Der Badewannen Test bei Knieschmerzen

Ein Gespräch mit Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht über erfolgreiche Schmerztherapie durch Osteopressur

Dr. Bracht, Sie gehen in ihrer Behandlung von Knieschmerzen von einem anderen Schmerzverständnis aus. Können Sie uns kurz beschreiben, was sich dahinter verbirgt?

Dr. med. Petra Bracht: Die Medizin im herkömmlichen Sinne geht stark vom Ursache-Wirkungs-Prinzip aus. Im Falle des Knies wäre eine Ursache zum Beispiel ein Riss im Meniskus, der Schmerzen verursacht. Unsere langjährige Erfahrung in der Behandlung von Schmerzpatienten jedoch zeigt: Oftmals handelt es sich um Alarmschmerzen, die durch Spannungen in den muskulär-faszialen Strukturen entstehen, die das Knie umgeben. Der Schmerz hat in dieser Sichtweise eine Funktion, nämlich das Kniegelenk vor Schäden zu schützen. Das ist der Ausgangspunkt unserer Behandlungsmethode Osteopressur nach Liebscher und Bracht.

Herr Liebscher-Bracht, wie kann ich als Patient herausfinden, ob meine Knieschmerzen funktionelle Schmerzen sind?

Roland Liebscher-Bracht: Das ist eigentlich ganz einfach mit dem Badewannentest. Füllen Sie ihre Wanne mit sehr warmem Wasser, in dem Sie sich wohl und entspannt fühlen – nicht zu kalt, aber auch nicht zu heiß. Die Temperatur lässt sich leicht durch Zugabe von heißem oder kaltem Wasser – je nachdem – regulieren. Bleiben sie etwa eine viertel Stunde lang im angenehm warmen Wasser und spüren Sie anschließend gezielt ihrem Knieschmerz nach. Das funktioniert ähnlich auch unter der Dusche. Wenn sich der Schmerz durch das warme Bad verringert hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich bei Ihren Schmerzen um Alarmschmerzen, ausgelöst durch muskulär-fasziale Spannungen handelt, die wir mit Osteopressur gezielt in den Griff bekommen können.

Dr. Bracht, wie muss man sich eine Behandlung durch Osteopressur bei Schmerzen im Knie vorstellen?

Dr. med. Petra Bracht: Wir gehen mit der Osteopressur einen natürlichen Behandlungsweg, der gezielt auf die Schmerzursache wirkt. Ziel ist es, die muskulär-faszialen Spannungen zu reduzieren, die letztlich die Schmerzen verursachen. Das heißt, wir setzen an den im Körper vorhandenen Schaltstellen an, den interstitiellen Rezeptoren in der Knochenhaut. Sie werden durch die Osteopressur aktiviert, Fehlspannungen und das Schmerzgedächtnis werden gelöscht. Nach dieser Methode ausgebildete Schmerztherapeuten wenden die Osteopressur erfolgreich an. Schon nach der ersten Behandlung kommt es zu einer deutlich spürbaren Abnahme des Schmerzes im Kniegelenk – auch bei bereits vorhandenen Schäden des Gelenks zum Beispiel durch Arthrose.

Ein Gespräch mit Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht über erfolgreiche Schmerztherapie durch Osteopressur