MBT-Schuhe & Co.: Halten Gesundheits-Treter, was sie versprechen? 

Deine Frage, Rolands Antwort: Folge 11

In der Serie „Deine Frage, Rolands Antwort“ beantwortet Roland Liebscher-Bracht die spannendsten Fragen, die uns in den vergangenen Wochen in den Kommentaren auf Facebook, YouTube und Instagram erreicht haben. Heute erfährst du,

Du willst mehr wissen? Hier bekommst du unsere ausführlichen Erläuterungen auf einen Blick. Zum Video mit allen Antworten von Roland gelangst du im Anschluss an Frage eins.

Frage 1: Wie verhalte ich mich, wenn der Bauch nicht gegen die zu hohen Spannungen am Rücken ankommt?

Eine Frau im Büro greift sich mit schmerzverzerrtem Blick an den Rücken.

© Jeanette Dietl | shutterstock.com

Zu wenig Spannung am Bauch, dafür umso mehr am Rücken? Wer von seinem Therapeuten eine derartige Aussage hört, geht oft fälschlicherweise davon aus, hier sei gezieltes Bauchmuskeltraining die Lösung. Wir von Liebscher & Bracht sind da skeptisch. Der Grund: In den meisten Fällen sind Muskeln und Faszien im vorderen Bereich des Oberkörpers verkürzt und unflexibel. Sie müssen deshalb erstmal intensiv aufgedehnt werden. Es befinden sich also sehr wohl hohe Spannungen am Bauch – sie werden oft nur nicht auf Anhieb erkannt, da sie sich im Körperinnern abspielen und von außen nicht sichtbar sind. Die Überspannungen am Rücken sind häufig eine Reaktion auf die Situation vorne.

Um es dir zu verbildlichen: Stell dir vor, du willst dich aufrichten, wirst jedoch von einer unsichtbaren Kraft an deinem Oberkörper nach vorne gezogen. Um dem entgegenzuwirken, ziehen dich Kräfte an deiner Körperrückseite – in diesem Fall Rückenstrecker und Gesäßmuskulatur – nach hinten, um deine Körperstatik zu gewährleisten. Ein Tauziehen, bei dem sich Muskeln auf der Vor- und Rückseite deines Körpers ganz schön ins Zeug legen müssen.

Bauchmuskeltraining würde die Spannungen im vorderen Bereich erhöhen! Deshalb empfehlen wir dir, stattdessen die muskulären Verkürzungen an der Vorderseite deines Körpers mit unseren Dehnübungen und unserer Faszien-Rollmassage zu lösen. Die besten Übungen dazu findest du gebündelt in unserem kostenlosen PDF-Ratgeber zum Thema Rückenschmerzen. Damit kannst du deine Schmerzen lindern oder bestenfalls von vornherein verhindern.

▶ Hier sind die Erklärungen des Schmerzspezialisten. Klicke auf den Play-Button und schaue dir Rolands Antworten auf deine Fragen an:

Frage 2: Sind Abrollschuhe eine sinnvolle Ergänzung zu täglichen Rückenübungen?

Abrollschuhe im Stile von Joya- oder MBT-Schuhen sollen den natürlichen Bewegungsablauf nachempfinden, Abrollbewegungen des Fußes erleichtern und dadurch gegen Rückenschmerzen helfen. Klingt vielversprechend, oder? Viele Schmerzgeplagte setzen jedenfalls große Hoffnungen in diese “Wunderwerke” und fragen uns deshalb häufig, was wir von Gesundheits- und Funktionsschuhen halten.

Wir von Liebscher & Bracht sehen solche Abrollschuhe kritisch. Bedenke: Wenn du permanent Schuhe trägst, die deine Füße beim Abrollen unterstützen, ist das eine völlig eingleisige und erzwungene Bewegung. Dein Körper – allen voran dein Fuß und die Fußsohle – ist nicht dafür gemacht, dass ein solches Abrollen erzwungen wird. Das bedeutet: Nimmst du deinem Körper durch stützende Maßnahmen von außen die ganze „Arbeit“ ab, versteht er das als Signal, sie nicht mehr selbst tun zu müssen. Muskeln und Faszien passen sich an die einseitigen Bewegungen an, werden träge und starr. Deshalb sagen wir: Je mehr ein Schuh deinen Fuß stützt, desto schlechter ist er.

