Nierenschmerzen erfolgreich behandeln

Alle Informationen zu den Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten von Nierenschmerzen

Eine Frau leidet unter Nierenschmerzen und hält sich schmerzverzerrt ihre Seite

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Leiden Sie an Schmerzen im Bereich Ihrer Nieren? Quält Sie ein unangenehmer Druck oder ein elektrisierender Impuls an den Nieren und im Lendenbereich? Fühlen Sie sich belastet und in Ihrer Alltagsgestaltung eingeschränkt? Wenn Sie sich in dieser Schilderung wiedererkennen, dann laden wir Sie ein, mit unserer Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht neue Wege zu beschreiten und unter Anleitung einer unserer qualifizierten Schmerzspezialisten auszuprobieren, ob unser Behandlungsansatz auch Ihre Beschwerden lindern kann.

In unserer jahrelangen Praxiserfahrung konnten wir schon oft feststellen, dass Schmerzen im Bereich der Niere und der Lenden, auch wenn sie chronisch verlaufen, mit Osteopressur und unseren Übungen nach Liebscher & Bracht bereits nach der ersten Behandlung deutlich nachgelassen haben – und das ganz ohne Medikamente. Erfahren Sie in unserem Online-Schmerzlexikon mehr darüber!

Wir verraten Ihnen in diesem Artikel, wie Sie Nierenschmerzen effektiv und schnell behandeln können – ohne Medikamente, Operationen oder Nebenwirkungen.

Nierenschmerzen – was ist das überhaupt und was steckt dahinter?

Grundsätzlich gilt: Nierenschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben. Es können ernsthafte Erkrankungen dahinterstecken. Ein Arztbesuch ist bei Beschwerden im Nierenbereich immer anzuraten. Doch was ist, wenn die Ursache nicht auf der Hand liegt und die Schmerzen nicht nachlassen? Nach Liebscher & Bracht qualifizierte Schmerztherapeuten machen in der Behandlung von Patienten mit Nierenschmerzen häufig die Erfahrung: Schmerzen im Bereich der Nieren und Lenden entpuppen sich nicht als tatsächlich schmerzendes Organ. Vielmehr handelt es sich um Schmerzen im umliegenden Gewebe und nicht der Niere selbst. Verursacher dabei sind die Muskeln und Faszien im Nierenbereich, die durch vieles Sitzen und eingeschränkte Bewegung unzureichend gedehnt und überfordert sind und dadurch überspannen.

Die Wahrheit ist: Es gibt kein Schmerzgedächtnis!

Die Vorstellung von einem Schmerzgedächtnis hält Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht für nicht zielführend. Natürlich sind wir Menschen in der Lage, Schmerzen zu vergessen, wenn sie nachlassen. Unsere Überzeugung ist: Kein Gedächtnis kann sich an den Schmerz erinnern. Vielmehr dient die Idee von einem Schmerzgedächtnis dazu, eine Erklärung für Schmerzen zu finden, die sich anders nicht erklären lassen. Das Schmerzgedächtnis muss immer dann herhalten, wenn Patienten nicht geholfen werden kann, wenn Patienten über Jahre hinweg Schmerzmittel nehmen, deren Wirkung über den Zeitverlauf beständig nachlässt. Als Beweis für das Schmerzgedächtnis werden dann Veränderungen im Gehirn herangezogen.

Nach Liebscher & Bracht qualifizierte Schmerztherapeuten wissen jedoch, dass diese Erklärung hinkt. Der Grund, warum Schmerzen anhalten oder nicht verschwinden, ist bestechend einfach: Ihre Ursache wurde nicht behandelt. Liebscher & Bracht Schmerztherapeuten drehen den Spieß um: Es sind die zu lange falsch behandelten Schmerzen, die eine Veränderung im Gehirn bewirken und nicht umgekehrt. Keinesfalls verursachen zu lange anhaltende starke Schmerzen Veränderungen im Gehirn.

Was können Patienten gegen chronische Schmerzen im Bereich der Nieren tun?

Gibt es für lange andauernde Schmerzen, wie zum Beispiel im Bereich der Nieren, keine Erklärung durch eine Infektion oder eine Krankheit, lohnt es sich, den Blick auf die muskulär-faszialen Strukturen im Bereich der Nieren zu richten. Chronische Schmerzen lassen sich oft schon mit einer Osteopressur Behandlung nach Liebscher & Bracht in Verbindung mit speziellen Übungen zum Abbau der Überspannung in Muskeln und Faszien auflösen. Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht setzt dabei direkt am Knochen an, denn dort entsteht der Schmerz, der als Signal zum Gehirn gesendet wird. Die Botschaft lautet: In einem bestimmten Körperbereich droht ein Schaden an einer körperlichen Struktur, bitte Alarmschmerz auslösen! Gelingt es mit der Behandlung nach Liebscher & Bracht, den Alarmschmerz abzustellen, bilden sich auch die Schmerzen zurück. Wir machen täglich die Erfahrung: Unsere Behandlung ist der Einstieg in ein schmerzfreies Leben, auch bei asymptomatischen und chronischen Nierenschmerzen bzw. Schmerzen im Kontext von abgehenden Nierensteinen oder Nierengries.

Nierenschmerzen ohne Medikamente behandeln? Wir wissen: Das kann funktionieren!

