen verschlimmert. Das muss aber nicht bei jedem Patienten so sein. Am häufigsten treten die Knoten und Stränge in der Mitte der Fußsohle (im mittleren Drittel/Zentrum der Fuß-Unterseite) auf.3) Meist befinden sie sich näher am Fußinnenrand als am Außenrand, also im Fußlängsgewölbe.4)

Manche Betroffene leiden unter einer Kontraktur der Zehen, das bedeutet, dass sich die Zehen aufgrund der Veränderungen in der Plantaraponeurose krümmen und in besonders schweren Fällen gar nicht mehr gerade ausstrecken lassen. Dies ist bei Morbus Ledderhose aber eher selten.

Wer ist besonders betroffen?

Insgesamt ist wenig über die Ledderhose-Krankheit bekannt. Mediziner haben aber beobachtet, dass sie oft innerhalb von Familien mehrfach vorkommt. Das weist auf eine Vererbung hin. Außerdem sind Männer häufiger betroffen als Frauen.5) Eine weltweite Patientenumfrage von 2014/2015 zeigt, dass die Erkrankung bei Männern früher einsetzt (meistens im Alter zwischen 40 und 50 Jahren) als bei Frauen (oft zwischen 50 und 60 Jahren).

Die Krankheit diagnostizieren Ärzte vermehrt bei Sportlern, vor allem in Laufdisziplinen. Auch Sportarten wie Basketball, Fußball, Tennis oder Tanzen sollen im Zusammenhang mit Morbus Ledderhose stehen und die Bildung von knotigen Verhärtungen an der Sohle fördern.

1.2 Symptome

Das Krankheitsbild kann sehr unterschiedlich ausfallen. Dennoch gibt es typische Symptome, die auf Morbus Ledderhose hinweisen.

  • Unter der Haut an der Fußsohle treten Knoten, Verdickungen und Verhärtungen sowie Strangbildungen auf.
  • Die Knotenbildung an der Sohle kann die Gehfähigkeit beeinträchtigen. Vor allem wenn sie besonders groß werden, kann das Abrollen des Fußes erschwert sein.
  • In der Regel sind die Knoten nicht schmerzhaft. Leichte Fußschmerzen sind aber dennoch möglich. 
  • Schmerzen können auch am inneren Fußrand auftreten. 
  • Das Tragen von Schuhen mit hartem Fußbett kann Beschwerden verursachen. Auch enges Schuhwerk können viele Betroffene nicht anziehen.
Aufnahme eines Fußes von unten. Auf der Fußsohle ist am inneren Rand des Fußes ein Knoten zu erkennen, der auf Morbus Ledderhose hinweist.

© Frankvr | shutterstock.com (bearbeitet)

  • Bei großen Knoten ist langes Stehen sowie eine volle Belastung des Fußes oftmals nicht möglich.
  • Selten tritt eine Streckhemmung (Kontraktur) auf, das bedeutet, die Zehen sind dauerhaft gekrümmt.

1.3 Morbus Dupuytren und Ledderhose – eine Gegenüberstellung

Wie Morbus Ledderhose gehört Morbus Dupuytren zu den Fibromatosen (gutartige Wucherungen im Bindegewebe). Anders als bei der Ledderhose-Krankheit bilden sich bei der Dupuytrenschen Erkrankung die Knoten und Stränge in den Handflächen. Bei beiden Krankheiten ist aber jeweils die Aponeurose (Sehnenplatte) betroffen.

In schweren Fällen typisch für Morbus Dupuytren ist, dass die Finger nicht mehr gerade ausgestreckt werden können. Das steht in einem Gegensatz zu der Zehen-Streckhemmung bei Ledderhose-Erkrankten, bei denen eine Kontraktion selten vorkommt.

Fotografie einer Hand mit durch Morbus Dupuytren hervorgerufener Strangbildung

© Fineart1 | shutterstock.com (bearbeitet)

Morbus Ledderhose


  • Morbus Ledderhose tritt am Fuß (genauer an der Fußsohle) auf.
  • Die Knoten bei Morbus Ledderhose können wesentlich größer werden als bei Morbus Dupuytren. Auch verhärtete Stränge sind möglich, kommen aber nicht so häufig vor wie in der Hand.
  • Eine Streckhemmung beziehungsweise Kontraktur tritt eher selten auf.

Morbus Dupuytren


  • Morbus Dupuytren tritt an der Hand (genauer an der Handinnenfläche) auf.
  • Die Erkrankung beginnt meist mit kleinen Knötchen, die sich zu festen Strängen entwickeln.
  • Häufig entsteht eine Kontraktur der Finger bis zu einem hohen Grad. Es wird vermutet, dass dies an der unterschiedlichen Nutzung von Händen und Füßen liegt. Die tägliche Belastung der Füße soll die Streckhemmung verhindern.

