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Von Müdigkeit und fahler Haut über Muskel- und Gelenkbeschwerden bis hin zu depressiven Verstimmungen: Diese Symptome und mehr können darauf hinweisen, dass dein Organismus übersäuert ist. Normalerweise werden die vom Körper produzierten oder aufgenommenen Säuren durch Basen ausgeglichen. Ist dieser Puffer aber erst mal erschöpft, droht der Basen-Säure-Haushalt zu kippen und im schlimmsten Fall zu übersäuern. Hält dieser Zustand über längere Zeit an, wirkt sich das auf die Funktionsweise des Bindegewebes und anderer Organe aus. Hier erfährst du, wie du in vier Schritten deinen Körper gezielt entsäuern kannst, um Beschwerden zu lindern und zu vermeiden. 

Worum es sich bei einer Übersäuerung genau handelt und warum es sinnvoll sein kann, deinen Körper gezielt zu entsäuern, erklären wir dir einfach und verständlich in diesem Artikel

Schritt #1: Ernähre dich basisch

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Um deinen Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, lässt sich eine Ernährungsumstellung nicht umgehen. Keine Sorge, du sollst auch weiterhin nicht auf deine Lieblingsgerichte verzichten. Vielmehr geht es darum, Schritt für Schritt eine dauerhafte Veränderung zu bewirken. 

Setze vor allem auf Lebensmittel, die Basen bilden und reduziere solche, die Säuren bilden. Bei einer basischen Ernährung geht es nicht um den ph-Wert der Lebensmittel, sondern um die Verstoffwechselung in unserem Körper. Lasse dich deshalb nicht vom Geschmack täuschen: Saures wie Zitronen und Grapefruits werden zum Beispiel basisch verstoffwechselt. Ob etwas basisch oder sauer ist, kannst du am sogenannten PRAL-Wert ablesen. 

Du willst genau wissen, was du jetzt am besten essen solltest? Hier gibt’s eine Übersicht der besten basischen Lebensmittel.

Das Wichtigste zur basischen Ernährung in Kürze:

  • Dich basisch zu ernähren bedeutet nicht, dass du komplett auf säurebildende Kost verzichten musst. Vielmehr wird ein Verhältnis von 80 Prozent basenbildender Kost zu 20 Prozent säurebildender Kost empfohlen, um den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen. 
  • Sorge für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit stillem Wasser und ungesüßtem Tee. Da Blut leicht basisch ist, will dein Körper diesen Wert halten, um gut funktionieren zu können. Zwei bis drei Liter Wasser pro Tag sind (je nach Belastung) ein guter Richtwert.
  • Iss genug Gemüse! Die Vitalstoffe in pflanzlichen Lebensmitteln, insbesondere in grünem Blattgemüse, wirken stark basisch auf unseren Körper. Achte in jedem Fall darauf, vor allem pflanzliche und naturbelassene Lebensmittel auf den Speiseplan zu setzen. 
  • Zwar werden die meisten Getreidesorten sauer verstoffwechselt, dennoch kannst du Vollkornprodukte in Maßen bedenkenlos genießen. Achte besonders auf Vollkornprodukte aus vollwertigen pflanzlichen Quellen, die reich an Nährstoffen und Mineralien sind, z. B. Amaranth, Hirse, Buchweizen oder Quinoa.
  • Besonders säurebildend sind stark verarbeitete Fertigprodukte und Lebensmittel tierischer Herkunft. Viel zu häufig landet aber genau das auf unserem Teller. Sie begünstigen jedoch die Entstehung von entzündlichen Erkrankungen. Versuche deshalb so oft es geht auf Wurst, Käse, Eier und Co. zu verzichten.
  • Auch Nikotin und Alkohol solltest du stark reduzieren oder bestenfalls komplett meiden. 

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Schritt #2: Entspanne dein Gewebe mit Faszien-Rollmassagen

Ist dein Körper übersäuert, macht sich das auch in deinem Bindegewebe bemerkbar: Dort lagern sich neutralisierte Säuren, die nicht ausgeschieden werden können, ab. Dadurch kann es zu Spannungszuständen in den Muskeln kommen und die Faszien werden immer unflexibler. Du kennst das Gefühl von übersäuerten Muskeln bestimmt von einem Muskelkater.