Was ist zu tun, wenn Nierenschmerzen auftreten, wenn sie vielleicht schon chronisch sind und Sie keine Medikamente dagegen nehmen möchten? Wir eröffnen Ihnen mit unserer Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht Wege, wie Sie ohne Nebenwirkungen durch Medikamente Ihre Schmerzen in den Griff bekommen können. Denn wir wissen: Oft rühren Nierenschmerzen gar nicht wirklich von den Nieren her. Da die Schmerzen aber im Nierenbereich bzw. den Lenden empfunden werden, entsteht immer wieder dieses Missverständnis. Unsere Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht lässt sich dann sehr gut differentialdiagnostisch einsetzen. Bleibt eine Behandlung mit Osteopressur und speziellen Übungen bei Nierenschmerzen ohne Wirkung, kann es sein, dass die Schmerzen tatsächlich von der Niere kommen. Doch unsere Erfahrung zeigt, dass sich Beschwerden im Nierenbereich bereits bei der ersten Behandlung deutlich reduzieren lassen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

1. Entstehung: Wie kommt es zu Nierenschmerzen?

Scharf schießt der Schmerz durch den unteren Rückenbereich und beinahe reflexartig wandert die Hand in Richtung Nieren. Er kann mal elektrisierend, mal drückend sein. Kennen Sie solche Schmerzphänomene, die den ganzen Alltag durcheinander bringen können? Dann leiden Sie vermutlich unter Nierenschmerzen. Zahlreiche Ursachen können dazu führen, dass die sonst so unauffälligen Nieren bzw. der Bereich des umliegenden Gewebes anfangen, Schmerzen zu verursachen. Den genauen Auslöser kann ein Arzt ermitteln. Doch Sie selbst können eine Menge zur Linderung oder gar Vorbeugung beitragen. Wir geben Ihnen zunächst einen Überblick darüber, wie es zu Nierenschmerzen kommt und welche Erkrankungen dahinter stecken können. Im Vordergrund dabei stehen häufig die Nierenbeckenentzündung, Nierensteine und Nierenkoliken.

1.1. Die Nierenbeckenentzündung

Oft entstehen Nierenschmerzen durch eine bakterielle Infektion. Zunächst sind die Harnwege betroffen. Dann steigen die Bakterien durch die Harnröhre nach oben und infizieren das Nierenbecken. Die Folge sind Nierenschmerzen, die sich beim Wasserlassen verschlimmern können. Der Arzt wird Ihnen in der Regel in einem solchen Fall ein Antibiotikum verschreiben. Wichtig ist, Beschwerden im Nierenbereich ärztlich abklären zu lassen.

1.2. Nierensteine

Nierensteine oder Nierengries gehören zu den schmerzhaftesten Entstehungsgründen für Nierenschmerzen. Steine, gebildet aus Urat, Kalzium, Magnesium oder Karbon, verengen hierbei die Nierengänge und führen zu starken Schmerzen. Oftmals treten diese in Verbindung mit einem gesteigerten Harndrang auf. Ursache hierfür sind nicht selten ein Überschuss an Kalzium und ein Mangel an Flüssigkeitszufuhr. Nicht immer ist bei Nierensteinen eine Operation vonnöten. Vielmehr gibt es auch andere Methoden der Behandlung. Besonders kleine Steine brauchen keine Operation. Sie werden mit einer Trinkkur automatisch aus dem Körper geschwemmt. Mitunter können die Steine auch mit Ultraschall zertrümmert und dann auf natürlichem Weg ausgeschieden werden.

1.3. Nierenkoliken

Keine Frage – die Nierenkolik ist die schmerzhafteste Art der Nierenschmerzen. Oft wird sie ausgelöst durch vorhandene Nierensteine. Mitunter kann aber auch ein eingeklemmter Nerv oder ein Blutgerinnsel die Ursache sein. Eine Nierenkolik ist zwingend Anlass für einen Arztbesuch, um die Ursache zweifelsfrei zu diagnostizieren. In vielen Fällen ist die Kolik zwar extrem schmerzhaft, die Ursache aber gut behandelbar.

1.4. Wie kommt es zu Nierenschmerzen?

Alle Arten von Nierenschmerzen entstehen unmittelbar im Nierenraum und lassen sich meist eindeutig zuordnen. Rückenschmerzen fühlen sich anders an. Wenn Ihre Nieren betroffen sind, werden Sie wahrscheinlich den Unterschied spüren. Eine Nierenbeckenentzündung tritt häufiger bei Frauen auf, denn Ihre Harnwege sind kürzer und der Weg für Bakterien in den Körper daher leichter zu überwinden. Nierensteine und Koliken hingegen treten häufiger bei Männern auf, jedoch nicht ausschließlich. Die Ursache ist nicht selten eine zu geringe Trinkmenge. Das kann dazu führen, dass die Urinflüssigkeit kristallisiert und sich Steine bilden. Der Harnsäurespiegel ist bei betroffenen Personen erhöht, ein einfacher Bluttest kann zuverlässig Auskunft geben. Findet sich beim Auftreten von Nierenschmerzen Blut im Urin, sollten Sie eine ärztliche Behandlung nicht hinauszögern.

