Arthrose – Was hilft gegen den Knorpel-Verschleiß und die Schmerzen?

Alle Informationen zu den Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten von Arthrose

Ein schmerzendes Knie mit Arthrose wird von zwei Händen gehalten

© underdogstudios – Fotolia.com

Stelle dir vor, du könntest dich endlich wieder schmerzfrei bewegen und dein Leben so genießen wie früher. Wenn du unter Arthrose leidest, dann wünschst du dir wahrscheinlich nichts mehr als das – und Millionen Menschen teilen mit dir diesen Wunsch. Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung, doch noch immer bestehen zahlreiche Missverständnisse bezüglich ihrer Entstehung und Behandlung. Viele glauben, dass der Gelenkverschleiß und die zunehmenden Schmerzen langfristig nicht aufzuhalten und eine normale Begleiterscheinung des Alters wären. Doch das ist ein großer Irrtum! 

Wir verraten dir in diesem Artikel, wie du Arthrose und die dabei auftretenden Gelenkschmerzen effektiv und schnell behandeln kannst – ohne Medikamente, Operationen oder Nebenwirkungen.

Arthrose und Schmerzen sind kein Schicksal!

Wie ist es dir ergangen, als du erfahren hast, dass du Arthrose hast? Vermutlich war es entweder ein Schock für dich oder du hast aufgrund der schon länger bestehenden Gelenkbeschwerden etwas geahnt. In beiden Fällen wird es aber eine deprimierende Diagnose für dich gewesen sein. Deshalb ist es besonders wichtig, dass du erfährst, wie Arthrose wirklich entsteht und du dieser Diagnose nicht schicksalhaft ausgeliefert bist.

🎥 Arthrose ist nicht heilbar? In diesem Video klärt Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht über die weit verbreiteten Arthrose-Irrtümer auf:

Es gibt eine effektive Möglichkeit, den Gelenkverschleiß und die Schmerzen aufzuhalten, und wie das geht, werden wir dir in diesem Artikel verraten.

Die meisten Arthrose-Patienten gehen irgendwann aufgrund der immer stärker werdenden Gelenkschmerzen zum Arzt. In der Regel folgt auf eine meist wenig erfolgreiche Physiotherapie, die Einnahme immer stärkerer Schmerzmittel, Operationen und schließlich der künstliche Gelenkersatz. Viele Ärzte sind der Meinung, dass dieser Prozess unvermeidlich sei, da der Gelenkverschleiß und die Schmerzen mit dem Alter nun mal zunehmen würden. Doch das ist aus unserer Sicht ein Jahrhundert-Irrtum!

Dieser Irrtum kommt durch eine falsche Auffassung zur Entstehung der Arthrose und der Schmerzen zustande. Auf Grundlage dieses Irrtums werden schließlich Behandlungen empfohlen, die weder den Verschleiß noch die Schmerzen dauerhaft beheben. Zum Teil gehen mit diesen Behandlungen erhebliche Risiken und Nebenwirkungen einher, die den Patienten aber oft nicht klar sind. Gerade in Deutschland werden so viele künstliche Gelenke eingesetzt wie in kaum einem anderen Land – und das ist ein Eingriff, der nie wieder rückgängig gemacht werden kann. Deshalb empfehlen wir vor einem solchen Schritt, unsere Therapie wenigstens einmal auszuprobieren. Wenn wir dir tatsächlich nicht helfen können – und das ist in den seltensten Fällen so –, dann hast du immer noch die Möglichkeit, dich für ein künstliches Gelenk zu entscheiden.

In diesem Artikel erfährst du, wie Arthrose wirklich entsteht und deine Schmerzen zustande kommen. Wir zeigen, warum dir herkömmliche Behandlungen oft nicht dauerhaft helfen – auch wenn es in einigen Fällen erst mal besser zu werden scheint. Wir verraten dir aber auch, wie du deinen Gelenkverschleiß und deine Schmerzen tatsächlich aufhalten kannst und noch bis ins hohe Alter ein schmerzfreies Leben genießen kannst.

1. Entstehung: Was ist Arthrose und wie entsteht sie?

Unter Arthrose — nicht zu verwechseln mit Rheuma — versteht man eine degenerative Gelenkerkrankung, die durch einen starken Verschleiß des Knorpels gekennzeichnet ist. Im fortgeschrittenen Zustand kann der Knorpel sogar vollständig zerstört werden, sodass die Gelenkflächen ohne Puffer aufeinander reiben und verschleißen. Allerdings bestehen noch immer viele Missverständnisse über ihre Entstehung.

🎥 In diesem Video erklärt dir Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht, wie Arthrose und die Schmerzen wirklich entstehen:

Nach dieser kurzen Video-Einleitung hast du schon einen guten ersten Eindruck bekommen, wie Arthrose und die Schmerzen wirklich entstehen. Sicher ist dir vieles in dieser Kürze aber noch nicht ganz klar geworden, deshalb schauen wir uns die Entstehung nun noch einmal im Detail an. Um wirklich zu verstehen, was genau Arthrose ist und wie sie entsteht, ist es wichtig, dass wir uns zunächst die Funktionsweise eines gesunden Gelenks vor Augen führen.

1.1. Wie ist ein gesundes Gelenk aufgebaut?

Wir Menschen haben über 100 echte Gelenke, die unseren Körper beweglich und flexibel machen. Wie wichtig das ist, merken wir aber meistens erst, wenn wir einige Gelenke nicht mehr schmerzfrei benutzen können. Dann sind unsere Bewegungen plötzlich eingeschränkt und wir können nicht mehr so am Leben teilhaben, wie wir es gerne möchten.

Knie-Gelenk Anatomie
Der Aufbau eines gesunden Kniegelenks | © elenabsl – Fotolia.com

An einem Gelenk sind mindestens zwei Knochen beteiligt, die eine bewegliche Verbindung eingehen. Dabei wird zwischen echten und unechten Gelenken unterschieden:

Die Flächen echter Gelenke sind mit hyalinem Knorpel überzogen, der von Gelenkflüssigkeit umgeben ist. Die Gelenkhöhle wird von einer zweilagigen Gelenkkapsel umschlossen, die für die Stabilität des Gelenks sorgt und die Bewegungsrichtung gegebenenfalls einschränkt. Außerdem produziert die Synovialhaut der Kapsel die sogenannte Synovialflüssigkeit, die als Gelenkschmiere zwischen den Knochen fungiert, und stellt Eiweißbausteine für die Ernährung des Knorpels bereit.

Diese Beschreibung trifft auf die größten Gelenke wie Hüftgelenke, Kniegelenke oder Schultergelenke in unserem Körper zu. Daneben existieren noch unechte Gelenke die knorpelige oder bindegewebige Knochen-Verbindungen oder knöcherne Verschmelzungen darstellen. Wenn wir sie auch noch mit in unsere Rechnung aufnehmen, dann haben wir Menschen sogar etwa 360 Gelenk-Verbindungen.

1.2. Wie funktioniert ein gesundes Gelenk?

Unsere Muskeln sorgen dafür, dass die Gelenke in unserem Körper in die gewünschte Richtung bewegt werden können. Jedes Gelenk hat sowohl Agonisten – also Muskeln, die das Gelenk in eine bestimmte Richtung beugen können –, als auch Antagonisten – Muskeln, die es wieder in die Gegenrichtung bewegen können. Dabei ziehen sich die einen Muskeln (Agonisten) zusammen, um zum Beispiel ein Bein zu beugen, während die gegenüberliegenden Muskeln (Antagonisten) gestreckt werden. Der Körper baut in der nachgebenden Richtung eine kleine Kraft auf, welche die Spannung aufrechterhält und daher Steuerspannung genannt wird. Sie zieht etwas dagegen, damit die Knochen der beteiligten Gelenke richtig positioniert werden.