→ Morbus Ledderhose tritt oft zusammen mit Morbus Dupuytren auf. Das bedeutet, bei vielen Patienten mit knotigen Veränderungen an der Fußsohle bilden sich ebenfalls Knoten an der Handfläche.

Umgekehrt gilt das jedoch nicht: Nicht jeder, der an der Dupuytrenschen Erkrankung leidet, bekommt auch die Ledderhose-Krankheit.

→ Insgesamt ist Morbus Ledderhose wesentlich seltener als Morbus Dupuytren.

Mehr zur Dupuytrenschen Krankheit erfährst du in unserem speziellen Schmerzlexikon-Artikel „Morbus Dupuytren“. Dort findest du auch Übungen, die den schmerzenden Knoten und verkürzten Strängen in deiner Hand entgegenwirken können.

Eine weitere verwandte Krankheit ist die Induratio penis plastica, bei der sich Penis schmerzhaft verkrümmt.

1.4 Ursachen von Morbus Ledderhose

Über die Ledderhose-Krankheit ist insgesamt nur wenig bekannt. Dennoch tritt sie gehäuft im Zusammenhang mit folgenden Krankheiten auf:

  • Diabetes mellitus
  • Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen
  • Epilepsie6)
  • Entzündungen

Auch Rauchen und verstärkter Alkoholkonsum sollen mit Morbus Ledderhose im Zusammenhang stehen und die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung steigern. Außerdem tritt die Krankheit, wie bereits erfasst, bei Patienten auf, die an Morbus Dupuytren leiden.

Die Knoten an den Füßen können eine Nebenwirkung von Barbiturat-Antiepileptika wie Phenobarbital oder Primidon sein. Diese Medikamente werden bei der Behandlung von epileptischen Anfällen eingesetzt.

Wichtig ist, dass du deinen Arzt (zum Beispiel Hausarzt oder Facharzt der Orthopädie) aufsuchst, wenn du an deinen Füßen knotige Veränderungen entdeckst. Nur so können bösartige Tumore, aber auch vorangegangene Verletzungen ausgeschlossen werden, beispielsweise durch MRT- oder Ultraschall-Aufnahmen. Um herauszufinden, ob es sich um eine Tumorerkrankung handelt, ist gegebenenfalls eine Biopsie nötig. Dabei wird Gewebe entnommen und untersucht.

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2. Behandlung von Morbus Ledderhose


Kurz & Knapp

  • Nach der Diagnose Morbus Ledderhose gibt es verschiedene Maßnahmen zur Behandlung. Diese unterscheiden sich je nach Symptomatik, Verlauf und Fortschreiten der Erkrankung. Dazu gehören unter anderem Injektionen, Operationen, Röntgenbestrahlung und Stoßwellentherapie, aber auch Massagen des betroffenen Bereiches.
  • Unsere Empfehlung ist, dass du nach Absprache mit deinem Arzt die Faszien-Rollmassagen und Dehnübungen ausprobierst. Denn mit Beschwerden und Schmerzen musst du nicht leben. Probiere sie ruhig auch ergänzend zu anderen Behandlungsansätzen aus und schaue, ob sie dir gut tun.

Sofort loslegen kannst du, wenn du zu Kapitel 3 „Übungen bei Knoten an den Fußsohlen“ springst.

Da noch nicht viel über die Ledderhose-Krankheit bekannt ist, sind auch viele (konservative) Behandlungsmöglichkeiten nicht abschließend erprobt. Außerdem ist es bei den jeweiligen Patienten oft sehr unterschiedlich, wie gut eine Therapie anschlägt. Ziel jeder Behandlung ist, die Knoten zu verkleinern, um (Geh-)Beschwerden zu lindern beziehungsweise das Fortschreiten zu verlangsamen.

Zunächst einmal prüft der Arzt aber, ob es sich bei den Knoten am Fuß tatsächlich um Morbus Ledderhose oder eine andere Erkrankung (Tumor) handelt. Dabei können MRT und Ultraschall (Sonografie) hilfreich sein. Anschließend bespricht er mit dir die möglichen Methoden zur Behandlung deines Krankheitsbilds:

  • Einlagen: (Orthopädische) Schuheinlagen sollen den Druck auf die Knoten reduzieren. Wenn du merkst, dass dir das hilft, kannst du natürlich erstmal Einlagen verwenden. Du solltest aber bedenken, dass das keine langfristige Lösung ist. Die Einlagen fungieren nämlich wie eine Stütze für deinen Fuß. Mit der Zeit „gewöhnt“ sich dein Fuß sozusagen an diese Stützfunktion und wird davon „abhängig“. Das kann sogar Fußfehlstellungen fördern.