1.5. Liebscher & Bracht: Nierenschmerzen können durch muskulär-fasziale Überspannungen auftreten

Nach Liebscher & Bracht qualifizierte Schmerzspezialisten wissen: Nierenschmerzen sind ein gar nicht so häufiges Phänomen. Das, was unsere Patienten als Nierenschmerzen empfinden, geht in vielen Fällen nicht von der Niere, sondern vom umliegenden Gewebe aus. Unsere Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Nierenschmerzen oder Schmerzen im Lendenbereich zeigt, dass die Schmerzen vielmehr von dem Muskel ausgehen, der vom Darmbein bis zur zwölften Rippe führt. Bei den Schmerzen handelt es sich dann um muskulär-fasziale Überspannungsschmerzen. Wenn wir diese Muskeln mit Osteopressur behandeln, können wir die Nierenschmerzen rasch auf ein Mindestmaß abmildern. Uns gelingt das in den meisten Fällen bereits in der ersten Behandlungseinheit.

Auch die Schmerzen bei abgehenden Nierensteinen oder Gries lassen sich zum Teil als muskuläre Begleiterscheinung erklären. Gelingt es, in diesem Schmerzgeschehen die überspannten Muskeln und Faszien zu dehnen und zu lockern, trägt das wesentlich zur Schmerzreduktion bei. Der Vorteil unserer Behandlung nach Liebscher & Bracht: Sie kommt ohne Medikamente aus und kann bei Nierenschmerzen sehr gut differentialdiagnostisch eingesetzt werden. Bessern sich die Schmerzen nicht durch Osteopressur und die Übungen nach Liebscher & Bracht bei Nierenschmerzen, ist eine weitergehende Untersuchung ratsam.

2. Symptome: Wie machen sich Nierenschmerzen bemerkbar?

Nierenschmerzen zeigen sich mit Stechen, Drücken oder Krämpfen vor allem im unteren Rückenbereich und an den Lenden. Wenn die Schmerzen sehr stark sind, handelt es sich häufig um eine Nierenbeckenentzündung. Behandelt wird sie mit Antibiotika. Wenn Sie dazu krampfartige Schmerzen haben, sollten Sie möglichst schnell einen Facharzt aufsuchen. Aber es gibt darüber hinaus häufig andere Gründe für Nierenschmerzen. Ursache für anhaltende Nierenschmerzen können beispielsweise auch eine Nierenentzündung oder Nierensteine sein.

2.1. Wie äußern sich Nierenschmerzen?

Schmerzen im Bereich der Niere weisen nicht immer nur auf ein organisches Problem hin. Vielmehr können sie viele und ganz unterschiedliche Ursachen haben. Auf jeden Fall sollten Sie einen Arzt aufzusuchen, um abklären zu lassen, wo die Schmerzen herrühren. Eine weitere Erklärung für stechende oder drückende Nierenschmerzen können Zysten in den Nieren sein. In seltenen Fällen verursachen sie starke Schmerzen in der Nierengegend. Vor allem dann, wenn Familienangehörige bereits davon betroffen sind oder waren, sind Sie ebenfalls anfällig dafür. Suchen Sie bei unklarer Ursache von Nierenschmerzen immer zuerst einen Arzt auf, um organische Gründe und ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Nehmen Sie aber auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum Schmerzmedikamente ohne ärztliche Verordnung ein, wenn sich Ihre Nieren bemerkbar machen. Schmerzmedikamente haben immer Nebenwirkungen und können die Nieren zusätzlich schädigen. So entsteht eine Art Kreislauf, der die Gesamtsituation nicht einfacher macht.

2.2. Die Entzündung des Nierenbeckens

Eine sehr häufige Ursache für Nierenschmerzen ist eine Entzündung des Nierenbeckens, medizinisch als Pyelonephritis bezeichnet. Anfangs bleibt sie oft unbemerkt, dann treten plötzlich starke Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und allgemeines Unwohlsein auf. Dazu kommen Schmerzen in der Flanke, die sich bei Erschütterung verstärken können. Oft schildern Patienten auch ein Brennen beim Wasserlassen oder berichten von Blut im Urin. Eine Nierenbeckenentzündung kann auch mit Kopfschmerzen und Bauchschmerzen einhergehen und erzeugt ein deutliches Krankheitsgefühl. Suchen Sie mit diesen Beschwerden unbedingt einen Arzt auf. Eine Nierenbeckenentzündung kann auch chronisch verlaufen. Rückenschmerzen, Gewichtsverlust treten auf, Patienten fühlen sich abgeschlagen, haben oft Brechreiz. In der Folge kann die Niere dauerhaft geschädigt werden und eine Niereninsuffizienz auftreten. Bei einem akuten Schub sind die Symptome ähnlich wie bei der Nierenbeckenentzündung.

Oft entsteht diese Entzündung, weil eine Blasenentzündung nicht richtig behandelt und auskuriert wurde. Auch wenn Sie der Meinung sind, dass eine Blasenentzündung harmlos ist und von alleine wieder vergeht, sollten Sie unbedingt einen Facharzt aufsuchen. Wird die Blasenentzündung nicht behandelt, kann daraus eine Nierenbeckenentzündung entstehen und aus dieser wiederum eine Niereninsuffizienz. Wenn Sie eine Niereninsuffizienz haben, kann das lebensgefährlich sein. Bei dieser Erkrankung arbeiten entweder eine der Nieren oder beide Nieren nicht mehr richtig. Es handelt sich dabei um einen schwerwiegenden Organschaden, bei dem Sie dauerhaft, oft lebenslang, auf Medikamente und ärztliche Betreuung angewiesen sein können.