🎥 In diesem Video wird sehr anschaulich an einem Holzmodell erklärt, wie genau ein gesundes Gelenk funktioniert:

💪 Muskeln und Gehirn bringen das Gelenk in Bewegung

Muskeln sind die einzigen Motoren, die wir für unsere Bewegungen aktiv ansteuern können: Unser Gehirn speichert häufig benutzte Bewegungsmuster und die dafür notwendigen Muskelspannungen, um die Bewegungen im Alltag schnell und flüssig durchführen zu können. So kommt es, dass wir nicht großartig darüber nachdenken müssen, wie wir uns fortbewegen, sondern das meiste ganz automatisch abzulaufen scheint. Dieses Bewegungsprogramm im Gehirn verändert sich ein Leben lang, je nachdem welche Bewegungsmuster wir regelmäßig ausführen.

🏃 Faszien umhüllen die Muskeln und bewegen sich flexibel mit

Untrennbar mit diesem Hirnprogramm verbunden sind die Faszien – die Weichteil-Komponenten des Bindegewebes. Sie durchdringen wie ein dreidimensionales Spinnennetz unseren Körper und umschließen die Muskeln, damit alles an seinem Platz bleibt. Wenn sich die Muskeln zusammenziehen und wir uns bewegen, geben die Faszien in einem gesunden Körper völlig flexibel nach und machen die Bewegung mit. Sie werden permanent von den Fibroplasten in unserem Körper an die häufig durchgeführten Bewegungen angepasst, überarbeitet und umstrukturiert. Unsere alltäglichen Bewegungsmuster prägen also maßgeblich die Struktur und Flexibilität unserer Faszien.

🏋 Knorpel dämpfen Belastungen und sorgen für nahezu reibungslose Bewegung

Damit sich die Gelenkknochen nahezu reibungslos bewegen können, ist ein Puffer zwischen diesen beiden Flächen notwendig. Dafür sorgt der Knorpel, der zum Beispiel in Scheibenform als Meniskus im Kniegelenk vorkommt. Der elastische Knorpel dämpft Stöße und Belastungen ab und sorgt im Zusammenspiel mit der umliegenden Flüssigkeit für die Gleitfähigkeit der Gelenkflächen.

Da der Knorpel nicht durchblutet wird, muss er die nötigen Nährstoffe aus der umliegenden Gelenkflüssigkeit aufnehmen. Das funktioniert nach dem Schwamm-Prinzip: Jedes Mal, wenn das Gelenk belastet und der Knorpel somit zusammengedrückt wird, werden alle Abfallstoffe aus ihm herausgepresst. Dabei entsteht ein leichter, biologisch normaler Abrieb, der vom gesunden Körper wieder regeneriert wird. Wenn das Gelenk entlastet wird, saugt sich der Knorpel wieder mit Gelenkflüssigkeit voll und nimmt neue Nährstoffe auf.

🎥 Hier könnt ihr sehen, wie die Kontraktion – also das Zusammenziehen – der Muskeln funktioniert, um eine Bewegung auszuführen. Beim Querschnitt des Muskels könnt ihr sehr schön die Faszien erkennen, die als weiße Fläche zwischen den roten Muskeln zu sehen sind:

1.3. Wie entsteht Arthrose?

In diesem Kapitel erklären wir dir kurz zusammengefasst, wie Arthrose und die Beschwerden entstehen. Wenn du einen wirklich umfassenden Einblick haben willst, empfehlen wir dir dringend das neue Buch von Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht: Die Arthrose-Lüge. Natürlich ist der Titel absichtlich provokant gewählt und selbstverständlich zweifeln wir nicht die Existenz der Arthrose an. Die „Lüge“ besteht vielmehr darin, dass trotz offensichtlicher Ineffektivität der herkömmlichen Behandlungen und unter Ignoranz zahlreicher Studien an dem bisherigen Modell festgehalten wird – zum Nachteil des Patienten. Das neue Buch kannst du dir jetzt bei Amazon bestellen:

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In unserem heutigen Alltag bewegen wir uns in der Regel sehr einseitig und nutzen durchschnittlich nur noch 10 Prozent unserer Gelenkwinkel. Die vielen sitzenden Tätigkeiten schränken uns dabei besonders ein. In unserem Gehirn manifestieren sich diese minimalistischen Bewegungsmuster: Hirnprogramme speichern die häufig genutzten Bewegungsmuster und sorgen durch Ansteuerung der Muskeln dafür, dass sie im Alltag schnell und präzise umgesetzt werden können. Deshalb müssen wir auch nicht groß darüber nachdenken, wie wir uns fortbewegen, sondern wir tun es einfach: Die dafür notwendigen Muskelspannungen werden automatisch abgerufen und angewandt.

Die Muskeln und vor allem die sie umgebenden Faszien passen sich den Bewegungsmustern an: Wenn wir beispielsweise sitzen, dann werden die Faszien im vorderen Körperbereich gestaucht, weil die Muskeln durch die angewinkelten Beine nicht gestreckt, sondern in einer verkürzten Position sind. Stellen wir uns dagegen hin, werden die Faszien wieder gedehnt, weil auch die Muskeln gestreckt werden. Verbringen wir jedoch sehr viel Zeit im Sitzen oder anderen Positionen, passen sich Muskeln und Faszien daran an: Sie werden beispielsweise im vorderen Körperbereich unnachgiebiger, weil sie durch das Sitzen selten gedehnt werden.

Wenn wir uns jetzt hinstellen, können die Muskeln und Faszien nicht mehr so flexibel gestreckt werden, wie es eigentlich vorgesehen ist. Dadurch entsteht ein Zug nach vorne, den der Körper auszugleichen versucht, indem die Muskulatur im hinteren Körperbereich dagegen zieht – sonst könnten Sie nicht aufrecht stehen. Die so entstehende Muskel- und Faszien-Spannung geht über das normale Maß weit hinaus und sorgt dafür, dass Gelenkflächen und Wirbelkörper stark aufeinandergepresst werden. Der Knorpel zwischen den Gelenkflächen beziehungsweise die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern werden enorm zusammengepresst und verschleißt mit der Zeit. So entsteht Arthrose – allerdings noch nicht deine Schmerzen.

🎥 In diesem Video erkärt Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht, wie Arthrose wirklich entsteht:

Der Gelenkknorpel hat keine eigenen Schmerzrezeptoren, also kann seine Abnutzung auch nicht die unmittelbare Ursache deiner Schmerzen sein. In der Gelenkinnenhaut befinden sich allerdings interstitielle Rezeptoren, die den Verschleiß registrieren und die Bedrohung der Gelenke durch die überhöhte Muskel- und Faszien-Spannung an das Gehirn weiterleiten. Das Hirn projiziert daraufhin Schmerzen in den Körperbereich, der von dem Verschleiß bedroht ist, um dich darauf aufmerksam zu machen. Die Schmerzen alarmieren dich regelrecht, nicht so weiterzumachen wie bisher. Daher haben wir sie „Alarmschmerzen“ genannt.

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1.4. Die vier Stadien der Arthrose

Nach herkömmlicher Theorie wird zwischen der primären und sekundären Arthrose unterschieden. Bei der primären Arthrose soll minderwertiges Knorpelgewebe für die übermäßige Abnutzung verantwortlich sein. Was die Ursache für den angeblich minderwertigen Knorpel ist, kann bislang allerdings nicht einleuchtend erklärt werden. Die sekundäre Arthrose entsteht dagegen vermeintlich durch mechanische Überlastung, entzündliche Veränderungen oder metabolische Störungen.

Der Verlauf der Arthrose wird dabei in vier Stadien eingeteilt:

Der Arthrose-Verlauf in vier Stadien
Die vier Stadien der Arthrose | (c) bilderzwerg – Fotolia.com

1. Stadium: Im Frühstadium der Arthrose lassen sich leichte Veränderungen wie Knorpel-Ausdünnungen und Rauigkeiten der Knorpelschicht feststellen. Allerdings spüren die Betroffenen hier noch keine oder kaum Beschwerden.

2. Stadium: Die Knorpelschäden sind weiter fortgeschritten und der Knorpel teilweise aufgefasert. Dadurch kann der Knorpel den Druck schlechter verteilen, was den Verschleiß weiter beschleunigt. Es können Entzündungen der Gelenkinnenhaut entstehen. Die parallel auftretenden Schmerzen lassen Betroffene meist einen Arzt aufsuchen.

