Basisch backen: Gesunde Zutaten, einfache Rezepte und leckeres Gebäck

23.09.2026
Dr. med. Petra Bracht

Dr. med. Petra Bracht

Ärztin & Ernährungspezialistin

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Basisch backen klingt nach einer Wissenschaft für sich? Ist es ganz und gar nicht – und schwer schon überhaupt nicht. Wenn du gerne backst, dann wird dir basisches Backen auch gut gelingen. Backen war bisher nicht so dein Ding? Kein Problem! Selbst du kannst mit natürlichen Zutaten ganz viele leckere Backwaren kreieren. Und das Beste daran: Du benötigst keinerlei tierische Produkte. Du glaubst nicht, dass Kuchen, Muffins, Pfannkuchen, Brot und Pizza so gelingen oder schmecken?

Dann erkundige dich hier, wie gesund, lecker und einfach basisch backen sein kann und wie du mit vollwertigen Zutaten sowohl süßes als auch herzhaftes Gebäck zauberst!

Auf dieser Seite erfährst du:

Basische Ernährung: Deshalb ist sie so gesund

Dein Körper und all seine Funktionen unterliegen einem permanenten Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen. Wir sprechen vom sogenannten Säure-Basen-Haushalt. Er ist dafür zuständig, deinen pH-Wert im Blut konstant zu halten. Im Idealfall liegt dieser bei etwa 7,5, was einen neutralen Wert beschreibt. Auf der pH-Wert-Skala, die von 1 (sauer) bis 14 (alkalisch) reicht, nähern sich alle Werte unter 7,5 dem sauren Bereich. Alle Werte darüber nähern sich dem basischen Milieu an.

Dein Blut liegt mit seinem pH-Wert also ziemlich genau zwischen den beiden Extremen. Übrigens herrscht in jeder Körperflüssigkeit ein anderer pH-Wert vor. Die Magensäure ist mit 1,2 bis 3,0 besonders sauer. Immerhin muss sie die aufgenommene Nahrung zersetzen. Dein Urin ist mit 4,8 bis 7,6 auch meist im sauren Bereich. Denn über die Nieren scheidet dein Körper angefallene Säuren aus.

Ein konstanter pH-Wert ist für deine Gesundheit also besonders wichtig, um einer Übersäuerung entgegenzuwirken.

Mithilfe verschiedener Puffersysteme (deine Organe fungieren beispielsweise als solche) gelingt ihm das bei idealen Bedingungen auch sehr gut. Diese Bedingungen kannst vor allem du selbst schaffen. Mit einer gesunden Ernährung, die basisch verstoffwechselt wird, erzeugst du auch ein basisches Milieu in deinem Organismus. Bewegst du dich ausreichend und sitzt nicht nur den ganzen Tag, funktioniert dein Stoffwechsel doppelt so gut. Denn egal wie gesund du dich ernährst, Säuren fallen bei den meisten Stoffwechselprozessen auf natürliche Weise an.

Säuren sind Abfallstoffe, um die sich dein Körper bei optimalen Bedingungen ganz von selbst kümmert.

Über Organe wie Leber und Nieren sortiert dein Organismus unbrauchbares Material aus. Säuren werden ausgeschieden und Mikronährstoffe gelangen dorthin, wo sie am ehesten gebraucht werden: in deine Zellen. Wie deine Lunge und dein Herz-Kreislauf-System als Puffersysteme von Säuren fungieren, kannst du in unserem großen Übersäuerungs-Artikel nachlesen.

Arbeiten deine Organe jedoch nicht mehr so effizient und sind überlastet, sammeln sich die Säuren in deinem Körper an und belasten ihn. Viele verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass wir dann übersäuern.

Alltägliche Gewohnheiten und Lebensstilfaktoren wie deine Ernährung, Bewegung und Stress können dich entweder krank machen oder gesund und fit halten.1 Mit jeder täglichen Entscheidung trägst du zum einen oder zum anderen bei.

Ungesunde Lebensmittel, die stark verarbeitet sind und zu viel Fett, Zucker oder Salz enthalten, lassen dich träge, müde und unfit werden. Kommt dann auch noch Bewegungsmangel, zu viel Stress und Schlafentzug hinzu, wird dein Immunsystem schwächer und du anfälliger für Krankheiten und Schmerzen.

Die vermehrte Ansammlung von Säuren und nur wenige Möglichkeiten, diese auszuscheiden, können ernsthafte Erkrankungen nach sich ziehen.

Die gute Nachricht: So weit muss es gar nicht kommen. Denn du selbst kannst fast alles für einen gesunden Körper und ausgeglichenen Stoffwechsel tun. Die Grundlage dafür ist vor allem deine Ernährung. Wie du mit einer basenüberschüssigen Ernährung einer Übersäuerung erfolgreich vorbeugen kannst, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Du möchtest noch einmal im Detail nachlesen, wie eine Übersäuerung entsteht und wie du sie erkennst? Dann lies vorher unseren umfangreichen Artikel dazu.

Quellen & Studien

  1. 1 Remer T: Influence of diet on acid-base balance. Semin Dial 13(2000): 221–226.

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