Besser ist deshalb: Barfußlaufen! Und zwar auf unterschiedlichen Untergründen. Das trainiert deine Fußmuskeln ganz natürlich und tut deinen Füßen als Ausgleich zu unserem alltäglichen festen Schuhwerk richtig gut.

  • Injektionen: Medikamente wie Kortison (fachsprachlich: Cortison), aber auch das Enzym Kollagenase können direkt in die Knoten gespritzt werden. Dies soll dafür sorgen, dass sich die knotigen Verhärtungen verkleinern. Diese Behandlung muss aber regelmäßig (etwa alle ein bis drei Jahre) wiederholt werden. Außerdem kann die Einnahme von Medikamenten immer zu Nebenwirkungen führen. Bei Kortison sind das unter anderem Müdigkeit und Übelkeit, aber auch Blutdruckabfall, was sogar lebensbedrohlich werden kann.7)
  • Stoßwellentherapie: Bei der Methode der Stoßwellentherapie werden Schalldruckwellen direkt in die Knoten übertragen. Die Wirkung ist umstritten. Laut der Deutschen Dupuytren-Gesellschaft beschreiben viele Patienten diese Therapie als sehr unangenehm und bemerken keine Besserung. Andere berichten wiederum von Erfolgen beispielsweise bei der Behandlung von Verdickungen, die nach operativer Entfernung wiederkehrten „Rezidive“. 8) Auch Betroffene mit starken Schmerzen können eine Verbesserung verzeichnen.9)
  • Operationen: Bei Morbus Dupuytren finden OPs statt, um die gekrümmten Finger wieder zu begradigen. Bei Morbus Ledderhose werden operative Eingriffe wenn möglich vermieden. Der Grund dafür ist, dass unsere Füße im Alltag stark belastet sind, sodass die Wundheilung oft länger dauert, starke Schmerzen entstehen können und auch die Entstehung von Vernarbungen an Gewebe, Sehnen und Haut zu Problemen führen können. Die gängige Operationsmethode in der Orthopädie ist die vollständige Entfernung der knotigen Veränderungen. Oftmals kommt es nach solchen Eingriffen aber zu Rückfällen (Rezidiven).10)
  • Bestrahlung/Strahlentherapie (Radiotherapie): Röntgenstrahlen oder Elektronen, die im betroffenen Bereich eingesetzt werden, sollen Knoten weicher machen und so das Wachstum der Knoten verlangsamen. Kleinere Knoten sollen durch die Bestrahlung/Strahlentherapie in Einzelfällen sogar ganz aufgelöst werden.

Bei all diesen Therapieansätzen besteht das Risiko, dass die Knoten trotz erster positiver Ergebnisse nach einigen Wochen oder Monaten wiederkehren. 

  • Massagen: Die regelmäßige Anwendung von Massagen an der Fußsohle kann die Knoten verkleinern, berichtet die Deutsche Dupuytren-Gesellschaft. Bestenfalls verschwinden sie sogar ganz. 
  • Dehnung: Dehnübungen halten das Bindegewebe geschmeidiger und können so weitere Veränderungen an der Plantarfaszie verhindern.

Und daran möchten auch wir mit unserer Schmerztherapie anknüpfen:

Faszien-Rollmassage: Sie hilft dir, dein Bindegewebe weich und flexibel zu halten. Du massierst das Gewebe an deiner Fußsohle, damit Zellabfallstoffe abtransportiert werden und neue Nährstoffe zur Zelle gelangen können. Damit löst du die Verklebungen in Faszien und Muskeln und förderst die Reparatur-Prozesse deines Körpers.

Dehnübungen: Regelmäßige Dehnungen wirken unnachgiebigem Bindegewebe entgegen und bringen die Faszien wieder in ihre volle Länge. Wichtig ist neben der regelmäßigen Ausführung, dass du jede Dehnposition lange (zwei bis zweieinhalb Minuten) hältst, damit dein Gewebe langsam nachgeben kann und du dich sogar steigern kannst. Die Dehnungen helfen außerdem, die oft zu einseitigen Bewegungen des Alltags auszugleichen. Wir nutzen nämlich gar nicht mehr die volle Beweglichkeit unserer Füße, stecken sie meistens in Schuhe und gehen hauptsächlich über ebene, asphaltierte Böden.

Die passenden Übungen für bewegliche Füßen findest du im nächsten Kapitel.