3. Stadium: In diesem Zwischenstadium ist der Knorpel bereits stark beschädigt und der Gelenkspalt zwischen den Knochen verkleinert sich. Die Knochen werden durch die wegfallende Pufferung des zerstörten Knorpels stärker belastet und Entzündungen bilden sich durch den Verschleiß. Der Körper versucht den erhöhten Druck auf die Gelenke auszugleichen, indem er ihre Fläche verbreitert und Knochenauswüchse an den Rändern bildet. Diese sogenannten Osteophyten treten vor allem im Spätstadium, aber auch gegebenenfalls schon im Zwischenstadium auf.

4. Stadium: Im Spätstadium hat sich der Knorpel sehr stark zurückgebildet und die Knochen reiben ungeschützt aufeinander. Osteophyten haben sich zum Druckausgleich gebildet. Das Gelenk versteift und teils unerträgliche Schmerzen belasten die Betroffenen schwer.

Prinzipiell kann der Knorpel in jedem Gelenk verschleißen. Besonders häufig kommt Arthrose in der Hüfte, im Knie und in den Fingern vor.

1.6. 🔥 Sind Entzündungen für die Schmerzen verantwortlich?

Gerade im fortgeschrittenen Stadium des Gelenkverschleißes stellen viele Betroffene Entzündungen in ihren Gelenken fest. Oft werden diese Entzündungen für die Arthroseschmerzen verantwortlich gemacht und durch Medikamente behandelt. Doch durch körperintern entstehende Entzündungen werden immer Heilungsprozesse des Körpers „entzündet“: Die Gelenkinnenhaut stellt Materialien für die Regeneration des Knorpels bereit. Ist die Regeneration abgeschlossen, klingen auch die Entzündungen wieder ab. Bei Menschen, die unter Arthroseschmerzen leiden, wird der Knorpel jedoch durch die überspannten Muskeln und Faszien einem Dauerverschleiß ausgesetzt. So kann der Reparaturprozess nie abschließen und es kommt zu einer permanenten Entzündung der Gelenkinnenhaut. Wenn die Spannung der Muskeln und Faszien nicht normalisiert wird und der Knorpel weiter verschleißt, bleiben daher auch die Entzündungen bestehen.

2. Welche Symptome zeigen sich bei Arthrose?

Menschen, die unter Arthrose leiden, klagen vor allem im fortgeschrittenen Stadium meist über starke Schmerzen im Bereich des betroffenen Gelenks, das sich steif anfühlt und in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist. Das ist jedoch nicht zwangsläufig der Fall, denn oft wird Arthrose auch zufällig bei anderweitigen Röntgen-Untersuchungen entdeckt – obwohl die Betroffenen bislang gar keine Beschwerden hatten. Hier tritt auch bereits das Problem der Ursachen-Findung auf: Auf dem Röntgenbild lassen sich nur die Knorpelschäden feststellen, aber nicht die Ursachen, die zum Gelenkverschleiß oder zur Zerstörung des Knorpels geführt haben.

  • Belastungsschmerzen: Wenn das Gelenk belastet wird, zum Beispiel indem etwas Schweres gehoben wird, zeigen sich starke Schmerzen.
  • Anlaufschmerzen: Verläuft die Arthrose im Bein- oder Fußgelenk, können Schmerzen auftreten, wenn man sich nach einer längeren Pause bewegt.
  • Schmerzen im Ruhezustand: Es können jedoch auch im Ruhezustand Schmerzen auftreten. Anfangs nach größeren Belastungen und im fortgeschrittenen Zustand schon bei leichten Bewegungen und zunehmend dauerhaft im Ruhezustand.
  • Eingeschränkte Beweglichkeit: Der Bewegungsradius kann durch die Schmerzen stark eingeschränkt sein, was den eigenen Alltag und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben enorm belastet.
  • Schwellungen am Gelenk: Gelenkinnenhaut und Gelenkkapsel können sich entzünden, was zu Schwellungen im betroffenen Gelenk führen kann.
  • Gelenk-Umfang kann zunehmen: Weil es im Spätstadium zu Knochenauswüchsen (Osteophyten) an den Rändern der Gelenkflächen kommen kann, vergrößert sich dadurch auch der Gelenk-Umfang.
  • Kraftlosigkeit und Verdickung der Gelenke: Vor allem bei Arthrose in den Gelenken der Hand – besonders den Fingern – können neben den Schmerzen und Steifheitsgefühlen auch Kraftlosigkeit und harte Verdickungen an den Gelenken kommen.

3. Ursachen: Warum bekommst du Arthrose? Woher kommen die Schmerzen?

Nach herkömmlicher Auffassung wird zwischen zwei Formen der Arthrose unterschieden: Die primäre Arthrose und die sekundäre Arthrose. Diese Unterscheidung wird gemacht, weil das herkömmliche Erklärungsmodell an Grenzen stößt, wie du sehen wirst. Für die sekundäre Arthrose werden nach diesem Modell allerhand Risikofaktoren und Ursachen aufgeführt: hohes Alter, Fehlbelastungen, Übergewicht, Krankheiten und Verletzungen gelten als Ursache der sekundären Arthrose. All diese Risikofaktoren treffen aber auf einige Patienten nicht zu, die trotzdem Arthrose haben. Daher spricht die herkömmliche Auffassung hier von einer primären Arthrose, für die es schlichtweg keine Erklärung gibt. Es wird – wie so oft, wenn eine Erklärung fehlt –  eine genetische Veranlagung vermutet, die jedoch nicht bewiesen ist.

Wir zeigen dir im Folgenden, wie Arthrose tatsächlich entsteht, woher deine Schmerzen kommen und was von den herkömmlich vermuteten Ursachen zu halten ist:

3.1. Ist Arthrose im Alter unvermeidbar?

Bei herkömmlichen medizinischen Therapien bekommt man oft den Eindruck, dass es völlig normal sei, mit zunehmendem Alter immer mehr Beschwerden und Arthrose zu bekommen. Schließlich haben wir unsere Gelenke ja auch über viele Jahre benutzt und belastet, heißt es dann häufig. Zunächst scheint dieses Argument auch einleuchtend: Du wirst sicher auch viele ältere Menschen kennen, die unter Arthrose leiden, während Kinder und Jugendliche davon nicht betroffen sind? Studien zeigen auch ganz klar, dass Arthrose unter älteren Menschen sehr viel häufiger vorkommt als unter jungen: Eine in Deutschland durchgeführte Studie des Robert Koch-Instituts ergab beispielsweise, dass 48,1 % der befragten Frauen, die mindestens 65 Jahre alt waren, in den letzten 12 Monaten unter Arthrose litten. Bei den Männern waren es 31,2 %. Demgegenüber hatten nur 0,4 % der jungen Frauen und 0,9 % der jungen Männer im Alter von 18 bis 29 Jahren Arthrose.1)

Arthrose-Häufigkeit nach AlterIst es also tatsächlich so, dass mit zunehmendem Alter auch unvermeidlich Gelenkverschleiß und Schmerzen zunehmen? Wir kennen das ja beispielsweise von unseren Autos: Je länger wir sie fahren und je höher die Kilometerlaufzeit ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass verschlissene Teile ausgewechselt werden müssen. Daher erscheint vielen das Argument, man müsse bei fortschreitendem Gelenkverschleiß im Alter irgendwann auch das Gelenk gegen eine künstliche Prothese (Endoprothese) austauschen, durchaus nachvollziehbar. Doch unser Körper besteht nicht aus Metall, das wehrlos verschleißt, sondern aus 90 Billionen Zellen, die sich permanent erneuern. Daher reagiert ein gesunder Körper ein Leben lang mit Reparaturmaßnahmen, wenn er Verschleiß feststellt.

Regeneriert sich der Körper im Alter nicht mehr richtig?