KOSTENFREIER RATGEBER

Die 6 effektivsten Übungen gegen Rückenschmerzen:

Rückenschmerzen Ratgeber
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Frage 3: Hilft mir ein Rückenstützgürtel, meine Haltung zu verbessern?

Eine Frau trägt einen Rückenstützgürtel

© Blachkovsky | shutterstock.com

Vielleicht kennst du das auch: Deine Schultern ziehen sich ständig nach vorne und du nimmst eine buckelige Haltung ein. Dieser Rundrücken gehört zu den häufigsten Haltungsschäden überhaupt. Er stört nicht nur optisch, sondern führt früher oder später auch zu Schmerzen.

Genau deshalb erfreuen sich sogenannte Rückenstützgürtel immer größerer Beliebtheit. Dabei handelt es sich um eine feste Bandage, die über die Schulter ganz oder teilweise den Rücken nach unten führt und sich am Brustbereich schließt. Sie soll Schultern und Rücken in eine gerade Position ziehen und dadurch die Körperhaltung korrigieren.

Was halten wir davon? Wie du aus der Antwort auf Frage eins erfahren konntest, sind Muskeln und Faszien bei sehr vielen Menschen vorne im Oberkörper verkürzt und unflexibel. Eine Rücken-Bandage bietet dir den Vorteil, dass sie diesen Überspannungen vorne permanent entgegenwirkt – ohne dass du dafür aktiv etwas tun musst.

So weit, so gut. Allerdings verhält es sich mit dem Gürtel wie mit dem Abrollschuh: Es entsteht ein Dauerzug auf deine Muskeln durch eine Stütze von außen und nicht durch die Kraft deiner Muskeln.

Die Balance ist entscheidend. Es spricht nichts dagegen, deinen Rückenstützgurt anzuziehen. Nimm ihn aber auch regelmäßig wieder ab, damit deine Muskulatur nicht verlernt, dich von selbst aufzurichten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass du dich ohne Gürtel überhaupt nicht mehr gerade hinstellen kannst. Wenn du zusätzlich regelmäßig unsere Übungen machst, kannst du auf körpergerechte Weise für eine aufrechte Haltung und einen gesunden Rücken sorgen. Hier kommst du zu unserem kostenlosen PDF-Ratgeber mit den besten Übungen gegen Rückenschmerzen.

💡 Noch mehr Antworten auf spannende Fragen? Schau mal hier:


Übelkeit nach dem Schmerzfrei-Drücken: Kann das sein?

Ist es besorgniserregend, wenn bei der Light-Osteopressur Übelkeit auftritt? Das und mehr beantworten wir dir in diesem Beitrag.

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Schlecht geschlafen? Das kann helfen!

Du willst wissen, auf welcher Matratze du am besten schlafen solltest, um deinem Körper etwas Gutes zu tun? Hier erfährst du die Antwort.

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Welcher Sport ist am gesündesten?

Welches ist die gesündeste Sportart, wenn es um Bewegungsvielfalt geht? Das und mehr erfährst du in diesem Beitrag.

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was sie versprechen? 

Deine Frage, Rolands Antwort: Folge 11

In der Serie „Deine Frage, Rolands Antwort“ beantwortet Roland Liebscher-Bracht die spannendsten Fragen, die uns in den vergangenen Wochen in den Kommentaren auf Facebook, YouTube und Instagram erreicht haben. Heute erfährst du,

Du willst mehr wissen? Hier bekommst du unsere ausführlichen Erläuterungen auf einen Blick. Zum Video mit allen Antworten von Roland gelangst du im Anschluss an Frage eins.

Frage 1: Wie verhalte ich mich, wenn der Bauch nicht gegen die
zu hohen Spannungen am Rücken ankommt?