Neben den aufgeführten Nierenerkrankungen gibt es noch zahlreiche andere Krankheiten, die zu Nierenschmerzen führen können. Typische Beispiele dafür sind Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder ein zu hoher Blutdruck. Sobald Sie Nierenschmerzen haben, gehen Sie auf jeden Fall zu einem Arzt und lassen Sie die Ursache dafür abklären.

2.3. Das Erkennen von Nierenschmerzen

Es ist nicht immer ganz einfach, Nierenschmerzen und Rückenschmerzen auseinanderzuhalten. Typischerweise machen sich Nierenschmerzen hauptsächlich rechts und links neben der Wirbelsäule bemerkbar. Angefangen vom dritten und vierten Lendenwirbel, bis hinauf zu den elften und zwölften Brustwirbeln, verspüren Patienten mehr oder weniger starke Schmerzen. Die Nieren befinden sich hinter dem dritten und vierten Lendenwirbel. Bei Nierenproblemen können die Schmerzen aber auch in die benachbarten Körperregionen ausstrahlen. Das ist natürlich in erster Linie der Rücken. Deshalb halten viele Patienten Ihre Nierenschmerzen für Rückenprobleme. Im Gegensatz zu den Problemen mit dem Rücken sind Nierenschmerzen aber dumpf und unbeständig. Sie sind nicht von Bewegungen abhängig und treten nicht dauernd auf, sondern nur phasenweise. Wenn Sie Nierenschmerzen haben, werden Sie sehr häufig noch von anderen Symptomen geplagt. Das sind vor allem

  • starke Müdigkeit,
  • Fieber,
  • heftige Kopfschmerzen und
  • Erbrechen.

Bevor es zu Nierenschmerzen kommt, kann es sein, dass Sie entweder sehr häufig oder sehr selten Wasser lassen müssen. Wenn der Urin blutig ist oder schäumt, ist das ebenfalls ein sehr starkes Indiz für Probleme mit den Nieren. Auch hier können wir uns nur wiederholen – gehen Sie möglichst schnell zu einem Arzt! Sie können zu einem Hausarzt gehen oder gleich zu einem Urologen. Sehr wahrscheinlich wird der Hausarzt eine Überweisung zum Urologen ausstellen.

2.4. Vorbeugen gegen Nierenschmerzen

Damit es erst gar nicht zu Schmerzen in den Nieren kommt, sollten Sie vorsorgen. Ihre Nieren reagieren sehr ungehalten auf Kälte. Sorgen Sie dafür, dass die Nieren schön warmgehalten werden. Auch wenn ein kurzes Top selbst im Winter schick aussieht, werden sich Ihre Nieren irgendwann darüber mit Schmerzen beschweren. Ähnlich verhält es sich mit dem Trinken. Schon der Volksmund sagt, dass Nieren ordentlich „gespült“ werden müssen. Das ist tatsächlich so. Allerdings tun Sie den Nieren keinen Gefallen, wenn Sie ihnen dabei alkoholische Getränke anbieten. Ihre Nieren brauchen viel mehr alkoholfreie Getränke – einfaches Mineralwasser vorzugsweise. Vor allem, wenn Sie schon einmal Nierenprobleme hatten, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig. Empfehlenswert sind zwei bis drei Liter pro Tag. Außerdem sollten Sie Ihre Speisen nicht mit zu viel Salz würzen. Das Salz muss über die Nieren ausgeschieden werden, was wiederum Stress und mehr Arbeit für die Organe bedeutet.

3. Ursachen – wie kommt es zu Nierenschmerzen?

Nierenschmerzen sind aufgrund der anatomischen Gegebenheiten nicht immer nur auf die Niere direkt zu beziehen. Auch die harnableitenden Wege oder die Muskulatur im Bereich der Niere können Schmerzen erzeugen. Nierenschmerzen sind auf die unterschiedlichsten Ursachen zurückzuführen. Wenn Sie unsicher sind, was die Ursache für Ihre Beschwerden ist, suchen Sie zunächst einen Arzt auf. Denn Schmerzen im Bereich der Nieren können durchaus auch sehr ernsthafte Hintergründe haben.

Entzündungen des Nierenbeckens

Spricht man von einer Entzündung, dann liegt die Ursache immer in der bakteriellen Kontamination des Gebiets. Sie aktivieren das Abwehrsystem des Körpers, woraus eine Entzündung resultieren kann. Entzündungen können Sie als sehr schmerzhaft erleben. Allerdings ist es möglich, dass der Schmerz erst dann auftritt, wenn bereits gesundes Gewebe stark geschädigt wurde.

Meistens resultiert die Entzündung des Nierenbeckens durch eine aufsteigende Infektion. Der Infektionsherd liegt dabei in der Blase. Frauen sind in der Regel anfälliger für solche Entzündung, da ihre Harnröhre mit 2,5 bis 4 cm fünfmal kürzer ist als die eines Mannes. Deshalb können Keime leichter eindringen.

Eine Infektion kann schon durch die Benutzung einer unhygienischen Toilette entstehen. Oder es dringen im Rahmen der Intimhygiene oder des Geschlechtsverkehrs Keime ein. Auch in der Schwangerschaft sind diese Entzündungen nicht ungewöhnlich. Hinzu kommt, dass Hygiene im Intimbereich meist überkorrekt ausgeführt wird und somit Pflegemittel verwendet werden, die den körpereigenen Schutzfilm im Intimbereich zerstören. Bakterien können dadurch leichter in den Körper eindringen.