Jetzt werden einige sicher einwenden, dass mit zunehmendem Alter die Zellteilung abnimmt und Reparaturmaßnahmen daher ausbleiben. Das, so die Hypothese, liegt an den Telomeren, die das Ende der Chromosomen bilden und bei jeder Zellteilung kürzer werden. Wenn eine bestimmte Länge der Telomere unterschritten ist, dann kann es keine Zellteilung mehr geben: Der programmierte Zelltod tritt ein. Hierin liege der Grund für Alterungs- und Verschleiß-Prozesse. Doch mittlerweile weiß man, dass die Verkürzung der Telomere keine Rolle für Alterung und Verschleiß im menschlichen Körper spielt: Die Zellen eines erwachsenen Menschen können sich ohnehin nicht mehr teilen und werden bei Verbrauch durch die Abkömmlinge von Stammzellen ersetzt. Außerdem konnten die US-Forscher Elizabeth Blackburn, Carol Greider und Jack Szostak nachweisen, dass sich Telomere auch wieder verlängern lassen, wofür sie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden.

Arthrose ist kein Schicksal des Alters!

Daher wundert es auch nicht, dass es Menschen im höchsten Alter gibt, die gesunde Gelenkknorpel haben ohne größere Abnutzung. Wenn wir uns die Zahlen aus der Studie noch einmal genauer ansehen, dann stellen wir auch hier fest: Zwar haben 31,2 % der Männer ab 65 Jahren Arthrose, aber was ist eigentlich mit den restlichen 68,8%? Die waren von dem Gelenkverschleiß offenbar nicht betroffen. Genauso verhält es sich bei den Frauen, bei denen 51,9 % angaben, nicht unter Arthrose zu leiden. Demnach ist es kein unabänderliches Schicksal des Alters, Arthrose und ständig stärker werdende Schmerzen zu bekommen. Wenn die muskulär-fasziale Überspannung durch die ausgeglichene Bewegung möglichst vieler Gelenkwinkel abgebaut oder erst gar nicht aufgebaut wird, entsteht meist auch kein übermäßiger Druck auf Knorpel und Gelenke. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du auch noch im hohen Alter schmerzfrei und ohne erhöhten Verschleiß deiner Gelenke leben kannst.

Warum haben ältere Menschen häufiger Arthrose als jüngere?

Aber wie kommt es dann, dass trotzdem so viele ältere Menschen Arthrose haben, während jüngere meist nicht darunter leiden? Zunächst müssen wir hier feststellen, dass es keinesfalls so ist, dass junge Menschen überhaupt nicht unter Arthrose leiden und der Gelenkverschleiß ein reines Phänomen des Alters wäre. Es gibt sogar Kinder, die bereits unter Arthrose leiden, allerdings ist das tatsächlich sehr selten.

Kinder bewegen sich in der Regel noch ausgeglichener und benutzen mehr Gelenkwinkel als die meisten Erwachsenen, die durch Beruf und Alltagsroutinen sehr einseitige Bewegungsmuster entwickeln. Jedoch verbringen Kinder und Jugendliche immer mehr Zeit im Sitzen, wie eine aktuelle Studie belegt: Mittlerweile sitzen Kinder und Jugendliche fast 70 Prozent ihrer wachen Zeit, woran auch Freizeitaktivitäten wie Computerspielen und Fernsehschauen ihren Anteil haben.2)

Da also schon so früh immer weniger Gelenkwinkel genutzt werden, die Muskeln und Faszien mit der Zeit unnachgiebiger werden und Druck auf Gelenke und Knorpel aufgebaut werden, wundert es nicht, dass beispielsweise eine finnische Studie zu folgendem Ergebnis kommt: Bereits 3,9% der Kinder und 18,5% der Jugendlichen leiden unter dauerhaften Knieschmerzen.3)

Wenn sich diese Muster mit dem Alter weiter fortsetzen oder sogar noch verstärken, baut sich immer mehr Spannung durch die stetig unnachgiebiger werdenden Muskeln und Faszien auf. Wenn das nicht ausgeglichen und die muskulär-fasziale Spannung normalisiert wird, nehmen Schmerzen und Verschleiß permanent zu – bis im Alter schließlich Arthrose diagnostiziert wird.

3.2. Ist Übergewicht ein Risikofaktor für Arthrose?

Übergewicht gilt nach herkömmlicher Auffassung als klassischer Risikofaktor für Arthrose. Schließlich würden die Gelenke durch das Körpergewicht regelmäßig stark belastet. Allerdings legen ganz neue Studien nahe, dass der Einfluss von Übergewicht nicht so hoch einzuordnen ist, wie bisher angenommen: Eine US-Studie untersuchte über 2.000 menschliche Skelette aus unterschiedlichen Zeitaltern auf Arthrose und kam zu dem Ergebnis, dass sich ihre Häufigkeit seit der frühindustriellen Zeit mehr als verdoppelt hat4): „Die große Überraschung für uns war, dass dies nicht nur geschieht, weil Menschen länger leben oder dicker sind, sondern vor allem aus anderen Gründen, die wohl mit unserer modernen Lebensumwelt zu tun haben“, sagte Studienautor Ian Wallace von der Harvard University.

Das kommt unserer Erfahrung entgegen: Es gibt zahlreiche Menschen mit Übergewicht, die keine Arthrose haben, weil ihr Bindegewebe von Haus aus flexibel ist. Trotzdem bekommen Übergewichtige durchschnittlich etwa doppelt so häufig Arthrose wie Normalgewichtige. Das liegt daran, dass das starke Übergewicht oft mit mangelnder Bewegung und schlechter Ernährung zusammenhängt. Dadurch werden Muskeln und Faszien unnachgiebiger und erhöhen den Druck auf Gelenke und Knorpel.

Übergewicht an sich spielt also für die Entstehung von Arthrose eine eher geringe Rolle. Es sind vielmehr die mangelhafte und unausgeglichene Bewegung sowie die suboptimale Ernährung, die zum Übergewicht und letztlich auch zur Arthrose führen. Das zeigt sich bereits daran, dass Arthrose im Sprunggelenk viel seltener ist als die im Knie- oder Hüftgelenk. Auf die Sprunggelenke wirkt jedoch das meiste Gewicht ein, sie müssten nach herkömmlicher Theorie also bei Übergewichtigen viel stärker von Arthrose betroffen sein, als es tatsächlich der Fall ist.

 

Liegt es an den Genen? — Besonders wenn andere Risikofaktoren bei Arthrose-Patienten ausgeschlossen werden können, wird die Ursache häufig in einer genetischen Veranlagung gesucht. „Daran lässt sich leider nichts ändern“, heißt es dann oft. Doch stimmt das wirklich? Neuere Forschungen kommen hier zu Ergebnissen, die du sicher nicht erwartet hättest.

Ist Arthrose erblich?

Junge Frau mit ihrer Großmutter - Kann Arthrose vererbt werden?

Es gibt einige Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Arthrose durch bestimmte Gene begünstigt werden kann. So konnte beispielsweise eine britische Studie mit 7.400 Arthrose-Patienten 2012 insgesamt acht Gene identifizieren, die das Risiko für Arthrose erhöhen können.5) Doch heißt das jetzt, dass du damit rechnen musst, Arthrose zu bekommen, nur weil deine Eltern oder Großeltern auch daran erkrankt sind und eventuell Träger dieser Gene waren? Die Antwort ist eindeutig: Nein! Die quantitative Bedeutung dieser Risikogene für die Erkrankung an Arthrose ist sehr gering. Die Träger dieser Gene hatten in der Studie nur ein minimal erhöhtes Risiko — ganz ähnlich sah es in anderen Untersuchungen aus. Arthrose ist also keine reine Erbkrankheit, die sich am Stammbaum ermitteln ließe.

Was können Sie gegen Risikogene unternehmen?

DNA-Strang

Was kannst du gegen Risikogene unternehmen?

Auch wenn sich durch die Gene nur ein minimal erhöhtes Arthrose-Risiko ergibt, befürchtest du vielleicht dennoch, Träger dieser Risikogene zu sein. Eventuell gab oder gibt es in deiner Familie Arthrose-Patienten und du denkst, dass dir dieses Risiko vererbt wurde, ohne dass du daran etwas ändern kannst.

Doch diese Vorstellung, dass durch die Gene alles unveränderlich festgelegt wird, ist längst nicht mehr aktuell!