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3. Übungen bei Knoten an den Fußsohlen


Warst du beim Arzt und hast deine Knoten an den Füßen untersuchen lassen? Die Wucherungen sind gutartig? Wunderbar!

Dann kannst du jetzt nach ärztlicher Absprache den Verhärtungen und Knoten an der Fußsohle mit den Übungen aus dem Video den Kampf ansagen. Die Faszien-Rollmassagen und Dehnungen von Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht bringen eine ordentliche Portion Entspannung in deine Füße und können dir sogar bei Fußschmerzen und Fehlstellungen an den Zehen helfen!

Noch keine Erfahrungen mit unseren Übungen? Dann wirf einen Blick in unsere Checkliste. Dort findest du Tipps und Hinweise zur korrekten Durchführung. Weitere Übungen für deine Füße findest du in unserem kostenfreien Ratgeber.

Übung 1: Faszien-Rollmassagen

Bei der Faszien-Rollmassage solltest du darauf achten, möglichst langsam und mit konstant starkem Druck vorzugehen. Die Mini-Kugel und die Mini-Rolle aus unseren Faszien-Rollmassage-Set eignen sich hervorragend für die Durchführung der Faszien-Rollmassage an der Fußsohle.

Variante 1

  1. Setze dich auf den Boden, am besten auf eine Matte.
  2. Positioniere die Mini-Kugel unter deiner Fußsohle.
  3. Rolle nun deine ganze Fußsohle in kleinen kreisenden Bewegungen ab.
  4. Suche dabei nach schmerzhaften Stellen und intensiviere dort den Druck.
Zu sehen ist ein Fuß, dessen Fußsohle auf der Mini-Kugel von Liebscher und Bracht liegt. Damit wird eine Faszien-Rollmassage bei Morbus Ledderhose durchgeführt.

Variante 2

Statt der Mini-Kugel kannst du auch die Mini-Rolle einsetzen und die Übung damit sowohl im Sitzen als auch im Stehen durchführen.

  1. Stelle deine Zehen auf die Mini-Rolle.
  2. Rolle von den Zehen über deine Fußsohle bis zu deiner Ferse.
  3. Intensiviere auch hier den Druck, wenn du dich auf besonders empfindlichen Stellen befindest.
Eine Frau führt eine Faszien-Rollmassage bei Morbus Ledderhose durch. Sie rollt ihre Fußsohle über die Mini-Rolle von Liebscher & Bracht.

Übung 2: Zehen beugen

Die Dehnübungen solltest du zwei bis zweieinhalb Minuten halten und dabei die zehn auf deiner persönlichen Schmerzskala nicht überschreiten. Das bedeutet, du spürst den Dehnungsschmerz, aber nur so stark, dass du weiterhin ruhig weiter atmen kannst und nicht das Bedürfnis hast, gegen die Dehnung anzuspannen.

Variante 1

  1. Setze dich auf die Matte und lege das eine Bein angewinkelt über das andere, sodass du an Zehen mit der Hand umgreifen kannst.

Wenn du mit dem linken Fuß beginnst, greifst du also mit der rechten Hand nach deinen Zehen.

  1. Ziehe deine Zehen so weit du kannst zu dir, sodass sie sich beugen.
  2. Atme tief ein und aus und intensiviere die Dehnung beim Ausatmen.
  3. Wechsle die Seite und führe die Übung am anderen Fuß aus. Das solltest du auch machen, wenn nur einer deiner Füße von Morbus Ledderhose betroffen ist.
Eine Frau sitzt auf einer Matte, den linken Fuß hat sie auf das rechte Knie gelegt. Ihre Fußspitzen zieht sie mit der rechten Hand zu sich heran, um eine Dehnung auszulösen.

Variante 2

  1. Gehe in den Fersensitz.
  2. Fasse mit der Hand um deinen Fuß (beginnst du mit dem rechten Fuß, nutzt du auch die rechte Hand).
  3. Ziehe deine Zehen nach oben in Richtung Gesäß.
  4. Auch hier kannst du die Dehnung intensivieren, indem du ein und ausatmest und deine Zehen in der Ausatmung noch weiter nach oben ziehst.
  5. Führe die gleiche Übung auch am anderen Fuß aus.
Zu sehen ist der Unterkörper einer Frau. Sie sitzt im Fersensitz auf einer Matte und zieht mit der rechten Hand die Zehen des rechten Fußes zu ihrem Gesäß, um eine Dehnung auszulösen.

Übung 3: Zehen strecken

Halte auch hier wieder die Dehnung für zwei bis zweieinhalb Minuten und achte ebenso, dass du zwischen einer acht und neun auf deiner persönlichen Schmerzskala bleibst.

