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Fasten bei Rheuma: ein Fallbeispiel

Heilfasten, Intervallfasten, Basen-Fasten: Es gibt viele Möglichkeiten, dem Körper über kurzzeitigen Nahrungsverzicht etwas Gutes zu tun. Dabei ist das Fasten nicht nur wohltuend, sondern stärkt auch das Immunsystem. An einem Fallbeispiel möchte ich dir zeigen, wie der Nahrungsverzicht einem Patienten mit Rheuma langfristig helfen konnte.

Dr. med. Petra Bracht

Ärztin & Schmerzspezialistin

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Eine Person hält beide Hände vor dem Körper und fasst mit der rechten Hand den linken Mittelfinger an. Der Mittelfinger ist rot eingefärbt, um die rheumatischen Beschwerden zu symbolisieren. Die Person trägt ein weißes Hemd. Ihr Kopf ist nicht zu sehen.

© Orawan Pattarawimonchai | shutterstock

1. Fasten kann die Beschwerden bei Rheuma lindern


Ein Patient, Anfang 60, Fliesenleger, litt seit Jahren an rheumatischen Beschwerden. Erst vor zwei Jahren konnte chronische Polyarthritis im Blut nachgewiesen werden. Besonders seine Knie-, Finger- und Handgelenke waren ständig geschwollen und schmerzhaft. Die vom Rheumatologen vorgeschlagene Behandlung mit einem starken Antirheumamittel, um die Immunaktivität zu unterdrücken, hatte er aufgrund der erheblichen Nebenwirkungen zunächst abgelehnt und suchte nach Alternativen.

Neue Forschungsergebnisse zum Fasten, insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen machen Hoffnung.1) 2) Deshalb empfahl ich ihm eine Basen-Fastenzeit mit folgenden Schwerpunkten:

  • säurebildende Lebensmittel meiden: Für einen festgelegten Zeitraum verzichtet der Patient auf tierische Lebensmittel, Zucker und Alkohol.
  • ausschließlich eine vegane, basische und vollwertige Frischkost: Obst, Gemüse, Nüsse, Kräuter, etc.
  • begleitende Dehnübungen: senken die muskulär-fasziale Spannung und fördern den Stoffwechsel und die Durchblutung. Das versorgt den Körper optimal mit Nährstoffen.

Das Ergebnis war erstaunlich:

Durch das Fasten gingen seine Schwellungen zurück und selbst die extreme Morgensteifigkeit war fast vollständig verschwunden.

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2. Was bewirkt Fasten im Körper?


Die Gründe für die heilsamen Wirkungen des Fastens sind mittlerweile gut erforscht:

  • Tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst, Eier, Fisch und Milchprodukte fördern Entzündungsprozesse im Körper.3) 4) Kommt noch chronischer Stress mit Schlafmangel hinzu, ist das Immunsystem nicht selten überfordert. Unsere eigene Körperpolizei – das Immunsystem – kann nicht mehr differenzieren und richtet sich gegen uns selbst.
  • Basische Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Nüsse haben eine hohe Dichte an Ballaststoffen, Nährstoffen und Mineralien. Das regt die Stoffwechselprozesse an und hilft beim Entgiften.

Kombination mit Intervallfasten

Beim Intervallfasten verzichtet man mindestens 14 bis 16 Stunden auf Nahrung. Diese Pause bewirkt eine Art Reset, eine Neuorganisation, im Körper. Bereits nach 14 bis 16 Stunden Fasten startet ein genetisch eingebautes Heil- und Reparaturprogramm.

Essen wir – wie beim Basenfasten – dazu eine vollwertige Pflanzenkost, die den Entzündungen entgegen wirkt, können die Entzündungsprozesse auf natürliche Weise beendet werden. Immer aber, wenn solche Entzündungen biochemisch oder biophysikalisch „mit Gewalt“ beendet werden, stören wir den Heilungs- und Regenerationsprozess.

Mein Fazit:

Intermittierendes Basenfasten mit der Einhaltung von etwa 16 Stunden Fastenzeit täglich, kombiniert mit den passenden Engpassdehnungen, lässt den Körper seine Heilungsprozesse entfalten.

Wie funktionieren die Engpassdehnungen? In unserem Ratgeber zum Thema Rheuma findest du einige sinnvolle Übungen, die die muskulär-fasziale Spannung herabsetzen können.

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Über diesen Artikel

Roland Liebscher-Bracht

Autor:
Roland Liebscher Bracht
Schmerzspezialist und Spiegel-Bestseller Autor

Mehr über den Autor
Dr. Egbert Ritter, Unfallchirurg und eh. Oberarzt im UKH Salzburg

Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg

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Veröffentlicht am: 17.08.2022 | Letzte Aktualisierung: 17.08.2022

Quellen & Studien

  • ↑1 Hofer, S. J., Carmona-Gutierrez, D., Mueller, M. I., & Madeo, F. (2022). The ups and downs of caloric restriction and fasting: from molecular effects to clinical application. EMBO molecular medicine, 14(1), e14418. https://doi.org/10.15252/emmm.202114418
  • ↑2 Zhang, Y., Liu, C., Zhao, Y., Zhang, X., Li, B., & Cui, R. (2015). The Effects of Calorie Restriction in Depression and Potential Mechanisms. Current neuropharmacology, 13(4), 536–542. https://doi.org/10.2174/1570159x13666150326003852
  • ↑3 Adam, O. (2013). Pathophysiologie der Entzündung, Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin, 1, S.7.
  • ↑4 Dragan, S. et al. (2020). Dietary Patterns and Interventions to Alleviate Chronic Pain, Nutrients 2020, 12, 2510, S. 1.

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