Was ist die Ursache für Fußschmerzen?

Wir erklären dir in diesem Beitrag die Ursachen für deine Fußschmerzen – und das für alle Schmerzen im Bereich der Zehen, des Mittelfußes und der Ferse.

Auf unseren Füßen lastet unser gesamtes Körpergewicht. Da verwundert es nicht, dass wir manchmal “aus dem Tritt” geraten und Fußschmerzen bekommen. Für dich ist dann besonders wichtig, die Ursache der Beschwerden zu kennen, um das Problem möglichst schnell lösen zu können — damit du wieder mit beiden Beiden fest im Leben stehst und alle Aufgaben leichtfüßig meisterst.

Dieser Artikel hilft dir dabei, deine Fußschmerzen zu verstehen. Du erfährst, woher die Schmerzen wirklich kommen und wie du die Ursache angehen kannst, um endlich schmerzfrei werden zu können.

💡Schaue dir jetzt dieses
Video dazu an:

Schicke das Video einem Freund, der es sehen sollte:

WhatsApp

Hier kommt du direkt zu den Übungen gegen deine Fußschmerzen:

Zu den Übungen

1 Der Fuß im Überblick — Warum dich Fußschmerzen besonders quälen

Dein Fuß ist ein geniales und ausgetüfteltes System der Evolution! Er besteht aus Knöchelchen, die deine Zehen formen, fünf Mittelfußknochen und sieben Fußwurzeln. Zusammen bilden die Knochen nahezu 30 Gelenke in deinem Fuß. Alles wird von 60 Muskeln, 100 Bändern und 200 Sehnen zusammengehalten. Bei so vielen verschiedenen “Einzelteilen” kann natürlich immer mal wieder etwas überbeansprucht oder vernachlässigt werden – und dann bekommst du Fußschmerzen. Wir erklären dir die Ursachen dafür im Laufe dieses Artikels noch genauer.

Deine Füßen tragen dich im wahrsten Sinne des Wortes durchs Leben und ermöglichen Stabilität und Beweglichkeit gleichermaßen. Das obere Sprunggelenk ist dabei das am stärksten beanspruchte Gelenk im ganzen Körper. Es ermöglicht uns das Heben und Senken des Fußes. Dank des unteren Sprunggelenks können wir Drehbewegungen ausführen. Ohne die Sprunggelenke würden wir auf unebenem Boden allzu leicht ins Wanken geraten.

Mann steht barfuß auf Holzboden

Bei jedem Schritt setzt du die Ferse auf und rollst über den ganzen Fuß ab, bis sich die Zehen wieder vom Boden lösen. Die Achillessehne, übrigens die stärkste Sehne in deinem Körper, puffert jeden einzelnen Schritt wie eine Feder ab. Hebst du die Ferse für den nächsten Schritt wieder an, wird Energie aus der Federbewegung frei und gibt dir den nötigen Schwung. So kannst du dich im Idealfall sehr lange schmerzfrei und energieeffizient bewegen.

Doch wenn du aufgrund von Fußschmerzen aus dem Tritt gerätst, hat das oft weitgreifende Auswirkungen: Wer über schmerzende Füße klagt, versucht, den Schmerz zu vermeiden. Er stellt seinen Gang um und richtet dadurch eventuell noch größeren Schaden an. Viele gehen auch dazu über, sich erst einmal zu schonen und die Füße gar nicht mehr zu belasten. Warum eine Schonung oder gar Ruhigstellung jedoch nicht zu empfehlen ist, verraten wir dir in dem Beitrag “Hör‘ auf, dich zu schonen”.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, erklären wir dir jetzt die Ursachen deiner Fußbeschwerden. So verstehst du genau, was in deinem Fuß passiert, und kannst deinen Gang eventuell gleich anpassen.

2 Wie entstehen Fußschmerzen nach Liebscher & Bracht?

Strecke einmal einen Fuß nach vorne weg und lasse den gesamten Fuß einige Male in jede Richtung kreisen. Ziehe dabei ab und zu die Zehen zu deinem Körper und anschließend in Richtung Fußsohle. Wie oft benutzt du alle diese Gelenkwinkel in deinem Alltag? Vermutlich nicht so oft. Damit bist du nicht alleine — und deswegen sind Fußschmerzen auch so verbreitet.

