Arthrose im Handgelenk

Roland Liebscher-Bracht
Schmerzspezialist & SPIEGEL-Bestseller-Autor
1. Ursache von Handgelenksarthrose

1.1 Wie entsteht Handgelenksarthrose?
- Zwei Knochen der Handwurzel (Kahnbein und Mondbein) und die Speiche im Unterarm bilden das Handgelenk. Auf beiden Seiten sind die Gelenkflächen mit elastischem Knorpel überzogen, sodass die Knochen nicht schmerzhaft aufeinander reiben.
- Knorpelgewebe ernährt sich über Diffusion: Druck presst Flüssigkeit aus der Knorpelschicht hinaus und Entlastung lässt frische Flüssigkeit nachfließen. So saugt sich der Knorpel mit Nährstoffen voll und bleibt gesund.
- Wer unter Arthrose leidet, hat dauerhaft einen zu hohen Druck im Gewebe rund um die Gelenke, sodass der Knorpel keine Chance zur Regeneration bekommt.

© Liebscher & Bracht
1.2 Der Knorpel im Handgelenk
Ob der Gelenkknorpel in einem guten Zustand ist, hängt maßgeblich davon ab, wie wir die Gelenke bewegen:
- Unsere Handgelenke und Finger sind meistens gebeugt: am Computer tippen, beim Essen, beim Greifen – fast nie sind die Handgelenke samt Finger in einer vollen Streckung.
- Dadurch baut sich eine hohe Spannung in der Beugemuskulatur und in den umgebenden Faszien auf. Diese Spannung kann Schmerzen verursachen, weil sich in den Faszien viele Schmerzrezeptoren befinden.
- Gleichzeitig erhöht die Gewebespannung den Druck im Gelenkspalt. Auf Dauer wirkt sich diese Einseitigkeit daher auf den Gelenkknorpel aus: Das Wechselspiel aus Druck und Entlastung fehlt und er bekommt nicht genug Nährstoffe, um zu regenerieren.
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2. Wie fühlt sich eine Handgelenksarthrose an?
- Belastungsschmerzen: Bei Belastung des Gelenks, zum Beispiel wenn Betroffene etwas Schweres heben, treten starke Schmerzen auf.
- Schmerzen im Ruhezustand: Vor allem bei fortgeschrittener Arthrose treten auch Beschwerden im Ruhezustand, zum Beispiel nachts, auf.
- Eingeschränkte Beweglichkeit: Der Bewegungsradius des Handgelenks wird durch die Schmerzen eingeschränkt. Das kann bis zur Versteifung führen und die Lebensqualität stark vermindern.
- Schmerzhafte Schwellungen am Handgelenk
- Verdickung des Gelenks: Weil es im Spätstadium zu Knochenauswüchsen (Osteophyten) an den Rändern der Gelenkflächen kommen kann, vergrößert sich dadurch auch der Gelenkumfang.
- Kraftlosigkeit
3. Wie kann man Arthrose im Handgelenk behandeln?
Gängige Behandlungsmethoden zur Bekämpfung der Symptome:
- Schmerzmittel
- Injektionen
- Handgelenk-Bandagen
- Physiotherapie und Krankengymnastik
- In seltenen Fällen: künstliche Versteifung des Handgelenks (Arthrodese oder Teilarthrodese)
3.1 Behandlung nach Liebscher & Bracht
Wenn einseitige Bewegungen im Handgelenk zu Schmerzen und unnatürlich hoher Abnutzung des Knorpels führen, solltest du aktiv werden. Die Dehnübungen von Liebscher & Bracht decken das ganze Bewegungsspektrum des Gelenks ab. Dadurch entspannt einerseits die Muskulatur, andererseits bekommen auch die Faszien den Impuls, geschmeidig zu bleiben. Das reduziert den Druck im Gelenkspalt und gibt dem Knorpel die Chance, zu regenerieren.
In unserem kostenfreien Ratgeber zu Handgelenkschmerzen bekommst du einige Übungsvorschläge, die sowohl den Knorpelabbau stoppen als auch die Schmerzen im Handgelenk lindern können.

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3.2 Was soll man bei Arthrose im Handgelenk essen?
Neben psychischen und sozialen Faktoren wie Stress, Überforderung und Angstzuständen hat vor allem Ernährung einen großen Einfluss auf Schmerzen und auf die Gesundheit des Knorpels. Eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen ist für unsere Gesundheit unerlässlich – besonders bei Arthrose. In erster Linie wird das über eine ausgewogene, basische und möglichst pflanzliche Ernährung gewährleistet. Doch durch die industrielle Verarbeitung und Lagerung vieler Lebensmittel steigt die Wahrscheinlichkeit einer Unterversorgung. Bei Nährstoffmangel oder einem erhöhten Bedarf können daher Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein.
Details dazu findest du in unserem Schmerzlexikon-Artikel zum Thema Ernährung bei Arthrose.
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Über diesen Artikel


Medizinische Prüfung:
Dr. med. Egbert Ritter
Facharzt für Unfallchirurgie & Eh. Oberarzt in Salzburg
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Fachlicher Prüfer:
Christian Aulbach
Zertifizierter Liebscher & Bracht-Therapeut und Dozent
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