Das Forschungsfeld der Epigenetik beschäftigt sich damit, welche Einflüsse die Umwelt und der Lebensstil auf unsere Gene haben. Dabei wurde herausgefunden, dass unser Erbgut keinesfalls von Geburt an alle Eigenschaften des Organismus unveränderlich festlegt. Ganz im Gegenteil: Bestimmte Gene in unseren Zellen können an- und abgeschaltet werden, wobei selbst subtile Umweltveränderungen darauf Einfluss haben können.

So beeinflussen Umwelt und Verhalten unsere Gene:

Glücklicher, lachender Mann

Psychische Gesundheit beeinflusst Krankheitsrisiko

Die Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn entdeckte beispielsweise, dass psychische Belastungen und traumatische Erfahrungen Einfluss auf das Erbgut nehmen: Gene, die schwere Krankheiten fördern, wurden durch die Belastungen angeschaltet, was das Krebs-Risiko deutlich steigen ließ.

Was lernen wir daraus? Achte auf deine psychische Gesundheit. Natürlich lassen sich belastende und stressige Situationen nicht immer vermeiden, aber wir haben zumindest in der Hand, wie wir mit ihnen umgehen.

Fröhliche Familie mit Kindern im Kornfeld

Lebensstil und Gesundheit der Eltern wirken sich auf Gene der Kinder aus

Eine Studie, die 2014 im renommierten Wissenschaftsmagazin „Science“ veröffentlicht wurde, belegt, dass Gesundheit und Lebensstil der Eltern bereits lange vor der Zeugung Einfluss auf die spätere Gesundheit des Kindes haben.6)

Was lernen wir daraus? Ein gesunder Lebensstil ist nicht nur für unseren Körper wichtig, sondern auch für die genetischen Startbedingungen unserer Kinder.

Frau joggt auf Wiese

Bewegung und Sport für ein genetisches Gesundheitsprogramm

Und natürlich beeinflussen auch Bewegung und Sport unsere Gene, wie Forscher am Karolinska-Institut in Stockholm herausfanden.7) Etwa 4.000 von über 20.000 Genen hatten ihre Aktivität durch das regelmäßige Training während der Studie verändert – darunter viele Gene, welche die körperliche Gesundheit begünstigen.

Was lernen wir daraus? Durch regelmäßige körperliche Bewegung können wir ein genetisches Gesundheitsprogramm aktivieren. Daher: Haltet euch fit!

Unsere Empfehlung für einen gesunden Körper:

Halten wir fest: Unser Verhalten beeinflusst unsere Gene! Was heißt das jetzt für deine Arthrose? Ganz einfach: Du bist einer genetischen Veranlagung, die Arthrose leicht begünstigt, nicht schicksalhaft ausgeliefert und du musst diese Veranlagung auch nicht weitervererben. Wenn du dich regelmäßig bewegst, die Liebscher & Bracht-Übungen in deinen Alltag integrierst, psychische Belastungen vermeidest oder konstruktiv mit ihnen umgehst und dich optimal ernährst, schaffst du die besten Voraussetzungen für einen gesunden Körper.

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Alle wichtigen Nährstoffe für Ihre Gesundheit

Dr. med. Petra Bracht lehnt an einem Tisch. Auf diesem stehen eine Kanne Tee und zwei Tassen.

Besonders eine ausreichende Versorgung mit den wichtigen Nährstoffen ist für unsere Gesundheit unerlässlich — besonders bei Arthrose. In erster Linie wird das über eine ausgewogene, basische Ernährung gewährleistet, doch durch die industrielle Verarbeitung und Lagerung vieler Lebensmittel kommt es hier immer häufiger zu einer Unterversorgung.

Dr. med. Petra Bracht hat sich seit 30 Jahren auf Ernährungsmedizin spezialisiert und kann diese Unterversorgung immer wieder bei ihren Patienten beobachten. Aus diesem Grund hat sie spezielle Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, die ohne künstliche Zusätze auskommen und die Patienten mit allen wichtigen Nährstoffen in hochwertiger Form versorgen.

In der Dreierkombination bekommst du eine Rundumversorgung für deinen ganzen Körper!

Selbst wenn du dich ansonsten nicht optimal ernährst, kannst du so zumindest die schlimmsten Auswirkungen begrenzen:

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4. Behandlung: Was hilft wirklich gegen Arthrose?

Viele unserer Patienten sind erstaunt, wenn ihre Schmerzen schon nach der ersten Behandlung mit unserer Akuttherapie Osteopressur enorm reduziert oder sogar ganz verschwunden sind. Warum? Weil sie genau das von gängigen Behandlungen nicht kennen! Viele sind oft jahrelang bei Physiotherapeuten oder Ärzten in Therapie, ohne dass sich besonders viel verbessert hätte. Sie haben viele Möglichkeiten ausprobiert und sich mittlerweile mit den Beschwerden abgefunden, weil sich auch nach kurzfristigen Erfolgen die Beschwerden irgendwann wieder bemerkbar machten. Oft folgt auf die erfolglosen konservativen Therapie-Versuche eine medikamentöse Behandlung, die irgendwann in die scheinbar einzig verbliebene Option mündet: Ein künstliches Gelenk muss her.

Wir erklären dir hier, warum die herkömmlichen Therapie-Methoden oft nicht wirkungsvoll sind und vor allem Operationen sowie künstliche Gelenke meistens unnötige Eingriffe sind, die nur in Extremfällen sinnvoll sein können. Wir zeigen dir aber auch, wie du deine Arthrose-Schmerzen schnell und langfristig beseitigen kannst, wenn du unsere Osteopressur-Behandlungen machen und regelmäßig die Liebscher & Bracht-Übungen in deinen Alltag einbaust.

💊 Warum helfen viele herkömmliche Behandlungen nicht?

Bevor Operationen und ein künstliches Gelenk als Behandlung der Beschwerden in Betracht gezogen werden, empfehlen gute Ärzte zunächst konservative Therapie-Ansätze. Dazu gehören: Physiotherapie, physikalische Therapie, Ergotherapie sowie der Einsatz physikalischer
Hilfsmittel. Doch helfen diese Therapien wirklich langfristig gegen Arthrose?

✘ Physiotherapie behebt die Ursache der Arthrose nicht

In der Physiotherapie können verschiedene Therapie-Methoden, wie Bewegungstherapie im Wasser und konventionelle Bewegungstherapie sowie Gehschule und isometrisches Muskeltraining angewandt werden. Während die Bewegungstherapie im Wasser und die Gehschule weder grundlegend helfen noch schaden, ist vom isometrischen Muskeltraining gerade bei Arthrose abzuraten. Denn hier werden die Muskeln, deren Überspannung die Arthrose ausgelöst hat, noch mehr auf Spannung trainiert.

Verfahren der physikalischen Therapie, wie Kälte- und Wärmetherapie, Elektrotherapie, Massagen oder Akupunktur können zum Wohlbefinden des Patienten beitragen, lösen aber nicht die Ursache der Arthrose. Wärme und Massagen, die für kurze Zeit die Muskeln entspannen, gehen prinzipiell in die richtige Richtung, sind aber keine langfristige Lösung. Denn auch diese Methoden beheben die durch einseitige Bewegungsmuster entstandenen muskulär-faszialen Überspannungen nicht dauerhaft. Das trifft auch auf die Akupunktur zu, die immer mal wieder gute Effekte zeigt, aber bei verfilzten Faszien ihre Grenzen hat.

Ähnlich sind auch Ergotherapie und orthopädische Hilfsmittel zu bewerten, die allesamt die Ursache der Arthrose nicht beheben und mit entlastenden Gehhilfen eher für den weiteren Abbau der Struktur sorgen: Schonung und Entlastung fördert Arthrose und Schmerzen eher, als dass sie dagegen helfen. Natürlich können Hilfsmittel sinnvoll sein, wenn das Gelenk völlig zerstört ist und sich der Patient ansonsten nicht mehr bewegen könnte, aber leider werden diese Maßnahmen von vielen Therapeuten viel zu früh eingesetzt.