Eine Frau im Büro greift sich mit schmerzverzerrtem Blick an den Rücken.

© Jeanette Dietl | shutterstock.com

Zu wenig Spannung am Bauch, dafür umso mehr am Rücken? Wer von seinem Therapeuten eine derartige Aussage hört, geht oft fälschlicherweise davon aus, hier sei gezieltes Bauchmuskeltraining die Lösung. Wir von Liebscher & Bracht sind da skeptisch. Der Grund: In den meisten Fällen sind Muskeln und Faszien im vorderen Bereich des Oberkörpers verkürzt und unflexibel. Sie müssen deshalb erstmal intensiv aufgedehnt werden. Es befinden sich also sehr wohl hohe Spannungen am Bauch – sie werden oft nur nicht auf Anhieb erkannt, da sie sich im Körperinnern abspielen und von außen nicht sichtbar sind. Die Überspannungen am Rücken sind häufig eine Reaktion auf die Situation vorne.

Um es dir zu verbildlichen: Stell dir vor, du willst dich aufrichten, wirst jedoch von einer unsichtbaren Kraft an deinem Oberkörper nach vorne gezogen. Um dem entgegenzuwirken, ziehen dich Kräfte an deiner Körperrückseite – in diesem Fall Rückenstrecker und Gesäßmuskulatur – nach hinten, um deine Körperstatik zu gewährleisten. Ein Tauziehen, bei dem sich Muskeln auf der Vor- und Rückseite deines Körpers ganz schön ins Zeug legen müssen.

Bauchmuskeltraining würde die Spannungen im vorderen Bereich erhöhen! Deshalb empfehlen wir dir, stattdessen die muskulären Verkürzungen an der Vorderseite deines Körpers mit unseren Dehnübungen und unserer Faszien-Rollmassage zu lösen. Die besten Übungen dazu findest du gebündelt in unserem kostenlosen PDF-Ratgeber zum Thema Rückenschmerzen. Damit kannst du deine Schmerzen lindern oder bestenfalls von vornherein verhindern.

▶ Hier sind die Erklärungen des Schmerzspezialisten. Klicke auf den Play-Button und schaue dir Rolands Antworten auf deine Fragen an:

Frage 2: Sind Abrollschuhe eine sinnvolle Ergänzung zu täglichen Rückenübungen?

Abrollschuhe im Stile von Joya- oder MBT-Schuhen sollen den natürlichen Bewegungsablauf nachempfinden, Abrollbewegungen des Fußes erleichtern und dadurch gegen Rückenschmerzen helfen. Klingt vielversprechend, oder? Viele Schmerzgeplagte setzen jedenfalls große Hoffnungen in diese “Wunderwerke” und fragen uns deshalb häufig, was wir von Gesundheits- und Funktionsschuhen halten.

Wir von Liebscher & Bracht sehen solche Abrollschuhe kritisch. Bedenke: Wenn du permanent Schuhe trägst, die deine Füße beim Abrollen unterstützen, ist das eine völlig eingleisige und erzwungene Bewegung. Dein Körper – allen voran dein Fuß und die Fußsohle – ist nicht dafür gemacht, dass ein solches Abrollen erzwungen wird. Das bedeutet: Nimmst du deinem Körper durch stützende Maßnahmen von außen die ganze „Arbeit“ ab, versteht er das als Signal, sie nicht mehr selbst tun zu müssen. Muskeln und Faszien passen sich an die einseitigen Bewegungen an, werden träge und starr. Deshalb sagen wir: Je mehr ein Schuh deinen Fuß stützt, desto schlechter ist er.

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Frage 3: Hilft mir ein Rückenstützgürtel, meine Haltung zu verbessern?

Eine Frau trägt einen Rückenstützgürtel

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Vielleicht kennst du das auch: Deine Schultern ziehen sich ständig nach vorne und du nimmst eine buckelige Haltung ein. Dieser Rundrücken gehört zu den häufigsten Haltungsschäden überhaupt. Er stört nicht nur optisch, sondern führt früher oder später auch zu Schmerzen.