Roland Liebscher-Bracht schätzt, dass die meisten Menschen in ihrem Alltag nur knapp zehn Prozent aller möglichen Bewegungen ihrer Gelenke nutzen. In deinem Gehirn festigen sich dann diese minimalistischen Bewegungsmuster. Sie sind dann wie in einem Kurzwahlspeicher abgelegt und können immer schnell abgerufen werden.

Mann zeigt mit dem Finger auf den Fuß eines Skeletts

Deine Muskeln in den Füßen – und auch sonst überall im Körper – sind von Faszien (Bindegewebe) umgeben. Jedes Mal, wenn ein Gelenk gestreckt oder gebeugt wird, ziehen sich Muskelpartien und die umliegenden Faszien zusammen (Agonist), während andere nachgeben und gedehnt werden (Antagonist). Wenn du nur noch zehn Prozent der Bewegungsmöglichkeiten deiner Füße nutzt, werden deine Muskeln und Faszien dort nicht mehr regelmäßig in vollem Umfang gedehnt. Mit der Zeit werden sie immer unnachgiebiger und können die nötige Streckung nur noch eingeschränkt „mitmachen“. Du kannst dir das wie bei einem Hefeteig vorstellen: Ausrollen lässt er sich bis zu einer gewissen Länge relativ leicht (entspricht den oft genutzten Bewegungen), doch zieht sich der Teig wieder zusammen, sobald du versuchst, ihn weiter auszurollen (entspricht den selten genutzten Gelenkwinkeln).

Wir von Liebscher & Bracht sprechen hier von einer „Verkürzung“ der Muskeln und Faszien.
In unserem Beispiel erzeugt die muskulär-fasziale Verkürzung vor allem in den Waden eine Zugkraft auf die fußhebende Muskulatur. Sie baut eine über das normale Maß hinausgehende Gegenspannung auf. Nun herrscht sowohl im vorderen als auch hinteren Bereich der Füße eine Zugkraft durch die überhöhte muskulär-fasziale Spannungen, welche die Gelenkflächen so stark aufeinanderpresst, dass Verschleiß an Knorpel und Knochen in deinen Füßen entsteht.

In der Knochenhaut sitzen Rezeptoren, die diesen Verschleiß registrieren und die Bedrohung der Füße an das Gehirn weiterleiten. Sind einzelne Bereiche in deinen Füßen besonders stark durch einseitige Bewegungsmuster bedroht, projiziert das Gehirn einen Schmerz in die jeweilige Fußregion und macht dich auf diese Weise auf die Bedrohung aufmerksam. Wir sprechen bei diesen Schmerzen daher von „Alarmschmerzen“.

Die Ursache deiner Fußschmerzen in Kürze

Die Ursache von Fußschmerzen und Fehlstellungen (wie Hallux valgus), Entzündungen von Sehnen und Bändern sowie Gelenkverschleiß (Arthrose) liegt in einseitigen Bewegungen, die für verkürzte Muskeln und Faszien sorgen. Vielfältige Bewegungen helfen, die Schmerzen zu beseitigen.

Mit der von Liebscher & Bracht angewandten manualtherapeutischen Technik, der Osteopressur, werden gezielt die Alarmschmerz-Rezeptoren in der Knochenhaut gedrückt. Dadurch können sich die muskulär-faszialen Spannungen normalisieren. Als Folge werden auch die Gelenkflächen nicht mehr so stark aufeinandergepresst, was von den Rezeptoren in unserem Körper wahrgenommen und an das Gehirn weitergeleitet wird. Entsprechend wird auch der Alarmschmerz in deinen Füßen eingestellt. In Verbindung mit unseren Übungen kannst du sogar langfristig schmerzfrei bleiben. Einen unserer ausgebildeten Schmerztherapeuten in deiner Nähe findest du hier.

2.1 Ursache für deine Schmerzen beim Hallux valgus

Schmerzende Füße mit Hallux valgus neben hohen Schuhen

© Maridav – Fotolia.com

Trägst du auch gern hohe oder eng geschnittene Schuhe? Das kann belastende und schmerzhafte Folgen haben: Im Volksmund wird die  Fußfehlstellung Hallux valgus auch als Ballenzeh bezeichnet. Dabei neigt sich der große Zeh ganz deutlich in Richtung Körperaußenseite und ist von den anderen Zehen abgewinkelt. Das verursacht schmerzhafte Druckstellen und der Fuß passt nicht mehr in jeden Schuh.