Nierensteinleiden

Nierenschmerzen können auch durch Steine verursacht werden. Diese können dann entstehen, wenn zu viel Kalium, Natrium oder auch andere Minerale im Körper vorhanden sind und diese sich im Harn auskristallisieren. Täglich wird sehr viel Blut über die Niere gefiltert. So bildet sich Ihr Harn aus. In diesem sind Minerale enthalten, die vom Körper zurückresorbiert werden können, aber nur im Rahmen der Notwendigkeit. Überhänge können sich zu großen Kristallen zusammenfassen und dann Steine ausbilden. Eine Harnstauung, zu wenig Flüssigkeitszufuhr, aber auch bestimmte Minerale können ursächlich für die Ausbildung sein. Haben sich Steine gebildet, dann können diese Nierenschmerzen verursachen, da sie nicht über die Harnwege ausgeschieden werden können, aber den Abfluss des Harns behindern. Durch den entstehenden Druck kommt es zur Empfindung von Schmerz.

Harnrückfluss

Nierenschmerzen können durch einen Harnstau verursacht werden. Wenn Sie bereits unter Entleerungsstörungen leiden oder ein angeborenes, neurologische Leiden haben, dann kann es dazu kommen, dass Harn aus der Blase wieder in die Niere zurückfließt. Einerseits verursacht dann die Stauung die Schmerzen, aber auch Bakterien können so transportiert werden, was eine Nierenentzündung entstehen lassen kann.

Traumata

Auch nach Unfällen, Operationen und anderen äußerlichen Einflüssen auf den Körper können Nierenschmerzen auftreten. Sollten Sie infolge eines Unfalls an Schmerzen im Bereich der Nieren leiden, ist zwingend ärztliche Hilfe geboten. Sie sollten dann unbedingt die Ursache Ihrer Schmerzen abklären.

Nierenkrebs

Ist es in Ihrer Familie schon einmal zu einem Fall von Nierenkrebs gekommen? Dann sollten Sie regelmäßig eine Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen. Denn bei Nierenkrebs spielt Vererbung eine Rolle. Aber auch Übergewicht, Rauchen und eine falsche Ernährung sind Risiken, die die Entstehung einer Krebserkrankung begünstigen können. Besonders dann, wenn die Körperzellen sehr vielen Schadstoffen ausgesetzt werden, können sie leichter entarten.

Stenosen

Bei sogenannten Stenosen handelt es sich um Veränderungen der harnableitenden Gefäße, sodass der Harn nicht mehr richtig fließen kann. Die Stauung verursacht Schmerzen.

Niereninfarkt

Da die Niere wie alle anderen Organe zur vollen Funktionalität ausreichend durchblutet werden muss, ist sie mit vielen Blutgefäßen durchzogen. Embolien oder Thrombosen können zu einem Gefäßverschluss führen, der die Arbeit der Niere einschränkt oder stoppt. Wird dies nicht erkannt, kann die Funktion der Niere komplett verloren gehen. Besonders übergewichtige Patienten und Raucher sind von diesem Risiko des Gefäßverschlusses betroffen.

3.1. Andere organische Ursachen

Schwangerschaften lassen häufig Schmerzphänomene auftreten, die nicht zwingend mit einer Erkrankung in Verbindung stehen. Je nach Lage des Kindes und Haltung der werdenden Mutter sind Schmerzereignisse nichts Ungewöhnliches.

Im Zusammenhang mit Stress kann es immer wieder zu Fehlbelastungen des Körpers und Muskelüberspannungen kommen. Haben Sie Nierenschmerzen in Verbindung mit körperlicher oder psychischer Belastung, muss dies nicht unmittelbar mit einer Erkrankung in Verbindung stehen. Vielmehr lässt sich der Schmerz auch dann durch überspannte Muskeln und Faszien im Bereich der Nieren erklären. Die Schmerzspezialisten Dr. med. Petra und Roland Liebscher-Bracht haben jahrelange Erfahrung in der Behandlung von Schmerzpatienten mit Beschwerden im Bereich der Nieren und Lenden. Sie nehmen dabei die überspannten und überforderten Muskeln und Faszien in den Blick und stellen in der Therapie dieser Patienten immer wieder fest: Schmerzen im Nierenbereich sind in vielen Fällen auf den Muskel zurückzuführen, der im Bereich der Niere vom Darmbein bis zu den Rippen verläuft. Einseitige Bewegung, immer gleiche Bewegungsabläufe, ein nur minimal ausgeschöpftes Bewegungspotential und zu wenig Ausdauersport sind neben Stress Erklärungsfaktoren für das Schmerzgeschehen.