✘ Sinn und Unsinn von Schmerzmitteln

Wenn deine Schmerzen vor der Behandlung durch Liebscher & Bracht so stark sind, dass du diese ohne Medikamente nicht aushalten kannst, dann ist es vollkommen in Ordnung, wenn du über einen kurzen Zeitraum Schmerzmittel nimmst. Mit anderen Worten: Wenn eine begrenzte Zeitspanne überbrückt werden soll, bis eine vernünftige Maßnahme eingeleitet werden kann, dann haben wir gegen die Einnahme von Schmerzmitteln nichts einzuwenden – wenn es nicht anders auszuhalten ist.

Allerdings ist die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln heute leider weit verbreitet. Viele Ärzte verschreiben die Medikamente, weil sie glauben, dass die Schmerzen ohnehin nicht heilbar sind, sondern lediglich durch Schmerzmittel erträglich gemacht werden können. Oft haben sie auch wenig andere Möglichkeiten, wenn konservative Therapien nicht anschlagen und ihnen die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht nicht bekannt ist.

Die dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln löst jedoch die Ursache der Arthrose nicht und unterdrückt zu allem Übel auch noch die wichtigen Alarmsignale des Körpers: Der Alarmschmerz will uns ja gerade darauf hinweisen, dass wir dringend etwas ändern müssen, damit der Verschleiß unserer Gelenke nicht weiter voranschreitet. Viele wissen nur nicht, was sie ändern und wie sie die Schmerzen interpretieren sollen.

Wenn die Ursache der Arthrose, also die durch einseitige Bewegungsmuster entstandenen Unnachgiebigkeiten und Überspannungen der Muskeln und Faszien, nicht behoben wird, gerät der Patient oft in eine Sackgasse: Wenn er Schmerzmittel nimmt, die Signale des Körpers unterdrückt und sich weiter bewegt wie zuvor, wird der Verschleiß immer schlimmer. Wenn er dagegen auf Schmerzmittel verzichtet, die Beschwerden aber nicht aushalten kann und das Gelenk daraufhin schont, kann sich der Knorpel nicht mehr richtig ernähren, sodass der Gelenkverschleiß ebenfalls fortgesetzt wird.

Hinzu kommen zum Teil starke Nebenwirkungen, die durch die Einnahme von Schmerzmitteln entstehen können: In der ersten Stufe der medikamentösen Therapie, werden Präparate eingesetzt, die Einfluss auf den Magen-Darm-Trakt oder das Herz-Kreislauf-System nehmen können. Um diesen Nebenwirkungen entgegenzuwirken, werden beispielsweise Magenschutzmittel verabreicht, die aber ihrerseits wieder Nebenwirkungen haben. So entsteht eine Negativspirale, aus der die Patienten innerhalb dieser Therapie kaum entrinnen können.

In der zweiten und dritten Stufe werden zum Teil starke Schmerzmittel verabreicht, deren enorme Nebenwirkungen und hohes Abhängigkeitspotential bekannt sind: Übelkeit, Müdigkeit, Verstopfung, Einschränkung der Denkfähigkeit, Stimmungsschwankungen und Depressionen sind nur ein kleiner Auszug möglicher Nebenwirkungen. Bei längerer Einnahme von Schmerzmitteln muss zudem die Dosierung permanent erhöht werden.

✘ Knie-Spritzen mit Hyaluronsäure helfen nicht dauerhaft gegen Arthroseschmerzen!

Wirkstoffe wie Glucosamin oder Hyaluronsäure werden von einigen Ärzten in der Arthrose-Behandlung eingesetzt, um den Knorpel-Aufbau zu unterstützen, die Gleitfähigkeit der Gelenkflüssigkeit zu verbessern und Entzündungen zu hemmen. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und fungiert dort als Schmiermittel. In der Arthrose-Behandlung mit Hyaluronsäure werden insgesamt eine, drei oder fünf Spritzen mit dem Wirkstoff über einen bestimmten Zeitraum ins das Kniegelenk injiziert.

Studien zeigen dazu sehr unterschiedliche Ergebnisse: Teilweise wird eine vorübergehende Schmerzlinderung nachgewiesen, teilweise keine relevante Wirkung festgestellt. Das Harding Zentrum für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut in Berlin bemängelte beispielsweise in einer Studie, dass die Verbesserungen nach wenigen Monaten nicht mehr nachweisbar waren.8) Dagegen sind die Risiken nicht vollends erforscht und werden häufig unterschätzt, kritisieren die Studien-Autoren. Der Patient werde darüber jedoch meist nicht richtig aufgeklärt.

Eine Behandlung nur mit Hyaluronsäure-Spritzen wird deine Arthroseschmerzen natürlich nicht dauerhaft beheben können. Auch hier bedarf es wieder einer konsequenten Behandlung der Ursachen und nicht des Symptoms: Die muskulär-fasziale Überspannung muss abgebaut werden, sonst setzt sich der Dauerverschleiß fort und der Gelenkknorpel kann sich auch durch die Unterstützung von Hyaluronsäure nicht wieder aufbauen. Unser Fazit ist daher: Hyaluronsäure kann als Nahrungsergänzungsmittel zur Untersützung des Knorpel-Aufbaus sinnvoll sein, aber nur, wenn auch die muskulär-fasziale Überpannung durch unsere Schmerztherapie und regelmäßige Übungen abgebaut wird.

✘ Arthroskopie: Gelenkspiegelungen bringen keine Vorteile

Gelenkspiegelungen, sogenannte Arthroskopien, gehören zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen bei Arthrose. Dabei wird über einen kleinen Hautschnitt eine Sonde (Arthroskop) in das Gelenk eingeführt. So kann das Gelenk untersucht und kleinere Operationen und weitere Maßnahmen durchgeführt werden. Allerdings bringt ein solcher Eingriff keine Vorteile für die Behandlung der Arthrose-Schmerzen, wie eine bekannte Studie im renommierten „New England Journal of Medicine“ zeigt:

Bei zufällig ausgewählten Patienten mit Kniearthrose wurde eine Arthroskopie durchgeführt, während dies einer Placebo-Kontrollgruppe nur vorgetäuscht wurde. Eigentlich hätte die Gruppe, die tatsächlich eine Arthroskopie erhalten hatte, später weniger Schmerzen haben sollen. Doch zum Erstaunen der Forscher hatte die Gruppe weder weniger Schmerzen noch eine bessere Knie-Funktion als die Placebo-Gruppe.9) Eine weitere Studie kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Auch hier wurde festgestellt, dass Arthroskopien keinen Vorteil gegenüber anderen Behandlungsmethoden bringen.10) Der Gemeinsame Bundesausschuss hat 2015 daher beschlossen, Arthroskopien nicht mehr von den Krankenkassen zahlen zu lassen.

Arthroskopien führen auch nicht dazu, dass später weniger künstliche Kniegelenke eingesetzt werden müssen – wie oft behauptet wurde. Dies zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die gleichzeitig die Frage aufwirft, warum dieser Eingriff trotzdem so häufig durchgeführt wird: Besonders in wirtschaftlich starken Landkreisen mit höherem Einkommen gibt es laut der Studie vermehrt Knie-Operationen – obwohl Arthrose dort eigentlich seltener vorkommt.11) Ob es den Ärzten dabei immer um das Wohl der Patienten oder um finanzielle Anreize geht, stellte unter anderem SPIEGEL ONLINE kritisch in Frage12):

„Die Bertelsmann Stiftung wirft die Frage auf, inwiefern die Versorgung der Bevölkerung mit Eingriffen am Knie am tatsächlichen medizinischen Bedarf ausgerichtet ist.“
SPIEGEL ONLINE

Ein Bericht des WDR-Fernsehens beschäftigte sich ebenfalls unter dem Titel „Das Geschäft mit dem Knie“ mit den Ergebnissen der Studie.13)

Aus unserer Sicht verwundern die Ergebnisse nicht: Durch die bei der Arthroskopie durchgeführte Maßnahmen wie Gelenkspülung, Knorpelglättung und Abtrag von Osteophyten wird die Ursache des Verschleißes nicht behoben. Da die muskulär-fasziale Überspannung nach wie vor besteht, werden sich die Knorpelzellen weiter abbauen und die Schmerzen nicht dauerhaft verschwinden. Außerdem muss bedacht werden, inwieweit das Abtragen der oberen Knorpelschicht bei einer Knorpelglättung während der Arthroskopie in die körpereigenen Reparaturprozesse eingreift.