Übrigens werden beim Hallux valgus oft Einlagen verschrieben. Warum das aus unserer Sicht nicht gut ist, erfährst du im Beitrag “Achtung, darum schaden dir Einlegesohlen”.

Wir sind davon überzeugt, dass weder Alter noch Geschlecht Fußschmerzen durch einen Hallux valgus ausreichend erklären können. Vielmehr zeigt unsere Erfahrung auch hier, dass der Grund für deine Fußfehlstellung dauerhafte Fehlbelastungen deiner Füße sowie ihre einseitige und eingeschränkte Nutzung sind. Die gute Nachricht für dich: Bei einem (beginnenden) Hallux valgus können unseren Übungen helfen, das Bindegewebe und die Muskulatur deines Fußes so zu dehnen, dass du einem weiteren Verrutschen der Sehne vorbeugen kannst. Weitere Infos und unser Übungsvideo findest du in unserem großen Schmerzlexikon-Artikel zum Hallux valgus.

2.2 Ursache für deine Schmerzen beim Hallux rigidus (Arthrose)

Röntgenaufnahme von Fuß

Hinter dem Hallux rigidus – wörtlich „steife Großzehe“ – verbirgt sich die Arthrose des Großzehengelenks. Betroffene klagen über einen belastungsabhängigen Schmerz und eine Schwellung oder Rötung des Gelenks. Im Frühstadium bemerken viele eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung beim Abrollen des Fußes. Mit der Zeit nimmt diese Bewegungseinschränkung immer weiter zu. Genau wie bei der Arthrose in anderen Gelenken reibt hier — aufgrund zu hoher Spannungen in der Muskulatur und den Faszien — Knochen auf Knochen.

Doch kein Grund zur Panik! Nur weil du Arthrose im Fuß hast, bedeutet das nicht, dass du auch Schmerzen haben musst. Mit unseren gezielten Übungen für den großen Zeh kannst du die Zugspannungen auf das Gelenk verringern. Spezielle Übungen für Arthrose im großen Zeh findest du in unserem Buch “Die Arthrose Lüge”, alles Wissenswerte über Arthrose in unserem großen Schmerzlexikon-Artikel.

2.3 Ursache für Schmerzen bei Hammer- und Krallenzehen

Grafische Darstellung einer Krallenzehe

Patienten mit Hammerzehen quälen meist Druckstellen und Schmerzen an den betroffenen Zehen. Denn der Hammerzeh ist eine Fußfehlstellung, bei der das Zehengrundgelenk permanent überstreckt ist. Dies sorgt dafür, dass die Zehenkuppe dauerhaften Kontakt zum Boden hat.

Patienten mit Krallenzehen haben oft ähnliche Beschwerden wie Betroffene von Hammerzehen. Es zeigen sich schmerzhafte Schwielen und Druckstellen an den Zehen. Im Gegensatz zum Hammerzeh weist der Krallenzeh jedoch keinen Kontakt mehr zum Boden auf. 

Wir glauben nicht, dass falsche Schuhe — wie oft behauptet wird –, sondern zu einseitige Bewegungen deiner Füße die Ursache für deine Schmerzen und Beschwerden sind. “Verkürzte” Sehnen, Bänder und Faszien an den Füßen resultieren daraus. Diese einseitigen Verkürzungen sorgen beim Krallen- bzw. Hammerzeh dafür, dass deine Zehen den Bodenkontakt verlieren bzw. permanent Bodenkontakt haben. Mit unseren gezielten Übungen kannst du die Verkürzungen und Überspannungen jedoch Schritt für Schritt normalisieren. Hier findest du zwei Power-Übungen bei Fußschmerzen.

2.4 Ursache für Schmerzen beim Plattfuß bzw. Knick-Senkfuß

Fußabdrücke im Sand

Als Plattfuß wird grundsätzlich eine Abflachung bzw. Absenkung der Fußlängswölbung bezeichnet. Im Extremfall ist das Fußgewölbe gar nicht mehr vorhanden. Beim Plattfuß, konkret als Knickfuß oder Knick-Senkfuß bezeichnet, kippt typischerweise die Ferse oder sogar der gesamte Vorfuß nach innen ab und es entsteht eine Art “Entengang”. Betroffene beschreiben oft diffuse Schmerzen in der Fußsohle oder Mittelfußschmerzen und klagen über erhöhte Spannungen in der Wadenmuskulatur.