Genau deshalb erfreuen sich sogenannte Rückenstützgürtel immer größerer Beliebtheit. Dabei handelt es sich um eine feste Bandage, die über die Schulter ganz oder teilweise den Rücken nach unten führt und sich am Brustbereich schließt. Sie soll Schultern und Rücken in eine gerade Position ziehen und dadurch die Körperhaltung korrigieren.

Was halten wir davon? Wie du aus der Antwort auf Frage eins erfahren konntest, sind Muskeln und Faszien bei sehr vielen Menschen vorne im Oberkörper verkürzt und unflexibel. Eine Rücken-Bandage bietet dir den Vorteil, dass sie diesen Überspannungen vorne permanent entgegenwirkt – ohne dass du dafür aktiv etwas tun musst.

So weit, so gut. Allerdings verhält es sich mit dem Gürtel wie mit dem Abrollschuh: Es entsteht ein Dauerzug auf deine Muskeln durch eine Stütze von außen und nicht durch die Kraft deiner Muskeln.

Die Balance ist entscheidend. Es spricht nichts dagegen, deinen Rückenstützgurt anzuziehen. Nimm ihn aber auch regelmäßig wieder ab, damit deine Muskulatur nicht verlernt, dich von selbst aufzurichten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass du dich ohne Gürtel überhaupt nicht mehr gerade hinstellen kannst. Wenn du zusätzlich regelmäßig unsere Übungen machst, kannst du auf körpergerechte Weise für eine aufrechte Haltung und einen gesunden Rücken sorgen. Hier kommst du zu unserem kostenlosen PDF-Ratgeber mit den besten Übungen gegen Rückenschmerzen.

💡 Noch mehr Antworten auf spannende Fragen? Schau mal hier:


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In der Serie „Deine Frage, Rolands Antwort“ beantwortet Roland Liebscher-Bracht die spannendsten Fragen, die uns in den vergangenen Wochen in den Kommentaren auf Facebook, YouTube und Instagram erreicht haben. Heute erfährst du,

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Frage 1: Wie verhalte ich mich, wenn der Bauch nicht gegen die zu hohen Spannungen am Rücken ankommt?

Eine Frau im Büro greift sich mit schmerzverzerrtem Blick an den Rücken.

© Jeanette Dietl | shutterstock.com

Zu wenig Spannung am Bauch, dafür umso mehr am Rücken? Wer von seinem Therapeuten eine derartige Aussage hört, geht oft fälschlicherweise davon aus, hier sei gezieltes Bauchmuskeltraining die Lösung. Wir von Liebscher & Bracht sind da skeptisch. Der Grund: In den meisten Fällen sind Muskeln und Faszien im vorderen Bereich des Oberkörpers verkürzt und unflexibel. Sie müssen deshalb erstmal intensiv aufgedehnt werden. Es befinden sich also sehr wohl hohe Spannungen am Bauch – sie werden oft nur nicht auf Anhieb erkannt, da sie sich im Körperinnern abspielen und von außen nicht sichtbar sind. Die Überspannungen am Rücken sind häufig eine Reaktion auf die Situation vorne.

Um es dir zu verbildlichen: Stell dir vor, du willst dich aufrichten, wirst jedoch von einer unsichtbaren Kraft an deinem Oberkörper nach vorne gezogen. Um dem entgegenzuwirken, ziehen dich Kräfte an deiner Körperrückseite – in diesem Fall Rückenstrecker und Gesäßmuskulatur – nach hinten, um deine Körperstatik zu gewährleisten. Ein Tauziehen, bei dem sich Muskeln auf der Vor- und Rückseite deines Körpers ganz schön ins Zeug legen müssen.