Um nun die Muskulatur wieder zu lockern und das Bindegewebe zu durchbluten, sind Faszien-Rollmassagen eine effektive Lösung. An manchen Körperstellen, die besonders betroffen sind, kann diese Methode erstmal etwas unangenehm sein. Gebe nur so viel Druck rein, wie es für dich gut auszuhalten ist. 

Durch das langsame Abrollen der Muskeln und des Fasziengewebes werden die angelagerten Schadstoffe über die Lymphbahnen und Zwischenzellflüssigkeit besser abgetragen. So wird der Körper bei der Entsäuerung unterstützt. 

Indem deine Faszien wieder geschmeidig und flexibel werden, bekommen deine Muskeln den nötigen Raum, um sich zu strecken. Außerdem können die Flimmerhärchen an den Fibroblasten (die 24 Stunden am Tag neue Faszien weben) verfilzte Faszienfäden abbauen, was zusätzlich für Entspannung und neue Flexibilität sorgt. Auf einfache Art und Weise kannst du damit deiner gesamten Muskulatur etwas Gutes tun.

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Schritt #3: Bleibe in Bewegung

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Ein häufiger Grund für eine Übersäuerung ist Bewegungsmangel. Bewegung wirkt sich positiv auf unseren körperlichen und seelischen Zustand insgesamt aus, fördert aber auch die Ausscheidung von Schadstoffen.

Wann immer die Möglichkeit besteht, solltest du dir deshalb bewusst Zeit für Bewegung nehmen. Besonders gut eignet sich ein Training, dass die Ausdauer fördert und den Kreislauf richtig in Schwung bringt. Denn auch über Schweiß kann Säure abtransportiert werden. Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren bringen dich nicht nur ins Schwitzen sondern schonen auch die Gelenke. 

Indem du dich viel bewegst und auf eine tiefe Atmung achtest, kannst du deine Sauerstoffversorgung verbessern, die für einen reibungslosen Stoffwechsel unabdingbar ist. Eine bewusste und nährende Atmung hilft außerdem bei der Ausscheidung von Säure durch Kohlendioxid und kann Stress abbauen. Wir zeigen dir hier, wie du eine tiefe Atmung trainieren kannst. 

Die Intensität der Bewegung muss aber gar nicht besonders hoch sein. Schon kleine Veränderung können einen großen Unterschied machen: Nehme die Treppen statt den Aufzug, fahre Rad statt Auto oder gehe öfters spazieren. Darüber hinaus können dir unsere Dehn-Übungen dabei helfen, dir neue Beweglichkeit zu ermöglichen und Beschwerden vorzubeugen. Spezielle Routinen für den ganzen Körper wirken einem Mangel an Bewegung gezielt entgegen und machen dich fit.

Auf unserem YouTube-Kanal findest du zahlreiche kostenlose Übungs-Videos, die dir dabei helfen, deine Gesundheit zu fördern und Schmerzen zu lindern. 👇

Zu den Übungen

Schritt #4: Entgifte deine Leber

Eine besondere Rolle bei der Entsäuerung des Körpers spielt die Leber: Ihre wichtigste Funktion ist die Entgiftung, indem sie schädliche Substanzen aussortiert, Giftstoffe neutralisiert und abtransportiert. Als Stoffwechselorgan arbeitet sie jeden Tag auf Hochtouren. Das gilt auch für ihre Mitarbeit am Säure-Basen-Haushalt, denn sie sorgt unter anderem dafür, dass der ph-Wert im Blut konstant bleibt.

Wie du du deine Leber ganz gezielt entgiften kannst, erklären wir dir in diesem Artikel

Wenn du deiner Leber etwas Gutes tust, kann sie sich regenerieren und funktionsfähig bleiben. Versorge deinen Körper deshalb mit wertvollen Nährstoffen und Nahrungsmitteln, die gut für deine Leber sind. Besonders pflanzliche Lebensmittel unterstützen deine Lebergesundheit. Die vielen Ballaststoffe und Mikronährstoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe kann dein Körper basisch verstoffwechseln. So wird der Stoffwechsel weniger belastet und Abfallprodukte wie Säuren fallen weg. Dein Säure-Basen-Gleichgewicht, dass alle Funktionen der Organe und damit auch den Stoffwechsel aufrecht erhält, bleibt so bestehen. 

Ein weiterer Vorteil: Krankheiten und Entzündungen haben in einem basischen Umfeld kaum eine Chance.

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