Auch hier sind monotone und vor allem sitzende Tätigkeiten der Auslöser. Wusstest du, dass vor allem das Barfußgehen sehr wichtig für einen gesunden Fuß ist? Das Gehen ohne Schuhe kann zur Prophylaxe und auch als therapeutische Maßnahme bei Fußschmerzen eingesetzt werden. Zudem sollten Betroffene die Wadenmuskulatur dehnen. Mehr zur Entstehung des Knick-Senkfußes und effektive Übungen zum Mitmachen findest du hier.

2.5 Ursache für Beschwerden beim Plattfuß bzw. Spreizfuß

Barfuß gehen im Fluss

Beim Spreizfuß, auch Senk-Spreizfuß genannt, senkt sich das Quergewölbe des Fußes ab (anstatt wie beim Knick-Senkfuß das Längsgewölbe). Typisch für den Spreizfuß sind schmerzhafte Schwielen zwischen den Groß- und Kleinzehballen und Mittelfußschmerzen. Betroffene beschreiben häufig, dass es sich an den Stellen anfühlen würde, als sei ein Steinchen unter dem Fuß. Zudem passt der Fuß oft nicht mehr in die gewohnten Schuhe, da er zu breit geworden ist.

Unser moderner Lebensalltag ist eine mögliche Ursache für den Spreizfuß: Das Laufen in gut gepolsterten Schuhen auf glatten und vor allem ebenen Flächen sorgt dafür, dass die Muskeln und Faszien in unseren Füßen nicht mehr richtig gefordert sind und einfach schwächer werden. Die Muskeln und Faszien im Bereich der Mittelfußknochen geben dem Fuß nicht mehr genug Halt und Stabilität, wodurch er sich an dieser Stelle absenkt. Warum Einlagen, die bei Platt- und Spreizfüßen oft vom Arzt verordnet werden, nicht gut sind, erklären wir dir in diesem Beitrag.

2.6 Ursache der Schmerzen beim Hohlfuß

Hohlfüße am Beckenrand

Bei einem Hohlfuß ist das Fußlängsgewölbe stark zusammengezogen, was dazu führt, dass der Betroffene eine geringe Auflagefläche des Fußes am Boden hat. Der stark erhöhte Druck auf die Ferse und auf die Vorfußballen kann zu Schmerzen in diesen Bereichen führen. Ziel unserer Dehnübungen ist es, dafür zu sorgen, dass sich die faszialen und muskulären Spannungen in deinem Fuß normalisieren. Dann kann sich der Fußrücken wieder auf ein Normalmaß absenken und das Gewicht verteilt sich besser auf den gesamten Fuß. Auf diese Weise können sich deine Beschwerden Stück für Stück verringern und Fußschmerzen sogar komplett verschwinden. Diese zwei effektiven Übungen helfen dir dabei.

Metatarsalgie:

Als Metatarsalgie werden alle Schmerzen bei Überlastungen  unter den Mittelfuß-Köpfen, also den Ballen, bezeichnet. Dabei handelt es sich eher um einen Sammelbegriff für viele Beschwerden im vorderen und mittleren Fußbereich als um eine eigenständige Krankheit. Ein schmerzhafter Mittelfuß ist hier meist die Konsequenz aus Spreizfuß, Hammerzehen, Krallenzehen, Hallux valgus oder Hallux ridigus.

2.7 Ursache von Fußschmerzen bei Beschwerden mit der Achillessehne (Achillodynie)

Jogger hält sich seine schmerzende Achillessehne

(c) Narong Jongsirikul- Shutterstock

Beschwerden an der Achillessehne (Achillodynie) sind oft mit einer langen Leidensgeschichte verbunden und lösen mitunter heftige Schmerzen an der Fußsohle aus. Die Fußschmerzen und Beschwerden in den Beinen steigern sich kontinuierlich und werden dann regelrecht zur Tortur. Sind die Wadenmuskulatur hinten und die Schienbeinmuskeln vorne überspannt und die Faszien verfilzt, leidet die Achillessehne. Dann ist die Sehne einer permanenten Spannung zwischen den hebenden und senkenden Fußmuskeln ausgeliefert und es kann am Achillessehnenansatz zu Schwellungen kommen. Ist die Zugspannung zu groß, reagiert das Gehirn mit dem Alarmschmerz. Um die Schmerzen dauerhaft zu beseitigen, müssen also die muskulär-faszialen Fehlspannungen normalisiert werden. Mehr zum Thema Achillessehne (Achillodynie) und Übungen, um deine Schmerzen zu lindern, findest du hier.