Variante 1

  1. Setze dich wieder auf die Matte und lege deinen Fuß über das Knie des anderen Beines.

Dieses Mal umgreifst du die Zehen mit der Hand auf der gleichen Seite, also die linken Zehen mit der linken Hand.

  1. Ziehe die Zehen in die Streckung nach hinten und gleichzeitig den Fuß nach oben in Richtung Knie.
  2. Steigere dich langsam mit der Ausatmung.
  3. Dehne anschließend die Zehen deines rechten Fußes. 
Eine Frau sitzt auf einer Matte und hat ihren linken Fuß über ihr rechtes Bein gelegt. Mit der linken Hand zieht sie die Zehen in Richtung ihres Knies. Durch diese Streckung löst sie eine Dehnung aus.

Variante 2

  1. Schaue mit dem Gesicht zu einer Wand.
  2. Stelle deinen linken Fuß nach hinten und strecke das Knie durch. Wichtig ist, dass dein Fuß gerade zur Wand ausgerichtet ist.
  3. Positioniere den rechten Fuß nah an der Wand und beuge das rechte Knie, um auf der linken Seite in der Beinrückseite die Dehnung auszulösen. Beide Fersen bleiben dabei auf dem Boden.
  4. Seitenwechsel: dehne auch die rechte Seite.
Zu sehen sind die Beine einer Frau, die vor einer Wand steht. Das linke Bein hat sie durchgestreckt hinter sich abgestellt, um ihre Wade zu dehnen.

📌 Checkliste für die Liebscher & Bracht-Übungen

Damit bei unseren Übungen nichts schiefgeht, haben wir die wichtigsten Infos in einer Checkliste zusammengefasst. So hast du alle Tipps auf einen Blick und kannst mit einem guten Gefühl üben.

✅ Orientiere dich immer an deiner persönlichen Schmerzskala von eins bis zehn. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du bei jeder Dehnung auf einer Stufe von acht oder neun arbeitest. Neun bedeutet: Du spürst einen intensiven Schmerz, kannst aber während der Dehnung noch ruhig atmen und musst nicht gegenspannen.

✅ Übe an sechs Tagen pro Woche und führe die Übung mindestens einmal täglich aus. Falls du die entspannenden Reparatur-Vorgänge in deinen Muskeln und Faszien noch besser unterstützen möchtest, kannst du die Wiederholungen auch im 12-Stunden-Rhythmus durchführen: einmal morgens, einmal abends.

✅ Für jeden Übungsschritt solltest du zwei bis zweieinhalb Minuten investieren und mindestens 90 Sekunden in der jeweiligen Dehnung bleiben.

✅ Benutze professionelle Hilfsmittel und keine Billig-Produkte bei der Behandlung deiner Schmerzen. Wenn du hier auf ein mangelhaftes Produkt setzt, kann sich das negativ auswirken. Wir haben bei der Entwicklung unserer Hilfsmittel daher größte Sorgfalt walten lassen und sie speziell zur Schmerz-Behandlung entwickelt.

Verzichte so weit wie möglich auf die Einnahme von Schmerzmitteln. Unsere Übungen nutzen deinen Schmerz als Ausgangspunkt und täglichen Vergleichswert. Du solltest ihn daher nicht künstlich unterdrücken, sondern als Orientierung für die korrekte Übungsdurchführung und Dehnungsintensität einsetzen. Schmerzmittel würden deine Fortschritte nur verfälschen und dir ein unrealistisches Bild deines Schmerzzustands vermitteln.

Sei geduldig — auch wenn schnelle Ergebnisse keine Seltenheit darstellen. Es kann etwas dauern, bis dein Gehirn neue Bewegungsprogramme speichert, sich der Stoffwechsel normalisiert und die Zugkräfte aus Spannung und Gegenspannung zurückgehen.

✅ Sollten die Schmerzen aufgrund der Übungen zunehmen, besteht kein Grund zur Panik. Eine Erstverschlimmerung kann eine normale Reaktion deines Körpers sein. Wenn sich deine gesamte Körperstatik durch regelmäßiges Training verändert, muss sich der Bewegungsapparat erst nach und nach daran anpassen. Geht es dir nach den Übungen aber dauerhaft schlechter statt besser, signalisiert dir dein Körper, dass du es womöglich übertreibst. Pausiere dann einfach für einen oder zwei Tage und/oder verringere bei deinen nächsten Übungseinheiten ein wenig die Intensität, um dich anschließend wieder in kleinen Schritten zu steigern. So führst du deinen Körper schonend an die für dich richtige Acht oder Neun auf der Schmerzskala heran.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei den Übungen!

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