✘ Von Umstellungsoperationen raten wir entschieden ab!

Sekundärarthrosen können durch die Fehlstellung der Gelenkknochenflächen entstehen, was zu weiteren Überlastungen führt. Beim Kniegelenk können so beispielsweise X- oder O-Beine entstehen. Durch eine Umstellungsoperation soll dem entgegengewirkt werden: Die Knochen werden nah am Gelenk angesägt, damit die Knochen-Winkel so verändert werden, dass die Gelenkflächen weniger belastet werden.

Wir raten von einem solchen Eingriff entschieden ab! Die veränderte Gelenkstellung entspricht genau den Kraftlinien der ziehenden Muskeln und Faszien. Wenn der Knochen umgestellt wird, kann dieses System endgültig aus dem Lot gebracht werden. Außerdem haben wir oft beobachtet, dass der Körper solche Winkeländerungen ohnehin nach etwa einem Jahr wieder rückgängig macht.

✘ Künstliche Gelenke werden zu häufig eingesetzt

Viele Ärzte und Therapeuten sind der Meinung, dass ein künstliches Gelenk irgendwann unumgänglich sei. Wenn man nur alt genug werde, würde sich die Arthrose so weit fortsetzen, dass das Gelenk ausgetauscht werden muss. Wir sind hier völlig anderer Ansicht!

In Extremfällen kann ein künstliches Gelenk sinnvoll sein

Zunächst möchten wir klarstellen, dass es natürlich Situationen gibt, in denen es sinnvoll sein kann, ein künstliches Gelenk einsetzen zu lassen: Wenn ein Gelenk komplett zerstört oder eine Hüftpfanne eingebrochen ist und keine andere Therapie hilft, kann ein künstliches Gelenk der letzte Ausweg sein. Das sind aber die seltensten Fälle und bevor du dein Gelenk unwiderruflich ersetzen lässt, solltest du unbedingt die Liebscher & Bracht-Schmerztherapie ausprobieren! Viele Patienten sprechen immer davon, ein „neues Gelenk“ zu bekommen, was den Eingriff aber stark verharmlost: Ein echtes neues Gelenk gibt es nämlich nicht, davon hast du nur eins! Die Operation stellt den Versuch dar, durch künstliche Gelenke das Original-Gelenk zu ersetzen – was aber nie in vollem Umfang gelingt, wie wir dir noch zeigen werden.

Künstliche Gelenke werden zu häufig eingesetzt!

Künstliche Gelenke werden leider viel zu häufig und viel zu schnell eingesetzt. Gerade Deutschland hat hier eine internationale Spitzenposition: Allein von 2005 bis 2011 nahm die Zahl der erstmaligen Gelenksimplantationen um 15 Prozent zu, wie eine Bertelsmann-Studie zeigt.14) Die Tageszeitung DIE WELT kritisierte nach Veröffentlichung der Studien-Ergebnisse, dass „vor allem […] immer jene Operationen in Mode zu kommen [scheinen], die den Kliniken viel Geld einbringen.“15). Allein im Jahr 2013 setzten deutsche Krankenhäuser über 3,5 Milliarden Euro mit künstlichen Gelenken um.16) Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass den meisten Ärzten, das Wohl der Patienten am Herzen liegt, aber dennoch werfen die Studien-Ergebnisse Fragen auf, die sich nicht allein durch eine medizinische Notwendigkeit beantworten lassen.

Generelle Risiken bei künstlichen Gelenken

Viele Patienten wissen leider nicht annähernd, welche Risiken das Einsetzen eines künstlichen Gelenks mit sich bringt. Neben den Risiken, die eine Operationen generell mit sich bringt, kann es nachher zu Infektionen kommen, da das künstliche Gelenk im Gegensatz zum natürlichen über kein Immunsystem verfügt. Außerdem kann es passieren, dass sich Bindegewebszellen vermehren und eine sogenannte Arthrofibrose entsteht. Dadurch bilden sich bewegungseinschränkende Narben. Gerade im Kniegelenk kommt es häufig zu Einblutungen im Fasziengewebe.

Sehr häufig kommt es nach der ersten Operation für das Einsetzen des künstlichen Gelenks zu weiteren Eingriffen, sogenannten Korrekturoperationen: Eine Studie an der Berliner Charité zeigt, dass jeder Vierte mit dem Ergebnis seiner Operation für ein künstliches Kniegelenk unzufrieden ist.17) Häufig verrutschen die Prothesen oder sind von vornherein schlecht eingesetzt worden, wie die Studien-Autoren festgestellt haben. Über 60 Prozent der Prothesen, die wieder ausgewechselt werden mussten, deuten auf ärztliche Fehler während der Implantation hin.

Wir fragen uns ohnehin, ob es wirklich eine gute Idee ist, eine nachgiebige Gelenkfläche durch eine extrem harte Prothese aus Metall, Plastik oder Keramik zu ersetzen. Auf diese Weise übertragen sich Erschütterungen direkt auf die Knochen. Und da wundern sich die Konstrukteure,
dass sich die künstlichen Gelenke lockern?

Künstliche Gelenke erhöhen das Herzinfarkt-Risiko

Als letzten wichtigen Punkt solltest du berücksichtigen, dass sich der Verschleiß natürlich genauso bei künstlichen Gelenken fortsetzt, wenn du die muskulär-fasziale Überspannung nicht abbaust. Zwar besteht das künstliche Gelenk aus hochfesten Werkstoffen, aber im aggressiven Umfeld des Körpers kommt es trotzdem zu Korrosionen, also zum Freiwerden der metallischen Partikel. Dieser feine Staub diffundiert in das Gewebe und sammelt sich im Körper an.

Eine Studie von Prof. Dr. Jörg Lützner und Kollegen belegt das eindrücklich: Künstliche Gelenke bestehen häufig aus einer Titan- oder Kobalt-Basis-Legierung, deren Partikel im Blut der Probanden nachweisbar war. Bei Patienten, die seit fünf Jahren ein künstliches Kniegelenk haben, konnte die Studie einen deutlich erhöhten Kobalt-Wert von 4 ppb im Blut nachweisen.18) Zum Vergleich: Menschen ohne künstliche Gelenke haben einen durchschnittlichen Kobalt-Wert von unter 0,25 ppb im Blut.

Die Folgen sind schwerwiegend: Ein chronischer Überschuss von Kobalt im Körper kann zu toxischen Symptomen zum Beispiel in Form einer Schädigung des Herzmuskels führen. Entsprechend hat ein Forscher-Team an der Boston University School of Medicine festgestellt, dass künstliche Kniegelenke das Herzinfarkt-Risiko erhöhen.19)

Wenn du nun schon ein künstliches Gelenk hast, dann möchten wir dir die Sorge nehmen, dass die giftigen Stoffe nun auch bei dir zu einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko führen könnten. Wenn du dich anfangs mit unserer Osteopressur behandeln lässt und dann auf Dauer die Liebscher & Bracht-Übungen machst, kannst du das Freiwerden der Werkstoffe und damit auch das Risiko einer schweren Erkrankung minimieren.

Häufig haben Patienten mit künstlichen Gelenken immer noch Schmerzen

Eigentlich sollte ein künstliches Gelenk die Schmerzen nun endgültig beheben, doch häufig stellen Patienten fest, dass dies eben nicht der Fall ist. Je nach Methode kommt es vor, dass die Patienten nach der Operation genauso oder sogar noch schlimmer leiden als vorher. An dieser Stelle zeigt sich noch einmal eindrücklich, dass die Schmerzen nichts mit der Arthrose an sich zu tun haben: Das gereizte Gelenk und der verschlissene Knorpel wurden ja schließlich komplett ersetzt. Für uns ist das Phänomen leicht erklärbar: Solange die muskulär-faszialen Überspannungen nicht abgebaut wurden, bleiben natürlich auch die Schmerzen bestehen – egal, ob du nun ein künstliches Gelenk hast oder nicht.