2.8 Ursache der Fußschmerzen beim Fersensporn

Röntgenbild mit Fersensporn

(c) Shutterstock – Jarva Jar

Viele Betroffene spüren beim Fersensporn höllische Schmerzen im Bereich der Ferse (Fersenbein) und können kaum auftreten. Die Fersenschmerzen fühlen sich an, als ob ein Nagel bei jedem Schritt in den Fuß piekst. Zudem schildern Patienten neben einem typischen Druckschmerz im Fersenbein auch oft einen morgendlichen “Anlaufschmerz” nach dem Aufstehen. Die Fersenschmerzen nehmen im Verlauf des Tages meist ab, werden jedoch bei Belastung wieder deutlich stärker.  

Der Fersensporn ist die Antwort deines Körpers auf fehlende oder zu monotone Bewegung. Im Alltag läufst du immer in Schuhen und auf glatten Flächen. Wölbungen oder Rundungen im Untergrund, wie beispielsweise am Strand oder auf dem Waldboden, fehlen oft völlig. Dort müsste sich der Fuß permanent anpassen. Da es diese Vielfalt nicht gibt, entwickelt der Fuß leicht einen Fersensporn am Fersenbein (Calcaneus). Mehr zu den Behandlungsmöglichkeiten bei einem Fersensporn erfährst du hier. Außerdem zeigen wir dir im Video Übungen, die deine Beschwerden lindern können.

Schon gewusst? Einige Patienten leiden auch an einer Plantarfasziitis (auch: plantare Fasziitis). Das ist eine Entzündung der Sehnenplatte der Fußsohle entlang des Fußlangsgewölbes. Die Symptome sind nahezu identisch mit denen des  Fersensporns. Die Plantarfasziitis äußert sich durch Fersenschmerzen und Schwellungen, die vor allem bei Druck und Belastung auftreten. Unsere Übungen zum Fersensporn können dir auch bei deinen Beschwerden mit Plantarfasziitis helfen. Probiere sie gleich aus!

2.9 Weitere Ursachen von Fußschmerzen

Deine Fußschmerzen können natürlich auch auf eine Marschfraktur (auch Stressfraktur oder Ermüdungsbruch genannt) zurückzuführen sein. Diese Frakturen entstehen oft bei starken Überlastungen der Füße. Denkbar ist auch das Tarsaltunnelsyndrom: Der Tarsaltunnel ist die Stelle, an der Nerven und Gefäße hinter dem Innenknöchel in die Fußsohle laufen. Das Tarsaltunnelsyndrom geht meist mit Nervenschmerzen (Neuralgien) einher. Selten bildet sich ein Neurom im Fuß, also ein gutartiger Knoten, der chirurgisch entfernt wird. Neben einem Neurom kann es im schlimmsten Fall zu einer Knochennekrose kommen. Dabei stirbt ein Teil des betroffenen Knochens, beispielsweise an der Fußwurzel, aufgrund von Infektionen ab. Bei dauerhafter Überlastung können sich auch Schleimbeutel im Fuß entzünden. Eine Reduktion der muskulär-faszialen Spannungen kann allerdings dafür sorgen, dass die Entzündung im Schleimbeutel wieder abklingt.

3 Tipps für schmerzfreie und gesunde Füße

Du weißt jetzt, dass einseitige Bewegungen zu verkürzten Muskeln und Faszien führen, die Schmerzen und Fehlstellungen im Fuß verstärken oder auslösen. Hast du bereits so starke Beschwerden, dass du unsere Übungen nicht ausführen kannst? Dann gehe am besten zunächst zu einem unserer ausgebildeten Therapeuten. Die Chancen stehen gut, dass es dir bereits nach der ersten Behandlung deutlich besser gehen wird. Unsere Übungen helfen dir, die Muskeln und Faszien in deinen Füßen geschmeidig und beweglich zu halten.

