Antientzündliche Ernährung: Rezepte

01.10.2026
Dr. med. Petra Bracht

Dr. med. Petra Bracht

Ärztin & Ernährungspezialistin

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Antientzündliche Ernährung – das sind doch bestimmt nur fade Salate und langweilige Gemüseaufläufe? Falsch! Entzündungshemmende Lebensmittel sind nicht nur gesund, sondern können auch richtig lecker sein.

Wir zeigen dir einige außergewöhnliche antientzündliche Rezepte, die du ganz einfach zu Hause ausprobieren kannst. So tust du deinem Körper etwas Gutes und musst dabei nicht mal auf Genuss verzichten.

Antientzündliche Rezepte: schnell, einfach und super lecker!

Pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und hochwertige Pflanzenöle zählen zu den entzündungshemmenden Lebensmitteln. Sie liefern Pflanzenstoffe, Ballaststoffe und Antioxidantien, die verschiedene Funktionen im Körper unterstützen können.

Doch wie kannst du diese Zutaten so zubereiten, dass sie nicht nur gesund, sondern auch lecker sind? Das zeigen wir dir mit unseren drei antientzündlichen Rezepten.

Kirchererbsen-Erdnuss-Curry

Zutaten für 4 Personen

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20 g Ingwer
  • 1⁄2 rote Chilischote
  • 400 g Hokkaido-Kürbis
  • 100 g junger Spinat
  • 100 g geröstete Erdnüsse
  • 2 EL Erdnussöl
  • 1-2 TL Kurkuma
  • 2 TL Garam Masala
  • 1-2 EL Sambal Oelek
  • 2-3 EL Erdnussbutter
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 175 ml Kokosmilch
  • 300 g gekochte Kichererbsen
  • 1 Bio-Limette
  • Salz, Kokosblütenzucker

Zubereitung (etwa 45 Min.)

Schritt 1
Die Zwiebel, die Knoblauchzehe und den Ingwer schälen und fein würfeln. Die Chilischote waschen und mitsamt den Kernchen in feine Streifen schneiden. Den Hokkaido-Kürbis waschen, die Fasern und Kerne entfernen und den Rest samt der Schale in etwa 2,5 cm große Würfel schneiden. Den Spinat putzen und waschen. Die gerösteten Erdnüsse grob hacken.
Schritt 2
Das Erdnussöl in einer großen breiten Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili darin anschwitzen. Den Kürbis dazugeben und kurz mitdünsten. Kurkuma, Garam Masala, Sambal Oelek und Erdnussbutter unterrühren. Mit der Gemüsebrühe und der Kokosmilch aufgießen. Alles zugedeckt 15 Min. garen. Die Kichererbsen und den Spinat zufügen. 4-5 Min. mitgaren.
Schritt 3
Die Limette heiß abwaschen, abtrocknen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Beides zum Curry geben und dieses kräftig mit Salz und Kokosblütenzucker abschmecken. Das Curry in Schalen verteilen und mit den gehackten Erdnüssen bestreuen.

Brokkoli-Dinkel- Quiche mit Pfifferlingen

Zutaten für 1 Quiche

Für den Teig:

  • 250 g Dinkelmehl (Type 1050)
  • 100 g Margarine
  • Salz
  • Dinkelmehl für die Arbeitsfläche

Für die Füllung:

  • 250 g kleine Pfifferlinge
  • 300 g Brokkoli
  • 200 g frisch gepflückte Brennnesselblätter (ersatzweise Spinat)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Rapsöl
  • Salz, Cayennepfeffer
  • 350 g abgetropfter Seidentofu
  • 100 g Sojasahne
  • 2 EL Sojamel
  • 1 TL Kurkuma

Außerdem:
Frischhaltefolie, Tarteform (24 cm Durchmesser)

Zubereitung (etwa 45 Min. + etwa 1 Std. Kühlzeit + etwa 45 Min. Backzeit)

Schritt 1
Das Dinkelmehl mit der Margarine, einer Prise Salz und 3-4 EL kaltem Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Diesen in Folie wickeln und 1 Std. kühl stellen.
Schritt 2
Inzwischen die Pfifferlinge gründlich säubern (nicht waschen!). Den Brokkoli waschen und in kleine Röschen teilen. Diese eventuell nochmals halbieren und kurz in kochendem Salzwasser vorgaren. Anschließend kalt abschrecken. Die Brennnesseln mit Handschuhen waschen und trocken schleudern.
Schritt 3
Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen, fein würfeln und in dem Rapsöl in einer breiten Pfanne zusammen mit den Pfifferlingen anschwitzen. Die Brennnesselblätter zufügen und zusammenfallen lassen. Alles aus der Pfanne nehmen, mit Salz und Cayennepfeffer würzen und abkühlen lassen.
Schritt 4
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Tarteform fetten. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche etwa 5 mm dünn ausrollen und die Form damit auslegen. Überstehenden Teig wegschneiden. Die abgekühlte Pfifferling-Brennnessel-Mischung und die Brokkoliröschen auf dem Teigboden verteilen.
Schritt 5
Den Tofu mit Sojasahne, Sojamehl und Kurkuma glatt rühren und mit Salz und Cayennepfeffer kräftig würzen. Den Mix gleichmäßig über die Brokkolimischung gießen. Die Quiche auf der untersten Einschubleiste etwa 45 Min. im Ofen backen.