Jetzt werden einige sicher einwenden, dass du aber Patienten kennst, denen es nach dem Einsetzen eines künstlichen Gelenks tatsächlich besser ging. Wie kann das also sein, wenn doch die muskulär-faszialen Überspannungen nicht abgebaut wurden? Im Laufe der Jahre und in Gesprächen mit verschiedenen Chirurgen und Anästhesisten hat sich für uns herausgestellt, dass dies auf die operationsbegleitenden Maßnahmen zurückzuführen ist. Vor allem die Narkose lässt natürlich die Muskulatur erschlaffen, wodurch das Spannungssystem derart beeinflusst wird, dass die Schmerzen auch nach der Operation deutlich reduziert oder sogar ganz verschwunden sind. Auch das bei der Operation geschehene Durchtrennen von Gewebe kann die muskulär-fasziale Spannung beeinflussen und zu dem schmerzlindernden Effekt beitragen.

Allerdings sind diese Effekte nur vorübergehend, denn das eingeschränkte Bewegungsmuster des operierten Patienten sorgt langfristig dafür, dass sich die Überspannungen wieder aufbauen und somit auch die Schmerzen wieder einsetzen. Das muss sich natürlich nicht so entwickeln: Wenn der Patient an den einseitigen Bewegungsmustern etwas ändert und zum Beispiel durch Reha-Übungen oder bestimmte Sportarten die Spannungen zufällig ausgleicht, kann er die Schmerzfreiheit nach der Operation langfristig bewahren. Besser ist es jedoch, von vornherein mit den Liebscher & Bracht-Übungen gezielt die Spannungen auszugleichen.

✅ Was hilft wirklich gegen Arthrose? Die Liebscher & Bracht-Therapie!

Nachdem wir dir erklärt haben, warum herkömmliche Behandlungsmethoden langfristig wenig Wirkung zeigen, möchten wir dir natürlich auch zeigen, wie du deine Arthrose effektiv behandeln kannst. Da deine Arthrose und die parallel auftretenden Schmerzen auf die Unnachgiebigkeit und Überspannung deiner Muskeln und Faszien zurückgeht, ist eine Therapie notwendig, die genau hier ansetzt.

✓ So funktioniert die Liebscher & Bracht-Therapie

Die Osteopressur nach Liebscher & Bracht wurde über viele Jahre speziell entwickelt, um die muskulär-fasziale Überspannung abzubauen und die Schmerzen in erstaunlich kurzer Zeit zu beheben –  ohne Medikamente oder Operationen. Schon nach der ersten Behandlung können die meisten Patienten eine enorme Reduktion ihrer Schmerzen feststellen, bei vielen sind die Beschwerden sogar ganz verschwunden.

Die Osteopressur nutzt dabei sogenannte interstitielle Rezeptoren, die sich in der Knochenhaut befinden. Diese Rezeptoren registrieren die Bedrohung der Gelenke, wenn die Gelenkflächen durch die überhöhte muskulär-fasziale Spannung zu stark aufeinandergedrückt und der Knorpel dazwischen zusammengepresst wird. Die Rezeptoren geben diese Information an das Gehirn weiter, das daraufhin Schmerzen in die Region des bedrohten Gelenks projiziert. Diese von uns „Alarmschmerzen“ genannten Beschwerden, sind ein wichtiges Warnsignal des Körpers, das dich auffordert, nicht so weiterzumachen wie bisher, damit sich der Gelenkverschleiß nicht fortsetzt.

Die Liebscher & Bracht-Therapeuten drücken von außen auf die Rezeptoren in der Knochenhaut, wodurch sie die Hirnprogramme, die für die übermäßige Spannung der Muskeln sorgen, zurücksetzen können. Der Körper reagiert sofort: Die überhöhten Spannungen lassen deutlich nach, wodurch auch die Arthroseschmerzen spürbar reduziert werden – oder sogar ganz verschwinden. All das passiert meistens schon nach der ersten Behandlung! Viele Patienten können es nicht glauben, wie schnell und effektiv diese Therapie wirkt, bevor sie es nicht selbst ausprobiert haben.

Das ist aber nur der erste Teil der Therapie. Nach der erfolgreichen Osteopressur-Behandlung ist es enorm wichtig, dass du den Grund, warum die muskulär-faszialen Überspannungen entstanden sind, konsequent änderst: Deine einseitigen Bewegungsmuster solltest du durch die regelmäßige Anwendung der dafür speziell entwickelten Liebscher & Bracht-Übungen erweitern.

Weitere Informationen zu den Übungen und der Therapie bekommen Sie gerne per E-Mail:

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Was sagen Experten & Profis zu unserer Therapie?

Per Mertesacker

LEISTUNG IM PROFISPORT

„In der englischen Premier League kann man nur dann dauerhaft punkten, wenn man sich körperlich auf höchstem Niveau befindet. Liebscher & Bracht ermöglicht mir diese Leistung zu erreichen und abzurufen.“

Per Mertesacker / Fußballprofi
Portrait von Klaus Eder, dem Physiotherapeuten beim DFB & DOSB im Polo - Shirt der deutschen Fussball Nationalmannschaft

EINE DER WIRKUNGSVOLLSTEN METHODEN

„Die Liebscher & Bracht-Schmerztherapie gehört zu den wirkungsvollsten Methoden, die ich je kennenlernen durfte.“

Klaus Eder / Leitender Physiotherapeut des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Fußballbundes

✓ Wichtig: Liebscher & Bracht-Übungen regelmäßig anweden!

Nach der Osteopressur-Behandlung ist es wichtig, dass du deine muskulär-fasziale Spannung durch unsere speziell entwickelten Faszien-Rollmassagen und Dehn-Übungen dauerhaft auf einem normalen Niveau hälst. Nur durch regelmäßig und konsequente Anwendung der Übungen kannst du auch langfristig ein schmerzfreies Leben genießen. Wir betreuen dich dabei in unserem Online-Schmerzcoach mit speziell entwickelten Intensiv-Programmen: All diese Übungen kannst du bequem von zuhause aus machen.

Damit du die Übungen optimal ausführen kannst, haben wir in Zusammenarbeit mit Faszien-Forschern spezielle Faszien-Rollen und -Kugeln entwickelt, die du in unserer SCHMERZFREI-KOMBI erwerben kannst. Außerdem enthält das Paket eine Übungsschlaufe für die Dehnübungen und eine DVD mit allen 27 Liebscher & Bracht-Übungen, die du einfach zuhause mitmachen kannst. Schau doch einfach mal in unseren Online-Shop.

5. Übungen gegen Arthrose, die du von zuhause aus machen kannst

Wenn du unsere Übungen regelmäßig anwendest, hast du gute Chancen, wieder ein Leben ohne Arthrose-Beschwerden und übermäßige Abnutzung von Knorpel und Gelenke führen zu können. Dein Knorpel kann sich mit der Zeit auch langsam wieder regenerieren, wenn er der dauerhaften Abnutzung nicht mehr ausgesetzt ist. Dann können sich neue Knorpelschichten bilden, sodass der natürliche Puffer des Gelenks wiederhergestellt wird.

5.1. Übungen gegen Hüftarthrose (Coxarthrose)

In diesem Video zeigt dir Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht, was du gegen deine Hüftschmerzen unternehmen kannst. Wenn du unter Coxarthrose, also Hüftarthrose, leidest, dann können dir die folgenden Übungen helfen. Die Hüfte ist besonders häufig von Arthrose betroffen, für deren Gelenkerkrankung Ursachen wie eine angeborene Fehlstellung verantwortlich gemacht werden. Wie du im Kapitel „Entstehung“ nachlesen kannst, ist das aus unserer Sicht aber ein Irrtum.

5.2. Übungen gegen Kniearthrose (Gonarthrose)

Wenn du diese Übungen regelmäßig anwendest, kannst du Knieschmerzen bei Kniearthrose (Gonarthrose) entgegenwirken.

5.3. Übungen gegen Fingerarthrose

Diese Übungen helfen dir gegen Arthrose in den Fingern beziehungsweise Fingergelenken.

Verwendete Quellen:

Quellen & Studien   [ + ]