Abschließend haben wir noch ein paar grundlegende Tipps für dich, damit deine Füße gesund werden oder bleiben können:

  • Gehe immer mal wieder barfuß, am besten auf verschiedenen Untergründen.
  • Versuche, verschiedene Untergründe in deinen Alltag einzubauen. Laufe beispielsweise auf dem Arbeitsweg über die Wiese oder durch den Sandkasten auf dem Spielplatz.  
  • Gehe bewusst abwechselnd ein Stück auf den Zehenspitzen, auf dem Fußballen, auf der Fußaußenkante und der Fußinnenkante. So werden abwechselnd verschiedene Muskelgruppen aktiviert und gestärkt.
  • Wechsle regelmäßig das Schuhwerk, denn auch dadurch werden unterschiedliche Muskeln trainiert.

💡 Wenn du Fußschmerzen hast, kann dir dieses Wissen helfen:

Das musst du über deine Fußschmerzen wissen!

In diesem großen Schmerzlexikon-Artikel bekommst du alle wichtigen Fakten, die du über Fußschmerzen wissen solltest, sowie die besten Übungen für zuhause.

Jetzt lesen

Zwei Power-Übungen gegen Fußschmerzen

Wir haben ein paar einfache Übungen entwickelt, mit denen du einseitiges Gehen ausgleichen und deine Schmerzen beseitigen kannst. Die Übungen zeigen wir dir in dem folgenden Video.

Video ansehen

Achtung: Darum schaden dir Einlegesohlen

Wir erklären dir, warum Einlegesohlen schaden – vor allem, wenn sie langfristig getragen werden. Und natürlich wir zeigen dir Übungen, die deine Beschwerden viel besser lindern können.

Mehr erfahren

Lade dir unseren kostenfreien Ratgeber gegen deine Schmerzen runter:

Ratgeber Nackenschmerzen von Roland Liebscher-Bracht im Flyerformat. Zu sehen sind Titelseite und der aufgeschlagene Ratgeber.

✅ Die besten Übungen gegen deine Schmerzen mit Bildern und präziser Erklärung
✅ Wie entstehen deine Schmerzen und wie lassen sie sich vermeiden?
✅ Experten-Tipps von Roland Liebscher-Bracht
▶ Den ganzen Ratgeber kostenlos als PDF runterladen!

runterladen

Das solltest du über Liebscher & Bracht wissen:

So funktioniert Liebscher & Bracht -- Schritt für Schritt

Hier bekommst du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wenn du noch gar nicht weißt, wie die Schmerzbehandlung nach Liebscher & Bracht funktioniert und was du tun sollst.

Anleitung ansehen

Die besten Übungen gegen deine Schmerzen

In unserem großen Schmerzlexikon findest du zu jedem Schmerz eine ausführliche Erklärung, wie er entsteht und welche Übungen am besten dagegen helfen.

Zum Schmerzlexikon

Unsere Übungen: Wie oft und wie lange?

Wie oft und wie lange solltest du unsere Übungen machen, damit du deine Schmerzen möglichst effektiv in den Griff bekommst?

jetzt lesen

Warum richtige Bewegung Schmerzen heilt

Unsere Übungen bewirken, dass sich dein Körper auch in den wenig genutzten Gelenkwinkeln bewegt. Doch warum hilft das?

jetzt lesen

Warum machen wir das? Unsere Vision!

Warum stellen wir dir und anderen Schmerz-Leidenden all das Wissen und die Video-Übungen kostenlos zur Verfügung?

jetzt lesen

Darum sind diese Faszienrollen so effektiv

Es gibt viele Anbieter für Faszienrollen, aber unsere wurden speziell gegen Schmerzen entwickelt.

jetzt lesen

Drei Fehler beim Faszienrollen

Diese Fehler werden bei der Faszien-Rollmassage häufig gemacht. Vermeide sie unbedingt, wenn du Erfolg haben willst.

jetzt lesen

Faszienrollen: Wie oft? In welche Richtung?

Wie oft solltest du eine Faszien-Rollmassage machen und in welche Richtung solltest du dabei rollen?

jetzt lesen