Schokotorte mit Passionsfrucht und Avocado

Zutaten für 1 kleine Torte

  • 40 g Kokosöl
  • 5-6 vegane Haferkekse (75 g)
  • 200 g Zartbitterschokolade (70% Kakao)
  • 2 Passionsfrüchte
  • 175 ml Mandeldrink
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • Salz
  • 30 g Kokosblütenzucker
  • 2 kleine reife Avocados
  • Saft von 1 Limette
  • 50 ml Ahornsirup
  • geröstete Kokosspäne (nach Belieben)

Außerdem:
Springform oder Tortenring (16 cm Durchmesser)

Zubereitung (etwa 45 Min.+ insgesamt etwa 3 Std. Kühlzeit)

Schritt 1
Den Rand einer kleinen Springform oder einen kleinen Tortenring auf ein mit Backpapier belegtes Blech stellen. Das Kokosöl schmelzen. Die Haferkekse zerkrümeln, mit dem flüssigen Kokosöl in einer Schüssel gründlich vermischen und dann in dem Ring verteilen. Mit dem Löffelrücken fest andrücken. Das Blech mit dem Ring in den Kühlschrank stellen und den Boden fest werden lassen. Das dauert etwa 1 Std.
Schritt 2
Die Zartbitterschokolade in kleine Stücke brechen und in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen. Die Passionsfrüchte halbieren. Das Fruchtmark mit einem Löffel in einen kleinen Topf kratzen. Mandeldrink, Vanillemark, eine kleine Prise Salz und den Kokosblütenzucker zufügen und alles aufkochen lassen. Anschließend die Mischung durch ein Sieb zur geschmolzenen Schokolade in die Schüssel streichen. Alles zu einer glatten Creme verrühren und diese dann auf den fest gewordenen Keksboden im Ring gießen. Die Torte für etwa 2 Std. in den Kühlschrank stellen und die Creme fest werden lassen. Danach auf eine Servierplatte umsetzen und den Ring mit einem Messer lösen und abziehen.
Schritt 3
Die Avocados schälen, halbieren und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch vorsichtig mit einem Löffel herauslösen, der Länge nach in Scheiben schneiden und mit dem Limettensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Die Avocadoscheiben von der Mitte beginnend nach außen rosettenartig auf die fest gewordene Torte verteilen. Den Ahornsirup darüber verteilen und nach Belieben mit einigen gerösteten Kokosspänen bestreuen.

Die Torte lässt sich sehr gut vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank kalt stellen. Die Avocado dann aber erst kurz vor dem Servieren aufschneiden und darauf anrichten.

Was sind antientzündliche Lebensmittel?

Schmerzen können viele Ursachen haben. Eine davon ist eine unausgewogene Ernährung. Denn einige Lebensmittel, die wir täglich essen, können Entzündungsprozesse im Körper fördern und mit verschiedenen chronischen Erkrankungen in Verbindung stehen.

Die gute Nachricht: Es gibt auch antientzündliche Lebensmittel, die eine ausgewogene Ernährung unterstützen. Besonders buntes Gemüse und Obst enthalten viele wertvolle Pflanzenstoffe und können zur Stärkung der körpereigenen Schutzmechanismen beitragen. Blaubeeren liefern beispielsweise Anthocyane. Grünkohl enthält unter anderem Vitamin C und weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Auch Gewürze wie Kreuzkümmel und Paprikapulver können zusätzliche Pflanzenstoffe liefern.

Das wird dir alles zu bunt? Dann fang mit kleinen Schritten an, bevor du zum antientzündlichen Kochexperten wirst. Schau dir dafür regelmäßig die Liste der entzündungshemmenden Lebensmittel an und integriere nach und nach mehr davon in deinen Alltag. Dafür braucht es nicht viel:

  • Gib deinen Gerichten einen Spritzer frischen Zitronensaft. Das verleiht ihnen eine frische Note und rundet den Geschmack ab.
  • Würze dein Essen mit Tomatenmark. Es sorgt für eine aromatische Basis und passt besonders gut zu Suppen, Saucen und Gemüsepfannen.
  • Greif zwischendurch zu einer Handvoll Blaubeeren statt zu Schokolade. Sie schmecken süß und enthalten vergleichsweise wenig Zucker.

Du siehst, es kann ganz einfach sein und es kommt dabei nichtmal auf ein einzelnes „Superfood“ an. Entscheidend ist vielmehr, regelmäßig verschiedene Lebensmittel zu kombinieren. So kannst du eine größere Vielfalt an Nährstoffen und Pflanzenstoffen aufnehmen und die Entzündungsprozesse in deinem Körper aktiv bekämpfen.

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