Wussten Sie schon, dass wir von den vielen Muskeln, die uns die Natur gegeben hat, nur einen sehr kleinen Bruchteil beanspruchen? Kein Wunder also, dass schnell Überforderung von Muskeln und Faszien entsteht. Auch Schmerzen, die durch Stauung der Niere bei Nierensteinen oder Gries auftreten, hängen zu einem großen Teil mit der Überforderung der muskulär-faszialen Strukturen zusammen. Wie also entsteht der Schmerz im Bereich der Niere? Was ist seine Ursache? Stellen Sie sich einmal vor, dass Ihre Schmerzen nicht nur störend, drückend, stechend oder quälend sind, sondern dass sie eine bestimmte Funktion haben. Zugegeben, diese Sichtweise ist herausfordernd und zunächst nicht leicht zu begreifen. Doch die Tatsache, dass Schmerzen nicht nur zerstörerisch wirken, sondern eine Aufgabe haben, eröffnet Ihnen ein entscheidendes Mitwirkungspotential. Sie als Patient haben die Chance, die Sprache Ihres Körpers, die er mit Schmerzen zum Ausdruck bringt, zu verstehen und das Schmerzgeschehen zu beeinflussen. Nach unserem Verständnis wirken Schmerzmittel allenfalls symptomatisch und nie ursächlich. Was genau geschieht also in Ihrem Rücken, wenn es zu Nierenschmerzen kommt? In den meisten Fällen sind es nicht die Nieren selbst, die Schmerzen verursachen. Vielmehr senden die durch einseitige Bewegung und Überlastung überspannten und unnachgiebigen muskulär-faszialen Strukturen im Bereich der Nieren Warnsignale an das Gehirn, die einen sogenannten Alarmschmerz erzeugen. Die Botschaft dabei lautet: Strukturverschleiß umgehend stoppen! Wie Ihnen das unter der fachlichen Anleitung eines nach Liebscher & Bracht qualifizierten Therapeuten gelingen kann, erklären wir Ihnen gerne.

🎥 In diesem Video erklärt Ihnen Schmerzspezialist Roland Liebscher-Bracht, wie Nierenschmerzen wirklich entstehen:

4. Behandlung: Was wirklich gegen Nierenschmerzen hilft

Für Patienten mit Nierenschmerzen eröffnet sich mit einer Behandlung nach Liebscher & Bracht die Chance, Ihre Schmerzen durch Osteopressur in Verbindung mit gezielten Dehnungsübungen für die unnachgiebigen und überspannten Muskeln und Faszien im Nierenbereich rasch zu lindern und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu steigern – ohne Schmerzen und ohne Medikamente. Gerne erklären wir Ihnen, wie gut das bereits in der ersten Behandlung funktioniert.

Sie leiden unter Schmerzen in der Nierengegend und an den Lenden? Wir Schmerzspezialisten nach Liebscher & Bracht eröffnen Ihnen eine neue Perspektive auf Ihre Schmerzen. Unsere Erfahrung in der Behandlung von Schmerzpatienten mit den verschiedensten Beschwerden zeigt uns, dass auch bei einem großen Teil der Nierenschmerzen der sogenannte Alarmschmerz, der von Muskeln und Faszien im Bereich der Niere ausgelöst wird, eine Rolle spielt. Sogar bei Patienten mit Nierensteinen oder Nierengries und damit verbundenen Schmerzen konnten wir mit Osteopressur und gezielten Übungen feststellen, dass ein großer Teil der Beschwerden in diesem Kontext muskulär-faszial bedingt sind.

Worauf zielt also unsere Behandlung? Wir setzen mit Osteopressur manual-therapeutisch gezielte Impulse an der Knochenhaut und signalisieren so dem Gehirn, den Alarmschmerz abzustellen. Zugleich lösen sich so die muskulär-faszialen Überspannungen im Bereich der Niere und die Schmerzen lassen bereits in der ersten Behandlung deutlich nach, verschwinden ganz oder werden auf ein Restmaß reduziert. Mit speziellen Übungen für Patienten mit Nierenschmerzen zeigen wir Ihnen, was Sie im Alltag gegen Nierenschmerzen tun können. Denn die eingefahrenen und einseitigen Bewegungsmuster, die bei Ihren Beschwerden eine große Rolle spielen, können Sie beeinflussen, indem Sie mit unseren Übungen Ihr Bewegungspotential erweitern.

Zugleich können Sie die oberflächliche Muskulatur-Spannung beeinflussen, die sich auch auf die Spannungszustände der inneren Organe auswirken. Werden die Muskeln und Faszien entspannt, baut sich zugleich diese Spannung in den Nieren ab und die Schmerzen durch abgehende Steine werden gemildert. Die Übungen nach Liebscher & Bracht richten sich auf die überspannte und überdehnte Muskulatur im Lendenbereich. Sie können diese Behandlung gut differential-diagnostisch verwenden: Bleiben die Schmerzen nach Osteopressur und den Liebscher & Bracht Übungen bei Nierenschmerzen bestehen, liegt die Ursache nicht im muskulär-faszialen Bereich. Wir wissen jedoch: In den meisten Fällen lässt sich der Schmerz in den Nieren auf diese Weise gut behandeln.

4.1. Was Sie sonst noch gegen Nierenschmerzen tun können

Vielleicht kennen Sie auch das ein oder andere bewährte Hausmittelchen, das Ihnen bei Nierenschmerzen schon Erleichterung gebracht hat. Wenn Sie die Behandlung nach Liebscher & Bracht zum Beispiel durch Ernährung unterstützen möchten und Ihr Arzt eine andere Ursache als muskulär-bedingte Schmerzen ausgeschlossen hat, können Sie Ihren Nieren und Ihrer Muskulatur mit ein paar einfachen Tricks ein wenig Linderung verschaffen. Wichtig für uns ist jedoch vor allem, dass Sie die Übungen regelmäßig durchführen, die wir Ihnen zeigen. Sie wirken ganzheitlich, regen den Stoffwechsel an, dehnen überspannte Muskeln und Faszien und erweitern Ihr eingeschränktes Bewegungspotential. Wir haben Ihnen einmal zusammengestellt, was Sie sonst noch für Ihre Nierengesundheit tun können:

Wärme

Wärme hilft oftmals, den Schmerz zu lindern. Wärme ist ein bewährtes Hilfsmittel, das bei vielen Problemen hilft. Nierenschmerzen sind hier keine Ausnahme. Sie sollten die schmerzende Stelle mit einem warmen Tuch, mit einer Wärmflasche oder mit einer Rotlicht-Lampe wärmen. Das schont und lindert den Schmerz. Die Wärme hat aber auch noch einen weiteren Vorteil: Werden die Nierenschmerzen durch Nierensteine oder durch eine Blasenentzündung ausgelöst, dann trägt die Wärme dazu bei, dass die Steine bzw. Erreger besser ausgeschieden werden können. Mit einer gezielten Wärmetherapie können Sie unter Umständen gleich mehrere Probleme auf einen Schlag lösen.

Moorkissen

Bei leichten und nur mal gelegentlich auftretenden Schmerzen in den Nieren müssen Sie nicht gleich zur chemischen Keule mit Schmerzmitteln greifen. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Nieren schön warm halten. Ideal dafür ist ein Moorkissen aus der Apotheke. In der Mikrowelle oder in einem Wasserbad können Sie das Kissen auf ca. 55 Grad Celsius erwärmen. Der Vorteil dabei ist: Die Wärme wird langsam an den Körper abgegeben und kann sich gut verteilen. Einen ähnlichen Erfolg erzielen Sie auch mit einem Kirschkernkissen. Das Kissen wird im Ofen oder auch in der Mikrowelle erwärmt. Der Effekt ist der gleiche wie bei einem Moorkissen.

Trinken Sie viel!

Immer ausreichend trinken! Sicher haben Sie schon gehört, dass jeder Mensch viel Flüssigkeit benötigt. Vielleicht fällt es Ihnen im Alltag schwer, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das kann gefährlich sein, denn so kann die Entstehung von Nierensteinen begünstigt werden. Die Steine können entstehen, wenn Sie über einen langen Zeitraum zu wenig trinken, sich kaum bewegen oder falsch ernähren. Eine falsche Ernährung im Sinne der Nieren ist es zum Beispiel, wenn Sie sich nur von Milchprodukten ernähren oder wenn Ihr Hauptnahrungsmittel aus Fleisch besteht. Verstehen Sie es bitte nicht falsch, wir wollen hier nicht von Milch oder Fleisch abraten. Es ist wie immer im Leben: Die Menge entscheidet über gut oder schlecht. Wenn Sie erst einmal Nierensteine haben, gehören Sie unbedingt in ärztliche Behandlung. Nierensteine führen in vielen Fällen zu extrem schmerzhaften Nierenkoliken. Ab einer gewissen Größe können die Nierensteine die Harnleiter verstopfen.

Auch wenn Sie bereits unter Nierenschmerzen leiden, sollten Sie so viel wie möglich trinken. Besonders ratsam sind spezielle Nieren- und Harnblasen-Tees. Diese finden Sie sowohl in der Apotheke als auch in vielen Supermärkten. Der Tee besteht zum Beispiel aus Brennnessel, oder Birkenblättern, wirkt harntreibend, entzündungshemmend und krampflösend.

Nieren natürlich durchspülen

Wie Wellness für die Niere kann eine Nierenspülung mit Löwenzahn Tee wirken. Da Löwenzahn harntreibend ist, ist er ein ideales Mittel, um die Nieren zu entschlacken beziehungsweise durchzuspülen.

Ein anderes bewährtes Hausmittel bei Nierenschmerzen ist Petersilie: Das Heilkraut wirkt ebenfalls harntreibend sowie entzündungshemmend und kann als Tee aufgebrüht werden. Zudem hat sich Brennnessel-Tee bei Nierenschmerzen bewährt.

Salbei, Petersilie, Brennnesseln – gegen Nierenschmerzen ist ein Kraut gewachsen

Salbei gilt als natürliches Schmerzmittel und eignet sich deshalb auch bei Nierenschmerzen: Salbei wirkt entkrampfend und entspannt Ihren Körper, sodass sich Schmerzen am unteren Rücken auf natürliche Art lindern lassen. Frischer Zitronensaft kann speziell bei leichteren Nierenschmerzen helfen, Nierensteine aufzulösen.

Die Nieren lassen sich auch mithilfe von Wassermelonen-Samen reinigen: Nierensteinchen, die Schmerzen verursachen sowie Schlacken können mit einer Kur aus Wassermelonen-Samen behandelt werden. Diese wirken sich harntreibend aus und können die eingelagerten Giftstoffe entfernen.

Bei Sellerie-Samen handelt es sich ebenfalls um ein Diuretikum (harntreibendes Hausmittel), das Niereninfektionen und Schmerzen im Bereich der Lenden lindern kann.

Mithilfe von Kohl (Wirsing oder Weißkohl) Nierenschmerzen bekämpfen: Ein gutes Hausmittel gegen Beschwerden im Nierenbereich sind Kohlwickel. Dafür werden einige Kohlblätter manuell zerkleinert und kurz in kochendem Wasser blanchiert. Die warmen Kohlblätter in ein Baumwolltuch wickeln (ähnlich breit, wie ein Gürtel) und diesen Wickel über den Nierenbereich am Rücken legen. Gegebenenfalls im Backofen wieder kurz aufwärmen und die Behandlung wiederholen.