Bauchmuskeltraining würde die Spannungen im vorderen Bereich erhöhen! Deshalb empfehlen wir dir, stattdessen die muskulären Verkürzungen an der Vorderseite deines Körpers mit unseren Dehnübungen und unserer Faszien-Rollmassage zu lösen. Die besten Übungen dazu findest du gebündelt in unserem kostenlosen PDF-Ratgeber zum Thema Rückenschmerzen. Damit kannst du deine Schmerzen lindern oder bestenfalls von vornherein verhindern.

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Abrollschuhe im Stile von Joya- oder MBT-Schuhen sollen den natürlichen Bewegungsablauf nachempfinden, Abrollbewegungen des Fußes erleichtern und dadurch gegen Rückenschmerzen helfen. Klingt vielversprechend, oder? Viele Schmerzgeplagte setzen jedenfalls große Hoffnungen in diese “Wunderwerke” und fragen uns deshalb häufig, was wir von Gesundheits- und Funktionsschuhen halten.

Wir von Liebscher & Bracht sehen solche Abrollschuhe kritisch. Bedenke: Wenn du permanent Schuhe trägst, die deine Füße beim Abrollen unterstützen, ist das eine völlig eingleisige und erzwungene Bewegung. Dein Körper – allen voran dein Fuß und die Fußsohle – ist nicht dafür gemacht, dass ein solches Abrollen erzwungen wird. Das bedeutet: Nimmst du deinem Körper durch stützende Maßnahmen von außen die ganze „Arbeit“ ab, versteht er das als Signal, sie nicht mehr selbst tun zu müssen. Muskeln und Faszien passen sich an die einseitigen Bewegungen an, werden träge und starr. Deshalb sagen wir: Je mehr ein Schuh deinen Fuß stützt, desto schlechter ist er.

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Frage 3: Hilft mir ein Rückenstützgürtel, meine Haltung zu verbessern?

Eine Frau trägt einen Rückenstützgürtel

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Vielleicht kennst du das auch: Deine Schultern ziehen sich ständig nach vorne und du nimmst eine buckelige Haltung ein. Dieser Rundrücken gehört zu den häufigsten Haltungsschäden überhaupt. Er stört nicht nur optisch, sondern führt früher oder später auch zu Schmerzen.

Genau deshalb erfreuen sich sogenannte Rückenstützgürtel immer größerer Beliebtheit. Dabei handelt es sich um eine feste Bandage, die über die Schulter ganz oder teilweise den Rücken nach unten führt und sich am Brustbereich schließt. Sie soll Schultern und Rücken in eine gerade Position ziehen und dadurch die Körperhaltung korrigieren.

Was halten wir davon? Wie du aus der Antwort auf Frage eins erfahren konntest, sind Muskeln und Faszien bei sehr vielen Menschen vorne im Oberkörper verkürzt und unflexibel. Eine Rücken-Bandage bietet dir den Vorteil, dass sie diesen Überspannungen vorne permanent entgegenwirkt – ohne dass du dafür aktiv etwas tun musst.

So weit, so gut. Allerdings verhält es sich mit dem Gürtel wie mit dem Abrollschuh: Es entsteht ein Dauerzug auf deine Muskeln durch eine Stütze von außen und nicht durch die Kraft deiner Muskeln.

Die Balance ist entscheidend. Es spricht nichts dagegen, deinen Rückenstützgurt anzuziehen. Nimm ihn aber auch regelmäßig wieder ab, damit deine Muskulatur nicht verlernt, dich von selbst aufzurichten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass du dich ohne Gürtel überhaupt nicht mehr gerade hinstellen kannst. Wenn du zusätzlich regelmäßig unsere Übungen machst, kannst du auf körpergerechte Weise für eine aufrechte Haltung und einen gesunden Rücken sorgen. Hier kommst du zu unserem kostenlosen PDF-Ratgeber mit den besten Übungen gegen Rückenschmerzen.

💡 Noch mehr Antworten auf spannende Fragen? Schau mal hier:


Übelkeit nach dem Schmerzfrei-Drücken: Kann das sein?

Ist es besorgniserregend, wenn bei der Light-Osteopressur Übelkeit auftritt? Das und mehr beantworten wir dir in diesem Beitrag.

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