Die gleiche Wirkung kann ein Senfpflaster erzielen: Ziehen sich die Schmerzen der Nieren bis in den Bereich der Lenden, ist dieses einfache Hausmittel eine wirkungsvolle Art die Beschwerden zu lindern. Hierfür werden 80 Gramm Senfsamen mit einem Eiweiß und 300 Gramm Mehl in eine Paste verwandelt. Den Nierenbereich am Rücken leicht mit Vaseline einreiben, um die Haut zu schützen. Danach das Senfpflaster auftragen und etwa 30 Minuten dort einwirken lassen. Anschließend mit warmem Wasser abwaschen.

Auch Wegerich und Bärentraube gelten als Heilkräuter bei Beschwerden im Bereich der Niere. Informieren Sie sich gerne in Ihrer Apotheke! Das ist wichtig, damit Sie die Hausmittelchen auch richtig anwenden. Und beachten Sie, dass bei einer bestehenden Schwangerschaft nicht alle Mittel ratsam sind. Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrem Arzt!

4.2. Allgemeine Tipps gegen Nierenschmerzen

  • Grundsätzlich kann reichliches Trinken (ohne Alkohol, ohne viel Zucker) gegen Nierenschmerzen helfen, da es Ihre Nieren durchspült und so natürlich entgiftet.
  • Regelmäßiges Trinken von grünem Tee kann bei Nierenbeschwerden positiv wirken. Seine Inhaltsstoffe (Gerbstoffe) schützen Ihr komplettes Harnwegssystem und wirken sich, speziell nach einer Nierenentzündung, positiv auf den Organismus aus.
  • Bei akuten Schmerzen im Nierenbereich kann ein wärmendes Bad angenehm sein, da es Ihren gesamten Körper entspannt.
  • Sie sollten grundsätzlich auf eine gesunde Ernährung achten, wobei Gemüse und frisches Obst Ihre Abwehrkräfte unterstützen und stärken.
  • Lebensmittel wie beispielsweise Ingwer (auch als Ingwer Tee), Joghurt (3,5 Prozent Fettgehalt) und frischer Knoblauch wirken positiv bei Entzündungen und Infektionen.
  • Getrocknete Heilpflanzen / Heilkräuter erhalten Sie in Reformhäusern, Bio-Läden oder Apotheken.

Setzen Sie ggf. Medikamente ab, die über die Niere ausgeschieden werden

Leiden Sie an bestimmten Krankheiten, dann nehmen Sie vielleicht Medikamente ein, die über die Nieren ausgeschieden werden. Das führt zu einer zusätzlichen Belastung für die Nieren. Sprechen Sie doch Ihren behandelnden Arzt einmal an, ob sich die Medikamente für eine Zeit absetzen lassen oder gegen ein anderes – die Nieren schonendes – Medikament ersetzt werden können. Das Absetzen oder Austauschen von Medikamenten sollte in jedem Fall immer nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen.

Homöopathische Mittel

Eine weitere Möglichkeit ist die Therapie mit homöopathischen Mitteln. Diese konzentrieren sich in der Regel darauf, den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren. Auch bei Nierenschmerzen kann die Homöopathie helfen. Sprechen Sie mit einem Heilpraktiker oder einem Arzt, der auch auf Homöopathie setzt!

Medikamente zur Schmerztherapie

Ihr Arzt wird Ihnen bei Nierenschmerzen mit hoher Wahrscheinlichkeit zunächst ein chemisches Schmerzmittel verabreichen. Wir wissen aus unserer Erfahrung in der Liebscher & Bracht Therapie, dass das in vielen Fällen nicht notwendig ist. Sie müssen wissen: Schmerzmittel wirken nur symptomatisch und nicht ursächlich. Hier ist also Vorsicht geboten! Medikamente wie Aspirin, Diclofenac oder Ibuprofen können sich belastend auf die – ohnehin schon – geschädigte Niere auswirken. Als nierenschonender geltende Medikamente wie Novalgin oder Paracetamol. Sprechen Sie darüber mit Ihrem behandelnden Arzt. Gerne beraten wir Sie auch, wie sie mit Osteopressur und gezielten Übungen Ihre Schmerzen auch ohne Medikamente lindern können.

Bei Entzündungen

Ist eine Entzündung Ursache Ihrer Nierenschmerzen, ist es in den meisten Fällen sinnvoll, ein Antibiotikum einzunehmen. Dies sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Wichtig ist, dass Sie das Antibiotikum in jedem Fall bis zum Ende einnehmen und zwar auch dann, wenn die Schmerzen bereits abklingen oder verschwunden sind. Ansonsten kann es passieren, dass die Entzündung wieder schlimmer wird und die Schmerzen zurückkommen. 

Wichtiger Hinweis: Sollten die Nierenschmerzen plötzlich und unerwartet auftreten und sehr stark sein, dann sollten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Nierenschmerzen können viele Ursachen haben und durch viele Erkrankungen ausgelöst werden. Nur wenn Sie bei Beschwerden zum Arzt gehen, kann eine vielleicht notwendige Therapie rechtzeitig beginnen. In akuten Notfällen, wenn die Schmerzen extrem stark sind, können Sie selbstverständlich auch den Rettungsdienst rufen.